{"id":64894,"date":"2015-09-03T17:11:33","date_gmt":"2015-09-03T15:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64894"},"modified":"2015-09-03T17:11:33","modified_gmt":"2015-09-03T15:11:33","slug":"iii-r-26-14-einspruchseinlegung-durch-einfache-e-mail-ohne-qualifizierte-elektronische-signatur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-26-14-einspruchseinlegung-durch-einfache-e-mail-ohne-qualifizierte-elektronische-signatur\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;26\/14 &#8211; Einspruchseinlegung durch einfache E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.5.2015, III R 26\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Einspruchseinlegung durch einfache E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Hat die Finanzbeh&ouml;rde einen Zugang f&uuml;r die &Uuml;bermittlung elektronischer Dokumente er&ouml;ffnet, kann auch nach der bis zum 31. Juli 2013 geltenden Fassung des &sect; 357 Abs. 1 Satz 1 AO ein Einspruch mit einfacher E-Mail eingelegt werden, ohne dass diese mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden muss.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. &sect; 87a Abs. 3 S&auml;tze 1 und 2 AO sind auf die Einlegung eines Einspruchs nicht anzuwenden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 2. Juli 2014&nbsp;&nbsp;8 K 1658\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist die Mutter ihres im Dezember 1992 geborenen Sohnes (S). S beendete im Juni 2012 seine schulische Ausbildung mit dem Abitur.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 17.&nbsp;Januar 2013 hob die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) die zugunsten der Kl&auml;gerin f&uuml;r S erfolgte Kindergeldfestsetzung f&uuml;r die Monate August bis November 2012 auf und forderte das insoweit bereits ausbezahlte Kindergeld von der Kl&auml;gerin zur&uuml;ck. Zur Begr&uuml;ndung verwies sie auf das Fehlen eines Ber&uuml;cksichtigungstatbestands nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Im Bescheid war die E-Mail-Adresse der Familienkasse angegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den Aufhebungsbescheid erhob die Kl&auml;gerin mit einfacher E-Mail vom 23.&nbsp;Januar 2013 unter Berufung auf eine Arbeitsuchendmeldung vom 24.&nbsp;September 2012 Einspruch, den die Familienkasse mit Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;Juli 2013 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckwies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen des hiergegen gef&uuml;hrten Klageverfahrens wies der beim Finanzgericht (FG) zur Bearbeitung des Streitfalls bestellte Berichterstatter mit Schreiben vom 2.&nbsp;April 2014 die Beteiligten erstmals u.a. darauf hin, dass seiner Ansicht nach kein wirksamer Einspruch erhoben worden sei, da f&uuml;r eine Einspruchseinlegung durch E-Mail nach &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) eine qualifizierte elektronische Signatur erforderlich gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem folgend wies das FG die Klage als unbegr&uuml;ndet ab, da der angegriffene Bescheid mangels wirksamer Anfechtung Bestandskraft erlangt habe. Die Entscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1749 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das angegriffene Urteil aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, der Revision stattzugeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der nicht spruchreifen Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung. Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin mit ihrer einfachen E-Mail vom 23.&nbsp;Januar 2013 keinen wirksamen Einspruch eingelegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1.a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz 1 AO in der bis zum 31.&nbsp;Juli 2013 geltenden Fassung ist der Einspruch schriftlich einzureichen oder zur Niederschrift zu erkl&auml;ren. Es gen&uuml;gt, wenn aus dem Schriftst&uuml;ck hervorgeht, wer ihn eingelegt hat (&sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO). Einlegung durch Telegramm ist zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;1 Satz 1 AO ist die &Uuml;bermittlung elektronischer Dokumente zul&auml;ssig, soweit der Empf&auml;nger hierf&uuml;r einen Zugang er&ouml;ffnet hat. Nach &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 AO kann eine durch Gesetz f&uuml;r Antr&auml;ge, Erkl&auml;rungen oder Mitteilungen an die Finanzbeh&ouml;rden angeordnete Schriftform, soweit nicht durch Gesetz etwas anderes bestimmt ist, durch die elektronische Form ersetzt werden. In diesem Fall ist das elektronische Dokument mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz zu versehen (&sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO). Die Signierung mit einem Pseudonym ist nicht zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) umfasst die f&uuml;r den Einspruch geforderte Schriftlichkeit nicht auch das Erfordernis einer eigenh&auml;ndigen Unterschrift des Einspruchsf&uuml;hrers (Senatsurteil vom 30.&nbsp;Oktober 1997 III&nbsp;R&nbsp;27\/93, BFH\/NV 1998, 942, Rz&nbsp;15; ebenso Siegers in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler &#8211;HHSp&#8211; &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;16; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;12). Dies folgt vor allem aus &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO. Danach reicht es aus, wenn aus dem Schriftst&uuml;ck hervorgeht, wer den Einspruch eingelegt hat. Insofern findet &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs, wonach bei einer durch Gesetz vorgeschriebenen schriftlichen Form die Urkunde von dem Aussteller eigenh&auml;ndig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden muss, keine Anwendung. Das bedeutet, dass der schriftliche Einspruch auch ohne Unterschrift des Einspruchsf&uuml;hrers wirksam ist, sofern das Schriftst&uuml;ck aus seinem sonstigen Inhalt den Einspruchsf&uuml;hrer und den Gegenstand des Einspruchs erkennen l&auml;sst (Bartone in Beermann\/ Gosch, AO &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Wird der Einspruch elektronisch eingelegt, setzt dessen Wirksamkeit keine qualifizierte elektronische Signatur nach dem Signaturgesetz voraus. &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO findet f&uuml;r die Einlegung eines Einspruchs keine Anwendung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Auslegung steht im Einklang mit dem Wortlaut der einschl&auml;gigen Vorschriften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz 1 AO fordert nur eine schriftliche Einlegung des Einspruchs. Dabei kann aus dem Begriff &quot;schriftlich&quot; nicht ohne Weiteres auf ein die eigenh&auml;ndige Unterschrift umfassendes &quot;Schriftform&quot;-Erfordernis geschlossen werden (Schmieszek in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;87a Rz&nbsp;72). Vielmehr ist in den F&auml;llen, in denen das Gesetz Begriffe wie &quot;Schriftst&uuml;ck&quot; oder &quot;schriftlich&quot; verwendet, im Wege der Auslegung zu ermitteln, ob die schriftliche Erkl&auml;rung eine der Funktionen (Abschluss-, Perpetuierungs-, Identit&auml;ts-, Echtheits-, Verifikations-, Beweis- und Warnfunktion, s. zu den Begriffsinhalten im Einzelnen BTDrucks&nbsp;14\/9000, S.&nbsp;31, zu &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes &#8211;VwVfG&#8211;) erf&uuml;llen muss, die der Unterschrift zugeordnet werden, und aus diesem Grund auch eine Unterschrift zu fordern ist (Th&uuml;rmer in HHSp &sect;&nbsp;87a AO Rz&nbsp;98, 107; Schmieszek in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;87a Rz&nbsp;72&nbsp;f.). Ein solches Unterschriftserfordernis besteht im Falle der Einspruchseinlegung &#8211;wie unter II.2. ausgef&uuml;hrt&#8211; jedoch gerade nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demgegen&uuml;ber bezieht sich &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz 1 AO auf die Substitution der durch Gesetz angeordneten &quot;Schriftform&quot; durch die &quot;elektronische Form&quot;. Nur in diesem Fall ist das von der Schriftform umfasste Unterschriftserfordernis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz 2 AO durch die elektronische Signatur zu ersetzen. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 und 2 AO steht daher der Zulassung eines einfachen elektronischen Dokuments nicht entgegen, wenn das Gesetz f&uuml;r Antr&auml;ge, Erkl&auml;rungen oder Mitteilungen nicht die Schriftform verlangt, sondern eine Erkl&auml;rung gen&uuml;gen l&auml;sst, die zwar schriftlich, d.h. in Text- oder Papierform erfolgen, aber keine eigenh&auml;ndige Unterschrift enthalten muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r diese Auslegung sprechen auch der im Gesetzgebungsverfahren zum Ausdruck gekommene Wille des Gesetzgebers sowie der Sinn und Zweck und die Systematik der betroffenen Regelungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der Begr&uuml;ndung zum Entwurf der Bundesregierung zum Dritten Gesetz zur &Auml;nderung verwaltungsverfahrensrechtlicher Vorschriften (3.&nbsp;VwVfG&Auml;ndG) sollten einerseits allgemeine Schriftformerfordernisse in Verwaltungsverfahren, die rechtsverbindliches Handeln des B&uuml;rgers verlangen, stets durch eine mit einer qualifizierten elektronischen Signatur verbundene elektronische Form ersetzt werden k&ouml;nnen (BTDrucks&nbsp;14\/9000, S.&nbsp;28). Entsprechend sollte ein elektronisches Dokument, das mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen ist, gesetzlich angeordneten Schriftformerfordernissen gen&uuml;gen und die der Schriftform zugeordneten Funktionen erf&uuml;llen (BTDrucks 14\/9000, S.&nbsp;31, zu &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und 2 VwVfG). Andererseits sollte durch die Erg&auml;nzung des Begriffs &quot;schriftlich&quot; zum Begriffspaar &quot;schriftlich oder elektronisch&quot; auch die M&ouml;glichkeit der Nutzung einfacher elektronischer Kommunikation er&ouml;ffnet werden, soweit der Schriftform im jeweiligen Normkontext &uuml;ber z.B. den Dokumentations- und Nachweischarakter hinaus keine eigenst&auml;ndige, vor allem rechtliche Bedeutung zukommt (BTDrucks&nbsp;14\/9000, S.&nbsp;28&nbsp;f.). Dieses Grundverst&auml;ndnis lag auch dem an &sect;&nbsp;3a VwVfG angelehnten &sect;&nbsp;87a AO zu Grunde. Entsprechend sollten abweichende Regelungen, die z.B. eine Verpflichtung der Finanzbeh&ouml;rden vorsehen, elektronische Antr&auml;ge oder Erkl&auml;rungen entgegenzunehmen, vorrangig gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;87a AO ber&uuml;cksichtigt werden (BTDrucks&nbsp;14\/9000, S.&nbsp;35&nbsp;f., zu 87a Abs.&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar hat es der Gesetzgeber vers&auml;umt, bereits im Rahmen des 3.&nbsp;VwVfG&Auml;ndG vom 21.&nbsp;August 2002 (BGBl I 2002, 3322, BStBl I 2002, 820) in &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO den Begriff &quot;schriftlich&quot; zum Begriffspaar &quot;schriftlich oder elektronisch&quot; zu erg&auml;nzen. Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass der Gesetzgeber dies mit dem Ziel unterlassen hat, die elektronische Einspruchseinlegung von einer qualifizierten elektronischen Signatur abh&auml;ngig zu machen. Vielmehr ergibt sich aus der Begr&uuml;ndung zur Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 bis 5 AO, dass der Gesetzgeber die qualifizierte elektronische Signatur vor allem f&uuml;r die F&auml;lle vorsehen wollte, in denen das Gesetz insbesondere bei der Abgabe von Steuererkl&auml;rungen &#8211;anders als bei &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO&#8211; eine eigenh&auml;ndige Unterschrift fordert (BTDrucks&nbsp;14\/9000, S.&nbsp;36, zu &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 bis 5 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r dieses Verst&auml;ndnis spricht auch die Begr&uuml;ndung zum Entwurf der Bundesregierung zum Gesetz zur F&ouml;rderung der elektronischen Verwaltung sowie zur &Auml;nderung weiterer Vorschriften. Danach sollte die mit diesem Gesetz nachgeholte Erg&auml;nzung des &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO lediglich eine Klarstellung und keine Rechts&auml;nderung bewirken. Entsprechend der bisherigen Handhabung durch die Finanzverwaltung sollte der Einspruch weiterhin elektronisch ohne qualifizierte elektronische Signatur eingelegt werden k&ouml;nnen (BTDrucks&nbsp;17\/11473, S.&nbsp;52, zu Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a). Nichts anderes ergibt sich aus den vom FG angef&uuml;hrten Passagen aus dem Gesetzgebungsverfahren, wonach neben der in der Praxis wenig verbreiteten qualifizierten elektronischen Signatur weitere elektronische &Auml;quivalente zur Schriftform geschaffen werden sollten. Da &quot;Schriftform&quot;-&Auml;quivalente nur dort erforderlich sind, wo das Gesetz tats&auml;chlich (strenge) Schriftform erfordert, l&auml;sst sich aus diesen &Auml;u&szlig;erungen im Gesetzgebungsverfahren f&uuml;r den vorliegend zu beurteilenden Fall des &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO, der nur Schriftlichkeit voraussetzt, nichts ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) F&uuml;r die vom erkennenden Senat vertretene Auslegung spricht ferner die durch das Gesetz zur F&ouml;rderung der elektronischen Verwaltung sowie zur &Auml;nderung weiterer Vorschriften vom 25.&nbsp;Juli 2013 (BGBl I 2013, 2749) erfolgte Einf&uuml;gung einer Legaldefinition des Begriffes &quot;elektronische Form&quot; in &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 AO. Danach gen&uuml;gt der elektronischen Form ein elektronisches Dokument, das mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz versehen ist. Damit sollte &#8211;ohne &Auml;nderung des Regelungsgehalts&#8211; klargestellt werden, dass &quot;elektronische Form&quot; nicht &#8211;wie m&ouml;glicherweise im allgemeinen Sprachgebrauch&#8211; als Abgrenzung zu papiergebundenen Verfahren verstanden wird, sondern es sich um eine Formvorschrift handelt (elektronische Form = elektronisches Dokument + qualifizierte elektronische Signatur), die das Gegenst&uuml;ck zur &quot;Schriftform&quot; beschreiben soll (BTDrucks&nbsp;17\/11473, S.&nbsp;48&nbsp;f., zu Art.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit ist die vom FG vertretene Auffassung, wonach auch nach der ab 1.&nbsp;August 2013 in Kraft getretenen &Auml;nderung des &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO eine Einspruchseinlegung nicht mit einfacher E-Mail, sondern nur mit den in &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 AO vorgesehenen Kommunikationsmitteln m&ouml;glich sein soll, zwar in sich konsequent. Sie missachtet jedoch zum einen, dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO nur den Begriff &quot;elektronisch&quot; und gerade nicht den Begriff &quot;elektronische Form&quot; eingef&uuml;gt hat. Zum anderen widerspricht diese Auslegung auch dem im Gesetzgebungsverfahren zur &Auml;nderung des &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO klar zum Ausdruck gekommenen Willen des Gesetzgebers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) &sect;&nbsp;357 AO verfolgt den Zweck, nur geringe formale Anforderungen an die wirksame Einlegung eines Einspruchs zu stellen (so bereits Senatsurteil vom 10.&nbsp;Juli 1964 III&nbsp;120\/61&nbsp;U, BFHE 80, 325, BStBl III 1964, 590, zu &sect;&nbsp;249 Reichsabgabenordnung; ebenso Steinhauff, jurisPR-SteuerR 50\/2013 Anm.&nbsp;2). Die niedrigen Formanforderungen sollen es auch dem nicht schriftgewandten oder rechtlich versierten Steuerb&uuml;rger erm&ouml;glichen, eine &Uuml;berpr&uuml;fung des von ihm f&uuml;r unrichtig erachteten Steuerverwaltungsakts zu erreichen (Siegers in HHSp, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;6). Nichts anderes ergibt sich aus dem Umstand, dass &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO nur das Telegramm als besondere Form der Einspruchseinlegung ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt. Entgegen der Auffassung des FG kommt hierin keine Ablehnung anderer Telekommunikationsformen zum Ausdruck. Vielmehr bringt das Gesetz hierdurch seine grunds&auml;tzliche Offenheit gegen&uuml;ber neuen Kommunikationsformen zum Ausdruck, auch wenn &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 AO nicht an jede technische Neuentwicklung im Kommunikationsbereich angepasst wurde. Entsprechend werden von der ganz herrschenden Meinung auch andere &Uuml;bermittlungsformen als zul&auml;ssig angesehen, selbst wenn diese keine eigene Erw&auml;hnung im Gesetzestext gefunden haben und im Einzelfall mit keiner Unterschrift des Einspruchsf&uuml;hrers verbunden sind (s. etwa die Beispiele bei Siegers in HHSp, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;21, 26; Bartone in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;21; Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;7; Koenig\/ C&ouml;ster, Abgabenordnung, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Nicht &uuml;berzeugend ist dagegen der vom FG angef&uuml;hrte systematische Auslegungsansatz. Eine Einschr&auml;nkung kann &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;1 AO durch den spezielleren &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 AO nur insoweit erfahren, als der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 AO er&ouml;ffnet ist. Wo das Gesetz kein formales, die eigenh&auml;ndige Unterschrift umfassendes Schriftformerfordernis aufstellt, vermag &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;3 AO den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;87a Abs.&nbsp;1 AO nicht zu beschr&auml;nken. Im &Uuml;brigen ist kein Grund ersichtlich, warum an einen elektronisch eingelegten Einspruch weitergehende Anforderungen im Hinblick auf die zu erf&uuml;llenden Formfunktionen zu stellen sein sollten als an einen schriftlich eingelegten Einspruch. Auch bei einem schriftlich, aber ohne Unterschrift eingelegten Einspruch gen&uuml;gt es, wenn sich aus dem weiteren Inhalt des Schreibens ergibt, wer der Einspruchsf&uuml;hrer ist und dass dieser die Absicht hat, Einspruch einzulegen (Siegers in HHSp, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;15&nbsp;f.). Entsprechende Anhaltspunkte k&ouml;nnen &#8211;wie der Streitfall zeigt&#8211; auch aus einem per einfacher E-Mail eingelegten Einspruch gewonnen werden (z.B. E-Mail-Adresse des Einspruchsf&uuml;hrers, die der Beh&ouml;rde bereits aus der bisherigen Korrespondenz bekannt ist und Name unter dem E-Mailtext).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>gg) Die hier vertretene Auslegung wird auch &#8211;worauf das FG zu Recht hinweist&#8211; von der herrschenden Meinung in der Literatur (z.B. Bartone in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;23; Seer in Tipke\/Kruse, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;7; Koenig\/C&ouml;ster, a.a.O., &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;13; Ke&szlig; in Schwarz\/Pahlke, AO, &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;11; Klein\/ Brockmeyer, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;357 Rz&nbsp;1; zu weiteren Nachweisen f&uuml;r diese Auffassung und zur Gegenauffassung s.a. Siegers in HHSp, &sect;&nbsp;357 AO Rz&nbsp;19) und in der Rechtsprechung (FG Niedersachsen vom 24.&nbsp;November 2011&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;275\/11, EFG 2012, 292; FG K&ouml;ln vom 30.&nbsp;Mai 2012&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;3264\/11, EFG 2012, 1813) geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Im &Uuml;brigen muss der Senat nicht entscheiden, ob dem FG die von der Kl&auml;gerin ger&uuml;gten Verfahrensfehler unterlaufen sind. F&uuml;hrt die Revision &#8211;wie im Streitfall&#8211; aus materiellen Gr&uuml;nden zur Aufhebung der Vorentscheidung, ist nicht mehr dar&uuml;ber zu entscheiden, ob au&szlig;erdem ein Verfahrensfehler vorliegt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 228, 85, BStBl II 2010, 700; Lange in HHSp, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;256).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG wird im zweiten Rechtsgang die noch fehlenden tats&auml;chlichen Feststellungen zum Vorliegen eines Ber&uuml;cksichtigungstatbestands nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG nachzuholen haben. Zur Frage des Wegfalls der Arbeitsuchendmeldung nach &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;38 des Dritten Buchs Sozialgesetzbuch in der ab 1.&nbsp;Januar 2009 geltenden Fassung verweist der Senat auf sein Urteil vom 10.&nbsp;April 2014 III&nbsp;R&nbsp;19\/12 (BFHE 245, 200, BStBl II 2015, 29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.5.2015, III R 26\/14 Einspruchseinlegung durch einfache E-Mail ohne qualifizierte elektronische Signatur Leits&auml;tze 1. Hat die Finanzbeh&ouml;rde einen Zugang f&uuml;r die &Uuml;bermittlung elektronischer Dokumente er&ouml;ffnet, kann auch nach der bis zum 31. 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