{"id":6498,"date":"2012-11-30T16:07:55","date_gmt":"2012-11-30T14:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6498"},"modified":"2012-11-30T16:07:55","modified_gmt":"2012-11-30T14:07:55","slug":"x-r-62-09-steuerrechtliche-beruecksichtigung-von-auslaendischen-sozialversicherungsbeitraegen-nichtabziehbarkeit-von-obligatorischen-beitraegen-an-die-schweizerische-alters-und-hinterlassenenversicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-62-09-steuerrechtliche-beruecksichtigung-von-auslaendischen-sozialversicherungsbeitraegen-nichtabziehbarkeit-von-obligatorischen-beitraegen-an-die-schweizerische-alters-und-hinterlassenenversicher\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;62\/09 &#8211; Steuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung von ausl&auml;ndischen Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &#8211; Nichtabziehbarkeit von obligatorischen Beitr&auml;gen an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211; Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht &#8211; Unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen vorweggenommenen Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.4.2012, X R 62\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung von ausl&auml;ndischen Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &#8211; Nichtabziehbarkeit von obligatorischen Beitr&auml;gen an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211; Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht &#8211; Unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen vorweggenommenen Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Obligatorische Beitr&auml;ge an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung k&ouml;nnen nicht als Sonderausgaben abgezogen werden, wenn sie aus Eink&uuml;nften stammen, die in Deutschland aufgrund des DBA-Schweiz steuerfrei sind.<\/p>\n<p>2. Der fehlende Sonderausgabenabzug verst&ouml;&szlig;t nicht gegen h&ouml;herrangiges Recht.<\/p>\n<p>3. Die entsprechenden Beitr&auml;ge k&ouml;nnen auch nicht bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes im Rahmen des Progressionsvorbehaltes ber&uuml;cksichtigt werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Der im Inland ans&auml;ssige Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte im Streitjahr 2005 als Unternehmensberater Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der U-Aktiengesellschaft mit Sitz in A, Schweiz) sowie aus Gewerbebetrieb (R-Unternehmensberatung, mit Sitz in B, Schweiz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gewerblichen Eink&uuml;nfte sind &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht&#8211; nach dem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen vom 11. August 1971 (BStBl I 1972, 518) i.d.F. des Revisionsprotokolls vom 12. M&auml;rz 2002 (BStBl I 2003, 165) &#8211;DBA-Schweiz&#8211; in Deutschland steuerfrei. Sie unterliegen allerdings dem Progressionsvorbehalt nach &sect; 32b des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf diese Eink&uuml;nfte hatte der Kl&auml;ger Beitr&auml;ge zur Schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) in H&ouml;he von 31.096,61 EUR zu entrichten. Dabei handelt es sich nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) um obligatorische Beitr&auml;ge an eine gesetzliche Rentenversicherung (vgl. Art. 112 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 i.V.m. Art. 1a Abs. 1 Buchst. b, Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes &uuml;ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211;AHVG&#8211;). Diese Beitr&auml;ge sind nach dem Einkommensteuerrecht der Schweiz zur Ermittlung des Reineinkommens abziehbar (Art. 33 Abs. 1 Buchst. d des Bundesgesetzes &uuml;ber die direkte Bundessteuer &#8211;DBG&#8211;) und wurden vom Kl&auml;ger bei der Ermittlung seines der Schweizer Bundessteuer unterliegenden Einkommens abgezogen. In seiner deutschen Einkommensteuererkl&auml;rung machte der Kl&auml;ger die AHV-Beitr&auml;ge zum einen als Sonderausgaben geltend und erh&ouml;hte zum anderen f&uuml;r Zwecke der Ermittlung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte das der schweizerischen Besteuerung unterliegende Einkommen um diese Betr&auml;ge auf 641.024,35 CHF (413.460,71 EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die AHV-Beitr&auml;ge weder als Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen der Sonderausgaben noch zog das FA die AHV-Beitr&auml;ge bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes gem&auml;&szlig; &sect; 32b EStG von den gewerblichen Eink&uuml;nften in H&ouml;he von 413.460 EUR ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobenen Klage machte der Kl&auml;ger im Wesentlichen geltend, unter Ber&uuml;cksichtigung des Paradigmenwechsels bei der Besteuerung der Renten im Rahmen des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) vom 5. Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) stehe der AHV-Beitrag in Zusammenhang mit (k&uuml;nftig) steuerpflichtigen Rentenzahlungen. Demnach seien Vorsorgeaufwendungen nicht nur Ma&szlig;nahmen der Einkommensverwendung, sondern Aufwendungen zur Eink&uuml;nfteerzielung. Auch die Rente seines ausl&auml;ndischen Versorgungstr&auml;gers sei bei Auszahlung im Inland steuerpflichtig. M&uuml;sse er aber die Renteneinnahmen im Zeitpunkt des Zuflusses versteuern, ohne dass die hierf&uuml;r erforderlichen Beitr&auml;ge als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt worden seien, treffe ihn eine doppelte Belastung. Werde der vom Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 26. November 2008 X R 15\/07 (BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710) gepr&auml;gte Grundsatz der intertemporalen Korrespondenz beachtet, seien die AHV-Betr&auml;ge abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage mit dem in Entscheidungen des Finanzgerichte (EFG) 2010, 208 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Die Beitr&auml;ge des infolge seines inl&auml;ndischen Wohnsitzes unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Kl&auml;gers zur Schweizer AHV in H&ouml;he von 31.096,61 EUR seien nicht als Sonderausgaben abziehbar, weil sie gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den aufgrund des DBA-Schweiz steuerfreien Eink&uuml;nften aus der Unternehmensberatung des Kl&auml;gers st&uuml;nden. Der Kl&auml;ger werde durch die Versagung des Sonderausgabenabzugs nicht doppelt belastet, da eine Doppelbelastung nur vorliege, wenn ein Steuerpflichtiger seine Beitr&auml;ge zur Altersversorgung aus versteuertem Einkommen leiste. Die Eink&uuml;nfte aus der Unternehmensberatung des Kl&auml;gers h&auml;tten sein im Inland zu versteuerndes Einkommen nicht erh&ouml;ht und seien schon deshalb &quot;steuerfrei&quot; gestellt worden. Im &Uuml;brigen seien die Beitr&auml;ge zur AHV auch nicht in der Schweiz besteuert, sondern vielmehr von den Eink&uuml;nften abgezogen worden, so dass auch staaten&uuml;bergreifend keine Doppelbelastung vorliege.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wendet sich mit seiner Revision gegen die Anwendung des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG. Das Merkmal &quot;Zusammenhang mit steuerfreien Eink&uuml;nften&quot; m&uuml;sse im Hinblick auf die nachgelagerte Besteuerung anders ausgelegt werden. Seit dem Inkrafttreten des AltEinkG bestehe nicht mehr allein ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Vorsorgeaufwendungen im Veranlagungszeitraum der Verausgabung und den Eink&uuml;nften desselben Zeitraums, sondern auch mit den zuk&uuml;nftigen steuerpflichtigen Einnahmen im Rentenbezugszeitraum. Die Beschr&auml;nkung des Sonderausgabenabzugs sei nach der bis 2004 geltenden Rechtslage sinnvoll gewesen, weil der Zufluss der sp&auml;teren Renteneink&uuml;nfte seinerseits steuerfrei geblieben w&auml;re. Dadurch sei eine &uuml;berproportionale Beg&uuml;nstigung des Steuerpflichtigen vermieden worden, der neben &#8211;ggf. unter Progressionsvorbehalt stehenden&#8211; steuerfreien auch steuerpflichtige Eink&uuml;nfte bezogen habe. Nach dem &Uuml;bergang zur nachgelagerten Besteuerung k&ouml;nne es jedoch nicht allein darauf ankommen, welches Schicksal die im Zusammenhang mit den Aufwendungen stehenden jetzigen Einnahmen h&auml;tten. Vielmehr ergebe sich aus dem ebenfalls unbestreitbaren Sachzusammenhang mit den sp&auml;teren steuerpflichtigen Renten ein weiteres Differenzierungskriterium. Die Vorsorgeaufwendungen w&uuml;rden aus Eink&uuml;nften geleistet, die dem Grunde nach besteuert werden k&ouml;nnten. Die Freistellung aufgrund des DBA-Schweiz bewirke, dass der Schweiz das Recht zur Besteuerung zugeteilt werde. Ob die Schweiz von diesem Recht Gebrauch mache, d&uuml;rfe nicht von Bedeutung sein, da es eine Frage des schweizerischen Steuerrechts sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil und die Einspruchsentscheidung aufzuheben und den ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die Einkommensteuer 2005 vom 25. Juni 2007 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens ein weiterer Betrag in H&ouml;he von 31.096 EUR bei der Berechnung der anzusetzenden Altersvorsorgeaufwendungen ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 12. Januar 2010 und unter dem 15. Februar 2011 wurde der Einkommensteuerbescheid 2005 jeweils aus zwischen den Beteiligten nicht strittigen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Das angefochtene Urteil ist aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da der w&auml;hrend des Revisionsverfahrens ergangene &Auml;nderungsbescheid vom 15. Februar 2011 an die Stelle des &Auml;nderungsbescheids vom 12. Januar 2010 trat, der seinerseits an die Stelle der Einkommensteuerfestsetzung vom 25. Juni 2007 getreten war. Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand haben kann (siehe dazu Senatsurteil vom 21. Juli 2004 X R 46\/02, BFH\/NV 2004, 1643, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bescheid vom 15. Februar 2011 wurde nach &sect; 68 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) Gegenstand des Revisionsverfahrens. Da sich durch den &Auml;nderungsbescheid der bisherige Streitstoff nicht ver&auml;ndert hat, bedarf es keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache gem&auml;&szlig; &sect; 127 FGO (vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 127 Rz 2). Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden daher nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats (vgl. BFH-Urteil vom 23. Januar 2003 IV R 71\/00, BFHE 201, 269, BStBl II 2004, 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet in der Sache selbst. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass der Kl&auml;ger die von ihm an die AHV geleisteten Altersvorsorgeaufwendungen zwar grunds&auml;tzlich gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG in den Grenzen des &sect; 10 Abs. 3 EStG geltend machen kann (unten 1.), dem Sonderausgabenabzug jedoch &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG entgegensteht (unten 2.). Eine Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen des Progressionsvorbehalts ist ebenfalls nicht m&ouml;glich (unten 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die AHV-Beitr&auml;ge sind grunds&auml;tzlich als Vorsorgeaufwendungen abziehbar, weil die AHV als Sozialversicherungstr&auml;ger i.S. des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. c EStG anzusehen ist. Hierzu hat das FG &#8211;den erkennenden Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindend&#8211; festgestellt, dass im Streitfall obligatorische Beitr&auml;ge an eine gesetzliche Rentenversicherung vorliegen. Ob es sich um einen in- oder ausl&auml;ndischen Sozialversicherungstr&auml;ger handelt, ist insoweit ohne Belang (vgl. Senatsurteil vom 24. Juni 2009 X R 57\/06, BFHE 225, 421, BStBl II 2009, 1000).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Sonderausgabenabzug der aufgrund der gewerblichen T&auml;tigkeit zu entrichtenden Beitr&auml;ge an die AHV scheitert jedoch gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG i.V.m. &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG daran, dass die Beitr&auml;ge in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmen stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein solcher unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang besteht zwischen den vom Kl&auml;ger an die AHV geleisteten Beitr&auml;gen und seinen im Inland steuerbefreiten Eink&uuml;nften aus der in der Schweiz ausge&uuml;bten gewerblichen T&auml;tigkeit (unten a und b). Der Ausschluss dieser ausl&auml;ndischen Vorsorgeaufwendungen vom Sonderausgabenabzug verst&ouml;&szlig;t nicht gegen h&ouml;herrangiges Recht (unten c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu &sect; 10 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG i.d.F. vor dem Inkrafttreten des AltEinkG hat der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Einnahmen und Aufwendungen dann anzunehmen ist, wenn die Einnahmen und die Aufwendungen durch dasselbe Ereignis veranlasst sind (Urteile vom 18. Juli 1980 VI R 97\/77, BFHE 131, 339, BStBl II 1981, 16 zum steuerfreien Arbeitslohn aufgrund des Montage-Erlasses; vom 27. M&auml;rz 1981 VI R 207\/78, BFHE 133, 64, BStBl II 1981, 530 zum gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 63 EStG 1975 steuerfreien Arbeitslohn f&uuml;r eine T&auml;tigkeit in der Deutschen Demokratischen Republik, und vom 29. April 1992 I R 102\/91, BFHE 168, 157, BStBl II 1993, 149 zu den aufgrund eines DBA steuerfreien Eink&uuml;nften). Diese Voraussetzung ist dann erf&uuml;llt, wenn ein Steuerpflichtiger steuerfreie Einnahmen erzielt und dieser Tatbestand gleichzeitig Pflichtbeitr&auml;ge an einen Sozialversicherungstr&auml;ger ausl&ouml;st. In diesem Fall geht die Steuerbefreiung dem Sonderausgabenabzug logisch vor. Die mit der Verausgabung der Pflichtbeitr&auml;ge verbundene Minderung der Leistungsf&auml;higkeit wird bereits durch den Bezug der steuerfreien Einnahmen aufgefangen (so auch u.a. BFH-Urteil in BFHE 168, 157, BStBl II 1993, 149).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der unmittelbare wirtschaftliche Zusammenhang i.S. des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG ist danach dadurch gegeben, dass die steuerfreien Einnahmen verpflichtend der Finanzierung der Vorsorgeaufwendungen dienen. Hingegen kommt es nicht darauf an, ob die Vorsorgeaufwendungen zu steuerfreien Einnahmen f&uuml;hren (vgl. auch S&ouml;hn, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff &#8211;KSM&#8211;, EStG, &sect; 10 Rz M 5 ff., M 13 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Grunds&auml;tze gelten nach Auffassung des erkennenden Senats ebenfalls f&uuml;r die Rechtslage nach Inkrafttreten des AltEinkG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Durch das AltEinkG wurde der Wortlaut des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG nicht ge&auml;ndert. In der Gesetzesbegr&uuml;ndung wird ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen, dass die Regelungen zu den Nrn. 1 und 2 Buchst. a und c der bisherigen Regelung entspr&auml;chen (Gesetzentwurf des AltEinkG, BTDrucks 15\/2150, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch das Gesetz zur verbesserten steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Vorsorgeaufwendungen (B&uuml;rgerentlastungsgesetz Krankenversicherung) vom 16. Juli 2009 (BGBl I 2009, 1959) wurde lediglich eine Sonderregelung f&uuml;r steuerfreie Zusch&uuml;sse zu Kranken- und Pflegeversicherungen eingef&uuml;hrt. Danach stehen derartige Zusch&uuml;sse insgesamt in einem unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Vorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Hierdurch wird sichergestellt, dass Beitr&auml;ge zur Absicherung von Mehrleistungen bei privat krankenversicherten Arbeitnehmern genauso behandelt werden wie bei gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern (vgl. auch Beschlussempfehlung und Bericht des Finanzausschusses, BTDrucks 16\/13429, 44).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das neue System der Besteuerung der Altersvorsorgeaufwendungen und Alterseink&uuml;nfte aufgrund des AltEinkG mit der grunds&auml;tzlichen Ausrichtung auf die nachgelagerte Besteuerung, die zu einer die gesamten Renteneinnahmen umfassenden Besteuerung f&uuml;hrt, erfordert keine &Auml;nderung bzw. Anpassung der BFH-Rechtsprechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Konzept der nachgelagerten Besteuerung wurde die Besteuerung von Leibrenten neu geregelt. Rentenzufl&uuml;sse, also die zeitlich gestreckte Auszahlung der Versicherungssumme, k&ouml;nnen jetzt, auch soweit sie auf eigenen Beitragszahlungen des Steuerpflichtigen zur Rentenversicherung beruhen, &uuml;ber den Ertragsanteil hinaus der Besteuerung unterworfen werden. Zumindest solange die Beitragszahlungen &quot;steuerfrei&quot; gestellt werden, wird der gesetzgeberische Gestaltungsspielraum nicht &uuml;berschritten (vgl. Senatsurteil in BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Steuerfreistellung ist hier gegeben. Zwar mindern die Beitr&auml;ge zur schweizerischen AHV die inl&auml;ndische Bemessungsgrundlage nicht. Daf&uuml;r werden aber die mit den AHV-Beitr&auml;gen untrennbar verbundenen gewerblichen Eink&uuml;nfte des Steuerpflichtigen gem&auml;&szlig; Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a i.V.m. Art. 7 Abs. 1 DBA-Schweiz von der inl&auml;ndischen Bemessungsgrundlage ausgenommen. Einer weitergehenden steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung dergestalt, dass die Beitr&auml;ge zus&auml;tzlich noch die inl&auml;ndische Bemessungsgrundlage vermindern, bedarf es nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die fehlende steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der auf die gewerbliche T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers entfallenden schweizerischen AHV-Beitr&auml;ge verst&ouml;&szlig;t weder gegen verfassungsrechtliche Grunds&auml;tze noch gegen das Abkommen zwischen der Europ&auml;ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits &uuml;ber die Freiz&uuml;gigkeit vom 21. Juni 1999 (Freiz&uuml;gigkeitsabkommen &#8211;FZA&#8211;, BGBl II 2001, 811).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In dem fehlenden Sonderausgabenabzug liegt keine Verletzung des aus Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes abgeleiteten Leistungsf&auml;higkeitsprinzips, insbesondere kein Versto&szlig; gegen das objektive Nettoprinzip.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Die Altersvorsorgeaufwendungen sind zwar seit der Neuregelung durch das AltEinkG unstreitig ihrer Rechtsnatur nach Werbungskosten. Der erkennende Senat hat aber in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass der Gesetzgeber diese Vorsorgeaufwendungen trotz ihrer Rechtsnatur konstitutiv den Sonderausgaben und nicht den Werbungskosten zuweisen konnte (vgl. u.a. Senatsurteile vom 18. November 2009 X R 34\/07, BFHE 227, 99, BStBl II 2010, 414, X R 45\/07, BFH\/NV 2010, 421, unter II.2.b bb, X R 9\/07, BFH\/NV 2010, 412; X R 6\/08, BFHE 227, 137, BStBl II 2010, 282, und vom 9. Dezember 2009 X R 28\/07, BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Verfassungsrechtlich kann die Einordnung der Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben nur dann einen Versto&szlig; gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz darstellen, wenn die daraus resultierenden unterschiedlichen Rechtsfolgen zu einer nicht gerechtfertigten steuerlichen Ungleichbehandlung der Altersvorsorgeaufwendungen im Vergleich zu anderen vorweggenommenen Werbungskosten f&uuml;hren (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 421, unter II.2.b cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So ist die unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen (vorweggenommenen) Werbungskosten, wie der erkennende Senat in st&auml;ndiger Rechtsprechung ausgef&uuml;hrt hat, vor dem Hintergrund, dass diese Aufwendungen keinen ausschlie&szlig;lichen Werbungskostencharakter haben, sachlich gerechtfertigt, zumal es sich eher um Ausnahmef&auml;lle mit nicht besonders gravierenden unterschiedlichen Rechtsfolgen handelt, so dass die damit verbundenen Nachteile vor allem aus Gr&uuml;nden der Praktikabilit&auml;t hinzunehmen sind (zur Vermeidung von Wiederholungen vgl. statt vieler Senatsurteil in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348, unter B.II.2.b cc ccc und ddd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Im Streitfall ist jedoch bereits keine Ungleichbehandlung zu erkennen. Bei einer Einordnung der ausl&auml;ndischen Vorsorgebeitr&auml;ge als Werbungskosten w&auml;re zwar nicht &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG, daf&uuml;r aber &sect; 3c Abs. 1 EStG zu pr&uuml;fen gewesen. Danach d&uuml;rfen Ausgaben nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, soweit sie mit steuerfreien Einnahmen in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Wortlaut beider Abzugsverbote im Kern identisch ist, ist davon auszugehen, dass auch der Begriff &quot;unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang&quot; in beiden Vorschriften gleich auszulegen ist (ebenso BFH-Urteil in BFHE 168, 157, BStBl II 1993, 149). Das bedeutet dann aber auch, dass es zu einer verfassungsrechtlich problematischen Ungleichbehandlung nicht kommen kann, unabh&auml;ngig davon, ob &sect; 3c Abs. 1 EStG oder &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So w&auml;ren im Streitfall die AHV-Beitr&auml;ge, die wegen der gewerblichen T&auml;tigkeit in der Schweiz zu entrichten waren, wegen ihres unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhangs mit steuerfreien Einnahmen i.S. des &sect; 3c Abs. 1 EStG selbst dann nicht abziehbar, wenn sie einkommensteuerrechtlich als Werbungskosten anzusehen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Altersvorsorgeaufwendungen wird die Zuordnungsproblematik dadurch erschwert, dass sie sowohl untrennbar mit den steuerbefreiten Eink&uuml;nften als auch untrennbar mit den zuk&uuml;nftigen steuerpflichtigen Renteneink&uuml;nften verbunden sind. Diese Konstellation ist mit der Sachlage vergleichbar, bei der Werbungskosten oder Betriebsausgaben, die zu steuerpflichtigen Einnahmen f&uuml;hren, steuerfrei erstattet werden und deshalb wegen &sect; 3c Abs. 1 EStG nicht abziehbar sind. Das Abzugsverbot basiert in den F&auml;llen des Aufwendungsersatzes auf der Annahme, dass ein Abzug wegen des Fehlens einer wirtschaftlichen Belastung nicht gerechtfertigt sei (BFH-Urteile vom 6. Juli 2005 XI R 61\/04, BFHE 210, 332, BStBl II 2006, 163, und vom 20. September 2006 I R 59\/05, BFHE 215, 130, BStBl II 2007, 756, unter II.6.d, jeweils m.w.N.). Nach der Senatsrechtsprechung bedarf es im Rahmen des &sect; 3c Abs. 1 EStG keines unmittelbaren Zusammenhangs innerhalb derselben Einkunftsart, da entscheidend ist, dass die Ausgaben und die steuerfreien Einnahmen durch dasselbe Ereignis veranlasst sind (Senatsurteil vom 28. Mai 1998 X R 32\/97, BFHE 186, 275, BStBl II 1998, 565). Damit ist ein den Abzug als Betriebsausgaben oder Werbungskosten ausschlie&szlig;ender unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen Einnahmen und Ausgaben auch dann gegeben, wenn steuerfreie Einnahmen der einen Einkunftsart Werbungskosten einer anderen Einkunftsart ersetzen. Ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang ist dann jedoch nicht gegeben, wenn die steuerfreien Einnahmen lediglich der blo&szlig;en Finanzierung von Aufwendungen dienen (BFH-Urteil vom 11. Oktober 1989 I R 208\/85, BFHE 158, 388, BStBl II 1990, 88).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Zugrundelegung dieser Rechtsprechung w&auml;re im Streitfall der unmittelbare wirtschaftliche Zusammenhang i.S. des &sect; 3c Abs. 1 EStG erf&uuml;llt gewesen, da aufgrund der obligatorischen Verpflichtung in Art. 1a Abs. 1 Buchst. b AHVG die steuerfreien gewerblichen Einnahmen des Kl&auml;gers unmittelbar und untrennbar mit den AHV-Beitr&auml;gen verbunden waren; die steuerfreie T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers war allein urs&auml;chlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Dass es systemgerecht ist, f&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG entscheidend auf die Steuerfreiheit der Einnahmen, aus denen die Vorsorgeaufwendungen stammen, abzustellen, obwohl die k&uuml;nftigen Renteneink&uuml;nfte dem deutschen Besteuerungsrecht unterliegen und gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG nicht mehr lediglich mit dem Ertragsanteil, sondern mit dem Besteuerungsanteil &#8211;und ab dem Jahr 2040 vollst&auml;ndig&#8211; besteuert werden, zeigt die umgekehrte Konstellation, in der die Vorsorgeaufwendungen aus steuerpflichtigen Eink&uuml;nften stammen und zu steuerfreien Eink&uuml;nften f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diese Sachlage hat der erkennende Senat entschieden, dass im Ausland geleistete Sozialversicherungsbeitr&auml;ge in dem durch &sect; 10 Abs. 3 EStG vorgegebenen Rahmen im Inland abziehbar sind, obwohl sie zu k&uuml;nftigen nach dem DBA steuerfreien Alterseink&uuml;nften f&uuml;hren, da die Beitr&auml;ge aus im Inland steuerpflichtigen Eink&uuml;nften stammen (Senatsurteil vom 24. Juni 2009 X R 57\/06, BFHE 225, 421, BStBl II 2009, 1000). Auf die steuerliche Behandlung der Altersrenten kommt es daher f&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG nicht an (siehe zur vergleichbaren Konstellation beim Sonderausgabenabzug von Krankenversicherungsbeitr&auml;gen, die zu nach &sect; 3 Nr. 1 Buchst. a EStG steuerfreien Leistungen f&uuml;hren, KSM\/S&ouml;hn, a.a.O., &sect; 10 Rz M 13).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 2 Nr. 1 EStG fehlende Ber&uuml;cksichtigung der Altersvorsorgeaufwendungen &uuml;ber die Steuerfreistellung der zugrunde liegenden Eink&uuml;nfte hinaus stellt im Streitfall keinen Versto&szlig; gegen das subjektive Nettoprinzip dar. Zwar hat der Senat in seinem Beschluss vom 18. Dezember 1991 X B 126\/91 (BFH\/NV 1992, 382) verfassungsrechtliche Bedenken gegen eine entsprechende Auslegung des &sect; 10 Abs. 2 EStG f&uuml;r den Fall ge&auml;u&szlig;ert, dass ein Steuerpflichtiger weder im T&auml;tigkeitsstaat (als beschr&auml;nkt Steuerpflichtiger) noch im Inland (als unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtiger) seine Vorsorgeaufwendungen geltend machen kann. Diese Konstellation liegt hier jedoch nicht vor, da der Kl&auml;ger &#8211;wie das FG f&uuml;r den Senat bindend festgestellt hat&#8211; seine Beitr&auml;ge zur AHV in der Schweiz im Rahmen der Ermittlung seiner gewerblichen Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; Art. 33 Abs. 1 Buchst. d DBG steuermindernd ber&uuml;cksichtigen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Kl&auml;ger kann sich auch nicht auf eine Verletzung der Niederlassungsfreiheit gem&auml;&szlig; Art. 43 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (EG), jetzt Art. 49 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV), i.V.m. dem FZA aufgrund einer steuerlichen Diskriminierung seiner in der Schweiz ausge&uuml;bten gewerblichen T&auml;tigkeit berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Zwar ist in Art. 1 Buchst. a des seit dem 1. Juni 2002 g&uuml;ltigen FZA das Ziel vereinbart worden, zugunsten der Staatsangeh&ouml;rigen der Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union und der Schweiz ein Recht auf Niederlassung als Selbst&auml;ndiger einzur&auml;umen, so dass der Anwendungsbereich des FZA die Niederlassungsfreiheit einer nat&uuml;rlichen Person umfasst (Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union &#8211;EuGH&#8211;, Urteil vom 11. Februar 2010 Rs. C-541\/08 &#8211;Fokus Invest&#8211;, Slg. 2010, I-1025). Auch enthalten die Vorschriften &uuml;ber die Niederlassungsfreiheit nach st&auml;ndiger EuGH-Rechtsprechung das Verbot f&uuml;r den Herkunftsstaat, die Niederlassung eines seiner Staatsangeh&ouml;rigen in einem anderen Mitgliedstaat zu behindern (vgl. u.a. EuGH-Urteile vom 13. April 2000 Rs. C-251\/98 &#8211;Baars&#8211;, Slg. 2000, I-2787, Rz 28; vom 11. M&auml;rz 2004 Rs. C-9\/02 &#8211;de Lasteyrie du Saillant&#8211;, Slg. 2004, I-2409, Rz 42), so dass die Weigerung des Wohnsitzstaates &#8211;hier Deutschland&#8211;, einem gebietsans&auml;ssigen Steuerpflichtigen die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der in einem anderen Mitgliedstaat gezahlten obligatorischen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge zu gew&auml;hren, eine Beschr&auml;nkung dieser Freiheit darstellt, weil die betroffenen Steuerpflichtigen davon abgehalten werden k&ouml;nnten, die Niederlassungsfreiheit nach Art. 43 EG (jetzt Art. 49 AEUV) zu nutzen (so EuGH-Urteil vom 19. November 2009 Rs. C-314\/08 &#8211;Filipiak&#8211;, Slg. 2009, I-11049, Rz 60 ff. und 71).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Allerdings beruht das letztgenannte Urteil ausdr&uuml;cklich auf der Pr&auml;misse, dass die von einem Steuerpflichtigen in dem Staat der Niederlassung entrichteten Pflichtbeitr&auml;ge in diesem Staat nicht abgezogen werden konnten (EuGH-Urteil in Slg. 2009, I-11049, Rz 51). Diese Pr&auml;misse ist im Streitfall jedoch nicht erf&uuml;llt, da der Kl&auml;ger die AHV-Beitr&auml;ge in der Schweiz steuermindernd geltend machen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Es bedarf daher keiner Entscheidung, inwieweit der Kl&auml;ger sich &uuml;berhaupt auf die Niederlassungsfreiheit in ihrer Ausgestaltung durch die EuGH-Rechtsprechung berufen k&ouml;nnte, da nach Art. 16 Abs. 2 FZA nur die Rechtsprechung des EuGH vor dem Zeitpunkt der Unterzeichnung des Abkommens (21. Juni 1999) ber&uuml;cksichtigt werden kann, soweit f&uuml;r die Anwendung des FZA Begriffe des Gemeinschaftsrechts herangezogen werden. Sp&auml;ter ergangene Entscheidungen des EuGH zu inhaltsgleichen Bestimmungen k&ouml;nnen wegen dieses statischen Verweises nicht zur Auslegung des FZA herangezogen werden, soweit der gem&auml;&szlig; Art. 14 FZA eingesetzte Gemischte Ausschuss dies nicht beschlossen hat. Infolgedessen gibt das FZA eine qualitativ-zeitliche Begrenzung zur Ber&uuml;cksichtigung der &#8211;zumindest nicht lediglich pr&auml;zisierenden&#8211; EuGH-Rechtsprechung vor (so auch BFH-Beschluss vom 7. September 2011 I B 157\/10, BFHE 235, 215, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die streitigen Aufwendungen zur AHV k&ouml;nnen nicht bei der Bemessung des auf das zu versteuernde Einkommen des Kl&auml;gers anzuwendenden Steuersatzes ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 32b Abs. 1 Nr. 3 EStG sind die durch ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung von der deutschen Besteuerung freigestellten Eink&uuml;nfte im Rahmen des Progressionsvorbehalts zu ber&uuml;cksichtigen. Daran ankn&uuml;pfend bestimmt &sect; 32b Abs. 2 Nr. 2 EStG, dass die betreffenden Eink&uuml;nfte den anzuwendenden Steuersatz erh&ouml;hen oder vermindern, so dass in die von &sect; 32b Abs. 2 Nr. 2 EStG vorgeschriebene Berechnung nur &quot;Eink&uuml;nfte&quot; eingehen. Sonderausgaben z&auml;hlen nicht zu den Eink&uuml;nften, sondern werden erst im Anschluss an die Ermittlung der Eink&uuml;nfte vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abgezogen (&sect; 2 Abs. 4 EStG). Dies schlie&szlig;t ihre Ber&uuml;cksichtigung im Rahmen des Progressionsvorbehalts aus (so BFH-Urteil vom 3. November 2010 I R 73\/09, BFH\/NV 2011, 773 zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung von Beitr&auml;gen zu einer niederl&auml;ndischen Krankenversicherung im Rahmen des Progressionsvorbehalts; sowie vorgehend FG K&ouml;ln, Urteil vom 26. Mai 2009&nbsp;&nbsp;1 K 3199\/07, EFG 2010, 415; zur Europarechtskonformit&auml;t vgl. FG des Saarlandes, Urteil vom 17. Juli 2008&nbsp;&nbsp;2 K 2194\/05, EFG 2008, 1708).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Da der Gesetzgeber die Altersvorsorgeaufwendungen mit konstitutiver Wirkung den Sonderausgaben zugewiesen hat (st&auml;ndige Senatsrechtsprechung; vgl. auch j&uuml;ngst Senatsurteil vom 16. November 2011 X R 15\/09, BFHE 236, 69, BStBl II 2012, 325, unter II.2.b bb), sind die vom Kl&auml;ger gezahlten AHV-Beitr&auml;ge nicht bei der Ermittlung des besonderen Steuersatzes abzuziehen. Die unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen (vorweggenommenen) Werbungskosten ist, wie oben unter B.II.2.c aa ccc dargestellt, sachlich gerechtfertigt. F&uuml;r die Behandlung der Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen des &sect; 32b Abs. 2 Nr. 2 EStG gilt nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.4.2012, X R 62\/09 Steuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung von ausl&auml;ndischen Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &#8211; Nichtabziehbarkeit von obligatorischen Beitr&auml;gen an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211; Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht &#8211; Unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen vorweggenommenen Werbungskosten Leits&auml;tze 1. Obligatorische Beitr&auml;ge an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung k&ouml;nnen nicht als Sonderausgaben abgezogen werden, wenn sie &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-62-09-steuerrechtliche-beruecksichtigung-von-auslaendischen-sozialversicherungsbeitraegen-nichtabziehbarkeit-von-obligatorischen-beitraegen-an-die-schweizerische-alters-und-hinterlassenenversicher\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;62\/09 &#8211; Steuerrechtliche Ber&uuml;cksichtigung von ausl&auml;ndischen Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &#8211; Nichtabziehbarkeit von obligatorischen Beitr&auml;gen an die schweizerische Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211; Vereinbarkeit mit h&ouml;herrangigem Recht &#8211; Unterschiedliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und anderen vorweggenommenen Werbungskosten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6498","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6498","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6498"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6498\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6498"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6498"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6498"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}