{"id":65120,"date":"2015-11-06T16:59:10","date_gmt":"2015-11-06T14:59:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65120"},"modified":"2015-11-06T16:59:10","modified_gmt":"2015-11-06T14:59:10","slug":"x-r-25-13-anforderungen-an-die-nachhaltigkeit-bei-gewerblichem-grundstueckshandel-veraeusserung-mehrerer-objekte-an-einen-einzigen-erwerber-zugehoerigkeit-zu-einer-muttergesellschaft-macht-mehrere-erw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-25-13-anforderungen-an-die-nachhaltigkeit-bei-gewerblichem-grundstueckshandel-veraeusserung-mehrerer-objekte-an-einen-einzigen-erwerber-zugehoerigkeit-zu-einer-muttergesellschaft-macht-mehrere-erw\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;25\/13 &#8211; Anforderungen an die Nachhaltigkeit bei gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung mehrerer Objekte an &quot;einen einzigen Erwerber&quot; &#8211; Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Muttergesellschaft macht mehrere Erwerber-Kapitalgesellschaften nicht zu &quot;einem&quot; Erwerber"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.4.2015, X R 25\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die Nachhaltigkeit bei gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung mehrerer Objekte an &quot;einen einzigen Erwerber&quot; &#8211; Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Muttergesellschaft macht mehrere Erwerber-Kapitalgesellschaften nicht zu &quot;einem&quot; Erwerber<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Steuerpflichtiger wird nachhaltig t&auml;tig, wenn zehn Personengesellschaften, an denen er beteiligt ist, in einer notariellen Urkunde, die eigenst&auml;ndige und voneinander unabh&auml;ngige Kaufvertr&auml;ge beinhaltet, insgesamt zehn Grundst&uuml;cke innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem jeweiligen Erwerb an acht verschiedene Erwerber-Kapitalgesellschaften ver&auml;u&szlig;ern, selbst wenn diese Kapitalgesellschaften jeweils dieselbe Muttergesellschaft haben.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 18. Oktober 2012&nbsp;&nbsp;5 K 5212\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war an insgesamt zehn GbR beteiligt, die nach den Ausf&uuml;hrungen des Finanzgerichts (FG) &#8211;Einzelheiten hat die Vorinstanz insoweit nicht festgestellt&#8211; in den Jahren 2001 bis 2004 Grundbesitz erworben hatten. Die T&auml;tigkeiten der einzelnen GbR werden von den Beteiligten &uuml;bereinstimmend als verm&ouml;gensverwaltend angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom &#8230; 2006, auf den das FG Bezug genommen hat, ver&auml;u&szlig;erten insgesamt 46&nbsp;Personen- und Kapitalgesellschaften &#8211;darunter die zehn GbR, an denen der Kl&auml;ger beteiligt war&#8211; ihren Grundbesitz an insgesamt 23&nbsp;GmbH. Gegenstand des Kaufvertrags waren 55&nbsp;Immobilien, bei denen es sich &uuml;berwiegend um Gewerbeobjekte und gr&ouml;&szlig;ere Wohnbl&ouml;cke handelte. Der Gesamtkaufpreis belief sich auf &uuml;ber 500&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Alleingesellschafterin aller auf Erwerberseite auftretenden Kapitalgesellschaften &#8211;die beim Vertragsschluss durch dieselbe nat&uuml;rliche Person als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer vertreten wurden&#8211; war eine AG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Immobilien der zehn GbR, an denen der Kl&auml;ger beteiligt war, wurden ausweislich des Vertrags von insgesamt acht (nach den Ausf&uuml;hrungen des FG: zehn) verschiedenen GmbH erworben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vertragsparteien erkl&auml;rten, dass mit der notariellen Urkunde f&uuml;r jeden einzelnen Kaufgegenstand ein eigenst&auml;ndiger Kaufvertrag abgeschlossen werde und die einzelnen Kaufvertr&auml;ge in ihrem Bestand und ihrer Durchf&uuml;hrung rechtlich voneinander unabh&auml;ngig seien (Nr.&nbsp;I.1. der notariellen Urkunde). Neben der Urkunde mit den Kaufvertr&auml;gen errichteten die Vertragsparteien drei weitere notarielle Urkunden, und zwar eine Urkunde mit der Beschreibung der jeweiligen Kaufgegenst&auml;nde, Kaufpreise und objektspezifischen Besonderheiten, eine Urkunde mit Informationen zu den Mietverh&auml;ltnissen, die bei den einzelnen Objekten bestanden, und eine weitere Urkunde mit Angaben zum Grundbuch- und Baugenehmigungsstand sowie mit Gutachten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung qualifizierte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die von den zehn GbR erzielten Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung auf der Ebene des Kl&auml;gers in Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb um. Er erlie&szlig; u.a. die im vorliegenden Verfahren angefochtenen erstmaligen Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2002 und 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einspruchsverfahren vertrat der Kl&auml;ger unter Berufung auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 7.&nbsp;Oktober 2004 IV&nbsp;R&nbsp;27\/03 (BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164) die Auffassung, seine T&auml;tigkeit sei mangels Nachhaltigkeit nicht als gewerblich anzusehen, da alle Objekte in einer einzigen Urkunde an &#8211;bei wirtschaftlicher Betrachtung&#8211; einen einzigen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert worden seien. Demgegen&uuml;ber hielt das FA die vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrte Rechtsprechung nicht f&uuml;r einschl&auml;gig, weil jede auf der Erwerberseite auftretende GmbH eine eigene Rechtspers&ouml;nlichkeit besitze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Klageverfahrens best&auml;tigte die AG gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger, dass sie die Ank&auml;ufe als eine Gesamttransaktion bewertet habe. Die Aufteilung auf mehrere Zweckgesellschaften sei ausschlie&szlig;lich aus Finanz- und Konzernsteuerungs&uuml;berlegungen vorgenommen worden. Der Bestand werde von der AG in der Finanzierung, Verwaltung und Betreuung als <em>ein<\/em> Portfolio angesehen. Der Kl&auml;ger behauptete erg&auml;nzend, die Verhandlungen &uuml;ber den Verkauf der Objekte seien mit den Vertretern der AG gef&uuml;hrt worden. Dass letztlich 23 einzelne GmbH als K&auml;ufer aufgetreten seien, habe auf Weisungen der AG beruht. Alle Erwerber-Kapitalgesellschaften seien konsolidierte Unternehmen, die in den Jahresabschluss der AG einbezogen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2013, 1937). Es hielt &#8211;unter Berufung auf das Senatsurteil vom 22.&nbsp;August 2012 X&nbsp;R&nbsp;24\/11 (BFHE 238, 180, BStBl II 2012, 865)&#8211; zwar die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung f&uuml;r &uuml;berschritten, da die Bet&auml;tigungen der zehn GbR auf der Ebene des Kl&auml;gers zusammenfassend zu w&uuml;rdigen seien. Der Kl&auml;ger sei jedoch nicht nachhaltig t&auml;tig geworden. Nach seinem plausiblen und vom FA nicht substantiiert in Zweifel gezogenen Vorbringen habe allen Ver&auml;u&szlig;erungen nur ein einziger Verkaufsentschluss zugrunde gelegen und seien Verkaufsverhandlungen ausschlie&szlig;lich mit der AG gef&uuml;hrt worden. Zwar seien &#8211;anders als in dem Sachverhalt, der der Entscheidung in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164 zugrunde gelegen habe&#8211; die Objekte nicht an einen, sondern an mehrere Erwerber ver&auml;u&szlig;ert worden. Dies sei aber nicht entscheidend, da der IV.&nbsp;Senat formuliert habe, die Nachhaltigkeit fehle &quot;jedenfalls dann&quot;, wenn der Verkauf mehrerer Objekte an nur einen Erwerber in nur einer Urkunde protokolliert werde. Dies bringe zum Ausdruck, dass die vom IV.&nbsp;Senat ge&auml;u&szlig;erte Rechtsauffassung nicht abschlie&szlig;end auf den dort zu entscheidenden Sachverhalt beschr&auml;nkt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision vertritt das FA die Auffassung, die Abweichungen zwischen dem vorliegenden Sachverhalt und demjenigen, der dem Urteil in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164 zugrunde gelegen habe, seien entscheidungserheblich (mehrere rechtlich selbst&auml;ndige Erwerber, rechtlich selbst&auml;ndige Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r jedes Objekt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom FA in den Vordergrund seiner Argumentation gestellte Selbst&auml;ndigkeit der Objekte bedeute nur, dass der Kl&auml;ger die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten haben k&ouml;nne, besage aber nichts f&uuml;r das davon zu trennende Merkmal der Nachhaltigkeit. Hierf&uuml;r sei das Bestehen einer Wiederholungsabsicht entscheidend; der Abschluss eines einzigen Vertrages ohne vorangegangene Verkaufsbem&uuml;hungen reiche nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat mit seinem T&auml;tigwerden auf dem Grundst&uuml;cksmarkt alle Voraussetzungen f&uuml;r einen der Gewerbesteuer unterliegenden Steuergegenstand erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) unterliegt der Gewerbesteuer jeder stehende Gewerbebetrieb, soweit er im Inland betrieben wird, wobei unter Gewerbebetrieb ein gewerbliches Unternehmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu verstehen ist. Steuerschuldner ist der Unternehmer, d.h. derjenige, f&uuml;r dessen Rechnung das Gewerbe betrieben wird (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 GewStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist Gewerbebetrieb eine selbst&auml;ndige nachhaltige Bet&auml;tigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird, und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, wenn die Bet&auml;tigung weder als Aus&uuml;bung von Land- und Forstwirtschaft noch als Aus&uuml;bung eines freien Berufs noch als eine andere selbst&auml;ndige Arbeit anzusehen ist. Als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal muss hinzukommen, dass die Grenzen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten sind (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Dezember 2001 GrS&nbsp;1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind vorliegend erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dass der Kl&auml;ger sich auf dem Grundst&uuml;cksmarkt selbst&auml;ndig und mit Gewinnerzielungsabsicht bet&auml;tigt und am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr teilgenommen hat, steht zweifelsfrei fest und ist auch zwischen den Beteiligten nicht umstritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat ferner festgestellt, dass der Kl&auml;ger die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung &uuml;berschritten hat. Es hat hierf&uuml;r in zutreffender Weise die st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung herangezogen, wonach im Interesse einer sachlich zutreffenden Besteuerung des Gesellschafters alle ihm zuzurechnenden T&auml;tigkeiten auf dem Gebiet des Grundst&uuml;ckshandels in eine Gesamtw&uuml;rdigung nach Ma&szlig;gabe des jeweils einschl&auml;gigen Steuertatbestands (hier: &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 EStG) einzubeziehen sind (umfassend Senatsurteil in BFHE 238, 180, BStBl II 2012, 865, mit zahlreichen weiteren Nachweisen). Danach sind dem Kl&auml;ger &uuml;ber seine Beteiligungen an &#8211;f&uuml;r sich genommen verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tigen&#8211; Personengesellschaften jedenfalls zehn Ver&auml;u&szlig;erungen von (Gro&szlig;-)Objekten zuzurechnen, die jeweils innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor der Ver&auml;u&szlig;erung erworben worden waren. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Bet&auml;tigung des Kl&auml;gers sich trotz eines deutlichen &Uuml;berschreitens der eine Indizwirkung entfaltenden &quot;Drei-Objekt-Grenze&quot; noch innerhalb der Grenzen der privaten Verm&ouml;gensverwaltung bewegt h&auml;tte, sind weder vom FG festgestellt worden noch sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Erf&uuml;llung der Merkmale des Gewerbebegriffs &#8211;und damit zugleich der Voraussetzungen eines Steuergegenstands nach dem GewStG&#8211; h&auml;ngt damit im Streitfall nur noch davon ab, ob der Kl&auml;ger auch nachhaltig t&auml;tig geworden ist. Dies ist entgegen der Auffassung des FG zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Nachhaltigkeit stellt ein Tatbestandsmerkmal dar, das unabh&auml;ngig vom &Uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze zu pr&uuml;fen ist (BFH-Entscheidungen in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, und in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164, unter 2.). Es dient vor allem dazu, nur gelegentliche T&auml;tigkeiten von der Gewerblichkeit auszuschlie&szlig;en (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Dezember 2005 IV&nbsp;R&nbsp;65\/04, BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine T&auml;tigkeit ist nachhaltig, wenn sie von der Absicht getragen ist, sie zu wiederholen und daraus eine st&auml;ndige Erwerbsquelle zu machen, und sie objektiv erkennbar auf Wiederholung angelegt ist (Senatsurteil vom 22.&nbsp;April 1998 X&nbsp;R&nbsp;17\/96, BFH\/NV 1998, 1467, unter II.2.a). Da die Wiederholungsabsicht eine innere Tatsache ist, die nur anhand &auml;u&szlig;erlicher Merkmale beurteilt werden kann, kommt den &#8211;nach au&szlig;en tretenden&#8211; tats&auml;chlichen Umst&auml;nden besondere Bedeutung f&uuml;r die Beurteilung zu (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 1987 III&nbsp;R&nbsp;275\/83, BFHE 151, 399, BStBl II 1988, 293, unter 3.a). Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung stellt entscheidend auf das Verhalten des Steuerpflichtigen beim Verkauf ab: Einerseits reicht eine wiederholte T&auml;tigkeit auf der Beschaffungsseite allein grunds&auml;tzlich nicht aus, wenn lediglich ein einziges Verkaufsgesch&auml;ft stattfindet (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juli 1986 VIII&nbsp;R&nbsp;289\/81, BFH\/NV 1987, 92, unter 2.c). Andererseits hindert es die Annahme von Nachhaltigkeit nicht, wenn nur ein einziger Kaufvorgang, aber mehrere Verkaufsvorg&auml;nge gegeben sind (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juli 1991 III&nbsp;R&nbsp;47\/88, BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 1.c bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Verkauf mehrerer Objekte an verschiedene Erwerber wird von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung stets als nachhaltig angesehen (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Dezember 1971 I&nbsp;R&nbsp;49\/70, BFHE 104, 178, BStBl II 1972, 291; vom 11.&nbsp;April 1989 VIII&nbsp;R&nbsp;266\/84, BFHE 156, 476, BStBl II 1989, 621, und vom 15.&nbsp;Juli 2004 III&nbsp;R&nbsp;37\/02, BFHE 207, 162, BStBl II 2004, 950, unter II.2.b). Dies gilt auch dann, wenn alle Verk&auml;ufe am selben Tag vorgenommen werden (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Oktober 1991 XI&nbsp;R&nbsp;22\/90, BFH\/NV 1992, 238). Ebenso ist Nachhaltigkeit anzunehmen, wenn mehrere Objekte &quot;in verschiedenen Vertr&auml;gen verkauft werden&quot; (so BFH-Urteil in BFHE 207, 162, BStBl II 2004, 950, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Demgegen&uuml;ber wird die Ver&auml;u&szlig;erung mehrerer Objekte an &quot;einen einzigen Erwerber&quot; (so die Formulierung in den BFH-Urteilen in BFHE 104, 178, BStBl II 1972, 291, unter 2.; vom 29.&nbsp;Oktober 1997 X&nbsp;R&nbsp;112, 153\/94, BFH\/NV 1998, 853, unter 2.; in BFH\/NV 1998, 1467, unter II.2.b, und vom 17.&nbsp;Juni 1998 X&nbsp;R&nbsp;68\/95, BFHE 186, 288, BStBl II 1998, 667, unter II.2.a) grunds&auml;tzlich nicht als nachhaltig angesehen, und zwar unabh&auml;ngig von der Zahl der in einem einzigen Vorgang ver&auml;u&szlig;erten Objekte. Die Wendung &quot;ein einziger Erwerber&quot; ist in sp&auml;teren Urteilen durch die Formulierungen &quot;nur einen Erwerber&quot; (so BFH-Urteil in BFHE 207, 162, BStBl II 2004, 950, unter II.2.b) oder &quot;einen Erwerber&quot; (BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Dezember 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;40\/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 2.a, und vom 15.&nbsp;April 2004 IV&nbsp;R&nbsp;54\/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.2.) abgel&ouml;st worden, ohne dass dabei aber ein inhaltlicher Unterschied erkennbar geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von diesem Grundsatz hat die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung jedoch einige Ausnahme-Fallgruppen entwickelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) So steht es trotz tats&auml;chlicher Vornahme nur eines einzigen Verkaufsgesch&auml;fts der Annahme von Nachhaltigkeit nicht entgegen, wenn der Steuerpflichtige erkennbar mehrere Verk&auml;ufe beabsichtigt hatte. Dies wird beispielsweise bejaht, wenn er sich zuvor im Interesse eines m&ouml;glichst hohen Gewinns auch um Einzelverk&auml;ufe bem&uuml;ht hatte (BFH-Urteile in BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 1.c bb, und in BFH\/NV 1998, 1467, unter II.2.c bb) oder er zus&auml;tzlich zu der En-bloc-Ver&auml;u&szlig;erung noch zumindest ein weiteres Objekt ver&auml;u&szlig;ert hat (BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Februar 1988 III&nbsp;R&nbsp;321\/84, BFH\/NV 1988, 561; in BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 1.c bb; vom 30.&nbsp;Juni 1993 XI&nbsp;R&nbsp;38, 39\/91, BFH\/NV 1994, 20, unter II.3., und in BFH\/NV 1998, 853). Gleiches gilt, wenn aus anderen Gr&uuml;nden die dokumentierte Absicht besteht, noch weitere Gesch&auml;fte zu t&auml;tigen (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 1995 XI&nbsp;R&nbsp;43-45\/89, BFHE 179, 353, BStBl II 1996, 232, unter III.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nachhaltigkeit ist auch dann anzunehmen, wenn der Steuerpflichtige zur Vorbereitung des einzigen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fts eine Vielzahl unterschiedlicher Einzelt&auml;tigkeiten entfaltet (vgl. BFH-Urteile in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, und vom 12.&nbsp;Juli 2007 X&nbsp;R&nbsp;4\/04, BFHE 218, 331, BStBl II 2007, 885, unter B.III.3.). Dies unterliegt allerdings der Einschr&auml;nkung, dass Ma&szlig;nahmen, die in Vermietungsabsicht vorgenommen wurden, nicht ausreichend sind (BFH-Urteil in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164, unter 3.c). Vielmehr m&uuml;ssen die Ma&szlig;nahmen mit dem Ziel durchgef&uuml;hrt worden sein, den Verkaufspreis zu erh&ouml;hen (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;62\/07, BFH\/NV 2010, 2261, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Schlie&szlig;lich kann dem Steuerpflichtigen im Falle einer En-bloc-Ver&auml;u&szlig;erung an eine nahestehende Personen- oder Kapitalgesellschaft deren nachhaltiges T&auml;tigwerden unter dem Gesichtspunkt des Scheingesch&auml;fts oder des Gestaltungsmissbrauchs zugerechnet werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die nahestehende Gesellschaft die Mittel f&uuml;r den Ankauf zu einem erheblichen Teil vom Steuerpflichtigen (Verk&auml;ufer) selbst oder erst aus dem Verkaufserl&ouml;s f&uuml;r den Weiterverkauf der Objekte erh&auml;lt (BFH-Urteile in BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 2., und vom 4.&nbsp;M&auml;rz 1993 IV&nbsp;R&nbsp;28\/92, BFH\/NV 1993, 728, unter 2.), oder die Gesellschaft im Wesentlichen nur zum Zweck des Kaufs und Weiterverkaufs der Objekte gegr&uuml;ndet worden ist und einen so hohen Kaufpreis zahlt, dass sie von vornherein allenfalls einen unerheblichen Gewinn aus dem Weiterverkauf zu erwarten hatte (BFH-Urteile in BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, unter 2., und in BFHE 186, 288, BStBl II 1998, 667, unter II.3.a, 5.). Gleiches gilt, wenn der Steuerpflichtige selbst schon vor dem Verkauf an die Gesellschaft zum Einzelverkauf entschlossen war (BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 2261, unter II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das angefochtene Urteil ist aufzuheben, weil das FG nicht von diesen Grunds&auml;tzen ausgegangen ist. Es hat die differenzierte h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zum Begriff der Nachhaltigkeit seiner Entscheidung nicht zugrunde gelegt, was sich bereits darin zeigt, dass zum gesamten Problemgef&uuml;ge lediglich eine einzige Entscheidung zitiert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Hinzu kommt, dass der Sachverhalt des Streitfalls m&ouml;glicherweise komplexer ist als sich den knappen Feststellungen des FG entnehmen l&auml;sst. Insbesondere hat das FG &#8211;obwohl dies sowohl durch die vorstehend angef&uuml;hrte Rechtsprechung als auch durch den Akteninhalt geboten gewesen w&auml;re&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen, ob<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">der Kl&auml;ger auch aus dem von ihm selbst gehaltenen umfangreichen Immobilienverm&ouml;gen Ver&auml;u&szlig;erungen vorgenommen hat,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">dem Kl&auml;ger Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erungen durch origin&auml;r gewerblich t&auml;tige Personengesellschaften mit Immobilienbesitz, an denen er nach Aktenlage beteiligt gewesen ist, zuzurechnen sind,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">einige der zehn GbR, die ihre Grundst&uuml;cke letztlich mit den Urkunden vom &#8230; 2006 ver&auml;u&szlig;ert haben, sich zuvor auch um Einzelver&auml;u&szlig;erungen bzw. um andere Erwerber bem&uuml;ht hatten, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">einige dieser zehn GbR vor der Ver&auml;u&szlig;erung in Bezug auf die Objekte Ma&szlig;nahmen zur Schaffung eines h&ouml;heren Objektwertes getroffen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Sache ist gleichwohl entscheidungsreif, da bereits die vom FG festgestellten Tatsachen ausreichen, um die Nachhaltigkeit der vom Kl&auml;ger entfalteten T&auml;tigkeit bejahen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die zehn GbR, an denen der Kl&auml;ger beteiligt war, haben ihren Grundbesitz nicht etwa an einen einzigen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert, sondern an acht verschiedene Kapitalgesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedes Verkaufsgesch&auml;ft enth&auml;lt eine sachliche (Verkaufsgegenstand) und eine personelle Komponente (K&auml;ufer). Die Nachhaltigkeit ist nach der vorstehend unter a) angef&uuml;hrten Rechtsprechung sicher zu bejahen, wenn beide Komponenten mehrfach ber&uuml;hrt werden, d.h. verschiedene Gegenst&auml;nde an unterschiedliche K&auml;ufer verkauft werden (zutreffend W&uuml;llenkemper, EFG 2003, 1693). Dies ist hier der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass nach dem Vorbringen des Kl&auml;gers die Anteile an allen erwerbenden Kapitalgesellschaften von derselben Mutter-AG gehalten wurden, ist f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls unerheblich, da jede GmbH selbst&auml;ndig rechtsf&auml;hig ist (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung), es sich also zivilrechtlich um unterschiedliche Erwerber handelt. Ein Durchgriff durch die juristische Person kann steuerrechtlich nur in seltenen Ausnahmef&auml;llen vorgenommen werden, f&uuml;r die jeweils eine besondere Rechtfertigung vorhanden sein muss. An einer solchen Rechtfertigung fehlt es im Streitfall offensichtlich. Es bleibt daher bei der &#8211;auch im Steuerrecht grunds&auml;tzlich zu beachtenden&#8211; Abschirmwirkung der Kapitalgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r das vorliegende Verfahren folgt auch aus dem vom Kl&auml;ger und vom FG herangezogenen BFH-Urteil in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164 nichts anderes. Der IV.&nbsp;Senat hat dort (unter 2.) w&ouml;rtlich ausgef&uuml;hrt: &quot;Ma&szlig;geblich ist allein, ob lediglich ein einziger Verkaufsentschluss vorliegt, der mit nur einer Handlung umgesetzt wurde. Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn der Verkauf mehrerer Objekte an nur einen Erwerber (oder an eine Eigent&uuml;mergemeinschaft bzw. -gesellschaft) in nur einer Urkunde protokolliert wird.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der IV.&nbsp;Senat hatte &uuml;ber einen Fall zu entscheiden, in dem eine GbR einen umfangreichen Geb&auml;udekomplex drei Jahre nach dem Erwerb in einem Vertrag an einen einzigen Erwerber verkauft hatte. In einem solchen Fall ist nach den Grunds&auml;tzen der st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung die Nachhaltigkeit zu verneinen, wenn nicht &#8211;was der IV.&nbsp;Senat ebenfalls gepr&uuml;ft hat&#8211; aus anderen, besonderen Umst&auml;nden auf eine Wiederholungsabsicht geschlossen werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber haben die zehn Personengesellschaften, an denen der Kl&auml;ger vorliegend beteiligt war, ihren Grundbesitz an insgesamt acht verschiedene Erwerber ver&auml;u&szlig;ert. Es handelte sich nach dem Willen der Vertragsparteien nicht um einen einheitlichen Kaufvertrag, sondern ausdr&uuml;cklich um rechtlich selbst&auml;ndige Kaufvertr&auml;ge f&uuml;r jedes einzelne Grundst&uuml;ck. Hinzu kommt, dass ausweislich des vom FG in Bezug genommenen Vertrages ein &quot;Datenraum&quot; &#8211;&auml;hnlich wie bei Transaktionen gro&szlig;er gewerblicher Unternehmen&#8211; eingerichtet wurde, also erhebliche Aktivit&auml;ten seitens der ver&auml;u&szlig;ernden Gesellschaften, die dem Kl&auml;ger zuzurechnen sind, entfaltet wurden. Darin liegen entscheidungserhebliche Unterschiede zu dem Sachverhalt, den der IV.&nbsp;Senat zu beurteilen hatte, die eine unterschiedliche gewerbesteuerrechtliche Behandlung nicht nur rechtfertigen, sondern geradezu gebieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die acht erwerbenden Kapitalgesellschaften sind im Streitfall auch nicht als &quot;Eigent&uuml;mergemeinschaft bzw. -gesellschaft&quot; im Sinne des BFH-Urteils in BFHE 208, 147, BStBl II 2005, 164 anzusehen. Die vom IV.&nbsp;Senat dort verwendete Formulierung (unter 3.a der genannten Entscheidung auch: &quot;Eigent&uuml;mergemeinschaft oder Grundst&uuml;cksgesellschaft&quot;) wird in der Literatur dahingehend verstanden, dass auf Erwerberseite mehrere Personen in Bruchteilsgemeinschaft oder GbR auftreten (so D&ouml;tsch, Juris-Praxisreport Steuerrecht 2\/2005, Anm.&nbsp;5), wie es z.B. bei einem Erwerb durch Ehegatten der Fall ist. Daran fehlt es vorliegend. Die acht erwerbenden Kapitalgesellschaften waren miteinander weder als Personengesellschaft verbunden noch haben sie Bruchteilseigentum erworben. Vielmehr ist jede Kapitalgesellschaft Alleineigent&uuml;merin des von ihr jeweils erworbenen Grundst&uuml;cks geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der IV.&nbsp;Senat mit dieser Entscheidung nicht &uuml;ber die Grunds&auml;tze der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung hinausgegangen ist, zeigt auch eine Analyse derjenigen vier BFH-Entscheidungen, die er f&uuml;r die Aussage zitiert, die der Kl&auml;ger und das FG f&uuml;r ihre Auffassung in Anspruch nehmen (&quot;jedenfalls &#8230; an nur einen Erwerber&quot;):<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Im Fall des BFH-Urteils in BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143 hatte der dortige Kl&auml;ger 19&nbsp;Objekte einheitlich an einen einzigen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert. Zus&auml;tzlich hatte er allerdings f&uuml;nf bzw. acht Jahre vor dieser Ver&auml;u&szlig;erung je ein weiteres Objekt innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dessen Erwerb ver&auml;u&szlig;ert. Das FG hatte der Klage stattgegeben. Der III.&nbsp;Senat hat dieses Urteil aufgehoben und die Sache an das FG zur Pr&uuml;fung der Nachhaltigkeit des Handelns des Steuerpflichtigen zur&uuml;ckverwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) &Auml;hnlich war der Sachverhalt im Fall des BFH-Urteils in BFH\/NV 1994, 20 gelagert: Der dortige Kl&auml;ger hatte f&uuml;nf Eigentumswohnungen einheitlich an eine einzige Erwerberin ver&auml;u&szlig;ert. Im Jahr zuvor hatte er ein weiteres Objekt ver&auml;u&szlig;ert, wobei im Sachverhalt nicht mitgeteilt wird, wie lange er dieses Objekt gehalten hatte. Auch hier hatte das FG der Klage wegen vermeintlich fehlender Nachhaltigkeit stattgegeben; der XI.&nbsp;Senat hat dieses Urteil aufgehoben und die Sache zur&uuml;ckverwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Im Fall des Urteils in BFH\/NV 1998, 1467 hat der erkennende Senat die Nachhaltigkeit verneint, weil der dortige Kl&auml;ger neun Eigentumswohnungen in einem Vertrag an einen einzigen Erwerber ver&auml;u&szlig;ert hatte und keine besonderen Umst&auml;nde festgestellt waren, aus denen ausnahmsweise eine Wiederholungsabsicht h&auml;tte folgen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Dem Urteil des IV.&nbsp;Senats in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868 lag ein Sachverhalt zugrunde, in dem die dortige Kl&auml;gerin f&uuml;nf zusammenh&auml;ngende Parzellen, die stets gemeinsam genutzt worden waren, erworben und zu vermieten versucht hatte. Nach dem Scheitern der Vermietungsbem&uuml;hungen verkaufte sie die f&uuml;nf Parzellen einheitlich an eine einzige Erwerberin. Hier war &#8211;abgesehen davon, dass der IV.&nbsp;Senat eine wirtschaftliche Einheit und damit nur ein einziges Objekt annahm&#8211; die Nachhaltigkeit nach den Grunds&auml;tzen der st&auml;ndigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das &#8211;nach Auffassung des Senats in rechtlicher Hinsicht ohnehin unbeachtliche&#8211; Vorbringen des Kl&auml;gers geht in die Richtung, den Sachverhalt wirtschaftlich dahingehend zu w&uuml;rdigen, als sei nur die AG als Vertragspartnerin aufgetreten und habe &quot;intern&quot; mehrere Tochter-Kapitalgesellschaften als Erwerberinnen benannt. Indes w&auml;re ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel &#8211;einschlie&szlig;lich des Merkmals der Nachhaltigkeit&#8211; auch dann zu bejahen, wenn Vertragspartner des Steuerpflichtigen zwar nur eine einzige Kapitalgesellschaft ist, er in diesem Vertrag aber den Erwerb einer Mehrzahl von Objekten allen von dieser Kapitalgesellschaft &quot;noch zu benennenden nat&uuml;rlichen oder juristischen Personen&quot; anbietet (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Dezember 1995 IV&nbsp;R&nbsp;112\/92, BFHE 180, 42, BStBl II 1996, 367, unter 1.c). Auch die auf eine wirtschaftliche bzw. hypothetische Betrachtungsweise gerichtete Argumentation des Kl&auml;gers k&ouml;nnte der Klage daher nicht zum Erfolg verhelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der vom Kl&auml;ger erzielte Gewinn ist nicht als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 EStG anzusehen, der nicht der Gewerbesteuer unterliegen w&uuml;rde. Es handelt sich vielmehr um das Ergebnis aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Umlaufverm&ouml;gen, das als laufender Gewinn anzusehen ist (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1971 I&nbsp;R&nbsp;49\/70, BFHE 104, 178, BStBl II 1972, 291, unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Gegen die H&ouml;he des Gewinns, den das FA den angefochtenen Bescheiden zugrunde gelegt hat, hat der Kl&auml;ger keine Einwendungen erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.4.2015, X R 25\/13 Anforderungen an die Nachhaltigkeit bei gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung mehrerer Objekte an &quot;einen einzigen Erwerber&quot; &#8211; Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Muttergesellschaft macht mehrere Erwerber-Kapitalgesellschaften nicht zu &quot;einem&quot; Erwerber Leits&auml;tze Ein Steuerpflichtiger wird nachhaltig t&auml;tig, wenn zehn Personengesellschaften, an denen er beteiligt ist, in einer notariellen Urkunde, die eigenst&auml;ndige und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-25-13-anforderungen-an-die-nachhaltigkeit-bei-gewerblichem-grundstueckshandel-veraeusserung-mehrerer-objekte-an-einen-einzigen-erwerber-zugehoerigkeit-zu-einer-muttergesellschaft-macht-mehrere-erw\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;25\/13 &#8211; Anforderungen an die Nachhaltigkeit bei gewerblichem Grundst&uuml;ckshandel &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung mehrerer Objekte an &quot;einen einzigen Erwerber&quot; &#8211; Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Muttergesellschaft macht mehrere Erwerber-Kapitalgesellschaften nicht zu &quot;einem&quot; Erwerber<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65120","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65120","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65120"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65120\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65120"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65120"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65120"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}