{"id":64920,"date":"2015-09-03T17:28:51","date_gmt":"2015-09-03T15:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64920"},"modified":"2015-09-03T17:28:51","modified_gmt":"2015-09-03T15:28:51","slug":"ix-r-51-14-hemmung-der-feststellungsverjaehrung-bei-pruefung-eines-gesamtobjekts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-51-14-hemmung-der-feststellungsverjaehrung-bei-pruefung-eines-gesamtobjekts\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;51\/14 &#8211; Hemmung der Feststellungsverj&auml;hrung bei Pr&uuml;fung eines Gesamtobjekts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.6.2015, IX R 51\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Hemmung der Feststellungsverj&auml;hrung bei Pr&uuml;fung eines Gesamtobjekts<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 29. Oktober 2014&nbsp;&nbsp;2 K 1\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten um die Hemmung der Feststellungsverj&auml;hrung nach &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarben 2002 eine Wohnung in einem denkmalgesch&uuml;tzten Objekt von der &#8230; GmbH &#038; Co. KG (KG). Der Kaufpreis betrug 259.695 EUR. Von den Anschaffungskosten entfielen nach dem notariellen Kaufvertrag 25.532 EUR auf den Grund und Boden, 27.177 EUR auf die Altbausubstanz und 206.985 EUR auf nach dem Kaufvertragsabschluss durchzuf&uuml;hrende Modernisierungs- und Bauma&szlig;nahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15.&nbsp;Februar 2005 gab die KG eine Erkl&auml;rung f&uuml;r die gesonderte und einheitliche Feststellung mit diesen Zahlenangaben beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ab. Die Kl&auml;ger erhielten vom Regierungspr&auml;sidium X eine Bescheinigung zur Geltendmachung steuerlicher Vorteile gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;7i, 10f und 11b des Einkommensteuergesetzes, nach der die Aufwendungen f&uuml;r Sanierungsarbeiten mit 203.626 EUR festgestellt wurden. Die Kl&auml;ger erkl&auml;rten die entsprechenden Betr&auml;ge in ihren Einkommensteuererkl&auml;rungen ab 2003 beim f&uuml;r sie &ouml;rtlich zust&auml;ndigen FA Z.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA ordnete gegen&uuml;ber der KG am 16.&nbsp;Oktober 2008 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung an. Im Rahmen der Umsetzung der Ergebnisse der Au&szlig;enpr&uuml;fung erlie&szlig; das FA am 23.&nbsp;September 2011 einen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung gem&auml;&szlig; Verordnung (VO) zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO f&uuml;r die Kalenderjahre 2002 bis 2010, der auch den Kl&auml;gern bekanntgegeben wurde. F&uuml;r die Kl&auml;ger setzte das FA u.a. den Anteil von Grund und Boden auf 28.644&nbsp;EUR, f&uuml;r die Altbausubstanz auf 21.944&nbsp;EUR und f&uuml;r die beg&uuml;nstigten Sanierungskosten auf 206.283 EUR fest. Das von den Kl&auml;gern gegen den Feststellungsbescheid betriebene Einspruchsverfahren blieb mit Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Dezember 2013 erfolglos. Die nachfolgende Klage beim Finanzgericht (FG) hatte insoweit teilweise Erfolg, als die Werte f&uuml;r Grund und Boden auf 25.532&nbsp;EUR und f&uuml;r die Altbausubstanz auf 25.055 EUR festgestellt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision bringen die Kl&auml;ger u.a. vor, dass sie bis zum Jahr 2011 keinerlei Kenntnis dar&uuml;ber gehabt h&auml;tten, dass eine Pr&uuml;fung des FA f&uuml;r das Objekt stattgefunden habe. Sie seien davon ausgegangen, dass die Ermittlung ihrer Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung endg&uuml;ltig durch das f&uuml;r die Einkommensteuerfestsetzung zust&auml;ndige FA gekl&auml;rt gewesen sei und dass es dazu keine Ermittlungen gegeben habe.&nbsp;Der Bescheid sei daher aufzuheben, weil die Festsetzungsfrist abgelaufen sei. Eine Hemmung der Verj&auml;hrungsfrist durch die Au&szlig;enpr&uuml;fung sei nicht eingetreten, da diese ihnen nicht bekannt gemacht worden sei und sie daher von dieser keine Kenntnis erhalten h&auml;tten. Umst&auml;nde au&szlig;erhalb des eigenen Kenntnis- und Einflussbereichs k&ouml;nnten keine verj&auml;hrungshemmende Wirkung haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des S&auml;chsischen FG vom 29.&nbsp;Oktober 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1\/14 und die Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;Dezember 2013 sowie den Feststellungsbescheid vom 23.&nbsp;September 2011 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass noch keine Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten war, da der Ablauf der Frist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Wird vor Ablauf der Feststellungsfrist mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen oder wird deren Beginn auf Antrag des Steuerpflichtigen hinausgeschoben, so l&auml;uft die Feststellungsfrist f&uuml;r die Besteuerungsgrundlagen, auf die sich die Au&szlig;enpr&uuml;fung erstreckt oder im Fall des Hinausschiebens der Au&szlig;enpr&uuml;fung erstrecken sollte, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 1 AO nicht ab, bevor die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Feststellungsbescheide unanfechtbar geworden sind oder nach Bekanntgabe der Mitteilung nach &sect;&nbsp;202 Abs.&nbsp;1 Satz 3 AO drei Monate verstrichen sind. Nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz 2 AO entf&auml;llt die Ablaufhemmung der Feststellungsfrist, wenn eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen wird, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r die Ablaufhemmung des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 AO ist der Beginn einer Au&szlig;enpr&uuml;fung. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ist f&uuml;r eine Ablaufhemmung durch den Beginn einer Au&szlig;enpr&uuml;fung erforderlich, dass eine f&ouml;rmliche Pr&uuml;fungsanordnung erlassen und bekanntgegeben wurde und &#8211;wenn auch nur stichprobenweise&#8211; tats&auml;chlich Pr&uuml;fungshandlungen f&uuml;r die in der Pr&uuml;fungsanordnung genannten Steuerarten und Besteuerungszeitr&auml;ume vorgenommen wurden (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;April 2003 VII&nbsp;R&nbsp;3\/02, BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739, unter II.4.a, und vom 8.&nbsp;Juli 2009 XI&nbsp;R&nbsp;64\/07, BFHE 226, 19, BStBl II 2010, 4, unter II.2.a; Klein\/R&uuml;sken, AO, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;171 Rz&nbsp;39&nbsp;f.). Nach &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO wird ein Verwaltungsakt gegen&uuml;ber demjenigen, f&uuml;r den er bestimmt ist oder der von ihm betroffen wird, in dem Zeitpunkt wirksam, in dem er ihm bekanntgegeben wird. Pr&uuml;fungsanordnungen als Verwaltungsakte sind demjenigen bekanntzugeben, dessen steuerliche Verh&auml;ltnisse &uuml;berpr&uuml;ft werden sollen. Nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 der VO zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO ist die Pr&uuml;fungsanordnung bei dem Verfahrensbeteiligten bekanntzugeben, bei dem die Au&szlig;enpr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt werden soll. Erkennbar sein muss die Vornahme von Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen daher allein f&uuml;r den Adressaten der Pr&uuml;fungsanordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ablaufhemmung tritt f&uuml;r die Besteuerungsgrundlagen ein, auf die sich die Pr&uuml;fung tats&auml;chlich erstreckt (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;August 1993 II&nbsp;R&nbsp;34\/90, BFHE 172, 393, BStBl II 1994, 375; Klein\/R&uuml;sken, a.a.O., &sect;&nbsp;171 Rz&nbsp;51, m.w.N.). Weitere Voraussetzungen, etwa die Tatsache, dass die Erwerber eines Gesamtobjekts i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der VO zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO jeweils einzeln Kenntnis von der Pr&uuml;fungsanordnung erhalten m&uuml;ssen und diese daher auch diesen bekanntzugeben ist, nennen die einschl&auml;gigen Vorschriften nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Daran gemessen ist die Entscheidung des FG revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Pr&uuml;fungsadressat und Bekanntgabeadressat der Pr&uuml;fungsanordnung war nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG die KG, an die unstreitig die Bekanntgabe erfolgt war. Eine Bekanntgabe an die Kl&auml;ger war nicht erforderlich, da die Au&szlig;enpr&uuml;fung nicht bei ihnen, sondern bei der f&uuml;r die Abgabe der Feststellungserkl&auml;rung zust&auml;ndigen KG (vgl. &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der VO zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO) durchgef&uuml;hrt werden sollte. Bei der KG sind nach den Feststellungen des FG auch Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen hinsichtlich der von der Feststellung betroffenen Besteuerungsgrundlagen durchgef&uuml;hrt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die regul&auml;re Feststellungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, 170 Abs.&nbsp;2 Satz 1 Nr.&nbsp;1, 181 Abs.&nbsp;1 AO in der Folge der Abgabe der Feststellungserkl&auml;rung seitens der KG im Jahr 2005 am 31.&nbsp;Dezember 2009 ablief, konnte die am 9.&nbsp;Dezember 2008 begonnene Betriebspr&uuml;fung der KG den Ablauf der Feststellungsfrist wirksam nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 AO hemmen. Mit dem Beginn der Betriebspr&uuml;fung war daher die Feststellungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO bis zum Erlass des streitigen &Auml;nderungsbescheids gehemmt (gl.A. Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;180 AO Rz&nbsp;94; S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;180 AO, Rz&nbsp;610; a.A. Frotscher in Schwarz\/Pahlke, AO, &sect;&nbsp;180 Rz&nbsp;166; offengelassen vom BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;M&auml;rz 1989 I&nbsp;B&nbsp;50\/88, BFHE 154, 365, BStBl II 1989, 590).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung der Kl&auml;ger, wonach bei einer Pr&uuml;fung beim Hersteller eines Gesamtobjekts i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der VO zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO die verj&auml;hrungshemmende Wirkung der Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen nur eintrete, wenn die einzelnen am Gesamtobjekt Beteiligten Kenntnis von den Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen h&auml;tten, findet im Gesetz keine St&uuml;tze. Diese Auffassung liefe im Ergebnis darauf hinaus, dass eine Pr&uuml;fungsanordnung bei einem Gesamtobjekt i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der VO zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO neben dem Hersteller nicht nur allen Beteiligten bekanntgegeben werden m&uuml;sste, sondern auch, dass diese bei einer Au&szlig;enpr&uuml;fung von deren Beginn unterrichtet werden m&uuml;ssten. Dies w&auml;re nicht nur verwaltungs&ouml;konomisch wenig sinnvoll, da die steuerlichen Verh&auml;ltnisse der Gesellschafter nicht gepr&uuml;ft werden. Es widerspr&auml;che vielmehr auch der von der Vorschrift des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 Satz 1 AO sowie der zu &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 AO ergangenen Verordnung bezweckten Konzentrationswirkung des Verfahrens der gesonderten und einheitlichen Feststellung. Denn diese dient nach dem Gesetzeswortlaut des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;2 Satz 1 AO gerade der &quot;Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung des Besteuerungsverfahrens&quot;.&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.6.2015, IX R 51\/14 Hemmung der Feststellungsverj&auml;hrung bei Pr&uuml;fung eines Gesamtobjekts Tenor Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 29. Oktober 2014&nbsp;&nbsp;2 K 1\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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