{"id":64941,"date":"2015-09-03T17:29:09","date_gmt":"2015-09-03T15:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64941"},"modified":"2015-09-03T17:29:09","modified_gmt":"2015-09-03T15:29:09","slug":"vi-r-17-14-zivilprozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-17-14-zivilprozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;17\/14 &#8211; Zivilprozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 17\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Zivilprozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Kosten eines Zivilprozesses sind im Allgemeinen keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect; 33 EStG (&Auml;nderung der Rechtsprechung).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Etwas anderes kann ausnahmsweise gelten, wenn ein Rechtsstreit einen f&uuml;r den Steuerpflichtigen existenziell wichtigen Bereich oder den Kernbereich menschlichen Lebens ber&uuml;hrt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 11. Februar 2014&nbsp;&nbsp;13 K 3724\/12 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung f&uuml;r 2010 Kosten f&uuml;r einen Zivilrechtsstreit als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung i.S. des &sect;&nbsp;33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2007 verstarb die Mutter der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin). Ausweislich eines aufgefundenen Testaments hatte sie die Kl&auml;gerin zur Alleinerbin eingesetzt. Die Kl&auml;gerin beantragte daraufhin einen Erbschein. Im Rahmen des Erteilungsverfahrens zweifelte der Bruder der Kl&auml;gerin die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Testaments an. Es kam zu einem Zivilrechtsstreit, in dem das Amtsgericht X (AG) zu Gunsten der Kl&auml;gerin entschied. Das f&uuml;r die Beschwerdeentscheidung zust&auml;ndige Landgericht Z hob den Nichtabhilfebeschluss und die Vorlageverf&uuml;gung des AG auf und verwies den Rechtsstreit zur&uuml;ck. Das AG erhob im zweiten Rechtsgang Beweis durch Einholung eines graphologischen Gutachtens. Mit Beschluss vom 1.&nbsp;Februar 2010 erteilte es der Kl&auml;gerin schlie&szlig;lich einen Alleinerbschein. Im Zusammenhang mit diesem Zivilrechtsstreit entstanden der Kl&auml;gerin im Streitjahr 2010 Rechtsanwaltskosten in H&ouml;he von 3.460,03&nbsp;EUR und Gerichtskosten in H&ouml;he von 3.866,55&nbsp;EUR, die ihr weder von ihrem Bruder noch von dritter Seite erstattet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin machte die betreffenden Kosten in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2010 zun&auml;chst nicht geltend. Gegen den Einkommensteuerbescheid vom 22. Juli 2011 legte die Kl&auml;gerin fristgem&auml;&szlig; Einspruch mit der Begr&uuml;ndung ein, dass aufgrund der ge&auml;nderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) gem&auml;&szlig; dem Urteil vom 12. Mai 2011 VI&nbsp;R&nbsp;42\/10 (BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015) die Anwaltskosten aus dem Nachlassverfahren als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) wies den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen erhobene Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 850 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 11. Februar 2014&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3724\/12&nbsp;E aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 14. September 2012 dahingehend abzu&auml;ndern, dass Gerichtskosten in H&ouml;he von 3.866,55&nbsp;EUR und Anwaltskosten in H&ouml;he von 3.460,03&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie ist daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die geltend gemachten Prozesskosten sind nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung i.S. des &sect; 33 EStG zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstandes (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer in bestimmtem Umfang erm&auml;&szlig;igt (&sect; 33 Abs.&nbsp;1 EStG). Gem&auml;&szlig; &sect; 33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen zwangsl&auml;ufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen. Ziel des &sect;&nbsp;33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die &uuml;blichen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung, die in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (u.a. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;September 1989 III&nbsp;R&nbsp;129\/86, BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418; Senatsurteil vom 26. Juni 2014 VI R 51\/13, BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2.a) Bei den Kosten eines Zivilprozesses sprach nach der langj&auml;hrigen Rechtsprechung des BFH eine Vermutung gegen die Zwangsl&auml;ufigkeit (Senatsurteil vom 22. August 1958 VI&nbsp;148\/57&nbsp;U, BFHE 67, 379, BStBl III 1958, 419; BFH-Urteile vom 18. Juli 1986 III&nbsp;R&nbsp;178\/80, BFHE 147, 171, BStBl II 1986, 745; vom 9. Mai 1996 III&nbsp;R&nbsp;224\/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596; vom 4. Dezember 2001 III&nbsp;R&nbsp;31\/00, BFHE 198, 94, BStBl II 2002, 382; vom 18. M&auml;rz 2004 III&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726, und vom 27. August 2008 III&nbsp;R&nbsp;50\/06, BFH\/NV 2009, 553). Derartige Kosten wurden nur als zwangsl&auml;ufig erachtet, wenn auch das die Zahlungsverpflichtung oder den Zahlungsanspruch ad&auml;quat verursachende Ereignis zwangsl&auml;ufig war (BFH-Urteil in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596). Daran fehlte es nach der Rechtsprechung des BFH im Allgemeinen bei einem Zivilprozess (BFH-Urteile in BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726, und in BFH\/NV 2009, 553). Vielmehr sei es in der Regel der freien Entscheidung der (Vertrags)-Parteien &uuml;berlassen, ob sie sich zur Durchsetzung oder Abwehr eines zivilrechtlichen Anspruchs einem Prozess(kosten)risiko aussetzten (vgl. BFH-Urteile in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596; in BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726, und in BFH\/NV 2009, 553). Lasse sich der Steuerpflichtige trotz ungewissen Ausgangs auf einen Prozess ein, liege die Ursache f&uuml;r die Prozesskosten in seiner Entscheidung, das Prozesskostenrisiko in der Hoffnung auf ein f&uuml;r ihn g&uuml;nstiges Ergebnis in Kauf zu nehmen; es entspreche nicht Sinn und Zweck des &sect; 33 EStG, ihm die Kostenlast zu erleichtern, wenn sich das im eigenen Interesse bewusst in Kauf genommene Risiko realisiert habe (BFH-Urteile in BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726, und in BFH\/NV 2009, 553). Als zwangsl&auml;ufige Aufwendungen erkannte die Rechtsprechung Zivilprozesskosten nur an, wenn der Prozess existenziell wichtige Bereiche oder den Kernbereich menschlichen Lebens ber&uuml;hrte. Liefe der Steuerpflichtige ohne den Rechtsstreit Gefahr, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen, k&ouml;nne er trotz unsicherer Erfolgsaussichten gezwungen sein, einen Zivilprozess zu f&uuml;hren (BFH-Urteile in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596; in BFH\/NV 2009, 553).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Demgegen&uuml;ber nahm der Senat in seiner Entscheidung in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 die Unausweichlichkeit von Zivilprozesskosten unter der Voraussetzung an, dass die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte er im Wesentlichen aus, streitige Anspr&uuml;che seien wegen des staatlichen Gewaltmonopols regelm&auml;&szlig;ig nur gerichtlich durchzusetzen oder abzuwehren. Da die Parteien zur Durchsetzung ihrer Rechtsanspr&uuml;che mithin auf den Weg vor die Gerichte verwiesen w&uuml;rden, entst&uuml;nden Zivilprozesskosten f&uuml;r den Kl&auml;ger wie auch f&uuml;r den Beklagten unabh&auml;ngig vom Gegenstand des Prozesses aus rechtlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig. Demgegen&uuml;ber sei entgegen der bisherigen Rechtsprechung nicht auf die Unausweichlichkeit des der streitgegenst&auml;ndlichen Zahlungsverpflichtung oder dem strittigen Zahlungsanspruch zugrunde liegenden Ereignisses abzustellen, weil der Steuerpflichtige im Verfassungsstaat des Grundgesetzes den Rechtsweg beschreiten m&uuml;sse, um sein Recht durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Senatsurteil in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 hat neben Zustimmung (z.B. FG D&uuml;sseldorf, Urteile vom 20.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;2052\/12&nbsp;E, EFG 2013, 703; vom 19. Februar 2013&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;2392\/12&nbsp;E, EFG 2013, 933; vom 14. Januar 2013&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;1633\/12 E, EFG 2013, 701; Kanzler in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect; 33 EStG Rz&nbsp;110; Rosenke, EFG 2013, 1668) vielfach auch Kritik erfahren (z.B. FG Hamburg, Urteil vom 24.&nbsp;September 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;195\/11, EFG 2013, 41; FG D&uuml;sseldorf, Urteil in EFG 2014, 850; FG des Saarlandes, Urteil vom 10.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1201\/13, EFG 2015, 818; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 20.&nbsp;Dezember 2011, BStBl I 2011, 1286; G.&nbsp;Kirchhof, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2013, 1867, 1871; Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;47a&nbsp;ff.; Steinhauff, jurisPR-SteuerR 33\/2011, Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach nochmaliger Pr&uuml;fung h&auml;lt der Senat an seiner in dem Urteil in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 vertretenen Auffassung nicht mehr fest. Der Senat kehrt unter Aufgabe seiner in dem Urteil in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 vertretenen Ansicht zu der fr&uuml;heren Rechtsprechung des BFH zur Abziehbarkeit der Kosten eines Zivilprozesses als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung zur&uuml;ck. Der Senat ist sich bewusst, dass die Stetigkeit der Rechtsprechung des BFH als des obersten Gerichtshofs des Bundes f&uuml;r Steuern und Z&ouml;lle ein wesentliches Element der Rechtssicherheit ist. Er ist jedoch der Ansicht, dass hier schwerwiegende sachliche Gr&uuml;nde, und zwar vor allem der Gesichtspunkt einer notwendigen Vereinheitlichung der Rechtsanwendung und der Grundsatz der Gleichm&auml;&szlig;igkeit der Besteuerung, eine &Auml;nderung der Rechtsprechung des Senats gebieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar kann sich der Steuerpflichtige nach einem verlorenen Zivilprozess &#8211;unabh&auml;ngig davon, ob er als Kl&auml;ger oder als Beklagter an ihm beteiligt war (vgl. BFH-Urteil in BFHE 147, 171, BStBl II 1986, 745)&#8211; der eigentlichen Zahlungsverpflichtung aus rechtlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um aus rechtlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufige Aufwendungen i.S. des &sect; 33 Abs.&nbsp;2 EStG anzunehmen. Vielmehr stellt die Rechtsprechung f&uuml;r die Entscheidung dar&uuml;ber, ob Aufwendungen zwangsl&auml;ufig i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG angefallen sind, seit jeher auf die wesentliche Ursache ab, die zu den jeweiligen Aufwendungen gef&uuml;hrt hat. Die Zwangsl&auml;ufigkeit im Rahmen des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 EStG ist danach nicht allein an der unmittelbaren Zahlungsverpflichtung zu messen, sondern es muss auch das die Verpflichtung ad&auml;quat verursachende Ereignis f&uuml;r den Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig sein. So kommen z.B. Aufwendungen zur Tilgung von Schulden nur dann als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung in Betracht, wenn die Schuldaufnahme durch Ausgaben veranlasst war, die ihrerseits den Tatbestand des &sect;&nbsp;33 EStG erf&uuml;llen (vgl. Senatsurteile vom 18. November 1977 VI&nbsp;R&nbsp;142\/75, BFHE 124, 39, BStBl II 1978, 147; vom 2. Oktober 1981 VI R 38\/78, BFHE 134, 286, BStBl II 1982, 116). Entscheidend f&uuml;r die Frage, ob Aufwendungen zwangsl&auml;ufig i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG angefallen sind, ist daher die wesentliche Ursache, die zu den Aufwendungen gef&uuml;hrt hat (BFH-Urteile in BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726, und vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2004 III&nbsp;R&nbsp;31\/02, BFHE 205, 274, BStBl II 2004, 867).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend hiervon sind die Kosten eines Zivilprozesses grunds&auml;tzlich nur dann als zwangsl&auml;ufig anzusehen, wenn auch das die Prozessf&uuml;hrung mit der Folge der Zahlungsverpflichtung ad&auml;quat verursachende Ereignis f&uuml;r den Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig ist (Senatsurteile vom 3. Juni 1982 VI&nbsp;R&nbsp;41\/79, BFHE 136, 370, BStBl II 1982, 749; in BFHE 134, 286, BStBl II 1982, 116; BFH-Urteile in BFHE 147, 171, BStBl II 1986, 745; vom 6. Mai 1994 III R 27\/92, BFHE 175, 332, BStBl II 1995, 104; vom 19. Dezember 1995 III R 177\/94, BFHE 179, 383, BStBl II 1996, 197). Daran fehlt es im Allgemeinen bei einem Zivilprozess. Indes ist der Grundsatz, dass Kosten eines Zivilprozesses keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen sind, auch schon nach bisheriger st&auml;ndiger Rechtsprechung keine starre Regel. Vielmehr erfordert die Vielfalt der prozessualen Gestaltungen eine Ber&uuml;cksichtigung des jeweiligen Streitgegenstandes und der Ursachen des Streits (vgl. u.a. BFH-Urteile in BFHE 147, 171, BStBl II 1986, 745; in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ber&uuml;hrt ein Rechtsstreit einen f&uuml;r den Steuerpflichtigen existenziell wichtigen Bereich oder den Kernbereich menschlichen Lebens, kann jener unter Umst&auml;nden in eine Zwangslage geraten, in der f&uuml;r ihn die Verfolgung seiner rechtlichen Interessen trotz unsicherer Erfolgsaussichten existenziell erforderlich ist (vgl. BFH-Urteil vom 19. Mai 1995 III R 12\/92, BFHE 178, 207, BStBl II 1995, 774), und sich folglich die Frage stellen, ob die &Uuml;bernahme eines Prozesskostenrisikos nicht insoweit als i.S. des &sect; 33 EStG zwangsl&auml;ufig anzusehen ist. Ein solcher Ausnahmefall kann insbesondere dann in Betracht gezogen werden, wenn der Steuerpflichtige, ohne sich auf den Rechtsstreit einzulassen, Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren oder seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen (BFH-Urteile in BFHE 175, 332, BStBl II 1995, 104; in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese Auslegung entspricht dem Grundgedanken des &sect;&nbsp;33 EStG, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen (u.a. BFH-Urteil in BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418; Senatsurteil in BFHE 246, 326, BStBl II 2015, 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Begrenzung der Abziehbarkeit von Prozesskosten auf einen eng umschriebenen Bereich steht weder das staatliche Gewaltmonopol, das den Einzelnen zwingt, zur Durchsetzung seiner Rechte Gerichte in Anspruch zu nehmen, noch das Institut der Prozesskostenhilfe (PKH) entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar bringt die Tatsache, dass der Einzelne zur zwangsweisen Durchsetzung tats&auml;chlich oder vermeintlich bestehender Rechte gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen muss, notwendigerweise gegebenenfalls endg&uuml;ltig zu tragende Kosten mit sich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dem staatlichen Gewaltmonopol kann entgegen der in dem Senatsurteil in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 vertretenen Auffassung aber nicht abgeleitet werden, dass Zivilprozesskosten i.S. von &sect; 33 EStG zwangsl&auml;ufig anfielen. Die Berufung auf das staatliche Gewaltmonopol vermag nicht das Vorliegen eines zus&auml;tzlichen existenznotwendigen Bedarfs zu begr&uuml;nden (Steinhauff, jurisPR-SteuerR 33\/2011 Rz&nbsp;5). Das staatliche Gewaltmonopol und das Recht auf die Gew&auml;hrleistung effektiven Rechtsschutzes zwingen den Steuerpflichtigen auch nicht zur F&uuml;hrung eines Zivilprozesses. Zudem liefe die Ansicht, Zivilprozesskosten erw&uuml;chsen dem Steuerpflichtigen unabh&auml;ngig vom Gegenstand des Zivilrechtsstreits aus rechtlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig, im Ergebnis darauf hinaus, jedwede durch den Rechtsstaat rechtm&auml;&szlig;ig auferlegte Zahlungsverpflichtung als zwangsl&auml;ufige Aufwendung anzuerkennen (dazu auch G.&nbsp;Kirchhof, DStR 2013, 1867, 1871). Ma&szlig;geblich ist aber die Zwangsl&auml;ufigkeit des die Zahlungsobliegenheit ausl&ouml;senden Ereignisses.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Geht es dabei um einen Bereich, der nicht das existenziell Notwendige betrifft, liegt die wesentliche Ursache f&uuml;r die angefallenen Aufwendungen im Bereich der durch den Steuerpflichtigen gestaltbaren Lebensf&uuml;hrung. Dies gilt nach den im Rahmen der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen geltenden Grunds&auml;tzen entsprechend auch f&uuml;r diesen Bereich betreffende Prozesskosten (vgl. auch G.&nbsp;Kirchhof, DStR 2013, 1867, 1871).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Bestimmungen &uuml;ber die PKH sollen den Zugang zu den Gerichten f&uuml;r jedermann in grunds&auml;tzlich gleicher Weise er&ouml;ffnen und bezwecken daher eine weitgehende Angleichung der Situation von Bemittelten und Unbemittelten bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 13. M&auml;rz 1990&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;94\/88, BVerfGE 81, 347, 356). Die der Gew&auml;hrung von PKH zugrunde liegende verfassungsrechtliche Werteentscheidung steht nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Werteentscheidung des Einkommensteuerrechts und zielt nicht darauf ab, die Prozesskosten von der Besteuerung auszunehmen. Dementsprechend f&uuml;hrt das Institut der PKH nicht dazu, dass Zivilprozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung bei der Einkommensteuer abgezogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben kommt im Streitfall die Ber&uuml;cksichtigung der der Kl&auml;gerin entstandenen Gerichts- und Anwaltskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nicht in Betracht. Die Kl&auml;gerin hat weder dargelegt, dass ihre Existenzgrundlage gef&auml;hrdet gewesen w&auml;re, h&auml;tte sie das Erbe nicht angetreten oder h&auml;tte sie es mit ihrem Bruder teilen m&uuml;ssen, noch ist dies sonst ersichtlich. Das FG hat eine Ber&uuml;cksichtigung der geltend gemachten Aufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen daher zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 17\/14 Zivilprozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen Leits&auml;tze 1. Die Kosten eines Zivilprozesses sind im Allgemeinen keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect; 33 EStG (&Auml;nderung der Rechtsprechung). 2. Etwas anderes kann ausnahmsweise gelten, wenn ein Rechtsstreit einen f&uuml;r den Steuerpflichtigen existenziell wichtigen Bereich oder den Kernbereich menschlichen Lebens ber&uuml;hrt. Tenor Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-17-14-zivilprozesskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;17\/14 &#8211; Zivilprozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64941","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64941"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64941\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}