{"id":65098,"date":"2015-11-06T17:04:03","date_gmt":"2015-11-06T15:04:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65098"},"modified":"2015-11-06T17:04:03","modified_gmt":"2015-11-06T15:04:03","slug":"vi-r-37-14-steuerfreiheit-von-trinkgeldern-freiwillige-zahlungen-von-spielbankkunden-an-eine-kellner-taetigkeit-ausuebende-saalassistenten-steuerfreiheit-von-kleidergeldzahlungen-nach-par-3-nr-31-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-14-steuerfreiheit-von-trinkgeldern-freiwillige-zahlungen-von-spielbankkunden-an-eine-kellner-taetigkeit-ausuebende-saalassistenten-steuerfreiheit-von-kleidergeldzahlungen-nach-par-3-nr-31-estg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;37\/14 &#8211; Steuerfreiheit von Trinkgeldern &#8211; Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an eine Kellner-T&auml;tigkeit aus&uuml;bende Saalassistenten &#8211; Steuerfreiheit von Kleidergeldzahlungen nach &sect; 3 Nr. 31 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 37\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerfreiheit von Trinkgeldern &#8211; Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an eine Kellner-T&auml;tigkeit aus&uuml;bende Saalassistenten &#8211; Steuerfreiheit von Kleidergeldzahlungen nach &sect; 3 Nr. 31 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an die Saalassistenten einer Spielbank f&uuml;r das Servieren von Speisen und Getr&auml;nken k&ouml;nnen steuerfreie Trinkgelder i.S. des &sect; 3 Nr. 51 EStG sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Steuerfreiheit entf&auml;llt nicht dadurch, dass der Arbeitgeber als eine Art Treuh&auml;nder bei der Aufbewahrung und Verteilung der Gelder eingeschaltet ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 14. Mai 2014&nbsp;&nbsp;7 K 7031\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid des Beklagten vom 11. Mai 2009 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19. Januar 2011 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass ein Bruttoarbeitslohn des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 20.805 EUR ber&uuml;cksichtigt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen und die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben die Kl&auml;ger zu 21 % und der Beklagte zu 79 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an die Saalassistenten einer Spielbank f&uuml;r das Servieren von Speisen und Getr&auml;nken als Trinkgelder i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 des Einkommensteuergesetzes (EStG) steuerfrei sind. Dar&uuml;ber hinaus ist die Steuerfreiheit von Kleidergeldzahlungen des Arbeitgebers nach &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;31&nbsp;EStG streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden im Streitjahr 2006 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte aus seiner Besch&auml;ftigung als Saalassistent in der Spielbank A Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Saalassistent ist der Kl&auml;ger mit dem Bedienen der G&auml;ste im Spielsaal und im gesonderten Raucherraum betraut. Er &uuml;bt eine Art Kellnert&auml;tigkeit aus und geh&ouml;rt zu einer eigenen Arbeitnehmergruppe (Gruppe E) gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;3, 4 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;E des Rahmentarifvertrags (&#8211;RTV&#8211; Klassisches Spiel). Er ist damit insbesondere nicht Teil des spieltechnischen Personals, wie etwa die Croupiers (Kassierer) gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;3, 4 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;A RTV. Die Verg&uuml;tung seiner T&auml;tigkeit ist im RTV und im Tronc- und Gehaltstarifvertrag (&#8211;TGTV&#8211; Klassisches Spiel) geregelt. So richtet sich die H&ouml;he seiner monatlichen Verg&uuml;tung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 RTV, &sect;&nbsp;7&nbsp;Abs.&nbsp;1 TGTV i.V.m. der Anlage zum TGTV (Verg&uuml;tungstabelle E).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Freiwillige Zuwendungen von Besuchern der Spielbank A an die Saalassistenten, die diese im Rahmen ihrer Kellnert&auml;tigkeit erhalten, bezeichnet &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 TGTV als Trinkgelder, die durch eine besondere Serviceleistung entstehen und nicht zum Troncaufkommen i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 TGTV geh&ouml;ren. Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 TGTV werden diese Trinkgelder arbeitst&auml;glich erfasst. Sie sind nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 TGTV ausschlie&szlig;lich zugunsten der Saalassistenten zu verwenden. Aus dem Aufkommen erhalten diese monatlich vorab einen pauschalen Anteil in H&ouml;he von 102,26&nbsp;EUR. Der Restbetrag wird nach dem in der Anlage zum TGTV geregelten Punktesystem, das sich nach der L&auml;nge der Betriebszugeh&ouml;rigkeit richtet, auf die Saalassistenten verteilt (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 TGTV) und mit der monatlichen Lohnabrechnung ausgezahlt. Eine Verteilung nach geleisteten Arbeitstagen\/-stunden oder nach erwirtschaftetem Trinkgeldanteil ist nicht vorgesehen. Auch erfolgen keine K&uuml;rzungen f&uuml;r Abwesenheit wegen Urlaubs oder Krankheit. Im Streitjahr erhielt der Kl&auml;ger auf diese Weise Zahlungen in H&ouml;he von 2.906,49 EUR, die die Spielbank A als steuerfreies Trinkgeld i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG behandelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren zahlte die Spielbank A dem Kl&auml;ger im Streitjahr Kleidergeld in H&ouml;he von 862,05 EUR steuerfrei aus. Dieses Kleidergeld ist im Tarifvertrag als Barabl&ouml;sung geregelt (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;4 TGTV). Die Spielbank A hatte auf ihren Antrag vom 11.&nbsp;Januar 1996 von ihrem Betriebsst&auml;tten-Finanzamt eine Anrufungsauskunft erhalten, die mit Schreiben vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2009 widerrufen worden war. Darin ist ausgef&uuml;hrt, dass ab dem 1.&nbsp;Januar 2009 die f&uuml;r Kleidergeld bezahlten Betr&auml;ge dem Lohnsteuerabzug zu unterwerfen seien. Die Kl&auml;ger erkl&auml;rten in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung 2006 einen Bruttoarbeitslohn des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 19.943&nbsp;EUR. Die daneben von der Spielbank A gezahlten Betr&auml;ge in H&ouml;he von 2.906,49&nbsp;EUR (Trinkgeld) und in H&ouml;he von 862,05&nbsp;EUR (Kleidergeld) gaben sie nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;ger zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Eine im Anschluss hieran bei der Spielbank A durchgef&uuml;hrte Lohnsteuer-Au&szlig;enpr&uuml;fung kam zu dem Ergebnis, dass dem Kl&auml;ger die genannten Betr&auml;ge f&uuml;r Trinkgeld und Kleidergeld zu Unrecht steuerfrei ausbezahlt worden seien. Daraufhin erlie&szlig; das FA am 11.&nbsp;Mai 2009 einen &Auml;nderungsbescheid zur Einkommensteuer 2006 gegen&uuml;ber den Kl&auml;gern und erh&ouml;hte die Einkommensteuer 2006 unter Ber&uuml;cksichtigung eines um 3.768 EUR h&ouml;heren Bruttolohns des Kl&auml;gers um 827 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen erhobene Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1569 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Einkommensteuer 2006 in Ab&auml;nderung des Einkommensteuerbescheids 2006 vom 11.&nbsp;Mai 2009 und der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Januar 2011 insoweit ge&auml;ndert festzusetzen, als ein Bruttoarbeitslohn des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 19.943&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist teilweise begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur teilweisen Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die von den Spielbankbesuchern an die Saalassistenten f&uuml;r deren Serviceleistungen (Servieren von Getr&auml;nken und Speisen) gegebenen Gelder, die von der Spielbank A verwahrt und anschlie&szlig;end an die Saalassistenten wieder ausgezahlt werden, sind entgegen der Auffassung des FG steuerfreie Trinkgelder i.S. des &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;51 EStG. Dagegen hat das FG die Kleidergeldzahlung der Spielbank A an den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 862,05 EUR zutreffend als Lohn beurteilt, der nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;31 EStG steuerfrei ist. Insoweit ist die Revision unbegr&uuml;ndet und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zum Arbeitslohn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG geh&ouml;ren nach st&auml;ndiger Rechtsprechung alle Vorteile, die f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden. Dies gilt auch f&uuml;r die Zuwendung eines Dritten, wenn diese ein Entgelt &quot;f&uuml;r&quot; eine Leistung bildet, die der Arbeitnehmer im Rahmen des Dienstverh&auml;ltnisses f&uuml;r seinen Arbeitgeber erbringt, erbracht hat oder erbringen soll. Voraussetzung ist, dass sie sich f&uuml;r den Arbeitnehmer als Frucht seiner Arbeit f&uuml;r den Arbeitgeber darstellt und im Zusammenhang mit dem Dienstverh&auml;ltnis steht (Senatsurteile vom 18.&nbsp;Dezember 2008 VI&nbsp;R&nbsp;49\/06, BFHE 224, 103, BStBl II 2009, 820, und vom 3.&nbsp;Mai 2007 VI&nbsp;R&nbsp;37\/05, BFHE 218, 122, BStBl II 2007, 712, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach waren die streitigen Zahlungen der Spielbankbesucher an die Saalassistenten Arbeitslohn i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz 1 Nr.&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dieser Arbeitslohn ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG sind ohne betragsm&auml;&szlig;ige Begrenzung Trinkgelder steuerfrei, die anl&auml;sslich einer Arbeitsleistung dem Arbeitnehmer von Dritten freiwillig und ohne dass ein Rechtsanspruch auf sie besteht, zus&auml;tzlich zu dem Betrag gegeben werden, der f&uuml;r diese Arbeitsleistung zu zahlen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats ist Trinkgeld i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG eine dem dienstleistenden Arbeitnehmer vom Kunden oder Gast gew&auml;hrte zus&auml;tzliche Verg&uuml;tung, die eine gewisse pers&ouml;nliche Beziehung zwischen dem Arbeitnehmer und dem Dritten voraussetzt. Trinkgeld ist eine freiwillige und typischerweise pers&ouml;nliche Zuwendung an den Bedachten als eine Art honorierende Anerkennung seiner dem Leistenden gegen&uuml;ber erwiesenen M&uuml;hewaltung in Form eines kleineren Geldgeschenkes (Senatsurteile vom 19.&nbsp;Juli 1963 VI&nbsp;73\/62&nbsp;U, BFHE 77, 433, BStBl III 1963, 479; in BFHE 218, 122, BStBl II 2007, 712; in BFHE 224, 103, BStBl II 2009, 820, zuletzt vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 VI&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFHE 249, 471; so auch die in der Literatur vertretene Auffassung, vgl. Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG Rz&nbsp;2; v.&nbsp;Beckerath, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 Rz&nbsp;B&nbsp;51\/51; Bl&uuml;mich\/Erhard, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG Rz&nbsp;3). Zum Begriff des Trinkgelds geh&ouml;rt es demnach, dass in einem nicht unbedingt rechtlichen, jedenfalls aber tats&auml;chlichen Sinne Geldfluss und honorierte Leistung korrespondierend einander gegen&uuml;berstehen, weil die durch die Zuwendung &quot;belohnte&quot; Dienstleistung dem Leistenden unmittelbar zugutekommt. Faktisch steht der Trinkgeldempf&auml;nger damit in einer doppelten Leistungsbeziehung und erh&auml;lt korrespondierend dazu auch doppeltes Entgelt, n&auml;mlich das Arbeitsentgelt seitens seines Arbeitgebers und das Trinkgeld seitens des Kunden. Der Trinkgeldbegriff ist durch den allgemeinen Sprachgebrauch gepr&auml;gt und erfasst insbesondere die Zuwendungen an Arbeitnehmer, bei denen Trinkgelder traditionell einen flankierenden Bestandteil der Entlohnung darstellen (BTDrucks 14\/9029, 3, und Senatsurteil vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 VI&nbsp;R&nbsp;6\/14, BFHE 249, 471).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diesen Grunds&auml;tzen entsprechend sind die von den Spielbankkunden an die Saalassistenten f&uuml;r das Servieren von Getr&auml;nken und Speisen erbrachten Zahlungen steuerfreie Trinkgelder i.S. des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei den von den Spielbankkunden neben dem Rechnungsbetrag gegebenen Geldern handelt es sich um freiwillige Zahlungen, auf die kein Rechtsanspruch besteht. Denn ob die Spielbankkunden Trinkgeld geben, liegt in ihrem Ermessen. Einen Rechtsanspruch darauf, neben dem eigentlichen Arbeitslohn ankn&uuml;pfend an die eigene Arbeitsleistung Trinkgelder in bestimmter H&ouml;he zu erhalten, haben die Saalassistenten nicht. Der tarifvertragliche Zahlungsanspruch gegen die Spielbank A aus &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 TGTV regelt lediglich die Verteilung und Auskehrung der bereits von den Spielbankkunden geleisteten Trinkgelder.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Anders als in den vom erkennenden Senat bereits entschiedenen Tronc-F&auml;llen (Senatsurteile vom 18.&nbsp;Dezember 2008 VI&nbsp;R&nbsp;8\/06, BFH\/NV 2009, 382, und in BFHE 224, 103, BStBl II 2009, 820; Senatsbeschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;August 2005 VI&nbsp;B&nbsp;40\/05, BFH\/NV 2005, 2190; vom 27.&nbsp;Oktober 2005 VI&nbsp;B&nbsp;70\/05, BFH\/NV 2006, 293; vom 10.&nbsp;November 2005 VI&nbsp;B&nbsp;68\/05, BFH\/NV 2006, 530; vom 22.&nbsp;April 2009 VI&nbsp;S&nbsp;4\/09, juris; vom 25.&nbsp;November 2009 VI&nbsp;B&nbsp;97\/09, BFH\/NV 2010, 632) ist im Streitfall eine f&uuml;r ein steuerfreies Trinkgeld i.S. des &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;51 EStG typische pers&ouml;nliche und unmittelbare Leistungsbeziehung zwischen den Saalassistenten und den Spielbankkunden zu bejahen und es besteht auch kein gesetzliches Trinkgeldannahmeverbot. Denn als Saalassistent geh&ouml;rt der Kl&auml;ger zu einer eigenen Arbeitnehmergruppe (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;E RTV) und unterliegt als solcher nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 des Gesetzes &uuml;ber die Zulassung &ouml;ffentlicher Spielbanken in Berlin (SpBG) nicht dem in &sect;&nbsp;11&nbsp;Abs.&nbsp;1 SpBG geregelten Verbot der Annahme von Trinkgeldern, das etwa f&uuml;r Croupiers (Kassierer) gilt und insbesondere die Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit des staatlich geregelten Spielbankbetriebs gew&auml;hrleisten soll (Senatsurteil in BFHE 224, 103, BStBl II 2009, 820, m.w.N.). Bei der von den Saalassistenten ausge&uuml;bten Kellnert&auml;tigkeit ist die Annahme von Trinkgeldern hingegen weder gesetzlich noch (tarif-)vertraglich untersagt. Der Tarifvertrag geht in den &sect;&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 und 4 Abs.&nbsp;2 TGTV vielmehr ausdr&uuml;cklich davon aus, dass den Saalassistenten von den Spielbankkunden Trinkgeld gegeben werden darf und dieses Trinkgeld den Saalassistenten nach Ma&szlig;gabe des tarifvertraglichen Verteilungsschl&uuml;ssels auch zu Gute kommen soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerbefreiung f&uuml;r diese Art der T&auml;tigkeit entspricht auch dem Regelungszweck des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG, den Niedriglohnsektor zu entlasten und die Besteuerung zu vereinfachen (BTDrucks 14\/9029, 3; BTDrucks 14\/9444, 1; BTDrucks 14\/9428, 1, 4). Der Umstand, dass diese T&auml;tigkeit im Rahmen eines Spielbankbetriebs ausge&uuml;bt wird, ist insoweit unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Zuwendungen der Spielbankkunden an die Saalassistenten f&uuml;r deren Serviceleistungen unterliegen auch dann nicht der Lohnsteuer, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Arbeitgeber als eine Art Treuh&auml;nder bei der Verteilung der Gelder eingeschaltet ist. Auch in dieser Konstellation liegt die Zuwendung eines Dritten und nicht die des Arbeitgebers vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG setzt voraus, dass die Trinkgelder &quot;dem Arbeitnehmer von Dritten&quot; gegeben werden. Allerdings muss der Dritte nicht unmittelbar an den Arbeitnehmer leisten (HHR\/Bergkemper, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG Rz&nbsp;2, m.w.N.). Entscheidend ist vielmehr, dass die Leistung nicht vom Arbeitgeber, sondern von einem Dritten stammt. So verh&auml;lt es sich im Streitfall. Denn die Spielbank A erfasst nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 TGTV lediglich die von den Spielbankkunden an die Saalassistenten f&uuml;r deren Serviceleistungen gegebenen Gelder, die nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 TGTV ausschlie&szlig;lich zugunsten der Saalassistenten verwendet werden d&uuml;rfen. Die Saalassistenten haben gegen die Spielbank A aus &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;4 TGTV einen Anspruch auf &Uuml;berlassung der Gelder nach Ma&szlig;gabe des tarifvertraglich geregelten Verteilungsschl&uuml;ssels. Die Spielbank A verteilt und zahlt nach Ma&szlig;gabe dieses Schl&uuml;ssels daher kein eigenes Geld, sondern das der Spielbankbesucher (vgl. v. Beckerath, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 Rz B 51\/55, zur Steuerbefreiung von Trinkgeldern bei gemeinsamer Kasse).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dieses Verteilungssystem ist vergleichbar mit einer &quot;Poolung von Einnahmen&quot; (vgl. v.&nbsp;Beckerath, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 Rz&nbsp;B&nbsp;51\/55), wie sie beispielsweise bei Richtfestgeldern vorliegt (siehe FG N&uuml;rnberg, Urteil vom 20.&nbsp;August 1974 II&nbsp;2\/71, EFG 1974, 565) oder in anderen F&auml;llen, in denen Trinkgelder in eine gemeinsame Kasse eingezahlt und anschlie&szlig;end aufgeteilt werden, z.B. beim Friseurgewerbe oder Gastst&auml;ttenbereich bei zentraler Kasse (vgl. Senatsbeschluss in BFH\/NV 2005, 2190; vgl. auch: v. Beckerath, a.a.O., &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 Rz&nbsp;B&nbsp;51\/55; v.&nbsp;Beckerath in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;133; HHR\/Bergkemper, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;51 EStG Rz&nbsp;2; Bl&uuml;mich\/Erhard, &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;51 EStG Rz&nbsp;4). Allen diesen F&auml;llen ist gemeinsam, dass das Trinkgeld den Arbeitnehmern in ihrer Gesamtheit gegeben wird, so dass sie entweder origin&auml;r Miteigentum am Inhalt der Trinkgeldkasse erwerben, jedenfalls aber gegen den Arbeitgeber einen Anspruch auf &Uuml;berlassung des Inhalts der Trinkgeldkasse haben (Senatsurteile in BFHE 224, 103, BStBl II 2009, 820, und in BFH\/NV 2009, 382).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das Urteil des FG stimmt mit diesen Rechtsgrunds&auml;tzen nicht &uuml;berein. Es war deshalb aufzuheben. Der Senat kann in der Sache selbst entscheiden (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dagegen hat das FG zu Recht geurteilt, dass die Kleidergeldzahlungen der Spielbank A an den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 862,05&nbsp;EUR als Bruttolohn zu ber&uuml;cksichtigen sind. Dieser Betrag ist nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;31 EStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;31 EStG ist die typische Berufskleidung, die der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt &uuml;berl&auml;sst, steuerfrei. Dasselbe gilt f&uuml;r eine Barabl&ouml;sung eines nicht nur einzelvertraglichen Anspruchs auf Gestellung von typischer Berufskleidung, wenn die Barabl&ouml;sung betrieblich veranlasst ist und die entsprechenden Aufwendungen des Arbeitnehmers nicht offensichtlich &uuml;bersteigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An solchen Aufwendungen fehlt es im Streitfall, so dass dahinstehen kann, ob die vom Kl&auml;ger w&auml;hrend der Berufsaus&uuml;bung getragenen Kleidungsst&uuml;cke &uuml;berhaupt typische Berufskleidung waren. Denn nach den f&uuml;r den Bundesfinanzhof grunds&auml;tzlich bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) hat der Kl&auml;ger f&uuml;r das Streitjahr schon nicht nachweisen k&ouml;nnen, dass er &uuml;berhaupt Aufwendungen f&uuml;r (typische) Berufskleidung get&auml;tigt hat. Die Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;3&nbsp;Nr.&nbsp;31&nbsp;EStG setzt bei Bargeldabl&ouml;sungen jedoch tats&auml;chliche Aufwendungen voraus. Das folgt sowohl aus dem Wortlaut der Norm (&quot;Aufwendungen des Arbeitnehmers&quot;) als auch aus deren Sinn und Zweck (Erweiterung des Katalogs der steuerfreien Werbungskostenersatzleistungen, vgl. BTDrucks&nbsp;11\/4803, 17). Dieser fehlende Nachweis geht zu Lasten des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG kam des Weiteren zutreffend zu dem Ergebnis, dass sich die Kl&auml;ger nicht mit Erfolg auf die der Spielbank erteilte Anrufungsauskunft nach &sect;&nbsp;42e EStG vom 15.&nbsp;Januar 1996 berufen k&ouml;nnen. Denn das FA war im Rahmen der Veranlagung der Kl&auml;ger nicht an die Inhalte dieser Auskunft gebunden (Senatsurteil vom 13.&nbsp;Januar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;61\/09, BFHE 232, 5, BStBl II 2011, 479).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 37\/14 Steuerfreiheit von Trinkgeldern &#8211; Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an eine Kellner-T&auml;tigkeit aus&uuml;bende Saalassistenten &#8211; Steuerfreiheit von Kleidergeldzahlungen nach &sect; 3 Nr. 31 EStG Leits&auml;tze 1. Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an die Saalassistenten einer Spielbank f&uuml;r das Servieren von Speisen und Getr&auml;nken k&ouml;nnen steuerfreie Trinkgelder i.S. des &sect; 3 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-14-steuerfreiheit-von-trinkgeldern-freiwillige-zahlungen-von-spielbankkunden-an-eine-kellner-taetigkeit-ausuebende-saalassistenten-steuerfreiheit-von-kleidergeldzahlungen-nach-par-3-nr-31-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;37\/14 &#8211; Steuerfreiheit von Trinkgeldern &#8211; Freiwillige Zahlungen von Spielbankkunden an eine Kellner-T&auml;tigkeit aus&uuml;bende Saalassistenten &#8211; Steuerfreiheit von Kleidergeldzahlungen nach &sect; 3 Nr. 31 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65098\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}