{"id":64939,"date":"2015-09-03T17:29:07","date_gmt":"2015-09-03T15:29:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64939"},"modified":"2015-09-03T17:29:07","modified_gmt":"2015-09-03T15:29:07","slug":"x-b-20-15-nichtzulassungsbeschwerde-fehlende-erfolgsaussicht-des-revisionsverfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-20-15-nichtzulassungsbeschwerde-fehlende-erfolgsaussicht-des-revisionsverfahrens\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;20\/15 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Fehlende Erfolgsaussicht des Revisionsverfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.6.2015, X B 20\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Fehlende Erfolgsaussicht des Revisionsverfahrens<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 12. November 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2059\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) werden als Eheleute zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Sie machen Verluste in Gestalt von Aufwendungen f&uuml;r Grundst&uuml;cke geltend, die der Kl&auml;ger zwischen 1981 und 2005 erworben hatte. In den Streitjahren wurden die Grundst&uuml;cke weder betrieblich genutzt noch standen den Aufwendungen Einnahmen bzw. Ertr&auml;ge gegen&uuml;ber. Zwischen den Beteiligten ist umstritten, ob und in welcher Weise diese Grundst&uuml;cke dazu dienten, Eink&uuml;nfte zu erzielen. In Rede steht eine Freizeitanlage, der die fraglichen Grundst&uuml;cke in Anspruch n&auml;hme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Ber&uuml;cksichtigung der Aufwendungen unter den in Betracht kommenden Aspekten des gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels, der Betriebsaufspaltung (Betrieb der Gondelbahn durch die Betriebsgesellschaft) und der privaten Verm&ouml;gensverwaltung (mit dem Ziel etwa der Vermietung und Verpachtung) abgelehnt. Die Aufwendungen seien nicht durch einen Betrieb des Kl&auml;gers veranlasst. Ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel liege nicht vor, da eine Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht nicht feststellbar sei. Die Zuordnung zu einem k&uuml;nftigen Besitzunternehmen im Rahmen einer Betriebsaufspaltung sei nicht m&ouml;glich, da eine diesbez&uuml;gliche Gewinnerzielungsabsicht &#8211;mangels Veranlassungszusammenhangs mit einer bestimmten Einkunftsart&#8211; nicht festzustellen sei. Es sei angesichts der Umst&auml;nde nicht ersichtlich, ob und wann es zu dem Betrieb kommen werde. Auch sei mittlerweile fraglich, ob ein etwaiges Betriebsunternehmen von dem Kl&auml;ger beherrscht w&uuml;rde, nachdem der Kl&auml;ger sp&auml;ter selbst erkl&auml;rt habe, die Anlage werde ein Fremder f&uuml;hren m&uuml;ssen. Es sei daher erst recht nicht absehbar, ob und ggf. wann k&uuml;nftige Ertr&auml;ge eines k&uuml;nftigen Besitzunternehmens die Verluste &uuml;bersteigen k&ouml;nnten. Schlie&szlig;lich komme der Ansatz von Verlusten unter dem Gesichtspunkt der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht in Betracht, da auch dieser voraussetze, dass in absehbarer Zeit hieraus Eink&uuml;nfte erzielt w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision machen die Kl&auml;ger Divergenz i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) geltend. Das FG gehe von dem abstrakten Rechtssatz aus, eine Gewinnerzielungsabsicht fehle bereits dann, wenn die Totalgewinnprognose objektiv negativ sei. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) gelte aber der zweigliedrige Liebhabereibegriff (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;September 2002 IV&nbsp;R&nbsp;60\/01, BFHE 200, 284, BStBl II 2003, 85). Die Gewinnerzielungsabsicht fehle, wenn eine negative Totalgewinnprognose vorliege (objektives Merkmal) und zudem die Verluste vom Steuerpflichtigen aus privaten Gr&uuml;nden hingenommen w&uuml;rden (subjektives Merkmal).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG ausf&uuml;hre, der Kl&auml;ger habe nach den Streitjahren angedeutet, es werde wohl nicht zur Betriebsaufspaltung kommen, sei dies nicht entscheidungserheblich. F&uuml;r die Gewinnerzielungsabsicht komme es auf die Sicht des Streitjahres an (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Juni 1984 GrS&nbsp;4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, und BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Dezember 2000 VIII&nbsp;B&nbsp;68\/00, nicht ver&ouml;ffentlicht). Auch insoweit liege eine Divergenz vor, da das FG von dem abstrakten Rechtssatz ausgegangen sei, f&uuml;r die Gewinnerzielungsabsicht komme es auf die tats&auml;chlichen sp&auml;teren Umst&auml;nde an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe seine Entscheidung nicht auf fehlende Gewinnerzielungsabsicht, sondern darauf gest&uuml;tzt, dass eine einkommensteuerrelevante T&auml;tigkeit nicht dargelegt, nicht nachgewiesen und damit nicht erkennbar sei. Daher habe es bereits am Veranlassungszusammenhang zwischen den Aufwendungen und einer bestimmten Einkunftsart gefehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat teilt allerdings nur bedingt die Beurteilung des FA, das FG habe seine Entscheidung nicht auf fehlende Gewinnerzielungsabsicht, sondern auf fehlenden Veranlassungszusammenhang gest&uuml;tzt. Das FG hat zwar einleitend formuliert, die Ber&uuml;cksichtigung von Betriebsausgaben setze die wirtschaftliche Veranlassung durch einen Betrieb des Kl&auml;gers voraus. Es hat diese jedoch u.a. mit eingehenden &Uuml;berlegungen zur Gewinnerzielungsabsicht verneint, insbesondere im Rahmen der Ausf&uuml;hrungen zu einer etwaigen Betriebsaufspaltung. Das FG hat damit die Gesichtspunkte des Veranlassungszusammenhangs und der Gewinnerzielungsabsicht untrennbar miteinander verwoben, so dass der eine nicht ohne den anderen Bestand haben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ob sich das FG im Rahmen dieser &Uuml;berlegungen in Widerspruch zu der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung gesetzt hat, ob ein etwaiger Widerspruch ferner auf der Grundlage der Rechtsauffassung des FG im Ergebnis entscheidungserheblich war, kann der Senat im Ergebnis dahinstehen lassen. Die Beschwerde bleibt in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO ist eine Revision zur&uuml;ckzuweisen, wenn die Entscheidungsgr&uuml;nde zwar eine Verletzung des bestehenden Rechts ergeben, sich die Entscheidung selbst aber aus anderen Gr&uuml;nden als richtig darstellt. Die Vorschrift ist im Verfahren &uuml;ber die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision entsprechend anzuwenden (vgl. dazu u.a. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;Juli 2008 X&nbsp;B&nbsp;25\/08, BFH\/NV 2008, 1673; vom 12.&nbsp;Dezember 2011 VIII&nbsp;B&nbsp;83\/11, BFH\/NV 2012, 726; vom 20.&nbsp;Februar 2012 III&nbsp;B&nbsp;107\/11, BFH\/NV 2012, 987; vom 11.&nbsp;Dezember 2013 I&nbsp;B&nbsp;174\/12, BFH\/NV 2014, 665; vom 25.&nbsp;Juni 2014 VII&nbsp;B&nbsp;210\/13, BFH\/NV 2014, 1714; vom 18.&nbsp;November 2014 V&nbsp;B&nbsp;54\/14, BFH\/NV 2015, 223; vom 6.&nbsp;Februar 2015 IX&nbsp;B&nbsp;97\/14, BFH\/NV 2015, 821).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat folgt nicht den im Schrifttum hiergegen vorgetragenen Bedenken (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;56), denen zufolge die Revision bei Vorliegen eines Zulassungsgrundes ungeachtet der Erfolgsaussichten zuzulassen sei, andernfalls der Senat in Beschlussbesetzung &uuml;ber Rechtsfragen entschiede, die grunds&auml;tzlich der Vollsenat zu entscheiden habe. Steht bereits im Beschwerdeverfahren aufgrund der ihrerseits nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Zulassungsr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG zur &Uuml;berzeugung des dort zur Entscheidung berufenen Spruchk&ouml;rpers fest, dass die Revision keine Erfolgsaussicht hat, so ist es bereits in den Ma&szlig;st&auml;ben der einzelnen Zulassungsgr&uuml;nde des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO angelegt, die Revision nicht zuzulassen. &Uuml;ber die Zulassungsgr&uuml;nde hat aber gerade dieser Spruchk&ouml;rper zu befinden. Eine unzul&auml;ssige Kompetenzverschiebung findet daher nicht statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Rechtsfrage von etwaiger grunds&auml;tzlicher Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO w&auml;re in einem solchen Fall im Revisionsverfahren nicht entscheidungserheblich und deshalb nicht kl&auml;rungsf&auml;hig (zu diesem Aspekt ausdr&uuml;cklich bereits der Senatsbeschluss in BFH\/NV 2008, 1673). Entsprechendes gilt f&uuml;r die Rechtsfortbildungsrevision i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 FGO, da sie ein Spezialfall der Grundsatzrevision ist. Bei der durch &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO erfassten Divergenz beurteilt sich zwar grunds&auml;tzlich die Frage der Entscheidungserheblichkeit der abweichend beantworteten Rechtsfrage nach der Rechtsauffassung des FG. Nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO muss aber die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH &quot;erfordern&quot;. Eine Rechtsfrage, zu der im Revisionsverfahren mangels Entscheidungserheblichkeit au&szlig;erhalb eines etwaigen obiter dictum &uuml;berhaupt keine Aussagen m&ouml;glich w&auml;ren, verlangt eine Entscheidung des BFH im Allgemeininteresse nicht, und im Interesse der Beteiligten &#8211;einschlie&szlig;lich der Kosteninteressen&#8211; liegt die Durchf&uuml;hrung eines Revisionsverfahrens und eine Entscheidung durch den BFH erst recht nicht, wenn das FG-Urteil ohnehin im Ergebnis richtig ist. Verfahrensm&auml;ngel i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO schlie&szlig;lich kn&uuml;pfen zwar ebenfalls f&uuml;r die Frage, ob die Entscheidung im Sinne dieser Vorschrift auf ihnen beruhen kann, an die Rechtsauffassung des FG an. Dieser Zulassungsgrund ist indes in erster Linie nicht von dem Allgemeininteresse, sondern dem Interesse der Beteiligten getragen, eine verfahrensrechtlich korrekte Grundlage f&uuml;r eine materiell-rechtlich richtige Entscheidung herbeizuf&uuml;hren. Bei Verfahrensfehlern, von denen bereits im Beschwerdeverfahren feststeht, dass sie sich auf die Entscheidung im Ergebnis nicht auswirken, ginge daher die Zulassung der Revision oder die Zur&uuml;ckverweisung nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO &uuml;ber das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis des unterlegenen Beteiligten hinaus (ebenso im Ergebnis f&uuml;r <span style=\"text-decoration:underline\">diesen<\/span> Zulassungsgrund Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect;&nbsp;115 Rz&nbsp;98). Damit gilt der Rechtsgedanke des &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO im Rahmen aller Zulassungsgr&uuml;nde und kann allgemein im Rahmen der Entscheidung &uuml;ber die Zulassung der Revision entsprechend angewandt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG-Urteil erweist sich jedenfalls im Ergebnis eindeutig als zutreffend, so dass die Beschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen ist. Auf Grundlage der nicht mit Zulassungsr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG steht fest, dass die Klage ungeachtet etwaiger &Uuml;berlegungen zur Gewinnerzielungsabsicht bereits wegen fehlenden Veranlassungszusammenhangs abzuweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH k&ouml;nnen Aufwendungen als vorweggenommene Betriebsausgaben oder Werbungskosten steuermindernd ber&uuml;cksichtigt werden, wenn mit den Aufwendungen nicht nur irgendeine noch unsichere Einkommensquelle angestrebt wird, sondern eine klar erkennbare Beziehung zwischen den Aufwendungen und einer bestimmten Einkunftsart besteht. Es bedarf eines hinreichend konkreten, objektiv feststellbaren Veranlassungszusammenhangs mit sp&auml;teren Einnahmen (vgl. grundlegend bereits BFH-Urteil vom 3.&nbsp;November 1961 VI&nbsp;196\/60&nbsp;U, BFHE 74, 319, BStBl III 1962, 123; weiter u.a. Urteile vom 13.&nbsp;Februar 2003 IV&nbsp;R&nbsp;44\/01, BFHE 201, 495, BStBl II 2003, 698; vom 18.&nbsp;August 2010 X&nbsp;R&nbsp;30\/07, BFH\/NV 2011, 215; vom 30.&nbsp;Oktober 2014 IV&nbsp;R&nbsp;34\/11, BFHE 247, 418, BStBl II 2015, 380; vgl. auch Vorlagebeschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;Juli 2014 VI&nbsp;R&nbsp;2\/12, BFHE 247, 25, BFH\/NV 2014, 1954, und VI&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 247, 64, BFH\/NV 2014, 1970, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein derartiger konkreter Zusammenhang fehlt. Im Streitfall steht noch nicht einmal fest, welche tats&auml;chlichen Pl&auml;ne der Kl&auml;ger mit den fraglichen Grundst&uuml;cken verfolgt, geschweige denn, welcher Einkunftsart etwaige mit den Grundst&uuml;cken in Zusammenhang stehende Einnahmen zuzuordnen sein k&ouml;nnten. Das FG hat keine Feststellungen dazu treffen k&ouml;nnen, ob der Kl&auml;ger die Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ern m&ouml;chte, ob er sie selbst betrieblich nutzen oder dies einer Gesellschaft &uuml;berlassen will, ob dies ggf. eine von ihm selbst mit der Folge der Betriebsaufspaltung oder von einem fremden Dritten beherrschte Gesellschaft w&auml;re, oder wie er sonst die Grundst&uuml;cke als Einkommensquelle zu erschlie&szlig;en beabsichtigt. Eine wahlweise, letztlich spekulative Zuordnung der Aufwendungen zu entweder dieser oder jener Einkunftsart, ohne dass auch nur festst&uuml;nde, ob &uuml;berhaupt jemals eine Einkunftsart verwirklicht werden wird, erm&ouml;glicht die Ber&uuml;cksichtigung als vorweggenommene Betriebsausgaben oder Werbungskosten nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.6.2015, X B 20\/15 Nichtzulassungsbeschwerde: Fehlende Erfolgsaussicht des Revisionsverfahrens Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 12. November 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2059\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) werden &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-20-15-nichtzulassungsbeschwerde-fehlende-erfolgsaussicht-des-revisionsverfahrens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;20\/15 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Fehlende Erfolgsaussicht des Revisionsverfahrens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64939","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64939","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64939"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64939\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64939"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64939"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64939"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}