{"id":65104,"date":"2015-11-06T17:04:06","date_gmt":"2015-11-06T15:04:06","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65104"},"modified":"2015-11-06T17:04:06","modified_gmt":"2015-11-06T15:04:06","slug":"vi-r-66-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vi-r-45-13-aussergewoehnliche-belastungen-keine-kuerzung-der-anrechenbaren-einkuenfte-um-pflichtbeitraege-zur-gesetzlichen-renten-und-arbeitslos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-66-13-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vi-r-45-13-aussergewoehnliche-belastungen-keine-kuerzung-der-anrechenbaren-einkuenfte-um-pflichtbeitraege-zur-gesetzlichen-renten-und-arbeitslos\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;66\/13 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil VI R 45\/13 &#8211; Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen &#8211; keine K&uuml;rzung der anrechenbaren Eink&uuml;nfte um Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 66\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil VI R 45\/13 &#8211; Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen &#8211; keine K&uuml;rzung der anrechenbaren Eink&uuml;nfte um Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. August 2013&nbsp;&nbsp;2 K 946\/13 insoweit aufgehoben, als das Finanzgericht weitere Unterhaltsaufwendungen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 781,35 EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect; 33a des Einkommensteuergesetzes ber&uuml;cksichtigt hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>Auch insoweit wird die Klage abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob bei der Berechnung der nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.d.F. des B&uuml;rgerentlastungsgesetzes Krankenversicherung (B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV) vom 16.&nbsp;Juli 2009 (BGBl I 2009, 1959) abzugsf&auml;higen Unterhaltsaufwendungen die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der unterhaltenen Person um die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung zu mindern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der ledige Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) lebte im Streitjahr (2012) mit seiner Lebensgef&auml;hrtin in einem gemeinsamen Haushalt. Die Lebensgef&auml;hrtin erzielte im Streitjahr laut Lohnsteuerkarte Einnahmen aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit in H&ouml;he von 9.106,36&nbsp;EUR und leistete Arbeitnehmerbeitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung in H&ouml;he von 129,34&nbsp;EUR, zur Rentenversicherung in H&ouml;he von 845,53&nbsp;EUR, zur Krankenversicherung in H&ouml;he von 709,65&nbsp;EUR &#8211;einschlie&szlig;lich Anspruch auf Krankengeld&#8211; und zur Pflegeversicherung in H&ouml;he von 129,58&nbsp;EUR. Sie hatte ein geringeres Verm&ouml;gen als 15.500&nbsp;EUR und ihr wurden wegen des Einkommens der Bedarfsgemeinschaft keine &ouml;ffentlichen Mittel gew&auml;hrt. In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machte der Kl&auml;ger Unterhaltsaufwendungen an seine Lebensgef&auml;hrtin in H&ouml;he von 8.004&nbsp;EUR nebst den Zahlungen f&uuml;r die Basiskrankenversicherung und die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Pflegeversicherung als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect;&nbsp;33a EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV geltend. Bei der Berechnung des Unterhaltsh&ouml;chstbetrags setzte er deren Eink&uuml;nfte an, verminderte diese jedoch um die Arbeitnehmeranteile zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung sowie um 4&nbsp;% der Krankenversicherungsbeitr&auml;ge als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen. Bei der Festsetzung der Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr (2012) ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) statt der beantragten Unterhaltsaufwendungen in H&ouml;he von 2.338&nbsp;EUR lediglich einen Betrag in H&ouml;he von 1.526&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1921 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden insoweit statt, als es zus&auml;tzliche Unterhaltsleistungen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 781,35&nbsp;EUR zum Abzug nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV zulie&szlig;. Die nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV anrechenbaren Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der Lebensgef&auml;hrtin des Kl&auml;gers seien im Streitjahr entgegen der Auffassung des FA noch um die von ihr geleisteten Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung (in H&ouml;he von 845,53&nbsp;EUR und 129,34&nbsp;EUR) zu mindern. Soweit der Kl&auml;ger die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der unterhaltenen Person weiter um 4&nbsp;% des Beitragssatzes der gesetzlichen Krankenversicherung f&uuml;r Leistungen, die &uuml;ber das sozialhilferechtliche Niveau der Krankenversorgung hinausgehen, (und damit in H&ouml;he von 28,39&nbsp;EUR) gemindert wissen wollte, hat es die Klage hingegen abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des S&auml;chsischen FG vom 14.&nbsp;August 2013&nbsp; 2&nbsp;K&nbsp;946\/13 insoweit aufzuheben, als weitere Unterhaltsaufwendungen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 781,35&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV ber&uuml;cksichtigt worden sind, und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) insoweit zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage, als das FG weitere Unterhaltsaufwendungen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 781,35&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV ber&uuml;cksichtigt hat. Das FG hat bei der Berechnung der nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV abzugsf&auml;higen Unterhaltsaufwendungen die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der unterhaltenen Person zu Unrecht um die Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung gemindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen f&uuml;r den Unterhalt einer dem Steuerpflichtigen oder seinem Ehegatten gegen&uuml;ber gesetzlich unterhaltsberechtigten Person, so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch erm&auml;&szlig;igt, dass die Aufwendungen bis zu 8.004&nbsp;EUR im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abgezogen werden (&sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV). Der Unterhaltsh&ouml;chstbetrag erh&ouml;ht sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV um den Betrag der im jeweiligen Veranlagungszeitraum nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV f&uuml;r die Absicherung der unterhaltsberechtigten Person aufgewandten Beitr&auml;ge; dies gilt nicht f&uuml;r Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge, die bereits (beim Unterhaltsverpflichteten) nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV anzusetzen sind. Hat die unterhaltene Person andere Eink&uuml;nfte oder Bez&uuml;ge, so vermindert sich nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV die Summe der nach Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 ermittelten Betr&auml;ge (Unterhaltsh&ouml;chstbetrag) um den Betrag, um den diese Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge den Betrag von 624&nbsp;EUR im Kalenderjahr &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Anrechenbare &quot;andere Eink&uuml;nfte&quot; i.S. des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV sind nach allgemeiner Meinung die nach einkommensteuerrechtlichen Vorschriften zu ermittelnden Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 EStG; Verlustabz&uuml;ge nach &sect;&nbsp;10d EStG, Sonderausgaben und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen sind nicht zu ber&uuml;cksichtigen (Schmidt\/Loschelder, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;26; Hufeld, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;B&nbsp;63&nbsp;f.; Pfirrmann in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;94; Bl&uuml;mich\/K.&nbsp;Heger, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;208; Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;19). Denn der Begriff der Eink&uuml;nfte in &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV entspricht der Legaldefinition des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG. Innerhalb desselben Gesetzes ist eine einheitliche Auslegung von Grundbegriffen des Einkommensteuerrechts geboten, soweit nicht zwingende Gr&uuml;nde eine unterschiedliche Auslegung erfordern (Senatsurteil vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2013 VI&nbsp;R&nbsp;22\/11, BFHE 240, 400, BStBl II 2013, 631, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach erh&ouml;hen Arbeitnehmeranteile zur Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Rentenversicherung die anrechenbaren Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV. Sie stellen nach allgemeiner Meinung eine Gegenleistung f&uuml;r die Erbringung der Arbeitsleistung dar und z&auml;hlen damit zu den Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;Mai 2004 VI&nbsp;B&nbsp;120\/03, BFH\/NV 2004, 1263, m.w.N.). Sie flie&szlig;en dem Arbeitnehmer auch dann zu, wenn sie nicht in seinen Verf&uuml;gungsbereich gelangen, weil der Arbeitgeber die Arbeitnehmeranteile an der Sozialversicherung unmittelbar an die Sozialkassen abf&uuml;hrt. Da es sich insoweit nicht um Werbungskosten, sondern &#8211;soweit steuererheblich&#8211; um Sonderausgaben handelt, k&ouml;nnen die streitigen Aufwendungen bei der Eink&uuml;nfteermittlung nicht in Abzug gebracht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Umstand, dass diese Einnahmen gesetzlich verwendungsgebunden und die Eink&uuml;nfte des Unterhaltsempf&auml;ngers insoweit nicht frei verf&uuml;gbar sind, ist bei der Eink&uuml;nfteermittlung nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 EStG und damit auch im Rahmen des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV unerheblich. Eink&uuml;nfte sind daher auch dann i.S. des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz 5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV anrechenbar, wenn und soweit der unterhaltsberechtigte Empf&auml;nger damit seinen Lebensunterhalt (Nahrung, Kleidung, Hygiene, Hausrat, Wohnung und Heizung) nicht bestreiten kann, weil er (langfristige) vertragliche Verpflichtungen eingegangen ist, zwangsl&auml;ufige (beispielsweise als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abziehbare) Ausgaben t&auml;tigt (HHR\/ Pfirrmann, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;94) oder Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung oder Krankenversicherung f&uuml;r Leistungen, die &uuml;ber das sozialhilferechtliche Niveau der Krankenversorgung hinausgehen, bestreiten muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV ist insoweit eindeutig. Deshalb sind Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Sozialversicherung ab dem Veranlagungszeitraum 2010 nicht (mehr) eink&uuml;nftemindernd zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Gesetzgeber hat mit dem B&uuml;rgerentlastungsgesetz Krankenversicherung den in &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F. (jetzt: Satz&nbsp;5) enthaltenen Verweis auf &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;a.F. gestrichen. Nach dieser Vorschrift wurde ein Kind nur ber&uuml;cksichtigt, wenn es Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von nicht mehr als 7.680&nbsp;EUR im Kalenderjahr hatte. Den auch f&uuml;r Eink&uuml;nfte geltenden Relativsatz &quot;die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind&quot; legte der Senat im Anschluss an den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 11.&nbsp;Januar 2005&nbsp; 2&nbsp;BvR&nbsp;167\/02 (BVerfGE 112, 164) verfassungskonform dahin aus, dass die Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Sozialversicherung (einschlie&szlig;lich der Renten- und Arbeitslosenversicherung) auch bei der Ermittlung der anrechenbaren Eink&uuml;nfte im Rahmen des &sect;&nbsp;33a EStG&nbsp;a.F. abzuziehen waren (Urteil vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2009 VI&nbsp;R&nbsp;60\/08, BFH\/NV 2009, 1418, unter II.2.a). Die Finanzverwaltung hatte sich dem angeschlossen (R 32.10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Einkommensteuer-Richtlinien).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mit dem B&uuml;rgerentlastungsgesetz Krankenversicherung ist dieser Verweis auf &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;a.F. und damit jeglicher positivrechtliche Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r eine eink&uuml;nftemindernde Ber&uuml;cksichtigung der Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Sozialversicherung jedoch entfallen. Der Verweis des Gesetzgebers auf &quot;andere&quot; Mittel der &quot;unterhaltenen Person&quot; kann nicht dahin gedeutet werden, dass lediglich zur Bestreitung des Unterhalts bestimmte oder geeignete Mittel den steuerlichen Entlastungsbetrag abschmelzen sollen und damit Eink&uuml;nfte, die bestimmungsgem&auml;&szlig; nicht der Bestreitung des Unterhalts dienen, &#8211;wie die gesetzlich geschuldeten Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge des Arbeitnehmers&#8211; von vornherein nicht verf&uuml;gbar sind und daher nicht als &quot;andere&quot; Eink&uuml;nfte in Betracht kommen (a.A. Hufeld, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;B&nbsp;63&nbsp;f.). Das Wort &quot;andere&quot; bezieht sich vielmehr auf Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge, die der Unterhaltsempf&auml;nger neben den Unterhaltsleistungen des Steuerpflichtigen erzielt (so auch HHR\/Pfirrmann, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;92). Der Rechtsgedanke des vormaligen &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG, nach dem nur Eink&uuml;nfte, &quot;die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind&quot;, anzurechnen sind, l&auml;sst sich hieraus nicht ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aufgrund des eindeutigen Wortlauts der Vorschrift sind demnach die Eink&uuml;nfte des Unterhaltsempf&auml;ngers nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV ab dem Veranlagungszeitraum 2010 weder um die gesetzlich geschuldeten Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge noch um die Beitr&auml;ge zur (gesetzlichen) Kranken- und Pflegeversicherung, soweit diese nicht &uuml;ber &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV Ber&uuml;cksichtigung gefunden haben, zu mindern (HHR\/Pfirrmann, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;96; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;196; My&szlig;en\/Wolter, Neue Wirtschafts-Briefe 2009, 3900; H&nbsp;33a.1 des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs; a.A. Hufeld, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;B 63&nbsp;f.; Schmidt\/Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;27; Fuhrmann in Korn, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;35.1; Endert in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;48, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz ist &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz 5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV auch nicht einer verfassungskonformen Auslegung dahin zug&auml;nglich, dass s&auml;mtliche zweckgebundenen Mittel des Unterhaltsempf&auml;ngers und damit insbesondere auch die streitigen Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Sozialversicherung beim Unterhaltsempf&auml;nger eink&uuml;nftemindernd zu ber&uuml;cksichtigen sind. Denn nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist es ausgeschlossen, ein Gesetz gegen seinen ausdr&uuml;cklichen Wortlaut und gegen den erkennbaren Willen des Gesetzgebers, der vorliegend ausweislich der Gesetzesmaterialien nur darauf abzielt, die Eink&uuml;nfte des Unterhaltsempf&auml;ngers um existenznotwendige Beitr&auml;ge zur Krankenversicherung, nicht dagegen um die streitigen Arbeitnehmerbeitr&auml;ge in die gesetzliche Sozialversicherung zu mindern (vgl. BTDrucks 16\/12254, S.&nbsp;26), verfassungskonform auszulegen (z.B. BFH-Urteil vom 27.&nbsp;M&auml;rz 2012 I&nbsp;R&nbsp;62\/08, BFHE 236, 543, BStBl II 2012, 745).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine dahingehende Auslegung ist auch nicht geboten. Denn der Umstand, dass die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung und damit auch die streitigen Beitr&auml;ge nicht (mehr) von den anrechenbaren Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV in Abzug zu bringen sind, begr&uuml;ndet keinen Verfassungsversto&szlig;; insbesondere ist &#8211;entgegen der Auffassung der Vorinstanz&#8211; der allgemeine Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV entlastet zwangsl&auml;ufige Unterhaltsleistungen der Steuerpflichtigen in n&auml;mlicher Weise. Die Vorschrift tr&auml;gt gleichheitskonform der verminderten subjektiven Leistungsf&auml;higkeit der Unterhaltsleistenden insoweit Rechnung, als sie Unterhaltsaufwendungen erbringen, die zur Abdeckung des steuerlichen Existenzminimums eines Unterhaltsempf&auml;ngers jenseits seiner eigenen Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge erforderlich sind. Ein Mehr an steuerlicher Entlastung des Unterhaltsleistenden ist verfassungsrechtlich nicht geboten (Schmidt\/Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;1; Hufeld, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;A&nbsp;1; HHR\/Pfirrmann, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;4; Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;3). Folgerichtig l&auml;sst das Gesetz Unterhaltsaufwendungen in H&ouml;he des Grundfreibetrags, der das s&auml;chliche Existenzminimum abbildet, ab dem Veranlagungszeitraum 2010 gegebenenfalls erh&ouml;ht um die Beitr&auml;ge f&uuml;r eine sozialhilfegleiche Kranken- und Pflegeversicherung des Unterhaltsempf&auml;ngers zum Abzug nach &sect;&nbsp;33a EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV zu. Denn der Aufwand f&uuml;r die gesundheitliche Mindestversorgung ist Teil des steuerlich zu verschonenden Existenzminimums des Unterhaltsempf&auml;ngers (BVerfG-Beschluss vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp; 2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06, BVerfGE 120, 125) und verlangt deshalb insoweit nach einer Steuerfreistellung des Unterhaltsleistenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesetzlich geschuldeten Arbeitnehmeranteile zur Renten- und Arbeitslosenversicherung z&auml;hlen hierzu hingegen nicht. Vorsorgeaufwendungen sind nur dann Teil des steuerlichen Existenzminimums, wenn sie vom sozialhilferechtlichen Leistungsniveau umfasst sind. Anders als die Aufwendungen f&uuml;r die Kranken- und Pflegeversorgung sind die Beitr&auml;ge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung nicht integraler Bestandteil des Leistungskatalogs der Sozialhilfe. Sie sind deshalb von Verfassungs wegen weder dem erh&ouml;hten Unterhaltsh&ouml;chstbetrag nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV hinzuzurechnen noch von den Eink&uuml;nften und Bez&uuml;gen des Unterhaltsempf&auml;ngers abzuziehen (Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juni 2015 VI&nbsp;R&nbsp;45\/13, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dementsprechend l&auml;sst sich aus dem Gebot der Folgerichtigkeit nicht allgemein ableiten, dass die anrechenbaren Eink&uuml;nfte des Unterhaltsempf&auml;ngers unter dem Gesichtspunkt der &quot;Zwangsl&auml;ufigkeit&quot; um Ausgaben bis zur H&ouml;he der Pflichtsozialversicherungsbeitr&auml;ge zu &quot;bereinigen&quot; sind. Denn das Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums gew&auml;hrleistet dem Steuerpflichtigen und damit auch dem Unterhaltsempf&auml;nger lediglich einen Schutz des Lebensstandards auf Sozialhilfe-, nicht aber auf Sozialversicherungsniveau (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Entscheidung des BVerfG nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG i.V.m. &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes ist daher nicht einzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nichts anderes folgt aus der Entscheidung des BVerfG zur Familienbesteuerung in BVerfGE 112, 164. Danach verst&ouml;&szlig;t die Einbeziehung von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen des Kindes in die Bemessungsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r den Jahresgrenzbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG&nbsp;a.F. zu Lasten der unterhaltsverpflichteten Eltern zwar gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG. Dieser zum Kindergeldrecht ergangene Grundsatz ist aber nicht auf die Berechnung des Unterhaltsh&ouml;chstbetrags nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV zu &uuml;bertragen (Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juni 2015 VI&nbsp;R&nbsp;45\/13, zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzeszweck des &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV unterscheidet sich von demjenigen des &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F. Anders als bei &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 EStG&nbsp;a.F., der &#8211;neben dem Schutz des Familienexistenzminimums&#8211; ma&szlig;geblich auch auf die &quot;Familienf&ouml;rderkomponente&quot; des Kindergelds abzielt, ist &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV vorrangig auf die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von &quot;zwangsl&auml;ufigem&quot; Unterhaltsaufwand beim Steuerpflichtigen ausgerichtet. &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG i.d.F. des B&uuml;rgEntlG&nbsp;KV soll dem subjektiven Nettoprinzip gerecht werden, indem er die &quot;zwangsl&auml;ufigen&quot; Unterhaltsaufwendungen beim Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigt (Schmidt\/ Loschelder, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;1; Hufeld, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;A&nbsp;1; HHR\/Pfirrmann, &sect;&nbsp;33a EStG Rz&nbsp;4; Mellinghoff, a.a.O., &sect;&nbsp;33a Rz&nbsp;3). &quot;Zwangsl&auml;ufig&quot; sind nach den Vorgaben des BVerfG die Unterhaltsaufwendungen nur bis zur H&ouml;he des sozialhilferechtlichen Existenzminimums. Das dar&uuml;ber hinausgehende Sozialversicherungsniveau der unterhaltsberechtigten Person ist davon nicht erfasst (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 120, 125).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, VI R 66\/13 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil VI R 45\/13 &#8211; Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen &#8211; keine K&uuml;rzung der anrechenbaren Eink&uuml;nfte um Pflichtbeitr&auml;ge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 14. 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