{"id":64911,"date":"2015-09-03T17:10:49","date_gmt":"2015-09-03T15:10:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64911"},"modified":"2015-09-03T17:10:49","modified_gmt":"2015-09-03T15:10:49","slug":"ii-r-36-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-06052015-ii-r-34-13-unentgeltliche-uebertragung-eines-kommanditanteils-unter-niessbrauchsvorbehalt-bestimmung-des-jeweiligen-zuwendenden-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-36-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-06052015-ii-r-34-13-unentgeltliche-uebertragung-eines-kommanditanteils-unter-niessbrauchsvorbehalt-bestimmung-des-jeweiligen-zuwendenden-und\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;36\/13 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, II R 36\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 4. Juli 2013&nbsp;&nbsp;3 K 1311\/12 Erb wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Ehemann (E) der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war alleiniger Kommanditist der E.-Verm&ouml;gensverwaltungs GmbH &#038; Co.&nbsp;KG (KG). Die Komplement&auml;r-GmbH war nicht am Verm&ouml;gen der Gesellschaft beteiligt. Die Kommanditeinlage betrug 100.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des KG-Gesellschaftsvertrags (KG-Vertrag) ist zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung die Komplement&auml;r-GmbH berufen. Diese bedarf nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags der vorherigen Zustimmung der Gesellschafterversammlung bei n&auml;her definierten au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Gesch&auml;ften. Die Gesellschafterversammlung ist zudem nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags u.a. zust&auml;ndig f&uuml;r die &Uuml;berwachung und Entlastung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung, f&uuml;r die Feststellung des Jahresabschlusses und die Ergebnisverwendung, f&uuml;r Satzungs&auml;nderungen, die Aufnahme und den Ausschluss von Gesellschaftern und die Liquidation der Gesellschaft. Nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;5 des KG-Vertrags werden die Beschl&uuml;sse der Gesellschafterversammlung grunds&auml;tzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 &uuml;bertrug E seinen Kommanditanteil unentgeltlich und unter Nie&szlig;brauchvorbehalt zu einem Viertel auf die Kl&auml;gerin und zu drei Viertel auf den gemeinsamen Sohn (S).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Abschn.&nbsp;VI. des Vertrags &quot;Nie&szlig;brauchsvorbehalt&quot; vereinbarten die Vertragsparteien u.a., dass E als Nie&szlig;brauchsberechtigter hinsichtlich der mit den Nie&szlig;brauchsrechten belasteten Kommanditanteile auch das Stimmrecht aus&uuml;bt. Insofern erteilten die Kl&auml;gerin und S dem E&nbsp;&nbsp;Stimmrechtsvollmacht und zwar ausdr&uuml;cklich auch hinsichtlich der unter &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 des KG-Vertrags geregelten Angelegenheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom 16.&nbsp;November 2005 &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin ihren Kommanditanteil unter Anerkennung des fortbestehenden Nie&szlig;brauchsrechts des E auf S, der damit alleiniger Kommanditist wurde. Die &Uuml;bertragung erfolgte unentgeltlich, allerdings unter gleichzeitiger Vereinbarung einer auf den Zeitpunkt des Todes des E aufschiebend bedingten dauernden Last zugunsten der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Schenkungsteuererkl&auml;rung vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2007 nahm E hinsichtlich der Schenkung vom 11.&nbsp;November 2005 den Freibetrag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (ErbStG) in Anspruch und bestimmte, dass auf S ein Anteil von 100&nbsp;% entfallen solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 16.&nbsp;Oktober 2007 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Schenkungsteuer aus dem Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin fest. Einen verminderten Wertansatz nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG ber&uuml;cksichtigte er nicht. Das FA stundete die Steuer teilweise nach &sect;&nbsp;25 ErbStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Seiner Ansicht nach hatte das FA die Steuerverg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG zu Recht nicht gew&auml;hrt, da eine Mitunternehmerstellung der Kl&auml;gerin&nbsp;&nbsp;mangels Mitunternehmerinitiative nicht gegeben sei. Dies folge schon aus der Stimmrechtszuordnung zum Nie&szlig;braucher f&uuml;r den Bereich der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen und der Grundlagengesch&auml;fte der KG, zumindest aber aus der dem E einger&auml;umten Stimmrechtsvollmacht. Unbeachtlich sei, wie die Beteiligten die Willensbildung innerhalb der KG tats&auml;chlich gehandhabt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat den Tatbestand seiner Entscheidung durch Beschluss vom 4.&nbsp;November 2013 ge&auml;ndert. Es ist dabei dem Antrag der Kl&auml;gerin insoweit gefolgt, als die urspr&uuml;ngliche Bezeichnung &quot;GmbH-Gesellschaftsvertrag&quot; durch &quot;GmbH-Gr&uuml;ndungsvertrag&quot; ersetzt wurde. Im &Uuml;brigen hat das FG den Antrag als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die fehlerhafte Anwendung von &sect;&nbsp;13a ErbStG. Bereits die Grundannahme des FG, wonach eine umfassende Zuordnung der Stimmrechte zum Nie&szlig;braucher zul&auml;ssig sei, sei unzutreffend. Sowohl der Bundesfinanzhof (BFH) als auch der Bundesgerichtshof gingen davon aus, dass die Einr&auml;umung eines Nie&szlig;brauchs nicht zu einem Ausschluss des Gesellschafters von seinen Mitwirkungsrechten f&uuml;hre und seine Stellung als Mitunternehmer unber&uuml;hrt lasse. Ungeachtet dessen h&auml;tten die Parteien eine Zuordnung der Stimmrechte zum Nie&szlig;braucher &#8211;soweit diese &uuml;berhaupt zul&auml;ssig sei&#8211; nicht vereinbart. Die Auslegung des &Uuml;bertragungsvertrags gebe dies nicht her. Aus Abschn.&nbsp;VI. des &Uuml;bertragungsvertrags lasse sich allenfalls eine Stimmrechts&uuml;bertragung per Vollmacht und keine unmittelbare Stimmrechtszuordnung herleiten. Diese Stimmrechtsvollmacht sei nicht unwiderruflich erteilt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil weise zudem Verfahrensm&auml;ngel auf. Das FG habe die Einwendungen im Tatbestandsberichtigungsverfahren nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt und infolgedessen einen unzutreffenden Sachverhalt seiner Entscheidung zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2012 aufzuheben und den Bescheid vom 16.&nbsp;Oktober 2007 dahin zu &auml;ndern, dass die Schenkungsteuer unter Ber&uuml;cksichtigung des Bewertungsabschlags nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG herabgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG ist zutreffend davon ausgegangen, dass die Steuerverg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG f&uuml;r die Schenkung des Kommanditanteils nicht zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht deshalb begr&uuml;ndet, weil die Schenkung des Kommanditanteils an die Kl&auml;gerin und die im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang danach erfolgte Schenkung der Kl&auml;gerin an S als Schenkung des E an S zu beurteilen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird ein Verm&ouml;gensgegenstand einer Person im Wege der Schenkung &uuml;bertragen und wendet diese den Verm&ouml;gensgegenstand freigebig einem Dritten zu, ist f&uuml;r die Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten darauf abzustellen, ob die weitergebende Person eine eigene Entscheidungsbefugnis bez&uuml;glich der Verwendung des geschenkten Gegenstands hat (vgl. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2005 II&nbsp;R&nbsp;54\/03, BFHE 208, 447, BStBl II 2005, 412; vom 18.&nbsp;Juli 2013 II&nbsp;R&nbsp;37\/11, BFHE 242, 158, BStBl II 2013, 934, Rz&nbsp;13; Meincke, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Kommentar, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;68a; Schuck in Viskorf\/Knobel\/Schuck\/ W&auml;lzholz, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;94; G&ouml;tz in Wilms\/Jochum, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, &sect;&nbsp;7 ErbStG Rz&nbsp;98; Weinmann in Moench\/Weinmann, &sect;&nbsp;7 ErbStG Rz&nbsp;148b; Gebel in Troll\/Gebel\/J&uuml;licher, ErbStG, &sect;&nbsp;7 Rz&nbsp;237).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Erh&auml;lt jemand als Durchgangs- oder Mittelsperson eine Zuwendung, die er entsprechend einer bestehenden Verpflichtung in vollem Umfang an einen Dritten weitergibt, liegt schenkungsteuerrechtlich nur eine Zuwendung aus dem Verm&ouml;gen des Zuwendenden an den Dritten vor (vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Oktober 1993 II&nbsp;R&nbsp;92\/91, BFHE 172, 520, BStBl II 1994, 128, und in BFHE 242, 158, BStBl II 2013, 934, Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall sprechen zwar der zeitliche Zusammenhang und der Umstand, dass S ebenfalls mit Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 den restlichen Kommanditanteil in H&ouml;he von 75.000&nbsp;EUR erhalten hat, daf&uuml;r, dass E den &uuml;bertragenen Kommanditanteil in H&ouml;he von 25.000&nbsp;EUR nicht der Kl&auml;gerin, sondern &#8211;unter Ausnutzung eines Freibetrags f&uuml;r eine Zuwendung der Kl&auml;gerin&#8211; unmittelbar dem S hat zukommen lassen wollen. Dadurch, dass die Kl&auml;gerin ihren Kommanditanteil jedoch nur unter Vereinbarung einer dauernden Last an S &uuml;bertragen hat, hat sie aber den Anteil selbst wirtschaftlich verwertet. Daraus folgt eine eigene Entscheidungsbefugnis bez&uuml;glich der Verwendung des geschenkten Gegenstands.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &Uuml;bertragung und Abtretung des Kommanditanteils durch den notariell beurkundeten Vertrag vom 11.&nbsp;November 2005 unterliegt nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG der Schenkungsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 ErbStG gilt als Schenkung unter Lebenden jede freigebige Zuwendung, soweit der Bedachte durch sie auf Kosten des Zuwendenden bereichert wird. Sie setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass die Leistung zu einer Bereicherung des Bedachten auf Kosten des Zuwendenden f&uuml;hrt und die Zuwendung (objektiv) unentgeltlich ist. Dies erfordert, dass der Empf&auml;nger &uuml;ber das Zugewendete im Verh&auml;ltnis zum Leistenden tats&auml;chlich und rechtlich frei verf&uuml;gen kann. Daf&uuml;r, ob dies der Fall ist, kommt es ausschlie&szlig;lich auf die Zivilrechtslage an (vgl. BFH-Urteile vom 22.&nbsp;August 2007 II&nbsp;R&nbsp;33\/06, BFHE 218, 403, BStBl II 2008, 28; vom 28.&nbsp;Juni 2007 II&nbsp;R&nbsp;21\/05, BFHE 217, 254, BStBl II 2007, 669; vom 18.&nbsp;September 2013 II&nbsp;R&nbsp;63\/11, BFH\/NV 2014, 349, Rz&nbsp;11, und vom 1.&nbsp;Oktober 2014 II&nbsp;R&nbsp;40\/12, BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;15, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei Anteilen an Personengesellschaften ist Gegenstand der Zuwendung die sich aufgrund der &Uuml;bertragung der Gesellschaftsbeteiligung ergebende Verm&ouml;gensverschiebung zwischen Schenker und Beschenktem. Dies setzt voraus, dass der Schenker dem Beschenkten das Mitgliedschaftsrecht zivilrechtlich wirksam &uuml;bertr&auml;gt, andernfalls erlangt der Beschenkte keinen Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Juli 1992 II&nbsp;R&nbsp;108\/88, BFHE 168, 386, BStBl II 1992, 923). Unerheblich ist f&uuml;r den Tatbestand der freigebigen Zuwendung, ob der Beschenkte auch ertragsteuerrechtlich als Mitunternehmer anzusehen ist (BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) E hat nach Abschn.&nbsp;II des Vertrags vom 11.&nbsp;November 2005 einen Kommanditanteil in H&ouml;he von 25.000&nbsp;EUR an die Kl&auml;gerin abgetreten. Mit der Abtretung gingen seine Mitgliedschaftsrechte und sein Anteil am Gesellschaftsverm&ouml;gen zivilrechtlich wirksam auf die Kl&auml;gerin &uuml;ber. Durch die &Uuml;bertragung wurde die Kl&auml;gerin objektiv auf Kosten des E in H&ouml;he des Wertes des Kommanditanteils bereichert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r die &Uuml;bertragung des Kommanditanteils in H&ouml;he von 25.000 EUR ist der Bewertungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG nicht zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG gelten die Steuerverg&uuml;nstigungen der Abs.&nbsp;1 und 2 der Vorschrift f&uuml;r inl&auml;ndisches Betriebsverm&ouml;gen beim Erwerb u.a. eines Anteils an einer Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Die Steuerverg&uuml;nstigungen sind nur zu gew&auml;hren, wenn das von Todes wegen oder durch Schenkung unter Lebenden erworbene Verm&ouml;gen durchgehend sowohl beim bisherigen als auch beim neuen Rechtstr&auml;ger den Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG erf&uuml;llt (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Dezember 2008 II&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFHE 224, 144, BStBl II 2009, 312; vom 23.&nbsp;Februar 2010 II&nbsp;R&nbsp;42\/08, BFHE 228, 184, BStBl II 2010, 555; vom 16.&nbsp;Mai 2013 II&nbsp;R&nbsp;5\/12, BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;9, und in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG ist nur erf&uuml;llt, wenn der Erwerber Mitunternehmer wird (BFH-Urteil in BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;11). Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 ggf. i.V.m. &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG ist, wer Mitunternehmerinitiative entfalten kann und Mitunternehmerrisiko tr&auml;gt. Mitunternehmerinitiative bedeutet Teilhabe an unternehmerischen Entscheidungen zumindest in dem Umfang der Stimm-, Kontroll- und Widerspruchsrechte eines Kommanditisten nach den Regelungen des Handelsgesetzbuchs oder der gesellschaftsrechtlichen Kontrollrechte nach &sect;&nbsp;716 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs. Mitunternehmerrisiko bedeutet gesellschaftsrechtliche oder eine dieser wirtschaftlich vergleichbare Teilhabe am Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens. Dieses Risiko wird regelm&auml;&szlig;ig durch die Beteiligung am Gewinn und Verlust sowie an den stillen Reserven des Anlageverm&ouml;gens einschlie&szlig;lich des Gesch&auml;ftswertes vermittelt (BFH-Urteile vom 1.&nbsp;September 2011 II&nbsp;R&nbsp;67\/09, BFHE 239, 137, BStBl II 2013, 210, Rz&nbsp;20, in BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;10, und in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aufgrund der Zielsetzung des &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 ErbStG gilt dies auch dann, wenn sich der Schenker bei der &Uuml;bertragung einer Beteiligung an einer Personengesellschaft den Nie&szlig;brauch vorbeh&auml;lt. Die Steuerverg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG ist auch in einem solchen Fall nur dann zu gew&auml;hren, wenn der &uuml;bertragene Gesellschaftsanteil dem Bedachten die Stellung eines Mitunternehmers vermittelt (BFH-Urteile in BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;13, und in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;22). Bestimmen die Vertragsparteien, dass die mit der &uuml;bertragenen Beteiligung an der Personengesellschaft verbundenen Stimm- und Mitverwaltungsrechte dem Nie&szlig;braucher zustehen sollen, f&uuml;hrt dies dazu, dass der Bedachte nicht Mitunternehmer ist und insoweit die Steuerverg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG nicht beanspruchen kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 228, 184, BStBl II 2010, 555; in BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;14, und in BFH\/NV 2015, 500, Rz&nbsp;22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Beteiligten k&ouml;nnen die Aus&uuml;bung der Stimmrechte vertraglich regeln (M&uuml;nchKommBGB\/Pohlmann, 6.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1068 Rz&nbsp;81; M&uuml;nchKommHGB\/K.Schmidt, 3.&nbsp;Aufl., Vor &sect;&nbsp;230 Rz&nbsp;21; Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;61&nbsp;II S.&nbsp;1825). Diese vertragliche Regelung ist auch f&uuml;r die steuerliche Beurteilung ma&szlig;geblich. Daher kann die zivilrechtlich umstrittene Frage, ob beim Nie&szlig;brauch an einem Gesellschaftsanteil ohne entsprechende Vereinbarung die Stimmrechte allein dem Gesellschafter (so die herrschende Meinung; vgl. M&uuml;nchKommBGB\/Pohlmann, a.a.O., &sect;&nbsp;1068 Rz&nbsp;69&nbsp;FN 230, Rz&nbsp;81; Palandt\/Bassenge, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 74.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1068 Rz&nbsp;5, jeweils m.w.N.), allein dem Nie&szlig;braucher oder dem Nie&szlig;braucher und dem Gesellschafter gemeinschaftlich zustehen, dahinstehen (zum Meinungsstand vgl. M&uuml;nchKommBGB\/Pohlmann, a.a.O., &sect;&nbsp;1068 Rz&nbsp;69&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) &Uuml;bertr&auml;gt der Gesellschafter aufgrund vertraglicher Vereinbarung die Aus&uuml;bung der Stimmrechte auf den Nie&szlig;braucher oder beh&auml;lt sich der Nie&szlig;braucher bei der &Uuml;bertragung des Gesellschaftsanteils die Aus&uuml;bung der Stimmrechte vor, kann der Gesellschafter keine Mitunternehmerinitiative entfalten (vgl. BFH-Urteil in BFHE 224, 144, BStBl II 2009, 312; Schmidt\/ Wacker, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;272). Das gilt jedenfalls dann, wenn der Gesellschafter die Aus&uuml;bung der Stimmrechte dem Nie&szlig;braucher umfassend &uuml;berlassen hat und dies auch f&uuml;r die Grundlagengesch&auml;fte der Gesellschaft gilt. Dabei kann dahinstehen, in welchem Umfang dem Gesellschafter trotz der &Uuml;bertragung der Aus&uuml;bung seiner Stimmrechte unverzichtbare Kontroll- und Initiativrechte verbleiben. Denn die Entscheidungen innerhalb der Gesellschaft trifft in diesen F&auml;llen der Nie&szlig;braucher und nicht der Gesellschafter. Das BFH-Urteil vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;35\/92 (BFHE 175, 231, BStBl II 1995, 241) steht dem nicht entgegen, denn in dem dort entschiedenen Fall fehlte es an einer ausdr&uuml;cklichen Vereinbarung &uuml;ber die Aus&uuml;bung der Stimmrechte durch den Nie&szlig;braucher.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) F&uuml;r die Beurteilung, ob der Beschenkte mit der &Uuml;bertragung des Gesellschaftsanteils Mitunternehmer geworden ist, ist der Zeitpunkt der &Uuml;bertragung ma&szlig;geblich. Macht der Schenker die &Uuml;bertragung des Gesellschaftsanteils davon abh&auml;ngig, dass er die Stimmrechte weiterhin umfassend aus&uuml;ben kann, erlangt der Beschenkte im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung des Anteils keine Mitunternehmerstellung. Unerheblich ist, ob die Beteiligten die Aus&uuml;bung der Stimmrechte sp&auml;ter &auml;ndern oder ungeachtet der vertraglichen Vereinbarung alle Entscheidungen innerhalb der Gesellschaft gemeinschaftlich treffen. Soweit aus dem BFH-Urteil in BFHE 241, 49, BStBl II 2013, 635, Rz&nbsp;14 (&quot;und verfahren die Gesellschafter danach&quot;) geschlossen werden k&ouml;nnte, es komme auf das Verhalten nach der &Uuml;bertragung an, wird klargestellt, dass f&uuml;r die schenkungsteuerrechtliche Beurteilung allein die vertraglichen Regelungen im Zeitpunkt der &Uuml;bertragung und nicht das Verhalten der Beteiligten nach &Uuml;bertragung des Gesellschaftsanteils ma&szlig;geblich sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen hat das FG zu Recht entschieden, dass f&uuml;r die &Uuml;bertragung des mit dem Nie&szlig;brauch belasteten Gesellschaftsanteils der Bewertungsabschlag nach &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 ErbStG nicht in Anspruch genommen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist nicht Mitunternehmerin geworden. Es mangelt ihr an der daf&uuml;r erforderlichen Mitunternehmerinitiative. Die Kl&auml;gerin hat sich mit der Zustimmung zum &Uuml;bertragungsvertrag ihrer gesellschaftsrechtlichen Mitwirkungsrechte vollst&auml;ndig begeben. Das betrifft nach dem Wortlaut der Vereinbarung s&auml;mtliche Entscheidungsbefugnisse der Gesellschafter bis hin zu gesellschaftsrechtlichen Grundentscheidungen wie Satzungs&auml;nderungen, Aufnahme und Ausschluss von Gesellschaftern bis hin zur Liquidation der Gesellschaft. Durch die Vereinbarungen im &Uuml;bertragungsvertrag war sichergestellt, dass die Kl&auml;gerin zum ma&szlig;geblichen &Uuml;bertragungszeitpunkt ihre Gesellschafterrechte nicht wahrnehmen und keine Mitunternehmerinitiative entfalten konnte. Einer etwaigen sp&auml;teren &Auml;nderung dieser Vereinbarungen oder einer davon abweichenden tats&auml;chlichen Handhabung kommt im vorliegenden Zusammenhang keine Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die R&uuml;ge von Verfahrensm&auml;ngeln wegen fehlerhafter Berichtigung des Tatbestands und Zugrundelegung eines unzutreffenden Sachverhalts durch das FG h&auml;lt der Senat nicht f&uuml;r durchgreifend. Insoweit wird von einer Begr&uuml;ndung abgesehen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, II R 36\/13 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 06.05.2015 II R 34\/13 &#8211; Unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Kommanditanteils unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt &#8211; Bestimmung des jeweiligen Zuwendenden und des jeweiligen Bereicherten im Fall der Weiterschenkung Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 4. 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