{"id":64912,"date":"2015-09-03T17:11:59","date_gmt":"2015-09-03T15:11:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64912"},"modified":"2015-09-03T17:11:59","modified_gmt":"2015-09-03T15:11:59","slug":"v-b-31-15-taetigkeit-als-versicherungsvertreter-und-versicherungsmakler-isd-par-4-nr-11-ustg-aufbau-eines-strukturvertriebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-31-15-taetigkeit-als-versicherungsvertreter-und-versicherungsmakler-isd-par-4-nr-11-ustg-aufbau-eines-strukturvertriebs\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;31\/15 &#8211; &quot;T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler&quot; i.S.d. &sect; 4 Nr. 11 UStG &#8211; Aufbau eines Strukturvertriebs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2015, V B 31\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">&quot;T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler&quot; i.S.d. &sect; 4 Nr. 11 UStG &#8211; Aufbau eines Strukturvertriebs<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 24. September 2014&nbsp;&nbsp;8 K 157\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das S&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) in den Streitjahren 2009 und 2010 steuerfreie Ums&auml;tze als Versicherungsmakler an die X AG ausgef&uuml;hrt hat oder ob seine Ums&auml;tze der Regelbesteuerung unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem &#8211;vom Finanzgericht (FG) zugrunde gelegten&#8211; Vortrag des Kl&auml;gers traf er am 15.&nbsp;September 2009 mit der X AG eine m&uuml;ndliche Vereinbarung, in der er sich verpflichtete, f&uuml;r die X AG am Aufbau eines Strukturvertriebs mitzuwirken. Er sollte monatlich vorerst &#8230;&nbsp;EUR erhalten. Davon sollte ein Teilbetrag von xx.xxx&nbsp;EUR monatlich den Kl&auml;ger in die Lage versetzen, Beitr&auml;ge auf noch abzuschlie&szlig;ende Versicherungsvertr&auml;ge zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;September 2009 schlossen der Kl&auml;ger und seine Ehefrau jeweils einen Vertrag &uuml;ber eine fondsgebundene Rentenversicherung mit einem ausl&auml;ndischen Versicherungsunternehmen. Der monatliche Beitrag belief sich auf je &#8230;&nbsp;EUR, die Gesamtbeitragssumme bei einer vereinbarten Laufzeit bis zum Rentenbeginn von 45&nbsp;Jahren auf je &#8230;&nbsp;EUR. Am selben Tage schlossen der Kl&auml;ger und seine Ehefrau mit einem anderen ausl&auml;ndischen Versicherungsunternehmen jeweils einen weiteren fondsgebundenen Rentenversicherungsvertrag mit monatlichen Beitr&auml;gen von je &#8230;&nbsp;EUR und Laufzeiten von 35&nbsp;Jahren. Als Vermittler aller Vertr&auml;ge trat ein Vertriebsdirektor der X AG auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Versicherte Person war hinsichtlich der vom Kl&auml;ger abgeschlossenen Vertr&auml;ge eine im Zeitpunkt des Vertragsschlusses 17-j&auml;hrige Sch&uuml;lerin, zu der das FG festgestellt hat, dass sie dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau &quot;kaum bekannt&quot; war. Hinsichtlich der von der Ehefrau des Kl&auml;gers abgeschlossenen Vertr&auml;ge war versicherte Person deren damals 29-j&auml;hriger Sohn aus erster Ehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch schriftliche Erkl&auml;rungen vom 13.&nbsp;Januar 2010 traten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau der X AG alle Anspr&uuml;che aus den genannten Versicherungsvertr&auml;gen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die X AG zahlte an den Kl&auml;ger zwischen September 2009 und Juni 2010 insgesamt &#8230;&nbsp;EUR, davon &#8230;&nbsp;EUR im Streitjahr 2009 und &#8230;&nbsp;EUR im Streitjahr 2010. Der Kl&auml;ger leistete zwischen November 2009 und Juli 2010 insgesamt &#8230;&nbsp;EUR an Beitr&auml;gen auf die genannten Versicherungen, davon &#8230;&nbsp;EUR im Jahr 2009 und &#8230;&nbsp;EUR im Jahr 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folgezeit stellte der Kl&auml;ger die Beitragszahlung ein. Die Versicherungsvertr&auml;ge wurden storniert; die Versicherungsunternehmen belasteten die der X AG bereits ausgezahlten Provisionen zur&uuml;ck. Die R&uuml;ckkaufswerte wurden der X AG ausgezahlt. Im Jahr 2011 verklagte die X AG den Kl&auml;ger auf R&uuml;ckzahlung von Provisionen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Nachdem das Landgericht der Klage erstinstanzlich stattgegeben hatte, wies das Oberlandesgericht die Klage im Jahr 2013 ab. Es stellte fest, die Zahlungen der X AG an den Kl&auml;ger h&auml;tten dem Aufbau eines Strukturvertriebs dienen sollen; die X AG habe sie &uuml;ber die ihr zuflie&szlig;enden Abschlussprovisionen refinanzieren sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass der Kl&auml;ger steuerpflichtige Leistungen an die X AG erbracht habe und unterwarf diese der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<br \/>Ausweislich der Sitzungsniederschrift der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 24.&nbsp;September 2014 hatte der Kl&auml;ger die Klage u.a. wegen des Bescheids &uuml;ber Aussetzungszinsen vom 15.&nbsp;August 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Januar 2014 zur&uuml;ckgenommen. Das FA stimmte der teilweisen Klager&uuml;cknahme zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Beschwerde begehrt der Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung, Divergenz und Verfahrensm&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA h&auml;lt die Beschwerde f&uuml;r unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der X. Senat hat die Revision wegen Einkommensteuer 2009 und 2010, Gewerbesteuermessbetrag 2009 und 2010 sowie gesonderter Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31.&nbsp;Dezember 2009 mit Beschluss vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;B&nbsp;138\/14 zugelassen und die Sache wegen Umsatzsteuer 2009 und 2010 an den V.&nbsp;Senat abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des FG-Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung an das FG (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG-Urteil ist zum Teil nicht mit Gr&uuml;nden versehen (&sect;&nbsp;116 Nr.&nbsp;6 FGO). Damit liegt ein vom Kl&auml;ger geltend gemachter Verfahrensmangel vor, auf dem das Urteil des FG beruhen kann (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO; vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Januar 2014 V&nbsp;B&nbsp;63\/13, BFH\/NV 2014, 702, mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den Feststellungen des FG sollte der Kl&auml;ger als Entgelt f&uuml;r den Aufbau eines Strukturvertriebes &#8230;&nbsp;EUR monatlich erhalten sowie xx.xxx&nbsp;EUR f&uuml;r noch abzuschlie&szlig;ende Versicherungsvertr&auml;ge. Das FG-Urteil begr&uuml;ndet nicht, aus welchem Grund es sich bei den xx.xxx&nbsp;EUR um Entgelt f&uuml;r steuerpflichtige Leistungen handelt. Das FG f&uuml;hrt am Ende des Urteils lediglich aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Zu Unrecht f&uuml;hren die Kl&auml;ger hier als Bezugspunkt die von ihnen abgeschlossenen Rentenversicherungsvertr&auml;ge ein. Diese Vertr&auml;ge waren nicht Gegenstand der von der X AG verg&uuml;teten T&auml;tigkeit des Aufbaus eines Strukturvertriebs.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn diese Vertr&auml;ge, wie das FG meint, nicht Teil der vereinbarten Leistungen waren, bleibt unbeantwortet, wof&uuml;r die xx.xxx&nbsp;EUR gezahlt wurden. Das FG-Urteil sagt dazu nichts und setzt sich auch nicht mit der Frage auseinander, ob im Hinblick auf die xx.xxx&nbsp;EUR die Annahme durchlaufender Posten (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211;) in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im &Uuml;brigen wird auf die Gr&uuml;nde des BFH-Beschlusses vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;B&nbsp;138\/14 (BFH\/NV 2015, 982) Bezug genommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei seiner erneuten Entscheidung wird das FG dar&uuml;ber hinaus weitere Feststellungen zu der vom Kl&auml;ger ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit treffen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r eine &quot;T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler&quot; i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG ist es entscheidend, Kunden zu suchen und diese mit dem Versicherer zusammenzubringen. Die Vermittlung kann in einer Nachweis-, einer Kontaktaufnahme- oder in einer Verhandlungst&auml;tigkeit bestehen, wobei sich die T&auml;tigkeit auf ein einzelnes Gesch&auml;ft, das vermittelt werden soll, beziehen muss. Der Begriff &quot;dazugeh&ouml;rige Dienstleistungen, die von Versicherungsmaklern und -vertretern erbracht werden&quot; in Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem vom 28.&nbsp;November 2006 umfasst Dienstleistungen der Berufsaus&uuml;benden, die zugleich mit dem Versicherer und dem Versicherten in Verbindung stehen. Dabei muss diese Verbindung nicht unmittelbar bestehen. Es gen&uuml;gt, wenn der Versicherungsvermittler zu dem Versicherungsunternehmen eine mittelbare Verbindung &uuml;ber einen anderen Steuerpflichtigen unterh&auml;lt, der selbst in unmittelbarer Verbindung zu einer dieser Parteien steht (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juli 2014 V&nbsp;R&nbsp;9\/13, BFH\/NV&nbsp;2014, 1783, mit Nachweisen aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaft und des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allein die Feststellung, dass der Aufbau eines Strukturvertriebs geschuldet wird, sagt nichts dar&uuml;ber aus, ob im konkreten Fall ein Bezug zu einzelnen Gesch&auml;ften hergestellt werden kann. Das FG-Urteil widerspricht sich im &Uuml;brigen selbst, wenn es eine steuerfreie T&auml;tigkeit nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG im Rahmen eines Strukturvertriebs grunds&auml;tzlich f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt, zugleich aber den f&uuml;r die Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UStG konstituierenden Bezug zu einzelnen Gesch&auml;ften beim Aufbau einer Vertriebsorganisation verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r angebracht, nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO zu verfahren, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhaltes sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2&nbsp;&nbsp;2.&nbsp;Halbsatz FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2015, V B 31\/15 &quot;T&auml;tigkeit als Versicherungsvertreter und Versicherungsmakler&quot; i.S.d. &sect; 4 Nr. 11 UStG &#8211; Aufbau eines Strukturvertriebs Tenor Auf die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 24. September 2014&nbsp;&nbsp;8 K 157\/14 aufgehoben. Die Sache wird an das S&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen. 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