{"id":65129,"date":"2015-11-06T17:06:22","date_gmt":"2015-11-06T15:06:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65129"},"modified":"2015-11-06T17:06:22","modified_gmt":"2015-11-06T15:06:22","slug":"x-r-41-13-ertraege-des-altersvorsorgevermoegens-stellen-keine-altersvorsorgebeitraege-dar-uebertragung-der-zustaendigkeit-zur-gewaehrung-der-altersvorsorgezulage-voraussetzung-einer-terminsverlegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-41-13-ertraege-des-altersvorsorgevermoegens-stellen-keine-altersvorsorgebeitraege-dar-uebertragung-der-zustaendigkeit-zur-gewaehrung-der-altersvorsorgezulage-voraussetzung-einer-terminsverlegung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;41\/13 &#8211; Ertr&auml;ge des Altersvorsorgeverm&ouml;gens stellen keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge dar &#8211; &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage &#8211; Voraussetzung einer Terminsverlegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.7.2015, X R 41\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Ertr&auml;ge des Altersvorsorgeverm&ouml;gens stellen keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge dar &#8211; &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage &#8211; Voraussetzung einer Terminsverlegung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Voraussetzung f&uuml;r die Erlangung der Altersvorsorgezulage ist die Leistung eines Altersvorsorgebeitrags. Es reicht nicht aus, wenn lediglich Zinsen und Ertr&auml;ge des Vorsorgeverm&ouml;gens dem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage auf das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern und im Wege der Organleihe auf die Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen begegnet keinen durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die alleinige erstinstanzliche Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg f&uuml;r Fragen der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage verletzt nicht den Anspruch des Zulageberechtigten auf effektiven Rechtsschutz.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 17. Oktober 2013&nbsp;&nbsp;10 K 14266\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) verf&uuml;gt &uuml;ber einen nach &sect;&nbsp;5 des Gesetzes &uuml;ber die Zertifizierung von Altersvorsorge- und Basisrentenvertr&auml;gen in der in den Streitjahren geltenden Fassung (Altersvorsorgevertr&auml;ge-Zertifizierungsgesetz &#8211;AltZertG&#8211;) zertifizierten Altersvorsorgevertrag. Er geh&ouml;rt zum unmittelbar zulageberechtigten Personenkreis i.S. des &sect;&nbsp;79 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG). Der Anbieter, die Bank&nbsp;X (Bank), schrieb dem Altersvorsorgevertrag des Kl&auml;gers die vertraglich vereinbarten Zinsen f&uuml;r das Streitjahr 2007 in H&ouml;he von 224,56&nbsp;EUR und f&uuml;r das Streitjahr 2008 in H&ouml;he von 234,15&nbsp;EUR gut. Der Kl&auml;ger leistete f&uuml;r diese Jahre keine (weiteren) Zahlungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sie keine f&ouml;rderungsf&auml;higen Eigenbeitr&auml;ge des Kl&auml;gers erkennen konnte, berechnete die Beklagte und Revisionsbeklagte (Deutsche Rentenversicherung Bund, Zentrale Zulagenstelle f&uuml;r Altersverm&ouml;gen &#8211;ZfA&#8211;) die Altersvorsorgezulage 2007 und 2008 mit jeweils 0&nbsp;EUR. Der Kl&auml;ger beantragte im Festsetzungsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;4 EStG die Ber&uuml;cksichtigung der in den Jahren 2007 und 2008 gutgeschriebenen Zinsen als Altersvorsorgebeitr&auml;ge. Die ZfA lehnte dies ab, da die dem Vertrag durch die Bank gutgeschriebenen Zinsen keine f&ouml;rderungsf&auml;higen Altersvorsorgebeitr&auml;ge seien. Der Kl&auml;ger war und ist demgegen&uuml;ber der gegenteiligen Auffassung. Er habe statt einer Auszahlung der Zinsen deren Reinvestition vereinbart, und auch Dritte k&ouml;nnten wirksam f&ouml;rderungsf&auml;hige Beitr&auml;ge f&uuml;r den Zulageberechtigten leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) Berlin-Brandenburg wies die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage, in der u.a. auch die Zust&auml;ndigkeit des FG ger&uuml;gt wurde, mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 205 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger begr&uuml;ndet seine Revision sowohl mit Verfahrensfehlern als auch mit der Verletzung materiellen Rechts. Er r&uuml;gt zun&auml;chst die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) bestehende alleinige Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg f&uuml;r alle Klagen im Zusammenhang mit der Altersvorsorgezulage. Die geographische Lage dieses FG habe f&uuml;r die betroffenen Steuerpflichtigen zur Folge, lange Anfahrten mit &Uuml;bernachtungen vor Ort in Kauf nehmen zu m&uuml;ssen, wenn sie an einer m&uuml;ndlichen Verhandlung teilnehmen wollten. Da die Streitwerte regelm&auml;&szlig;ig unterhalb des Mindeststreitwertes l&auml;gen, nehme die Aussicht auf diesen zus&auml;tzlichen finanziellen Aufwand vielen potentiell Klagewilligen den Anreiz zur Klageerhebung. Im Streitfall habe er, der Kl&auml;ger, bereits am Vorabend anreisen m&uuml;ssen, da das FG nicht bereit gewesen sei, den Termin der m&uuml;ndlichen Verhandlung von 10:00&nbsp;Uhr auf einen etwas sp&auml;teren Zeitpunkt zu verlegen. Das FG habe in der Sitzung auf rechtliche &Auml;u&szlig;erungen verzichtet, so dass die m&uuml;ndliche Verhandlung insgesamt nur sechs Minuten gedauert habe. Dies sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Daher sei &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO entsprechend anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des FG-Urteils m&uuml;sse zun&auml;chst ber&uuml;cksichtigt werden, dass in der Zuweisung der Aufgabe der Zulagengew&auml;hrung an das Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern (BZSt) als Bundesoberbeh&ouml;rde ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 des Grundgesetzes (GG) liege. Bei der Pr&uuml;fung der materiellen Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Ablehnung der Zulagengew&auml;hrung verkenne das FG, dass auch die dem Altersvorsorgevertrag gutgeschriebenen Zinsen als Altersvorsorgebeitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;82 EStG anzusehen seien. Es k&ouml;nne weder der Gesetzesbegr&uuml;ndung noch der Gesetzessystematik des EStG entnommen werden, dass Ertr&auml;ge keine Beitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;82 EStG seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr zeige die Systematik des AltZertG, dass Zinsen auch Beitr&auml;ge sein k&ouml;nnen. W&auml;ren die Zinsen n&auml;mlich keine Beitr&auml;ge und stellten sie bereits mit ihrer Entstehung Altersvorsorgeverm&ouml;gen dar, w&auml;re auch dieser Teil des Altersvorsorgeverm&ouml;gens der Garantie des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AltZertG zu unterstellen. Dies sei jedoch nicht gewollt, da ausschlie&szlig;lich das eingezahlte Altersvorsorgeverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AltZertG auszahlungssicher sein soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gesonderte Aufzeichnungspflicht des Anbieters gem&auml;&szlig; der Altersvorsorge-Durchf&uuml;hrungsverordnung in der in den Streitjahren geltenden Fassung (AltvDV) in Bezug auf Beitr&auml;ge, Zulagen und Ertr&auml;ge f&uuml;hre zu keiner anderen Beurteilung. Sie verhindere nicht, dass &#8211;wenn der gesetzlich bestimmte Auszahlungszeitpunkt erreicht sei&#8211; die vollst&auml;ndige Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG greife.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst wenn man seine Auffassung, die Ertr&auml;ge seien Beitragsleistungen, nicht teile, habe er, der Kl&auml;ger, im Streitfall seine Verpflichtung zur Beitragsleistung dadurch erf&uuml;llt, dass er seinen Anbieter verpflichtet habe, die erwirtschafteten Ertr&auml;ge in den Vertrag wieder einzubringen, um einen h&ouml;heren Kapitalstamm zu schaffen. Es handele sich bei den Ertr&auml;gen um Geld, das ihm wirtschaftlich und vertraglich zur Verf&uuml;gung gestanden habe. Erst durch die von ihm veranlasste Wiedereinbringung in den Vertrag seien die Zinsen zu Altersvorsorgeverm&ouml;gen geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auszahlung der Ertr&auml;ge vor dem gesetzlich vorgesehenen Auszahlungstermin unterfalle deshalb &#8211;im Gegensatz zur Auffassung des FG und der ZfA&#8211; nicht &sect;&nbsp;93 EStG und sei daher unsch&auml;dlich m&ouml;glich. Sofern das FG meine, bei den Ertr&auml;gen handele es sich bereits vorher um gef&ouml;rdertes Altersvorsorgeverm&ouml;gen, da sie Bestandteil desselben geworden seien, m&uuml;sse darauf hingewiesen werden, dass die Ertr&auml;ge weder Verm&ouml;gen darstellten noch gef&ouml;rdert w&uuml;rden. Gef&ouml;rdertes Verm&ouml;gen seien allein die Beitr&auml;ge: Nur sie begr&uuml;ndeten eine Zulage und berechtigten zum Sonderausgabenabzug. Fehlende F&ouml;rderung berechtige zur unsch&auml;dlichen Entnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil, die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung der Altersvorsorgezulage f&uuml;r die Beitragsjahre 2007 und 2008 vom 21.&nbsp;Januar 2010 sowie die Einspruchsentscheidung vom 28.&nbsp;Juli 2010 aufzuheben und die ZfA zu verurteilen, ihm die Altersvorsorgezulagen 2007 und 2008 zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG Berlin-Brandenburg ist das f&uuml;r Streitigkeiten wegen der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage zust&auml;ndige FG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die sachliche Zust&auml;ndigkeit der Finanzgerichtsbarkeit folgt aus &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;98 EStG, wonach f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Streitigkeiten &uuml;ber die auf Grund des Abschn.&nbsp;XI des EStG ergehenden Verwaltungsakte der Finanzrechtsweg gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die &ouml;rtliche Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg ergibt sich aus &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift ist das FG zust&auml;ndig, in dessen Bezirk die Beh&ouml;rde, gegen welche die Klage gerichtet ist, ihren Sitz hat. Die Klage richtet sich gegen die Bescheide und die Einspruchsentscheidung der ZfA. Die Deutsche Rentenversicherung Bund ist die mit dem Zulageverfahren beauftragte &quot;zentrale Stelle&quot; i.S. des &sect;&nbsp;81 EStG und damit eine Finanzbeh&ouml;rde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;7 der Abgabenordnung in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (AO), so dass sie und nicht das die Fachaufsicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Satz&nbsp;3 des Finanzverwaltungsgesetzes (FVG) aus&uuml;bende BZSt die f&uuml;r die Zust&auml;ndigkeit des FG entscheidende Beh&ouml;rde ist (so auch Schmieszek in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;5 FVG Rz&nbsp;146; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;5 FVG Rz&nbsp;17; von Wedelst&auml;dt in Beermann\/Gosch, FVG &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;24.8; My&szlig;en\/Obermair, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;98 Rz&nbsp;B&nbsp;11). Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat f&uuml;r die Verwaltung der Altersvorsorgezulage in Brandenburg an der Havel eine Dienststelle, die ZfA, errichtet, die die angefochtenen Bescheide erlassen hat. Ihren Beh&ouml;rdensitz hat die Deutsche Rentenversicherung Bund in Berlin. Da die Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg sowohl Berlin als auch Brandenburg umfasst (siehe Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Staatsvertrages &uuml;ber die Errichtung gemeinsamer Fachobergerichte der L&auml;nder Berlin und Brandenburg vom 26.&nbsp;April 2004, Gesetz- und Verordnungsblatt f&uuml;r Berlin 2004, 380), kann dahingestellt bleiben, ob im Streitfall auf den Sitz der Dienststelle oder den Beh&ouml;rdensitz abzustellen ist (den Beh&ouml;rdensitz zugrunde legend FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 13.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;5216\/05&nbsp;B, EFG 2007, 1690; ebenso My&szlig;en\/Obermair, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;98 Rz&nbsp;B&nbsp;11; unklar Killat-Risthaus in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;98 EStG Rz&nbsp;2: Zust&auml;ndigkeit des FG Brandenburg).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Zweifel des Kl&auml;gers an der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg aufgrund von &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 FGO teilt der erkennende Senat nicht. Insbesondere kommt eine Zust&auml;ndigkeit des f&uuml;r seinen Wohnsitz Krefeld zust&auml;ndigen FG D&uuml;sseldorf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 FGO nicht in Betracht. Weder das BZSt noch die Deutsche Rentenversicherung Bund sind &#8211;wie von &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 FGO gefordert&#8211; oberste Finanzbeh&ouml;rden. Diese sind nur die in &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FVG und &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO genannten Finanzbeh&ouml;rden (so auch Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25.&nbsp;M&auml;rz 1993 I&nbsp;S&nbsp;4\/93, BFH\/NV 1993, 676, unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf eine ausdr&uuml;ckliche Zust&auml;ndigkeitsregelung, wie sie in &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2a FGO f&uuml;r Angelegenheiten des Familienleistungsausgleichs &#8211;bis zum 1.&nbsp;Mai 2016 befristet&#8211; geschaffen wurde (vgl. zu den Hintergr&uuml;nden Brandis in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect;&nbsp;38 FGO Rz&nbsp;4), hat der Gesetzgeber f&uuml;r die Altersvorsorgezulagenverfahren verzichtet. Gerade die spezielle Zust&auml;ndigkeitszuweisung des &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2a FGO zeigt, dass dem Kl&auml;ger in seiner Argumentation nicht gefolgt werden kann, eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 FGO sei im Streitfall deshalb nicht m&ouml;glich, weil bei der Zuweisung der &ouml;rtlichen Zust&auml;ndigkeit in &sect;&nbsp;38 FGO die Konstellation der Ausgliederung von Kompetenzen im Wege der Organleihe nicht gesehen worden sei. &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2a FGO normiert einen Fall der Organleihe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit bleibt im Streitfall die Grundregel des &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 FGO mit der Folge anwendbar, dass die alleinige Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg f&uuml;r Streitigkeiten in Bezug auf die Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es ist nach Auffassung des erkennenden Senats verfassungsrechtlich nicht geboten, die in &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 FGO enthaltene Grundregel der Zust&auml;ndigkeit des FG des Beh&ouml;rdensitzes &uuml;ber die &#8211;dem Aspekt des ortsnahen Rechtsschutzes nur in Bezug auf die obersten Finanzbeh&ouml;rden Rechnung tragende&#8211; Ausnahmeregelung in &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;2 FGO hinaus einzuschr&auml;nken und neben der befristeten Spezialzuweisung f&uuml;r Angelegenheiten des Familienleistungsausgleichs eine weitere besondere Zuweisung f&uuml;r die Altersvorsorgezulage zu schaffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Rechtsweg, den Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 GG f&uuml;r (behauptete) Rechtsverletzungen durch die &ouml;ffentliche Gewalt gew&auml;hrleistet, bedarf der normativen Ausgestaltung. Dem Gesetzgeber kommt dabei nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) eine weite Gestaltungsfreiheit zu. Insbesondere geb&uuml;hrt ihm der Vorrang, zwischen Erfordernissen der Rechtssicherheit und m&ouml;glichen Einbu&szlig;en an Chancen, materiale Gerechtigkeit im Einzelfall herzustellen, abzuw&auml;gen. Die Ausgestaltung des Rechtswegs muss dabei dem Schutzzweck des Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 GG Gen&uuml;ge tun: Sie muss das Ziel dieser Gew&auml;hrleistung &#8211;den wirkungsvollen Rechtsschutz&#8211; verfolgen; sie muss hierf&uuml;r zweckgerichtet, geeignet und angemessen sowie f&uuml;r den Rechtsuchenden zumutbar sein, insbesondere nicht unangemessen hohe verfahrensrechtliche Hindernisse f&uuml;r den Zugang zum Gericht aufstellen (so Beschluss des BVerfG vom 20.&nbsp;April 1982&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;26\/81, BVerfGE 60, 253, unter C.I.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung des Gesetzgebers, die Aufgabe der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage der Deutschen Rentenversicherung Bund zu &uuml;bertragen und damit als Konsequenz die alleinige erstinstanzliche Zust&auml;ndigkeit des FG Berlin-Brandenburg zu begr&uuml;nden, nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Die Zentralisierung der Aufgaben auf eine Bundesbeh&ouml;rde beruhte auf einer ausdr&uuml;cklichen Forderung des Bundesrates im Gesetzgebungsverfahren. Dieser hatte den urspr&uuml;nglichen Vorschlag der Bundesregierung, den Vollzug der Zulagengew&auml;hrung den Finanz&auml;mtern zu &uuml;bertragen, u.a. wegen der damit verbundenen Personalkosten abgelehnt (siehe die Stellungnahme des Bundesrates zum Altersverm&ouml;gensgesetz, BTDrucks 14\/5068, Anlage&nbsp;2 Rz&nbsp;5). Diesem Anliegen hat der Gesetzgeber auf Vorschlag des Vermittlungsausschusses (siehe BTDrucks 14\/5970, 5) Rechnung getragen, indem er in &sect;&nbsp;81 EStG als zentrale Stelle die Bundesversicherungsanstalt f&uuml;r Angestellte (jetzt Deutsche Rentenversicherung Bund) bestimmte. Die zentralisierte Aufgabenerf&uuml;llung mit allen damit auch f&uuml;r den Rechtsschutz verbundenen Konsequenzen war infolgedessen das Resultat eines politischen Willensbildungsprozesses und der Abw&auml;gung der unterschiedlichen Interessen durch die Gesetzgebungsorgane, die keine Notwendigkeit sahen, die Grundregel des &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 FGO, die im &Uuml;brigen auch f&uuml;r andere zentralisierte Aufgaben u.a. des BZSt gilt, unter dem Aspekt des ortsnahen Rechtsschutzes zu durchbrechen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ob und inwieweit eine andere Zust&auml;ndigkeitsregelung f&uuml;r die Verfahren der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage w&uuml;nschenswert w&auml;re, ist eine rechtspolitische Frage, die der Senat nicht zu beantworten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dem Bedenken des Kl&auml;gers, einem effektiven Rechtsschutz w&auml;re eher gedient, wenn mehrere FG f&uuml;r die Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage zust&auml;ndig w&auml;ren, kann im &Uuml;brigen entgegengehalten werden, dass sich die anderen FG im Rahmen der Verfahren wegen des zus&auml;tzlichen Sonderausgabenabzugs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a EStG ebenfalls mit oft deckungsgleichen Fragestellungen zu befassen haben, so dass insoweit die vom Kl&auml;ger gew&uuml;nschte Pluralit&auml;t der richterlichen Entscheidungsfindung auch bei der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage in einem hinreichenden Ma&szlig;e gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die geographische Lage des FG Berlin-Brandenburg in Cottbus, die es vielen Steuerpflichtigen &#8211;wie der Kl&auml;ger anmerkt&#8211; erschwert, an der m&uuml;ndlichen Verhandlung teilzunehmen, verweist der Senat auf &sect;&nbsp;91a FGO, wonach die M&ouml;glichkeit einer m&uuml;ndlichen Verhandlung unter Einbeziehung einer Videokonferenz besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist verfahrensfehlerfrei zustande gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger kann nicht mehr geltend machen, die Ablehnung seines Antrags vom 20.&nbsp;Mai 2013, den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung auf eine sp&auml;tere Uhrzeit zu verlegen, um ihm zu erm&ouml;glichen, ohne &Uuml;bernachtung an der m&uuml;ndlichen Verhandlung teilzunehmen, verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 GG und &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;227 Abs.&nbsp;1 der Zivilprozessordnung (ZPO) kann das Gericht &quot;aus erheblichen Gr&uuml;nden&quot; auf Antrag oder von Amts wegen einen Termin aufheben oder verlegen. Liegen erhebliche Gr&uuml;nde i.S. von &sect;&nbsp;227 ZPO vor, verdichtet sich das in dieser Vorschrift einger&auml;umte Ermessen zu einer Rechtspflicht. Der Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung muss dann zur Gew&auml;hrleistung des rechtlichen Geh&ouml;rs verlegt werden, selbst wenn das Gericht die Sache f&uuml;r entscheidungsreif h&auml;lt und die Erledigung des Rechtsstreits durch die Verlegung verz&ouml;gert wird. Welche Gr&uuml;nde als erheblich anzusehen sind, richtet sich nach den Verh&auml;ltnissen des Einzelfalles. Der Prozessstoff und die pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnisse der Beteiligten sind dabei ebenso zu ber&uuml;cksichtigen wie der Umstand, dass das FG im steuergerichtlichen Verfahren die einzige Tatsacheninstanz ist und die Beteiligten ein Recht darauf haben, ihre Sache in einer m&uuml;ndlichen Verhandlung vorzutragen (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, vgl. z.B. Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1992 VI&nbsp;R&nbsp;125\/87, BFH\/NV 1993, 105, unter 1., m.w.N.). Zwar hat das Gericht im Rahmen seines Ermessens soweit wie m&ouml;glich Terminw&uuml;nsche der Beteiligten zu ber&uuml;cksichtigen. Wegen des Grundsatzes der Verfahrensbeschleunigung geb&uuml;hrt der Terminplanung des Gerichts aber in der Regel Vorrang (vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Oktober 2010 II&nbsp;S&nbsp;26\/10 (PKH), BFH\/NV 2011, 59, unter II.2.e, m.w.N.). Blo&szlig;e Unannehmlichkeiten der Beteiligten, um den Termin p&uuml;nktlich wahrnehmen zu k&ouml;nnen (wie beispielsweise eine fr&uuml;he Anreise oder eine Hotel&uuml;bernachtung), reichen in der Regel f&uuml;r die Annahme eines erheblichen Grundes zur Terminverlegung nicht aus (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2015 V&nbsp;B&nbsp;108\/14, BFH\/NV 2015, 849, Rz&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist jedoch zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Terminverlegungsantrag des Kl&auml;gers bereits am 20.&nbsp;Mai 2013, also rund f&uuml;nf Monate vor dem Sitzungstermin, beim FG einging und eine Stattgabe seines Antrags es dem Kl&auml;ger erm&ouml;glicht h&auml;tte, in seinem Rechtsstreit mit dem in absoluter H&ouml;he nur geringen Streitwert m&uuml;ndlich zu verhandeln, ohne dass &Uuml;bernachtungskosten angefallen w&auml;ren. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser besonderen Umst&auml;nde stellt sich die Frage, ob die Ablehnung der Verlegung der m&uuml;ndlichen Verhandlung auf den Nachmittag aus &#8211;vom FG nicht n&auml;her dargelegten&#8211; organisatorischen Gr&uuml;nden noch eine ermessensgerechte Entscheidung der Vorsitzenden des zust&auml;ndigen Senats des FG darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat kann diese Frage im Streitfall jedoch offen lassen. Sie w&uuml;rde sich in entscheidungserheblicher Weise nur dann stellen, wenn der Kl&auml;ger tats&auml;chlich nicht zu dem anberaumten Termin erschienen w&auml;re. Da er aber erschienen ist und in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die M&ouml;glichkeit hatte, dem FG den aus seiner Sicht entscheidungserheblichen Sachverhalt und die ma&szlig;gebenden rechtlichen Argumente vorzutragen, ist seinem Anspruch auf Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs auch dann Gen&uuml;ge getan, wenn sein Erscheinen als &uuml;berobligationsm&auml;&szlig;ig anzusehen sein sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es w&auml;re indes aus Sicht des erkennenden Senats w&uuml;nschenswert, wenn es dem FG in Anbetracht der geographischen Lage des Gerichts verst&auml;rkt gelingen k&ouml;nnte, die l&auml;ngeren Anfahrtswege der Beteiligten in seiner Terminierung zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit dem Vorbringen, das FG habe sich in der m&uuml;ndlichen Verhandlung zu den rechtlichen Fragen des Streitfalls nicht ge&auml;u&szlig;ert, so dass diese nicht einmal sechs Minuten gedauert habe, legt der Kl&auml;ger keinen Verfahrensfehler des FG dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar kann das Recht auf Geh&ouml;r auch durch unzureichende tats&auml;chliche oder rechtliche Er&ouml;rterung der Streitsache in der m&uuml;ndlichen Verhandlung verletzt werden. Ein Gericht ist aus dem Gebot, rechtliches Geh&ouml;r zu gew&auml;hren, jedoch weder zu einem Rechtsgespr&auml;ch noch zu einem Hinweis auf seine Rechtsauffassung in dem Sinne verpflichtet, dass es die ma&szlig;gebenden tats&auml;chlichen und rechtlichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten vorher umfassend und im Einzelnen zu er&ouml;rtern oder ihnen die einzelnen f&uuml;r die Entscheidung erheblichen Gesichtspunkte, Schlussfolgerungen oder das Ergebnis seiner Gesamtw&uuml;rdigung im Voraus anzudeuten oder mitzuteilen h&auml;tte (Senatsbeschl&uuml;sse vom 23.&nbsp;August 2007 X&nbsp;B&nbsp;183\/07, BFH\/NV 2007, 2320, unter II.2.a, und vom 26.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;210\/09, BFH\/NV 2010, 2287, unter III.4.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger hatte seinerseits die M&ouml;glichkeit, seine Rechtsauffassung dem FG &#8211;&uuml;ber seine schriftlichen Darlegungen hinaus&#8211; pers&ouml;nlich vorzutragen. Auf Grund der Beweiskraft des Protokolls &uuml;ber die m&uuml;ndliche Verhandlung vom 17.&nbsp;Oktober 2013 steht fest, dass der Kl&auml;ger das Wort erhalten hat. Macht er hiervon keinen Gebrauch, kann er sich nicht auf eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist auch materiell zutreffend. Das FG hat die angefochtenen Bescheide der ZfA &uuml;ber die Altersvorsorgezulage zu Recht als rechtm&auml;&szlig;ig angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ZfA war die f&uuml;r den Erlass der Bescheide zust&auml;ndige Beh&ouml;rde, da die &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage auf das BZSt und im Wege der Organleihe auf die Deutsche Rentenversicherung Bund keinen durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet (unter 1.). Voraussetzung, um die Altersvorsorgezulage zu erhalten, ist die Leistung eines Altersvorsorgebeitrags durch den Zulageberechtigten (unter 2.). Einen solchen Beitrag hat der Kl&auml;ger nicht geleistet (unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es bestehen keine durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die &Uuml;bertragung der Aufgabe der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage auf das BZSt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Satz&nbsp;1 FVG (unter a) sowie die Durchf&uuml;hrung der Verwaltungsaufgaben durch die Deutsche Rentenversicherung Bund im Wege der Organleihe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Satz&nbsp;2 FVG (unter b und c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das BZSt ist eine Bundesoberbeh&ouml;rde. Unter den Voraussetzungen des Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GG kann eine solche Beh&ouml;rde errichtet werden. Dementsprechend k&ouml;nnen einer bestehenden Bundesoberbeh&ouml;rde auch neue Aufgaben &uuml;bertragen werden, da dies ebenfalls von Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GG umfasst ist (ebenso Ibler in Maunz\/D&uuml;rig, Komm. z. GG, Art.&nbsp;87 Rz&nbsp;248; Jarass\/Pieroth, Grundgesetz f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland, Kommentar, 13.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;87 Rz&nbsp;14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BVerfG ergibt sich aus dem Begriff der Bundesoberbeh&ouml;rde, dass diese nur f&uuml;r Aufgaben errichtet werden kann, die der Sache nach f&uuml;r das ganze Bundesgebiet von einer Oberbeh&ouml;rde ohne Mittel- und Unterbau und ohne Inanspruchnahme von Verwaltungsbeh&ouml;rden der L&auml;nder &#8211;au&szlig;er f&uuml;r reine Amtshilfe&#8211; wahrgenommen werden k&ouml;nnen (Entscheidung des BVerfG vom 24.&nbsp;Juli 1962&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvF&nbsp;4\/61, 2&nbsp;BvF&nbsp;5\/61, 2&nbsp;BvF&nbsp;1\/62, 2&nbsp;BvF&nbsp;2\/62, BVerfGE 14, 197, unter B.II.1.b&nbsp;aa). Die Aufgabe muss also ihren typischen Merkmalen nach zentral zu erf&uuml;llen sein (so auch Ibler in Maunz\/D&uuml;rig, a.a.O., Art.&nbsp;87 Rz&nbsp;245), was bei der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulagen zweifelsfrei gegeben ist (ebenso My&szlig;en, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;81 Rz&nbsp;A&nbsp;49).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die durch Art.&nbsp;12 des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2001 vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3794) normierte Organleihe zur Durchf&uuml;hrung der dem BZSt &uuml;bertragenen Aufgabe der Altersvorsorgezulagegew&auml;hrung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Satz&nbsp;2 FVG ist ebenfalls zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der Verwaltungstr&auml;ger, dem durch eine Kompetenznorm des GG Verwaltungsaufgaben zugewiesen worden sind, diese Aufgaben grunds&auml;tzlich durch eigene Verwaltungseinrichtungen, also mit eigenem Personal, eigenen Sachmitteln und eigener Organisation wahrzunehmen. Der Grundsatz eigenverantwortlicher Aufgabenwahrnehmung schlie&szlig;t aber die Inanspruchnahme der &quot;Hilfe&quot; &#8211;auch soweit sie sich nicht auf eine blo&szlig;e Amtshilfe im Einzelfall beschr&auml;nkt&#8211; nicht zust&auml;ndiger Verwaltungstr&auml;ger durch den zust&auml;ndigen Verwaltungstr&auml;ger nicht schlechthin aus, setzt ihr jedoch Grenzen: Von dem Gebot, die Aufgaben eigenverantwortlich wahrzunehmen, darf nur wegen eines besonderen sachlichen Grundes abgewichen werden (so die Entscheidungen des BVerfG vom 12.&nbsp;Januar 1983&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;23\/81, BVerfGE 63, 1, unter C.II.3.c&nbsp;(4), und vom 20.&nbsp;Dezember 2007&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2433,&nbsp;2434\/04, BVerfGE 119, 331, unter C.III.1.d&nbsp;cc). Daher kann nach der Rechtsprechung des BVerfG die Heranziehung an sich unzust&auml;ndiger Verwaltungseinrichtungen nur hinsichtlich einer eng umgrenzten Verwaltungsmaterie in Betracht kommen und ist an besondere Voraussetzungen gebunden (BVerfG in BVerfGE 63, 1, unter C.II.3.c&nbsp;(4), und in BVerfGE 119, 331, unter C.III.1.d&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des erkennenden Senats sind diese Vorgaben erf&uuml;llt. Es handelt sich bei der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulagen um eine ausgesprochen eng umgrenzte Verwaltungsmaterie, insbesondere in Relation zu den anderen Aufgaben des BZSt. Zudem gibt es im Verfahren der Altersvorsorgezulagengew&auml;hrung Besonderheiten, die es erlauben, die Aufgaben mittels einer Organleihe durch die Deutsche Rentenversicherung Bund erf&uuml;llen zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es handelt sich um ein Massenverfahren mit einer au&szlig;erordentlich hohen Anzahl an zu bearbeitenden Antr&auml;gen bei gleichzeitiger Geringf&uuml;gigkeit der Betr&auml;ge im Einzelfall. Kennzeichnend f&uuml;r die konkrete Aufgabenerf&uuml;llung ist zun&auml;chst die umfassende Einbeziehung Dritter, n&auml;mlich der Anbieter, die die von den Anlegern ausgef&uuml;llten Zulagenantr&auml;ge um weitere Daten erg&auml;nzen und als Datens&auml;tze der Deutschen Rentenversicherung Bund &uuml;bermitteln m&uuml;ssen. Anderes wesentliches Merkmal ist die weitgehende Automatisierung des gesamten Verfahrens (vgl. hierzu auch Senatsurteil vom 22.&nbsp;Oktober 2014 X&nbsp;R&nbsp;18\/14, BFHE 247, 312, BStBl II 2015, 371, Rz&nbsp;38&nbsp;ff.). Die Deutsche Rentenversicherung Bund besitzt die bei der Verwaltung der Versicherungs- und Rentenkonten notwendigen Erfahrungen sowohl in sachlicher als auch organisatorischer Hinsicht und verf&uuml;gt bereits selbst &uuml;ber einen gro&szlig;en Teil der Daten, die zum sp&auml;teren Abgleich ben&ouml;tigt werden. Die gesetzliche und private Altersvorsorge haben zudem materielle Schnittstellen (vgl. z.B. die Frage der Zulagenberechtigung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG). Daher sprechen auch verwaltungspraktische und -&ouml;konomische Erw&auml;gungen (siehe dazu auch Stosberg, Deutsche Angestelltenversicherung 2002, 348, unter 3.), die es ebenfalls zu ber&uuml;cksichtigen gilt, f&uuml;r die verfassungsrechtliche Zul&auml;ssigkeit der Organleihe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;18 Satz&nbsp;2 FVG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) F&uuml;r die Deutsche Rentenversicherung Bund bedeutet die &Uuml;bertragung der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage zwar die Zuweisung einer sozialversicherungsfremden, nicht unter Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;2 GG fallenden Aufgabe. Dies ist allerdings nicht ausgeschlossen und kann auf Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 GG gest&uuml;tzt werden, sofern die Grenzen f&uuml;r die Zuweisung sachgebietsfremder Aufgaben an Bundesbeh&ouml;rden eingehalten werden (vgl. zu diesen Grenzen Beschluss des BVerfG vom 28.&nbsp;Januar 1998&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvF&nbsp;3\/92, BVerfGE 97, 198 zur &Uuml;bertragung sachgebietsfremder Aufgaben auf den Bundesgrenzschutz).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kann einer bundesunmittelbaren K&ouml;rperschaft eine weitere Verwaltungsaufgabe zugewiesen werden, wenn sich der Bund f&uuml;r deren Wahrnehmung auf eine Kompetenz des Grundgesetzes st&uuml;tzen kann, die Aufgabe von Verfassungs wegen nicht einem bestimmten Verwaltungstr&auml;ger vorbehalten ist und die Zuweisung der neuen Aufgabe das Gepr&auml;ge der Beh&ouml;rde wahrt (so auch Ibler in Maunz\/D&uuml;rig, a.a.O., Art.&nbsp;87 Rz&nbsp;185; Burgi, in: v.&nbsp;Mangoldt\/Klein\/Starck, GG, 6.&nbsp;Aufl., Art.&nbsp;87 Rz&nbsp;63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind in Bezug auf die &Uuml;bertragung der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage auf die Deutsche Rentenversicherung Bund erf&uuml;llt. Der Bund hat zweifelsfrei die M&ouml;glichkeit, gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;87 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Alternative&nbsp;2 GG eine neue bundesunmittelbare K&ouml;rperschaft zur Erf&uuml;llung der Aufgaben der Altersvorsorge zu schaffen; gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;74 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;12 und Nr.&nbsp;7 GG und Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2 GG hat der Bund die konkurrierende Gesetzgebung f&uuml;r diese Materie (siehe auch BTDrucks 14\/4595, 44). Die Aufgabe ist von Verfassungs wegen keinem anderen Verwaltungstr&auml;ger zugewiesen. Auch &auml;ndert sich dadurch, dass eine ausgegliederte Abteilung Altersvorsorgezulagen gew&auml;hrt, nichts an der ma&szlig;geblichen Pr&auml;gung der Deutschen Rentenversicherung Bund durch die Erf&uuml;llung der Aufgaben des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;VI). Sie betreut zum einen die ihr gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 SGB&nbsp;VI zugeordneten Versicherten, Rentner und Arbeitgeber und ist zum anderen f&uuml;r die Angelegenheiten, die die gesamte Rentenversicherung betreffen, d.h. f&uuml;r Grundsatz- und Querschnittsaufgaben gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 SGB&nbsp;VI, sowie f&uuml;r die gemeinsamen Angelegenheiten der Tr&auml;ger der Rentenversicherung zust&auml;ndig (siehe auch Kreikebohm\/D&uuml;nn, SGB&nbsp;VI, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;125 Rz&nbsp;9&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die in den Beitragsjahren im Rahmen des Altersvorsorgevertrages des Kl&auml;gers erwirtschafteten Zinsertr&auml;ge keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;82 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gef&ouml;rderte Altersvorsorgebeitr&auml;ge sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;82 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG im Rahmen der in &sect;&nbsp;10a genannten Grenzen Beitr&auml;ge &#8211;und seit 2008 auch Tilgungsleistungen&#8211;, die der Zulageberechtigte (&sect;&nbsp;79) zugunsten eines auf seinen Namen lautenden Vertrags leistet, der nach &sect;&nbsp;5 AltZertG zertifiziert ist (Altersvorsorgevertrag).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits dieser Gesetzeswortlaut zeigt, dass der Zulageberechtigte aktiv eine eigene Beitragsleistung zu erbringen hat, die dem Altersvorsorgevertrag zugutekommt (&auml;hnlich auch Kauffmann in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;82 Rz&nbsp;7). Nach dem Verst&auml;ndnis des Begriffs &quot;Beitragsleistung&quot; kann es nicht ausreichend sein, die durch das Altersversorgungsverm&ouml;gen gebildeten Ertr&auml;ge dem Vertrag lediglich zu belassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass Ertr&auml;ge nicht als Beitr&auml;ge angesehen werden, zeigen auch andere Vorschriften im Zusammenhang mit der Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;97 Satz&nbsp;1 EStG ist das gef&ouml;rderte Altersvorsorgeverm&ouml;gen einschlie&szlig;lich seiner Ertr&auml;ge, die gef&ouml;rderten laufenden Altersvorsorgebeitr&auml;ge und der Anspruch auf Zulage nicht &uuml;bertragbar. Wenn Ertr&auml;ge auch als Beitr&auml;ge gelten k&ouml;nnten, h&auml;tte es der gesonderten Erw&auml;hnung nicht bedurft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Separierung zwischen Beitr&auml;gen, die in einen Altersvorsorgevertrag geleistet werden, und den Ertr&auml;gen, die aus dessen Verm&ouml;gen stammen, liegt ebenfalls dem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 AltZertG in der bis 2005 g&uuml;ltigen Fassung zugrunde. Auch dort werden Altersvorsorgebeitr&auml;ge, erwirtschaftete Ertr&auml;ge und Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne gesondert aufgef&uuml;hrt. Der Definition des gebildeten Kapitals in dem &#8211;erst durch das Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbstgenutzten Wohnimmobilie in die gef&ouml;rderte Altersvorsorge vom 29.&nbsp;Juli 2008 (BGBl I 2008, 1509) mit Wirkung zum 1.&nbsp;August 2008 in das AltZertG eingef&uuml;gten&#8211; Abs.&nbsp;5 des &sect;&nbsp;1 AltZertG liegt dasselbe Verst&auml;ndnis zugrunde: Das gebildete Kapital umfasst bei Sparvertr&auml;gen den Wert des Guthabens einschlie&szlig;lich der bis zum Stichtag entstandenen, jedoch noch nicht f&auml;lligen Zinsen. Damit geh&ouml;ren erst recht die f&auml;lligen Zinsen bereits zum gebildeten Kapital und k&ouml;nnen daher nicht gleichzeitig Eigenbeitr&auml;ge sein. Zwar ist der Begriff der Altersvorsorgezulage im AltZertG aufgrund seines Adressatenkreises weiter zu verstehen als der des EStG (vgl. dazu My&szlig;en, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;82 Rz&nbsp;B&nbsp;306). Wenn aber bereits das AltZertG die Ertr&auml;ge nicht zu den Beitr&auml;gen z&auml;hlt, muss dies erst recht f&uuml;r das EStG gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der AltvDV differenziert der Verordnungsgeber ebenfalls zwischen Beitr&auml;gen und Ertr&auml;gen. &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AltvDV regelt bei einem Anbieterwechsel f&uuml;r den Fall einer nur teilweisen &Uuml;bertragung des Altersvorsorgeverm&ouml;gens auf einen anderen Vertrag, dass &quot;Zulagen, Beitr&auml;ge, und Ertr&auml;ge&quot; anteilig auf den neuen Vertrag &uuml;bergehen; Beitr&auml;ge und Ertr&auml;ge werden damit auch hier unterschieden. Diese Differenzierung setzt sich in den Aufzeichnungspflichten des Anbieters in &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 AltvDV fort. Danach sind die Aufzeichnungen getrennt zu f&uuml;hren f&uuml;r die unter der Nr.&nbsp;3 genannten Beitr&auml;ge, auf die &sect;&nbsp;10a oder der Abschn.&nbsp;XI des EStG angewendet wurden, f&uuml;r die unter der Nr.&nbsp;5 genannten dem Vertrag gutgeschriebenen Ertr&auml;ge sowie f&uuml;r die unter der Nr.&nbsp;6 genannten Beitr&auml;ge, auf die &sect;&nbsp;10a oder der Abschn.&nbsp;XI des EStG nicht angewendet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Gesetzgebungshistorie zeigt ebenfalls, dass die Ertr&auml;ge des Altersvorsorgeverm&ouml;gens von den zu leistenden Beitr&auml;gen zu unterscheiden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abschaffung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 AltZertG durch das Alterseink&uuml;nftegesetz vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) hat der Gesetzgeber damit begr&uuml;ndet, es k&ouml;nne darauf verzichtet werden, die Produkte zu definieren, &quot;in denen die Eigenbeitr&auml;ge, Zulagen, Ertr&auml;ge und Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne angelegt werden d&uuml;rfen&quot; (BTDrucks 15\/2150, 51, zu Buchst.&nbsp;e). Die von Beginn an bestehende Unterscheidung zwischen Ertr&auml;gen und Beitr&auml;gen wird auch durch das Gesetzgebungsverfahren zum Jahressteuergesetz 2010 vom 8.&nbsp;Dezember 2010 (BGBl I 2010, 1768) best&auml;tigt, durch das &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AltZertG um den Passus &quot;und f&uuml;r die Leistungserbringung genutzt werden&quot; erg&auml;nzt wurde. Zur Begr&uuml;ndung wurde ausgef&uuml;hrt, die eingezahlten Altersvorsorgebeitr&auml;ge sollten auch f&uuml;r die Altersvorsorge genutzt werden. Mit der vorgeschlagenen Gesetzesformulierung sollten Modelle verhindert werden, die eine Leistungserbringung lediglich aus den Dividenden oder Zinsen des gebildeten Kapitals vorsehen w&uuml;rden (BTDrucks 17\/2249, 90).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Gesetzessystematik, insbesondere des EStG, st&uuml;tzt den Befund, dass zwischen Ertr&auml;gen des Altersvorsorgeverm&ouml;gens und den Altersvorsorgebeitr&auml;gen zu trennen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die einkommensteuerliche Behandlung der Beitr&auml;ge und der erwirtschafteten Ertr&auml;ge sowie die Besteuerung der Leistungen aus einem Altersvorsorgevertrag zeigen, dass Zinsen keine Beitr&auml;ge sein k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Ansparphase werden sowohl die vom Steuerpflichtigen geleisteten Beitr&auml;ge als auch &#8211;anders als der Kl&auml;ger meint&#8211; die entstehenden Ertr&auml;ge steuerlich beg&uuml;nstigt, wenn auch durch unterschiedliche Ma&szlig;nahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die steuerliche F&ouml;rderung der geleisteten Beitr&auml;ge wird entweder durch einen zus&auml;tzlichen Sonderausgabenabzug f&uuml;r Altersvorsorgebeitr&auml;ge nach &sect;&nbsp;10a EStG erreicht oder bei Steuerpflichtigen, denen der Sonderausgabenabzug nicht oder nur in einem geringen Umfang zugutekommt, unmittelbar durch eine progressionsunabh&auml;ngige Zulage gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;79&nbsp;ff. EStG, wobei die G&uuml;nstigerpr&uuml;fung von Amts wegen vorgenommen wird (vgl. &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;2 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist der Begriff der Altersvorsorgebeitr&auml;ge in &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG und in &sect;&nbsp;82 Abs.&nbsp;1 EStG aufgrund der wechselseitigen Bezugnahmen in den Vorschriften identisch, so dass auch von einer korrespondierenden Behandlung in beiden Vorschriften ausgegangen werden kann (&auml;hnlich auch Bode in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;82 EStG Rz&nbsp;8; Kauffmann in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;26; My&szlig;en, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10a Rz&nbsp;A&nbsp;98).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die steuerliche F&ouml;rderung der durch das Altersvorsorgeverm&ouml;gen im Laufe eines Veranlagungszeitraums entstehenden Ertr&auml;ge liegt darin, dass sie nicht zum Ende des Veranlagungszeitraums gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG der Besteuerung unterworfen werden, sondern erst bei Auszahlung aufgrund des insoweit vorrangigen &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG. Zwar ist f&uuml;r den Zufluss von Ertr&auml;gen grunds&auml;tzlich darauf abzustellen, wann der Steuerpflichtige nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse die wirtschaftliche Verf&uuml;gungsmacht &uuml;ber sie erlangt hat. Dieser Grundsatz h&auml;tte aber bezogen auf die nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG zu besteuernden Leistungen zur Folge, dass Ertr&auml;ge, die dem Steuerpflichtigen w&auml;hrend der Vertragslaufzeit gutgeschrieben werden, bereits im Zeitpunkt der Gutschrift als zugeflossen anzusehen und damit zu besteuern w&auml;ren. Das w&uuml;rde jedoch dem gesetzgeberischen Ziel der F&ouml;rderung des Aufbaus einer privaten kapitalgedeckten Altersversorgung widersprechen, alle w&auml;hrend der Ansparphase erwirtschafteten Ertr&auml;ge erst in der Leistungsphase &#8211;also nachgelagert&#8211; steuerlich zu erfassen. Vor diesem Hintergrund ist ein Zufluss nicht anzunehmen, wenn die Ertr&auml;ge dem der Altersvorsorge gewidmeten Vorsorgevertrag gutgeschrieben werden, so dass die Versteuerung der Ertr&auml;ge und Zinsen bis zum Eintritt der Auszahlungsphase aufgeschoben wird (allgemeine Meinung, so auch Bundesministerium der Finanzen vom 24.&nbsp;Juli 2013 IV&nbsp;C&nbsp;3-S&nbsp;2015\/11\/10002, BStBl I 2013, 1022, Rz&nbsp;122; Schmidt\/ Weber-Grellet, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;125; Fischer in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;50; My&szlig;en in My&szlig;en\/Killat, Renten, Raten, Dauernde Lasten, 15.&nbsp;Aufl. 2014, Rz&nbsp;1861).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits ihre unterschiedliche steuerliche F&ouml;rderung in der Ansparphase zeigt, dass Ertr&auml;ge nicht mit Beitr&auml;gen gleichgesetzt werden k&ouml;nnen. Eine Anerkennung der Ertr&auml;ge, deren Besteuerung bereits gestundet wird, als geleistete Beitr&auml;ge des Anlegers h&auml;tte zur Konsequenz, dass ihretwegen eine Zulage gew&auml;hrt werden m&uuml;sste, was zu einer vom Gesetzgeber nicht gewollten Kumulativf&ouml;rderung f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erreicht der Altersvorsorgevertrag die Auszahlungsphase, sieht &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG die einheitliche Besteuerung aller Leistungen vor, die auf dem Altersvorsorgeverm&ouml;gen beruhen, das sich aus Beitr&auml;gen, Zulagen und Ertr&auml;gen zusammensetzt, die wie gerade beschrieben steuerlich gef&ouml;rdert wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die gesetzlichen Regelungen zur Entnahme von Zinsen und zur steuerunsch&auml;dlichen Verwendung des Altersvorsorgeverm&ouml;gens zeigen ebenfalls die Gesetzeskonzeption der Altersvorsorgezulagengew&auml;hrung, nach der Ertr&auml;ge bereits Teil des Altersvorsorgeverm&ouml;gens und damit keine Beitr&auml;ge sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a letzter Halbsatz AltZertG ist lediglich die gesonderte Auszahlung der in der Auszahlungsphase anfallenden Zinsen und Ertr&auml;ge zul&auml;ssig. Daraus ergibt sich im Umkehrschluss, dass eine Auszahlung der Zinsen und Ertr&auml;ge, die in der Ansparphase dem Guthaben zugerechnet werden, nicht zul&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die M&ouml;glichkeiten, das Altersvorsorgeverm&ouml;gen steuerunsch&auml;dlich zu verwenden, sind in &sect;&nbsp;92a, &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;4, 5 und 10 Buchst.&nbsp;c AltZertG, in &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 Buchst.&nbsp;b AltZertG sowie in &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;3 EStG aufgef&uuml;hrt; eine Verwendung als Beitragsleistung ist &#8211;insofern konsequent&#8211; nicht genannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr wurde indes in F&auml;llen der steuerunsch&auml;dlichen Verwendung durch &sect;&nbsp;82 Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;92a Abs.&nbsp;2 EStG (&sect;&nbsp;92a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;9 Nr.&nbsp;2 EStG der aktuellen Fassung) ausdr&uuml;cklich geregelt, dass R&uuml;ckzahlungsbetr&auml;ge aus einer unsch&auml;dlichen Verwendung nicht zu den Altersvorsorgebeitr&auml;gen z&auml;hlen, um eine Doppelbeg&uuml;nstigung dieser Zahlungen zu vermeiden (so auch HHR\/Killat, &sect;&nbsp;82 EStG Rz&nbsp;15; Schmidt\/ Wacker, &sect;&nbsp;82 Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich zeigt &#8211;entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers&#8211; auch die Vorschrift des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AltZertG, dass Altersvorsorgebeitr&auml;ge und Ertr&auml;ge voneinander abzugrenzen sind. Nach dieser Vorschrift m&uuml;ssen zumindest die eingezahlten Altersvorsorgebeitr&auml;ge f&uuml;r die Auszahlungsphase zur Verf&uuml;gung stehen. K&ouml;nnten entstandene Ertr&auml;ge Beitr&auml;ge sein, w&uuml;rde &uuml;ber diesen Umweg der Auszahlungsschutz auch auf die Ertr&auml;ge erstreckt werden, obwohl der Gesetzgeber ausdr&uuml;cklich nur das gebildete Kapital in H&ouml;he der eingezahlten Beitr&auml;ge f&uuml;r die monatlichen Leistungen in der Auszahlungsphase sicherstellen wollte (siehe Bericht des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Sozialordnung zu dem Gesetzentwurf eines Altersverm&ouml;gensgesetzes, BTDrucks 14\/5150, 39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das Ergebnis, dass die Zinsen und Ertr&auml;ge nicht als Altersvorsorgebeitr&auml;ge angesehen werden k&ouml;nnen, entspricht vor allem aber dem Sinn und Zweck der F&ouml;rderung privater Altersvorsorge. Bereits in der Gesetzesbegr&uuml;ndung zum Altersverm&ouml;gensgesetz ist ausdr&uuml;cklich darauf hingewiesen worden, dass ein Eigenbeitrag zwingend erforderlich sei, da mit der Zulage die private Altersvorsorge gef&ouml;rdert und nicht eine staatlich finanzierte Grundrente installiert werden sollte. Nur wenn der Steuerpflichtige seinen Anteil erbringe, erhalte er die staatliche F&ouml;rderung in vollem Umfang (BTDrucks 14\/4595, 65). Der Grundgedanke der Notwendigkeit der eigenen Beitragszahlungen zeigt sich zudem in dem geforderten Mindesteigenbeitrag des Zulagenberechtigten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;86 EStG, da ohne diese Regelung die M&ouml;glichkeit bestanden h&auml;tte, dass ein Anleger auch ohne Eigenbeitrag einen Anspruch auf Zulage erwirbt (siehe dazu My&szlig;en\/ Obermair, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;86 Rz&nbsp;A&nbsp;2; Bode in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;86 EStG Rz&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Ergebnis ist damit festzuhalten, dass die dem Altersvorsorgevertrag des Kl&auml;gers in den Streitjahren gutgeschriebenen Zinsen keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;82 EStG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger hat auch nicht auf eine andere Weise seine Altersvorsorgebeitr&auml;ge geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar k&ouml;nnte eine Beitragsleistung vorliegen, wenn &#8211;wie er vorgetragen hat&#8211; dem Kl&auml;ger die Ertr&auml;ge aus dem Altersvorsorgevertrag ausgezahlt worden w&auml;ren und er sie wieder in den Vertrag reinvestiert h&auml;tte. In einem solchen Fall w&auml;ren ihm die erwirtschafteten Ertr&auml;ge zun&auml;chst zugeflossen und von ihm im Anschluss daran gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;82 EStG zum Aufbau einer zus&auml;tzlichen privaten Altersvorsorge verwandt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen solchen &#8211;eher unwahrscheinlichen&#8211; Geschehensablauf h&auml;tte der Kl&auml;ger indes nachweisen m&uuml;ssen. Dies ist ihm jedoch nicht gelungen. Die Bescheinigung der Bank, seinem Vertrag seien die Zinsen f&uuml;r die Streitjahre gutgeschrieben worden, ist bei weitem nicht ausreichend. Ihr Inhalt l&auml;sst eher vermuten, dass die Zinsen entsprechend der unter B.III.2. dargestellten gesetzlichen Konzeption der &sect;&sect;&nbsp;79&nbsp;ff. EStG das Altersvorsorgeverm&ouml;gen erh&ouml;ht haben, ohne dass eine Willensbildung oder -&auml;u&szlig;erung des Kl&auml;gers erforderlich war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Nachweis einer Beitragsleistung h&auml;tte der Kl&auml;ger zumindest einen Altersvorsorgevertrag vorlegen m&uuml;ssen, nach dessen ausdr&uuml;cklicher Regelung es ihm gestattet gewesen w&auml;re, die Ertr&auml;ge dem Vertrag zu entnehmen. Jedenfalls in Bezug auf die Ertr&auml;ge, die auf den gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen, Zulagen und Ertr&auml;gen beruhen, d&uuml;rfte ein solcher Vertrag jedoch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 AltZertG nicht erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor allem ist darauf hinzuweisen, dass die behauptete Entnahme der Zinsertr&auml;ge eine steuersch&auml;dliche Verwendung des Altersvorsorgeverm&ouml;gens gewesen w&auml;re, da sie nicht im Rahmen der nach dem AltZertG vorgesehenen Modalit&auml;ten ausgezahlt worden w&auml;ren. Als Konsequenz h&auml;tten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG die auf das ausgezahlte gef&ouml;rderte Altersvorsorgeverm&ouml;gen entfallenden Zulagen und ggf. die nach &sect;&nbsp;10a Abs.&nbsp;4 EStG gesondert festgestellten Beitr&auml;ge zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen. Auch w&auml;re insoweit der Grund f&uuml;r die Steuerstundung der Zinseinnahmen entfallen, so dass &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 i.V.m. Satz&nbsp;2 EStG h&auml;tte zur Anwendung kommen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rde das Altersvorsorgeverm&ouml;gen des Kl&auml;gers demgegen&uuml;ber auch auf von ihm geleisteten, jedoch nicht gef&ouml;rderten Beitr&auml;gen beruhen, w&uuml;rde zwar &sect;&nbsp;93 EStG keine Anwendung finden, jedoch &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG (siehe dazu HHR\/Killat, &sect;&nbsp;93 EStG Rz&nbsp;6; Fischer in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;93 Rz&nbsp;1; Bode in Bordewin\/Brandt, &sect;&nbsp;93 EStG Rz&nbsp;3). Den Fall der Entnahme und Reinvestition der ungef&ouml;rderten Ertr&auml;ge h&auml;tte die Bank den Regelungen der AltvDV entsprechend darstellen und insbesondere die f&ouml;rderungsw&uuml;rdigen Beitr&auml;ge der ZfA melden m&uuml;ssen. Solche Mitteilungen der Bank sind jedoch den Akten nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG sowie die ZfA haben infolgedessen ohne Rechtsfehler entschieden, dass der Kl&auml;ger in den Streitjahren keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;82 EStG geleistet hat, so dass ihm die Altersvorsorgezulagen zu Recht versagt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<table style=\"margin-left:90\"pt>\n<tr>\n<td>IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.7.2015, X R 41\/13 Ertr&auml;ge des Altersvorsorgeverm&ouml;gens stellen keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge dar &#8211; &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage &#8211; Voraussetzung einer Terminsverlegung Leits&auml;tze 1. Voraussetzung f&uuml;r die Erlangung der Altersvorsorgezulage ist die Leistung eines Altersvorsorgebeitrags. Es reicht nicht aus, wenn lediglich Zinsen und Ertr&auml;ge des Vorsorgeverm&ouml;gens dem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben werden. 2. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-41-13-ertraege-des-altersvorsorgevermoegens-stellen-keine-altersvorsorgebeitraege-dar-uebertragung-der-zustaendigkeit-zur-gewaehrung-der-altersvorsorgezulage-voraussetzung-einer-terminsverlegung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;41\/13 &#8211; Ertr&auml;ge des Altersvorsorgeverm&ouml;gens stellen keine Altersvorsorgebeitr&auml;ge dar &#8211; &Uuml;bertragung der Zust&auml;ndigkeit zur Gew&auml;hrung der Altersvorsorgezulage &#8211; Voraussetzung einer Terminsverlegung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65129"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65129\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}