{"id":6496,"date":"2012-11-30T21:53:03","date_gmt":"2012-11-30T19:53:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6496"},"modified":"2012-11-30T21:53:03","modified_gmt":"2012-11-30T19:53:03","slug":"iv-r-44-09-verkauf-von-betriebsvermoegen-des-gesellschafters-an-zebragesellschaft-keine-aufdeckung-stiller-reserven-entsprechend-betrieblicher-beteiligung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-44-09-verkauf-von-betriebsvermoegen-des-gesellschafters-an-zebragesellschaft-keine-aufdeckung-stiller-reserven-entsprechend-betrieblicher-beteiligung\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;44\/09 &#8211; Verkauf von Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters an Zebragesellschaft; keine Aufdeckung stiller Reserven entsprechend betrieblicher Beteiligung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2012, IV R 44\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Verkauf von Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters an Zebragesellschaft; keine Aufdeckung stiller Reserven entsprechend betrieblicher Beteiligung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&Uuml;bertr&auml;gt ein gewerblich t&auml;tiger Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft (sog. Zebragesellschaft) ein Wirtschaftsgut seines Betriebsverm&ouml;gens in das Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft, f&uuml;hrt dies steuerlich nicht zur Aufdeckung der stillen Reserven bei dem Gesellschafter, soweit dieser an der Zebragesellschaft betrieblich beteiligt ist. <\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine KG, die als Obergesellschaft einer Unternehmensgruppe Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt. Am 17.&nbsp;Dezember des Streitjahres (1997) verkaufte sie mit Wirkung zum 31.&nbsp;Dezember 1997 ein Betriebsgrundst&uuml;ck f&uuml;r 8.000.000&nbsp;DM (Buchwert 1.024.528&nbsp;DM) an eine verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige KG (verm&ouml;gensverwaltende KG). An deren Festkapital war sie als Kommanditistin mit 99&nbsp;% beteiligt, verf&uuml;gte jedoch nicht &uuml;ber die Mehrheit der Stimmrechte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin sah die Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erung im Umfang ihrer Beteiligung an der verm&ouml;gensverwaltenden KG (99&nbsp;%) steuerlich nicht als Ver&auml;u&szlig;erungs-\/Anschaffungsvorgang an. Insoweit habe das Grundst&uuml;ck ihr Betriebsverm&ouml;gen nicht verlassen, weil es sich bei der verm&ouml;gensverwaltenden KG um eine sog. Zebragesellschaft handele, die selbst nicht &uuml;ber Betriebsverm&ouml;gen verf&uuml;ge. Deren Gesamthandsverm&ouml;gen sei daher anteilig (zu 99&nbsp;%) dem Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gelangte demgegen&uuml;ber nach einer Betriebspr&uuml;fung zu der Auffassung, dass die stillen Reserven des Grundst&uuml;cks infolge der Ver&auml;u&szlig;erung insgesamt aufzudecken und in vollem Umfang als steuerpflichtiger Gewinn bei der Kl&auml;gerin zu erfassen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) entschied, die &Uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks aus dem Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin in das Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden KG unterliege im vollen Umfang der Besteuerung. Die fremd&uuml;bliche Ver&auml;u&szlig;erung von Wirtschaftsg&uuml;tern aus dem Betriebsverm&ouml;gen in das Gesamthandsverm&ouml;gen einer Zebragesellschaft werde grunds&auml;tzlich als &Uuml;bertragung in diesem Sinne behandelt. Die Zebragesellschaft werde auch steuerrechtlich Eigent&uuml;merin. Lediglich f&uuml;r Zwecke der Ertragsbesteuerung werde das Grundst&uuml;ck den Gesellschaftern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) anteilig zugerechnet. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes (EStG) sei nicht einschl&auml;gig, da diese Vorschrift im Streitjahr noch nicht gegolten habe. Es sei darauf abzustellen, ob bei der verm&ouml;gensverwaltenden KG die Besteuerung der stillen Reserven &#8211;ausgehend vom Buchwert, den das Grundst&uuml;ck bei der Kl&auml;gerin gehabt habe&#8211; bei einer zuk&uuml;nftigen Ver&auml;u&szlig;erung gew&auml;hrleistet sei. Dies sei jedoch nicht der Fall, wenn das Grundst&uuml;ck dort mit dem Kaufpreis erfasst werde. Es sei dieser Gesellschaft wegen ihrer verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeit nicht m&ouml;glich, den Kaufpreis der Gesamthand durch Erg&auml;nzungsbilanzen zu neutralisieren. Zudem werde selbst unter Geltung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 EStG vertreten, dass nach dem Wortlaut dieser Vorschrift &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG nicht gelte. Es k&ouml;nne auch nicht darauf abgestellt werden, dass das Grundst&uuml;ck der Kl&auml;gerin zu 99&nbsp;% zuzurechnen sei. Die Zurechnung erfolge n&auml;mlich mit dem anteiligen Kaufpreis und nicht mit dem anteiligen Buchwert, da eine vollentgeltliche Ver&auml;u&szlig;erung vorliege. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 729 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen richtet sich die Revision der Kl&auml;gerin. Sie macht geltend, eine Ver&auml;u&szlig;erung liege nicht vor, weil ihr das Grundst&uuml;ck nach der zivilrechtlichen Ver&auml;u&szlig;erung in steuerlicher Hinsicht weiterhin in einem Umfang von 99&nbsp;% zuzurechnen sei. Die verm&ouml;gensverwaltende KG sei keine Mitunternehmerschaft, sondern eine verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft, so dass die in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG geregelte Ausnahme von der Bruchteilsbetrachtung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO nicht eingreife.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FG werde die zivilrechtlich anerkannte Ver&auml;u&szlig;erung steuerlich durch die anteilige Zurechnung des Grundst&uuml;cks neutralisiert. Wenn verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaften in Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge involviert seien, trete im Interesse einer zutreffenden Besteuerung die Einheitsbetrachtung, die aus der gemeinschaftlichen Eink&uuml;nfteerzielung resultiere, hinter die Vielheit der Gesellschafter zur&uuml;ck; die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft werde insoweit nicht rechtlich verselbstst&auml;ndigt (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;Juni 2008 IV&nbsp;B&nbsp;52\/07, BFH\/NV 2008, 1443, unter II.1.a&nbsp;aa, m.w.N.; Pinkernell, Eink&uuml;nftezurechnung bei Personengesellschaften, 2001, S.&nbsp;115; Daragan, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2000, 573, 575).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch die fortbestehende Zurechnung des Grundst&uuml;cks im Umfang von 99&nbsp;% bleibe die Zurechnungskontinuit&auml;t gewahrt; eine Anschaffung durch die verm&ouml;gensverwaltende KG sei ausgeschlossen (Wacker, DStR 2005, 2014, 2017). Das Grundst&uuml;ck verlasse zu 99&nbsp;% nicht das steuerliche Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin. Hierdurch bleibe es steuerverstrickt, so dass keine Beeintr&auml;chtigung des Steuerzugriffs drohe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG, dass bei einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks die Erfassung der bei der Kl&auml;gerin gebildeten stillen Reserven nicht sichergestellt sei, widerspreche auch den Grunds&auml;tzen zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/><\/br>das angefochtene Urteil und den ge&auml;nderten Bescheid vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2004 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1997 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Dezember 2004 dahin abzu&auml;ndern, dass der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebsgrundst&uuml;cks in H&ouml;he von 99&nbsp;% nicht beim laufenden Gewinn erfasst und die darauf entfallende Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird, und die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/><\/br>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist der Auffassung, der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn falle unter die nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellenden Besteuerungsgrundlagen. Die Kl&auml;gerin lasse au&szlig;er Acht, dass die stillen Reserven durch den im Streitjahr erzielten Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s bereits realisiert worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil war aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks der Kl&auml;gerin an die verm&ouml;gensverwaltende KG f&uuml;hrte nicht zur Aufdeckung stiller Reserven, soweit die Kl&auml;gerin an der verm&ouml;gensverwaltenden KG beteiligt war und das Grundst&uuml;ck in ihrem Betriebsverm&ouml;gen verblieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Stille Reserven sind aufzudecken, wenn ein Besteuerungstatbestand erf&uuml;llt wird (vgl. u.a. Bode in Kirchhof, EStG, 11.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;31; Schmidt\/Heinicke, EStG, 31.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;50). Voraussetzung daf&uuml;r ist bei Steuerpflichtigen, die den Gewinn durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich ermitteln (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG), eine &Auml;nderung des Betriebsverm&ouml;gens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ver&auml;u&szlig;ert eine gewerbliche Personengesellschaft (Mitunternehmerschaft) ein Wirtschaftsgut ihres Betriebsverm&ouml;gens an eine verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft, an der sie beteiligt ist (sog. Zebragesellschaft), &auml;ndert sich das Betriebsverm&ouml;gen der gewerblichen Personengesellschaft insoweit nicht, als es ihrer Beteiligung an der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde im Gesamthandsverm&ouml;gen einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft stellen steuerrechtlich Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens ihres gewerblich t&auml;tigen Gesellschafters dar, soweit dieser (betrieblich) am Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft beteiligt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wirtschaftsg&uuml;ter, die mehreren zur gesamten Hand zustehen, werden den Beteiligten nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO anteilig zugerechnet, soweit eine getrennte Zurechnung f&uuml;r die Besteuerung erforderlich ist. In einem solchen Fall ist der steuerrechtlichen Beurteilung nicht das Gesamthandsverm&ouml;gen zugrunde zu legen; dieses ist nach der Bruchteilsbetrachtung in entsprechende Anteile der Gesellschafter an den Wirtschaftsg&uuml;tern der Gesamthand umzuwandeln (Fischer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;39 AO Rz&nbsp;242; Wacker, DStR 2005, 2014). Die Bruchteilsbetrachtung ist nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO anzuwenden, wenn die ma&szlig;gebliche steuerrechtliche Norm dies erfordert (Wacker, DStR 2005, 2014).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Gesellschaftsanteil an einer Personengesellschaft ist kein (eigenst&auml;ndiges) immaterielles Wirtschaftsgut (BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Mai 2010 IV&nbsp;R&nbsp;52\/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, unter II.1.a). Die gesellschaftsrechtliche Beteiligung verk&ouml;rpert nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO vielmehr die quotale Berechtigung des Gesellschafters an den zum Gesamthandsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;tern (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25.&nbsp;Februar 1991 GrS&nbsp;7\/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691; BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 1996 IV&nbsp;R&nbsp;77\/93, BFHE 183, 379, BStBl II 1998, 180). Eine unternehmerisch t&auml;tige Personengesellschaft ist jedoch als Subjekt der Gewinnerzielung und Gewinnermittlung anzusehen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691, unter C.III.2.). Die Anwendung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO wird in diesen F&auml;llen durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verdr&auml;ngt (vgl. BFH-Urteil vom 2.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;18\/06, BFHE 221, 1, BStBl II 2008, 679, unter II.2., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wird ein Gesellschaftsanteil an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft von einem Gesellschafter im Betriebsverm&ouml;gen gehalten, f&uuml;hrt dies dazu, dass die Anteile an den Wirtschaftsg&uuml;tern der verm&ouml;gensverwaltenden Gesellschaft bei dem Gesellschafter Betriebsverm&ouml;gen sind; Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wirtschaftsg&uuml;tern durch die Personengesellschaft sind deshalb anteilig beim Gesellschafter zu erfassen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 11.&nbsp;April 2005 GrS&nbsp;2\/02, BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679, unter C.2.). Anders verh&auml;lt es sich bei gewerblichen Personengesellschaften; bei diesen ist es nicht i.S. von &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO erforderlich, den mitunternehmerisch Beteiligten das Gesamthandsverm&ouml;gen f&uuml;r Zwecke der Besteuerung anteilig zuzurechnen (BFH-Urteile vom 3.&nbsp;Februar 2010 IV&nbsp;R&nbsp;26\/07, BFHE 228, 365, BStBl II 2010, 751, unter II.4.a; vom 28.&nbsp;November 2002 III&nbsp;R&nbsp;1\/01, BFHE 201, 133, BStBl II 2003, 250).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Ver&auml;u&szlig;erung eines Wirtschaftsguts aus dem Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters in das Gesamthandsverm&ouml;gen einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft erf&uuml;llt, soweit das Wirtschaftsgut dadurch nicht aus dem Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters ausscheidet, auch dann keinen Besteuerungstatbestand, wenn sie zu fremd&uuml;blichen Bedingungen erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Ver&auml;u&szlig;erung eines Wirtschaftsguts f&uuml;hrt allerdings grunds&auml;tzlich zu einer Aufdeckung der darin enthaltenen stillen Reserven.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Gewinn wird realisiert, wenn ein Wirtschaftsgut aus dem Betriebsverm&ouml;gen durch Ver&auml;u&szlig;erung ausscheidet und der Steuerpflichtige stattdessen eine Gegenleistung erlangt, deren zu bilanzierender Wert h&ouml;her ist als der Buchwert des ausgeschiedenen Wirtschaftsguts (vgl. BFH-Urteile vom 23.&nbsp;November 1967 IV&nbsp;123\/63, BFHE 90, 484, BStBl II 1968, 176; vom 29.&nbsp;M&auml;rz 1979 IV&nbsp;R&nbsp;1\/75, BFHE 127, 397 , BStBl II 1979, 412; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;602).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH kann der Gesellschafter einer Personengesellschaft einzelne Wirtschaftsg&uuml;ter seines Betriebsverm&ouml;gens an die Gesellschaft wie ein fremder Dritter entgeltlich ver&auml;u&szlig;ern (vgl. z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3.&nbsp;Mai 1993 GrS&nbsp;3\/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.a&nbsp;cc; BFH-Urteile vom 25.&nbsp;Juli 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;25\/94, BFHE 178, 418, BStBl II 1996, 684, unter II.3.a; vom 11.&nbsp;Dezember 1997 IV&nbsp;R&nbsp;28\/97, BFH\/NV 1998, 836, unter II.1.a). Ver&auml;u&szlig;ert der Gesellschafter ein Wirtschaftsgut an &quot;seine&quot; Personengesellschaft zu Bedingungen, die auch bei entgeltlichen Ver&auml;u&szlig;erungen zwischen Fremden &uuml;blich sind, so stellt dieser Vorgang insgesamt und einheitlich eine entgeltliche Ver&auml;u&szlig;erung dar (u.a. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;58\/98, BFHE 197, 411, BStBl II 2002, 420, unter B.I.1.; vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1977 IV&nbsp;R&nbsp;54\/72, BFHE 121, 470, BStBl II 1977, 415).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Grund daf&uuml;r ist der in diesen F&auml;llen vorrangige Gesichtspunkt der Einheit der Personengesellschaft. Er besagt vornehmlich, dass es die Gesellschafter in ihrer gesellschaftlichen Verbundenheit sind, die die Merkmale eines Besteuerungstatbestands verwirklichen (Mehrung des Gesellschaftsverm&ouml;gens), welche den einzelnen Gesellschaftern f&uuml;r deren Besteuerung zugerechnet werden (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.a&nbsp;cc). Deshalb ist bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5 EStG die aus der Handelsbilanz abgeleitete Steuerbilanz der Gesellschaft ma&szlig;geblich, nicht etwa gedachte oder wirkliche Einzelbilanzen der Gesellschafter (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616, unter C.III.6.a&nbsp;cc, m.w.N.). Daraus folgt aber des Weiteren, dass Wirtschaftsg&uuml;ter im Gesamthandsverm&ouml;gen der gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft deren Betriebsverm&ouml;gen und nicht (anteilig) dem Betriebsverm&ouml;gen ihrer &#8211;ebenfalls gewerblich t&auml;tigen&#8211; Gesellschafter zuzuordnen sind. Diese Zuordnung wiederum ist Voraussetzung daf&uuml;r, dass auch Vertr&auml;ge und Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte zwischen der Gesellschaft und ihren Gesellschaftern der Besteuerung zugrunde gelegt werden, soweit sie fremd&uuml;blichen Bedingungen entsprechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Steuerrechtlich ist jedoch nicht von einer Ver&auml;u&szlig;erung\/Anschaffung auszugehen, soweit ein Wirtschaftsgut im Zuge der &Uuml;bertragung in das Gesamthandsverm&ouml;gen einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft das Betriebsverm&ouml;gen des gewerblich t&auml;tigen Gesellschafters nicht verl&auml;sst. Die Wertung, die zur vorrangigen bilanziellen Erfassung eines im Gesamthandsverm&ouml;gen der (gewerblichen) Personengesellschaft gehaltenen Wirtschaftsguts in deren Betriebsverm&ouml;gen &#8211;und nicht im Betriebsverm&ouml;gen ihrer gewerblich t&auml;tigen Gesellschafter&#8211; f&uuml;hrt, l&auml;sst sich auf die Beteiligung einer gewerblichen Personengesellschaft an einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft nicht &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dem steht bereits entgegen, dass die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft nicht &uuml;ber Betriebsverm&ouml;gen verf&uuml;gt. Im Unterschied zu der Beteiligung an einer gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft kommt daher eine vorrangige Zuordnung des im Gesamthandsverm&ouml;gen gehaltenen Wirtschaftsguts zu einem Betriebsverm&ouml;gen auf dieser Ebene nicht in Betracht. Ein Wirtschaftsgut des Betriebsverm&ouml;gens, das von dem gewerblichen Gesellschafter auf die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft &uuml;bertragen wurde, ist daher &#8211;anders als bei der Beteiligung an einer gewerblichen Personengesellschaft&#8211; anteilig weiterhin in dessen Betriebsverm&ouml;gen zu erfassen (s. oben unter II.2.a&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Gesichtspunkt der Einheit der Personengesellschaft rechtfertigt eine andere Zuordnung nicht. Denn eine verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft ist &#8211;anders als eine unternehmerisch t&auml;tige&#8211; insoweit nicht Subjekt der Gewinnerzielung und Gewinnermittlung (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2008, 1443, unter II.1.a&nbsp;aa&nbsp;(1)). Die Anwendung des &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO wird in diesem Fall nicht &#8211;wie bei einer mitunternehmerischen Personengesellschaft&#8211; durch &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG verdr&auml;ngt (BFH-Urteil in BFHE 221, 1, BStBl II 2008, 679, unter II.2., m.w.N.). Aus diesem Grund hat der BFH entschieden, dass (steuerrechtlich) keine Anschaffungsvorg&auml;nge gegeben sind, wenn Miteigent&uuml;mer mehrerer Grundst&uuml;cke ihre Miteigentumsanteile aufgrund eines notariellen Kaufvertrages in eine Personengesellschaft mit Vermietungseink&uuml;nften einbringen, soweit die den Gesellschaftern nach der &Uuml;bertragung ihrer Miteigentumsanteile nach &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO zuzurechnenden Anteile an den Grundst&uuml;cken ihre bisherigen Miteigentumsanteile nicht &uuml;bersteigen (BFH-Urteil in BFHE 221, 1, BStBl II 2008, 679). Auf der anderen Seite sind Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wirtschaftsg&uuml;tern durch die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft anteilig bei dem gewerblichen Gesellschafter zu erfassen (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 209, 399, BStBl II 2005, 679, unter C.2.; s. oben unter II.2.a&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Wird aber das Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft bei der (Weiter-)Ver&auml;u&szlig;erung steuerrechtlich negiert (vgl. Wacker, DStR 2005, 2014), ist es folgerichtig, im Rahmen der Bruchteilsbetrachtung auch die Anschaffung des Wirtschaftsguts durch entgeltliche &Uuml;berf&uuml;hrung aus dem Betriebsverm&ouml;gen des gewerblichen Gesellschafters in das Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft nicht als Ver&auml;u&szlig;erungsvorgang zu werten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Die Gefahr von Besteuerungsl&uuml;cken besteht &#8211;anders als das FG angenommen hat&#8211; nicht. Denn die Bruchteilsbetrachtung f&uuml;hrt dazu, dass die dem gewerblich t&auml;tigen Gesellschafter zuzurechnenden stillen Reserven bei der Ver&auml;u&szlig;erung des Wirtschaftsguts durch die verm&ouml;gensverwaltende Personengesellschaft aufzudecken und dem Gesellschafter zuzurechnen sind (s. oben unter II.2.b&nbsp;bb&nbsp;(2)). Die H&ouml;he dieser stillen Reserven richtet sich, wie die Kl&auml;gerin zu Recht geltend gemacht hat, nach dem Bilanzansatz bei dem Gesellschafter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebsgrundst&uuml;cks der Kl&auml;gerin an die verm&ouml;gensverwaltende KG f&uuml;hrte danach insoweit nicht zur Aufdeckung der stillen Reserven, als die Kl&auml;gerin an der verm&ouml;gensverwaltenden KG beteiligt war. Das Grundst&uuml;ck war bei der Kl&auml;gerin Betriebsverm&ouml;gen (zu 100&nbsp;%). Im Umfang ihrer Beteiligung an der verm&ouml;gensverwaltenden KG (99&nbsp;%) &auml;nderte sich daran durch die Ver&auml;u&szlig;erung nichts. Zwar wurde das Grundst&uuml;ck (zivilrechtlich) in vollem Umfang ver&auml;u&szlig;ert; die Ver&auml;u&szlig;erung erf&uuml;llte jedoch keinen Besteuerungstatbestand, soweit das Grundst&uuml;ck unver&auml;ndert im Betriebsverm&ouml;gen der Kl&auml;gerin blieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das angefochtene Urteil entspricht diesen Grunds&auml;tzen nicht. Es war daher aufzuheben. Die Erh&ouml;hung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb durch die anteilige Aufdeckung der stillen Reserven (zu 99&nbsp;%) ist ertragsteuerlich unter entsprechender Aufl&ouml;sung der darauf entfallenden Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Der Senat entscheidet in der Sache selbst (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Der angefochtene Bescheid vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2004 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 2.&nbsp;Dezember 2004 ist daher zu &auml;ndern und der Klage stattzugeben. Die &Uuml;bertragung der Ermittlung des laufenden Gewinns auf das FA ergibt sich aus &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Antrag, die Zuziehung des Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren, ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren. Zust&auml;ndig ist daher das FG als Gericht des ersten Rechtszuges (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/96, BFHE 191, 505, unter II.4. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.4.2012, IV R 44\/09 Verkauf von Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters an Zebragesellschaft; keine Aufdeckung stiller Reserven entsprechend betrieblicher Beteiligung Leits&auml;tze &Uuml;bertr&auml;gt ein gewerblich t&auml;tiger Gesellschafter einer verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft (sog. Zebragesellschaft) ein Wirtschaftsgut seines Betriebsverm&ouml;gens in das Gesamthandsverm&ouml;gen der verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft, f&uuml;hrt dies steuerlich nicht zur Aufdeckung der stillen Reserven bei dem Gesellschafter, soweit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-44-09-verkauf-von-betriebsvermoegen-des-gesellschafters-an-zebragesellschaft-keine-aufdeckung-stiller-reserven-entsprechend-betrieblicher-beteiligung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;44\/09 &#8211; Verkauf von Betriebsverm&ouml;gen des Gesellschafters an Zebragesellschaft; keine Aufdeckung stiller Reserven entsprechend betrieblicher Beteiligung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6496","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6496","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6496"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6496\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6496"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6496"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6496"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}