{"id":64955,"date":"2015-09-03T17:29:56","date_gmt":"2015-09-03T15:29:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=64955"},"modified":"2015-09-03T17:29:56","modified_gmt":"2015-09-03T15:29:56","slug":"iii-b-168-14-keine-einwendungen-gegen-grund-und-hoehe-von-saeumniszuschlaegen-im-erlassverfahren-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-anforderung-an-die-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspfli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-168-14-keine-einwendungen-gegen-grund-und-hoehe-von-saeumniszuschlaegen-im-erlassverfahren-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-anforderung-an-die-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspfli\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;168\/14 &#8211; Keine Einwendungen gegen Grund und H&ouml;he von S&auml;umniszuschl&auml;gen im Erlassverfahren &#8211; Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Anforderung an die Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.7.2015, III B 168\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Einwendungen gegen Grund und H&ouml;he von S&auml;umniszuschl&auml;gen im Erlassverfahren &#8211; Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Anforderung an die Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 20. November 2014&nbsp;&nbsp;10 K 3514\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erlie&szlig; gegen&uuml;ber den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) diverse Bescheide zur Einkommensteuer und zum Solidarit&auml;tszuschlag 2001 bis 2008 sowie zu den Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und zum Solidarit&auml;tszuschlag 2008 bis 2010. Die hiernach festgesetzten Steuern und Vorauszahlungen wurden bei F&auml;lligkeit zun&auml;chst nicht vollst&auml;ndig entrichtet. Nach Ank&uuml;ndigung von Vollstreckungsma&szlig;nahmen tilgten die Kl&auml;ger die R&uuml;ckst&auml;nde bis 18.&nbsp;Februar 2011 in vollem Umfang. Ausweislich einer R&uuml;ckstandsaufstellung vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2011 blieben nur noch S&auml;umniszuschl&auml;ge in H&ouml;he von 82.283,10&nbsp;EUR offen. Den Antrag der Kl&auml;ger, s&auml;mtliche S&auml;umniszuschl&auml;ge zu erlassen, lehnte das FA mit Bescheid vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2011 ab. Durch mehrere Ratenzahlungen entrichteten die Kl&auml;ger anschlie&szlig;end bis 13.&nbsp;Juni 2012 auch alle r&uuml;ckst&auml;ndigen S&auml;umniszuschl&auml;ge. Dem gegen die Ablehnung des Erlasses und mittlerweile auf Erstattung der bereits geleisteten S&auml;umniszuschl&auml;ge gerichteten Einspruch half das FA in H&ouml;he von 585&nbsp;EUR wegen des Vorliegens sachlicher Billigkeitsgr&uuml;nde hinsichtlich der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und zum Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r das IV.&nbsp;Quartal 2008 ab. Im &Uuml;brigen wies es den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck (Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Oktober 2013).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen erhobene Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Zur Begr&uuml;ndung verwies es im Wesentlichen darauf, dass die vom FA getroffene Entscheidung keine Ermessensfehler erkennen lasse. Das FA habe zu Recht angenommen, dass weder sachliche noch pers&ouml;nliche Billigkeitsgr&uuml;nde gegeben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen des Vorliegens von Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet und daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen. Soweit die geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision &uuml;berhaupt den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO entsprechend dargelegt sind, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen einer Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r umfasst vor allem das durch Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes und &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO gew&auml;hrleistete Recht der Verfahrensbeteiligten, sich vor Erlass einer Entscheidung zu den entscheidungserheblichen Tatsachen und Beweisergebnissen zu &auml;u&szlig;ern. Sie haben einen Anspruch darauf, dem Gericht auch in rechtlicher Hinsicht alles vorzutragen, was sie f&uuml;r wesentlich halten. Diesen Anspr&uuml;chen entspricht die Pflicht des Gerichts, die Ausf&uuml;hrungen der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erw&auml;gung zu ziehen. Weiterhin hat das Gericht seine Entscheidung zu begr&uuml;nden, wobei aus seiner Begr&uuml;ndung erkennbar sein muss, dass eine Auseinandersetzung mit dem wesentlichen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten stattgefunden hat. Diese richterliche Pflicht geht jedoch nicht soweit, dass sich das Gericht mit jedem Vorbringen in den Entscheidungsgr&uuml;nden ausdr&uuml;cklich befassen m&uuml;sste, da davon auszugehen ist, dass das Gericht das Vorbringen der Beteiligten auch zur Kenntnis genommen hat. Es darf das Vorbringen au&szlig;er Acht lassen, das nach seiner Auffassung unerheblich oder unsubstantiiert ist. Das rechtliche Geh&ouml;r ist erst dann verletzt, wenn sich aus den besonderen Umst&auml;nden des Einzelfalles deutlich ergibt, dass das Gericht ein Vorbringen entweder &uuml;berhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung ersichtlich nicht in Erw&auml;gung gezogen hat (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;April 2008 X&nbsp;B&nbsp;154\/07, BFH\/NV 2008, 1361, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dies zugrunde gelegt, ergibt sich eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs nicht im Hinblick auf die R&uuml;ge der Kl&auml;ger, das FG habe ihren Vortrag im Schriftsatz vom 20.&nbsp;August 2014, wonach die S&auml;umniszuschl&auml;ge zu den urspr&uuml;nglich festgesetzten Vorauszahlungen zur Einkommensteuer 2008 und 2009 wegen nachfolgender Aufhebung dieser Vorauszahlungen nicht gerechtfertigt gewesen seien, nicht zur Kenntnis genommen und in Erw&auml;gung gezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den Gr&uuml;nden der angegriffenen Entscheidung folgt, dass das FG dieses Vorbringen nicht f&uuml;r entscheidungserheblich gehalten hat. Das FG hat sich &#8211;entsprechend dem durch das Klagebegehren begrenzten Entscheidungsrahmen (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO)&#8211; nur mit der Frage befasst, ob die Ablehnung einer Billigkeitsma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;227 der Abgabenordnung (AO) ermessensfehlerhaft war. Innerhalb dieses Pr&uuml;fungsrahmens hat es &#8211;wie sich aus dem Protokoll &uuml;ber die am 27.&nbsp;Mai 2014 durchgef&uuml;hrte Er&ouml;rterung, aus dem Tatbestand und aus II.2.a der Gr&uuml;nde der Entscheidung ergibt&#8211; die durch die R&uuml;ckstandsaufstellung vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2011 ausgewiesene Zusammensetzung und H&ouml;he der S&auml;umniszuschl&auml;ge als gegeben angesehen. Zur Frage, ob und gegebenenfalls in welcher H&ouml;he S&auml;umniszuschl&auml;ge zu den Einkommensteuer-Vorauszahlungen 2008 und 2009 tats&auml;chlich entstanden waren, brauchte sich das FG &#8211;im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH (zur Zweigleisigkeit des Verfahrens s. etwa BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Juli 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;8\/06, BFH\/NV 2007, 2069, m.w.N.)&#8211; nicht auseinanderzusetzen, weil etwaige Streitigkeiten hier&uuml;ber in einem eigenst&auml;ndigen Verfahren durch Abrechnungsbescheid nach &sect;&nbsp;218 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO zu entscheiden sind (s. im Einzelnen Heuermann in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;240 AO Rz&nbsp;84; Lindwurm in Leopold\/Madle\/Rader, Abgabenordnung, &sect;&nbsp;240 Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch soweit die Kl&auml;ger geltend machen, das FG habe sich nicht mit ihrem Vortrag auseinandergesetzt, wonach ihr Prozessbevollm&auml;chtigter sich mit einer Vielzahl von Antr&auml;gen um eine Aussetzung der Vollziehung (AdV) bem&uuml;ht, das FA hiervon aber nur einen beantwortet habe, liegt eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs nicht vor. Denn das FG ist &#8211;wie die Kl&auml;ger selbst ausf&uuml;hren&#8211; davon ausgegangen, dass eine AdV zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt ohnehin ausgeschieden w&auml;re, weil die Steuerfestsetzungen auf Sch&auml;tzungen beruhten und die dagegen gerichteten Einspr&uuml;che erst mit der Einreichung der Steuererkl&auml;rungen begr&uuml;ndet wurden. Daraus wird deutlich, dass es f&uuml;r das FG nicht entscheidungserheblich war, wie viele Antr&auml;ge auf AdV die Kl&auml;ger gestellt haben und ob diese alle durch das FA beantwortet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;ger r&uuml;gen, das FG habe seine Sachaufkl&auml;rungspflicht verletzt, weil es ihrem Einwand, dass keine Vorauszahlungsverpflichtung bestanden habe, nicht nachgegangen sei, haben sie einen Verfahrensmangel nicht in der durch &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geforderten Art und Weise dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wird ger&uuml;gt, das FG habe gegen die Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) versto&szlig;en, weil es auch ohne entsprechenden Beweisantritt von Amts wegen den Sachverhalt weiter h&auml;tte aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, ist insbesondere anzugeben, welche Tatsachen das FG mit welchen Beweismitteln noch h&auml;tte aufkl&auml;ren sollen und weshalb sich dem FG eine Aufkl&auml;rung unter Ber&uuml;cksichtigung seines &#8211;insoweit ma&szlig;geblichen&#8211; Rechtsstandpunkts h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, obwohl der Kl&auml;ger selbst keinen entsprechenden Beweisantrag gestellt hat; schlie&szlig;lich, welches Ergebnis die Beweiserhebung h&auml;tte erwarten lassen und inwiefern dieses zu einer f&uuml;r den Kl&auml;ger g&uuml;nstigeren Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (z.B. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;Januar 2005 VII&nbsp;B&nbsp;61\/04, BFH\/NV 2005, 921, m.w.N.; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;120 Rz&nbsp;70).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt der Vortrag der Kl&auml;ger nicht. Die Kl&auml;ger f&uuml;hren schon nicht aus, welche Tatsachen das FG mit welchen Beweismitteln noch h&auml;tte aufkl&auml;ren m&uuml;ssen und welches Ergebnis die Beweiserhebung h&auml;tte erwarten lassen. Sie gehen auch nicht darauf ein, warum sich dem FG nach seinem insoweit ma&szlig;geblichen Rechtsstandpunkt eine weitere Aufkl&auml;rung h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen. Das FG hat im Tatbestand der Entscheidung tats&auml;chliche Feststellungen zu den die Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und zum Solidarit&auml;tszuschlag 2008 und 2009 betreffenden Bescheiden getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;ger sich im Kern dagegen wenden, dass das FG die Frage, welchen Inhalt diese Verwaltungsakte aufweisen, anders beurteilt hat als von ihnen gew&uuml;nscht, handelt es sich bereits nicht um eine Frage der Tatsachenfeststellung, sondern der materiellen W&uuml;rdigung (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1998 I&nbsp;R&nbsp;83\/97, BFHE 186, 67, BStBl II 1998, 601; Lange in HHSp, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;210). Einwendungen gegen die materiell-rechtliche Richtigkeit des erstinstanzlichen Gerichts verm&ouml;gen die Zulassung der Revision indes grunds&auml;tzlich nicht zu rechtfertigen (z.B. BFH-Beschluss vom 9.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;B&nbsp;239\/12, BFH\/NV 2014, 65, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. An der hinreichenden Darlegung eines Verfahrensfehlers fehlt es auch insoweit, als die Kl&auml;ger vortragen, das FG habe zu Unrecht eine weitere Sachaufkl&auml;rung zu den von den Kl&auml;gern gestellten Antr&auml;gen auf AdV unterlassen. Insbesondere setzen sich die Kl&auml;ger nicht mit der Frage auseinander, weshalb sich dem FG eine Aufkl&auml;rung unter Ber&uuml;cksichtigung seines Rechtsstandpunkts, dass das FA ohnehin zu keinem fr&uuml;heren Zeitpunkt AdV h&auml;tte gew&auml;hren d&uuml;rfen, h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.7.2015, III B 168\/14 Keine Einwendungen gegen Grund und H&ouml;he von S&auml;umniszuschl&auml;gen im Erlassverfahren &#8211; Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Anforderung an die Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 20. November 2014&nbsp;&nbsp;10 K 3514\/13 wird als unbegr&uuml;ndet &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-168-14-keine-einwendungen-gegen-grund-und-hoehe-von-saeumniszuschlaegen-im-erlassverfahren-verletzung-des-rechtlichen-gehoers-anforderung-an-die-darlegung-der-verletzung-der-sachaufklaerungspfli\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;168\/14 &#8211; Keine Einwendungen gegen Grund und H&ouml;he von S&auml;umniszuschl&auml;gen im Erlassverfahren &#8211; Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs &#8211; Anforderung an die Darlegung der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-64955","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64955"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64955\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}