{"id":64918,"date":"2015-09-03T17:28:33","date_gmt":"2015-09-03T15:28:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64918"},"modified":"2015-09-03T17:28:33","modified_gmt":"2015-09-03T15:28:33","slug":"x-r-6-13-freibetrag-nach-par-16-abs-4-estg-erbfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-6-13-freibetrag-nach-par-16-abs-4-estg-erbfall\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;6\/13 &#8211; Freibetrag nach &sect; 16 Abs. 4 EStG &#8211; Erbfall"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.6.2015, X R 6\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Freibetrag nach &sect; 16 Abs. 4 EStG &#8211; Erbfall<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 15. Januar 2013&nbsp;&nbsp;4 K 3278\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), geb. 1938, sowie deren Ehemann (E), geb. 1935, waren Kommanditisten einer GmbH &#038; Co. KG (KG). Ende Dezember 2005 k&uuml;ndigten sie ihre Kommanditbeteiligung zum 31.&nbsp;Dezember 2006. E verstarb am 23.&nbsp;Juli 2006. Die Kl&auml;gerin ist Alleinerbin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Betriebsst&auml;ttenfinanzamt (Betriebs-FA) der KG stellte mit Feststellungsbescheid 2006 vom 28.&nbsp;September 2007 im Wege der gesonderten und einheitlichen Feststellung die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin sowie des E aus der KG-Beteiligung fest. Der Bescheid wies sowohl f&uuml;r den E als auch f&uuml;r die Kl&auml;gerin &quot;nach Anwendung des &sect;&nbsp;15a EStG anzusetzende steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne und andere tarifbeg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte (&sect;&sect;&nbsp;16, 34 EStG)&quot; in H&ouml;he von jeweils 71.888,08 EUR aus; &quot;angenommener Austritt aus der Gesellschaft&quot; war jeweils der 31.&nbsp;Dezember 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2006 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin f&uuml;r sich selbst wie auch f&uuml;r E einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung an der KG in H&ouml;he von 71.930 EUR und beantragte jeweils die Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheid vom 23.&nbsp;Januar 2008 f&uuml;r jeden der beiden Ehegatten einen Freibetrag von 45.000 EUR. Mit Bescheid vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2008 &auml;nderte das FA den Einkommensteuerbescheid aus Gr&uuml;nden, die nicht Gegenstand des Streits sind, und hob den Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung auf. Die Freibetr&auml;ge blieben unver&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 9.&nbsp;Mai 2008 &auml;nderte das Betriebs-FA den Feststellungsbescheid 2006. F&uuml;r die &quot;[Kl&auml;gerin] als Erbin nach [E]&quot; wurden &quot;nach Anwendung des &sect;&nbsp;15a EStG anzusetzende steuerpflichtige Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne und andere tarifbeg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte&quot; in H&ouml;he von 0 EUR festgestellt. Darunter befand sich der Auswertungshinweis &quot;Soweit in dieser Mitteilung Besteuerungsgrundlagen bzw. nachrichtlich Angaben der bisherigen Mitteilung nicht mehr enthalten sind, sind diese weggefallen.&quot;. F&uuml;r die Kl&auml;gerin wurden diese Eink&uuml;nfte nunmehr in H&ouml;he von 143.776,16 EUR festgestellt. Mit Bescheid vom 26.&nbsp;Januar 2009 &auml;nderte das FA unter Berufung auf &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) die Einkommensteuerfestsetzung 2006. Es setzte den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligungen an der KG ausschlie&szlig;lich bei der Kl&auml;gerin an und ber&uuml;cksichtigte nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG noch einen Freibetrag in H&ouml;he von 37.224 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch blieb erfolglos. Das Finanzgericht (FG) hat der Klage stattgegeben. Sowohl f&uuml;r die Kl&auml;gerin selbst als auch f&uuml;r E sei ein (jeweils ungek&uuml;rzter) Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG zu ber&uuml;cksichtigen. Der Bundesfinanzhof (BFH) habe zu &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG in der Fassung vor der &Auml;nderung durch das Jahressteuergesetz (JStG) 1996 mit Urteil vom 21.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;1\/95 (BFHE&nbsp;178, 444, BStBl II 1995, 893) entschieden, dass die Erben den erh&ouml;hten Freibetrag nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 Satz 2 i.V.m. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG beanspruchen k&ouml;nnten, wenn noch der Praxisinhaber (Erblasser) seine freiberufliche Praxis wegen dauernder Berufsunf&auml;higkeit verkauft habe, die Praxis aber erst nach seinem Tode &uuml;bertragen werde. Diese Grunds&auml;tze g&auml;lten nach nahezu einhelliger Literaturauffassung auch f&uuml;r &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG heutiger Fassung. Unerheblich sei, dass die Kl&auml;gerin daneben einen eigenen Anteil an der KG ver&auml;u&szlig;ert habe. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 2 EStG stehe nicht entgegen, da es sich bei den beiden Freibetr&auml;gen um solche f&uuml;r zwei verschiedene Personen handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem h&auml;tten die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO nicht vorgelegen, da die Bindungswirkung des Feststellungsbescheids sich nach der Rechtsprechung des BFH nicht auf die H&ouml;he des Freibetrags beziehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA geltend, zu der Folgeanpassung nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO geh&ouml;re auch die Neuberechnung des Freibetrags auf der Grundlage des ge&auml;nderten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns. In der Sache sei die Entscheidung des BFH in BFHE 178, 444, BStBl II&nbsp;1995, 893 auf &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG i.d.F. des JStG 1996 nicht zu &uuml;bertragen. Der BFH habe sich davon leiten lassen, dass &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG in der damals geltenden Fassung auf einen Kausalzusammenhang zwischen der dauernden Berufsunf&auml;higkeit des Betriebsinhabers und der Betriebsver&auml;u&szlig;erung abgestellt habe (&quot;wegen&quot;). Diesen enthalte &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG seit 1996 nicht mehr. Es m&uuml;sse daher wieder die Grundregel gelten, dass &quot;Steuerpflichtiger&quot; i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG nur derjenige sei, der den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn tats&auml;chlich zu versteuern habe, weil ihm das Erf&uuml;llungsgesch&auml;ft zuzurechnen sei. Zudem sei mittlerweile nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 2 EStG der Freibetrag dem Steuerpflichtigen nur einmal im Leben zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>unter Aufhebung des FG-Urteils die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen und die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie folgt der Auffassung des FG. Die Grunds&auml;tze des BFH-Urteils in BFHE&nbsp;178, 444, BStBl II&nbsp;1995, 893 g&auml;lten fort. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Gesetzgeber des JStG 1996 insoweit eine &Auml;nderung beabsichtigt habe. Es treffe nicht zu, dass die Kl&auml;gerin in den Genuss von zwei Freibetr&auml;gen komme. Es handele sich um die Freibetr&auml;ge der Kl&auml;gerin sowie des E, mithin von zwei verschiedenen Personen. Da ein Feststellungsbescheid keine Bindungswirkung hinsichtlich des Grunds und des Umfangs etwaiger Freibetr&auml;ge entfalte, k&ouml;nne zudem der Erlass eines ge&auml;nderten Feststellungsbescheids keine &Auml;nderungsbefugnis nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Der Senat entscheidet nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) in der Sache selbst und weist die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einkommensteuerbescheid 2006 vom 26.&nbsp;Januar 2009 ist verfahrensrechtlich und materiell-rechtlich rechtm&auml;&szlig;ig. Nachdem das Betriebs-FA mit Bescheid vom 9.&nbsp;Mai 2008 die einheitliche und gesonderte Feststellung f&uuml;r die KG hinsichtlich des E und der Kl&auml;gerin ge&auml;ndert hatte, musste das FA nach Ma&szlig;gabe dieser &Auml;nderung erneut &uuml;ber die Frage entscheiden, ob und ggf. in welcher H&ouml;he ein Freibetrag zu ber&uuml;cksichtigen ist (dazu 1.). Das FA hat dabei zu Recht bei der Kl&auml;gerin im Rahmen der ge&auml;nderten Einkommensteuerveranlagung 2006 nur noch einen einzigen Freibetrag von 37.224 EUR angesetzt (dazu 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO ist ein Steuerbescheid zu erlassen, aufzuheben oder zu &auml;ndern, soweit ein Grundlagenbescheid (&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10), dem Bindungswirkung f&uuml;r diesen Steuerbescheid zukommt, erlassen, aufgehoben oder ge&auml;ndert wird. Grundlagenbescheide in diesem Sinne sind u.a. Feststellungsbescheide nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz 1 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Korrekturvorschrift enth&auml;lt eine Berechtigung sowie eine Verpflichtung der Finanzbeh&ouml;rde zur &Auml;nderung des Folgebescheids, soweit die Bindungswirkung des Grundlagenbescheids reicht. Der Umfang der vorzunehmenden Anpassung des Folgebescheids folgt mithin der Reichweite der Bindungswirkung des Grundlagenbescheids. Die sog. &quot;Gesamtaufrollung&quot; des Folgebescheids ist unzul&auml;ssig. Allerdings beschr&auml;nkt sich die Bindungswirkung nicht auf die blo&szlig;e mechanische &Uuml;bernahme von Zahlen. Vielmehr hat die Finanzbeh&ouml;rde den Folgebescheid vollst&auml;ndig und zutreffend an den Regelungsinhalt des Grundlagenbescheids anzupassen und dabei einen f&uuml;r das Folgeverfahren relevanten Sachverhalt in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht erneut selbst&auml;ndig zu w&uuml;rdigen (vgl. bereits BFH-Urteil vom 11.&nbsp;April 1990 I&nbsp;R&nbsp;82\/86, BFH\/NV&nbsp;1991, 143; Senatsurteil vom 29.&nbsp;Juni 2005 X&nbsp;R&nbsp;31\/04, BFH\/NV 2005, 1749, sowie die beiden BFH-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;November 2009 VIII&nbsp;B&nbsp;38\/09, BFH\/NV 2010, 177, und vom 30.&nbsp;August 2012 X&nbsp;B&nbsp;97\/11, BFH\/NV 2013, 13, jeweils m.w.N. zur st&auml;ndigen Rechtsprechung; Koenig\/Koenig, Abgabenordnung, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;175 Rz&nbsp;21; Klein\/R&uuml;sken, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;175 Rz&nbsp;27&nbsp;f; Loose in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, &sect;&nbsp;175 AO Rz&nbsp;11, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Frage, inwieweit ein Feststellungsbescheid f&uuml;r die nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG zu gew&auml;hrenden Freibetr&auml;ge Bindungswirkung entfaltet, ist folglich zwischen der Zurechnung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns und den f&uuml;r den Freibetrag ma&szlig;gebenden pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnissen zu differenzieren (vgl. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;April 1988 IV&nbsp;R&nbsp;219\/85, BFHE 153, 285, BStBl II&nbsp;1988, 711, unter II.2.a; vom 1.&nbsp;Dezember 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/90, BFHE 170, 320, BStBl II&nbsp;1994, 607, unter IV.2.a; in BFHE 178, 444, BStBl II&nbsp;1995, 893, unter 2.a; Bl&uuml;mich\/Schallmoser, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;703&nbsp;f; Schmidt\/Wacker, EStG, 34. Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;588; ebenso R&nbsp;16 Abs.&nbsp;13 S&auml;tze 1, 2 der Einkommensteuer-Richtlinien 2013). Soweit die Entscheidungen teilweise zu fr&uuml;heren Fassungen des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG ergangen sind, betreffen die &Auml;nderungen der Vorschrift diese Differenzierung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die sachlichen Voraussetzungen, ob ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in bestimmter H&ouml;he entstanden und wem dieser Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zuzurechnen ist, sind Gegenstand des Feststellungsverfahrens und damit f&uuml;r das Einkommensteuerverfahren bindend (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. nur BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Mai 2008 X&nbsp;R&nbsp;21\/05, BFH\/NV 2008, 1436; vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 234, 226, BStBl II&nbsp;2011, 878; vom 10.&nbsp;April 2014 III&nbsp;R&nbsp;20\/13, BFHE 244, 530, BFH\/NV 2014, 1295). Das gilt nicht nur f&uuml;r die Frage, ob ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn bei einem bestimmten Steuerpflichtigen &uuml;berhaupt anzusetzen ist, sondern auch im Rahmen der Pr&uuml;fung der Voraussetzungen des Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG. F&uuml;r eine nur partielle Bindungswirkung in der Weise, dass die H&ouml;he des dem Steuerpflichtigen zugerechneten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns f&uuml;r den Ansatz dem Grunde nach bindend w&auml;re, f&uuml;r die Berechnung eines etwaigen Freibetrags hingegen nicht, gibt es keinen Anlass und keine Rechtfertigung. Hingegen sind die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des Freibetrags (Alter, Berufsunf&auml;higkeit, Objektbeschr&auml;nkung) nicht Bestandteil der gesonderten Feststellung. Hier&uuml;ber ist im Folgeverfahren zu befinden (vgl. BFH-Urteil in BFHE 178, 444, BStBl II 1995, 893). Dem entsprechend ist bei der &Auml;nderung eines Feststellungsbescheids der Folgebescheid soweit anzupassen, als H&ouml;he und Zurechnung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns dies verlangen. Hingegen erm&ouml;glicht &sect;&nbsp;175 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 AO keine Korrektur von Fehlern, die vom Regelungsinhalt des Grundlagenbescheids nicht, auch nicht als Folgewirkung, ber&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nachdem der ge&auml;nderte Feststellungsbescheid vom 9.&nbsp;Mai 2008 sowohl die Zurechnung als auch damit einhergehend die H&ouml;he des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns bei der Kl&auml;gerin ge&auml;ndert hatte, war nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben das FA berechtigt und verpflichtet, den Einkommensteuerbescheid hinsichtlich des Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG diesen &Auml;nderungen anzupassen und den Freibetrag nunmehr auf der Grundlage des f&uuml;r die Kl&auml;gerin und nur f&uuml;r diese festgestellten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns von 143.776,16 EUR zu bestimmen. Aufgrund der Bindungswirkung des Feststellungsbescheids ist dabei rechtlich unerheblich, ob die Zurechnung und die H&ouml;he materiell-rechtlich zutreffend waren. Im Streitfall bestehen indes keine Bedenken gegen die materielle Richtigkeit des Feststellungsbescheids des Betriebs-FA, da die Entstehung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns &#8211;was prinzipiell zwischen den Beteiligten unstreitig ist&#8211; an das dingliche Erf&uuml;llungsgesch&auml;ft ankn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA hat die Anpassung materiell-rechtlich zutreffend in der Weise vorgenommen, dass der Kl&auml;gerin nur noch ein Freibetrag in H&ouml;he von 37.224 EUR gew&auml;hrt wird. Der Ansatz von zwei Freibetr&auml;gen ist nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin hat im Streitjahr einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 143.776,16 EUR erzielt. Da sie selbst das 55. Lebensjahr vollendet hatte, stand ihr nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 1 EStG dem Grunde nach ein Freibetrag von 45.000 EUR zu. Dieser war aber nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG um den 136.000 EUR &uuml;bersteigenden Teil zu k&uuml;rzen und betrug somit 37.224 EUR (45.000&nbsp;EUR&nbsp;&#8211; [143.776&nbsp;EUR &#8211; 136.000 EUR] = 45.000 EUR &#8211; 7.776 EUR = 37.224 EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) F&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung von zwei Freibetr&auml;gen in der Person der Kl&auml;gerin besteht keine Rechtsgrundlage. Eine (fiktive) Aufteilung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns auf einen eigenen und einen derivativ erworbenen Anteil f&uuml;r Zwecke der Freibetragsberechnung kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil nur die Kl&auml;gerin nach dem bindenden &#8211;und zutreffenden&#8211; Inhalt des Feststellungsbescheids einen einheitlichen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn erzielt hat, unabh&auml;ngig davon, auf welchem Wege sie den Kommanditanteil erworben hat. Im &Uuml;brigen w&auml;re die Gew&auml;hrung zweier Freibetr&auml;ge an eine Person mit &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG nicht vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich ist es auch nicht m&ouml;glich, der Kl&auml;gerin zus&auml;tzlichen zu ihrem eigenen Freibetrag einen solchen des E zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r E ist schon deswegen weder ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn noch ein Freibetrag zu ber&uuml;cksichtigen, weil der Feststellungsbescheid diesem keinen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zugerechnet hat. War aber in der Person des E kein Freibetrag entstanden, so konnte er auch nicht durch Erbfolge auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergehen. Eine gedankliche Aufteilung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns widerspr&auml;che dem bindenden Inhalt des Feststellungsbescheids.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Etwas anderes ergibt sich nicht aus der Entscheidung des IV. Senats des BFH in BFHE 178, 444, BStBl II&nbsp;1995, 893. Der BFH hat auch in jener Entscheidung nicht etwa &uuml;ber einen Freibetrag des Erblassers, sondern &uuml;ber Freibetr&auml;ge der Erben entschieden. Er hat auch nur den Erben Freibetr&auml;ge gew&auml;hrt. Insbesondere hat er nicht den Erben Freibetr&auml;ge zugerechnet oder zugestanden, die dem Erblasser zustehen oder urspr&uuml;nglich dem Erblasser zugestanden h&auml;tten, wenn er die Entstehung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns noch erlebt h&auml;tte. Der BFH hat im Rahmen der Frage, ob den Erben &#8211;und nur diesen&#8211; der erh&ouml;hte Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG i.d.F. des Gesetzes zur St&auml;rkung der Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaft und zur Einschr&auml;nkung von steuerlichen Vorteilen (Steuerentlastungsgesetz &#8211;StEntlG&#8211; 1984) zusteht, die noch in der Person des Erblassers verwirklichten, auf die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen bezogenen Tatbestandsmerkmale &#8211;und nur diese&#8211; den Erben zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat kann dahingestellt sein lassen, ob diese zu &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG i.d.F. des StEntlG 1984 aufgestellten Grunds&auml;tze auf die heutige Rechtslage &uuml;bertragbar sind. Sie betreffen einen im Streitfall unerheblichen Gesichtspunkt, da die Kl&auml;gerin die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des Freibetrags in eigener Person erf&uuml;llte, weswegen ihr das FA zutreffend einen Freibetrag gew&auml;hrt hat. Auf die Frage, ob ihr die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des E zugerechnet werden k&ouml;nnen, kommt es nicht an. Der zweite Freibetrag ist im Streitfall vielmehr bereits deshalb zu versagen, weil keine Rechtsgrundlage daf&uuml;r existiert, einem Steuerpflichtigen, der einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn erzielt hat, zwei Freibetr&auml;ge zuzusprechen. Ein allgemeiner Rechtssatz des Inhalts, dass dem Erben zus&auml;tzlich zu seinem eigenen Freibetrag ein weiterer Freibetrag zusteht, der dem Erblasser zust&uuml;nde, wenn er die Realisierung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns noch erlebt h&auml;tte, mit der weiteren Folge, dass die Abschmelzung nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz 3 EStG gemildert w&uuml;rde, ist weder dem Gesetz noch dem Urteil des IV.&nbsp;Senats zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat entscheidet im Einverst&auml;ndnis der Beteiligten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;121 Satz 1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO ohne m&uuml;ndliche Verhandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Antrag, die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r erforderlich zu erkl&auml;ren, ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren. Zust&auml;ndig ist daher das FG als Gericht des ersten Rechtszuges (vgl. Senatsurteil vom 12.&nbsp;November 2014 X&nbsp;R&nbsp;39\/13, BFH\/NV&nbsp;2015, 486).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.6.2015, X R 6\/13 Freibetrag nach &sect; 16 Abs. 4 EStG &#8211; Erbfall Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 15. Januar 2013&nbsp;&nbsp;4 K 3278\/10 aufgehoben. Die Klage wird abgewiesen. Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-6-13-freibetrag-nach-par-16-abs-4-estg-erbfall\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;6\/13 &#8211; Freibetrag nach &sect; 16 Abs. 4 EStG &#8211; Erbfall<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64918","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64918","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64918"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64918\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64918"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64918"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64918"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}