{"id":64910,"date":"2015-09-03T17:10:46","date_gmt":"2015-09-03T15:10:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64910"},"modified":"2015-09-03T17:10:46","modified_gmt":"2015-09-03T15:10:46","slug":"ii-r-35-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-06052015-ii-r-34-13-unentgeltliche-uebertragung-eines-kommanditanteils-unter-niessbrauchsvorbehalt-bestimmung-des-jeweiligen-zuwendenden-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-35-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-06052015-ii-r-34-13-unentgeltliche-uebertragung-eines-kommanditanteils-unter-niessbrauchsvorbehalt-bestimmung-des-jeweiligen-zuwendenden-und\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;35\/13 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, II R 35\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 4. Juli 2013&nbsp;&nbsp;3 K 1804\/12 Erb wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Vater (V) des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) war alleiniger Kommanditist der E.-Verm&ouml;gensverwaltungs GmbH &#038; Co.&nbsp;KG (KG). Die Komplement&auml;r-GmbH war nicht am Verm&ouml;gen der Gesellschaft beteiligt. Die Kommanditeinlage betrug 100.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des KG-Gesellschaftsvertrags (KG-Vertrag) ist zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die Komplement&auml;r-GmbH berufen, deren Alleingesellschafter der Kl&auml;ger ist. Die Komplement&auml;r-GmbH bedarf nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags der vorherigen Zustimmung der Gesellschafterversammlung bei n&auml;her definierten au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ften. Die Gesellschafterversammlung ist zudem nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags u.a. zust&auml;ndig f&uuml;r die &Uuml;berwachung und Entlastung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, f&uuml;r die Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung, f&uuml;r Satzungs&auml;nderungen, die Aufnahme und den Ausschluss von Gesellschaftern und die Liquidation der Gesellschaft. Nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;5 des KG-Vertrags werden die Beschl&uuml;sse der Gesellschafterversammlung grunds&auml;tzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 &uuml;bertrug V seinen Kommanditanteil unentgeltlich und unter Vorbehalt eines Nie&szlig;brauchs zu einem Viertel auf die Mutter (M) des Kl&auml;gers und zu drei Viertel auf den Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Abschn.&nbsp;VI. des Vertrags &quot;Nie&szlig;brauchsvorbehalt&quot; vereinbarten die Vertragsparteien u.a., dass V als Nie&szlig;brauchsberechtigter hinsichtlich der mit den Nie&szlig;brauchsrechten belasteten Kommanditanteile auch das Stimmrecht aus&uuml;bt. Insofern erteilten M und der Kl&auml;ger dem V Stimmrechtsvollmacht, und zwar ausdr&uuml;cklich auch hinsichtlich der unter &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags geregelten Angelegenheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 16.&nbsp;November 2005 &uuml;bertrug M ihren Kommanditanteil unter Anerkennung des fortbestehenden Nie&szlig;brauchsrechts des V auf den Kl&auml;ger, der damit alleiniger Kommanditist wurde. Die &Uuml;bertragung erfolgte unentgeltlich, allerdings unter gleichzeitiger Vereinbarung einer auf den Zeitpunkt des Todes des V aufschiebend bedingten dauernden Last zugunsten der M.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 17.&nbsp;Oktober 2007 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Schenkungsteuer aus dem Vertrag vom 16.&nbsp;November 2005 gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger fest. Die Steuerbeg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (ErbStG) ber&uuml;cksichtigte er nicht. Das FA stundete die Steuer teilweise nach &sect;&nbsp;25 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Seiner Ansicht nach hatte das FA die Steuerverg&uuml;nstigungen des &sect;&nbsp;13a ErbStG zu Recht nicht gew&auml;hrt, da eine Mitunternehmerstellung des Kl&auml;gers mangels Mitunternehmerinitiative nicht gegeben sei. Dies folge schon aus der Stimmrechtszuordnung zum Nie&szlig;braucher f&uuml;r den Bereich der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen und der Grundlagengesch&auml;fte der KG, zumindest aber aus der dem V erteilten Stimmrechtsvollmacht. Die Stellung des Kl&auml;gers als Alleingesellschafter der Komplement&auml;r-GmbH stehe dem nicht entgegen. Unbeachtlich sei, wie die Beteiligten die Willensbildung innerhalb der KG tats&auml;chlich gehandhabt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat den Tatbestand seiner Entscheidung durch Beschluss vom 4.&nbsp;November 2013 ge&auml;ndert. Es ist dabei dem Antrag des Kl&auml;gers insoweit gefolgt, als die urspr&uuml;ngliche Bezeichnung &quot;GmbH-Gesellschaftsvertrag&quot; durch &quot;GmbH-Gr&uuml;ndungsvertrag&quot; ersetzt wurde. Im &Uuml;brigen hat das FG den Antrag als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1868 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die fehlerhafte Anwendung von &sect;&nbsp;13a ErbStG. Bereits die Grundannahme des FG, wonach eine umfassende Zuordnung der Stimmrechte zum Nie&szlig;braucher zul&auml;ssig sei, sei unzutreffend. Sowohl der Bundesfinanzhof (BFH) als auch der Bundesgerichtshof gingen davon aus, dass die Einr&auml;umung eines Nie&szlig;brauchs nicht zu einem Ausschluss des Gesellschafters von seinen Mitwirkungsrechten f&uuml;hre und seine Stellung als Mitunternehmer unber&uuml;hrt lasse. Ungeachtet dessen h&auml;tten die Parteien eine Zuordnung der Stimmrechte zum Nie&szlig;braucher &#8211;soweit diese &uuml;berhaupt zul&auml;ssig sei&#8211; nicht vereinbart. Die Auslegung des &Uuml;bertragungsvertrags gebe dies nicht her. Aus Abschn.&nbsp;VI. des &Uuml;bertragungsvertrags lasse sich allenfalls eine Stimmrechts&uuml;bertragung per Vollmacht und keine unmittelbare Stimmrechtszuordnung herleiten. Diese Stimmrechtsvollmacht sei nicht unwiderruflich erteilt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil weise zudem Verfahrensm&auml;ngel auf. Das FG habe die Einwendungen im Tatbestandsberichtigungsverfahren nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt und infolgedessen seiner Entscheidung einen unzutreffenden Sachverhalt zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Mai 2012 aufzuheben und den Bescheid vom 17.&nbsp;Oktober 2007 dahin zu &auml;ndern, dass die Schenkungsteuer unter Ber&uuml;cksichtigung des Freibetrags nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 ErbStG und des Bewertungsabschlags nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG f&uuml;r die Schenkung des Kommanditanteils nicht zu gew&auml;hren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht deshalb begr&uuml;ndet, weil die Weiterschenkung der M an den Kl&auml;ger als Schenkung des V an den Kl&auml;ger zu beurteilen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird ein Verm&ouml;gensgegenstand einer Person im Wege der Schenkung &uuml;bertragen und wendet diese den Verm&ouml;gensgegenstand freigebig einem Dritten zu, ist f&uuml;r die Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten darauf abzustellen, ob die weitergebende Person eine eigene Entscheidungsbefugnis bez&uuml;glich der Verwendung des geschenkten Gegenstands hat (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2005 II&nbsp;R&nbsp;54\/03, BFHE 208, 447, BStBl II 2005, 412, und vom 18.&nbsp;Juli 2013 II&nbsp;R&nbsp;37\/11, BFHE 242, 158, BStBl II 2013, 934, Rz&nbsp;13; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;68a; Schuck in Viskorf\/Knobel\/Schuck\/ W&auml;lzholz, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;94; G&ouml;tz in Wilms\/Jochum, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, &sect;&nbsp;7 ErbStG Rz&nbsp;98; Weinmann in Moench\/Weinmann, &sect;&nbsp;7 ErbStG Rz&nbsp;148b; Gebel in Troll\/Gebel\/J&uuml;licher, ErbStG, &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;237).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Erh&auml;lt jemand als Durchgangs- oder Mittelsperson eine Zuwendung, die er entsprechend einer bestehenden Verpflichtung in vollem Umfang an einen Dritten weitergibt, liegt schenkungsteuerrechtlich nur eine Zuwendung aus dem Verm&ouml;gen des Zuwendenden an den Dritten vor (vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Oktober 1993 II&nbsp;R&nbsp;92\/91, BFHE 172, 520, BStBl II 1994, 128, und in BFHE 242, 158, BStBl II 2013, 934, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall sprechen zwar der zeitliche Zusammenhang und der Umstand, dass der Kl&auml;ger mit Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 bereits den restlichen Kommanditanteil in H&ouml;he von 75.000&nbsp;EUR von V erhalten hat, daf&uuml;r, dass V den weiteren Kommanditanteil in H&ouml;he von 25.000&nbsp;EUR nicht M, sondern &#8211;unter Ausnutzung eines Freibetrags f&uuml;r eine Zuwendung der M&#8211; unmittelbar dem Kl&auml;ger zukommen lassen wollte. Dadurch, dass die M ihren Kommanditanteil jedoch nur unter Vereinbarung einer dauernden Last an den Kl&auml;ger &uuml;bertragen hat, hat sie aber den Anteil selbst wirtschaftlich verwertet. Daraus folgt eine eigene Entscheidungsbefugnis bez&uuml;glich der Verwendung des geschenkten Gegenstands.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Uuml;bertragung und Abtretung des Kommanditanteils durch den notariell beurkundeten Vertrag vom 16.&nbsp;November 2005 unterliegt nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der Schenkungsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG gilt als Schenkung unter Lebenden jede freigebige Zuwendung, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird. Sie setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Leistung zu einer Bereicherung des Bedachten auf Kosten des Zuwendenden f&uuml;hrt und die Zuwendung (objektiv) unentgeltlich ist. Dies erfordert, dass der Empf&auml;nger &uuml;ber das Zugewendete im Verh&auml;ltnis zum Leistenden tats&auml;chlich und rechtlich frei verf&uuml;gen kann. Daf&uuml;r, ob dies der Fall ist, kommt es ausschlie&szlig;lich auf die Zivilrechtslage an (vgl. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;August 2007 II&nbsp;R&nbsp;33\/06, BFHE 218, 403, BStBl II 2008, 28; vom 28.&nbsp;Juni 2007 II&nbsp;R&nbsp;21\/05, BFHE 217, 254, BStBl II 2007, 669; vom 18.&nbsp;September 2013 II&nbsp;R&nbsp;63\/11, BFH\/NV 2014, 349, Rz&nbsp;11, und vom 1.&nbsp;Oktober 2014 II&nbsp;R&nbsp;40\/12, BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;15, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei Anteilen an Personengesellschaften ist Gegenstand der Zuwendung die sich aufgrund der &Uuml;bertragung der Gesellschaftsbeteiligung ergebende Verm&ouml;gensverschiebung zwischen Schenker und Beschenktem. Dies setzt voraus, dass der Schenker dem Beschenkten das Mitgliedschaftsrecht zivilrechtlich wirksam &uuml;bertr&auml;gt, andernfalls erlangt der Beschenkte keinen Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 1992 II&nbsp;R&nbsp;108\/88, BFHE 168, 386, BStBl II 1992, 923). Unerheblich ist f&uuml;r den Tatbestand der freigebigen Zuwendung, ob der Beschenkte auch ertragsteuerrechtlich als Mitunternehmer anzusehen ist (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) M hat durch den Vertrag vom 16.&nbsp;November 2005 ihren Kommanditanteil an den Kl&auml;ger abgetreten. Mit der Abtretung gingen die Mitgliedschaftsrechte der M und deren Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen zivilrechtlich wirksam auf den Kl&auml;ger &uuml;ber. Durch die &Uuml;bertragung wurde der Kl&auml;ger objektiv auf Kosten der M in H&ouml;he des Wertes des Kommanditanteils bereichert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r die &Uuml;bertragung des Kommanditanteils sind die Steuerverg&uuml;nstigungen nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 ErbStG nicht zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG gelten die Steuerverg&uuml;nstigungen der Abs.&nbsp;1 und 2 der Vorschrift f&uuml;r inl&auml;ndisches Betriebsverm&ouml;gen beim Erwerb u.a. eines Anteils an einer Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes. Die Steuerverg&uuml;nstigungen sind nur zu gew&auml;hren, wenn das von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden erworbene Verm&ouml;gen durchgehend sowohl beim bisherigen als auch beim neuen Rechtstr&auml;ger den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG erf&uuml;llt (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Dezember 2008 II&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFHE 224, 144, BStBl II 2009, 312; vom 23.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;R&nbsp;42\/08, BFHE 228, 184, BStBl II 2010, 555; vom 16.&nbsp;Mai 2013 II&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;9, und in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall fehlt es mangels Mitunternehmerinitiative bereits an einer Mitunternehmerstellung der M. Insoweit handelt es sich bei dem &uuml;bertragenen Kommanditanteil nicht um beg&uuml;nstigtes Betriebsverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG. Auf die Ausf&uuml;hrungen in den Parallelverfahren II&nbsp;R&nbsp;34\/13 und II&nbsp;R&nbsp;36\/13 wird verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die R&uuml;ge von Verfahrensm&auml;ngeln wegen fehlerhafter Berichtigung des Tatbestands und Zugrundelegung eines unzutreffenden Sachverhalts durch das FG h&auml;lt der Senat nicht f&uuml;r durchgreifend. Insoweit wird von einer Begr&uuml;ndung abgesehen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, II R 35\/13 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 4. Juli 2013&nbsp;&nbsp;3 K 1804\/12 Erb &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-35-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-06052015-ii-r-34-13-unentgeltliche-uebertragung-eines-kommanditanteils-unter-niessbrauchsvorbehalt-bestimmung-des-jeweiligen-zuwendenden-und\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;35\/13 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64910","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64910","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64910"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64910\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64910"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64910"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64910"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}