{"id":64871,"date":"2015-09-03T17:10:24","date_gmt":"2015-09-03T15:10:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64871"},"modified":"2015-09-03T17:10:24","modified_gmt":"2015-09-03T15:10:24","slug":"x-r-24-13-saldierung-nach-par-177-ao-bei-aenderung-eines-folgebescheids","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-13-saldierung-nach-par-177-ao-bei-aenderung-eines-folgebescheids\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;24\/13 &#8211; Saldierung nach &sect; 177 AO bei &Auml;nderung eines Folgebescheids"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.4.2015, X R 24\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Saldierung nach &sect; 177 AO bei &Auml;nderung eines Folgebescheids<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 30. November 2011&nbsp;&nbsp;7 K 10263\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurde in den Streitjahren mit seiner damaligen Ehefrau (E) zusammen veranlagt und erzielte Eink&uuml;nfte verschiedener Art. Der Kl&auml;ger hatte nach dem Ergebnis eines anderen Klageverfahrens vor dem Finanzgericht (FG) bereits 1991 bis 1995 einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieben und war in den Streitjahren an verschiedenen Gesellschaften beteiligt, deren Eink&uuml;nfte einheitlich und gesondert festgestellt wurden. Er war u.a. zu einem Drittel Beteiligter einer Grundst&uuml;cksgemeinschaft (X). X hatte 1993 ein Grundst&uuml;ck erworben und im Jahre 1996 mit einem &Uuml;berschuss ver&auml;u&szlig;ert. Laut Feststellungsbescheid erzielte X Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung. Im Rahmen der Eink&uuml;nfteermittlung 1995 hatte das Feststellungsfinanzamt folglich Abschreibungen ber&uuml;cksichtigt. Hingegen wies es das Ergebnis aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks im Jahre 1996 nicht aus. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;bernahm die festgestellten (negativen) Eink&uuml;nfte zun&auml;chst ohne Korrekturen. Ferner waren der Kl&auml;ger und E an einer Gesellschaft f&uuml;r Immobilien mbH &#038; Still (Y) beteiligt. Deren Betriebsst&auml;ttenfinanzamt stellte im Wege der einheitlichen und gesonderten Feststellung sowohl 1995 als auch 1996 Verluste fest, im Jahre 1995 f&uuml;r E, im Jahre 1996 f&uuml;r den Kl&auml;ger und E. Das FA &uuml;bernahm im Rahmen der Einkommensteuerbescheide auch diese Verluste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung hob das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt der Y mit Bescheiden vom 17.&nbsp;Juni 2002 die Feststellungsbescheide auf. Das FA &auml;nderte die Einkommensteuerbescheide mit Bescheiden vom 14.&nbsp;Juli 2003 (1995) bzw. 10.&nbsp;Juli 2003 (1996) entsprechend und ber&uuml;cksichtigte die Verluste nicht mehr. Das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt hatte am 23.&nbsp;Juli 2003 die Aussetzung der Vollziehung der (negativen) Feststellungsbescheide best&auml;tigt. Das FA hat am 24.&nbsp;Juli 2003 die Folgeaussetzung f&uuml;r das Jahr 1995 ausgesprochen. F&uuml;r das Jahr 1996 lehnte es mit Bescheid vom selben Tage die Aussetzung des Einkommensteuerbescheids trotz &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) ab, da es der Auffassung war, einer etwaigen k&uuml;nftigen &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO stehe &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO entgegen. Da der Kl&auml;ger einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betreibe, seien seine Eink&uuml;nfte aus der X um den anteiligen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu erh&ouml;hen. Selbst wenn der Kl&auml;ger hinsichtlich der Verlustfeststellungsbescheide obsiegte, k&ouml;nne es daher nie zu einer &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids kommen. Das FG hat antragsgem&auml;&szlig; mit Beschluss vom 5.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&nbsp;8&nbsp;V&nbsp;788\/03 die Vollziehung ausgesetzt, da weder jetzt noch k&uuml;nftig eine Saldierung mit diesen eink&uuml;nfteerh&ouml;henden Punkten in Betracht komme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Einspruch und Klage gegen die (negativen) Verlustfeststellungsbescheide erlie&szlig; das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt schlie&szlig;lich am 16.&nbsp;Februar 2009 wiederum Verlustfeststellungsbescheide in &auml;hnlicher H&ouml;he wie zuvor. Es entfielen nunmehr f&uuml;r das Jahr 1995 auf E 10.160&nbsp;DM, f&uuml;r das Jahr 1996 auf den Kl&auml;ger 93.050&nbsp;DM und auf E 7.840&nbsp;DM. Das FA lehnte die neuerliche &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO zu Gunsten des Kl&auml;gers ab. Die Eink&uuml;nfte der X seien anteilig dem gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel des Kl&auml;gers zuzuordnen. Daher h&auml;tte bei zutreffender Behandlung die auf ihn entfallende Abschreibung im Jahre 1995 bei ihm den Gewinn nicht mindern d&uuml;rfen. Wohl aber h&auml;tte der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn 1996 ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. Es handele sich in beiden Jahren um materiell-rechtliche Fehler, die nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO mit den aufgrund der neuerlichen Verlustfeststellungen vorzunehmenden Folgebescheids&auml;nderungen zu saldieren seien. Da &#8211;rechnerisch unstreitig&#8211; diese Fehler das &Auml;nderungsvolumen der Folgebescheids&auml;nderungen &uuml;berschritten, unterbleibe die &Auml;nderung insgesamt. Zwischen den Beteiligten besteht Einigkeit, dass eine selbst&auml;ndige Korrekturvorschrift f&uuml;r die &Auml;nderung der aus der X bezogenen Eink&uuml;nfte nicht vorlag und insoweit auch Verj&auml;hrung eingetreten war. Einspruch und Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht der Kl&auml;ger geltend, die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO l&auml;gen nicht vor. Mit seinem Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;161\/05 habe das FG entschieden, dass die urspr&uuml;nglich erlassenen Feststellungsbescheide wieder wirksam w&uuml;rden. Da die rechtliche Grundlage f&uuml;r eine &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO nicht mehr bestanden habe, bestehe kein Potential f&uuml;r eine materiell-rechtliche Fehlerkorrektur. Folgte man der Auffassung des FA, so k&ouml;nne ein FA jederzeit willk&uuml;rlich &#8211;geradezu rechtsbeugerisch&#8211; &uuml;ber &sect;&nbsp;177 AO die Berichtigung von materiellen Fehlern erzwingen und damit die gesetzliche Einschr&auml;nkung, dass eine Berichtigung von materiellen Fehlern nur m&ouml;glich sei, soweit die &Auml;nderung reiche, unterlaufen. Es w&auml;re dem FA jederzeit m&ouml;glich, einen Grundlagenbescheid rechtswidrig &#8211;ggf. sogar wissentlich rechtswidrig&#8211; zum Nachteil des Steuerpflichtigen zu &auml;ndern. Dies ziehe die &Auml;nderung des Folgebescheids nach sich. Werde nach Einspruch oder Klage gegen den Grundlagenbescheid dessen &Auml;nderung erwartungsgem&auml;&szlig; wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, k&ouml;nne das FA der neuerlichen &Auml;nderung des Folgebescheids die &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit nach &sect;&nbsp;177 AO entgegensetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verpflichtung zur Anpassung eines Folgebescheids rechtfertige keine Wiederaufrollung der gesamten Steuerveranlagung, sondern reiche nur so weit, wie es die Bindungswirkung des Grundlagenbescheids verlange. Dessen Erlass, &Auml;nderung oder Aufhebung d&uuml;rfe deshalb nicht Anlass sein, im Folgebescheid bedeutsame Besteuerungsgrundlagen zu &auml;ndern, die nicht Gegenstand des Grundlagenbescheids seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 30.&nbsp;November 2011&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;10263\/09 aufzuheben und die Einkommensteuerbescheide 1995 und 1996 vom 14. bzw. 10.&nbsp;Juli 2003 sowie die Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;August 2009 dahin zu &auml;ndern, dass die festgestellten Verluste der Y f&uuml;r das Jahr 1995 bei E mit 10.160&nbsp;DM, f&uuml;r das Jahr 1996 bei dem Kl&auml;ger mit 93.050&nbsp;DM und bei E mit 7.840&nbsp;DM ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des Sachverhalts sei der Kl&auml;gervortrag insoweit zu korrigieren, als das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt nicht den angefochtenen Aufhebungsbescheid ersatzlos aufgehoben habe, sondern neue Grundlagenbescheide erlassen habe, teilweise auch mit neuem Inhalt. Damit sei nicht ein alter Rechtszustand aufgelebt, sondern ein neuer Rechtszustand geschaffen. Umso weniger sei die Saldierungsbefugnis des FA in Zweifel zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG ist zu Recht davon ausgegangen, dass der Folge&auml;nderung der Einkommensteuerbescheide &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO entgegenstand. Die tatbestandlichen Voraussetzungen der Vorschrift sind gegeben (dazu 1.). Eine teleologische Reduktion ist nicht geboten (dazu 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nachdem das FA im Hinblick auf die Feststellungsbescheide vom 17.&nbsp;Juni 2002 die Einkommensteuerbescheide am 14. bzw. 10.&nbsp;Juli 2003 nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ge&auml;ndert hatte, h&auml;tte es nach Erlass der neuerlichen Verlustfeststellungsbescheide vom 16.&nbsp;Februar 2009 dem Grunde nach wiederum gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO die Einkommensteuerbescheide &auml;ndern m&uuml;ssen. Diese Folgeanpassung hatte jedoch nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO zu unterbleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der ersten &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide mit Bescheiden vom 14. bzw. 10.&nbsp;Juli 2003 nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ist nicht Gegenstand des Streits. Diese Bescheide sind bestandskr&auml;ftig geworden. Der Senat bemerkt daher an dieser Stelle lediglich zur Klarstellung, dass dieser &Auml;nderung der Aussetzungsbeschluss des FG vom 5.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&nbsp;8&nbsp;V&nbsp;788\/03 nicht entgegenstand. Das FG hatte in dem Aussetzungsverfahren lediglich dar&uuml;ber zu befinden, ob &#8211;wie es &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO vorsieht&#8211; die Folgeaussetzung des Einkommensteuerbescheids 1996 auszusprechen war. Ob dieser die seitens des FA bereits in Aussicht genommene Saldierung entgegenstand, ist nicht mehr Gegenstand des vorliegenden Rechtsstreits. Dem Erlass des Folgebescheids steht die Aussetzung des Grundlagenbescheids nach &sect;&nbsp;361 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO nicht entgegen. Die Vorschrift ordnet ausdr&uuml;cklich an, dass der Erlass eines Folgebescheids zul&auml;ssig ist, obwohl die Vollziehung des Grundlagenbescheids ausgesetzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nachdem das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt am 16.&nbsp;Februar 2009 wiederum Verlustfeststellungsbescheide erlassen hatte, war das FA nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO dem Grunde nach verpflichtet, die Einkommensteuerbescheide entsprechend zu &auml;ndern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daf&uuml;r ist es unerheblich, ob &#8211;wie der Kl&auml;ger meint&#8211; lediglich nach einer Aufhebung der angefochtenen Grundlagenbescheide die urspr&uuml;nglichen Verlustfeststellungsbescheide wieder auflebten oder &#8211;wie das FA meint&#8211; neue Grundlagenbescheide erlassen wurden. Nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO f&uuml;hrt sowohl die Aufhebung als auch der Erlass eines Grundlagenbescheids zur &Auml;nderung des Folgebescheids. Der Senat weist daher nur der Vollst&auml;ndigkeit halber darauf hin, dass nicht nur nach den Feststellungen des FG tats&auml;chlich neuerliche Verlustfeststellungsbescheide erlassen worden waren, was sich auch in den betragsm&auml;&szlig;igen Abweichungen von den urspr&uuml;nglich festgestellten Verlusten zeigt. Au&szlig;erdem betrifft das Urteil des FG im Feststellungsverfahren vom 28.&nbsp;Oktober 2008&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;161\/05, auf das sich der Kl&auml;ger beruft, nur das Jahr 1994. Im Streit stehen aber die Jahre 1995 und 1996. F&uuml;r die Anpassungspflicht nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO ist es schlie&szlig;lich auch gleichg&uuml;ltig, ob der betreffende Grundlagenbescheid aufgrund eines Rechtsbehelfsverfahrens oder aus anderen Gr&uuml;nden erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert worden ist. Auf diese Gr&uuml;nde kommt es nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der &Auml;nderung der Einkommensteuerbescheide stand jedoch &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r die Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids zuungunsten (&sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO) bzw. zugunsten (&sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO) des Steuerpflichtigen vor, so sind, soweit die &Auml;nderung reicht, solche materiellen Fehler zuungunsten und zugunsten des Steuerpflichtigen zu berichtigen, die nicht Anlass der Aufhebung oder &Auml;nderung sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;177 AO stellt in beiden Abs&auml;tzen keine eigenst&auml;ndige Korrekturvorschrift dar. Die Vorschrift begrenzt vielmehr die Korrektur eines Steuerbescheids zugunsten der materiell-rechtlich zutreffenden Steuerfestsetzung. &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO nimmt diejenigen &Auml;nderungen vorweg, die der Steuerpflichtige sonst in dem durch &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;1 AO er&ouml;ffneten Rahmen gegen eine ihm nachteilige &Auml;nderung des Steuerbescheids aufgrund selbst&auml;ndiger Korrekturvorschriften geltend machen k&ouml;nnte, erlaubt es ihm also, der eigentlich gebotenen &Auml;nderung zu seinen Lasten eine materiell-rechtliche Korrektur zu seinen Gunsten entgegenzusetzen. &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO ist Spiegelbild zu &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO. Letztere Vorschrift stellt Waffengleichheit f&uuml;r beide Beteiligten her und erlaubt somit der Finanzbeh&ouml;rde, der eigentlich gebotenen &Auml;nderung zu ihren Lasten &#8211;zugunsten des Steuerpflichtigen&#8211; eine materiell-rechtliche Korrektur zu ihren Gunsten &#8211;zulasten des Steuerpflichtigen&#8211; entgegenzusetzen. Die Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids i.S. des &sect;&nbsp;177 AO erfasst dabei alle F&auml;lle, in denen die Bestandskraft eines Steuerbescheids durchbrochen werden kann. Das sind insbesondere, aber nicht nur, die Korrekturvorschriften der &sect;&sect;&nbsp;172&nbsp;ff. AO. Dazu geh&ouml;rt auch jede Aufhebung oder &Auml;nderung eines Folgebescheids nach Erlass, Aufhebung oder &Auml;nderung eines Grundlagenbescheids nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO (vgl. i.E. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;August 2006 II&nbsp;R&nbsp;24\/05, BFHE 214, 105, BStBl II 2007, 87; von&nbsp;Groll in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;177 AO Rz&nbsp;40, 46, 60; Klein\/R&uuml;sken, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;1, 3; von&nbsp;Wedelst&auml;dt in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;1, 2, 8; Koenig\/ Koenig, Abgabenordnung, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;1, 2, 6; Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, &sect;&nbsp;177 AO Rz&nbsp;1, 3; ausdr&uuml;cklich zu &sect;&nbsp;175 AO Senatsurteil vom 14.&nbsp;Oktober 2009 X&nbsp;R&nbsp;14\/08, BFHE 227, 312, BStBl II 2010, 533). Die beiden BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Juni 1991 IX&nbsp;R&nbsp;57\/88 (BFHE 164, 502, BStBl II 1991, 821) und vom 15.&nbsp;Februar 2001 IV&nbsp;R&nbsp;9\/00 (BFH\/NV 2001, 1007), auf die sich der Kl&auml;ger f&uuml;r seine wohl gegenteilige Auffassung beruft, befassen sich mit der Reichweite des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO, aber nicht mit der Korrekturbegrenzungsvorschrift des &sect;&nbsp;177 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die der Saldierung zug&auml;nglichen materiellen Fehler sind nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;3 AO alle Fehler, die zur Festsetzung einer Steuer f&uuml;hren, die von der kraft Gesetzes entstandenen Steuer abweicht. Auf ein etwaiges Verschulden sowie insbesondere auf die Frage, ob insoweit Verj&auml;hrung eingetreten ist, kommt es nicht an (Senatsurteile vom 18.&nbsp;Dezember 1991 X&nbsp;R&nbsp;38\/90, BFHE 167, 1, BStBl II 1992, 504, und im Anschluss hieran vom 14.&nbsp;Juli 1993 X&nbsp;R&nbsp;34\/90, BFHE&nbsp;172, 290, BStBl II&nbsp;1994, 77; vom 1.&nbsp;Juni 1994 X&nbsp;R&nbsp;90\/91, BFHE 175, 64, BStBl II 1994, 849; vom 14.&nbsp;Dezember 1994 X&nbsp;R&nbsp;111\/92, BFH\/NV 1995, 566; BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Juli 2007 I&nbsp;R&nbsp;96\/04, BFH\/NV 2008, 6; vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2010 I&nbsp;R&nbsp;86\/06, BFH\/NV 2010, 1779; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2011 IV&nbsp;R&nbsp;35\/09, BFH\/NV 2011, 2045; Koenig\/Koenig, a.a.O., &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;11; Klein\/ R&uuml;sken, a.a.O., &sect;&nbsp;177 Rz&nbsp;11; a.A. von&nbsp;Groll in HHSp, &sect;&nbsp;177 AO Rz&nbsp;104, 114-119 sowie Loose in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;177 AO Rz&nbsp;6). Der Senat h&auml;lt an dieser st&auml;ndigen Rechtsprechung fest. Betragsm&auml;&szlig;ig ist die gegenl&auml;ufige Ber&uuml;cksichtigung materieller Fehler auf den Umfang beschr&auml;nkt, in dem die &Auml;nderung stattf&auml;nde, w&auml;re sie nicht durch &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 AO begrenzt. Das ergibt sich bereits aus der Formulierung &quot;soweit die &Auml;nderung reicht&quot;, aber auch aus der Korrespondenz zu &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;1 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Grunds&auml;tzen hatte die mit den Verlustfeststellungsbescheiden eigentlich veranlasste Folge&auml;nderung nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO zugunsten des Kl&auml;gers zu unterbleiben, da ihr in vollem Umfang die Saldierung mit den zuvor zugunsten des Kl&auml;gers unterlaufenen materiellen Fehlern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO entgegenstand. Worauf der Erlass der Grundlagenbescheide und damit die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO beruhte, ist auch in diesem Zusammenhang rechtlich unerheblich. Da zwischen den Beteiligten nicht mehr im Streit steht, dass die Behandlung der Abschreibung sowie des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns hinsichtlich der X bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers materiell-rechtlich fehlerhaft war und die Auswirkungen dieser Fehler den Umfang der eigentlich gebotenen Folge&auml;nderung &uuml;berstiegen, sieht der Senat von weiteren Ausf&uuml;hrungen hierzu ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Saldierungsm&ouml;glichkeit umfasst bei zusammen veranlagten Ehegatten auch die Saldierung materieller Fehler bei den Eink&uuml;nften des einen Ehegatten aufgrund einer lediglich auf den anderen Ehegatten bezogenen &Auml;nderungsvorschrift (vgl. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;August 1986 IX&nbsp;R&nbsp;13\/81, BFHE 148, 394, BStBl II 1987, 297). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die positiven Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers mit den negativen Eink&uuml;nften der E saldiert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine von dieser &#8211;der Gesetzeslage entsprechenden&#8211; abweichende Beurteilung ist nicht geboten. Weder der Umstand, dass im Streitfall gegenl&auml;ufige &Auml;nderungen einander folgten, noch das Auseinanderfallen in Grundlagen- und Folgebescheidsverfahren noch die seitens des Kl&auml;gers geltend gemachte Gefahr des Rechtsmissbrauchs geben Anlass, &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO im Wege der teleologischen Reduktion einzuschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es ist in der vorliegenden Konstellation unerheblich, dass die begehrte &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO im Wesentlichen nur eine vorherige &Auml;nderung zu Lasten des Kl&auml;gers r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht h&auml;tte und somit eine gegenl&auml;ufige &Auml;nderung zu einer bereits zuvor stattgefundenen &Auml;nderung gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Rechtsprechung des BFH bestimmt sich der Saldierungsrahmen des &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 AO nach der Reichweite der &Auml;nderung, die die Saldierungsm&ouml;glichkeit begr&uuml;ndet. Ma&szlig;gebend ist allerdings der &Auml;nderungsumfang der &Auml;nderungsbescheide, die einen zuvor bestandskr&auml;ftig gewordenen Bescheid &auml;ndern oder aufheben. Folgen Bescheide aufeinander, die nicht bestandskr&auml;ftig geworden sind, so sind die &Auml;nderungen zusammenzufassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 AO sieht eine Zusammenfassung aufeinanderfolgender &Auml;nderungsbescheide zur Ermittlung des Saldierungsrahmens unmittelbar nicht vor. Die Vorschriften kn&uuml;pfen an die Voraussetzungen f&uuml;r die &#8211;also eine&#8211; Aufhebung oder &Auml;nderung eines Steuerbescheids an. Jeder &Auml;nderungsbescheid erm&ouml;glicht daher f&uuml;r sich eine Saldierung nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 oder Abs.&nbsp;2 AO. Dies gilt jedoch nicht, wenn Bescheide nicht bestandskr&auml;ftig geworden sind. Da &sect;&nbsp;177 AO anwendbar ist, wenn und soweit die Bestandskraft einer Steuerfestsetzung durch eine &Auml;nderung bereits durchbrochen ist (s. oben II.1.b&nbsp;aa.), ist der Saldierungsrahmen f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;177 AO folglich durch Zusammenfassung aller &Auml;nderungsbescheide zu bestimmen, die nach dem letzten formell bestandskr&auml;ftig gewordenen Bescheid ergangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das bedeutet zun&auml;chst, dass &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO nicht anwendbar ist, soweit die Aufhebung oder &Auml;nderung des Bescheids Ergebnis einer vollst&auml;ndigen oder teilweisen Abhilfe im Rechtsbehelfsverfahren w&auml;re. Ist ein Bescheid mittels Rechtsbehelfs angefochten, ist keine Bestandskraft eingetreten, so dass die ggf. folgende Abhilfe keine selbst&auml;ndige Durchbrechung der Bestandskraft ist. War der angefochtene Bescheid ein &Auml;nderungsbescheid, so ist f&uuml;r die Ermittlung des Saldierungsrahmens die darin vorgenommene &Auml;nderung und die &#8211;notwendig gegenl&auml;ufige&#8211; &Auml;nderung durch Abhilfe zusammenzufassen, so dass der Umfang der Abhilfe notwendig aus dem f&uuml;r &sect;&nbsp;177 AO zur Verf&uuml;gung stehenden Saldierungsrahmen herausf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus sind f&uuml;r die Ermittlung des Saldierungsrahmens auch alle &Auml;nderungen heranzuziehen, die aufgrund der Anwendung selbst&auml;ndiger Korrekturvorschriften zugunsten und zulasten des Steuerpflichtigen in denjenigen Bescheiden vorgenommen worden sind, die dem letzten &Auml;nderungsbescheid vorangegangen, aber nicht formell bestandskr&auml;ftig geworden sind. Dies folgt aus dem engen systematischen Zusammenhang zwischen &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO einerseits und &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;1 AO andererseits (s. oben). &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;1 AO stellt f&uuml;r den Umfang des &Auml;nderungsrahmens aber auf den letzten unanfechtbaren Verwaltungsakt ab. F&uuml;r &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO als Spiegelbild zu &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO gilt Entsprechendes (vgl. BFH-Urteile in BFHE 214, 105, BStBl II 2007, 87, unter II.5.b, sowie vom 10.&nbsp;August 2006 II&nbsp;R&nbsp;61\/05, BFH\/NV 2007, 3, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Grunds&auml;tzen bestimmt sich im Streitfall der f&uuml;r die Berichtigung materieller Fehler nach &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO zur Verf&uuml;gung stehende Saldierungsrahmen ausschlie&szlig;lich nach dem &Auml;nderungsumfang, den die Folge&auml;nderung der Einkommensteuerbescheide nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO auf die Verlustfeststellungsbescheide vom 16.&nbsp;Februar 2009 hin gehabt h&auml;tte. Eine Zusammenfassung dieser &#8211;dem Grunde nach&#8211; zu erlassenden Bescheide mit den vorausgegangenen Bescheiden vom 14. bzw. 10.&nbsp;Juli 2003 findet nicht statt. Letztere Bescheide waren nicht mittels Rechtsbehelfs angefochten und auch nicht innerhalb eines Rechtsbehelfsverfahrens ergangen, somit formell bestandskr&auml;ftig geworden. Die streitigen &Auml;nderungen w&auml;ren daher weder eine Abhilfe im Rechtsbehelfsverfahren noch waren ihnen sonst nicht bestandskr&auml;ftig gewordene Bescheide vorangegangen. &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO blieb daher anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar waren die Verlustfeststellungsbescheide vom 16.&nbsp;Februar 2009, die ihrerseits die &Auml;nderungen nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO veranlassten, Ergebnisse eines im Wesentlichen erfolgreichen Rechtsbehelfsverfahrens. Dies &auml;ndert jedoch nichts. Aufgrund der verfahrensrechtlichen Trennung von Grundlagenbescheid und Folgebescheid erstreckt sich ein Rechtsbehelfsverfahren hinsichtlich des Grundlagenbescheids nicht auch auf den Folgebescheid. Nach &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 AO h&auml;tte der Kl&auml;ger seine Einwendungen gegen die Aufhebung der Verlustfeststellungsbescheide in einem etwaigen Rechtsbehelfsverfahren betreffend die Einkommensteuerbescheide noch nicht einmal mit Erfolg vorbringen k&ouml;nnen. Die begehrte Folge&auml;nderung in den streitigen Einkommensteuerbescheiden w&auml;re daher gerade nicht eine Abhilfe im Rechtsbehelfsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;172 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO gewesen, sondern eine &Auml;nderung ausschlie&szlig;lich auf der Grundlage von &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO. Da es aber f&uuml;r die Anpassungspflicht nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO unerheblich ist, warum der betreffende Grundlagenbescheid erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert worden ist, k&ouml;nnen die an diese Vorschrift ankn&uuml;pfenden Saldierungsm&ouml;glichkeiten nach &sect;&nbsp;177 AO auch nicht davon abh&auml;ngen, ob es ein derartiges Rechtsbehelfsverfahren gab (ebenso i.E. Urteil des FG M&uuml;nchen vom 22.&nbsp;April 2009&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;1680\/07, Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1516).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ebenso wenig ist eine Einschr&auml;nkung von &sect;&nbsp;177 AO mit der &Uuml;berlegung veranlasst, die Verfahrensrechtslage bei &Auml;nderungen im Folgebescheidsverfahren wegen der &Auml;nderung von Grundlagenbescheiden m&uuml;sse derjenigen Verfahrensrechtslage angeglichen werden, wie sie best&uuml;nde, wenn die Ausgliederung der Besteuerungsgrundlagen in das Grundlagenbescheidsverfahren nicht stattgefunden h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;ren die Eink&uuml;nfte aus der Y nicht Gegenstand einer gesonderten Feststellung, sondern unselbst&auml;ndige Besteuerungsgrundlage des Einkommensteuerbescheids gewesen, so h&auml;tte der Kl&auml;ger einen Einkommensteuerbescheid, der die Verluste nicht mehr ber&uuml;cksichtigte, unmittelbar angefochten. Statt der Grundlagenbescheide vom 16.&nbsp;Februar 2009, die es nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO f&uuml;r die Einkommensteuer noch umzusetzen galt, w&auml;ren unmittelbar Abhilfebescheide im Einkommensteuerverfahren ergangen. Diese h&auml;tten nach den Grunds&auml;tzen unter II.2.a&nbsp;aa&nbsp;bbb die Anwendung von &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies f&uuml;hrt jedoch nicht zu einem entsprechenden Ausschluss des &sect;&nbsp;177 AO bei Folgebescheids&auml;nderungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass ein selbst&auml;ndiges Verwaltungsverfahren wie das Grundlagenbescheidsverfahren verfahrensrechtlich ein eigenes Schicksal nehmen kann. Es ist daher unvermeidbar, dass die Ausgliederung der Besteuerungsgrundlagen in Grundlagenbescheide im Einzelfall zu abweichenden Ergebnissen f&uuml;hrt. Das zeigt sich bereits daran, dass in einem Grundlagenbescheidsverfahren Besteuerungsgrundlagen in Bestandskraft erwachsen k&ouml;nnen. Ein Grundsatz des Inhalts, dass in solchen F&auml;llen das Ergebnis stets derjenigen Rechtslage angepasst werden m&uuml;sste, wie sie ohne das Grundlagenbescheidsverfahren best&uuml;nde, ist weder dem Gesetz zu entnehmen noch sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derartige Regel w&auml;re in der Sache auch nicht umsetzbar, da daf&uuml;r ein Sachverhalt fingiert werden m&uuml;sste, dessen Inhalt noch nicht einmal feststeht. Wann im Rahmen eines Verfahrens betreffend den Einkommensteuerbescheid die betreffenden Besteuerungsgrundlagen ber&uuml;cksichtigt worden w&auml;ren, ob dies etwa in einem erstmaligen Bescheid oder in einem &Auml;nderungsbescheid der Fall gewesen w&auml;re, in welchem Umfange in einem etwaigen Einspruchsverfahren etwaige sonstige materielle Fehler aufgrund einer gesamten oder teilweisen Aufrollung der Sache nach &sect;&nbsp;367 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO, ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;1 AO h&auml;tten ber&uuml;cksichtigt und gegengerechnet werden k&ouml;nnen, l&auml;sst sich nicht feststellen. Ob insgesamt ein anderes Ergebnis erzielt worden w&auml;re, w&auml;ren die Besteuerungsgrundlagen nicht Gegenstand einer gesonderten Feststellung gewesen, l&auml;sst sich daher schlechterdings nicht beantworten. Eine Gleichschaltung der Ergebnisse ist schon deswegen nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu tritt, dass aufgrund der Spiegelbildlichkeit beider Vorschriften eine derartige Gleichstellung nicht nur im Rahmen von &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO, sondern auch im Rahmen von &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;1 AO stattfinden m&uuml;sste. F&uuml;r eine derartige, dem Gesetz zuwiderlaufende und zu Lasten des Steuerpflichtigen wirkende Einschr&auml;nkung der Saldierungsm&ouml;glichkeiten existiert aber keine Rechtsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich rechtfertigt auch die Besorgnis des Kl&auml;gers, die Zul&auml;ssigkeit der Fehlersaldierung in einer Konstellation wie der vorliegenden k&ouml;nne die Finanzverwaltung zum Missbrauch einladen, keine grunds&auml;tzlich andere Beurteilung. Eine allgemeine Einschr&auml;nkung der Saldierung mit R&uuml;cksicht auf die abstrakte Missbrauchsm&ouml;glichkeit ist nicht geboten und nicht m&ouml;glich, da dies den Kern des &sect;&nbsp;177 Abs.&nbsp;2 AO ber&uuml;hrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect; 135 Abs. 2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.4.2015, X R 24\/13 Saldierung nach &sect; 177 AO bei &Auml;nderung eines Folgebescheids Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 30. November 2011&nbsp;&nbsp;7 K 10263\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurde &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-24-13-saldierung-nach-par-177-ao-bei-aenderung-eines-folgebescheids\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;24\/13 &#8211; Saldierung nach &sect; 177 AO bei &Auml;nderung eines Folgebescheids<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64871","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64871"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64871\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}