{"id":65132,"date":"2015-11-06T17:06:29","date_gmt":"2015-11-06T15:06:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65132"},"modified":"2015-11-06T17:06:29","modified_gmt":"2015-11-06T15:06:29","slug":"ii-r-32-14-verfassungsmaessigkeit-des-bremtourabgg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-32-14-verfassungsmaessigkeit-des-bremtourabgg\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;32\/14 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des BremTourAbgG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.7.2015, II R 32\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des BremTourAbgG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Das Bremische Gesetz &uuml;ber die Erhebung einer Tourismusabgabe ist verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Bremen vom 16. April 2014&nbsp;&nbsp;2 K 85\/13 (1) wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) betreibt in Bremen ein Hotel, das keine Klassifizierung nach der Deutschen Hotelklassifizierung von mindestens vier Sternen hat. Sie meldete beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Magistrat der Stadt Bremerhaven &#8211;Magistrat&#8211;) mit Erkl&auml;rung vom 3.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 des Bremischen Gesetzes &uuml;ber die Erhebung einer Tourismusabgabe (BremTourAbgG) vom 31.&nbsp;Januar 2012 (Gesetzblatt der Freien Hansestadt Bremen &#8211;BremGBl&#8211; 2012, 9), das durch das Gesetz vom 18.&nbsp;Dezember 2012 (BremGBl 2012, 554) ge&auml;ndert wurde und nach seinem &sect;&nbsp;11 ab dem Jahr 2013 anwendbar ist, die in diesem Gesetz als &ouml;rtliche Aufwandsteuer (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG) vorgesehene Tourismusabgabe in H&ouml;he von 1.088&nbsp;EUR f&uuml;r das erste Kalendervierteljahr 2013 an. Wie auf dem daf&uuml;r nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG zu verwendenden amtlichen Vordruck vorgeschrieben, erkl&auml;rte sie dabei die Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen, die Anzahl der berufsbedingten &Uuml;bernachtungen, der &Uuml;bernachtungen minderj&auml;hriger G&auml;ste und der zu versteuernden &Uuml;bernachtungen und eine Tourismusabgabe von 2&nbsp;EUR je &Uuml;bernachtung. Der Einspruch gegen die Steueranmeldung blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, das BremTourAbgG sei weder aus verfassungs- noch aus unionsrechtlicher Sicht zu beanstanden. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1432 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, das BremTourAbgG sei in mehrfacher Hinsicht verfassungswidrig. Die Steuer sei der Umsatzsteuer gleichartig und versto&szlig;e daher gegen Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a des Grundgesetzes (GG). Die Steuer konterkariere die vom Bundesgesetzgeber gewollte Entlastung der Betreiber von Beherbergungsbetrieben. Das BremTourAbgG sei nicht hinreichend bestimmt formuliert. Die Betreiber der Beherbergungsbetriebe d&uuml;rften nicht als Steuerschuldner bestimmt werden und w&uuml;rden insbesondere aufgrund des f&uuml;r sie entstehenden Verwaltungsaufwands in ihrem Grundrecht aus Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG verletzt. Dar&uuml;ber hinaus liege ein strukturelles Vollzugsdefizit vor. Zudem versto&szlig;e das BremTourAbgG gegen das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die als Steuerfestsetzung geltende Steueranmeldung vom 3.&nbsp;April 2013 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;September 2013 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Magistrat beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Bremischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) als Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung geltende Steueranmeldung vom 3.&nbsp;April 2013 ist rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Steueranmeldung entspricht nach der zutreffenden &uuml;bereinstimmenden Meinung der Beteiligten und des FG den Regelungen im BremTourAbgG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG erheben die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven eine Tourismusabgabe als &ouml;rtliche Aufwandsteuer. Die Tourismusabgabe wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Bremischen Abgabengesetzes f&uuml;r die Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven von der Stadtgemeinde Bremerhaven verwaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der Tourismusabgabe ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG der Aufwand f&uuml;r die M&ouml;glichkeit einer entgeltlichen &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb. Der &Uuml;bernachtung steht es gleich, wenn eine Beherbergungsm&ouml;glichkeit ohne &Uuml;bernachtung genutzt wird und hierf&uuml;r ein gesonderter Aufwand betrieben wird. Beherbergungsbetriebe sind nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 BremTourAbgG Betriebe, die gegen Entgelt kurzzeitige &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeiten bereitstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von der Besteuerung sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 BremTourAbgG Aufwendungen f&uuml;r &Uuml;bernachtungen ausgenommen, wenn die &Uuml;bernachtung mit der Berufs- oder Gewerbeaus&uuml;bung oder einer freiberuflichen T&auml;tigkeit zwangsl&auml;ufig verbunden ist (berufliche Veranlassung). Der &Uuml;bernachtungsgast muss die berufliche Veranlassung gegen&uuml;ber dem Beherbergungsbetrieb glaubhaft machen. Die berufliche Veranlassung ist glaubhaft gemacht, wenn der &Uuml;bernachtungsgast diese dem Beherbergungsbetrieb bis zur Beendigung der Beherbergungsleistung eindeutig durch eine an den Arbeitgeber oder Unternehmer ausgestellte Rechnung f&uuml;r die &Uuml;bernachtungsleistung oder durch eine Best&auml;tigung des Arbeitgebers oder Unternehmers nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck belegt. Bei einem selbst&auml;ndigen Beherbergungsgast ist die berufliche Veranlassung durch eine Eigenbest&auml;tigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck glaubhaft zu machen. Soweit mehrere Personen die &Uuml;bernachtungsleistung in Anspruch genommen haben, ist die berufliche Veranlassung f&uuml;r jede Person gesondert glaubhaft zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von der Steuer ausgenommen ist nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 BremTourAbgG die Beherbergung Minderj&auml;hriger. Sollte ein &Uuml;bernachtungsgast mehr als sieben zusammenh&auml;ngende &Uuml;bernachtungen in demselben Beherbergungsbetrieb verbringen, unterf&auml;llt der weitere &Uuml;bernachtungsaufwand nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG nicht der Besteuerung. Die Tourismusabgabe wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;5 BremTourAbgG ferner nicht erhoben, soweit nachweislich die &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 BremTourAbgG zur Vermeidung der Obdachlosigkeit erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bemessungsgrundlage ist nach &sect;&nbsp;2 BremTourAbgG die Anzahl der &Uuml;bernachtungen je Gast. Der Steuersatz betr&auml;gt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG pro &Uuml;bernachtung in einem Hotel mit einer Klassifizierung von mindestens vier Sternen 3&nbsp;EUR, in anderen Hotels 2&nbsp;EUR und in G&auml;steh&auml;usern, Gasth&ouml;fen, Pensionen, Ferienh&auml;usern und -wohnungen, Campingpl&auml;tzen, Reisemobilh&auml;fen und &auml;hnlichen Betrieben 1&nbsp;EUR. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Klassifizierung sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BremTourAbgG die in der Beherbergungsbranche f&uuml;r Hotels im Inland markt&uuml;blichen Kriterien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuerschuldner ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 BremTourAbgG der Betreiber des Beherbergungsbetriebes. Der Steueranspruch entsteht nach &sect;&nbsp;5 BremTourAbgG mit Beginn der Beherbergungsleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes hat nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG dem Magistrat bis zum 15.&nbsp;Tag nach Ablauf eines Kalendervierteljahres eine Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck einzureichen und die Steuer selbst zu berechnen. Anmeldungszeitraum ist nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG das Kalendervierteljahr. Die Tourismusabgabe ist am 15. Tag nach Ablauf des Voranmeldungszeitraums f&auml;llig und an den Magistrat abzuf&uuml;hren (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BremTourAbgG). Gibt der Steuerpflichtige keine Anmeldung ab, obgleich er hierzu verpflichtet ist, oder hat er die Steuer falsch berechnet, so setzt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG der Magistrat die Steuer fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit diesen Vorschriften ist die angefochtene Steueranmeldung vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das BremTourAbgG ist verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Gesetzgebungskompetenz ergibt sich aus Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG. Danach haben die L&auml;nder die Befugnis zur Gesetzgebung &uuml;ber die &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind. Diese Anforderungen erf&uuml;llt die im BremTourAbgG geregelte Steuer. Es handelt sich um eine Aufwandsteuer, die einer bundesgesetzlich geregelten Steuer nicht gleichartig ist und auch im &Uuml;brigen den Anforderungen des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aufwandsteuern zielen auf die in der Verm&ouml;gens- und Einkommensverwendung f&uuml;r den pers&ouml;nlichen Lebensbedarf zum Ausdruck kommende besondere wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen, welche aufgrund des Gebrauchs von G&uuml;tern, des Haltens eines Gegenstandes oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen vermutet wird. Belastet werden soll lediglich der &uuml;ber die Befriedigung der allgemeinen Lebensf&uuml;hrung hinausgehende Aufwand, der Teil des pers&ouml;nlichen Lebensbedarfs und der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung ist, und nur die in diesem Konsum zum Ausdruck kommende besondere Leistungsf&auml;higkeit. Wird ein Aufwand in diesem Sinne betrieben, kommt es nicht darauf an, von wem und mit welchen Mitteln der Konsum finanziert wird und welchen Zwecken er des N&auml;heren dient (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 11.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&nbsp;9&nbsp;CN&nbsp;1.11, BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;13, und 9&nbsp;CN&nbsp;2.11, Kommunaljurist &#8211;KommJur&#8211; 2012, 387, Rz&nbsp;13, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der privat veranlasste Aufwand f&uuml;r die entgeltliche &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb ist ein Aufwand, der nach Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG einer Aufwandsteuer unterworfen werden kann, sofern sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig ist. Er geht &uuml;ber die Befriedigung des Grundbed&uuml;rfnisses nach Wohnraum hinaus (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;15, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;15). Das Grundbed&uuml;rfnis Wohnen wird in der Regel durch die Nutzung eigenen oder gemieteten Wohnraums gedeckt. Die entgeltliche &Uuml;bernachtung tritt zu dieser Nutzung hinzu, die ihrerseits nicht aufgegeben wird bzw. nicht aufgegeben werden kann. Entrichtet ein Steuerpflichtiger Entgelt f&uuml;r eine aus privatem Interesse veranlasste &Uuml;bernachtung, ist dies Ausdruck der Gestaltung der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung, die Leistungsf&auml;higkeit indiziert. Sie ist deshalb der Einkommensverwendung zuzurechnen. Dass das &Uuml;bernachten in Hotels heutzutage eine Massenerscheinung ist, steht dem nicht entgegen. Denn f&uuml;r die Leistungsf&auml;higkeit ist lediglich ein &uuml;ber den Grundbedarf hinausgehender Konsum erforderlich. Dieser muss weder besonders kostspielig noch in irgendeiner Form luxuri&ouml;s sein. Eine entgeltliche &Uuml;bernachtung geh&ouml;rt &#8211;von den Sonderf&auml;llen des dauerhaften Wohnens im Hotel abgesehen&#8211; nicht zum Grundbedarf des Wohnens und indiziert deshalb Leistungsf&auml;higkeit. Nichts anderes gilt, wenn die &Uuml;bernachtung zwar im Zusammenhang mit der Berufsaus&uuml;bung erfolgt, sie jedoch nicht zwangsl&auml;ufige Folge der beruflichen Bet&auml;tigung ist, sondern Ausdruck privaten Interesses. In diesen F&auml;llen k&ouml;nnte das Einkommen auch ohne diesen speziellen Aufwand erzielt werden (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;15, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Davon zu unterscheiden ist ein Aufwand, der nicht der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung in diesem Sinne, sondern der Einkommenserzielung dient. Aufwandsteuern sollen die als mehr oder weniger aufw&auml;ndig angesehene Einkommensverwendung erfassen. In dieser Absicht des Gesetzgebers liegt das wesentliche Merkmal des Begriffs der Aufwandsteuer. Eine Aufwandsteuer kann nicht f&uuml;r Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen erhoben werden, die nicht der Einkommensverwendung (privatem Aufwand), sondern allein der Einkommenserzielung dienen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;14, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;14, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist die &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb mit der Berufs- oder Gewerbeaus&uuml;bung oder einer freiberuflichen T&auml;tigkeit des Gastes zwangsl&auml;ufig verbunden, ist der Aufwand daf&uuml;r der Einkommenserzielung zuzuordnen und unterf&auml;llt somit nicht der Aufwandsteuer. Das ist etwa anzunehmen, wenn die Wohnung des Gastes in einer Entfernung vom Arbeitsort liegt, die eine t&auml;gliche R&uuml;ckkehr nicht zumutbar erscheinen l&auml;sst, oder wenn die Anwesenheit des Gastes an dem vom Wohnort verschiedenen Arbeitsort aus anderen Gr&uuml;nden f&uuml;r seine T&auml;tigkeit unabdingbar ist. Erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass ohne die entgeltliche &Uuml;bernachtung die Berufsaus&uuml;bung, gewerbliche T&auml;tigkeit oder freiberufliche T&auml;tigkeit nicht ausge&uuml;bt und deshalb Einkommen nicht erwirtschaftet werden k&ouml;nnte (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;16, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird der Aufwand f&uuml;r die &Uuml;bernachtung nur deswegen betrieben, weil er beruflich veranlasst worden ist, ist er nicht dem privaten Konsum, sondern der Einkommenserzielung zuzurechnen, auch wenn mit ihm nicht unmittelbar Einkommen erzielt wird (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;18, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;18). Die M&ouml;glichkeit, w&auml;hrend des Aufenthalts in einem Beherbergungsbetrieb neben den beruflichen und gesch&auml;ftlichen Aktivit&auml;ten und privaten Grundbed&uuml;rfnissen auch sonstigen privaten Interessen nachzugehen, also etwa kulturelle, sportliche, gastronomische oder sonstige Freizeitangebote zu nutzen, f&uuml;hrt nicht dazu, dass eine aus zwingenden beruflichen Gr&uuml;nden veranlasste entgeltliche &Uuml;bernachtung nicht ausschlie&szlig;lich der Einkommenserzielung zuzuordnen w&auml;re. Die blo&szlig;e objektive M&ouml;glichkeit eines privaten Konsums im Zusammenhang mit einem ausschlie&szlig;lich berufsbedingten Aufwand gen&uuml;gt nicht, um die Zuordnung des berufsbedingten Aufwandes zur Einkommenserzielung auszuschlie&szlig;en (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;19, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Begriff der Aufwandsteuer angelegte Abgrenzung der Einkommensverwendung zur Einkommenserzielung erfordert von Verfassungs wegen eine umfassende W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;14, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;14, je m.w.N.). Ob der Aufwand f&uuml;r die &Uuml;bernachtung der Einkommenserzielung dient, ist demgem&auml;&szlig; anhand der konkreten Fallumst&auml;nde zu beurteilen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;18, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Wird der Aufwand f&uuml;r privat veranlasste &Uuml;bernachtungen in Beherbergungsbetrieben einer Aufwandsteuer unterworfen, ist es mit Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG vereinbar, dass nicht die &Uuml;bernachtungsg&auml;ste, sondern die Betreiber der Beherbergungsbetriebe als Steuerschuldner bestimmt werden. Die Heranziehung desjenigen, der den Aufwand betreibt, als Steuerschuldner ist nicht Wesensmerkmal einer Aufwandsteuer. So kann beispielsweise der Betreiber von Spielger&auml;ten oder Veranstalter eines anderen Vergn&uuml;gens als Steuerschuldner der Vergn&uuml;gungsteuer bestimmt werden. Materielle Verfassungsfragen spielen bei der Pr&uuml;fung der Kompetenzgrundlage des Landesgesetzgebers keine Rolle, da die Finanzverfassung auf Formenklarheit und Formenbindung angelegt und angewiesen ist (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 4.&nbsp;Februar 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;8\/05, BVerfGE 123, 1, BStBl II 2009, 1035, unter C.I.2.a und b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Gleichartigkeitsbegriff des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG hat einen eigenst&auml;ndigen Inhalt, der mit Blick auf die besondere Funktion der Norm zu bestimmen ist, die den Gemeinden das Steuerfindungsrecht erhalten soll, aber gleichzeitig eine Steuer, die auf &ouml;rtlicher Ebene Bundessteuern gleichkommt, ausschlie&szlig;t. Insbesondere soll nicht eine Gemeindeumsatzsteuer oder &Auml;hnliches geschaffen werden d&uuml;rfen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;22 bis 25, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;22 bis 25, je m.w.N.). Das bedeutet, dass die Merkmale der jeweiligen Aufwandsteuer mit der in Betracht kommenden Bundessteuer zu vergleichen sind. Erf&uuml;llt sie von vornherein schon nicht die Kriterien des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs, wie er f&uuml;r die Abgrenzung der Gesetzgebungskompetenzen nach Art.&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 GG verwendet wird, kann sie auch nicht gleichartig i.S. von Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG sein. Erf&uuml;llt sie dagegen die Kriterien des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs, bedarf es einer umfassenden Bewertung aller Merkmale der jeweiligen Steuer. Dabei ist das kommunale Steuerfindungsrecht in den Blick zu nehmen, das nicht derart beschnitten werden darf, dass Gemeinden neue Steuern nicht erheben k&ouml;nnten. Die Umsatzsteuer als eine bundesrechtlich geregelte gro&szlig;e Verbrauchsteuer w&uuml;rde jegliche auch noch so unbedeutende Besteuerung von G&uuml;tern und Dienstleistungen in Gemeinden von vornherein ausschlie&szlig;en, wenn eine solche konkrete auf die jeweilige Steuer bezogene Bewertung unterbliebe. Das schlie&szlig;t es aus, dass eine Gleichartigkeit schon dann anzunehmen ist, wenn nur einzelne Merkmale des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs erf&uuml;llt sind, diese aber in der Gewichtung hinter die anderen nicht erf&uuml;llten Merkmale zur&uuml;cktreten (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;25, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;25, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine auf den Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen in Beherbergungsbetrieben erhobene Steuer bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig ist, wobei nur die Umsatzsteuer in Betracht kommt, ist aufgrund einer Gesamtbewertung zu entscheiden (ebenso BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;26, zu der von der Stadt Trier erhobenen, als Steuer ausgestalteten Kultur- und Tourismusf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;26, zu der von der Stadt Bingen am Rhein erhobenen, ebenfalls als Steuer ausgestalteten Kulturf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die im BremTourAbgG geregelte Steuer erf&uuml;llt diese Anforderungen des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG an eine Aufwandsteuer. Sie erfasst nur &Uuml;bernachtungen, die der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen sind, nicht aber &Uuml;bernachtungen, die mit der Berufs- oder Gewerbeaus&uuml;bung oder einer freiberuflichen T&auml;tigkeit des Gastes zwangsl&auml;ufig verbunden und daher der Einkommenserzielung zuzuordnen sind (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erforderliche Gesamtbewertung ergibt, dass die Steuer nicht i.S. des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG der Umsatzsteuer gleichartig ist. Beide Steuern weisen zwar gewisse Gemeinsamkeiten auf, unterscheiden sich aber in den im Ergebnis ma&szlig;gebenden Merkmalen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemeinsam haben die Steuern, dass sie letztlich auf die Leistungsf&auml;higkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zugreifen, die sich in der Verwendung des Einkommens f&uuml;r die entgeltliche &Uuml;bernachtung zeigt, und im Kern an den entgeltlichen Leistungsaustausch ankn&uuml;pfen. Auch wirtschaftlich wirken sie sich im Anwendungsbereich des BremTourAbgG in vergleichbarer Weise aus, da sie auf Abw&auml;lzbarkeit angelegt sind und deshalb im Regelfall in die Preiskalkulation des Beherbergungsunternehmens eingestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der entscheidende Unterschied zur Umsatzsteuer besteht aber darin, dass diese einen sehr weiten Anwendungsbereich hat (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211;) und nur bestimmte Ums&auml;tze steuerfrei sind (&sect;&sect;&nbsp;4&nbsp;ff. UStG), w&auml;hrend die im BremTourAbgG geregelte Steuer einen sehr engen Anwendungsbereich hat, n&auml;mlich in Beherbergungsbetrieben in Bremen erfolgende &Uuml;bernachtungen, die nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 oder 5 oder &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 oder 3 BremTourAbgG von der Steuer ausgenommen sind. Bereits dies schlie&szlig;t die Annahme einer Gleichartigkeit der Steuern aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weitere Unterschiede zur Umsatzsteuer ergeben sich daraus, dass die im BremTourAbgG geregelte Steuer anders als die Umsatzsteuer (&sect;&nbsp;12 UStG) nicht mit einem bestimmten Prozentsatz von der Bemessungsgrundlage, sondern mit gestaffelten Betr&auml;gen erhoben wird, und dass sie deutlich niedriger als die Umsatzsteuer ist, bei der der regelm&auml;&szlig;ige Steuersatz 19&nbsp;% und der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz 7&nbsp;% betr&auml;gt (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 und 2 UStG). Im Gegensatz zur Allphasen-Netto-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug (&sect;&nbsp;15 UStG) handelt es sich bei der Steuer nach dem BremTourAbgG dar&uuml;ber hinaus um eine lediglich einphasige Aufwandsteuer. Ferner sieht das BremTourAbgG anders als &sect;&nbsp;19 UStG nicht vor, dass bei Kleinunternehmern die Steuer nicht erhoben wird. Wesentliche Unterschiede zwischen der Steuer nach dem BremTourAbgG und der Umsatzsteuer gibt es auch bei der Erhebungstechnik. Anmeldungszeitraum f&uuml;r die Steuer nach dem BremTourAbgG ist nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 dieses Gesetzes das Kalendervierteljahr. Bei der Umsatzsteuer wird demgegen&uuml;ber zwischen Voranmeldungen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 UStG) und den eigentlichen Steuererkl&auml;rungen, die sich regelm&auml;&szlig;ig auf das Kalenderjahr beziehen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UStG), unterschieden. Voranmeldungszeitraum kann dabei das Kalendervierteljahr oder der Kalendermonat sein (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das BremTourAbgG ist mit den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG, dass nach &sect;&nbsp;4 BremTourAbgG Steuerschuldner der Betreiber des Beherbergungsbetriebes und nicht der &Uuml;bernachtungsgast ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Eine am Gleichheitssatz ausgerichtete, gerechte Zuteilung der Steuerlast bei indirekten Aufwandsteuern erfordert, dass die Steuer jedenfalls im Ergebnis von demjenigen aufgebracht wird, der den von der Steuer erfassten Aufwand betreibt. Nur wenn sie dessen hierin zum Ausdruck kommende Leistungsf&auml;higkeit als den eigentlichen Gegenstand der Besteuerung zu erreichen vermag, kann die indirekte Erhebung der Steuer bei einem Dritten wie etwa dem Betreiber eines Beherbergungsbetriebes vor dem Grundsatz der gerechten Lastenverteilung Bestand haben. Hierf&uuml;r gen&uuml;gt die M&ouml;glichkeit einer kalkulatorischen &Uuml;berw&auml;lzung in dem Sinne, dass der Steuerpflichtige den von ihm gezahlten Betrag in die Kalkulation seiner Selbstkosten einsetzen und hiernach die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens geeigneten Ma&szlig;nahmen &#8211;Preiserh&ouml;hung, Umsatzsteigerung oder Senkung der sonstigen Kosten&#8211; treffen kann. Die rechtliche Gew&auml;hr, dass er den von ihm entrichteten Betrag immer von demjenigen erh&auml;lt, der nach der Konzeption des Gesetzgebers letztlich die Steuer tragen soll, muss dem Steuerschuldner nicht geboten werden. Es reicht aus, wenn die Steuer auf eine &Uuml;berw&auml;lzung der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuertr&auml;ger angelegt ist, auch wenn die &Uuml;berw&auml;lzung nicht in jedem Einzelfall gelingt (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, BStBl II 2009, 1035, unter C.II.1.c; BVerwG-Beschluss vom 30.&nbsp;August 2013&nbsp;&nbsp;9&nbsp;BN&nbsp;2.13, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht &#8211; Rechtsprechungs-Report &#8211;NVwZ-RR&#8211; 2013, 1014, Rz&nbsp;6; die dagegen erhobene Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG mit Beschluss vom 9.&nbsp;Februar 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2852\/13 nicht zur Entscheidung angenommen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diese verfassungsrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine indirekte Aufwandsteuer sind bei der Steuer nach dem BremTourAbgG erf&uuml;llt (ebenso Urteile des Oberverwaltungsgerichts &#8211;OVG&#8211; f&uuml;r das Land Schleswig-Holstein vom 7.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&nbsp;4&nbsp;KN&nbsp;1\/12, NVwZ-RR 2013, 816, zur &Uuml;bernachtungsteuer der Stadt L&uuml;beck, und vom 4.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;KN&nbsp;3\/13, Landesrechtsprechungsdatenbank Schleswig-Holstein, Rz&nbsp;36 bis 44, zu der als indirekte Aufwandsteuer ausgestalteten Beherbergungsabgabe der Stadt Flensburg; Urteile des OVG L&uuml;neburg vom 1.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;85\/13, www.justizportal.niedersachsen.de, Rz&nbsp;39, zu der als indirekte Aufwandsteuer ausgestalteten Kultur- und Tourismusf&ouml;rderabgabe der Stadt Goslar; vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;309\/13, NVwZ-RR 2015, 593, Rz&nbsp;35, zur &Uuml;bernachtungsteuer der Gemeinde Schulenberg, und vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;59\/14, www.justizportal.niedersachsen.de, Rz&nbsp;77, zur Beherbergungsteuer der Stadt L&uuml;neburg). Die Betreiber der Beherbergungsbetriebe k&ouml;nnen die Steuer unmittelbar auf die &Uuml;bernachtungsg&auml;ste abw&auml;lzen, f&uuml;r deren &Uuml;bernachtungen die Steuer entsteht, indem sie unter Ber&uuml;cksichtigung der Anforderungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Preisangabenverordnung (vgl. Urteil des Oberlandesgerichts K&ouml;ln vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2014 I-6&nbsp;U&nbsp;172\/13, Neue Juristische Wochenschrift &#8211; Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2014, 932) einen um die Steuer erh&ouml;hten Preis berechnen. Sie k&ouml;nnen darauf aber auch verzichten und die Preise f&uuml;r alle &Uuml;bernachtungsg&auml;ste so kalkulieren, dass sie die entstehende Steuer aus den Einnahmen entrichten k&ouml;nnen (vgl. BVerwG-Beschluss in NVwZ-RR 2013, 1014, Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiervon abweichenden Auffassung des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;316\/13, Deutsches Verwaltungsblatt 2014, 249), nach der der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nicht zum Steuerschuldner einer Beherbergungsabgabe als &ouml;rtliche Aufwandsteuer bestimmt werden darf, kommt f&uuml;r die Beurteilung des BremTourAbgG keine Bedeutung zu. Sie beruht auf den Regelungen des Kommunalabgabengesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen und nicht auf verfassungsrechtlichen Vorgaben (BVerwG-Beschluss vom 20.&nbsp;August 2014&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;8.14, Zeitschrift f&uuml;r Kommunalfinanzen &#8211;ZKF&#8211; 2014, 236).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verfassungsversto&szlig; ergibt sich in diesem Zusammenhang nicht daraus, dass die Steuer auch entsteht, wenn die &Uuml;bernachtung zwar nicht i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG beruflich veranlasst war, der Gast aber die berufliche Veranlassung seiner &Uuml;bernachtung den Vorschriften des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 bis 5 BremTourAbgG gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes glaubhaft gemacht hat. Es ist bereits fraglich, ob in einem solchen Fall &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, die Steuer abweichend von der Anmeldung festzusetzen. Man k&ouml;nnte annehmen, dass der Betreiber des Beherbergungsbetriebes die Steuer nicht im Sinne dieser Vorschrift &quot;falsch berechnet&quot; hat, sondern bei der Steueranmeldung von der glaubhaft gemachten beruflichen Veranlassung ausgehen durfte und somit die Steuer richtig &quot;berechnet&quot; hat. Jedenfalls w&auml;re aber, eine korrekte Glaubhaftmachung der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung unterstellt, in einem solchen Fall zumindest im Regelfall eine Billigkeitsma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Bremischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;163 AO aus sachlichen Gr&uuml;nden geboten. Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes ist nicht verpflichtet, die vom Gast vorgelegten Belege auf ihre inhaltliche Richtigkeit zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass es f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe wesentlich vorteilhafter w&auml;re, wenn sie nicht Steuerschuldner w&auml;ren, sondern die Steuer lediglich wie ein Arbeitgeber bei der Lohnsteuer (&sect;&sect;&nbsp;41a, 42d des Einkommensteuergesetzes) oder wie ein Versicherer bei der Versicherungsteuer (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;7 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;8 des Versicherungsteuergesetzes) anmelden und an den Magistrat abf&uuml;hren m&uuml;ssten und f&uuml;r die Steuer haften w&uuml;rden, ist nicht erkennbar und wird von der Kl&auml;gerin auch nicht vorgetragen. An den Mitwirkungspflichten der Betreiber w&uuml;rde sich bei einer solchen Ausgestaltung der Steuer nichts &auml;ndern. Eine Regelung, nach der die Betreiber der Beherbergungsbetriebe weder Steuerschuldner noch Steuerentrichtungs- und Haftungsschuldner w&auml;ren, sondern der Magistrat die Steuer gegen&uuml;ber den einzelnen &Uuml;bernachtungsg&auml;sten durch Bescheid festsetzen m&uuml;sste, w&auml;re nicht praktikabel und scheidet daher aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) ist auch nicht unter dem Gesichtspunkt eines strukturellen Vollzugsdefizits gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Gleichheitsrechtlicher Ausgangspunkt im Steuerrecht ist der Grundsatz der Lastengleichheit. Die Steuerpflichtigen m&uuml;ssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tats&auml;chlich gleichm&auml;&szlig;ig belastet werden (BVerfG-Entscheidungen vom 17.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;21\/12, BStBl II 2015, 50, Rz&nbsp;123, und vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2880\/11, BStBl II 2015, 622, Rz&nbsp;40, je m.w.N.). Wird die Gleichheit im Belastungserfolg durch die rechtliche Gestaltung des Erhebungsverfahrens prinzipiell verfehlt, kann dies die Verfassungswidrigkeit der gesetzlichen Besteuerungsgrundlage nach sich ziehen (BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/02, BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Gebot tats&auml;chlich gleicher Steuerbelastung durch gleichen Gesetzesvollzug begr&uuml;ndet eine in den Verantwortungsbereich des Gesetzgebers fallende strukturell gegenl&auml;ufige Erhebungsregel im Zusammenwirken mit der zu vollziehenden materiellen Steuernorm deren Verfassungswidrigkeit. Strukturell gegenl&auml;ufig wirken sich Erhebungsregelungen gegen&uuml;ber einem Besteuerungstatbestand aus, wenn sie dazu f&uuml;hren, dass der Besteuerungsanspruch weitgehend nicht durchgesetzt werden kann. Die Frage, ob der Gesetzgeber von ihm erstrebte Ziele &#8211;im Steuerrecht die Erzielung von Einnahmen, ggf. auch Lenkung&#8211; faktisch erreicht, ist rechtsstaatlich allein noch nicht entscheidend. Vollzugsm&auml;ngel, wie sie immer wieder vorkommen k&ouml;nnen und sich tats&auml;chlich ereignen, f&uuml;hren allein noch nicht zur Verfassungswidrigkeit der materiellen Steuernorm. Zur Gleichheitswidrigkeit f&uuml;hrt nicht ohne weiteres die empirische Ineffizienz von Rechtsnormen, wohl aber das normative Defizit des widerspr&uuml;chlich auf Ineffektivit&auml;t angelegten Rechts. Verfassungsrechtlich verboten ist der Widerspruch zwischen dem normativen Befehl der materiell pflichtbegr&uuml;ndenden Steuernorm und der nicht auf Durchsetzung dieses Befehls angelegten Erhebungsregel (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist verpflichtet, zur Vermeidung der Verfassungswidrigkeit des materiellen Steuergesetzes dieses in ein normatives Umfeld einzubetten, das die tats&auml;chliche Lastengleichheit der Steuerpflichtigen gew&auml;hrleistet &#8211; mit dem Instrument des Quellenabzugs oder im Veranlagungsverfahren mit der Erg&auml;nzung des Deklarationsprinzips durch das Verifikationsprinzip (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1., m.w.N.). Dabei ist auch der allgemeine Grundsatz zu beachten, wonach Zweifel an der Vollst&auml;ndigkeit und Richtigkeit des Mitwirkungsbeitrags der Steuerpflichtigen durch hinreichende (&quot;greifbare&quot;) Anhaltspunkte begr&uuml;ndet sein m&uuml;ssen. Dieser Grundsatz der Beschr&auml;nkung der Sachverhaltsermittlung im Steuerrecht erf&uuml;llt nicht nur wichtige Schutz- und Sicherungsfunktionen zu Gunsten der Steuerpflichtigen, sondern entspricht auch einer realit&auml;tsgerechten Ausgestaltung des Besteuerungsverfahrens als Massenverfahren, das durch sachgerechte Konzentration beh&ouml;rdlicher Ermittlungsma&szlig;nahmen praktikabel bleiben muss. Der Gesetzgeber darf daher im Hinblick auf die Verwirklichung des Steueranspruchs die Grenzen der dem Staat verf&uuml;gbaren personellen und finanziellen Mittel ber&uuml;cksichtigen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.2.b, m.w.N.). Unzul&auml;ngliche Erkl&auml;rungen der Steuerpflichtigen m&uuml;ssen allerdings mit einem angemessenen Entdeckungsrisiko verbunden sein (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diesen Anforderungen entspricht das BremTourAbgG. Es enth&auml;lt keine Erhebungsregelungen, die der Durchsetzung des Steueranspruchs entgegenstehen, sieht hinreichende &Uuml;berpr&uuml;fungsm&ouml;glichkeiten vor und gew&auml;hrleistet ein angemessenes Entdeckungsrisiko bei unzutreffenden Steueranmeldungen, und zwar insbesondere auch hinsichtlich der Freistellung beruflich veranlasster &Uuml;bernachtungen von der Steuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 Satz 2 des Gesetzes darf der Betreiber des Beherbergungsbetriebes bei der Steuerberechnung den Aufwand f&uuml;r &Uuml;bernachtungen nur dann wegen deren beruflicher Veranlassung unber&uuml;cksichtigt lassen, wenn der Gast die berufliche Veranlassung ihm gegen&uuml;ber nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;3 bis 5 BremTourAbgG glaubhaft gemacht hat. In F&auml;llen, in denen die berufliche Veranlassung nicht durch eine an den Arbeitgeber oder Unternehmer ausgestellte Rechnung f&uuml;r die &Uuml;bernachtungsleistung glaubhaft gemacht wird, hat die Glaubhaftmachung durch eine Best&auml;tigung des Arbeitgebers oder Unternehmers oder bei einem selbst&auml;ndigen Beherbergungsgast durch eine Eigenbest&auml;tigung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck zu erfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes hat zudem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz 1 BremTourAbgG die Namen der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und die Aufenthaltsdauer aufzuzeichnen. Diese Aufzeichnungen und die Nachweise nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 und 5 und &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 und 3 BremTourAbgG sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BremTourAbgG f&uuml;r einen Zeitraum von vier Jahren beginnend mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung aufzubewahren. Zur Pr&uuml;fung der Steueranmeldung (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG) hat der Betreiber des Beherbergungsbetriebes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG auf Aufforderung dem Magistrat f&uuml;r einen Steuererhebungszeitraum s&auml;mtliche oder ausgew&auml;hlte Nachweise &uuml;ber die Beherbergungsleistungen im Original vorzulegen. Die Nachweise k&ouml;nnen nach vorheriger Zustimmung des Magistrats gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BremTourAbgG auch auf elektronischem Wege oder auf Datentr&auml;gern &uuml;bermittelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Steuerschuldner oder sein Beauftragter ist dar&uuml;ber hinaus gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 BremTourAbgG verpflichtet, w&auml;hrend der &uuml;blichen Gesch&auml;fts- und Arbeitszeiten mit Dienstausweis oder besonderer Vollmacht ausgestatteten Vertretern des Magistrats zur Nachpr&uuml;fung der Steueranmeldungen, zur Feststellung von Steuertatbest&auml;nden sowie zur Einsicht in die entsprechenden Gesch&auml;ftsunterlagen Einlass zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Magistrat kann aufgrund dieser Befugnisse insbesondere pr&uuml;fen, ob der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nur solche &Uuml;bernachtungen wegen beruflicher Veranlassung bei der Berechnung der Steuer unber&uuml;cksichtigt gelassen hat, bei denen diese den Anforderungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 BremTourAbgG entsprechend glaubhaft gemacht worden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem amtlichen Vordruck, nach dem die Steueranmeldung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 BremTourAbgG einzureichen ist, hat der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nicht nur die selbst berechnete Steuer, sondern auch die Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen sowie die Anzahl der &Uuml;bernachtungen, f&uuml;r die die berufliche Veranlassung glaubhaft gemacht wurde, und die Anzahl der privaten &Uuml;bernachtungen f&uuml;r mehr als sieben zusammenh&auml;ngende Tage, der &Uuml;bernachtungen minderj&auml;hriger G&auml;ste und der Obdachlosen&uuml;bernachtungen anzugeben und daraus die Summe der zu versteuernden &Uuml;bernachtungen zu errechnen. Diese differenzierten Angaben erm&ouml;glichen sowohl einen Vergleich mit den f&uuml;r mehrere Anmeldungszeitr&auml;ume f&uuml;r den jeweiligen Beherbergungsbetrieb gemachten Angaben als auch einen Vergleich mit den Angaben anderer Beherbergungsbetriebe und kann bei deutlichen Abweichungen Anlass zu Nachfragen und ggf. weiteren Sachverhaltsermittlungen geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch von Dritten, insbesondere den &Uuml;bernachtungsg&auml;sten und deren Arbeitgebern, kann der Magistrat nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Bremischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;1 bis 6 AO Ausk&uuml;nfte einholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hat der Gast oder dessen Arbeitgeber zur Glaubhaftmachung der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung inhaltlich unrichtige Nachweise vorgelegt oder erstellt, kommt sowohl eine Bestrafung nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Bremischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO als auch eine Haftung nach &sect;&nbsp;71 AO in Betracht. Wie sich insbesondere aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO ergibt, kann eine Steuerhinterziehung nicht nur der Steuerschuldner oder eine Person begehen, deren er sich zur Erf&uuml;llung seiner steuerlichen Pflichten bedient, sondern auch ein Dritter, der die tatbestandlichen Voraussetzungen der Vorschrift erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;April 1998 IX&nbsp;R&nbsp;49\/96, BFHE 185, 370, BStBl II 1998, 458). Die Vorschrift des &sect;&nbsp;370 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO setzt keine wirksame Steuererkl&auml;rung voraus; ausreichend sind vielmehr sonstige Bekundungen zum Zwecke der Steuerverk&uuml;rzung oder zur Erlangung nicht gerechtfertigter Steuervorteile. Daher k&ouml;nnen auch formlose Erkl&auml;rungen ohne Verwendung eines Steuerformulars Tathandlungen f&uuml;r eine Steuerhinterziehung sein (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 6.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&nbsp;5&nbsp;StR&nbsp;127\/07, BGHST 51, 356, unter II.1.a&nbsp;aa). Dem Vorliegen einer Steuerhinterziehung steht auch nicht entgegen, dass die G&auml;ste und Arbeitgeber die Unterlagen zur Glaubhaftmachung der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung nicht unmittelbar dem Magistrat, sondern dem Beherbergungsbetrieb &uuml;bergeben. Die G&auml;ste und deren Arbeitgeber wissen n&auml;mlich, dass die Unterlagen f&uuml;r die Besteuerung und somit f&uuml;r die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde bestimmt sind. Dies geht auch aus den Ausf&uuml;hrungen in den amtlichen Vordrucken f&uuml;r die Arbeitgeberbest&auml;tigungen und die Eigenbest&auml;tigungen deutlich hervor. Darin wird n&auml;mlich in fett gedruckter Schrift u.a. darauf hingewiesen, dass die erhobenen Daten an den Magistrat der Stadt Bremerhaven, Stadtk&auml;mmerei, Steuerabteilung, weitergeleitet werden. Auf die Rechtsfigur einer mittelbaren T&auml;terschaft braucht demgem&auml;&szlig; entgegen der Ansicht des FG nicht zur&uuml;ckgegriffen zu werden. Bei einer Haftung nach &sect;&nbsp;71 AO wegen Steuerhinterziehung wird der im steuerlichen Haftungsrecht zu beachtende Subsidiarit&auml;tsgrundsatz durch &sect;&nbsp;191 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;219 Satz 2 AO eingeschr&auml;nkt (vgl. dazu im Einzelnen BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;September 2014 VII&nbsp;B&nbsp;99\/13, BFH\/NV 2015, 161, Rz&nbsp;25).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abgesehen wurde inzwischen durch Art.&nbsp;3 des Gesetzes zur &Auml;nderung bremischer Kommunalsteuergesetze vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2015 (BremGBl 2015, 120) in das BremTourAbgG ein neuer &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 eingef&uuml;gt, nach dem der Gast, der hinsichtlich der zwingenden beruflichen oder betrieblichen Veranlassung seiner &Uuml;bernachtung falsche Belege vorgelegt oder falsche Angaben gemacht hat, f&uuml;r die entgangene Steuer haftet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Durchsetzung des Steueranspruchs dienen schlie&szlig;lich auch die in &sect;&nbsp;9 BremTourAbgG geregelten Mitwirkungs- und Auskunftspflichten der Hotel- und Zimmervermittlungsagenturen und Dienstleistungsunternehmen &auml;hnlicher Art.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese vielf&auml;ltigen Regelungen sind dazu bestimmt und geeignet, den Steueranspruch auf verfassungsrechtlich hinreichende Weise tats&auml;chlich durchzusetzen. Weitere Regelungen sind insbesondere im Hinblick auf die geringen Steuerbetr&auml;ge, die je &Uuml;bernachtung und Gast anfallen, nicht erforderlich. Eine vollst&auml;ndige Erfassung aller steuerpflichtigen &Uuml;bernachtungen kann zwar nicht gew&auml;hrleistet werden, ist aber auch nicht Voraussetzung f&uuml;r die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Steuer. Vielmehr ist die Begrenztheit der dem Staat verf&uuml;gbaren personellen und finanziellen Mittel zu ber&uuml;cksichtigen. F&uuml;r die Steuer nach dem BremTourAbgG gilt insoweit nichts anderes wie f&uuml;r andere Steuern, bei denen vielfach die tats&auml;chliche Durchsetzung des Steueranspruchs ebenfalls von Erkl&auml;rungen der Steuerpflichtigen abh&auml;ngt, deren Richtigkeit vielfach nicht im Einzelnen &uuml;berpr&uuml;ft werden kann oder wegen der gro&szlig;en Anzahl der Steuerf&auml;lle nicht &uuml;berpr&uuml;ft wird, ohne dass dies zur Verfassungswidrigkeit des jeweiligen Steuergesetzes f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Gebot der Besteuerungsgleichheit wird auch nicht da-durch verletzt, dass die Steuer nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG nicht proportional zum &Uuml;bernachtungspreis, sondern je nach der Art und Kategorie des Beherbergungsbetriebes in gestaffelten Betr&auml;gen erhoben wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Gesetzgeber ist bei &ouml;rtlichen Aufwandsteuern nicht von Verfassungs wegen auf einen Wirklichkeitsma&szlig;stab beschr&auml;nkt, der an den konkreten Aufwand ankn&uuml;pft. Vielmehr hat er eine weitgehende Gestaltungsfreiheit, der durch Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG erst dort eine Grenze gesetzt wird, wo eine gleiche oder ungleiche Behandlung von Sachverhalten nicht mehr mit einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise vereinbar ist, wo also ein einleuchtender Grund f&uuml;r die Gleichbehandlung oder Ungleichbehandlung fehlt und diese daher willk&uuml;rlich w&auml;re. Das BVerfG hat nur die Einhaltung dieser &auml;u&szlig;ersten Grenzen nachzupr&uuml;fen, nicht aber, ob der Gesetzgeber im Einzelfall die jeweils zweckm&auml;&szlig;igste, vern&uuml;nftigste oder gerechteste L&ouml;sung gefunden hat (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, BStBl II 2009, 1035, unter C.II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diese &auml;u&szlig;ersten Grenzen hat der Gesetzgeber mit der Regelung in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG eingehalten. Der von ihm gew&auml;hlte Ersatzma&szlig;stab hat einen hinreichenden Bezug zum Aufwand der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste. Nach der Lebenserfahrung ist anzunehmen, dass f&uuml;r die &Uuml;bernachtungen in den Beherbergungsbetrieben bei den vom Gesetzgeber vorgesehenen Fallgruppen typischerweise ein der Staffelung der Steuers&auml;tze entsprechender unterschiedlicher Aufwand anf&auml;llt. Bei &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG handelt es sich um eine typisierende Regelung, die den Betreibern der Beherbergungsbetriebe die Steuerberechnung und dem Magistrat die &Uuml;berpr&uuml;fung von deren Richtigkeit erleichtert und insbesondere auch im Hinblick auf die geringen Steuerbetr&auml;ge je &Uuml;bernachtung verfassungsrechtlich noch hinnehmbar ist. Die Typisierung steht in einem angemessenen Verh&auml;ltnis zu den mit ihr notwendig verbundenen Nachteilen. Der Senat folgt insoweit unter Ber&uuml;cksichtigung des weiten Gestaltungsspielraums des Gesetzgebers nicht der abweichenden Ansicht des OVG L&uuml;neburg im Urteil vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;59.14 (ZKF 2015, 92, Rz&nbsp;58 bis 63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das BremTourAbgG ist mit dem Rechtsstaatsprinzip (Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;3 GG) vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es ist hinreichend bestimmt und erm&ouml;glicht es den Betreibern der Beherbergungsbetriebe, wie verfassungsrechtlich geboten (BVerfG-Beschluss vom 17.&nbsp;Juli 2003&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/99&nbsp;u.a., BVerfGE 108, 186, unter C.II.3.b&nbsp;bb, m.w.N.), die jeweils anfallende Steuer in gewissem Umfang vorauszuberechnen. Das Gesetz bestimmt den Gegenstand der Steuer hinreichend konkret und legt deren Bemessungsgrundlage und den Steuersatz fest. Die Betreiber m&uuml;ssen nach den getroffenen Regelungen die Steuer f&uuml;r alle &Uuml;bernachtungen anmelden, f&uuml;r die der Gast die berufliche Veranlassung nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechend glaubhaft gemacht hat und die auch nicht aus anderen Gr&uuml;nden von der Besteuerung ausgenommen sind. Macht der Gast keine Angaben zum Zweck der &Uuml;bernachtung, ist davon auszugehen, dass die &Uuml;bernachtung privat veranlasst ist und deshalb die Steuer anf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Voraussetzungen, unter denen die &Uuml;bernachtung beruflich veranlasst ist, kann auf die Rechtsprechung des BVerwG in den Urteilen in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;16, 18 und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;16, 18 zur&uuml;ckgegriffen werden. Die Heranziehung dieser Urteile f&uuml;r die Abgrenzung der steuerpflichtigen von den steuerfreien &Uuml;bernachtungen in Bremen entspricht dem Willen des Gesetzgebers. Der Bremische Senat hat in seiner Mitteilung vom 9.&nbsp;Oktober 2012 an die Bremische B&uuml;rgerschaft (Landtag) die vorgeschlagene &Auml;nderung des BremTourAbgG ausdr&uuml;cklich auf die Rechtsprechung des BVerwG gest&uuml;tzt und wollte dieser Rechtsprechung folgen (B&uuml;rgerschafts-Drucks. 18\/595).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Versto&szlig; gegen die Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Der Grundsatz der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung verlangt die Beachtung der bundesstaatlichen Grenzen und bei der Aus&uuml;bung der jeweiligen Gesetzgebungskompetenz wechselseitig bundesstaatliche R&uuml;cksichtnahme. Konzeptionelle Entscheidungen des zust&auml;ndigen Bundesgesetzgebers d&uuml;rfen durch Entscheidungen eines Landesgesetzgebers nicht verf&auml;lscht werden. Insbesondere d&uuml;rfen den Normadressaten nicht gegenl&auml;ufige Regelungen erreichen, die die Rechtsordnung widerspr&uuml;chlich machen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;29, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;29, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das BremTourAbgG ist mit diesen Grunds&auml;tzen vereinbar. Dass der Bundesgesetzgeber durch Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vom 22.&nbsp;Dezember 2009 (BGBl I 2009, 3950) den Steuersatz f&uuml;r die Umsatzsteuer f&uuml;r die in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;11 UStG genannten Beherbergungsleistungen von 19&nbsp;% auf 7&nbsp;% herabgesetzt hat, steht dem nicht entgegen. Zwar verfolgen sowohl die Umsatzsteuer als auch die Steuer nach dem BremTourAbgG gleicherma&szlig;en einen Ertragszweck. Die Steuer nach dem BremTourAbgG konterkariert aber schon angesichts ihres geringen Umfangs nicht den Zweck, den der Bundesgesetzgeber mit der Herabsetzung des Umsatzsteuersatzes erreichen wollte, n&auml;mlich die F&ouml;rderung der Wirtschaft (vgl. BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;29, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;29). Dabei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass &Uuml;bernachtungen, die beruflich veranlasst oder aus sonstigen Gr&uuml;nden von der Steuer ausgenommen sind, nicht der Steuer unterliegen. Dass der Vollzug des BremTourAbgG f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dieser Aufwand beruht auf der verfassungsrechtlichen Pflicht, die aus beruflichen oder betrieblichen Gr&uuml;nden zwingend erforderlichen &Uuml;bernachtungen von der Besteuerung auszunehmen, und ist daher von den Betreibern hinzunehmen. Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Mitwirkungsbeitr&auml;ge der Steuerpflichtigen werden nicht gefordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;BV&nbsp;11.1909 (Sammlung von Entscheidungen des BayVGH mit Entscheidungen des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Teil&nbsp;1: Entscheidungen des BayVGH 65, 62) betrifft die Frage, ob eine kommunale Satzung, die eine an den Aufwand des Gastes f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen ankn&uuml;pfende gemeindliche Steuer einf&uuml;hrt, deshalb nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes nicht genehmigungsf&auml;hig ist, weil sie steuerliche Interessen des Staates beeintr&auml;chtigt. Der BayVGH hat diese Frage mit der Begr&uuml;ndung bejaht, eine solche Steuer lasse die mit Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes bezweckte steuerliche Entlastung der Beherbergungsunternehmen zumindest teilweise wieder entfallen. Dieses Urteil beruht somit auf landesrechtlichen Vorgaben. Mit der Vereinbarkeit einer solchen Steuer, die durch Landesgesetz eingef&uuml;hrt wird, mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Besteuerung hatte sich der BayVGH nicht zu befassen. Insoweit folgt der erkennende Senat vielmehr der oben angef&uuml;hrten Rechtsprechung des BVerwG (Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;29, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das BremTourAbgG ist auch nicht wegen eines Versto&szlig;es gegen das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und von deren Arbeitgebern sowie der Betreiber der Beherbergungsbetriebe auf informationelle Selbstbestimmung verfassungswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das auf dem allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 GG beruhende Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr&auml;gt Gef&auml;hrdungen und Verletzungen der Pers&ouml;nlichkeit Rechnung, die sich f&uuml;r den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Ma&szlig;nahmen ergeben (BVerfG-Entscheidungen vom 13.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1550\/03&nbsp;u.a., BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2074\/05&nbsp;u.a., BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.). Dieses Recht flankiert und erweitert den grundrechtlichen Schutz von Verhaltensfreiheit und Privatheit; es l&auml;sst ihn schon auf der Stufe der Pers&ouml;nlichkeitsgef&auml;hrdung beginnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Schutzumfang des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung beschr&auml;nkt sich nicht auf Informationen, die bereits ihrer Art nach sensibel sind und schon deshalb grundrechtlich gesch&uuml;tzt werden. Auch der Umgang mit personenbezogenen Daten, die f&uuml;r sich genommen nur geringen Informationsgehalt haben, kann, je nach seinem Ziel und den bestehenden Verarbeitungs- und Verkn&uuml;pfungsm&ouml;glichkeiten, grundrechtserhebliche Auswirkungen auf die Privatheit und Verhaltensfreiheit des Betroffenen haben. Insofern gibt es unter den Bedingungen der elektronischen Datenverarbeitung kein schlechthin, also ungeachtet des Verwendungskontextes, belangloses personenbezogenes Datum mehr (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch entf&auml;llt der grundrechtliche Schutz nicht schon deshalb, weil die betroffene Information &ouml;ffentlich zug&auml;nglich ist. Auch wenn der Einzelne sich in die &Ouml;ffentlichkeit begibt, sch&uuml;tzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dessen Interesse, dass die damit verbundenen personenbezogenen Informationen nicht im Zuge automatisierter Informationserhebung zur Speicherung mit der M&ouml;glichkeit der Weiterverwertung erfasst werden (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist allerdings nicht schrankenlos gew&auml;hrleistet. Der Einzelne hat nicht ein Recht im Sinne einer absoluten, uneingeschr&auml;nkten Herrschaft &uuml;ber &quot;seine&quot; Daten; er ist vielmehr eine sich innerhalb der sozialen Gemeinschaft entfaltende, auf Kommunikation angewiesene Pers&ouml;nlichkeit. Information, auch soweit sie personenbezogen ist, stellt ein Abbild sozialer Realit&auml;t dar, das nicht ausschlie&szlig;lich dem Betroffenen allein zugeordnet werden kann (BVerfG-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1983&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;209\/83&nbsp;u.a., BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b). Das GG hat die Spannung zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der Person entschieden, ohne dabei deren Eigenwert anzutasten (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b, m.w.N.; vom 5.&nbsp;Februar 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2029\/01, BVerfGE 109, 133, unter C.I.2.a, und vom 8.&nbsp;November 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;578\/02&nbsp;u.a., BVerfGE 117, 71, unter C.I.1.). Der Einzelne muss daher grunds&auml;tzlich Einschr&auml;nkungen seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung im &uuml;berwiegenden Allgemeininteresse hinnehmen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Solche Einschr&auml;nkungen m&uuml;ssen auf einer verfassungsm&auml;&szlig;igen gesetzlichen Grundlage beruhen. Die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Erm&auml;chtigungsgrundlage betreffen zum einen die gebotene Normenbestimmtheit und Normenklarheit und zum anderen den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit. Sie richten sich nach der Art und Intensit&auml;t des Grundrechtseingriffs. Das Gewicht des Eingriffs wird insbesondere von der Art der erfassten Informationen, dem Anlass und den Umst&auml;nden ihrer Erhebung, dem betroffenen Personenkreis und der Art der m&ouml;glichen Verwertung der Daten beeinflusst (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.II.1.). Von ma&szlig;gebender Bedeutung f&uuml;r das Gewicht des Grundrechtseingriffs ist dabei, welche Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz die Informationen aufweisen, die von der informationsbezogenen Ma&szlig;nahme erfasst werden. Mit in den Blick zu nehmen ist auch die Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz der Informationen, die durch eine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung der erfassten Informationen gewonnen werden sollen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.II.1.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine informationsbezogene Ma&szlig;nahme kann sich bereits deshalb als schwerwiegend darstellen, weil die erhobenen Informationen f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeit des Betroffenen hohe Relevanz haben oder weil sie auf eine Weise erlangt werden sollen, die die Pers&ouml;nlichkeit erheblich ber&uuml;hrt, oder weil M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung dieser Informationen und zur Nutzung zu einer Vielzahl von Zwecken bestehen. Demgegen&uuml;ber wiegt ein Eingriff geringer, wenn eine gesetzliche Erm&auml;chtigung lediglich die Nutzung bestimmter, im Gesetz ausdr&uuml;cklich aufgez&auml;hlter Informationen, die f&uuml;r sich genommen keine gesteigerte Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz aufweisen, zu einem n&auml;her bestimmten Zweck zul&auml;sst (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.3.d&nbsp;cc&nbsp;(1), m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht das BremTourAbgG. Das BremTourAbgG schr&auml;nkt das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste auf informationelle Selbstbestimmung nur in dem Umfang ein, in dem es im &uuml;berwiegenden Allgemeininteresse geboten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wer in Einrichtungen, die der gewerbs- oder gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igen Aufnahme von fremden Personen dienen (Beherbergungsst&auml;tten), f&uuml;r nicht l&auml;nger als zwei Monate aufgenommen wird, hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 des Bremer Meldegesetzes (MG) unabh&auml;ngig vom BremTourAbgG am Tage der Ankunft einen besonderen Meldeschein handschriftlich auszuf&uuml;llen und zu unterschreiben, soweit es sich nicht um eine Einrichtung i.S. des &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;4 MG handelt. Die Meldescheine m&uuml;ssen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 MG Angaben enthalten &uuml;ber den Tag der Ankunft und den der voraussichtlichen Abreise, den Familiennamen, den gebr&auml;uchlichen Vornamen (Rufnamen), den Tag der Geburt, die Anschrift und die Staatsangeh&ouml;rigkeiten. Die Leitung der Beherbergungsst&auml;tte oder die von ihr beauftragte Person hat nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 MG besondere Meldescheine bereitzuhalten und darauf hinzuwirken, dass die aufgenommene Person ihre Verpflichtung nach &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;2 MG erf&uuml;llt. Die Leitung der Beherbergungsst&auml;tte oder die von ihr beauftragte Person hat ferner nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 MG bei ausl&auml;ndischen G&auml;sten die im Meldeschein gemachten Angaben mit denen des Identit&auml;tsdokuments zu vergleichen, das der ausl&auml;ndische Gast gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 MG vorzulegen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage des BremTourAbgG kommt als zus&auml;tzliche Information lediglich die Glaubhaftmachung der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung hinzu, wenn diese geltend gemacht wird. Dabei handelt es sich um eine Information, die f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeit des Betroffenen oder von dessen Arbeitgeber keine besonders hohe Relevanz hat und bei der keine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung mit anderen Informationen und auch keine Nutzung zu einer Vielzahl von Zwecken vorgeschrieben ist. Aufzeichnen muss der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BremTourAbgG lediglich die Namen der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und die Aufenthaltsdauer, nicht aber weitere Angaben wie etwa die Anschrift, den Beruf oder den Arbeitgeber der G&auml;ste. Eine Aufzeichnung in elektronischer Form, die wegen der bei elektronischer Datenverarbeitung gegebenen besonderen Verarbeitungs- und Verkn&uuml;pfungsm&ouml;glichkeiten im Hinblick auf das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von besonderer Relevanz w&auml;re (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, m.w.N.), ist nicht vorgeschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine n&auml;here Erl&auml;uterung der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes schreibt das BremTourAbgG nicht vor. Nach dem amtlichen Formular f&uuml;r die Arbeitgeberbest&auml;tigung braucht der Arbeitgeber nur seinen Briefkopf, den Namen des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin und die Dauer des Aufenthalts in Bremen oder Bremerhaven anzugeben und zu best&auml;tigen, dass der Aufenthalt dienstlich, gesch&auml;ftlich oder beruflich bedingt ist. In der Eigenbest&auml;tigung der beruflichen Notwendigkeit der &Uuml;bernachtung muss der Gast lediglich seinen Namen, das Geburtsdatum, die Anschrift, die berufliche Anschrift, die Art seiner selbst&auml;ndigen T&auml;tigkeit und der beruflichen T&auml;tigkeit in Bremen\/ Bremerhaven, die Aufenthaltsdauer und das f&uuml;r seine Einkommensteuerveranlagung zust&auml;ndige Finanzamt angeben und best&auml;tigen, dass die &Uuml;bernachtung in Bremen\/Bremerhaven beruflich bedingt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Magistrat von seinen Pr&uuml;fungsrechten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 und &sect;&nbsp;8 BremTourAbgG Gebrauch macht, wird das Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch das Steuergeheimnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Bremischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;30 AO gesch&uuml;tzt, dessen Beachtung durch die Strafvorschrift des &sect;&nbsp;355 des Strafgesetzbuchs sowie die Vorschriften des Disziplinarrechts gesichert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abgesehen zwingt das BremTourAbgG den Gast nicht dazu, die berufliche Veranlassung der &Uuml;bernachtung gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes offenzulegen. Er braucht vielmehr keine Angaben zum Zweck der &Uuml;bernachtung zu machen. Ein Nachteil entsteht dem Gast dadurch auch in den F&auml;llen nicht, in denen ihm der Beherbergungsbetrieb die Steuer gesondert in Rechnung gestellt hat. Er kann dann n&auml;mlich nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;10 BremTourAbgG die Erstattung des auf ihn abgew&auml;lzten Betrags beantragen. Diese Vorschrift ist &uuml;ber den Wortlaut hinaus so auszulegen, dass sie auch F&auml;lle betrifft, in denen der Gast die berufliche Veranlassung zwar gegen&uuml;ber dem Beherbergungsbetrieb h&auml;tte glaubhaft machen k&ouml;nnen, dies aber aus bestimmten Gr&uuml;nden nicht wollte. Dieser Ansicht ist auch der Magistrat (Klageerwiderung vom 21.&nbsp;Januar 2014, S.&nbsp;3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 BremTourAbgG getroffenen Regelungen &uuml;ber die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sind Rechtsvorschriften i.S. des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), die die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erlauben oder anordnen. Das BDSG gilt nach seinem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 auch f&uuml;r nicht-&ouml;ffentliche Stellen, soweit sie die Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen verarbeiten, nutzen oder daf&uuml;r erheben oder die Daten in oder aus nicht automatisierten Dateien verarbeiten, nutzen oder daf&uuml;r erheben, es sei denn, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung der Daten erfolgt ausschlie&szlig;lich f&uuml;r pers&ouml;nliche oder famili&auml;re T&auml;tigkeiten. Zu den nicht-&ouml;ffentlichen Stellen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 BDSG) geh&ouml;ren regelm&auml;&szlig;ig die Betreiber von Beherbergungsbetrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BDSG sch&uuml;tzt die von den Betreibern der Beherbergungsbetriebe f&uuml;r Zwecke des BremTourAbgG erhobenen Daten der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und ggf. von deren Arbeitgebern in mehrfacher Hinsicht gegen eine unbefugte Verarbeitung (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 BDSG) oder Nutzung (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;5 BDSG) au&szlig;erhalb des Besteuerungsverfahrens. Unter Verarbeitung ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 BDSG auch die Daten&uuml;bermittlung an Dritte zu verstehen. Nach &sect;&nbsp;5 Satz&nbsp;1 BDSG ist es den bei der Datenverarbeitung besch&auml;ftigten Personen untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-&ouml;ffentlichen Stellen besch&auml;ftigt werden, bei der Aufnahme ihrer T&auml;tigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten (&sect;&nbsp;5 Satz&nbsp;2 BDSG). Einen weiteren Schutz bietet &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BDSG. Danach handelt ordnungswidrig, wer vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zug&auml;nglich sind, erhebt oder verarbeitet. Geschieht dies vors&auml;tzlich gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu bereichern oder einen anderen zu sch&auml;digen, handelt es sich nach &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 BDSG um eine Straftat. Au&szlig;erdem kann sich aus &sect;&nbsp;7 BDSG ein Schadensersatzanspruch ergeben. Setzt der Betreiber des Beherbergungsbetriebes bei der Datenverarbeitung, zu der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BDSG auch die Speicherung z&auml;hlt, eine Datenverarbeitungsanlage (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BDSG) ein, finden nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 BDSG auch die Vorschriften des Dritten Abschnitts des BDSG Anwendung, insbesondere &uuml;ber die Rechte des Betroffenen (&sect;&sect;&nbsp;33 bis 35 BDSG). Eine Verpflichtung zur Verwendung einer Datenverarbeitungsanlage sieht das BremTourAbgG nicht vor. Die Betreiber der Beherbergungsbetriebe k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Gesetzes nicht dazu verpflichtet werden, die Nachweise dem Magistrat auf elektronischem Wege oder auf Datentr&auml;gern zu &uuml;bermitteln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Betreiber der Beherbergungsbetriebe werden durch das BremTourAbgG auch nicht in ihrem Grundrecht aus Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG verletzt. Die ihnen durch das Gesetz auferlegten Pflichten stellen eine zul&auml;ssige Regelung der Berufsaus&uuml;bung i.S. des Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG dar. Die Pflichten sind f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Gesetzes erforderlich und nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Dass der Vollzug des BremTourAbgG f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, ist auch Folge der verfassungsrechtlichen Pflicht, die aus beruflichen oder betrieblichen Gr&uuml;nden zwingend erforderlichen &Uuml;bernachtungen von der Besteuerung auszunehmen, und ist daher von den Betreibern hinzunehmen. Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Mitwirkungsbeitr&auml;ge der Betreiber werden nicht gefordert (vgl. oben II.2.c&nbsp;bb&nbsp;bbb). Den Betreibern ist es insbesondere m&ouml;glich, die Frage nach der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung bereits im Rahmen der ohnehin erforderlichen Ausf&uuml;llung des Meldescheins zu kl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das BremTourAbgG verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Art.&nbsp;401 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift hindert die MwStSystRL unbeschadet anderer gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften einen Mitgliedstaat nicht daran, Abgaben auf Versicherungsvertr&auml;ge, Spiele und Wetten, Verbrauchsteuern, Grunderwerbsteuern sowie ganz allgemein alle Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren, die nicht den Charakter von Umsatzsteuern haben, beizubehalten oder einzuf&uuml;hren, sofern die Erhebung dieser Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren im Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten nicht mit Formalit&auml;ten beim Grenz&uuml;bertritt verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) hat im Einzelnen ausgef&uuml;hrt, welches die wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer sind. Aus seiner Rechtsprechung ergeben sich vier solche Merkmale, n&auml;mlich die allgemeine Geltung der Mehrwertsteuer f&uuml;r alle sich auf Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen beziehenden Gesch&auml;fte, die Festsetzung ihrer H&ouml;he proportional zum Preis, den der Steuerpflichtige als Gegenleistung f&uuml;r die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen erh&auml;lt, die Erhebung dieser Steuer auf jeder Produktions- und Vertriebsstufe einschlie&szlig;lich der Einzelhandelsstufe, ungeachtet der Zahl der vorher bewirkten Ums&auml;tze, und der Abzug der auf den vorhergehenden Produktions- und Vertriebsstufen bereits entrichteten Betr&auml;ge von der vom Steuerpflichtigen geschuldeten Steuer, so dass sich diese Steuer auf einer bestimmten Stufe nur auf den auf dieser Stufe vorhandenen Mehrwert bezieht und die Belastung letztlich vom Verbraucher getragen wird (EuGH-Beschluss Vollkommer vom 27.&nbsp;November 2008 C-156\/08, EU:C:2008:663, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat folgt dieser Rechtsprechung des EuGH. In dem von der Kl&auml;gerin angef&uuml;hrten Verfahren C-185\/12 hat der EuGH wegen offensichtlicher Unzul&auml;ssigkeit des ihm vorgelegten Vorabentscheidungsersuchens keine Sachentscheidung getroffen (Beschluss vom 3.&nbsp;Mai 2012, EU:C:2012:273).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Steuer nach dem BremTourAbgG hat somit nicht den Charakter von Umsatzsteuern. Sie beschr&auml;nkt sich auf die Besteuerung des Aufwands f&uuml;r &Uuml;bernachtungen in Bremen oder Bremerhaven, die nicht beruflich veranlasst sind, und nimmt weitere &Uuml;bernachtungen (Minderj&auml;hrige, Obdachlose, zusammenh&auml;ngende &Uuml;bernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb ab der achten Nacht) von der Besteuerung aus. Das BremTourAbgG zielt somit nicht darauf ab, die Gesamtheit der wirtschaftlichen Vorg&auml;nge zu erfassen. Au&szlig;erdem wird die Steuer nicht im Rahmen eines Produktions- und Vertriebsprozesses erhoben, bei dem vorgesehen ist, dass auf jeder Stufe die auf den vorhergehenden Stufen dieses Prozesses bereits entrichteten Betr&auml;ge abgezogen werden k&ouml;nnen. Sie wird vielmehr nur auf einer Stufe erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.7.2015, II R 32\/14 Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des BremTourAbgG Leits&auml;tze Das Bremische Gesetz &uuml;ber die Erhebung einer Tourismusabgabe ist verfassungsgem&auml;&szlig;. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Bremen vom 16. April 2014&nbsp;&nbsp;2 K 85\/13 (1) wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. 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