{"id":64904,"date":"2015-09-03T17:11:55","date_gmt":"2015-09-03T15:11:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64904"},"modified":"2015-09-03T17:11:55","modified_gmt":"2015-09-03T15:11:55","slug":"iv-r-25-12-vermarktungskostenzuschuss-als-partiarisches-darlehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-25-12-vermarktungskostenzuschuss-als-partiarisches-darlehen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;25\/12 &#8211; Vermarktungskostenzuschuss als partiarisches Darlehen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.5.2015, IV R 25\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Vermarktungskostenzuschuss als partiarisches Darlehen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Zahlt ein Filmproduktionsfonds dem zum Alleinvertrieb des Films berechtigten Lizenznehmer einen Einmalbetrag f&uuml;r Medien-, Marketing- und Kinostartkosten, kann darin ungeachtet der Bezeichnung als verlorener Zuschuss die Gew&auml;hrung eines partiarischen Darlehens gesehen werden, wenn mit der Zahlung eine Erh&ouml;hung der Lizenzgeb&uuml;hren verbunden und die R&uuml;ckzahlung des Betrages abgesichert ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 23. Mai 2012&nbsp;&nbsp;1 K 3735\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine gewerblich gepr&auml;gte GmbH &#038; Co. KG, die sich mit der Entwicklung, Produktion, Verwertung, Vermarktung und dem Vertrieb sowie der Lizenzierung von Kino- und Fernsehproduktionen befasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertr&auml;gen vom 12.&nbsp;April 2001 erwarb die Kl&auml;gerin zum Zweck der Produktion von Filmen und deren weiterer Vermarktung die Stoffrechte an den Geschichten A und X. Mit weiteren Vertr&auml;gen vom gleichen Tage beauftragte sie die Firma B Corp. mit Sitz in den USA, im Wege der unechten Auftragsproduktion Kinospielfilme &uuml;ber die erworbenen Stoffrechte zu produzieren. Die Fertigstellung der Filme sicherte die Kl&auml;gerin durch Fertigstellungsgarantien ab, die ebenfalls am 12.&nbsp;April 2001 abgeschlossen wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls am 12.&nbsp;April 2001 schloss die Kl&auml;gerin jeweils einen Spielfilmvertriebsvertrag (Lizenzvertrag) mit der C BV (C). Mit diesem Vertrag wurde der C f&uuml;r den Zeitraum 12.&nbsp;April 2001 bis 20.&nbsp;Juni 2014 das alleinige Vertriebs-, Vervielf&auml;ltigungs-, Nutzungs-, Verwertungs- und Vermarktungsrecht an den Filmen A und X mit s&auml;mtlichen Nebenrechten &#8211;soweit der Kl&auml;gerin verf&uuml;gbar&#8211; einger&auml;umt. Eine ordentliche Beendigung vor Ablauf der Laufzeit sah der Lizenzvertrag nicht vor. Als Verg&uuml;tung f&uuml;r die Lizenz vereinbarten die Vertragsparteien als feste Lizenzgeb&uuml;hren beginnend ab dem 20.&nbsp;Juni 2002 zun&auml;chst f&uuml;r den Zeitraum 2002 bis 2014&nbsp; 25 halbj&auml;hrlich zu entrichtende Zahlungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Film A sowie &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Film X. Daneben vereinbarten sie die Leistung einer Schlusszahlung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Film A und &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Film X. Zus&auml;tzlich zu den festen Lizenzgeb&uuml;hren erhielt die Kl&auml;gerin zum regul&auml;ren Ende der Laufzeit des Lizenzvertrages 40&nbsp;% der &Uuml;bersch&uuml;sse aus den Vertriebseinnahmen als variable Lizenzgeb&uuml;hren. Der genaue Betrag war nach einem vertraglich vereinbarten Berechnungsschl&uuml;ssel zu ermitteln. Die Rechnungslegung zur Ermittlung dieser Lizenzeinnahmen erfolgte j&auml;hrlich, beginnend mit dem ersten allgemeinen Kinostart des Films in den USA. Eine Auskehrung von 40&nbsp;% der &quot;berichtigten Nettoeinnahmen&quot; sollte mit Ablauf des Lizenzvertrages an die Kl&auml;gerin erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Ziff. 14 (b) des Lizenzvertrages verpflichtete sich die Kl&auml;gerin, der C einen Betrag f&uuml;r Media, Marketing &#038; Releasing (MM &#038; R-Kosten) zuz&uuml;glich 18&nbsp;% dieses Betrages als Allgemeinkosten (Vermarktungskostenzuschuss) zur Verf&uuml;gung zu stellen. Entsprechend einem Annex A zum Vertrag ergab sich f&uuml;r den Film A ein Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r den Film X ein solcher in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Die H&ouml;he des Vermarktungskostenzuschusses wurde zwischen den Vertragsparteien &#8211;ohne dies schriftlich niederzulegen&#8211; wie folgt festgelegt: Der Zuschuss sollte 72&nbsp;% der direkten Kosten zuz&uuml;glich 18&nbsp;% von den errechneten 72&nbsp;% als Zuschlag (Overhead Charge) betragen. Die Kl&auml;gerin zahlte den sich danach ergebenden Betrag von insgesamt &#8230; EUR am 20.&nbsp;Dezember 2001 an die C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Verwendungszweck des genannten Betrages wurde Folgendes bestimmt: Der Betrag sollte zur Unterst&uuml;tzung der Bewerbungs-, Reklame- und Verkaufsf&ouml;rderungsrechte, wie unter Ziff.&nbsp;14&nbsp;(a) des Lizenzvertrages geregelt, sowie f&uuml;r die Bewerbung, das Betreiben von Reklame und verkaufsf&ouml;rdernden Ma&szlig;nahmen und f&uuml;r die Verwertung des Films zur Verf&uuml;gung gestellt werden und nach dem alleinigen Ermessen der Vertriebsgesellschaft im Zusammenhang mit Marketing und Kinostart des Films verwendet werden. Der jeweilige Betrag sollte von der Vertriebsgesellschaft auf alle Vertriebskosten verausgabt werden, welche den Film betreffen, einschlie&szlig;lich Filmkopien, K&auml;ufe zu Werbezwecken sowie Werbematerial und sonstige direkte und indirekte Kosten. Die volle Summe sollte als verlorener Zuschuss in dem Sinne behandelt werden, wie dieser Begriff nach deutschem Steuerrecht verstanden wurde, und nicht r&uuml;ckzahlbar sein. Die C, welche die alleinige Kontrolle &uuml;ber den Vertrieb, das Marketing, die Werbung, die Publizierung, die Verwertung, den Verkauf oder eine sonstige Verwendung der Filme besa&szlig;, war zudem f&uuml;r alle Kosten im Zusammenhang mit dem Vertrieb, dem Subvertrieb, der Vervielf&auml;ltigung, der Vorf&uuml;hrung, der Vermarktung, der Ausstrahlung oder der sonstigen Verwertung oder Verwendung der Filme w&auml;hrend der gesamten Laufzeit des Lizenzvertrages verantwortlich, auch soweit sie die von der Kl&auml;gerin geleisteten MM &#038; R-Kosten &uuml;berstiegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2001 wandte sich die Kl&auml;gerin an das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, um dieses &uuml;ber den streitgegenst&auml;ndlichen Fonds zu informieren. Unter anderem f&uuml;hrte sie aus, dass Teil des Fondskonzepts die Leistung eines Vermarktungskostenzuschusses an das Vertriebsunternehmen sei, um die Gewinnchancen hinsichtlich der variablen Lizenzgeb&uuml;hren und der Mehrerl&ouml;sbeteiligung am Laufzeitende zu erh&ouml;hen. In ihrer rechtlichen Einsch&auml;tzung bejahte die Kl&auml;gerin den Betriebsausgabencharakter des Vermarktungskostenzuschusses und verwarf die M&ouml;glichkeit der Bildung eines Wirtschaftsgutes durch die Bewerbung des Films. Zur Frage des Erfordernisses der Bildung eines aktiven Rechnungsabgrenzungspostens (RAP) hielt die Kl&auml;gerin die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen Betrachtungsweise f&uuml;r irrelevant, da die Ausgabenwirkung f&uuml;r die Zukunft zeitlich nicht bestimmbar sei. Es sei nicht ermittelbar, wie sich Werbema&szlig;nahmen in der Zukunft auswirkten. Die Kl&auml;gerin schloss daraus, dass der Vermarktungskostenzuschuss als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgabe zu behandeln sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 9.&nbsp;April 2001 erkl&auml;rte das Ministerium, dass au&szlig;erhalb des Verfahrens einer verbindlichen Auskunft Einverst&auml;ndnis mit der Rechtsauffassung der Kl&auml;gerin bestehe. Diese Einsch&auml;tzung stelle aber keine abschlie&szlig;ende Entscheidung zur steuerlichen Behandlung im Einzelfall dar, sondern diese sei dem zust&auml;ndigen Finanzamt vorbehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2001 (Streitjahr) behandelte die Kl&auml;gerin den Vermarktungskostenzuschuss in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgabe und gab die H&ouml;he ihrer Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb mit .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;DM an. Dem folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung ergangenem Bescheid vom 21.&nbsp;Juli 2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA am 3.&nbsp;November 2009 einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr, der eine Gewinnerh&ouml;hung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR beinhaltete, weil das FA in H&ouml;he des aufgewendeten Vermarktungskostenzuschusses einen aktiven RAP ansetzte und nur einen nach Ma&szlig;gabe der gesamten Laufzeit des Lizenzvertrages linear verteilten Betrag in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR aufwandswirksam ber&uuml;cksichtigte. Dieser Bescheid wurde durch weitere &Auml;nderungsbescheide vom 15.&nbsp;Februar 2011 und 24.&nbsp;Oktober 2011 aus anderen Gr&uuml;nden und ohne Auswirkung auf den hier allein noch strittigen Punkt der steuerlichen Behandlung des Vermarktungskostenzuschusses erneut ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die urspr&uuml;nglich gegen den &Auml;nderungsbescheid vom 3.&nbsp;November 2009 gerichtete Sprungklage, mit der die Kl&auml;gerin weiter die vollst&auml;ndige Ber&uuml;cksichtigung des Vermarktungskostenzuschusses als Betriebsausgabe begehrte, wies das Finanzgericht (FG) mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1906 ver&ouml;ffentlichtem Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. Das FG vertrat die Auffassung, der Vermarktungskostenzuschuss sei als aktiver RAP zu erfassen. Es handele sich um eine Ausgabe, die f&uuml;r eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag, n&auml;mlich f&uuml;r die gesamte Laufzeit des Lizenzvertrages, geleistet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin, welche diese auf die Verletzung von Bundesrecht st&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, das Urteil des FG M&uuml;nchen vom 23.&nbsp;Mai 2012&nbsp; 1&nbsp;K&nbsp;3735\/09 aufzuheben und den ge&auml;nderten Bescheid f&uuml;r 2001 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 24.&nbsp;Oktober 2011 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb auf .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das Urteil des FG verletzt zwar bestehendes Recht, weil die vom FG vorgenommene Auslegung des Lizenzvertrages zwischen der Kl&auml;gerin und der C, wonach der dort geregelte Vermarktungskostenzuschuss als privater (verlorener) Zuschuss aufzufassen sei, die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze verletzt (dazu 1.). Vielmehr ist von der Ausreichung eines partiarischen Darlehens auszugehen (dazu 2.). Danach durften im Streitjahr weder in H&ouml;he des vollen Vermarktungskostenzuschusses Betriebsausgaben angesetzt noch ein (anteiliger) aktiver RAP ber&uuml;cksichtigt werden (dazu 3.). Allerdings erweist sich das FG-Urteil deshalb in der Sache als richtig, weil der Bundesfinanzhof (BFH) &#8211;wie auch im Fall der Zur&uuml;ckverweisung das FG&#8211; nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz 2 FGO an einer Verb&ouml;serung des angefochtenen Feststellungsbescheides gehindert ist (dazu 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die vom FG vorgenommene Auslegung des Lizenzvertrages, wonach der Vermarktungskostenzuschuss als privater (verlorener) Zuschuss aufzufassen ist, verletzt die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze, weshalb der BFH an sie nicht nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In der Revisionsinstanz ist die Auslegung von Vertr&auml;gen durch das FG nur daraufhin zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die gesetzlichen Auslegungsregeln sowie die Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze beachtet wurden. Verletzt die vom FG vorgenommene Auslegung diese Ma&szlig;st&auml;be, so ist der BFH als Revisionsgericht an die Auslegung des FG nicht gebunden (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2004 IV&nbsp;R&nbsp;32\/03, BFH\/NV 2004, 1092, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Auslegung des FG, wonach es sich bei der Leistung des Vermarktungskostenzuschusses um eine Ausgabe und nicht um die Ausreichung einer Darlehenssumme gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;488 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) bzw. &sect;&nbsp;607 BGB in der f&uuml;r den Streitzeitraum ma&szlig;gebenden Fassung (BGB&nbsp;a.F.) unter Vereinbarung einer Zweckbestimmung &uuml;ber die Verwendung der Darlehenssumme handelte, verletzt &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB sowie die Denkgesetze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG ist im Rahmen der Auslegung des Lizenzvertrages zun&auml;chst auf der Grundlage seiner nicht mit substantiierten Revisionsr&uuml;gen angegriffenen Tatsachenfeststellungen davon ausgegangen, dass die getroffenen vertraglichen Vereinbarungen bewirkten, dass die als Vermarktungskostenzuschuss ausgereichte Geldsumme wieder in das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckgelangte. Das FG hat allerdings die Vereinbarung eines zweckgebundenen Darlehens deshalb verneint, weil die Leistung des Vermarkungskostenzuschusses ihrem wirtschaftlichen Gehalt nach nicht die Ausreichung von Geldmitteln, um diese zur&uuml;ckzuerhalten, sondern die Unterst&uuml;tzung der Durchf&uuml;hrung von Werbe- und Vertriebsma&szlig;nahmen bezweckt habe, um die Gewinnchancen der Kl&auml;gerin &uuml;ber den R&uuml;ckerhalt des eingesetzten Kapitals hinausgehend zu optimieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Auslegung h&auml;lt revisionsgerichtlicher &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand, denn ihr liegt die Annahme zugrunde, die mit einer Verwendungsbedingung verbundene Hingabe eines bestimmten Geldbetrages schl&ouml;sse bei neben die R&uuml;ckzahlung des ausgereichten Kapitals tretender Vereinbarung erh&ouml;hter Gewinnchancen in Form variabler Lizenzertr&auml;ge bzw. der Realisierung eines verbleibenden Marktwerts die Annahme eines ein Darlehensverh&auml;ltnis begr&uuml;ndenden Gegenseitigkeitsverh&auml;ltnisses aus. Das ist aber nicht der Fall, denn im Rechtsverkehr werden Darlehen &#8211;wie insbesondere das Beispiel von Baudarlehen zeigt&#8211; oftmals unter der Bedingung vergeben, die Darlehensmittel f&uuml;r einen bestimmten Zweck zu verwenden. Der Annahme eines zweckgebundenen Darlehens steht dabei nicht entgegen, dass der Verwendungszweck umschrieben, die zeitliche und\/oder betragsm&auml;&szlig;ige Verwendung der hingegebenen Mittel aber in das Ermessen des Darlehensnehmers gestellt ist. Der Darlehensnehmer ist nach &sect;&nbsp;488 Abs. 1 Satz&nbsp;2 BGB zur Zahlung eines Zinses verpflichtet. Als solcher Zins kommt neben oder anstelle eines festen Zinses eine Gewinnbeteiligung des Darlehensgebers &#8211;etwa in Form einer festen Beteiligung an Verkaufsgewinnen (vgl. Ballhaus in BGB-RGRK, 12.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;607 Rz&nbsp;67)&#8211; im Rahmen eines sog. partiarischen Darlehens in Betracht (BFH-Urteil vom 27.&nbsp;Januar 1982 I&nbsp;R&nbsp;112\/78, juris). Bei einem solchen Darlehen weichen die Parteien von dem Grundsatz ab, dass die laufzeitabh&auml;ngige Zinszahlung mit dem allein im Risiko des Darlehensnehmers stehenden wirtschaftlichen Erfolg der durch die Valuta erm&ouml;glichten Investition nichts zu tun haben soll (M&uuml;nchKommBGB\/K.P.&nbsp;Berger, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;488 Rz&nbsp;158). Es ist schlie&szlig;lich auch nicht ausgeschlossen, ein Darlehen zugleich einerseits mit Zweckbindung und andererseits mit gewinnabh&auml;ngigem Entgelt zu vereinbaren. Das gilt insbesondere, wenn die Zweckbindung &#8211;wie im Streitfall die Vorgabe, die Darlehensvaluta f&uuml;r die Bewerbung etc. der betroffenen Filme einzusetzen&#8211; dazu dient, die Wahrscheinlichkeit zu erh&ouml;hen, dass ein gewinnabh&auml;ngiges Entgelt gezahlt werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da die vom FG vorgenommene Auslegung des Lizenzvertrages, dass kein Darlehensverh&auml;ltnis vereinbart sei, &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB sowie die Denkgesetze verletzt, ist der Senat an sie nicht gebunden; er ist deshalb frei darin, den Lizenzvertrag auf der Grundlage der Tatsachenfeststellungen des FG selbst auszulegen. Diese Auslegung ergibt, dass es sich bei der Hingabe des Vermarktungskostenzuschusses um die Vereinbarung eines partiarischen Darlehens handelte, bei dem das Darlehensentgelt in einer Beteiligung an erh&ouml;hten fixen bzw. variablen Lizenzertr&auml;gen bzw. den Erl&ouml;sen aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines &uuml;ber die Schlusszahlung hinausgehenden Marktwerts bestand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gegen die Annahme, dass die Kl&auml;gerin ein partiarisches Darlehen hingeben wollte, w&uuml;rde es sprechen, wenn keine R&uuml;ckerstattung des hingegebenen Geldes vereinbart worden w&auml;re, denn ein solcher R&uuml;ckforderungsanspruch steht nach den gesetzlichen Vorschriften auch dem Inhaber eines partiarischen Darlehens zu (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Oktober 1981 I&nbsp;R&nbsp;25\/79, BFHE 134, 421, BStBl II 1982, 186). So liegt der Streitfall indessen nicht, denn das FG hat &#8211;ohne dass die Kl&auml;gerin dies als fehlerhaft ger&uuml;gt h&auml;tte&#8211; festgestellt, dass die Ertr&auml;ge des hiesigen Fonds gem&auml;&szlig; dem Beteiligungsangebot &uuml;ber die Laufzeit von 14&nbsp;Jahren zun&auml;chst mit Erl&ouml;sen aus festen Lizenzzahlungen von &#8230;&nbsp;EUR, einer Einmalzahlung als Schlusszahlung von &#8230;&nbsp;EUR und sonstigem Ertrag (Ertrag aus bedingt r&uuml;ck-zahlbarem Fremdkapital) von &#8230;&nbsp;EUR mit einer festen Gesamtsumme von insgesamt 245.325.000&nbsp;EUR konzipiert waren und dem zum Stand 31.&nbsp;Mai 2001 Aufwendungen &uuml;ber die Laufzeit von &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r Herstellungskosten, &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r den Vermarktungskostenzuschuss, &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r Anlaufkosten, &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r Fremdkapital und &#8230;&nbsp;EUR f&uuml;r laufende Kosten, mithin insgesamt 202.593.000&nbsp;EUR gegen&uuml;berstanden. Das FG hat zudem festgestellt, dass die Summen f&uuml;r Ertrag und Aufwand tats&auml;chlich sogar geringer ausfielen, weil der Fremdkapitalbedarf deutlich hinter dem zun&auml;chst veranschlagten Bedarf zur&uuml;ckblieb. Der aus diesen Feststellungen gezogene Schluss des FG, dass die vertraglichen Vereinbarungen vor diesem Hintergrund wirtschaftlich dazu f&uuml;hrten, dass die als Vermarktungskostenzuschuss ausgereichte Geldsumme als solche wieder in das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckgelangte, ist insoweit nicht nur m&ouml;glich, sondern naheliegend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus dem Lizenzvertrag ergibt sich zudem, dass sich die Kl&auml;gerin die Gew&auml;hrung des Vermarktungskostenzuschusses durch eine Beteiligung an den erh&ouml;hten fixen und variablen Lizenzeinnahmen, an den Schlusszahlungen bzw. den Erl&ouml;sen aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines &uuml;ber die Schlusszahlung hinausgehenden Marktwerts hat entgelten lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Anders als es die Kl&auml;gerin dargestellt hat, hat sie nicht Werbe- oder Marketingleistungen der C als Gegenleistung f&uuml;r die Hingabe des Vermarktungskostenzuschusses zugesagt bekommen. Dies ergibt sich aus Ziff.&nbsp;14&nbsp;(a) des Lizenzvertrages, wonach der von der Kl&auml;gerin hingegebene Betrag der Unterst&uuml;tzung der &quot;Bewerbungs-, Reklame- und Verkaufsf&ouml;rderungsrechte&quot; diente. Die C hat sich danach gerade keiner Gegenleistungsverpflichtung unterworfen, sondern ihr sind die im Vertrag beschriebenen Rechte &uuml;berlassen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Lizenzvertrag ist zwar nicht explizit geregelt, welcher Anteil der Lizenzzahlungen bzw. der Schlusszahlungen als Gegenleistung auf die Gew&auml;hrung des Vermarktungskostenzuschusses entf&auml;llt. Das FG hat allerdings &#8211;wenn auch im Rahmen der Pr&uuml;fung, ob ein aktiver RAP gebildet werden d&uuml;rfe&#8211; die den Auslegungsgrunds&auml;tzen und auch den Denkgesetzen bzw. Erfahrungss&auml;tzen entsprechende &Uuml;berzeugung gewonnen, dass sich nach dem wirtschaftlichen Gehalt des Lizenzvertrages ein Teil der Lizenz- bzw. der Schlusszahlungen als synallagmatisch mit der Zahlung des Vermarktungskostenzuschusses verkn&uuml;pft erweist, weil die Kl&auml;gerin die fixen Lizenzeinnahmen sowie die Schlusszahlungen in der vereinbarten H&ouml;he und ggf. dar&uuml;ber hinaus die variablen Lizenzzahlungen sowie einen Erl&ouml;s aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines &uuml;ber die Schlusszahlung hinausgehenden Marktwerts nur deshalb erhalten sollte, weil sie sich zur Leistung des Vermarktungskostenzuschusses verpflichtet hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) F&uuml;r die vorgenannte Annahme spricht in &Uuml;bereinstimmung mit der W&uuml;rdigung des FG bereits, dass der C nach Ziff.&nbsp;14&nbsp;(b) des Lizenzvertrages ein eigenst&auml;ndiges und ggf. einklagbares Leistungsrecht auf die Gew&auml;hrung des Vermarktungskostenzuschusses zustand. Ein an die Stelle der Kl&auml;gerin tretender Investor w&uuml;rde sich nicht zu einer derartig umfassenden Leistung bereit erkl&auml;ren, ohne daf&uuml;r eine den R&uuml;ckfluss der ausgereichten Geldsumme sicherstellende Gegenleistungsverpflichtung zu erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) F&uuml;r die Annahme eines partiarischen Darlehens spricht vor allem aber ma&szlig;geblich, dass die Kl&auml;gerin hinsichtlich des gew&auml;hrten Vermarktungskostenzuschusses kein Ausfallrisiko zu tragen hatte. Das FG hat dazu zu Recht darauf hingewiesen, dass eine ordentliche K&uuml;ndigung des Lizenzvertrages nicht vorgesehen und ein Beendigungsrecht im Falle von Leistungsst&ouml;rungen nach Ziff.&nbsp;21&nbsp;(a) des Lizenzvertrages allein der C einger&auml;umt war. Ein Ausfallrisiko konnte aber insoweit nicht entstehen, denn die die Amortisation der Investitionen der Kl&auml;gerin bewirkenden Leistungen in Form (erh&ouml;hter) fixer Lizenzzahlungen und der Schlusszahlungen waren auch f&uuml;r den Fall der ordentlichen Beendigung des Lizenzvertrages zu leisten und die erh&ouml;hten Zahlungen waren zudem durch eine Bankgarantie bis zum Schluss der Laufzeit des Vertrages abgesichert. Dazu hat das FG festgestellt, dass die von der Kl&auml;gerin nach Ziff.&nbsp;14&nbsp;(b) des Lizenzvertrages zugesagte Zahlung des Vermarktungskostenzuschusses in die Risikobewertung der &uuml;ber die Fertigstellungsgarantie erfolgenden Absicherung einbezogen war, indem die Geb&uuml;hr f&uuml;r die Garantie gem&auml;&szlig; Ziff.&nbsp;11 der Garantievereinbarung prozentual nach den direkten Herstellungskosten (davon 5&nbsp;%) und den MM &#038; R-Kosten (hiervon 2&nbsp;%) bemessen wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) F&uuml;r die vorgenannte Auslegung sprechen aber auch die au&szlig;erhalb des Vertragsschlusses liegenden Umst&auml;nde des Streitfalles: So hat die Kl&auml;gerin in ihrem Schreiben vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2001 an das Bayerische Staatsministerium der Finanzen selbst ausgef&uuml;hrt, eine Amortisation des Zuschusses erfolge durch die Erh&ouml;hung der fixen Lizenzgeb&uuml;hren und die Erh&ouml;hung der Gewinnchancen in Form variabler Lizenzzahlungen bzw. einer Mehrerl&ouml;sbeteiligung. F&uuml;r die synallagmatische Verkn&uuml;pfung der Leistung des Vermarktungskostenzuschusses mit der Zusage erh&ouml;hter fixer Lizenzeinnahmen bzw. der Beteiligung an Gewinnchancen in Form variabler Lizenzzahlungen bzw. einer Mehrerl&ouml;sbeteiligung spricht zudem, dass gegen&uuml;ber dem FG erkl&auml;rt wurde, es h&auml;tten urspr&uuml;nglich zwei Modelle zum Abschluss von Lizenzvertr&auml;gen zur Disposition gestanden: einerseits ein Modell ohne Vermarktungskostenzuschuss mit niedrigen Lizenzertr&auml;gen, andererseits ein Modell mit Vermarktungskostenzuschuss und erh&ouml;hten Lizenzertr&auml;gen. Schlie&szlig;lich hat die Kl&auml;gerin vor dem FG &#8211;wenn auch nur hinsichtlich der erh&ouml;hten fixen und variablen Lizenzgeb&uuml;hren und nicht f&uuml;r die Schlusszahlungen&#8211; einger&auml;umt, dass diese wegen der Leistung des Vermarktungskostenzuschusses erh&ouml;ht wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Schlie&szlig;lich sind auch keine Anhaltspunkte erkennbar, die daf&uuml;r spr&auml;chen, dass die Kl&auml;gerin ohne die Gew&auml;hrung des Vermarktungskostenzuschusses Lizenzeinnahmen und Schlusszahlungen in der vereinbarten H&ouml;he h&auml;tte erzielen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da die Kl&auml;gerin der C nach den vorstehenden Ausf&uuml;hrungen ein partiarisches Darlehen gew&auml;hrt hat, waren im Streitjahr weder in H&ouml;he des vollen Betrages des Vermarktungskostenzuschusses Betriebsausgaben anzusetzen noch war der Betrag nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) anteilig aktiv abzugrenzen. Vielmehr h&auml;tte die Kl&auml;gerin die Darlehenshingabe im Rahmen eines ergebnisneutralen Aktivtausches erfassen und das Darlehen mangels Ausfallrisikos insoweit in voller H&ouml;he aktivieren m&uuml;ssen (vgl. zu Filmf&ouml;rderkrediten BFH-Urteil vom 20.&nbsp;September 1995 X&nbsp;R&nbsp;225\/93, BFHE 178, 434, BStBl II 1997, 320). Die von den Beteiligten zu den Voraussetzungen eines aktiven RAP aufgeworfenen Rechtsfragen sind somit nicht entscheidungserheblich. Auch auf die Frage, ob das FA im Rahmen der Gewinnermittlung an die rechtliche Beurteilung gebunden ist, die der vom Steuerpflichtigen aufgestellten Bilanz (und deren einzelnen Ans&auml;tzen) zugrunde liegt, wenn diese Beurteilung aus der Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmanns im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung vertretbar war, kommt es nach der ohne eine &Uuml;bergangsl&ouml;sung erfolgten Aufgabe des subjektiven Fehlerbegriffs durch den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 31.&nbsp;Januar 2013 GrS&nbsp;1\/10 (BFHE 240, 162, BStBl II 2013, 317) nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da der Senat nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO an einer Verb&ouml;serung des angefochtenen Feststellungsbescheides gehindert ist, ist es ihm verwehrt, den vom FA f&uuml;r das Streitjahr im Rahmen eines aktiven RAP anteilig gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigten Betrag zu Lasten der Kl&auml;gerin zu korrigieren. Deshalb war die Revision nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.5.2015, IV R 25\/12 Vermarktungskostenzuschuss als partiarisches Darlehen Leits&auml;tze Zahlt ein Filmproduktionsfonds dem zum Alleinvertrieb des Films berechtigten Lizenznehmer einen Einmalbetrag f&uuml;r Medien-, Marketing- und Kinostartkosten, kann darin ungeachtet der Bezeichnung als verlorener Zuschuss die Gew&auml;hrung eines partiarischen Darlehens gesehen werden, wenn mit der Zahlung eine Erh&ouml;hung der Lizenzgeb&uuml;hren verbunden und die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-25-12-vermarktungskostenzuschuss-als-partiarisches-darlehen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;25\/12 &#8211; Vermarktungskostenzuschuss als partiarisches Darlehen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64904","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64904","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64904"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64904\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64904"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64904"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64904"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}