{"id":64700,"date":"2015-07-10T16:02:50","date_gmt":"2015-07-10T14:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64700"},"modified":"2015-07-10T16:02:50","modified_gmt":"2015-07-10T14:02:50","slug":"iii-b-43-14-aufzeichnungs-und-aufbewahrungspflichten-fuer-bareinnahmen-im-taxigewerbe-keine-revisionszulassung-wegen-einwendungen-gegen-die-richtigkeit-von-steuerschaetzungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-43-14-aufzeichnungs-und-aufbewahrungspflichten-fuer-bareinnahmen-im-taxigewerbe-keine-revisionszulassung-wegen-einwendungen-gegen-die-richtigkeit-von-steuerschaetzungen\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;43\/14 &#8211; Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten f&uuml;r Bareinnahmen im Taxigewerbe &#8211; Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2015, III B 43\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten f&uuml;r Bareinnahmen im Taxigewerbe &#8211; Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 6. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;6 K 1354\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden in den Streitjahren 2005 bis 2007 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl&auml;gerin erzielte u.a. Eink&uuml;nfte aus einem Taxi- und G&uuml;terbef&ouml;rderungsgewerbe mit mehreren Fahrzeugen, f&uuml;r das auch der Kl&auml;ger fuhr. Ihren Gewinn ermittelte die Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2009 fand eine Au&szlig;enpr&uuml;fung statt, die u.a. die Herkunft der verbuchten Bareinnahmen aufkl&auml;ren sollte. Dabei wurde festgestellt, dass die Einnahmen nur einmal w&ouml;chentlich erfasst wurden und vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llte Schichtzettel nicht vorhanden waren. Zudem wurden diverse Einzahlungen vom Privatkonto des Kl&auml;gers auf das Gesch&auml;ftskonto der Kl&auml;gerin ermittelt, die als Privateinlagen verbucht worden waren. Mangels Vorlage der kompletten Kontoausz&uuml;ge des Kl&auml;gers und Feststellbarkeit, ob es sich um Privateinlagen oder weitergeleitete Betriebseinnahmen gehandelt hatte, sch&auml;tzte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Betriebseinnahmen in H&ouml;he der ungekl&auml;rten Bareinlagen von jeweils brutto 18.000&nbsp;EUR (2005), 11.500&nbsp;EUR (2006) und 21.000&nbsp;EUR (2007) hinzu und erlie&szlig; am 22.&nbsp;Dezember 2009 entsprechende &Auml;nderungsbescheide. Der Einspruch blieb ohne Erfolg (Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;August 2012).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen gerichtete Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es im Wesentlichen Folgendes aus: Die Sch&auml;tzung des FA sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 und 2 der Abgabenordnung (AO) dem Grunde nach gerechtfertigt gewesen, da die Kl&auml;gerin die Aufzeichnungen, die sie als Unternehmerin nach &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zu f&uuml;hren hatte, nicht habe vorlegen k&ouml;nnen oder ihre Aufzeichnungen der Besteuerung nicht nach &sect;&nbsp;158 AO zugrunde gelegt werden k&ouml;nnten. Die Kl&auml;gerin habe weder eine Einzelaufzeichnung der Ums&auml;tze vorgenommen noch ein in Form aneinandergereihter Tageskassenberichte gef&uuml;hrtes Kassenbuch gef&uuml;hrt. Auch seien die Schichtzettel i.V.m. den Angaben, die sich auf dem Kilometerz&auml;hler und dem Taxameter des einzelnen Taxis ablesen lassen, nicht aufbewahrt worden. Die Hinzusch&auml;tzung sei auch der H&ouml;he nach gerechtfertigt, da die ermittelten Reingewinne unter den untersten Richts&auml;tzen f&uuml;r das Taxi- und G&uuml;tergewerbe l&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und wegen des Vorliegens von Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet, soweit sie &uuml;berhaupt den Darlegungserfordernissen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;gt. Sie wird durch Beschluss zur&uuml;ckgewiesen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;Januar 2013 X&nbsp;B&nbsp;84\/12, BFH\/NV 2013, 771). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung erforderlich machen (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;Juni 2013 III&nbsp;B&nbsp;119\/12, BFH\/NV 2013, 1417).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger h&auml;lt die Frage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob Taxiunternehmer Bargeldeinnahmen (Tagesquittungen) t&auml;glich in der Buchhaltung erfassen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Rechtsfrage ist durch die Rechtsprechung des BFH bereits hinreichend gekl&auml;rt und damit nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Nach dem BFH-Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2004 XI&nbsp;R&nbsp;25\/02 (BFHE 205, 249, BStBl II 2004, 599, m.w.N., Rz&nbsp;30&nbsp;ff.) m&uuml;ssen auch bei einem Taxiunternehmer, der seinen Gewinn durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung ermittelt, die Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben durch Belege nachgewiesen werden. Die sich aus &sect;&nbsp;22 UStG i.V.m. &sect;&sect;&nbsp;63 bis 68 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (UStDV) ergebende Pflicht zur Einzelaufzeichnung wirkt dabei unmittelbar auch hinsichtlich der Besteuerung nach dem EStG. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 UStG i.V.m. &sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 UStDV sind u.a. auch die vereinnahmten Entgelte so aufzuzeichnen, dass es einem sachverst&auml;ndigen Dritten innerhalb einer angemessenen Zeit m&ouml;glich ist, einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Ums&auml;tze des Unternehmers und die abziehbaren Vorsteuern zu erhalten. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger hat der BFH in der vorgenannten Entscheidung nicht offen gelassen, ob eine Pflicht zu t&auml;glichen Aufzeichnungen besteht oder ob auch w&ouml;chentliche Aufzeichnungen gen&uuml;gen. Vielmehr hat er ausgef&uuml;hrt, dass jede einzelne Bareinnahme aufzuzeichnen ist (BFH-Urteil in BFHE 205, 249, BStBl II 2004, 599, m.w.N., Rz&nbsp;33), woraus sich ohne weiteres ergibt, dass t&auml;gliche und w&ouml;chentliche Aufzeichnungen der Bareinnahmen nicht gen&uuml;gen. Von dieser grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r Taxiunternehmer geltenden Pflicht zur Einzelaufzeichnung der Bareinnahmen macht der BFH aufgrund der branchenspezifischen Besonderheiten des Taxigewerbes nur dann eine Ausnahme, wenn die sog. Schichtzettel in Verbindung mit den Angaben, die sich auf dem Kilometerz&auml;hler und dem Taxameter des einzelnen Taxis ablesen lassen, vorhanden sind und nach den Vorgaben des &sect;&nbsp;147 Abs.&nbsp;1 AO aufbewahrt werden (BFH-Urteil in BFHE 205, 249, BStBl II 2004, 599, m.w.N., Rz&nbsp;32&nbsp;ff.). Von der Aufbewahrung dieser Einnahmenursprungsaufzeichnungen kann nur dann abgesehen werden, wenn deren Inhalt unmittelbar nach Ausz&auml;hlung der Tageskasse in das in Form aneinandergereihter Tageskassenberichte gef&uuml;hrte Kassenbuch &uuml;bertragen wird (BFH-Urteil in BFHE 205, 249, BStBl II 2004, 599, m.w.N., Rz&nbsp;34). Insoweit hat der BFH im Beschluss vom 25.&nbsp;Oktober 2012 X&nbsp;B&nbsp;133\/11 (BFH\/NV 2013, 341, Rz&nbsp;6) betont, dass die Aufbewahrung der Schichtzettel nur entbehrlich ist, wenn deren Inhalt t&auml;glich &#8211;und nicht nur in gr&ouml;&szlig;eren Zeitabst&auml;nden&#8211; nach Ausz&auml;hlung der Tageskasse in das in Form aneinandergereihter Tageskassenberichte gef&uuml;hrte Kassenbuch &uuml;bertragen wird. Entsprechend hat der BFH ausgef&uuml;hrt, dass das FA sowohl bei Verletzung der Aufbewahrungspflicht als auch bei Verletzung der Aufzeichnungspflicht dem Grunde nach zur Sch&auml;tzung berechtigt ist (BFH-Urteil in BFHE 205, 249, BStBl II 2004, 599, m.w.N., Rz&nbsp;36).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem von den Kl&auml;gern in Bezug genommenen BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 2011 XI&nbsp;R&nbsp;5\/10 (BFH\/NV 2012, 1921) folgt schon deshalb nichts anderes, weil dieses zu einem buchf&uuml;hrenden Kantinenbetrieb und damit zu einem nicht vergleichbaren Fall ergangen ist. Erneuter Kl&auml;rungsbedarf ergibt sich auch nicht aus den von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrten Entscheidungen, wonach wesentliche M&auml;ngel bei Aufzeichnung der Kasseneinnahmen in Einzelf&auml;llen angenommen wurden, weil erst nach 14&nbsp;Tagen oder nur einmal im Monat Aufzeichnungen vorgenommen wurden. Insoweit haben die Kl&auml;ger aus den betreffenden Entscheidungen bereits nicht herausgearbeitet, dass &#8211;im Umkehrschluss&#8211; Aufzeichnungsm&auml;ngel ausschlie&szlig;lich nach entsprechend langen aufzeichnungsfreien Zeiten angenommen werden. Ebenso wenig ergeben sich aus dem von den Kl&auml;gern in Bezug genommenen Schreiben der Oberfinanzdirektion Karlsruhe vom 23.&nbsp;Februar 2009 an den Taxiverband Deutschland e.V. neue Gesichtspunkte. Auch hierin wird auf die sich aus dem Umsatzsteuerrecht ergebende Pflicht zur Einzelaufzeichnung der vereinnahmten Entgelte hingewiesen. Auch steht es nicht im Widerspruch zu der dargelegten BFH-Rechtsprechung, wenn die Oberfinanzdirektion Karlsruhe keine steuerrechtliche Verpflichtung f&uuml;r Taxiunternehmer zur Dokumentation des eingesetzten Personals, der jeweiligen Arbeitszeiten, der Kilometerleistung der einzelnen Fahrzeuge oder zum F&uuml;hren sogenannter Schichtzettel erkennt. Denn auch der BFH sieht solche anderen Formen der Aufzeichnung nur als Erleichterung an, die der Taxiunternehmer nicht in Anspruch zu nehmen braucht, wenn er stattdessen jede einzelne Bareinnahme aufzeichnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen eines Verfahrensmangels zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Einen solchen haben die Kl&auml;ger bereits nicht in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechenden Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;ger machen geltend, das FG habe auf &quot;amtliche Richts&auml;tze&quot; Bezug genommen, ohne diese n&auml;her zu bezeichnen, weshalb sich die Frage stelle, ob das FG die Sch&auml;tzung des FA habe zugrunde legen d&uuml;rfen und welche Sch&auml;tzgrundlage richtigerweise anzuwenden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Hieraus kann allenfalls abgeleitet werden, dass die Kl&auml;ger von einem Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO ausgehen. Nach dieser Vorschrift sind im Urteil die Gr&uuml;nde anzugeben, die f&uuml;r die richterliche &Uuml;berzeugung leitend gewesen sind. Eine Er&ouml;rterung aller im Einzelfall gegebenen Umst&auml;nde im Urteil gebietet die Vorschrift nicht. &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO stellt an die Begr&uuml;ndung eines Urteils keine h&ouml;heren Anforderungen als &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;5 FGO. Ein Urteil ist nur dann i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO nicht mit Gr&uuml;nden versehen, wenn die Urteilsgr&uuml;nde ganz oder zum Teil fehlen und sie den Prozessbeteiligten keine Kenntnis dar&uuml;ber vermitteln, auf welchen Feststellungen, Erkenntnissen und rechtlichen &Uuml;berlegungen das Urteil beruht. Dies erfordert nicht, dass jedes Vorbringen der Beteiligten im Einzelnen er&ouml;rtert werden m&uuml;sste. Ein Verfahrensmangel i.S. von &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO liegt erst dann vor, wenn den Beteiligten die M&ouml;glichkeit entzogen ist, die getroffene Entscheidung auf ihre Rechtm&auml;&szlig;igkeit hin zu &uuml;berpr&uuml;fen (BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Februar 2014 II&nbsp;B&nbsp;129\/13, BFH\/NV 2014, 708, m.w.N.). Bei nur zum Teil fehlenden Entscheidungsgr&uuml;nden setzt eine Verletzung des &sect;&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;5 FGO grobe Begr&uuml;ndungsm&auml;ngel in einem Ausma&szlig; voraus, dass die vom FG fixierten Entscheidungsgr&uuml;nde zum Nachweis der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Urteilsspruchs schlechterdings ungeeignet erscheinen und den Beteiligten keine (hinl&auml;ngliche) Kenntnis dar&uuml;ber vermitteln, auf welchen Feststellungen, Erkenntnissen und rechtlichen Erw&auml;gungen das Urteil beruht (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 708, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dass diese Voraussetzungen im Streitfall erf&uuml;llt seien, haben die Kl&auml;ger nicht schl&uuml;ssig dargelegt und ist im &Uuml;brigen auch nicht ersichtlich. Das FG hat zum einen dargelegt, warum dem Grunde nach eine Sch&auml;tzung erforderlich ist und warum es hinsichtlich der H&ouml;he des Gewinns keinen inneren, sondern einen &auml;u&szlig;eren Betriebsvergleich angestellt hat. Ferner hat es im Einzelnen ausgef&uuml;hrt, welche Mindestreingewinns&auml;tze die amtliche Richtsatzsammlung f&uuml;r das Taxigewerbe in den Streitjahren ausgewiesen hat. Dass das FG insoweit keine Fundstelle angegeben hat, stellt jedenfalls vor dem Hintergrund, dass diese Richts&auml;tze vom Bundesministerium der Finanzen im Bundessteuerblatt ver&ouml;ffentlicht werden (s. z.B. Richtsatzsammlung 2006, BStBl I 2007, 574) und die Kl&auml;ger fachkundig vertreten waren, keinen groben Begr&uuml;ndungsmangel dar. Im &Uuml;brigen hat das FG entgegen der Darlegung der Kl&auml;ger nicht die Sch&auml;tzung des FA ohne eigene nachvollziehbare Sch&auml;tzung &uuml;bernommen, sondern die Ergebnisse der Sch&auml;tzung des FA anhand der Richtsatzsammlung &uuml;berpr&uuml;ft, wobei es zu dem Ergebnis gelangt ist, dass eine Richtsatzsch&auml;tzung zu einem deutlich ung&uuml;nstigeren Ergebnis f&uuml;r die Kl&auml;ger gef&uuml;hrt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Soweit die Kl&auml;ger im &Uuml;brigen eine falsche Rechtsanwendung und tats&auml;chliche W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG im Rahmen der Sch&auml;tzung r&uuml;gen, ist dies im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Mai 2013 X&nbsp;B&nbsp;176\/12, BFH\/NV 2013, 1445, m.w.N.). Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einw&auml;nde gegen die Richtigkeit von Sch&auml;tzungen der Besteuerungsgrundlagen, wie Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;B&nbsp;71\/11, BFH\/NV 2012, 1461). Revisionsgr&uuml;nde nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 FGO haben die Kl&auml;ger in diesem Zusammenhang nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.3.2015, III B 43\/14 Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten f&uuml;r Bareinnahmen im Taxigewerbe &#8211; Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 6. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;6 K 1354\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-43-14-aufzeichnungs-und-aufbewahrungspflichten-fuer-bareinnahmen-im-taxigewerbe-keine-revisionszulassung-wegen-einwendungen-gegen-die-richtigkeit-von-steuerschaetzungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;43\/14 &#8211; Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten f&uuml;r Bareinnahmen im Taxigewerbe &#8211; Keine Revisionszulassung wegen Einwendungen gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64700","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64700"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64700\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}