{"id":64905,"date":"2015-09-03T17:12:01","date_gmt":"2015-09-03T15:12:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64905"},"modified":"2015-09-03T17:12:01","modified_gmt":"2015-09-03T15:12:01","slug":"iv-r-27-12-gewerbesteueranrechnung-nach-par-35-estg-fuer-veraeusserungsgewinne-nach-umwandlung-einer-organgesellschaft-in-eine-personengesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-27-12-gewerbesteueranrechnung-nach-par-35-estg-fuer-veraeusserungsgewinne-nach-umwandlung-einer-organgesellschaft-in-eine-personengesellschaft\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;27\/12 &#8211; Gewerbesteueranrechnung nach &sect; 35 EStG f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.5.2015, IV R 27\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerbesteueranrechnung nach &sect; 35 EStG f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die im Anschluss an die Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft erzielten und mit Gewerbesteuer belasteten Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne unterliegen der Steuererm&auml;&szlig;igung des &sect; 35 Abs. 2 EStG.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 20. Juni 2012&nbsp;&nbsp;3 K 2236\/09 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Bescheid f&uuml;r das Jahr 2005 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 31. Juli 2014 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass der Gewerbesteuermessbetrag 2005 f&uuml;r Zwecke des &sect; 35 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes in H&ouml;he von insgesamt 8.594.140,43 EUR festgestellt und auf die D KG in H&ouml;he von 3.050.060,44 EUR sowie auf die Beigeladene in H&ouml;he von 5.544.079,99 EUR verteilt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine oHG, ist ehemalige Gesellschafterin und Rechtsnachfolgerin der D-KG, der im Jahr 2007 das Verm&ouml;gen der N-KG angewachsen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die N-KG ging durch formwechselnde Umwandlung mit Wirkung zum &#8230; 2002 aus der N-GmbH hervor. Anteilseigner und k&ouml;rperschaft- und gewerbesteuerlicher Organtr&auml;ger der N-GmbH war die X-AG &#038;&nbsp;Co. Holding KG (Beigeladene). Entsprechend der Bestimmungen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Jahr 2005 (Streitjahr) geltenden Fassung (UmwStG) wurde der bei der Umwandlung der N-GmbH entstandene &Uuml;bernahmegewinn gewerbesteuerlich nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-KG erwarb von der Beigeladenen durch Kauf- und Abtretungsvertrag vom &#8230;&nbsp;Januar 2005 mit Wirkung zum &#8230;&nbsp;August 2005 s&auml;mtliche Kommanditanteile an der N-KG sowie s&auml;mtliche Anteile an deren Komplement&auml;rin. Die Komplement&auml;rin war am Verm&ouml;gen der N-KG nicht beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene realisierte aus der Ver&auml;u&szlig;erung ihrer Kommanditanteile im Streitjahr &#8211;unter Ber&uuml;cksichtigung des Halbeink&uuml;nfteverfahrens&#8211; einen steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von 173.115.574,41&nbsp;EUR, von dem ein Teilbetrag in H&ouml;he von 76.649.733,99&nbsp;EUR (44,28&nbsp;v.H.) auf den Betrieb der N-KG und ein Teilbetrag in H&ouml;he von 96.465.840,42&nbsp;EUR (55,72&nbsp;v.H.) auf stille Reserven in den Beteiligungen der N-KG an anderen Personen- und Kapitalgesellschaften entfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der gesamte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn unterlag der Gewerbesteuer. Das damals f&uuml;r die Besteuerung der N-KG zust&auml;ndige Finanzamt ber&uuml;cksichtigte daher in dem Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r das Jahr 2005 vom 13.&nbsp;Februar 2007 f&uuml;r die N-KG den steuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn und setzte bei einem Gewinn aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 174.600.580&nbsp;EUR einen Gewerbesteuermessbetrag von 8.016.255&nbsp;EUR fest, der in voller H&ouml;he auf den gewerbesteuerpflichtigen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn entfiel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem ebenfalls am 13.&nbsp;Februar 2007 erlassenen Bescheid f&uuml;r das Jahr 2005 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die N-KG stellte das damals zust&auml;ndige Finanzamt den ma&szlig;gebenden Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 586.030,77&nbsp;EUR fest und verteilte ihn &#8211;abweichend von der Feststellungserkl&auml;rung&#8211; h&auml;lftig auf die D-KG und die Beigeladene. Der Betrag von 586.030,77&nbsp;EUR ergab sich aus Anteilen am Gewerbesteuermessbetrag i.S. des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG von Tochterpersonengesellschaften, die dort gesondert und einheitlich festgestellt worden waren. Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn blieb &#8211;erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;&#8211; unber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die N-KG legte Einspruch ein und begehrte die Erh&ouml;hung des Gewerbesteuermessbetrags i.S. des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 EStG um den f&uuml;r ihren eigenen Betrieb festgesetzten Gewerbesteuermessbetrag von 8.016.255&nbsp;EUR auf insgesamt 8.602.285,77&nbsp;EUR. Sie trug zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen vor, dass der erkl&auml;rte Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) und nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG gewerbesteuerpflichtig sei. Der Ausschluss der Verg&uuml;nstigung einer pauschalierten Gewerbesteueranrechnung durch die Vorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UmwStG greife daher nicht ein. Ferner r&uuml;gte sie die vom Finanzamt vorgenommene h&auml;lftige Verteilung des bisher festgestellten Gewerbesteuermessbetrags; dieser entfalle vielmehr zu 35,49&nbsp;v.H. auf die D-KG und zu 64,51&nbsp;v.H. auf die Beigeladene.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Teilabhilfebescheid vom 12.&nbsp;November 2008 entsprach der nunmehr zust&auml;ndige Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) dem letztgenannten Begehren und verteilte den bisher festgestellten Gewerbesteuermessbetrag in H&ouml;he von 586.030,77&nbsp;EUR entsprechend der beantragten Quote auf die D-KG in H&ouml;he von 207.982,33&nbsp;EUR und auf die Beigeladene in H&ouml;he von 378.048,44&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen wies das FA den Einspruch zur&uuml;ck. Die Klage blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 1946 ver&ouml;ffentlichten Urteil aus, der Gewerbesteuermessbetrag, der auf den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Mitunternehmeranteile entfalle, sei nicht in die Feststellung nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG bei der D-KG und der Beigeladenen einzubeziehen. Es k&ouml;nne offen bleiben, ob &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UmwStG oder &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG vorrangig anwendbar seien. Denn die Anrechnungsvorschrift des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 und 2 EStG m&uuml;sse im Wege einer teleologischen Reduktion dahin eingeschr&auml;nkt werden, dass die im Anschluss an die Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft erzielten und sowohl nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 UmwStG als auch nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG der Gewerbesteuer unterliegenden Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne nicht der Steuererm&auml;&szlig;igung des &sect;&nbsp;35 EStG unterfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus sei der Teil des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns, der auf die stillen Reserven der von der N-KG gehaltenen Anteile an anderen Personen- und Kapitalgesellschaften entfalle, ebenfalls von der Anrechnung nach &sect;&nbsp;35 EStG auszunehmen gewesen. Derartige Bestandteile des Gewinns aus der Anteilsver&auml;u&szlig;erung geh&ouml;rten zum Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG, der eine Einkommensteuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 EStG ausschlie&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG, &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 EStG und &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Datum vom 31.&nbsp;Juli 2014 wurden die Bescheide f&uuml;r das Jahr 2005 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag mit der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags auf 8.020.985&nbsp;EUR und &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen mit der Feststellung des anteiligen Gewerbesteuermessbetrags in H&ouml;he von 573.155,43&nbsp;EUR w&auml;hrend des Revisionsverfahrens aus nicht streitgegenst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG mit der Ma&szlig;gabe aufzuheben, dass der Gewerbesteuermessbetrag 2005 f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG unter &Auml;nderung des Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2005 vom 31.&nbsp;Juli 2014 in H&ouml;he von insgesamt 8.594.140,43&nbsp;EUR festgestellt und auf die D-KG in H&ouml;he von 3.050.060,44&nbsp;EUR sowie auf die Beigeladene in H&ouml;he von 5.544.079,99&nbsp;EUR verteilt wird,<br \/>hilfsweise, das Urteil des FG mit der Ma&szlig;gabe aufzuheben, dass der Gewerbesteuermessbetrag 2005 f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG unter &Auml;nderung des Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2005 vom 31.&nbsp;Juli 2014 in H&ouml;he von insgesamt 5.042.718,99&nbsp;EUR festgestellt und auf die D-KG in H&ouml;he von 1.789.660,97&nbsp;EUR und auf die Beigeladene in H&ouml;he von 3.253.058,02&nbsp;EUR verteilt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur &Auml;nderung des Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2005 vom 31.&nbsp;Juli 2014 mit der Ma&szlig;gabe, dass der Gewerbesteuermessbetrag 2005 f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG auf insgesamt 8.594.140,43&nbsp;EUR (Summe von 8.020.985&nbsp;EUR und 573.155,43&nbsp;EUR) festgestellt wird, wovon auf die D-KG 3.050.060,44&nbsp;EUR und auf die Beigeladene 5.544.079,99&nbsp;EUR entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil des FG ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben. Es kann keinen Bestand haben, weil an die Stelle des angefochtenen Bescheids &uuml;ber die Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens erlassene ge&auml;nderte Feststellungsbescheid vom 31.&nbsp;Juli 2014 getreten ist (vgl. dazu Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;Juli 2004 IX&nbsp;R&nbsp;44\/01, BFH\/NV 2005, 188; vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;5\/08, BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912, und vom 20.&nbsp;August 2013 IX&nbsp;R&nbsp;38\/11, BFHE 242, 386, BStBl II 2013, 1021).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO &uuml;ber diesen zum Gegenstand des Verfahrens gewordenen Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG vom 31.&nbsp;Juli 2014 auf der Grundlage der bestehen bleibenden Feststellungen in der Sache. Die vorliegend streitigen Punkte sind unver&auml;ndert geblieben; der Senat sieht daher wegen Spruchreife der Sache von einer Zur&uuml;ckverweisung nach &sect;&nbsp;127 FGO ab (vgl. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;November 2003 IV&nbsp;R&nbsp;31\/02, BFHE 204, 166, BStBl II 2006, 7, unter I.; vom 26.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 232, 463, BStBl II 2011, 540, unter II.1., und in BFHE 242, 386, BStBl II 2013, 1021, unter II.1.) und entscheidet in der Sache selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Gewerbesteuermessbetrag 2005 f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG ist auf 8.594.140,43&nbsp;EUR festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 EStG erm&auml;&szlig;igt sich die um sonstige Steuererm&auml;&szlig;igungen mit Ausnahme der &sect;&sect;&nbsp;34f und 34g EStG verminderte tarifliche Einkommensteuer, soweit sie anteilig auf im zu versteuernden Einkommen enthaltene gewerbliche Eink&uuml;nfte entf&auml;llt, bei Eink&uuml;nften aus gewerblichen Unternehmen i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG um das 1,8fache des festgesetzten Gewerbesteuermessbetrags und bei Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb als Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 und 3 EStG um das 1,8fache des festgesetzten anteiligen Gewerbesteuermessbetrags. Der Anteil eines Mitunternehmers am Gewerbesteuermessbetrag richtet sich nach seinem Anteil am Gewinn der Mitunternehmerschaft nach Ma&szlig;gabe des allgemeinen Gewinnverteilungsschl&uuml;ssels; Vorabgewinnanteile sind nicht zu ber&uuml;cksichtigen (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Verfahrensrechtlich sind bei Mitunternehmerschaften nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG der Betrag des Gewerbesteuermessbetrags und die auf die einzelnen Mitunternehmer entfallenden Anteile gesondert und einheitlich festzustellen. F&uuml;r die Ermittlung des anteiligen Gewerbesteuermessbetrags nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG sind die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags und die Festsetzung des anteiligen Gewerbesteuermessbetrags aus der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft Grundlagenbescheide (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der angefochtene Bescheid ist verfahrensrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gegenstand des anh&auml;ngigen Rechtsstreits ist die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags sowie der auf die Mitunternehmer entfallenden Anteile nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG (im Folgenden auch Feststellungsverfahren nach &sect;&nbsp;35 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Beide Regelungen sind Gegenstand eines gegen&uuml;ber der Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Abgabenordnung (AO) eigenst&auml;ndigen Feststellungsverfahrens (&sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 AO; arg. &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG; vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912, sowie BTDrucks 14\/2683, S.&nbsp;116; BTDrucks 14\/3366, S.&nbsp;119). Es bestehen indes keine Bedenken dagegen, dass &#8211;wie vorliegend vom FA praktiziert&#8211; die in den beiden (eigenst&auml;ndigen) Verfahren jeweils zu treffenden Feststellungen &auml;u&szlig;erlich miteinander verbunden werden. Zumindest dann, wenn wie vorliegend nach Auffassung des FA Teile des Gewerbesteuermessbetrags von der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 EStG auszuschlie&szlig;en sind, muss der auf den einzelnen Mitunternehmer entfallende Anteil am hiernach verbleibenden (beg&uuml;nstigten) Messbetrag nicht als Prozentsatz, sondern &#8211;wie vom FA angenommen und von den Beteiligten nicht in Frage gestellt&#8211; als Nominalbetrag festgestellt werden (BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912, unter II.1.e&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist eine Mitunternehmerschaft (Obergesellschaft) an einer anderen Mitunternehmerschaft (Untergesellschaft) beteiligt, setzt sich der f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG festzustellende Gewerbesteuermessbetrag aus dem f&uuml;r die Obergesellschaft selbst festgesetzten Gewerbesteuermessbetrag und dem im Verfahren nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG bei der Untergesellschaft festgestellten Anteil der Obergesellschaft am Gewerbesteuermessbetrag der Untergesellschaft zusammen. Denn nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;5 EStG sind bei der Feststellung anteilige Gewerbesteuermessbetr&auml;ge, die aus der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft stammen, einzubeziehen. Dabei ist der im Verfahren bei der Untergesellschaft ergangene Feststellungsbescheid als Grundlagenbescheid f&uuml;r die Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags i.S. des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG bei der Obergesellschaft bindend. Der aus beiden Bestandteilen zusammengesetzte Betrag f&uuml;r die Obergesellschaft wird dann auf die Mitunternehmer der Obergesellschaft verteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Sinne enth&auml;lt der angefochtene Bescheid zutreffend die Feststellung des zusammengefassten Gewerbesteuermessbetrags i.S. des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG. Dass dieser nur den aus der Beteiligung an Untergesellschaften resultierenden Betrag von 573.155,43&nbsp;EUR beinhaltet, h&auml;ngt mit der materiell-rechtlichen Auffassung des FA zusammen, dass der f&uuml;r die N-KG selbst festgesetzte Gewerbesteuermessbetrag insgesamt von einer Anrechnung nach &sect;&nbsp;35 EStG ausgeschlossen sei. Verfahrensrechtlich sind FA und FG zu Recht davon ausgegangen, dass &uuml;ber die Frage, ob Teile des festgesetzten Gewerbesteuermessbetrags von der Einkommensteuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 EStG ausgeschlossen sind, im Feststellungsverfahren nach &sect;&nbsp;35 EStG zu entscheiden ist (BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Materiell-rechtlich ist das FG aber zu Unrecht der Auffassung des FA gefolgt, der f&uuml;r die N-KG festgesetzte Gewerbesteuermessbetrag sei von der Anrechnung nach &sect;&nbsp;35 EStG ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG erm&auml;&szlig;igt sich die Einkommensteuer bis zur H&ouml;he des Erm&auml;&szlig;igungsh&ouml;chstbetrags um ein Vielfaches des festgesetzten anteiligen Gewerbesteuermessbetrags. Danach ist grunds&auml;tzlich der auf den jeweiligen Mitunternehmer entfallende Anteil am Gewerbesteuermessbetrag ungek&uuml;rzt bei der Berechnung des Erm&auml;&szlig;igungsbetrags zu ber&uuml;cksichtigen. Der Senat hat aber bereits entschieden, dass der Normzweck zu einer einschr&auml;nkenden Auslegung der Regelung zwingen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Normzweck des &sect;&nbsp;35 EStG ist es, die Unternehmer und Mitunternehmer, die der Einkommensteuer unterliegen und gewerbesteuerpflichtige Eink&uuml;nfte erzielen, zu entlasten (BTDrucks 14\/2683, S.&nbsp;116, 97). Daher sind zu den Eink&uuml;nften aus gewerblichen Unternehmen (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) sowie aus Gewerbebetrieb als Mitunternehmer (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG) auch (dem Grunde nach) gewerbesteuerbelastete Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinne zu rechnen. Hierzu geh&ouml;ren beispielsweise die Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 und 2 GewStG i.d.F. des Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetzes vom 20.&nbsp;Dezember 2001 &#8211;BGBl I 2001, 3858&#8211; (BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht dem Normzweck des &sect;&nbsp;35 EStG entspricht es aber dem BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912 zufolge, Gewinne i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 UmwStG zu einer Erm&auml;&szlig;igung der Einkommensteuer f&uuml;hren zu lassen. Denn jene Vorschrift kn&uuml;pft an die Umwandlung einer Kapitalgesellschaft an und soll verhindern, dass die Gewerbesteuerpflicht einer Kapitalgesellschaft, die auch Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung oder Liquidation ihres Betriebs umfasst, dadurch unterlaufen wird, dass die Kapitalgesellschaft ohne Aufdeckung der stillen Reserven sowie ohne gewerbesteuerlichen Ansatz eines &Uuml;bernahmegewinns in eine Personengesellschaft umgewandelt und der &uuml;bergegangene Betrieb erst im Anschluss hieran (d.h. innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach der Umwandlung) &#8211;wiederum ohne Anfall von Gewerbesteuer&#8211; ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben wird. Dementsprechend hat der erkennende Senat &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UmwStG, wonach der betreffende Gewerbesteuermessbetrag bei der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 EStG nicht zu ber&uuml;cksichtigen ist, f&uuml;r deklaratorisch gehalten, weil der Ausschluss von der Anrechnung bereits aus einer teleologischen Reduktion des &sect; 35 EStG folge (BFH-Urteil in BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine einschr&auml;nkende Auslegung des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG mit R&uuml;cksicht auf die sondergesetzliche Wertung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG kommt unter den im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nicht streitig, dass das FA den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils an der N-KG durch die Beigeladene zutreffend als Gewerbeertrag im Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r das Jahr 2005 vom 31.&nbsp;Juli 2014 erfasst hat. Diese Rechtsfolge ergibt sich im Streitfall aus dem gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG vorrangig anzuwendenden &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GewStG geh&ouml;rt zum Gewerbeertrag auch der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe des Anteils eines Gesellschafters, der als Unternehmer (Mitunternehmer) des Betriebs einer Mitunternehmerschaft anzusehen ist, soweit er nicht auf eine nat&uuml;rliche Person als unmittelbar beteiligter Mitunternehmer entf&auml;llt. Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Mitunternehmeranteils an der N-KG durch die Beigeladene erf&uuml;llt die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GewStG. Anders als die Regelung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 UmwStG schlie&szlig;t &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG die Erm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 EStG nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dies schlie&szlig;t es indes &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht aus, bei der Auslegung des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG die Wertungen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG auch dann zu ber&uuml;cksichtigen, wenn zwar die Voraussetzungen dieser Norm vorliegen, diese aber als gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;7 GewStG subsidi&auml;re Norm (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;33\/09, BFH\/NV 2013, 1122, Rz&nbsp;15) wegen des gleichzeitigen Vorliegens der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GewStG keine unmittelbaren Rechtsfolgen ausl&ouml;st. Denn der &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG tragende Gedanke der Erhaltung des gewerbesteuerlichen Substrats der in eine Personengesellschaft umgewandelten Kapitalgesellschaft kann auch dann zum Tragen kommen, wenn zugleich die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Gleichwohl scheidet nach den besonderen Umst&auml;nden des Streitfalls eine teleologische Reduktion des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG aus. Denn infolge der hier bis zur Umwandlung vorliegenden Organschaft h&auml;tte auch ein von der umgewandelten Organgesellschaft erzielter Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn im Ergebnis zu einer Anrechnung nach &sect;&nbsp;35 EStG gef&uuml;hrt. Der Gewerbeertrag der N-GmbH unterlag vor dem Formwechsel aufgrund der bestehenden gewerbesteuerlichen Organschaft der Gewerbesteuerpflicht auf der Ebene der Beigeladenen (Organtr&auml;gerin). Gewinne, die bei der Ver&auml;u&szlig;erung des Verm&ouml;gens der Organgesellschaft entstanden w&auml;ren, h&auml;tten durch die Zurechnung der auf die Organgesellschaft entfallenden Gewerbeertr&auml;ge auf der Ebene der Organtr&auml;gerin der Gewerbesteuer unterlegen. Der anteilige auf die Organgesellschaft entfallende Gewerbesteuermessbetrag w&auml;re in der gesonderten und einheitlichen Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG bei der Organtr&auml;gerin ber&uuml;cksichtigt worden. Daher w&auml;re anrechnungsbefugten Mitunternehmern der Beigeladenen (Organtr&auml;gerin) die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG gew&auml;hrt worden, soweit der Gewerbesteuermessbetrag auf den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Verm&ouml;gens der N-GmbH entfallen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die teleologische Reduktion des &sect;&nbsp;35 EStG nach Ma&szlig;gabe der Wertungen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG w&uuml;rde dazu f&uuml;hren, dass der auf dem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn beruhende Teil des Gewerbesteuermessbetrags bei der Erm&auml;&szlig;igung der Einkommensteuer nach &sect;&nbsp;35 EStG nicht zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re. Es ginge aber &uuml;ber den Zweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG hinaus, in die Gewerbesteuerverstrickung mit Ausschluss der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35 EStG auch den auf dem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn beruhenden Teil des Gewerbesteuermessbetrags einzubeziehen, der vor dem Formwechsel noch Eingang in die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags nach &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG bei der Organtr&auml;gerin gefunden h&auml;tte. Die Gewerbesteuerpflicht der umgewandelten Kapitalgesellschaft wird nicht unterlaufen, weil sie kein eigenst&auml;ndiges, vom Normzweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG zu sch&uuml;tzendes gewerbesteuerliches Substrat aufweist. In solchen F&auml;llen der organschaftlichen Anbindung der umgewandelten Kapitalgesellschaft kann es nach dem Formwechsel in eine Personengesellschaft typisierend nicht zu einer missbr&auml;uchlichen Steuererm&auml;&szlig;igung durch die Ber&uuml;cksichtigung des Gewerbesteuermessbetrags kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das Urteil des FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Die Sache ist spruchreif. Der Klage ist dadurch stattzugeben, dass der Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r Zwecke des &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;2 EStG antragsgem&auml;&szlig; auf 8.594.140,43&nbsp;EUR festgestellt wird. Von diesem Betrag entfallen auf die D-KG 3.050.060,44&nbsp;EUR und auf die Beigeladene 5.544.079,99&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO. Etwaige au&szlig;ergerichtliche Kosten der Beigeladenen sind nicht aus Billigkeitsgr&uuml;nden zu erstatten (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO). Diese hat keine Sachantr&auml;ge gestellt oder anderweitig das Verfahren wesentlich gef&ouml;rdert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.5.2015, IV R 27\/12 Gewerbesteueranrechnung nach &sect; 35 EStG f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft Leits&auml;tze Die im Anschluss an die Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft erzielten und mit Gewerbesteuer belasteten Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne unterliegen der Steuererm&auml;&szlig;igung des &sect; 35 Abs. 2 EStG. Tenor Auf die Revision der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-27-12-gewerbesteueranrechnung-nach-par-35-estg-fuer-veraeusserungsgewinne-nach-umwandlung-einer-organgesellschaft-in-eine-personengesellschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;27\/12 &#8211; Gewerbesteueranrechnung nach &sect; 35 EStG f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach Umwandlung einer Organgesellschaft in eine Personengesellschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64905","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64905","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64905"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64905\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64905"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64905"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64905"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}