{"id":64926,"date":"2015-09-03T17:28:38","date_gmt":"2015-09-03T15:28:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64926"},"modified":"2015-09-03T17:28:38","modified_gmt":"2015-09-03T15:28:38","slug":"x-r-14-14-wiedereinsetzung-von-amts-wegen-aufgrund-fehlerhafter-hinweise-in-einem-amtlichen-vordruck-altersvorsorgezulage-fuer-beurlaubte-beamte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-14-14-wiedereinsetzung-von-amts-wegen-aufgrund-fehlerhafter-hinweise-in-einem-amtlichen-vordruck-altersvorsorgezulage-fuer-beurlaubte-beamte\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Wiedereinsetzung von Amts wegen aufgrund fehlerhafter Hinweise in einem amtlichen Vordruck; Altersvorsorgezulage f&uuml;r beurlaubte Beamte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.6.2015, X R 14\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Wiedereinsetzung von Amts wegen aufgrund fehlerhafter Hinweise in einem amtlichen Vordruck; Altersvorsorgezulage f&uuml;r beurlaubte Beamte<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Beamte, die ohne Besoldung beurlaubt sind, deren Versorgungsanwartschaft aber auf die zwischenzeitliche Besch&auml;ftigung bei einem privaten Arbeitgeber erstreckt wird, k&ouml;nnen Altersvorsorgezulage nur erhalten, wenn sie innerhalb von zwei Jahren nach dem Beitragsjahr gegen&uuml;ber dem privaten Arbeitgeber schriftlich in die &Uuml;bermittlung bestimmter Daten einwilligen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Erteilt der Beamte in diesen F&auml;llen die Einwilligung gegen&uuml;ber seinem &#8211;hierf&uuml;r unzust&auml;ndigen&#8211; &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstherrn, ist wegen der Vers&auml;umung der Einwilligungsfrist von Amts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren, weil der amtliche Antragsvordruck jedenfalls f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2007 den fehlerhaften Hinweis enthielt, die Einwilligung sei auch in diesen F&auml;llen gegen&uuml;ber dem Dienstherrn zu erkl&auml;ren.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin Brandenburg vom 9. Januar 2014&nbsp;&nbsp;10 K 14234\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Hinsichtlich des Streitjahres 2007 wird die Beklagte verpflichtet, unter Aufhebung des Ablehnungsbescheids vom 28. M&auml;rz 2011 und unter teilweiser Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 28. Juli 2011 Altersvorsorgezulage f&uuml;r 2007 in H&ouml;he von 114 EUR festzusetzen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Streitjahre 2005 und 2006 wird die Sache an das Finanzgericht Berlin Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist st&auml;dtischer Beamter. Seit dem 1.&nbsp;Februar 2000 war er &#8211;unter Fortbestehen seines Beamtenverh&auml;ltnisses&#8211; ohne Bez&uuml;ge beurlaubt und im Angestelltenverh&auml;ltnis bei einer Tochter-GmbH der Stadt besch&auml;ftigt. Die Gew&auml;hrleistung seiner beamtenrechtlichen Versorgungsanwartschaft wurde auf diese Besch&auml;ftigung erstreckt. Er war daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Halbsatz&nbsp;2 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;VI) in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungsfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2005 schloss der Kl&auml;ger mit einem Anbieter einen zertifizierten Altersvorsorgevertrag, auf den er in den Folgejahren eigene Beitr&auml;ge einzahlte. Eine Einwilligungserkl&auml;rung (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) betreffend die &Uuml;bermittlung von Besoldungsdaten an die Beklagte und Revisionsbeklagte (Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen &#8211;ZfA&#8211;) erteilte der Kl&auml;ger zun&auml;chst nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anbieter beantragte die Zulage f&uuml;r die Streitjahre 2005 bis 2007 in dem auf das jeweilige Beitragsjahr folgenden Jahr mittels der vorgeschriebenen elektronischen Datens&auml;tze bei der ZfA. Dabei gab der Anbieter an, der Kl&auml;ger sei kein Beamter. Die ZfA zahlte die Zulagebetr&auml;ge in H&ouml;he von 76&nbsp;EUR (2005) bzw. 114&nbsp;EUR (2006 und 2007) jeweils noch im Jahr der Beantragung an den Anbieter aus, der sie dem Vertragskonto des Kl&auml;gers gutschrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 31.&nbsp;Dezember 2008 endete das Angestelltenverh&auml;ltnis mit der GmbH und die Beurlaubung des Kl&auml;gers; zum 1.&nbsp;Januar 2009 nahm er seine T&auml;tigkeit als Beamter bei der Stadt wieder auf. Die st&auml;dtische Besoldungsstelle &uuml;bersandte ihm einen Vordruck f&uuml;r die Einwilligungserkl&auml;rung, die er am 12.&nbsp;Januar 2009 ausgef&uuml;llt bei dieser Besoldungsstelle einreichte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2010 f&uuml;hrte die ZfA die &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulage (&sect;&nbsp;91 Abs.&nbsp;1 EStG) mittels eines Datenabgleichs durch. Da f&uuml;r die Streitjahre keine Einwilligung des Kl&auml;gers in die Daten&uuml;bermittlung vorlag, forderte die ZfA die Zulagen vom Anbieter zur&uuml;ck, der wiederum das Vertragskonto des Kl&auml;gers belastete. Nach dem Vorbringen des Kl&auml;gers teilte der Anbieter ihm im September 2010 mit, es bestehe &quot;Kl&auml;rungsbedarf&quot; hinsichtlich der Zulage; mit Schreiben vom 22.&nbsp;November 2010 wies der Anbieter den Kl&auml;ger unter Beif&uuml;gung eines entsprechenden Vordrucks ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass die Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung f&uuml;r die Zeit der Angestelltent&auml;tigkeit gegen&uuml;ber der GmbH zu erkl&auml;ren sei. Am 9.&nbsp;Dezember 2010 reichte der Kl&auml;ger eine entsprechende Einwilligungserkl&auml;rung bei der GmbH ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einem am 21.&nbsp;Dezember 2010 beim Anbieter und am 19.&nbsp;Januar 2011 bei der ZfA eingegangenen Schreiben beantragte der Kl&auml;ger die f&ouml;rmliche Festsetzung der Zulage u.a. f&uuml;r die Streitjahre. Er erkl&auml;rte, die Problematik scheine darin zu liegen, dass in den Datens&auml;tzen bei der Frage nach einer Beamteneigenschaft kein &quot;ja&quot; eingetragen gewesen sei. Er habe den Anbieter beim Vertragsabschluss &quot;wiederholt&quot; darauf hingewiesen, dass er w&auml;hrend der Zeit der Besch&auml;ftigung bei der GmbH zwar beurlaubt, aber gleichwohl Beamter gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 28.&nbsp;M&auml;rz 2011 lehnte die ZfA die Festsetzung von Altersvorsorgezulage f&uuml;r die Streitjahre ab. Der Kl&auml;ger habe die gesetzliche Zwei-Jahres-Frist f&uuml;r die Erteilung der Einwilligung gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle vers&auml;umt. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden, weil die hierf&uuml;r vorgetragenen Tatsachen unzureichend seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Einspruchsschreiben trug der Kl&auml;ger nochmals vor, er habe den Anbieter vor dem Vertragsschluss und w&auml;hrenddessen immer wieder auf seine besondere pers&ouml;nliche Situation als beurlaubter Beamter hingewiesen. Er habe auf die Beratung durch den Anbieter vertraut und daher davon ausgehen k&ouml;nnen, dass seine Angaben korrekt umgesetzt w&uuml;rden. Weil ihm der Daten&uuml;bermittlungsfehler des Anbieters unbekannt geblieben sei, habe er keine M&ouml;glichkeit zur Korrektur gehabt. Die Zwei-Jahres-Frist sei durch seine im Jahr 2009 gegen&uuml;ber der Stadt erkl&auml;rte Einwilligung zumindest f&uuml;r das Beitragsjahr 2007 gewahrt, da der Dienstherr auch w&auml;hrend der Zeit der Beurlaubung unver&auml;ndert geblieben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Zur&uuml;ckweisung des Einspruchs trug der Kl&auml;ger im Klageverfahren erg&auml;nzend vor, es m&uuml;sse ber&uuml;cksichtigt werden, dass der Zeitabstand zwischen den Beitragsjahren und der &Uuml;berpr&uuml;fung der Zulageberechtigung durch die ZfA zu lang gewesen sei. Die &Uuml;berpr&uuml;fung m&uuml;sse so zeitnah durchgef&uuml;hrt werden, dass formale Fehler noch geheilt werden k&ouml;nnten. Durch die &quot;Bewilligungsbescheide&quot; sei ein Vertrauenstatbestand dahingehend geschaffen worden, dass die Zulagen rechtlich zutreffend gew&auml;hrt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Das Einwilligungserfordernis sei als materiell-rechtliche Voraussetzung des Zulageanspruchs anzusehen. Der Kl&auml;ger h&auml;tte die Einwilligung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG gegen&uuml;ber der GmbH erteilen m&uuml;ssen; die Erkl&auml;rung gegen&uuml;ber der Stadt reiche nicht aus. Die ZfA sei nach der gesetzlichen Konzeption nicht zu einer fr&uuml;hzeitigeren Pr&uuml;fung verpflichtet gewesen; verfassungsrechtliche Bedenken hiergegen best&uuml;nden nicht. Auch Wiedereinsetzung k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden. F&uuml;r die Beitragsjahre 2005 und 2006 sei bereits die Jahresfrist des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;3 der Abgabenordnung (AO) abgelaufen. F&uuml;r 2007 habe der Kl&auml;ger innerhalb der Monatsfrist keine hinreichenden Wiedereinsetzungsgr&uuml;nde vorgetragen. Die Unkenntnis des gesetzlichen Einwilligungserfordernisses k&ouml;nne als Irrtum &uuml;ber materielles Recht ohnehin keine Wiedereinsetzung begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision vertritt der Kl&auml;ger die Auffassung, die ZfA d&uuml;rfe sich nach den Grunds&auml;tzen von Treu und Glauben nicht auf den Ablauf der Einwilligungsfrist berufen, da sie in ihren Antragsvordrucken und Erl&auml;uterungen die Erfordernisse des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) nicht beachtet habe. So sei die Erhebung personenbezogener Daten beim Betroffenen nur nach Erteilung bestimmter Hinweise zul&auml;ssig (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BDSG); ferner sei der Betroffene darauf hinzuweisen, dass die Erteilung der Auskunft Voraussetzung f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Rechtsvorteilen sei (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BDSG). Auch die Einwilligung in die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten setze die Erf&uuml;llung von Hinweispflichten voraus (&sect;&nbsp;4a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BDSG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem best&uuml;nden unter den Gesichtspunkten der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit, der Folgerichtigkeit und des Willk&uuml;rverbots erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Ausgestaltung des Zulageverfahrens. Wenn das Gesetz es zulasse, dass die &Uuml;berpr&uuml;fung erst nach Ablauf der Einwilligungsfrist stattfinde, sei dies weder folgerichtig noch durch die vom FG angestellten Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen gerechtfertigt. Dies gelte umso mehr, als das Einwilligungserfordernis eine Sonderregelung f&uuml;r einen beschr&auml;nkten Personenkreis darstelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Beitragsjahr 2007 sei zudem Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren, da die amtlichen Antragsformulare zumindest irref&uuml;hrend gewesen seien. Auch bei Beachtung der zumutbaren Sorgfalt h&auml;tten die dortigen Formulierungen so verstanden werden k&ouml;nnen, dass keine weiteren Verfahrenshandlungen des Zulageberechtigten mehr erforderlich seien. Erst f&uuml;r sp&auml;tere Jahre seien in den amtlichen Formularen deutliche Hinweise auf die Notwendigkeit der Einwilligungserkl&auml;rung enthalten gewesen. Der Kl&auml;ger habe die Frage, ob er zulagerechtlich als Beamter oder als Angestellter zu gelten habe, &quot;wiederholt und intensiv mit dem Anbieter diskutiert und hinterfragt&quot;. Hier&uuml;ber habe &quot;sowohl bei dem Anbieter als auch bei der DRV gro&szlig;e Unsicherheit&quot; geherrscht. Letztlich habe der Anbieter den Kl&auml;ger als Angestellten eingestuft, so dass er davon habe ausgehen k&ouml;nnen, dass eine Einwilligung nicht erforderlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil, die Einspruchsentscheidung vom 28.&nbsp;Juli 2011 und die Ablehnungsbescheide vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2011 aufzuheben und die ZfA zu verpflichten, zu seinen Gunsten Altersvorsorgezulage f&uuml;r das Jahr 2005 in H&ouml;he von 76&nbsp;EUR sowie f&uuml;r die Jahre 2006 und 2007 in H&ouml;he von jeweils 114&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie ist der Auffassung, mangelnde Rechtskenntnis begr&uuml;nde nicht die Annahme h&ouml;herer Gewalt i.S. des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;3 AO. Die Abgabe der Einwilligungserkl&auml;rung gegen&uuml;ber einer unzust&auml;ndigen Stelle k&ouml;nne nicht als Fiktion der Einwilligung gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt f&uuml;r das Streitjahr 2007 zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Entscheidung des Senats in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Jahr 2007 ist der Kl&auml;ger unmittelbar zulageberechtigt. Er hat die erforderliche Einwilligungserkl&auml;rung zwar &#8211;innerhalb der gesetzlichen Zwei-Jahres-Frist&#8211; bei einer hierf&uuml;r objektiv nicht zust&auml;ndigen Stelle abgegeben. Da ihm im amtlichen Antragsvordruck aber genau diese Stelle genannt worden war, ist ihm von Amts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren (dazu unten&nbsp;1.). F&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 ist der Kl&auml;ger nicht unmittelbar zulageberechtigt, da er die gesetzliche Einwilligungsfrist vers&auml;umt hat und ihm insoweit &#8211;die fehlerhaften Hinweise im amtlichen Antragsvordruck waren f&uuml;r diese Beitragsjahre nicht kausal f&uuml;r die Fristvers&auml;umnis&#8211; keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren ist (unten&nbsp;2.). Nach der neueren Rechtsprechung des Senats ist in derartigen F&auml;llen aber zu pr&uuml;fen, ob der Kl&auml;ger &uuml;ber seine Ehefrau mittelbar zulageberechtigt ist (unten&nbsp;3.). Zur Nachholung entsprechender Feststellungen geht die Sache insoweit an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r das Beitragsjahr 2007 ist die ZfA antragsgem&auml;&szlig; zur Festsetzung der begehrten Altersvorsorgezulage zu verpflichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG haben nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigte unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Personen Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage. Nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG sind u.a. solche Beamte beg&uuml;nstigt, die ohne Besoldung beurlaubt sind, und zwar f&uuml;r die Zeit einer Besch&auml;ftigung, wenn w&auml;hrend der Beurlaubung die Gew&auml;hrleistung einer Versorgungsanwartschaft unter den Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;VI auf diese Besch&auml;ftigung erstreckt wird. Dies traf im Jahr 2007 auf den Kl&auml;ger zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beg&uuml;nstigung von Angeh&ouml;rigen des genannten Personenkreises setzt allerdings nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 EStG zus&auml;tzlich voraus, dass &quot;sie sp&auml;testens bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf das Beitragsjahr (&sect;&nbsp;88) folgt, gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle (&sect;&nbsp;81a) schriftlich eingewilligt haben, dass diese der zentralen Stelle (&sect;&nbsp;81) j&auml;hrlich mitteilt, dass der Steuerpflichtige zum beg&uuml;nstigten Personenkreis geh&ouml;rt, dass die zust&auml;ndige Stelle der zentralen Stelle die f&uuml;r die Ermittlung des Mindesteigenbeitrags (&sect;&nbsp;86) und die Gew&auml;hrung der Kinderzulage (&sect;&nbsp;85) erforderlichen Daten &uuml;bermittelt und die zentrale Stelle diese Daten f&uuml;r das Zulageverfahren verwenden darf&quot;. Die zust&auml;ndige Stelle, gegen&uuml;ber der die Einwilligung abzugeben ist, war im Fall des Kl&auml;gers w&auml;hrend der Dauer der Besch&auml;ftigung bei der GmbH &quot;der zur Zahlung des Arbeitsentgelts verpflichtete Arbeitgeber&quot; (&sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG), also die GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dieser Regelungslage h&auml;tte der Kl&auml;ger die Einwilligung f&uuml;r das Beitragsjahr 2007 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2009 schriftlich gegen&uuml;ber der GmbH erkl&auml;ren m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chlich hat er diese Erkl&auml;rung aber erst am 9.&nbsp;Dezember 2010 bei der GmbH eingereicht. Die gesetzliche Zwei-Jahres-Frist ist damit vers&auml;umt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dem Kl&auml;ger ist hierf&uuml;r jedoch von Amts wegen Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren. Dies sieht &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO vor, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Wiedereinsetzung ohne Antrag &#8211;von Amts wegen&#8211; kann gew&auml;hrt werden, wenn die vers&auml;umte Handlung innerhalb der Antragsfrist nachgeholt wird (&sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Den Kl&auml;ger traf f&uuml;r das Jahr 2007 kein Verschulden an der Vers&auml;umung der Frist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im amtlichen Vordruck f&uuml;r den Antrag auf Altersvorsorgezulage f&uuml;r das Jahr 2005 &#8211;dem Jahr, in dem der Kl&auml;ger den Altersvorsorgevertrag abgeschlossen und f&uuml;r das er erstmals Zulage beantragt hatte&#8211; hei&szlig;t es (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 4.&nbsp;Oktober 2005, BStBl I 2005, 909, 911, unter E.): &quot;Ich geh&ouml;rte w&auml;hrend des gesamten Kalenderjahres 2004 ausschlie&szlig;lich zum Personenkreis<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;der Beamten, Richter und Berufssoldaten,&nbsp;&#8230;<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;beurlaubten Beamten mit Anspruch auf Versorgung f&uuml;r die Dauer der Besch&auml;ftigung,&nbsp;&#8230;<br \/>ja, in diesem Fall sind im Feldbereich E keine weiteren Angaben erforderlich, da die ma&szlig;gebenden Einkommensdaten aufgrund Ihrer &#8211;dem Dienstherren gegen&uuml;ber abgegebenen&#8211; Einwilligung von diesem &uuml;bermittelt werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Vordruck ist zwar die statusrechtliche Sondergruppe, der der Kl&auml;ger angeh&ouml;rte, ausdr&uuml;cklich bezeichnet (beurlaubte Beamte mit Anspruch auf Versorgung f&uuml;r die Dauer der Besch&auml;ftigung). Auch f&uuml;r diese Gruppe wird im Vordruck aber darauf hingewiesen, dass die Einwilligung &quot;dem Dienstherren gegen&uuml;ber&quot; abzugeben sei. Dieser Hinweis war objektiv unzutreffend, da der Kl&auml;ger die Einwilligung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG bei seinem &#8211;privatrechtlichen&#8211; Arbeitgeber h&auml;tte einreichen m&uuml;ssen. Sein &#8211;&ouml;ffentlich-rechtlicher&#8211; Dienstherr blieb hingegen auch w&auml;hrend der Zeit der Beurlaubung die Stadt. Diese war aber &#8211;anders als im Vordruck erl&auml;utert&#8211; nach der gesetzlichen Regelung nicht f&uuml;r die Entgegennahme der Einwilligungserkl&auml;rung zust&auml;ndig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chlich hat der Kl&auml;ger die Einwilligung innerhalb der gesetzlichen Zwei-Jahres-Frist bei der Stadt (seinem Dienstherrn) eingereicht. Dies entsprach zwar bei objektiver Betrachtung nicht der gesetzlichen Regelung, wohl aber dem eindeutigen Hinweis im amtlichen Vordruck. Da kein Anhaltspunkt daf&uuml;r vorliegt, dass der Kl&auml;ger, der seinerzeit nicht durch eine fachkundige Person vertreten wurde, die objektive, sehr komplexe Rechtslage tats&auml;chlich kannte &#8211;auch die ZfA geht von einem Rechtsirrtum des Kl&auml;gers aus&#8211;, handelte er nicht schuldhaft, indem er sich an die eindeutigen Hinweise im amtlichen Vordruck hielt. Insofern unterscheidet sich der Streitfall von Sachverhaltskonstellationen, in denen ein amtlicher Vordruck zwar f&uuml;r sich genommen objektiv zutreffende Angaben enth&auml;lt, der Steuerpflichtige diese Angaben aber missversteht (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 27.&nbsp;August 1998 III&nbsp;R&nbsp;47\/95, BFHE 187, 134, BStBl II 1999, 65, und vom 27.&nbsp;August 1998 III&nbsp;R&nbsp;15\/96, BFH\/NV 1999, 368: keine Wiedereinsetzung, wenn im amtlichen Vordruck auf eine Sonderregelung f&uuml;r &quot;einheitliche und gesonderte Feststellungen&quot; hingewiesen wird, der &#8211;durch eine fachkundige Person vertretene&#8211; Steuerpflichtige darunter aber auch die blo&szlig;e &quot;gesonderte Feststellung&quot; versteht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob der Kl&auml;ger f&uuml;r das Jahr 2005 &#8211;was nach Aktenlage der Fall sein d&uuml;rfte&#8211; einen Dauerzulageantrag mit Wirkung auch f&uuml;r das Beitragsjahr 2007 gestellt hat, oder ob er f&uuml;r 2007 einen eigenst&auml;ndigen Antrag gestellt hat, kann offen bleiben, da der unzutreffende Hinweis auf die beim Dienstherrn abzugebende Einwilligungserkl&auml;rung auch im Antragsvordruck f&uuml;r 2007 (BMF-Schreiben vom 7.&nbsp;August 2007, BStBl I 2007, 612, 614) unver&auml;ndert enthalten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Kl&auml;ger hat die vers&auml;umte Rechtshandlung auch rechtzeitig nachgeholt. Nach den Feststellungen des FG hat er erstmals durch das Schreiben des Anbieters vom 22.&nbsp;November 2010 Kenntnis davon erlangt, dass die Einwilligung f&uuml;r die Zeit der Angestelltent&auml;tigkeit gegen&uuml;ber der GmbH zu erkl&auml;ren sei. Er hat die Einwilligung am 9.&nbsp;Dezember 2010 &#8211;innerhalb der Monatsfrist des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 AO&#8211; tats&auml;chlich bei der GmbH eingereicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Sache ist in Bezug auf das Beitragsjahr 2007 spruchreif (&sect;&nbsp;101 Satz&nbsp;1 FGO). Abgesehen von der Einhaltung der Frist f&uuml;r die Erteilung der Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung ist zwischen den Beteiligten keine der gesetzlichen Voraussetzungen f&uuml;r den Zulageanspruch des Jahres 2007 streitig. Das FG hat ausdr&uuml;cklich festgestellt, dass der Kl&auml;ger den Mindesteigenbeitrag f&uuml;r die Gew&auml;hrung der H&ouml;chstzulage geleistet hat. Damit ist die ZfA verpflichtet, die in &sect;&nbsp;84 EStG f&uuml;r das Jahr 2007 vorgesehene Grundzulage von 114&nbsp;EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die Beitragsjahre 2005 und 2006 ist der Kl&auml;ger nicht unmittelbar zulageberechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die gesetzliche Frist ist &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht streitig ist&#8211; f&uuml;r beide Jahre vers&auml;umt. F&uuml;r das Beitragsjahr 2006 endete die Frist am 31.&nbsp;Dezember 2008; f&uuml;r das Beitragsjahr 2005 entsprechend noch ein Jahr fr&uuml;her. Tats&auml;chlich ist die Einwilligung aber erst am 9.&nbsp;Dezember 2010 bei der GmbH eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem Kl&auml;ger kann insoweit auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch die am 12.&nbsp;Januar 2009 bei der &#8211;objektiv nicht zust&auml;ndigen&#8211; Stadt eingegangene Einwilligungserkl&auml;rung h&auml;tte die Zwei-Jahres-Frist f&uuml;r die Beitragsjahre 2005 und 2006 nicht wahren k&ouml;nnen. Der fehlerhafte Hinweis im amtlichen Vordruck ist daher f&uuml;r diese Beitragsjahre nicht kausal f&uuml;r die Fristvers&auml;umung geworden, da dieser Hinweis den Kl&auml;ger nicht etwa von der Abgabe einer Einwilligungserkl&auml;rung als solcher hat abhalten k&ouml;nnen, sondern nur dazu f&uuml;hren konnte, dass die Erkl&auml;rung bei einer hierf&uuml;r unzust&auml;ndigen Stelle eingereicht wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Da bei tats&auml;chlicher Abgabe der Einwilligungserkl&auml;rung gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Stelle am 9.&nbsp;Dezember 2010 f&uuml;r die Beitragsjahre 2005 und 2006 auch die Jahresfrist des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;3 AO bereits abgelaufen war, k&ouml;nnte Wiedereinsetzung nur dann gew&auml;hrt werden, wenn die Nachholung der vers&auml;umten Handlung vor Ablauf der Jahresfrist infolge h&ouml;herer Gewalt unm&ouml;glich war. Dies ist nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Begriff der &quot;h&ouml;heren Gewalt&quot; ist enger als der Begriff &quot;ohne Verschulden&quot;; er entspricht nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) im Wesentlichen dem der &quot;unabwendbaren Zuf&auml;lle&quot; in der bis zum 30.&nbsp;Juni 1977 geltenden Fassung des &sect;&nbsp;233 der Zivilprozessordnung. Unter h&ouml;herer Gewalt ist danach ein Ereignis zu verstehen, das auch durch die gr&ouml;&szlig;te nach den Umst&auml;nden des gegebenen Falles vern&uuml;nftigerweise von dem Betroffenen unter Anlegung subjektiver Ma&szlig;st&auml;be &#8211;also unter Ber&uuml;cksichtigung seiner Lage, Erfahrung und Bildung&#8211; zu erwartende und zumutbare Sorgfalt nicht abgewendet werden konnte (BVerfG-Beschluss vom 16.&nbsp;Oktober 2007&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;51\/05, BVerfGK 12, 303, unter III., mit zahlreichen weiteren Nachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Anwendung dieses strengen Ma&szlig;stabs war der Kl&auml;ger nicht durch h&ouml;here Gewalt an der Wahrung der Jahresfrist f&uuml;r die Stellung eines Wiedereinsetzungsantrags gehindert. Er hat selbst vorgetragen, seinen Status wiederholt und intensiv mit dem Anbieter diskutiert und hinterfragt zu haben. Wenn damit aber unstreitig ist, dass der Kl&auml;ger nicht nur Anlass hatte, sich mit seinem besonderen Status zu befassen, sondern er dies auch tats&auml;chlich &quot;wiederholt und intensiv&quot; getan hat, dann h&auml;tte er im Rahmen seiner Kl&auml;rungsversuche zumindest auch den amtlichen Antragsvordruck heranziehen m&uuml;ssen. Aus diesem ergab sich aber bereits f&uuml;r das Beitragsjahr 2005, dass bei &quot;beurlaubten Beamten mit Anspruch auf Versorgung f&uuml;r die Dauer der Besch&auml;ftigung&quot; eine Einwilligung erforderlich war. Unrichtig war der amtliche Vordruck nur insoweit, als f&uuml;r die Personengruppe, der der Kl&auml;ger angeh&ouml;rte, eine unzust&auml;ndige Stelle als Adressat der Einwilligungserkl&auml;rung benannt wurde. Im &Uuml;brigen erf&uuml;llt ein blo&szlig;er Rechtsirrtum nicht die Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme &quot;h&ouml;herer Gewalt&quot; i.S. des &sect;&nbsp;110 Abs.&nbsp;3 AO (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFHE 242, 535, BStBl II 2014, 46, Rz&nbsp;52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger h&auml;tte danach bei Heranziehung des amtlichen Antragsvordrucks nicht g&auml;nzlich von der Abgabe einer Einwilligungserkl&auml;rung innerhalb der gesetzlichen Frist absehen d&uuml;rfen, so dass er nicht durch h&ouml;here Gewalt an der Nachholung der vers&auml;umten Rechtshandlung bzw. der Stellung eines Wiedereinsetzungsantrags gehindert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Senat hat in seinem Urteil vom 22.&nbsp;Oktober 2014 X&nbsp;R&nbsp;18\/14 (BFHE 247, 312, BStBl II 2015, 371, Rz&nbsp;37&nbsp;ff.), auf das zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird, ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet, dass die f&uuml;r Besoldungsempf&auml;nger (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG) ma&szlig;gebenden Normen verfassungsgem&auml;&szlig; sind. Nichts anderes gilt f&uuml;r die ebenso strukturierten Normen f&uuml;r beurlaubte Beamte (&sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 Nr.&nbsp;4, &sect;&nbsp;81a Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG). Mangels gesetzlicher Rentenversicherungspflicht dieses Personenkreises verf&uuml;gt die ZfA &#8211;anders als bei rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern&#8211; nicht &uuml;ber die Einkommensdaten dieser Zulageberechtigten. Eine Daten&uuml;bermittlung muss daher durch den Zulageberechtigten selbst &#8211;mittels Erteilung der Einwilligung&#8211; angesto&szlig;en werden. Dies reicht angesichts des Umstands, dass verfassungsrechtlicher Pr&uuml;fungsma&szlig;stab insoweit lediglich das Willk&uuml;rverbot ist, zur verfassungsrechtlichen Rechtfertigung der Differenzierung zwischen rentenversicherungspflichtigen und nicht rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die auf die Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;4, 4a BDSG gest&uuml;tzten Bedenken des Kl&auml;gers gegen die Gestaltung der datenschutzrechtlich erforderlichen Hinweise in den Antragsvordrucken vermag der Senat nicht zu teilen. Da die Revisionsbegr&uuml;ndung sich insoweit noch nicht einmal ansatzweise mit der konkreten Ausgestaltung der Vordrucke f&uuml;r die Zulageantr&auml;ge und die Einwilligungserkl&auml;rungen auseinandersetzt, sieht der Senat von n&auml;heren Ausf&uuml;hrungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus weist der Senat darauf hin, dass die Nichtbeachtung der datenschutzrechtlichen Erfordernisse nicht etwa die Gew&auml;hrung der Zulage, sondern die Unwirksamkeit einer erkl&auml;rten Einwilligung in die Daten&uuml;bermittlung zur Folge h&auml;tte (&sect;&nbsp;4a BDSG). Auch bei einer unwirksamen Einwilligung k&ouml;nnte der Kl&auml;ger im vorliegenden Verfahren aber nicht mehr erlangen als bei einer zwar wirksamen, aber versp&auml;tet abgegebenen Einwilligung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. In Betracht kommt allerdings eine mittelbare Zulageberechtigung des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;79 EStG in der f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 ma&szlig;gebenden Fassung lautet: &quot;Nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 beg&uuml;nstigte unbeschr&auml;nkt steuerpflichtige Personen haben Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage (Zulage). Liegen bei Ehegatten die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 vor und ist nur ein Ehegatte nach Satz&nbsp;1 beg&uuml;nstigt, so ist auch der andere Ehegatte zulageberechtigt, wenn ein auf seinen Namen lautender Altersvorsorgevertrag besteht.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Wortlaut dieser Norm w&auml;re der Kl&auml;ger mittelbar zulageberechtigt, wenn &#8211;was bisher allerdings nicht festgestellt ist&#8211; seine Ehefrau nach &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 EStG unmittelbar zulageberechtigt w&auml;re und die Eheleute die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 EStG erf&uuml;llen w&uuml;rden. Entscheidend f&uuml;r die mittelbare Zulageberechtigung ist, dass der Kl&auml;ger nicht selbst nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigt ist. Die Erf&uuml;llung des Tatbestands der zuletzt genannten Norm scheitert in Bezug auf den Kl&auml;ger f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006 aber gerade am Fehlen einer fristgerechten Einwilligungserkl&auml;rung (s. oben&nbsp;2.). Zur n&auml;heren rechtlichen Begr&uuml;ndung verweist der Senat auf sein Urteil vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;R&nbsp;20\/14 (www.bundesfinanzhof.de\/entscheidungen, Datum der Ver&ouml;ffentlichung: 15.&nbsp;Juli 2015).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die mittelbare Zulageberechtigung des Kl&auml;gers ist danach im Ergebnis davon abh&auml;ngig, ob seine Ehefrau in den Streitjahren nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 EStG beg&uuml;nstigt war und die Eheleute die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 EStG erf&uuml;llten. Zur Nachholung der entsprechenden Feststellungen geht die Sache an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO. Auch bei einer nur teilweisen Zur&uuml;ckverweisung der Sache kann dem FG im Hinblick auf den Grundsatz der Einheitlichkeit der Kostenentscheidung die Entscheidung &uuml;ber die gesamten Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen werden (Senatsurteil vom 16.&nbsp;September 2004 X&nbsp;R&nbsp;25\/01, BFHE 207, 515, BStBl II 2006, 228, unter II.8., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.6.2015, X R 14\/14 Wiedereinsetzung von Amts wegen aufgrund fehlerhafter Hinweise in einem amtlichen Vordruck; Altersvorsorgezulage f&uuml;r beurlaubte Beamte Leits&auml;tze 1. Beamte, die ohne Besoldung beurlaubt sind, deren Versorgungsanwartschaft aber auf die zwischenzeitliche Besch&auml;ftigung bei einem privaten Arbeitgeber erstreckt wird, k&ouml;nnen Altersvorsorgezulage nur erhalten, wenn sie innerhalb von zwei Jahren nach dem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-14-14-wiedereinsetzung-von-amts-wegen-aufgrund-fehlerhafter-hinweise-in-einem-amtlichen-vordruck-altersvorsorgezulage-fuer-beurlaubte-beamte\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Wiedereinsetzung von Amts wegen aufgrund fehlerhafter Hinweise in einem amtlichen Vordruck; Altersvorsorgezulage f&uuml;r beurlaubte Beamte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64926"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64926\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}