{"id":65089,"date":"2015-11-06T17:00:03","date_gmt":"2015-11-06T15:00:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65089"},"modified":"2015-11-06T17:00:03","modified_gmt":"2015-11-06T15:00:03","slug":"i-b-13-14-recht-auf-muendliche-verhandlung-bei-nachtraegliche-beiladung-im-verfahren-zur-zerlegung-des-gewerbesteuermessbetrags","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-13-14-recht-auf-muendliche-verhandlung-bei-nachtraegliche-beiladung-im-verfahren-zur-zerlegung-des-gewerbesteuermessbetrags\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;13\/14 &#8211; Recht auf m&uuml;ndliche Verhandlung bei nachtr&auml;gliche Beiladung im Verfahren zur Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.6.2015, I B 13\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Recht auf m&uuml;ndliche Verhandlung bei nachtr&auml;gliche Beiladung im Verfahren zur Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 18. Dezember 2013&nbsp;&nbsp;8 K 1098\/09 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das S&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine Gemeinde, begehrt, mit einem h&ouml;heren Anteil an der Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags der X-GbR f&uuml;r den Erhebungszeitraum 2000 einbezogen zu werden. Der zu zerlegende Gewerbeertrag resultiert aus dem Gewinn der vormaligen E. E war &uuml;ber ein Organschaftsverh&auml;ltnis mit der X-AG verbunden und diese wiederum &uuml;ber ein Organschaftsverh&auml;ltnis mit der X-GbR. Aufgrund der bestehenden (gewerbesteuerlichen) Organschaftsverh&auml;ltnisse erfolgte die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags bei der X-GbR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand des Unternehmens der E ist die Erzeugung, Fortleitung und Verteilung von elektrischer Energie, Fernw&auml;rme, Gas und Wasser. Der Betriebssitz der E befindet sich auf dem Gebiet der Kl&auml;gerin. Das Versorgungsgebiet erstreckt sich im Wesentlichen auf den &#8230; Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt A hatte zun&auml;chst den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r den Erhebungszeitraum gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG 1999) h&auml;lftig nach den Faktoren &quot;Arbeitslohn&quot; und &quot;Stromabnahme&quot; auf &#8230; beteiligte Gemeinden zerlegt. Nachdem im Rahmen eines &Auml;nderungsbescheides die genannten Faktoren im Verh&auml;ltnis von 40&nbsp;v.H. zu 60&nbsp;v.H. gewichtet worden waren, verringerte sich dadurch der Anteil der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhob die Kl&auml;gerin Klage vor dem Finanzgericht (FG). W&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens hat der (nunmehr zust&auml;ndige) Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den (ge&auml;nderten) Gewerbesteuermessbetrag nach &sect;&nbsp;30 GewStG 1999 zerlegt und der Kl&auml;gerin einen (h&ouml;heren) Anteil zugerechnet. Der Zerlegungsma&szlig;stab blieb allerdings unver&auml;ndert. Im Klageverfahren machte die Kl&auml;gerin geltend, dass der Faktor &quot;Arbeitsl&ouml;hne&quot; (unter Ber&uuml;cksichtigung von weiteren Faktoren &quot;Wohnen der Arbeitnehmer&quot; und &quot;Wohnen der Arbeitnehmerkinder&quot;) mit mindestens 75&nbsp;v.H. und ein auf das Anlageverm&ouml;gen bezogener Faktor (Buchwert der Betriebsanlagen, alternativ abgegebene Strommengen) mit h&ouml;chstens 25&nbsp;v.H. im Rahmen der Zerlegung nach &sect;&nbsp;30 GewStG 1999 zu ber&uuml;cksichtigen sei. Das FG folgte dieser Auffassung der Kl&auml;gerin nicht und wies die Klage als unbegr&uuml;ndet ab (S&auml;chsisches FG, Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2013 8&nbsp;K&nbsp;1098\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im finanzgerichtlichen Verfahren hatte am 6.&nbsp;Juni 2012 eine m&uuml;ndliche Verhandlung stattgefunden. Dabei haben ausweislich der Niederschrift &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung die anwesenden Beteiligten mit &quot;R&uuml;cksicht auf die in Aussicht gestellte &Auml;nderung des Bescheides &#8230;, mit R&uuml;cksicht auf die Notwendigkeit einer Beiladung der Steuerpflichtigen und mit R&uuml;cksicht auf das Verb&ouml;serungsverbot gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin und den deswegen vorzunehmenden Berechnungen&quot; ihr Einverst&auml;ndnis mit dem schriftlichen Verfahren erkl&auml;rt. Der Rechtsstreit wurde vertagt und das schriftliche Verfahren angeordnet. Mit Beschluss vom 16.&nbsp;November 2012 wurde die X-GbR als Steuerschuldnerin der Gewerbesteuer zu dem Verfahren beigeladen. Die X-GbR wurde im weiteren Verfahren weder dazu aufgefordert, eine Erkl&auml;rung dar&uuml;ber abzugeben, ob sie auf die Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet noch hat sie von sich aus eine entsprechende Erkl&auml;rung abgegeben. Eine weitere m&uuml;ndliche Verhandlung hat nicht stattgefunden. Die angefochtene Entscheidung erging &quot;mit Zustimmung der Beteiligten ohne weitere m&uuml;ndliche Verhandlung&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin macht Verfahrensm&auml;ngel der vorinstanzlichen Entscheidung geltend und beantragt unter Hinweis auf &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung (FGO), die Revision gegen das FG-Urteil zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Verfahrensfehler i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann, liegt vor. Die nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 6.&nbsp;Juni 2012 beigeladene X-GbR war im Verfahren nicht nach den Vorschriften des Gesetzes vertreten. Das FG h&auml;tte nach der mit Beschluss vom 16.&nbsp;November 2012 angeordneten Beiladung der X-GbR nicht ohne m&uuml;ndliche Verhandlung entscheiden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Beteiligter ist in gesetzeswidriger Weise im Verfahren vor dem FG nicht vertreten, falls das Gericht bei der Vorbereitung oder Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung den Vorschriften nicht gen&uuml;gte und dadurch der Beteiligte nicht zu Wort kommen konnte. Eine verfahrensfehlerhafte Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung liegt auch dann vor, wenn ein FG nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung weitere Personen notwendig beil&auml;dt und diese nicht auf die m&uuml;ndliche Verhandlung verzichten. Bei diesem Verfahren fehlt eine m&uuml;ndliche Verhandlung unter Beteiligung der Beigeladenen. Die bereits geschlossene m&uuml;ndliche Verhandlung h&auml;tte von Amts wegen wiederer&ouml;ffnet werden m&uuml;ssen (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 8.&nbsp;Oktober 1998 VIII&nbsp;R&nbsp;67\/96, BFH\/NV 1999, 497; vgl. Gr&auml;ber\/ Koch, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;93 Rz&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erfolgt im Laufe eines finanzgerichtlichen Verfahrens eine notwendige Beiladung, so muss der Beigeladene zwar den Verfahrensstand im Zeitpunkt der Beiladung &uuml;bernehmen (vgl. Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;60 FGO Rz&nbsp;101). Dies f&uuml;hrt jedoch nicht dazu, dass Beigeladene das Recht auf m&uuml;ndliche Verhandlung durch Beiladung nach dem Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung verlieren. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO macht den Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung vom Einverst&auml;ndnis aller Beteiligten abh&auml;ngig. Daraus ergibt sich, dass alle Beteiligten, also auch die Beigeladenen (&sect;&nbsp;57 Nr.&nbsp;3 FGO), einen eigenen Anspruch auf m&uuml;ndliche Verhandlung haben. Eine m&uuml;ndliche Verhandlung nur mit einem Teil der Beteiligten ist unter Ber&uuml;cksichtigung der Bedeutung des verfassungsrechtlich garantierten Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (vgl. Brandt in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;60 Rz&nbsp;13) nicht gen&uuml;gend (BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 497).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hat die nach dem Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 6.&nbsp;Juni 2012 sowie nach dem Beschluss zur Vertagung des Rechtsstreits und Anordnung des schriftlichen Verfahrens beigeladene X-GbR nicht wirksam auf m&uuml;ndliche Verhandlung verzichtet. Ein Verzicht ist nur wirksam, wenn er klar, eindeutig und vorbehaltlos erkl&auml;rt wird. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Selbst wenn die X-GbR &#8211;wie der Prozessvertreter der B-GmbH und damit der mittelbar von ihr vertretenen beigeladenen Gemeinden behauptet&#8211; Kenntnis von der Absicht des FG gehabt h&auml;tte, im schriftlichen Verfahren zu entscheiden, k&ouml;nnte aus einem blo&szlig;en Schweigen der X-GbR im weiteren finanzgerichtlichen Verfahren kein Einverst&auml;ndnis abgeleitet werden, ohne m&uuml;ndliche Verhandlung zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dieser Verfahrensfehler ist ein absoluter Revisionsgrund, bei dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;4 FGO davon auszugehen ist, dass das angefochtene Urteil auf der Verletzung von Bundesrecht beruht. Den Verfahrensversto&szlig; kann auch der Beteiligte r&uuml;gen, der einen Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung erkl&auml;rt hat (Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;119 FGO Rz&nbsp;322). Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r angezeigt, nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO zu verfahren, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Auf die weiteren von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Verfahrensfehler war von daher nicht mehr einzugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat sieht davon ab, das Rubrum des Urteils der Vorinstanz vom 18.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;1098\/09 dahingehend zu berichtigen, dass als weitere Beigeladene die X-GbR genannt wird. Eine Beiladung der X-GbR ist zwar mit Beschluss vom 16.&nbsp;November 2012 erfolgt. Das Urteil der Vorinstanz wurde zudem der X-GbR mit Zustellungsurkunde am 15.&nbsp;Januar 2014 &uuml;bergeben. Das Urteil enth&auml;lt allerdings im Rubrum keine Nennung der X-GbR als Beteiligte des Verfahrens. Es handelt sich um einen Schreibfehler und damit eine offensichtliche Unrichtigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 FGO, zu deren Berichtigung der Senat im Rahmen des anh&auml;ngigen Beschwerdeverfahrens auch ohne entsprechenden Antrag zust&auml;ndig w&auml;re (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Mai 2007 VII&nbsp;B&nbsp;105\/06, BFH\/NV 2007, 1902). Angesichts der Aufhebung des angefochtenen Urteils und Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO h&auml;lt der Senat eine Berichtigung nicht f&uuml;r erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.6.2015, I B 13\/14 Recht auf m&uuml;ndliche Verhandlung bei nachtr&auml;gliche Beiladung im Verfahren zur Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags Tenor Auf die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 18. Dezember 2013&nbsp;&nbsp;8 K 1098\/09 aufgehoben. Die Sache wird an das S&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen. 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