{"id":64709,"date":"2015-07-10T16:27:10","date_gmt":"2015-07-10T14:27:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64709"},"modified":"2015-07-10T16:27:10","modified_gmt":"2015-07-10T14:27:10","slug":"i-r-44-14-bilanzierung-von-verbindlichkeiten-bei-rangruecktritt-tilgung-aus-bilanzgewinn-und-liquidationsueberschuss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-44-14-bilanzierung-von-verbindlichkeiten-bei-rangruecktritt-tilgung-aus-bilanzgewinn-und-liquidationsueberschuss\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;44\/14 &#8211; Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangr&uuml;cktritt: Tilgung aus Bilanzgewinn und Liquidations&uuml;berschuss"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.4.2015, I R 44\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangr&uuml;cktritt: Tilgung aus Bilanzgewinn und Liquidations&uuml;berschuss<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine Verbindlichkeit, die nach einer im Zeitpunkt der &Uuml;berschuldung getroffenen Rangr&uuml;cktrittsvereinbarung nur aus einem zuk&uuml;nftigen Bilanzgewinn und aus einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss zu tilgen ist, unterliegt dem Passivierungsverbot des &sect; 5 Abs. 2a EStG 2002 (insoweit Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 30. November 2011 I R 100\/10, BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Beruht der hierdurch ausgel&ouml;ste Wegfallgewinn auf dem Gesellschaftsverh&auml;ltnis, ist er durch den Ansatz einer Einlage in H&ouml;he des werthaltigen Teils der betroffenen Forderungen zu neutralisieren (insoweit Abkehr vom Senatsurteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 12. Juni 2014&nbsp;&nbsp;6 K 324\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, deren Wirtschaftsjahr jeweils zum 30.&nbsp;Juni endete, erhielt von ihrer Muttergesellschaft, der E-GmbH, im Zuge einer Konzernumstrukturierung Darlehen in H&ouml;he von 7&nbsp;Mio.&nbsp;EUR sowie 2,6 Mio.&nbsp;US-Dollar (USD).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r beide Darlehen vereinbarten die Vertragsbeteiligten jeweils in gesonderten Urkunden am 7.&nbsp;Oktober 2004 zur Abwendung der &Uuml;berschuldung im Sinne der Insolvenzordnung (InsO) einen Rangr&uuml;cktritt folgenden Inhalts: &quot;Die (E-GmbH) tritt als alleinige Gesellschafterin mit ihrem Anspruch auf Tilgung und Verzinsung des der (Kl&auml;gerin) gew&auml;hrten Darlehens im Betrag von (7&nbsp;Mio.&nbsp;EUR\/2,6&nbsp;Mio.&nbsp;USD) dergestalt im Rang hinter die Forderung s&auml;mtlicher anderer Gl&auml;ubiger, einschlie&szlig;lich aller in &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 InsO genannten Gl&auml;ubiger zur&uuml;ck, dass sie Tilgung und Verzinsung des Darlehens nur aus einem k&uuml;nftigen Bilanzgewinn oder aus einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss verlangen kann. F&uuml;r den Fall der Insolvenz tritt die (E-GmbH) auf den Rang des &sect;&nbsp;199 Satz&nbsp;2 InsO zur&uuml;ck.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem auf den 30.&nbsp;Juni 2005 (Streitjahr) erstellten Jahresabschluss sind auf der Aktivseite neben Erinnerungswerten f&uuml;r Finanzanlagen (insgesamt in H&ouml;he von 3&nbsp;EUR) und Forderungen gegen verbundene Unternehmen (154.574,49&nbsp;EUR) ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Jahresfehlbetrag in H&ouml;he von 9.291.521&nbsp;EUR sowie unter den Passiva u.a. ein Verlustvortrag (8.133.748,47&nbsp;EUR), eine Kapitalr&uuml;cklage in H&ouml;he von 644.227,77&nbsp;EUR und Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber Gesellschaftern in H&ouml;he von insgesamt 9.431.852,33&nbsp;EUR ausgewiesen; hiervon entfielen 9.189.658&nbsp;EUR auf die der Kl&auml;gerin von der E-GmbH gew&auml;hrten Kredite.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Ansicht, dass &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a des Einkommensteuergesetzes (EStG&nbsp;2002) der Passivierung der gegen&uuml;ber der E-GmbH bestehenden Verbindlichkeiten in der Steuerbilanz der Kl&auml;gerin entgegenstehe. Dementsprechend hat er mit den ge&auml;nderten Bescheiden vom 2.&nbsp;November 2011 und vom 31.&nbsp;Oktober 2011 den Gewerbesteuermessbetrag sowie die K&ouml;rperschaftsteuer festgesetzt und die Feststellung eines verbleibenden Verlustvortrags f&uuml;r Zwecke der Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer abgelehnt. Der nach erfolgslosem Einspruch erhobenen Klage hat das Finanzgericht (FG) stattgegeben (Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 12.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;324\/12, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 1601).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Entgegen der Ansicht des FG war die Kl&auml;gerin nicht berechtigt, in ihrer auf den 30.&nbsp;Juni 2005 aufzustellenden Steuerbilanz die gegen&uuml;ber der E-GmbH bestehenden Darlehensschulden zu passivieren. Allerdings kann der Senat aufgrund der Feststellungen der Vorinstanz nicht beurteilen, in welcher H&ouml;he die hierdurch bedingte Erh&ouml;hung des Bilanzgewinns durch den Ansatz einer Einlage ausgeglichen wird. Das Urteil der Vorinstanz ist deshalb aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;247 Abs.&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind in der Handelsbilanz Schulden dann zu passivieren, wenn der Unternehmer zu einer dem Inhalt und der H&ouml;he nach bestimmten Leistung an einen Dritten verpflichtet ist, die vom Gl&auml;ubiger erzwungen werden kann und eine wirtschaftliche Belastung darstellt (Senatsurteil vom 30.&nbsp;November 2011 I&nbsp;R&nbsp;100\/10, BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332, m.w.N.). Dies gilt nach dem Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG&nbsp;2002 auch f&uuml;r Zwecke der Steuerbilanz und damit insbesondere auch f&uuml;r die K&ouml;rperschaft- und Gewerbesteuer (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes &#8211;KStG&nbsp;2002&#8211; und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&nbsp;2002&#8211;). Im Hinblick auf das Vorliegen einer wirtschaftlichen Belastung ging der Bundesfinanzhof (BFH) davon aus, dass Verpflichtungen, deren Erf&uuml;llung an den Gesamtgewinn des Unternehmens ankn&uuml;pfen, noch keine wirtschaftliche Last darstellen, weil sie nicht aus dem zum Stichtag vorhandenen Verm&ouml;gen bedient werden m&uuml;ssen; Schulden dieser Art sind deshalb in der Handelsbilanz nicht zu passivieren (Wahlrecht) mit der weiteren Folge, dass sie einem steuerrechtlichen Passivierungsverbot unterliegen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10.&nbsp;November 1980 GrS&nbsp;1\/79, BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164). Betraf die R&uuml;ckzahlungsverpflichtung hingegen nur einen Ausschnitt der gewerblichen T&auml;tigkeit, war sie unter Ber&uuml;cksichtigung des Vorsichtsprinzips (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 HGB) sowohl in der Handels- als auch in der Steuerbilanz auszuweisen (BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 1995 X&nbsp;R&nbsp;225\/93, BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320; Senatsurteil vom 6.&nbsp;Februar 2013 I&nbsp;R&nbsp;62\/11, BFHE 240, 314, BStBl II 2013, 954).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diese Regelungszusammenh&auml;nge hat der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Bereinigung von steuerlichen Vorschriften 1999 vom 22.&nbsp;Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601, BStBl I 2000, 13) &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit der bereits zuvor von der Finanzverwaltung vertretenen Auffassung (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 17.&nbsp;Februar 1998, BStBl I 1998, 368, m.w.N.)&#8211; durch die Sonderregelung des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;1997 in der Weise eingegriffen, dass &#8211;so die Vorschrift&#8211; f&uuml;r Verpflichtungen, die nur zu erf&uuml;llen sind, soweit k&uuml;nftig Einnahmen oder Gewinne anfallen, Verbindlichkeiten und R&uuml;ckstellungen erst anzusetzen sind, wenn die Einnahmen oder Gewinne angefallen sind. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser ge&auml;nderten Regelungszusammenh&auml;nge ist das steuerrechtliche Passivierungsverbot (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002) einerseits nicht mehr daran gebunden, dass die Verbindlichkeiten nur im Falle eines Gesamtgewinns zu erf&uuml;llen sind. Andererseits ist es dabei geblieben, dass allein die Verm&ouml;genslosigkeit des Schuldners nicht dazu f&uuml;hrt, eine rechtlich bestehende Verpflichtung aus dem handels- oder steuerrechtlichen Abschluss auszubuchen, da ohne eine (rechtliche) Beschr&auml;nkung des R&uuml;ckzahlungsanspruchs auf k&uuml;nftige Einnahmen oder Gewinne (d.h. auf k&uuml;nftige Verm&ouml;genswerte) der zutreffende Ausweis des schuldnerischen Verm&ouml;gens die Passivierung der Schulden erfordert (so ausdr&uuml;cklich BTDrucks&nbsp;14\/2070; st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Februar 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/91, BFHE 171, 419, BStBl II 1993, 747). Demgem&auml;&szlig; ist auch in F&auml;llen eines Rangr&uuml;ckritts die Verpflichtung, Kredite aus dem sog. freien Verm&ouml;gen zu tilgen, weder handelsrechtlich noch nach den Merkmalen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 geeignet, ein Passivierungsverbot zu begr&uuml;nden (Senatsurteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Hieran ankn&uuml;pfend hat der Senat mit dem zuletzt genannten Urteil (in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332) f&uuml;r einen in dem Sinne &quot;qualifizierten&quot; (genauer: spezifizierten) Rangr&uuml;cktritt, nach dem &quot;die Gl&auml;ubigerin die Befriedigung ihrer Gesamtforderung nur aus k&uuml;nftigen Jahres&uuml;bersch&uuml;ssen, soweit sie bestehende Verlustvortr&auml;ge &uuml;bersteigen, oder ggf. aus einem Liquidations&uuml;berschuss verlangen (konnte)&quot;, entschieden, dass eine Verbindlichkeit, die nur aus k&uuml;nftigen Gewinnen oder einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss erf&uuml;llt zu werden braucht, mangels gegenw&auml;rtiger wirtschaftlicher Belastung nicht ausgewiesen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Vor diesem Hintergrund ist auch im Streitfall eine Passvierung der gegen&uuml;ber der E-GmbH bestehenden Zahlungsverpflichtungen ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dies gilt zun&auml;chst insofern, als zu den Gewinnen i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 auch die entsprechend den Vereinbarungen vom 7.&nbsp;Oktober 2004 zur Darlehenstilgung einzusetzenden &quot;k&uuml;nftigen Bilanzgewinne&quot; zu rechnen sind. Soweit die Vorinstanz f&uuml;r ihre hiervon abweichende Sicht darauf hinweist, dass der handelsrechtliche Begriff des Bilanzgewinns das Jahresergebnis (Jahres&uuml;berschuss oder -fehlbetrag), den Gewinn- oder Verlustvortrag sowie die Ver&auml;nderungen der R&uuml;cklagen (einschlie&szlig;lich der Kapitalr&uuml;cklagen) umfasst, ist dem zwar im Ausgangspunkt zu folgen (vgl. &sect;&nbsp;158 des Aktiengesetzes &#8211;AktG&#8211;; &sect;&nbsp;268 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;275 Abs.&nbsp;4 HGB). Das FG hat jedoch nicht hinreichend gew&uuml;rdigt, dass der Gewinnbegriff i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 nicht nur auf den Steuerbilanzgewinn abstellt, sondern &#8211;entsprechend Wortlaut und Sinn der Regelung (Passivierungsverbot bei fehlender wirtschaftlicher Belastung)&#8211; auch denjenigen Sachverhalt erfasst, dass die betroffenen Verpflichtungen nur aus k&uuml;nftigen (handelsrechtlichen) Jahres&uuml;bersch&uuml;ssen zu erf&uuml;llen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332). Demgem&auml;&szlig; kann auch f&uuml;r die im Streitfall getroffene Vereinbarung, die Forderungen der E-GmbH aus k&uuml;nftigen Bilanzgewinnen zu erf&uuml;llen, nichts anderes gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist dem FG allerdings darin beizupflichten, dass eine solche Abrede dann mit einer im vorgenannten Sinne aktuellen wirtschaftlichen Belastung der Verm&ouml;genslage des Schuldners verbunden sein kann, wenn die Verpflichtung aus dem sich aufgrund der Aufl&ouml;sung einer Kapitalr&uuml;cklage (also dem gegenw&auml;rtigen Schuldnerverm&ouml;gen) ergebenden (oder sich erh&ouml;henden) Bilanzgewinn getilgt wird. Gleichwohl ist f&uuml;r den im anh&auml;ngigen Verfahren zu beurteilenden Sachverhalt zu beachten, dass die Forderungen der E-GmbH nur aus einem zuk&uuml;nftigen Bilanzgewinn der Kl&auml;gerin (zum Liquidations&uuml;berschuss s. nachfolgend) zu tilgen waren und sich nach den Verh&auml;ltnissen des Bilanzstichtags (30.&nbsp;Juni 2005) &#8211;d.h. mit R&uuml;cksicht auf den Fehlbetrag des Gesch&auml;ftsjahrs 2004\/2005 (rd.&nbsp;2&nbsp;Mio.&nbsp;EUR) sowie den Verlustvortrag (rd.&nbsp;8,1&nbsp;Mio.&nbsp;EUR)&#8211; selbst im Falle der Aufl&ouml;sung der Kapitalr&uuml;cklage (rd.&nbsp;0,644&nbsp;Mio.&nbsp;EUR) kein Bilanzgewinn h&auml;tte einstellen k&ouml;nnen. Folge hiervon ist zugleich, dass die gegen&uuml;ber der E-GmbH bestehenden Verpflichtungen i.S. von &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 auch nur im Falle der Erzielung k&uuml;nftiger Gewinne (Jahres&uuml;bersch&uuml;sse) zu erf&uuml;llen waren. Unerheblich ist hierbei, ob &#8211;wozu das FG keine bindenden Feststellungen getroffen hat&#8211; der tats&auml;chliche Wert des Verm&ouml;gens der Kl&auml;gerin die handelsrechtlichen Ans&auml;tze am vorgenannten Bilanzstichtag &uuml;berschritten hat. Hierauf kommt es deshalb nicht an, weil stille Reserven erst im Zeitpunkt ihrer Aufdeckung das Jahresergebnis und damit den f&uuml;r Zwecke der Forderungserf&uuml;llung (gem&auml;&szlig; den Rangr&uuml;cktrittsabreden) ma&szlig;geblichen Bilanzgewinn erh&ouml;hen. Ebenso wenig kommt es darauf an, ob die E-GmbH in sp&auml;teren Gesch&auml;ftsjahren Gesellschafterleistungen (Einlagen) erbracht hat; selbst dann, wenn diese nicht als Zuzahlungen in das Eigenkapital (&sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 HGB), sondern als au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Ertrag (&sect;&nbsp;275 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;15 HGB) erfasst werden (s. hierzu F&ouml;rschle\/K.&nbsp;Hoffmann\/in Beck Bil-Komm., 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;272 Rz&nbsp;195, F&ouml;rschle\/Peun, ebenda, &sect;&nbsp;275 Rz&nbsp;222), sind sie erst im Jahr ihrer Realisierung anzusetzen und k&ouml;nnen demgem&auml;&szlig; auch erst ab diesem Zeitpunkt den Bilanzgewinn erh&ouml;hen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 wird im Streitfall nicht deshalb ausgeschlossen, weil die Kl&auml;gerin nicht nur verpflichtet war, die Forderungen der E-GmbH aus ihrem zuk&uuml;nftigen Bilanzgewinn, sondern &#8211;so die streitgegenst&auml;ndlichen Vereinbarungen&#8211; auch aus einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss zu tilgen. Hierzu hat der Senat mit Urteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332 erl&auml;utert, dass es sich bei dem Liquidations&uuml;berschuss zwar um das Verm&ouml;gen handelt, das im Fall der Liquidation nach Ver&auml;u&szlig;erung der Wirtschaftsg&uuml;ter und Begleichung aller (&uuml;brigen) Verbindlichkeiten verbleibt; demgem&auml;&szlig; betreffen die Zahlungspflichten aus einem Liquidations&uuml;berschuss bereits das gegenw&auml;rtige Verm&ouml;gen, sie belasten aber das gegenw&auml;rtige Verm&ouml;gen (noch) nicht, da nach dem Grundsatz der Unternehmensfortf&uuml;hrung (&sect;&nbsp;252 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 HGB) der Liquidationsfall (noch) nicht ber&uuml;cksichtigt zu werden braucht und die R&uuml;cklagen bis zu diesem Zeitpunkt noch in vollem Umfang zur Verlustdeckung und zur Befriedigung der anderen Gl&auml;ubiger zur Verf&uuml;gung stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist hiergegen im Schrifttum (Schmid, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2012, 837, 841) geltend gemacht worden, das treffe nur f&uuml;r Verbindlichkeiten zu, die ausschlie&szlig;lich aus einem Liquidations&uuml;berschuss zu tilgen seien, vorliegend hingegen eine bereits vor der Er&ouml;ffnung des Liquidationsverfahrens entstandene Schuld zu beurteilen sei. Der Einwand gibt jedoch keine Veranlassung, die Rechtsprechung zu korrigieren. Er l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass das Passivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 nicht nur f&uuml;r zuk&uuml;nftig entstehende, sondern gleicherma&szlig;en auch f&uuml;r bereits entstandene Verbindlichkeiten gilt, wenn diese nur aus zuk&uuml;nftig anfallenden Gewinnen (Jahres&uuml;bersch&uuml;ssen) zu erf&uuml;llen sind und deshalb das aktuelle Verm&ouml;gen des Schuldners nicht belasten. Hiervon ausgehend w&auml;re es aber widerspr&uuml;chlich und w&uuml;rde erkennbar dem Gesetzeszweck widerstreiten, wenn die Verpflichtung, eine entstandene Schuld aus zuk&uuml;nftigen Verm&ouml;genswerten (hier: Liquidations&uuml;berschuss) zu tilgen, das Passivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 au&szlig;er Kraft setzen w&uuml;rde, obwohl vor Eintritt des Liquidationsfalls das schuldnerische Verm&ouml;gen nach der getroffenen Vereinbarung (hier: Rangr&uuml;cktrittsvereinbarung) nicht belastet ist. Vielmehr ist &#8211;wie im Senatsurteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332 ausgesprochen&#8211; auch in diesem Fall bei einem werbend t&auml;tigen Unternehmen die Tilgungsm&ouml;glichkeit aus einem Liquidations&uuml;berschuss bei der Beurteilung der Tatbestandsmerkmale des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 unbeachtet zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit schlie&szlig;lich geltend gemacht wird (Fink, EFG 2014, 1603, 1604), der vorliegende Rechtsstreit gebe Gelegenheit, zu der umstrittenen Frage Stellung zu nehmen, ob ein nicht spezifizierter Rangr&uuml;cktritt dem Gl&auml;ubiger den R&uuml;ckgriff auf das freie Verm&ouml;gen des Schuldners mit der Folge belasse, dass das steuerrechtliche Passivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 nicht zum Tragen komme (vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;November 2005 IV&nbsp;R&nbsp;13\/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; a.A. BMF-Schreiben vom 8.&nbsp;September 2006, BStBl I 2006, 497, Rz&nbsp;6&nbsp;ff.), bedarf auch dies vorliegend keiner Entscheidung. Der von der E-GmbH erkl&auml;rte Rangr&uuml;cktritt war nicht unspezifiziert, sondern dahin gefasst, dass ihre Forderungen &#8211;ebenso wie in dem dem Senatsurteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332 zugrunde liegenden Sachverhalt&#8211; &quot;nur&quot; aus einem zuk&uuml;nftigen Bilanzgewinn oder einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss zu begleichen waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die tats&auml;chlichen Feststellungen erlauben indes keine abschlie&szlig;ende Beurteilung dazu, ob der aus der Ausbuchung der Verbindlichkeiten sich ergebende Gewinn um den Ansatz einer verdeckten Einlage (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und&nbsp;5 EStG&nbsp;2002 i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG&nbsp;2002) zu k&uuml;rzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings hat der Senat bisher vertreten, dass Darlehen, die aus k&uuml;nftigen Gewinnen zu tilgen sind, nicht die Funktion von zus&auml;tzlichem Eigenkapital zukommt (Urteil in BFHE 235, 476, BStBl II 2012, 332; zustimmend z.B. Baschnagel, Die Unternehmensbesteuerung 2014, 769, 771). Hieran ist jedoch nicht festzuhalten. Ma&szlig;geblich f&uuml;r diese Rechtsprechungskorrektur ist zum einen, dass der Einlagetatbestand durch die Zuf&uuml;hrung eines Wirtschaftsguts gekennzeichnet ist (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG&nbsp;2002) und hierzu nach st&auml;ndiger Rechtsprechung nicht nur der Ansatz oder die Erh&ouml;hung eines Aktivpostens, sondern auch der Wegfall oder die Verminderung eines Passivpostens zu rechnen ist (BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Mai 2014 X&nbsp;R&nbsp;19\/11, BFH\/NV 2014, 1736; vom 6.&nbsp;November 2003 IV&nbsp;R&nbsp;10\/01, BFHE 204, 438, BStBl II 2004, 416; vom 22.&nbsp;November 1983 VIII&nbsp;R&nbsp;133\/82, BFHE 140, 69). Zum anderen kommt hinzu, dass der steuerrechtliche Einlagebegriff nicht dem Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz unterliegt, sondern mit R&uuml;cksicht auf seine eigenst&auml;ndigen Regelungszwecke &uuml;ber diesen hinausgeht (Senatsurteil vom 29.&nbsp;Mai 1996 I&nbsp;R&nbsp;118\/93, BFHE 180, 405, BStBl II 1997, 92). Da zu diesen Regelungszwecken aber insbesondere auch geh&ouml;rt, den Steuerbilanzgewinn um die nicht betrieblich veranlassten Mehrungen des steuerrechtlichen Betriebsverm&ouml;gens zu mindern, umfasst der hierauf abgestimmte steuerrechtliche Einlagebegriff (sog. Funktionsbegriff) auch die durch einen Rangr&uuml;cktritt i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2a EStG&nbsp;2002 ausgel&ouml;ste Ausbuchung von Verbindlichkeiten, vorausgesetzt, die Vereinbarung zur Subordination der Verbindlichkeit ist durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasst (gl.A. BFH-Urteil in BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10.&nbsp;September 2008&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;8271\/05&nbsp;B, Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2009, 1380; Schmid, FR 2012, 837, 842; Neumann, Steuerberater-Jahrbuch &#8211;StbJb&#8211; 2012\/2013, S.&nbsp;339, 381; R&auml;dtke, Unternehmensteuern und Bilanzen 2012, 338; vgl. auch Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4&nbsp;V, S.&nbsp;109). Demnach ist es f&uuml;r den Eigenkapitalausweis unerheblich, dass der Rangr&uuml;cktritt der E-GmbH nicht zum Erl&ouml;schen der Darlehensforderungen gef&uuml;hrt hat (zweifelnd F&ouml;rster, StbJb 2012\/2013, S.&nbsp;383). Es kommt auch nicht darauf an, dass die Verbindlichkeiten der Kl&auml;gerin bei Anfall eines zuk&uuml;nftigen (Bilanz-)Gewinns oder Liquidations&uuml;berschusses wieder zu erf&uuml;llen waren. Auch dies kann die Annahme einer Einlage nicht hindern, weil auch in F&auml;llen des Forderungsverzichts gegen Besserungsschein der Eintritt des Besserungsfalls zu einer erneuten Umqualifikation des Darlehens (in Fremdkapital) f&uuml;hrt und damit bis zu diesem Zeitpunkt davon auszugehen ist, dass dem Schuldner (tempor&auml;r) Eigenkapital zur Verf&uuml;gung stand (Senatsurteil vom 12.&nbsp;Juli 2012 I&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFHE 238, 344, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist hiernach nicht spruchreif, da das FG &#8211;von seinem Standpunkt aus folgerichtig&#8211; keine Feststellungen zur gesellschaftsrechtlichen Veranlassung des Rangr&uuml;cktritts sowie zum Teilwert der hiervon betroffenen Darlehensforderungen getroffen hat (vgl. auch hierzu Senatsurteil in BFHE 238, 344). Das vorinstanzliche Urteil ist deshalb aufzuheben und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Entscheidung &uuml;ber die Kosten wird dem FG &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.4.2015, I R 44\/14 Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangr&uuml;cktritt: Tilgung aus Bilanzgewinn und Liquidations&uuml;berschuss Leits&auml;tze 1. Eine Verbindlichkeit, die nach einer im Zeitpunkt der &Uuml;berschuldung getroffenen Rangr&uuml;cktrittsvereinbarung nur aus einem zuk&uuml;nftigen Bilanzgewinn und aus einem etwaigen Liquidations&uuml;berschuss zu tilgen ist, unterliegt dem Passivierungsverbot des &sect; 5 Abs. 2a EStG 2002 (insoweit Best&auml;tigung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-44-14-bilanzierung-von-verbindlichkeiten-bei-rangruecktritt-tilgung-aus-bilanzgewinn-und-liquidationsueberschuss\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;44\/14 &#8211; Bilanzierung von Verbindlichkeiten bei Rangr&uuml;cktritt: Tilgung aus Bilanzgewinn und Liquidations&uuml;berschuss<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64709","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64709","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64709"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64709\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64709"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64709"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64709"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}