{"id":65136,"date":"2015-11-06T17:06:34","date_gmt":"2015-11-06T15:06:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65136"},"modified":"2015-11-06T17:06:34","modified_gmt":"2015-11-06T15:06:34","slug":"ii-r-31-14-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-1572015-ii-r-33-14-verfassungsmaessigkeit-des-hmbkttg-zustellung-von-urteilen-verfahrensmangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-31-14-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-1572015-ii-r-33-14-verfassungsmaessigkeit-des-hmbkttg-zustellung-von-urteilen-verfahrensmangel\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;31\/14 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 15.7.2015 II R 33\/14 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des HmbKTTG &#8211; Zustellung von Urteilen &#8211; Verfahrensmangel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.7.2015, II R 31\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 15.7.2015 II R 33\/14 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des HmbKTTG &#8211; Zustellung von Urteilen &#8211; Verfahrensmangel<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 9. April 2014&nbsp;&nbsp;2 K 252\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) betreibt in Hamburg als Einzelunternehmerin ein Hotel. Sie meldete beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 12.&nbsp;April 2013 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 des am 1.&nbsp;Januar 2013 in Kraft getretenen Hamburgischen Kultur- und Tourismustaxengesetzes (HmbKTTG) vom 4.&nbsp;Dezember 2012 (Hamburgisches Gesetz- und Verordnungsblatt 2012, 503) die in diesem Gesetz vorgesehene Steuer in H&ouml;he von 280&nbsp;EUR f&uuml;r das erste Kalendervierteljahr 2013 an. Wie in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 HmbKTTG vorgeschrieben, erkl&auml;rte sie dabei die Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen, die Anzahl der steuerpflichtigen &Uuml;bernachtungen und die Anzahl der &Uuml;bernachtungen mit zwingender beruflicher oder betrieblicher Veranlassung, die nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HmbKTTG von der Steuer ausgenommen sind. Nicht der Steuer unterlagen auch die Beherbergungsleistungen, die vor Inkrafttreten des HmbKTTG vertraglich vereinbart worden waren und deshalb unter die &Uuml;bergangsregelung des &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG fallen. &Uuml;ber den Einspruch gegen die Steueranmeldungen hat das FA noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der am 31.&nbsp;Oktober 2013 erhobenen Klage beantragte die Kl&auml;gerin zuletzt u.a., die als Steuerfestsetzung geltende Steueranmeldung f&uuml;r das erste Kalendervierteljahr vom 12.&nbsp;April 2013 aufzuheben und festzustellen, dass sie nicht verpflichtet ist, die Daten der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 HmbKTTG aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen und Belege gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 HmbKTTG f&uuml;r einen Zeitraum von vier Jahren beginnend mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung aufzubewahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, die Klage gegen die angefochtene Steueranmeldung sei als Unt&auml;tigkeitsklage zul&auml;ssig, aber unbegr&uuml;ndet. Die Steueranmeldung sei weder einfachrechtlich noch aus verfassungs- oder unionsrechtlicher Sicht zu beanstanden. Leits&auml;tze zu dem Urteil sind in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 1233 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG stellte das Urteil den Beteiligten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;2 Halbsatz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu, obwohl die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rt hatte, sie halte diese Art der Bekanntgabe im Hinblick auf Art.&nbsp;6 der Europ&auml;ischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) f&uuml;r unzul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, die Zustellung der Vorentscheidung anstelle deren Verk&uuml;ndung stelle einen Verfahrensmangel i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;5 FGO dar. Nach Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EMRK h&auml;tte das Urteil &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet werden m&uuml;ssen. Das HmbKTTG sei in mehrfacher Hinsicht verfassungswidrig. Die Steuer sei der Umsatzsteuer gleichartig und versto&szlig;e daher gegen Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a des Grundgesetzes (GG). Sie konterkariere die vom Bundesgesetzgeber gewollte Entlastung der Betreiber von Beherbergungsbetrieben. Die Betreiber d&uuml;rften auch nicht als Steuerschuldner bestimmt und mit dem Nachweis der beruflichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung belastet werden. Die Abgabenlast sei f&uuml;r sie nicht vorhersehbar, weil die berufliche Veranlassung der &Uuml;bernachtung au&szlig;erhalb ihrer Informations- und Verantwortungssph&auml;re liege. Ein Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz sei gegeben, weil nur die Betreiber von Beherbergungsbetrieben, nicht aber die Betreiber anderer fremdenverkehrsrelevanter Einrichtungen und die Tagestouristen mit der Steuer belastet w&uuml;rden. Das HmbKTTG verletze aufgrund seiner belastenden Wirkung auch die Grundrechte aus Art.&nbsp;12 und 14 GG. Zudem versto&szlig;e das Gesetz gegen das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste, ihrer Arbeitgeber und der Betreiber der Beherbergungsbetriebe auf informationelle Selbstbestimmung. Dar&uuml;ber hinaus liege ein strukturelles Vollzugsdefizit vor. Die Bezeichnung der Steuer als &quot;Taxe&quot; widerspreche dem Gebot der Normenklarheit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die als Steuerfestsetzung geltende Steueranmeldung vom 12.&nbsp;April 2013 aufzuheben und festzustellen, dass sie nicht verpflichtet ist, die Daten der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 HmbKTTG aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen und Belege gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 HmbKTTG f&uuml;r einen Zeitraum von vier Jahren beginnend mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung aufzubewahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Vorentscheidung ist nicht wegen des ger&uuml;gten Verfahrensmangels aufzuheben. Nach &sect;&nbsp;104 Abs.&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 FGO ist statt der Verk&uuml;ndung die Zustellung des Urteils zul&auml;ssig. Eine Ausnahme hiervon f&uuml;r den Fall, dass ein Beteiligter damit nicht einverstanden ist, sieht die Vorschrift nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EMRK l&auml;sst sich nichts anderes entnehmen. Zwar muss nach dieser Vorschrift das Urteil &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet werden. Art.&nbsp;6 EMRK gilt aber nach dem Wortlaut seines Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 lediglich f&uuml;r Streitigkeiten in Bezug auf zivilrechtliche Anspr&uuml;che und Verpflichtungen sowie Strafverfahren, aufgrund des &ouml;ffentlich-rechtlichen Charakters der Besteuerung jedoch nicht f&uuml;r das finanzgerichtliche Verfahren (Entscheidungen des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;r Menschenrechte vom 12.&nbsp;Juli 2001&nbsp;&nbsp;44759\/98, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2002, 3453, und vom 13.&nbsp;Januar 2005&nbsp;&nbsp;62023\/00, Europ&auml;ische Grundrechte Zeitschrift 2005, 234; Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2013 VII&nbsp;B&nbsp;134\/12, BFH\/NV 2013, 1102, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;5 FGO betrifft dar&uuml;ber hinaus nur Urteile, die auf eine m&uuml;ndliche Verhandlung ergangen sind, bei der die Vorschriften &uuml;ber die &Ouml;ffentlichkeit des Verfahrens verletzt worden sind. Die Vorschrift stellt somit nur auf die m&uuml;ndliche Verhandlung ab, auf die hin das Urteil ergangen ist, befasst sich aber nicht mit der Verk&uuml;ndung oder sonstigen Bekanntgabe des Urteils (BFH-Beschluss vom 13.&nbsp;August 1998 VII&nbsp;R&nbsp;30\/98, BFH\/NV 1999, 208). Diese im Wortlaut der Vorschrift angelegte Einschr&auml;nkung der R&uuml;gebefugnis rechtfertigt sich dadurch, dass sich eine Verletzung des &Ouml;ffentlichkeitsgrundsatzes bei der Urteilsverk&uuml;ndung nicht auf die Entscheidungsfindung auswirken kann (Beschl&uuml;sse des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 19.&nbsp;August 1980&nbsp;&nbsp;6&nbsp;CB&nbsp;29.80, Die &ouml;ffentliche Verwaltung 1981, 969, und vom 23.&nbsp;November 1989&nbsp;&nbsp;6&nbsp;C 29.88, NJW 1990, 1249, jeweils zu &sect;&nbsp;138 Nr.&nbsp;5 der Verwaltungsgerichtsordnung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FG das angefochtene Urteil nicht &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet, sondern von der M&ouml;glichkeit der Urteilszustellung Gebrauch gemacht hat, kann somit nicht zur Aufhebung der Vorentscheidung wegen eines Verfahrensmangels f&uuml;hren (vgl. Beschl&uuml;sse des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs &#8211;BayVGH&#8211; vom 4.&nbsp;Mai 2011&nbsp;&nbsp;14&nbsp;ZB&nbsp;11.30142, B&uuml;rgerservice BAYERN-RECHT Online, und des Oberverwaltungsgerichts &#8211;OVG&#8211; L&uuml;neburg vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;4&nbsp;LA&nbsp;232\/14, www.justizportal.niedersachsen.de).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Hamburgischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;168 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) als Steuerfestsetzung unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung geltende Steueranmeldung vom 12.&nbsp;April 2013 ist rechtm&auml;&szlig;ig. Die Kl&auml;gerin muss die im Revisionsantrag genannten Pflichten erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Steueranmeldung entspricht nach der zutreffenden &uuml;bereinstimmenden Meinung der Beteiligten und des FG den Regelungen im HmbKTTG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Steuer unterliegt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 HmbKTTG der Aufwand f&uuml;r die entgeltliche &Uuml;bernachtung einer Person in der Freien und Hansestadt Hamburg in einem Beherbergungsbetrieb. Als &Uuml;bernachtung gilt bereits die entgeltliche Erlangung der Beherbergungsm&ouml;glichkeit unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen Inanspruchnahme. Der &Uuml;bernachtung steht die Nutzung der Beherbergungsm&ouml;glichkeit, ohne dass eine &Uuml;bernachtung erfolgt, gleich, sofern hierf&uuml;r ein gesonderter Aufwand betrieben wird. Ausgenommen von der Steuer sind &Uuml;bernachtungen, die f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zwingend erforderlich sind. Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes hat die zwingende Erforderlichkeit einer &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes durch geeignete Belege nachzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als Beherbergungsbetrieb gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG jeder Betrieb, bei dem T&auml;tigkeiten zur Bereitstellung von kurzzeitigen Beherbergungsm&ouml;glichkeiten ausge&uuml;bt werden. Nicht als &Uuml;bernachtung im Sinne des Gesetzes gilt das Unterkommen in Krankenh&auml;usern, Rehabilitationskliniken, Alten- und Pflegeheimen, Hospizen und vergleichbaren Einrichtungen, die dem Unterkommen von Personen in besonderen sozialen Situationen dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuer bemisst sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz 1 HmbKTTG nach dem f&uuml;r die &Uuml;bernachtung geschuldeten Entgelt ohne Umsatzsteuer (Nettoentgelt). Weitere Einzelheiten und Sonderf&auml;lle sind in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3, Abs.&nbsp;2 und 3 HmbKTTG geregelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die Steuer betr&auml;gt nach &sect;&nbsp;3 HmbKTTG je Gast und &Uuml;bernachtung bei einem Nettoentgelt von bis zu<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">25&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0,50&nbsp;EUR,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">50&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">100&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">150&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">200&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;EUR.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Je weitere angefangene 50&nbsp;EUR Nettoentgelt erh&ouml;ht sich die Steuer um jeweils 1&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuerschuldner ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 HmbKTTG der Betreiber oder die Betreiberin des Beherbergungsbetriebes. Hat der Gast hinsichtlich der zwingenden beruflichen oder betrieblichen Veranlassung seiner &Uuml;bernachtung falsche Belege vorgelegt oder falsche Angaben gemacht, haftet er nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 HmbKTTG f&uuml;r die entgangene Steuer. &sect;&nbsp;219 AO gilt in diesen F&auml;llen nicht (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 HmbKTTG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuer entsteht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 HmbKTTG mit der Beendigung der Beherbergungsleistung. Sie ist am 15.&nbsp;Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums f&auml;llig und an das Finanzamt abzuf&uuml;hren (&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG). Der Anmeldungszeitraum ist nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG das Kalendervierteljahr. Der Betreiber oder die Betreiberin des Beherbergungsbetriebes hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 HmbKTTG bis zum 15.&nbsp;Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums eine Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck unter Angabe der Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen, der Anzahl der steuerpflichtigen &Uuml;bernachtungen sowie der Anzahl der &Uuml;bernachtungen mit zwingender beruflicher oder betrieblicher Veranlassung bei der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde abzugeben, in der die abzuf&uuml;hrende Steuer selbst zu berechnen ist. Die Anmeldung im Sinne dieser Vorschrift ist nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 HmbKTTG eine Steueranmeldung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;150 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit diesen Vorschriften ist die angefochtene Steueranmeldung vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das HmbKTTG ist verfassungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Gesetzgebungskompetenz ergibt sich aus Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG. Danach haben die L&auml;nder die Befugnis zur Gesetzgebung &uuml;ber die &ouml;rtlichen Verbrauch- und Aufwandsteuern, solange und soweit sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig sind. Diese Anforderungen erf&uuml;llt die im HmbKTTG geregelte Steuer. Es handelt sich um eine Aufwandsteuer, die einer bundesgesetzlich geregelten Steuer nicht gleichartig ist und auch im &Uuml;brigen den Anforderungen des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aufwandsteuern zielen auf die in der Verm&ouml;gens- und Einkommensverwendung f&uuml;r den pers&ouml;nlichen Lebensbedarf zum Ausdruck kommende besondere wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen, welche aufgrund des Gebrauchs von G&uuml;tern, des Haltens eines Gegenstandes oder der Inanspruchnahme von Dienstleistungen vermutet wird. Belastet werden soll lediglich der &uuml;ber die Befriedigung der allgemeinen Lebensf&uuml;hrung hinausgehende Aufwand, der Teil des pers&ouml;nlichen Lebensbedarfs und der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung ist, und nur die in diesem Konsum zum Ausdruck kommende besondere Leistungsf&auml;higkeit. Wird ein Aufwand in diesem Sinne betrieben, kommt es nicht darauf an, von wem und mit welchen Mitteln der Konsum finanziert wird und welchen Zwecken er des N&auml;heren dient (BVerwG-Urteile vom 11.&nbsp;Juli 2012&nbsp;&nbsp;9&nbsp;CN&nbsp;1.11, BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;13, und 9&nbsp;CN&nbsp;2.11, Kommunaljurist &#8211;KommJur&#8211; 2012, 387, Rz&nbsp;13, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der privat veranlasste Aufwand f&uuml;r die entgeltliche &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb ist ein Aufwand, der nach Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a Satz&nbsp;1 GG einer Aufwandsteuer unterworfen werden kann, sofern sie nicht bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig ist. Er geht &uuml;ber die Befriedigung des Grundbed&uuml;rfnisses nach Wohnraum hinaus (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;15, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;15). Das Grundbed&uuml;rfnis Wohnen wird in der Regel durch die Nutzung eigenen oder gemieteten Wohnraums gedeckt. Die entgeltliche &Uuml;bernachtung tritt zu dieser Nutzung hinzu, die ihrerseits nicht aufgegeben wird bzw. nicht aufgegeben werden kann. Entrichtet ein Steuerpflichtiger Entgelt f&uuml;r eine aus privatem Interesse veranlasste &Uuml;bernachtung, ist dies Ausdruck der Gestaltung der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung, die Leistungsf&auml;higkeit indiziert. Sie ist deshalb der Einkommensverwendung zuzurechnen. Dass das &Uuml;bernachten in Hotels heutzutage eine Massenerscheinung ist, steht dem nicht entgegen. Denn f&uuml;r die Leistungsf&auml;higkeit ist lediglich ein &uuml;ber den Grundbedarf hinausgehender Konsum erforderlich. Dieser muss weder besonders kostspielig noch in irgendeiner Form luxuri&ouml;s sein. Eine entgeltliche &Uuml;bernachtung geh&ouml;rt &#8211;von den Sonderf&auml;llen des dauerhaften Wohnens im Hotel abgesehen&#8211; nicht zum Grundbedarf des Wohnens und indiziert deshalb Leistungsf&auml;higkeit. Nichts anderes gilt, wenn die &Uuml;bernachtung zwar im Zusammenhang mit der Berufsaus&uuml;bung erfolgt, sie jedoch nicht zwangsl&auml;ufige Folge der beruflichen Bet&auml;tigung ist, sondern Ausdruck privaten Interesses. In diesen F&auml;llen k&ouml;nnte das Einkommen auch ohne diesen speziellen Aufwand erzielt werden (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;15, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Davon zu unterscheiden ist ein Aufwand, der nicht der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung in diesem Sinne, sondern der Einkommenserzielung dient. Aufwandsteuern sollen die als mehr oder weniger aufw&auml;ndig angesehene Einkommensverwendung erfassen. In dieser Absicht des Gesetzgebers liegt das wesentliche Merkmal des Begriffs der Aufwandsteuer. Eine Aufwandsteuer kann nicht f&uuml;r Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen erhoben werden, die nicht der Einkommensverwendung (privatem Aufwand), sondern allein der Einkommenserzielung dienen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;14, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;14, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist die &Uuml;bernachtung in einem Beherbergungsbetrieb mit der Berufs- oder Gewerbeaus&uuml;bung oder einer freiberuflichen T&auml;tigkeit des Gastes zwangsl&auml;ufig verbunden, ist der Aufwand daf&uuml;r der Einkommenserzielung zuzuordnen und unterf&auml;llt somit nicht der Aufwandsteuer. Das ist etwa anzunehmen, wenn die Wohnung des Gastes in einer Entfernung vom Arbeitsort liegt, die eine t&auml;gliche R&uuml;ckkehr nicht zumutbar erscheinen l&auml;sst, oder wenn die Anwesenheit des Gastes an dem vom Wohnort verschiedenen Arbeitsort aus anderen Gr&uuml;nden f&uuml;r seine T&auml;tigkeit unabdingbar ist. Erforderlich, aber auch ausreichend ist, dass ohne die entgeltliche &Uuml;bernachtung die Berufsaus&uuml;bung, gewerbliche T&auml;tigkeit oder freiberufliche T&auml;tigkeit nicht ausge&uuml;bt und deshalb Einkommen nicht erwirtschaftet werden k&ouml;nnte (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;16, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wird der Aufwand f&uuml;r die &Uuml;bernachtung nur deswegen betrieben, weil er beruflich veranlasst worden ist, ist er nicht dem privaten Konsum, sondern der Einkommenserzielung zuzurechnen, auch wenn mit ihm nicht unmittelbar Einkommen erzielt wird (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;18, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;18). Die M&ouml;glichkeit, w&auml;hrend des Aufenthalts in einem Beherbergungsbetrieb neben den beruflichen und gesch&auml;ftlichen Aktivit&auml;ten und privaten Grundbed&uuml;rfnissen auch sonstigen privaten Interessen nachzugehen, also etwa kulturelle, sportliche, gastronomische oder sonstige Freizeitangebote zu nutzen, f&uuml;hrt nicht dazu, dass eine aus zwingenden beruflichen Gr&uuml;nden veranlasste entgeltliche &Uuml;bernachtung nicht ausschlie&szlig;lich der Einkommenserzielung zuzuordnen w&auml;re. Die blo&szlig;e objektive M&ouml;glichkeit eines privaten Konsums im Zusammenhang mit einem ausschlie&szlig;lich berufsbedingten Aufwand gen&uuml;gt nicht, um die Zuordnung des berufsbedingten Aufwandes zur Einkommenserzielung auszuschlie&szlig;en (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;19, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die im Begriff der Aufwandsteuer angelegte Abgrenzung der Einkommensverwendung zur Einkommenserzielung erfordert von Verfassungs wegen eine umfassende W&uuml;rdigung der Umst&auml;nde des Einzelfalls (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;14, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;14, je m.w.N.). Ob der Aufwand f&uuml;r die &Uuml;bernachtung der Einkommenserzielung dient, ist demgem&auml;&szlig; anhand der konkreten Fallumst&auml;nde zu beurteilen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;18, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Wird der Aufwand f&uuml;r privat veranlasste &Uuml;bernachtungen in Beherbergungsbetrieben einer Aufwandsteuer unterworfen, ist es mit Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a&nbsp;Satz&nbsp;1 GG vereinbar, dass nicht die &Uuml;bernachtungsg&auml;ste, sondern die Betreiber der Beherbergungsbetriebe als Steuerschuldner bestimmt werden. Die Heranziehung desjenigen, der den Aufwand betreibt, als Steuerschuldner ist nicht Wesensmerkmal einer Aufwandsteuer. So kann beispielsweise der Betreiber von Spielger&auml;ten oder Veranstalter eines anderen Vergn&uuml;gens als Steuerschuldner der Vergn&uuml;gungsteuer bestimmt werden. Materielle Verfassungsfragen spielen bei der Pr&uuml;fung der Kompetenzgrundlage des Landesgesetzgebers keine Rolle, da die Finanzverfassung auf Formenklarheit und Formenbindung angelegt und angewiesen ist (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 4.&nbsp;Februar 2009&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;8\/05, BVerfGE 123, 1, BStBl II 2009, 1035, unter C.I.2.a und b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Der Gleichartigkeitsbegriff des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG hat einen eigenst&auml;ndigen Inhalt, der mit Blick auf die besondere Funktion der Norm zu bestimmen ist, die den Gemeinden das Steuerfindungsrecht erhalten soll, aber gleichzeitig eine Steuer, die auf &ouml;rtlicher Ebene Bundessteuern gleichkommt, ausschlie&szlig;t. Insbesondere soll nicht eine Gemeindeumsatzsteuer oder &Auml;hnliches geschaffen werden d&uuml;rfen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;22 bis 25, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;22 bis 25, je m.w.N.). Das bedeutet, dass die Merkmale der jeweiligen Aufwandsteuer mit der in Betracht kommenden Bundessteuer zu vergleichen sind. Erf&uuml;llt sie von vornherein schon nicht die Kriterien des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs, wie er f&uuml;r die Abgrenzung der Gesetzgebungskompetenzen nach Art.&nbsp;72 Abs.&nbsp;1 GG verwendet wird, kann sie auch nicht gleichartig i.S. von Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG sein. Erf&uuml;llt sie dagegen die Kriterien des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs, bedarf es einer umfassenden Bewertung aller Merkmale der jeweiligen Steuer. Dabei ist das kommunale Steuerfindungsrecht in den Blick zu nehmen, das nicht derart beschnitten werden darf, dass Gemeinden neue Steuern nicht erheben k&ouml;nnten. Die Umsatzsteuer als eine bundesrechtlich geregelte gro&szlig;e Verbrauchsteuer w&uuml;rde jegliche auch noch so unbedeutende Besteuerung von G&uuml;tern und Dienstleistungen in Gemeinden von vornherein ausschlie&szlig;en, wenn eine solche konkrete auf die jeweilige Steuer bezogene Bewertung unterbliebe. Das schlie&szlig;t es aus, dass eine Gleichartigkeit schon dann anzunehmen ist, wenn nur einzelne Merkmale des herk&ouml;mmlichen Gleichartigkeitsbegriffs erf&uuml;llt sind, diese aber in der Gewichtung hinter die anderen nicht erf&uuml;llten Merkmale zur&uuml;cktreten (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;25, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;25, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine auf den Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen in Beherbergungsbetrieben erhobene Steuer bundesgesetzlich geregelten Steuern gleichartig ist, wobei nur die Umsatzsteuer in Betracht kommt, ist aufgrund einer Gesamtbewertung zu entscheiden (ebenso BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;26, zu der von der Stadt Trier erhobenen, als Steuer ausgestalteten Kultur- und Tourismusf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;26, zu der von der Stadt Bingen am Rhein erhobenen, ebenfalls als Steuer ausgestalteten Kulturf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Die im HmbKTTG geregelte Steuer erf&uuml;llt diese Anforderungen des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a&nbsp;Satz&nbsp;1 GG an eine Aufwandsteuer. Sie erfasst nur &Uuml;bernachtungen, die der pers&ouml;nlichen Lebensf&uuml;hrung zuzurechnen sind, nicht aber &Uuml;bernachtungen, die mit der Berufs- oder Gewerbeaus&uuml;bung oder einer freiberuflichen T&auml;tigkeit des Gastes zwangsl&auml;ufig verbunden und daher der Einkommenserzielung zuzuordnen sind (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HmbKTTG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die erforderliche Gesamtbewertung ergibt, dass die Steuer nicht i.S. des Art.&nbsp;105 Abs.&nbsp;2a GG der Umsatzsteuer gleichartig ist. Beide Steuern weisen zwar gewisse Gemeinsamkeiten auf, unterscheiden sich aber in den im Ergebnis ma&szlig;gebenden Merkmalen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemeinsam haben die Steuern, dass sie letztlich auf die Leistungsf&auml;higkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zugreifen, die sich in der Verwendung des Einkommens f&uuml;r die entgeltliche &Uuml;bernachtung zeigt, und im Kern an den entgeltlichen Leistungsaustausch ankn&uuml;pfen. Auch wirtschaftlich wirken sie sich im Anwendungsbereich des HmbKTTG in vergleichbarer Weise aus, da sie auf Abw&auml;lzbarkeit angelegt sind und deshalb im Regelfall in die Preiskalkulation des Beherbergungsunternehmens eingestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der entscheidende Unterschied zur Umsatzsteuer besteht aber darin, dass diese einen sehr weiten Anwendungsbereich hat (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211;) und nur bestimmte Ums&auml;tze steuerfrei sind (&sect;&sect;&nbsp;4&nbsp;ff. UStG), w&auml;hrend die im HmbKTTG geregelte Steuer einen sehr engen Anwendungsbereich hat, n&auml;mlich in Beherbergungsbetrieben in Hamburg erfolgende &Uuml;bernachtungen, die nicht i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HmbKTTG f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zwingend erforderlich sind. Bereits dies schlie&szlig;t die Annahme einer Gleichartigkeit der Steuern aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weitere Unterschiede zur Umsatzsteuer ergeben sich daraus, dass die im HmbKTTG geregelte Steuer erst ab einem Nettoentgelt von mehr als 10&nbsp;EUR anf&auml;llt, w&auml;hrend die Umsatzsteuer eine solche Beschr&auml;nkung nicht kennt, dass sie anders als die Umsatzsteuer (&sect;&nbsp;12 UStG) nicht mit einem bestimmten Prozentsatz von der Bemessungsgrundlage, sondern mit gestaffelten Betr&auml;gen erhoben wird und dass sie deutlich niedriger als die Umsatzsteuer ist, bei der der regelm&auml;&szlig;ige Steuersatz 19&nbsp;% und der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz 7&nbsp;% betr&auml;gt (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 und 2 UStG). Im Gegensatz zur Allphasen-Netto-Umsatzsteuer mit Vorsteuerabzug (&sect;&nbsp;15 UStG) handelt es sich bei der Steuer nach dem HmbKTTG dar&uuml;ber hinaus um eine lediglich einphasige Aufwandsteuer. Ferner sieht das HmbKTTG anders als &sect;&nbsp;19 UStG nicht vor, dass bei Kleinunternehmern die Steuer nicht erhoben wird. Wesentliche Unterschiede zwischen der Steuer nach dem HmbKTTG und der Umsatzsteuer gibt es auch bei der Erhebungstechnik. Anmeldungszeitraum f&uuml;r die Steuer nach dem HmbKTTG ist nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 dieses Gesetzes das Kalendervierteljahr. Bei der Umsatzsteuer wird demgegen&uuml;ber zwischen Voranmeldungen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1 UStG) und den eigentlichen Steuererkl&auml;rungen, die sich regelm&auml;&szlig;ig auf das Kalenderjahr beziehen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UStG), unterschieden. Voranmeldungszeitraum kann dabei das Kalendervierteljahr oder der Kalendermonat sein (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das HmbKTTG ist mit den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Es verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG, dass nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 HmbKTTG Steuerschuldner der Betreiber des Beherbergungsbetriebes und nicht der &Uuml;bernachtungsgast ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Eine am Gleichheitssatz ausgerichtete, gerechte Zuteilung der Steuerlast bei indirekten Aufwandsteuern erfordert, dass die Steuer jedenfalls im Ergebnis von demjenigen aufgebracht wird, der den von der Steuer erfassten Aufwand betreibt. Nur wenn sie dessen hierin zum Ausdruck kommende Leistungsf&auml;higkeit als den eigentlichen Gegenstand der Besteuerung zu erreichen vermag, kann die indirekte Erhebung der Steuer bei einem Dritten wie etwa dem Betreiber eines Beherbergungsbetriebes vor dem Grundsatz der gerechten Lastenverteilung Bestand haben. Hierf&uuml;r gen&uuml;gt die M&ouml;glichkeit einer kalkulatorischen &Uuml;berw&auml;lzung in dem Sinne, dass der Steuerpflichtige den von ihm gezahlten Betrag in die Kalkulation seiner Selbstkosten einsetzen und hiernach die zur Aufrechterhaltung der Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens geeigneten Ma&szlig;nahmen &#8211;Preiserh&ouml;hung, Umsatzsteigerung oder Senkung der sonstigen Kosten&#8211; treffen kann. Die rechtliche Gew&auml;hr, dass er den von ihm entrichteten Betrag immer von demjenigen erh&auml;lt, der nach der Konzeption des Gesetzgebers letztlich die Steuer tragen soll, muss dem Steuerschuldner nicht geboten werden. Es reicht aus, wenn die Steuer auf eine &Uuml;berw&auml;lzung der Steuerlast vom Steuerschuldner auf den Steuertr&auml;ger angelegt ist, auch wenn die &Uuml;berw&auml;lzung nicht in jedem Einzelfall gelingt (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 123, 1, BStBl II 2009, 1035, unter C.II.1.c; BVerwG-Beschluss vom 30.&nbsp;August 2013&nbsp;&nbsp;9&nbsp;BN&nbsp;2.13, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht &#8211; Rechtsprechungs-Report &#8211;NVwZ-RR&#8211; 2013, 1014, Rz&nbsp;6; die dagegen erhobene Verfassungsbeschwerde hat das BVerfG mit Beschluss vom 9.&nbsp;Februar 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2852\/13 nicht zur Entscheidung angenommen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diese verfassungsrechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r eine indirekte Aufwandsteuer sind bei der Steuer nach dem HmbKTTG erf&uuml;llt (ebenso Urteile des OVG f&uuml;r das Land Schleswig-Holstein vom 7.&nbsp;Februar 2013&nbsp;&nbsp;4&nbsp;KN&nbsp;1\/12, NVwZ-RR 2013, 816, zur &Uuml;bernachtungsteuer der Stadt L&uuml;beck, und vom 4.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;KN&nbsp;3\/13, Landesrechtsprechungsdatenbank Schleswig-Holstein, Rz&nbsp;36 bis 44, zu der als indirekte Aufwandsteuer ausgestalteten Beherbergungsabgabe der Stadt Flensburg; Urteile des OVG L&uuml;neburg vom 1.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;85\/13, www.justizportal.niedersachsen.de, Rz&nbsp;39, zu der als indirekte Aufwandsteuer ausgestalteten Kultur- und Tourismusf&ouml;rderabgabe der Stadt Goslar; vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;309\/13, NVwZ-RR 2015, 593, Rz&nbsp;35, zur &Uuml;bernachtungsteuer der Gemeinde Schulenberg, und vom 26.&nbsp;Januar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;KN&nbsp;59\/14, www.justizportal.niedersachsen.de, Rz&nbsp;77, zur Beherbergungsteuer der Stadt L&uuml;neburg). Die Betreiber der Beherbergungsbetriebe k&ouml;nnen die Steuer unmittelbar auf die &Uuml;bernachtungsg&auml;ste abw&auml;lzen, f&uuml;r deren &Uuml;bernachtungen die Steuer entsteht, indem sie unter Ber&uuml;cksichtigung der Anforderungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Preisangabenverordnung (vgl. Urteil des Oberlandesgerichts K&ouml;ln vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2014 I-6&nbsp;U&nbsp;172\/13, 6&nbsp;U&nbsp;172\/13, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2014, 932) einen um die Steuer erh&ouml;hten Preis berechnen. Sie k&ouml;nnen darauf aber auch verzichten und die Preise f&uuml;r alle &Uuml;bernachtungsg&auml;ste so kalkulieren, dass sie die entstehende Steuer aus den Einnahmen entrichten k&ouml;nnen (vgl. BVerwG-Beschluss in NVwZ-RR 2013, 1014, Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiervon abweichenden Auffassung des OVG f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&nbsp;14&nbsp;A&nbsp;316\/13, Deutsches Verwaltungsblatt 2014, 249), nach der der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nicht zum Steuerschuldner einer Beherbergungsabgabe als &ouml;rtliche Aufwandsteuer bestimmt werden darf, kommt f&uuml;r die Beurteilung des HmbKTTG keine Bedeutung zu. Sie beruht auf den Regelungen des Kommunalabgabengesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen und nicht auf verfassungsrechtlichen Vorgaben (BVerwG-Beschluss vom 20.&nbsp;August 2014&nbsp;&nbsp;9&nbsp;B&nbsp;8.14, Zeitschrift f&uuml;r Kommunalfinanzen 2014, 236).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verfassungsversto&szlig; ergibt sich in diesem Zusammenhang nicht daraus, dass die Steuer auch in F&auml;llen entstehen kann, in denen der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nach der Zielsetzung des Gesetzgebers nicht mit der Steuer belastet werden soll. Hat der Gast hinsichtlich der zwingenden beruflichen oder betrieblichen Veranlassung seiner &Uuml;bernachtung falsche Belege vorgelegt oder falsche Angaben gemacht, haftet er nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 HmbKTTG f&uuml;r die entgangene Steuer. &sect;&nbsp;219 AO gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 HmbKTTG in diesem Fall nicht. Der Gast darf also abweichend von &sect;&nbsp;219 Satz&nbsp;1 AO auf Zahlung der Steuer in Anspruch genommen werden, ohne dass es erforderlich ist, dass die Vollstreckung in das bewegliche Verm&ouml;gen des Steuerschuldners (Betreiber des Beherbergungsbetriebes) ohne Erfolg geblieben oder anzunehmen ist, dass die Vollstreckung aussichtslos sein w&uuml;rde. Dieser Regelung l&auml;sst sich entnehmen, dass in derartigen F&auml;llen vorrangig der Gast als Haftungsschuldner in Anspruch zu nehmen ist. Eine Nacherhebung der Steuer gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes ist nach dem Willen des Gesetzgebers in der Regel nicht ermessensgerecht, wenn der Gast willentlich falsche Angaben hinsichtlich der zwingenden beruflichen oder betrieblichen Veranlassung der &Uuml;bernachtung gemacht hat und dies f&uuml;r den Betreiber bei gebotener Sorgfalt nicht erkennbar war (Bericht des Haushaltsausschusses, B&uuml;rgerschafts-Drucks. 20\/5840, S.&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass es f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe wesentlich vorteilhafter w&auml;re, wenn sie nicht Steuerschuldner w&auml;ren, sondern die Steuer lediglich wie ein Arbeitgeber bei der Lohnsteuer (&sect;&sect;&nbsp;41a, 42d des Einkommensteuergesetzes) oder wie ein Versicherer bei der Versicherungsteuer (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;7 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;8 des Versicherungsteuergesetzes) anmelden und an das Finanzamt abf&uuml;hren m&uuml;ssten und f&uuml;r die Steuer haften w&uuml;rden, ist nicht erkennbar und wird von der Kl&auml;gerin auch nicht vorgetragen. An den Mitwirkungspflichten der Betreiber w&uuml;rde sich bei einer solchen Ausgestaltung der Steuer nichts &auml;ndern. Eine Regelung, nach der die Betreiber der Beherbergungsbetriebe weder Steuerschuldner noch Steuerentrichtungs- und Haftungsschuldner w&auml;ren, sondern das Finanzamt die Steuer gegen&uuml;ber den einzelnen &Uuml;bernachtungsg&auml;sten durch Bescheid festsetzen m&uuml;sste, w&auml;re nicht praktikabel und scheidet daher aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Die Verfassungswidrigkeit des HmbKTTG kann auch nicht auf den Gesichtspunkt gest&uuml;tzt werden, dass die Steuerlast f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe nicht hinreichend voraussehbar sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BVerfG ist es aus verfassungsrechtlicher Sicht erforderlich, aber auch ausreichend, dass der Steuerpflichtige die auf ihn entfallende Steuer in gewissem Umfang vorausberechnen kann (BVerfG-Beschluss vom 17.&nbsp;Juli 2003&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/99 u.a., BVerfGE 108, 186, unter C.II.3.b&nbsp;bb, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Anforderungen gen&uuml;gt das HmbKTTG. Aufgrund der in diesem Gesetz getroffenen Regelungen k&ouml;nnen die Betreiber der Beherbergungsbetriebe die Steuer im Wesentlichen vorausberechnen. Das Gesetz bestimmt den Gegenstand der Steuer hinreichend konkret und legt deren Bemessungsgrundlage und den Steuersatz fest. Die Betreiber m&uuml;ssen nach den getroffenen Regelungen die Steuer f&uuml;r alle &Uuml;bernachtungen anmelden, in denen sie die zwingende Erforderlichkeit einer &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes nicht durch geeignete Belege nachweisen k&ouml;nnen. Macht der Gast keine Angaben zum Zweck der &Uuml;bernachtung, muss der Betreiber des Beherbergungsbetriebes davon ausgehen, dass die &Uuml;bernachtung privat veranlasst ist und deshalb die Steuer anf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den BVerwG-Urteilen in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;20 und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;20 folgt entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin nichts anderes. Nach den Ausf&uuml;hrungen des BVerwG in diesen Urteilen kann nach der allgemeinen Lebenserfahrung nicht davon ausgegangen werden, dass entgeltliche &Uuml;bernachtungen typischerweise privat veranlasst und beruflich erforderliche &Uuml;bernachtungen nur vernachl&auml;ssigbare Einzelf&auml;lle sind. Mit der Frage, ob typischerweise anzunehmen ist, dass eine &Uuml;bernachtung privat veranlasst ist, wenn der Gast auf Befragen und in Kenntnis der steuerlichen Folgen keine Angaben zu einer zwingenden Erforderlichkeit der &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit macht, hatte sich das BVerwG nicht zu befassen. Diese Frage ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Voraussetzungen, unter denen die zwingende Erforderlichkeit einer &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes gegeben ist, hat das BVerwG bereits in den Urteilen in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;16, 18 und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;16, 18 Stellung genommen. Die Heranziehung dieser Urteile f&uuml;r die Abgrenzung der steuerpflichtigen von den steuerfreien &Uuml;bernachtungen in Hamburg entspricht dem Willen des Gesetzgebers (Bericht des Haushaltsausschusses, B&uuml;rgerschafts-Drucks. 20\/5840, S.&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit einer Steuerbelastung in F&auml;llen, in denen sich die Erforderlichkeit zwar aus den vom &Uuml;bernachtungsgast vorgelegten Belegen ergibt, die Belege aber in tats&auml;chlicher Hinsicht unrichtig sind, m&uuml;ssen die Betreiber der Beherbergungsbetriebe im Regelfall nicht rechnen, wenn die Unrichtigkeit f&uuml;r sie bei gebotener Sorgfalt nicht erkennbar war. Dabei handelt es sich um F&auml;lle, die im Vergleich zur Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen nicht von einer solch hohen Bedeutung sind, dass angenommen werden m&uuml;sste, die Betreiber k&ouml;nnten die Steuerbelastung nicht in gewissem Umfang vorausberechnen. Abgrenzungsschwierigkeiten im Einzelfall gibt es bei jedem Steuergesetz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vorhersehbarkeit der Steuerbelastung steht auch nicht entgegen, dass sich dem HmbKTTG nicht entnehmen l&auml;sst, ob die Besteuerung auf eine bestimmte Dauer des Aufenthalts beschr&auml;nkt ist. Wie sich aus der Gesetzesbegr&uuml;ndung (Bericht des Haushaltsausschusses, B&uuml;rgerschafts-Drucks. 20\/5840, S.&nbsp;10) ergibt, werden von der Steuer nur Beherbergungsleistungen erfasst, die einen kurzzeitigen Aufenthalt bezwecken. Nicht kurzfristig ist nach dem in der Gesetzesbegr&uuml;ndung in Bezug genommenen Melderecht ein Aufenthalt von mindestens zwei Monaten. Durch diese Auslegung des HmbKTTG will der Gesetzgeber ausdr&uuml;cklich eine Doppelbesteuerung einerseits mit der Steuer nach diesem Gesetz und andererseits nach dem Hamburgischen Zweitwohnungsteuergesetz vermeiden. Von dieser Auslegung des HmbKTTG k&ouml;nnen auch die Betreiber der Beherbergungsbetriebe ausgehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Versto&szlig; gegen den allgemeinen Gleichheitssatz (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG) ist auch nicht unter dem Gesichtspunkt eines strukturellen Vollzugsdefizits gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Gleichheitsrechtlicher Ausgangspunkt im Steuerrecht ist der Grundsatz der Lastengleichheit. Die Steuerpflichtigen m&uuml;ssen dem Grundsatz nach durch ein Steuergesetz rechtlich und tats&auml;chlich gleichm&auml;&szlig;ig belastet werden (BVerfG-Entscheidungen vom 17.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;21\/12, BStBl II 2015, 50, Rz&nbsp;123, und vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2880\/11, BStBl II 2015, 622, Rz&nbsp;40, je m.w.N.). Wird die Gleichheit im Belastungserfolg durch die rechtliche Gestaltung des Erhebungsverfahrens prinzipiell verfehlt, kann dies die Verfassungswidrigkeit der gesetzlichen Besteuerungsgrundlage nach sich ziehen (BVerfG-Urteil vom 9.&nbsp;M&auml;rz 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/02, BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Gebot tats&auml;chlich gleicher Steuerbelastung durch gleichen Gesetzesvollzug begr&uuml;ndet eine in den Verantwortungsbereich des Gesetzgebers fallende strukturell gegenl&auml;ufige Erhebungsregel im Zusammenwirken mit der zu vollziehenden materiellen Steuernorm deren Verfassungswidrigkeit. Strukturell gegenl&auml;ufig wirken sich Erhebungsregelungen gegen&uuml;ber einem Besteuerungstatbestand aus, wenn sie dazu f&uuml;hren, dass der Besteuerungsanspruch weitgehend nicht durchgesetzt werden kann. Die Frage, ob der Gesetzgeber von ihm erstrebte Ziele &#8211;im Steuerrecht die Erzielung von Einnahmen, ggf. auch Lenkung&#8211; faktisch erreicht, ist rechtsstaatlich allein noch nicht entscheidend. Vollzugsm&auml;ngel, wie sie immer wieder vorkommen k&ouml;nnen und sich tats&auml;chlich ereignen, f&uuml;hren allein noch nicht zur Verfassungswidrigkeit der materiellen Steuernorm. Zur Gleichheitswidrigkeit f&uuml;hrt nicht ohne weiteres die empirische Ineffizienz von Rechtsnormen, wohl aber das normative Defizit des widerspr&uuml;chlich auf Ineffektivit&auml;t angelegten Rechts. Verfassungsrechtlich verboten ist der Widerspruch zwischen dem normativen Befehl der materiell pflichtbegr&uuml;ndenden Steuernorm und der nicht auf Durchsetzung dieses Befehls angelegten Erhebungsregel (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist verpflichtet, zur Vermeidung der Verfassungswidrigkeit des materiellen Steuergesetzes dieses in ein normatives Umfeld einzubetten, das die tats&auml;chliche Lastengleichheit der Steuerpflichtigen gew&auml;hrleistet &#8211;&nbsp;mit dem Instrument des Quellenabzugs oder im Veranlagungsverfahren mit der Erg&auml;nzung des Deklarationsprinzips durch das Verifikationsprinzip (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.1., m.w.N.). Dabei ist auch der allgemeine Grundsatz zu beachten, wonach Zweifel an der Vollst&auml;ndigkeit und Richtigkeit des Mitwirkungsbeitrags der Steuerpflichtigen durch hinreichende (&quot;greifbare&quot;) Anhaltspunkte begr&uuml;ndet sein m&uuml;ssen. Dieser Grundsatz der Beschr&auml;nkung der Sachverhaltsermittlung im Steuerrecht erf&uuml;llt nicht nur wichtige Schutz- und Sicherungsfunktionen zugunsten der Steuerpflichtigen, sondern entspricht auch einer realit&auml;tsgerechten Ausgestaltung des Besteuerungsverfahrens als Massenverfahren, das durch sachgerechte Konzentration beh&ouml;rdlicher Ermittlungsma&szlig;nahmen praktikabel bleiben muss. Der Gesetzgeber darf daher im Hinblick auf die Verwirklichung des Steueranspruchs die Grenzen der dem Staat verf&uuml;gbaren personellen und finanziellen Mittel ber&uuml;cksichtigen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.2.b, m.w.N.). Unzul&auml;ngliche Erkl&auml;rungen der Steuerpflichtigen m&uuml;ssen allerdings mit einem angemessenen Entdeckungsrisiko verbunden sein (BVerfG-Urteil in BVerfGE 110, 94, BStBl II 2005, 56, unter C.II.2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Diesen Anforderungen entspricht das HmbKTTG. Es enth&auml;lt keine Erhebungsregelungen, die der Durchsetzung des Steueranspruchs entgegenstehen, sieht hinreichende &Uuml;berpr&uuml;fungsm&ouml;glichkeiten vor und gew&auml;hrleistet ein angemessenes Entdeckungsrisiko bei unzutreffenden Angaben zum Vorliegen der Voraussetzungen, unter denen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 des Gesetzes &Uuml;bernachtungen von der Steuer ausgenommen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;5 des Gesetzes hat der Betreiber des Beherbergungsbetriebes die zwingende Erforderlichkeit einer &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes durch geeignete Belege nachzuweisen. Daf&uuml;r stehen insbesondere die amtlichen Formulare f&uuml;r die Best&auml;tigung f&uuml;r eigenberufliche T&auml;tigkeiten und f&uuml;r beruflich bedingte Weiterbildungen, Fortbildungen und Fachmessen sowie f&uuml;r die Arbeitgeberbest&auml;tigung zur Verf&uuml;gung, die es auch in englischer Sprache gibt (www.hamburg.de\/steuern).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes hat zudem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 HmbKTTG den Namen und die Dauer des Aufenthalts aller &Uuml;bernachtungsg&auml;ste in geeigneter Form aufzuzeichnen. Minderj&auml;hrige Kinder in Begleitung eines Elternteils oder beider Elternteile sind nach &sect;&nbsp;7 Satz 2 HmbKTTG nur der Zahl nach anzugeben. Diese Aufzeichnungen und die Belege zum Nachweis der zwingenden Erforderlichkeit einer &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HmbKTTG sind nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 HmbKTTG f&uuml;r einen Zeitraum von vier Jahren beginnend mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung aufzubewahren. Dar&uuml;ber hinaus hat der Gast gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG auf Aufforderung der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde Ausk&uuml;nfte zum zwingenden beruflichen oder betrieblichen Hintergrund einer &Uuml;bernachtung zu erteilen. Auch von Dritten, insbesondere den Arbeitgebern der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste, kann das FA nach &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Hamburgischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;1 bis 6 AO Ausk&uuml;nfte einholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Betreiber des Beherbergungsbetriebes hat nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 HmbKTTG bis zum 15.&nbsp;Tag nach Ablauf des Anmeldungszeitraums eine Steueranmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck unter Angabe der Gesamtzahl der &Uuml;bernachtungen, der Anzahl der steuerpflichtigen &Uuml;bernachtungen sowie der Anzahl der &Uuml;bernachtungen mit zwingender beruflicher oder betrieblicher Veranlassung bei der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde abzugeben, in der die abzuf&uuml;hrende Steuer selbst zu berechnen ist. Die differenzierten Angaben zu den &Uuml;bernachtungen erm&ouml;glichen sowohl einen Vergleich mit den f&uuml;r mehrere Anmeldungszeitr&auml;ume f&uuml;r den jeweiligen Beherbergungsbetrieb gemachten Angaben als auch einen Vergleich mit den Angaben anderer Beherbergungsbetriebe und kann bei deutlichen Abweichungen Anlass zu Nachfragen und ggf. weiteren Sachverhaltsermittlungen geben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sicherstellung einer gleichm&auml;&szlig;igen und vollst&auml;ndigen Festsetzung und Erhebung der Steuer dient auch die in &sect;&nbsp;8 HmbKTTG vorgesehene Steuernachschau, die ohne vorherige Ank&uuml;ndigung und au&szlig;erhalb einer Au&szlig;enpr&uuml;fung nach &sect;&nbsp;193 AO zul&auml;ssig ist. Die Bediensteten der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde sind nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbKTTG im Rahmen der Steuernachschau berechtigt, Grundst&uuml;cke und R&auml;ume von Personen, die Betreiber eines Beherbergungsbetriebes sind, w&auml;hrend der Gesch&auml;fts- und Arbeitszeiten zu betreten, um Sachverhalte festzustellen, die f&uuml;r die Besteuerung erheblich sein k&ouml;nnen. Die von der Nachschau betroffenen Personen haben nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG auf Verlangen den mit der Nachschau betrauten Amtstr&auml;gern oder Amtstr&auml;gerinnen Aufzeichnungen, B&uuml;cher, Gesch&auml;ftspapiere und andere Unterlagen vorzulegen und Ausk&uuml;nfte zu erteilen, damit die steuerlichen Feststellungen erm&ouml;glicht werden. Die Zul&auml;ssigkeit der Auswertung der bei der Steuernachschau festgestellten Verh&auml;ltnisse ist in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 HmbKTTG geregelt. Nach den vom FG getroffenen Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) finden solche Nachschauen auch tats&auml;chlich statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wer vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig entgegen &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 HmbKTTG Aufzeichnungen nicht, nicht richtig oder nicht vollst&auml;ndig erstellt oder Unterlagen nach &sect;&nbsp;7 Satz 3 HmbKTTG nicht aufbewahrt, handelt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 und 4 HmbKTTG ordnungswidrig. Ordnungswidrig handelt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 HmbKTTG auch, wer vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig Belege i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz 4 HmbKTTG ausstellt, die in tats&auml;chlicher Hinsicht unrichtig sind. Die Ordnungswidrigkeiten k&ouml;nnen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG mit einer Geldbu&szlig;e geahndet werden. Die Bu&szlig;geldvorschrift des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 HmbKTTG betrifft insbesondere die &Uuml;bernachtungsg&auml;ste selbst, aber auch deren Arbeitgeber, wenn sie in tats&auml;chlicher Hinsicht unrichtige Belege &uuml;ber die zwingende Erforderlichkeit der &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes ausstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gast haftet dar&uuml;ber hinaus nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 HmbKTTG f&uuml;r die entgangene Steuer, wenn er hinsichtlich der zwingenden beruflichen oder betrieblichen Veranlassung seiner &Uuml;bernachtung falsche Belege vorgelegt oder falsche Angaben gemacht hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Durchsetzung des Steueranspruchs dienen schlie&szlig;lich auch die in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 HmbKTTG geregelten Auskunfts- und Mitwirkungspflichten der Hotel- und Zimmervermittlungsagenturen sowie Dienstleistungsunternehmen &auml;hnlicher Art.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese vielf&auml;ltigen Regelungen sind dazu bestimmt und geeignet, den Steueranspruch auf verfassungsrechtlich hinreichende Weise tats&auml;chlich durchzusetzen. Weitere Regelungen sind insbesondere im Hinblick auf die geringen Steuerbetr&auml;ge, die je &Uuml;bernachtung anfallen, nicht erforderlich. Eine vollst&auml;ndige Erfassung aller steuerpflichtigen &Uuml;bernachtungen kann zwar nicht gew&auml;hrleistet werden, ist aber auch nicht Voraussetzung f&uuml;r die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Steuer. Vielmehr ist die Begrenztheit der dem Staat verf&uuml;gbaren personellen und finanziellen Mittel zu ber&uuml;cksichtigen. F&uuml;r die Steuer nach dem HmbKTTG gilt insoweit nichts anderes wie f&uuml;r andere Steuern, bei denen vielfach die tats&auml;chliche Durchsetzung des Steueranspruchs ebenfalls von Erkl&auml;rungen der Steuerpflichtigen abh&auml;ngt, deren Richtigkeit vielfach nicht im Einzelnen &uuml;berpr&uuml;ft werden kann oder wegen der gro&szlig;en Anzahl der Steuerf&auml;lle nicht &uuml;berpr&uuml;ft wird, ohne dass dies zur Verfassungswidrigkeit des jeweiligen Steuergesetzes f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das HmbKTTG verst&ouml;&szlig;t auch nicht deshalb gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, weil es nur den Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb, nicht aber auch sonstigen Aufwand von Touristen der Steuer unterwirft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BVerfG (Entscheidungen vom 22.&nbsp;Juni 1995&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;37\/91, BVerfGE 93, 121, BStBl II 1995, 655, unter C.II.1.d; vom 4.&nbsp;Dezember 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;400\/98 und 1735\/00, BVerfGE 107, 27, BStBl II 2003, 534, unter C.I.1.b; vom 7.&nbsp;November 2006&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;10\/02, BVerfGE 117, 1, BStBl II 2007, 192, unter C.I.2.; in BStBl II 2015, 50, Rz&nbsp;123, und vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2880\/11, BStBl II 2015, 622, Rz&nbsp;40) bei der Auswahl des Steuergegenstandes einen weitreichenden Entscheidungsspielraum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Entscheidungsspielraum hat der Gesetzgeber nicht dadurch &uuml;berschritten, dass er als Steuergegenstand lediglich den Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb in Hamburg, nicht aber auch sonstigen Aufwand von Touristen bestimmt hat. Es ist nicht erkennbar, welcher sonstige Aufwand in den wesentlichen Punkten mit dem Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen derart &uuml;bereinstimmt, dass er von Verfassungs wegen in die Besteuerung zwingend h&auml;tte einbezogen werden m&uuml;ssen. Auch die Kl&auml;gerin hat insoweit keine konkreten Angaben gemacht. Sie beschr&auml;nkt sich vielmehr auf pauschale Ausf&uuml;hrungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das HmbKTTG ist auch nicht wegen eines Versto&szlig;es gegen das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und von deren Arbeitgebern sowie der Betreiber der Beherbergungsbetriebe auf informationelle Selbstbestimmung verfassungswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das auf dem allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 GG beruhende Recht auf informationelle Selbstbestimmung tr&auml;gt Gef&auml;hrdungen und Verletzungen der Pers&ouml;nlichkeit Rechnung, die sich f&uuml;r den Einzelnen, insbesondere unter den Bedingungen moderner Datenverarbeitung, aus informationsbezogenen Ma&szlig;nahmen ergeben (BVerfG-Entscheidungen vom 13.&nbsp;Juni 2007&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1550\/03&nbsp;u.a., BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2074\/05&nbsp;u.a., BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.). Dieses Recht flankiert und erweitert den grundrechtlichen Schutz von Verhaltensfreiheit und Privatheit; es l&auml;sst ihn schon auf der Stufe der Pers&ouml;nlichkeitsgef&auml;hrdung beginnen (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Schutzumfang des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung beschr&auml;nkt sich nicht auf Informationen, die bereits ihrer Art nach sensibel sind und schon deshalb grundrechtlich gesch&uuml;tzt werden. Auch der Umgang mit personenbezogenen Daten, die f&uuml;r sich genommen nur geringen Informationsgehalt haben, kann, je nach seinem Ziel und den bestehenden Verarbeitungs- und Verkn&uuml;pfungsm&ouml;glichkeiten, grundrechtserhebliche Auswirkungen auf die Privatheit und Verhaltensfreiheit des Betroffenen haben. Insofern gibt es unter den Bedingungen der elektronischen Datenverarbeitung kein schlechthin, also ungeachtet des Verwendungskontextes, belangloses personenbezogenes Datum mehr (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, und in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch entf&auml;llt der grundrechtliche Schutz nicht schon deshalb, weil die betroffene Information &ouml;ffentlich zug&auml;nglich ist. Auch wenn der Einzelne sich in die &Ouml;ffentlichkeit begibt, sch&uuml;tzt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dessen Interesse, dass die damit verbundenen personenbezogenen Informationen nicht im Zuge automatisierter Informationserhebung zur Speicherung mit der M&ouml;glichkeit der Weiterverwertung erfasst werden (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.I.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist allerdings nicht schrankenlos gew&auml;hrleistet. Der Einzelne hat nicht ein Recht im Sinne einer absoluten, uneingeschr&auml;nkten Herrschaft &uuml;ber &quot;seine&quot; Daten; er ist vielmehr eine sich innerhalb der sozialen Gemeinschaft entfaltende, auf Kommunikation angewiesene Pers&ouml;nlichkeit. Information, auch soweit sie personenbezogen ist, stellt ein Abbild sozialer Realit&auml;t dar, das nicht ausschlie&szlig;lich dem Betroffenen allein zugeordnet werden kann (BVerfG-Urteil vom 15.&nbsp;Dezember 1983&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;209\/83&nbsp;u.a., BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b). Das GG hat die Spannung zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft im Sinne der Gemeinschaftsbezogenheit und Gemeinschaftsgebundenheit der Person entschieden, ohne dabei deren Eigenwert anzutasten (BVerfG-Entscheidungen in BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b, m.w.N.; vom 5.&nbsp;Februar 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2029\/01, BVerfGE 109, 133, unter C.I.2.a, und vom 8.&nbsp;November 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;578\/02&nbsp;u.a., BVerfGE 117, 71, unter C.I.1.). Der Einzelne muss daher grunds&auml;tzlich Einschr&auml;nkungen seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung im &uuml;berwiegenden Allgemeininteresse hinnehmen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 65, 1, unter C.II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Solche Einschr&auml;nkungen m&uuml;ssen auf einer verfassungsm&auml;&szlig;igen gesetzlichen Grundlage beruhen. Die verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Erm&auml;chtigungsgrundlage betreffen zum einen die gebotene Normenbestimmtheit und Normenklarheit und zum anderen den Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit. Sie richten sich nach der Art und Intensit&auml;t des Grundrechtseingriffs. Das Gewicht des Eingriffs wird insbesondere von der Art der erfassten Informationen, dem Anlass und den Umst&auml;nden ihrer Erhebung, dem betroffenen Personenkreis und der Art der m&ouml;glichen Verwertung der Daten beeinflusst (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.II.1.). Von ma&szlig;gebender Bedeutung f&uuml;r das Gewicht des Grundrechtseingriffs ist dabei, welche Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz die Informationen aufweisen, die von der informationsbezogenen Ma&szlig;nahme erfasst werden. Mit in den Blick zu nehmen ist auch die Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz der Informationen, die durch eine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung der erfassten Informationen gewonnen werden sollen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 120, 378, unter C.II.1.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine informationsbezogene Ma&szlig;nahme kann sich bereits deshalb als schwerwiegend darstellen, weil die erhobenen Informationen f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeit des Betroffenen hohe Relevanz haben oder weil sie auf eine Weise erlangt werden sollen, die die Pers&ouml;nlichkeit erheblich ber&uuml;hrt, oder weil M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung dieser Informationen und zur Nutzung zu einer Vielzahl von Zwecken bestehen. Demgegen&uuml;ber wiegt ein Eingriff geringer, wenn eine gesetzliche Erm&auml;chtigung lediglich die Nutzung bestimmter, im Gesetz ausdr&uuml;cklich aufgez&auml;hlter Informationen, die f&uuml;r sich genommen keine gesteigerte Pers&ouml;nlichkeitsrelevanz aufweisen, zu einem n&auml;her bestimmten Zweck zul&auml;sst (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.3.d&nbsp;cc&nbsp;(1), m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diesen verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht das HmbKTTG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das HmbKTTG schr&auml;nkt das Recht der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und von deren Arbeitgebern auf informationelle Selbstbestimmung nur in dem Umfang ein, in dem es im &uuml;berwiegenden Allgemeininteresse geboten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wer in Einrichtungen, die der gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igen Aufnahme von fremden Personen dienen (Beherbergungsst&auml;tten), f&uuml;r nicht l&auml;nger als zwei Monate als Gast aufgenommen wird, hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 Satz 1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz 1 Halbsatz 1 des Hamburgischen Meldegesetzes (HmbMG) unabh&auml;ngig vom HmbKTTG am Tage der Ankunft einen besonderen Meldeschein handschriftlich auszuf&uuml;llen und zu unterschreiben, soweit es sich nicht um eine Einrichtung i.S. des &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;4 HmbMG handelt. Die Meldescheine m&uuml;ssen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 HmbMG Angaben enthalten &uuml;ber den Tag der Ankunft und den der voraussichtlichen Abreise, den Familiennamen, den gebr&auml;uchlichen Vornamen (Rufnamen), den Tag der Geburt, die Wohnung und das Herkunftsland. Der Leiter der Beherbergungsst&auml;tte oder sein Beauftragter hat nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbMG besondere Meldescheine bereitzuhalten und darauf hinzuwirken, dass der Gast seine Verpflichtung aus &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;2 HmbMG erf&uuml;llt. Er hat ferner nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 HmbMG bei ausl&auml;ndischen G&auml;sten die im Meldeschein gemachten Angaben mit denen des Identit&auml;tsdokuments zu vergleichen, das der ausl&auml;ndische Gast gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;2 HmbMG vorzulegen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage des HmbKTTG kommt als zus&auml;tzliche Information lediglich der Nachweis der zwingenden Erforderlichkeit der &Uuml;bernachtung f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes hinzu, wenn diese geltend gemacht wird. Dabei handelt es sich um eine Information, die f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeit des Betroffenen oder von dessen Arbeitgeber keine besonders hohe Relevanz hat und bei der keine weitergehende Verarbeitung und Verkn&uuml;pfung mit anderen Informationen und auch keine Nutzung zu einer Vielzahl von Zwecken vorgeschrieben ist. Aufzeichnen muss der Betreiber des Beherbergungsbetriebes nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 HmbKTTG lediglich die Namen und die Dauer des Aufenthalts aller &Uuml;bernachtungsg&auml;ste, nicht aber weitere Angaben wie etwa die Anschrift, den Beruf oder den Arbeitgeber der G&auml;ste. Die Aufzeichnung hat &quot;in geeigneter Form&quot; zu erfolgen. Eine Aufzeichnung in elektronischer Form, die wegen der bei elektronischer Datenverarbeitung gegebenen besonderen Verarbeitungs- und Verkn&uuml;pfungsm&ouml;glichkeiten im Hinblick auf das Recht auf informationelle Selbstbestimmung von besonderer Relevanz w&auml;re (vgl. z.B. BVerfG-Beschluss in BVerfGE 118, 168, BStBl II 2007, 896, unter C.I.1.a, m.w.N.), ist nicht vorgeschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine n&auml;here Erl&auml;uterung der beruflichen oder betrieblichen T&auml;tigkeit und der zwingenden Erforderlichkeit der &Uuml;bernachtung f&uuml;r diese T&auml;tigkeit gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes schreibt das HmbKTTG nicht vor. Davon gehen auch die amtlichen Formulare f&uuml;r die Best&auml;tigung f&uuml;r eigenberufliche T&auml;tigkeiten und f&uuml;r beruflich bedingte Weiterbildungen, Fortbildungen und Fachmessen sowie f&uuml;r die Arbeitgeberbest&auml;tigung (www.hamburg.de\/steuern) aus. In diesen Formularen wird insoweit keine Erl&auml;uterung gefordert. Der Arbeitgeber braucht in seiner Best&auml;tigung nur seinen Namen und seine Anschrift, den Namen des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin und die Dauer des Aufenthalts in Hamburg anzugeben und zu best&auml;tigen, dass der Aufenthalt beruflich oder betrieblich zwingend erforderlich ist. In der Eigenbest&auml;tigung muss der Gast lediglich seinen Namen und Vornamen, das Geburtsdatum, die Gesch&auml;ftsanschrift, die Art seiner T&auml;tigkeit, die Aufenthaltsdauer in Hamburg und soweit vorhanden die Umsatzsteueridentifikationsnummer angeben und best&auml;tigen, dass die &Uuml;bernachtung in Hamburg beruflich oder betrieblich zwingend erforderlich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Arbeitgeberbest&auml;tigung ist dar&uuml;ber hinaus entbehrlich, wenn die Rechnung auf den Arbeitgeber ausgestellt und unmittelbar durch diesen bezahlt wird oder wenn die Buchung unmittelbar durch den Arbeitgeber erfolgt (Bericht des Haushaltsausschusses, B&uuml;rgerschafts-Drucks. 20\/5840, S.&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weitere Erl&auml;uterungen kann lediglich das Finanzamt aufgrund des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 HmbKTTG vom Gast fordern. Insoweit ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung durch das Steuergeheimnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Hamburgischen Abgabengesetzes i.V.m. &sect;&nbsp;30 AO gesch&uuml;tzt, dessen Beachtung durch die Strafvorschrift des &sect;&nbsp;355 des Strafgesetzbuchs sowie die Vorschriften des Disziplinarrechts gesichert wird. Dem Steuergeheimnis unterliegen auch die bei einer Steuernachschau nach &sect;&nbsp;8 HmbKTTG erlangten Kenntnisse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon abgesehen zwingt das HmbKTTG den Gast nicht dazu, die berufliche oder betriebliche Veranlassung der &Uuml;bernachtung gegen&uuml;ber dem Betreiber des Beherbergungsbetriebes offenzulegen. Er braucht vielmehr keine Angaben zum Zweck der &Uuml;bernachtung zu machen. Dies ist wegen der im Vergleich zum &Uuml;bernachtungspreis niedrigen H&ouml;he der dann anfallenden Steuer ein nur geringf&uuml;giger Nachteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in &sect;&nbsp;7 HmbKTTG getroffenen Regelungen &uuml;ber die Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten sind Rechtsvorschriften i.S. des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG), die die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten erlauben oder anordnen. Das BDSG gilt nach seinem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 auch f&uuml;r nicht-&ouml;ffentliche Stellen, soweit sie die Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen verarbeiten, nutzen oder daf&uuml;r erheben oder die Daten in oder aus nicht automatisierten Dateien verarbeiten, nutzen oder daf&uuml;r erheben, es sei denn, die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung der Daten erfolgt ausschlie&szlig;lich f&uuml;r pers&ouml;nliche oder famili&auml;re T&auml;tigkeiten. Zu den nicht-&ouml;ffentlichen Stellen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 BDSG) geh&ouml;ren regelm&auml;&szlig;ig die Betreiber von Beherbergungsbetrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BDSG sch&uuml;tzt die von den Betreibern der Beherbergungsbetriebe f&uuml;r Zwecke des HmbKTTG erhobenen Daten der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste und ggf. von deren Arbeitgebern in mehrfacher Hinsicht gegen eine unbefugte Verarbeitung (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 BDSG) oder Nutzung (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;5 BDSG) au&szlig;erhalb des Besteuerungsverfahrens. Unter Verarbeitung ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 BDSG auch die Daten&uuml;bermittlung an Dritte zu verstehen. Nach &sect;&nbsp;5 Satz&nbsp;1 BDSG ist es den bei der Datenverarbeitung besch&auml;ftigten Personen untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen (Datengeheimnis). Diese Personen sind, soweit sie bei nicht-&ouml;ffentlichen Stellen besch&auml;ftigt werden, bei der Aufnahme ihrer T&auml;tigkeit auf das Datengeheimnis zu verpflichten (&sect;&nbsp;5 Satz&nbsp;2 BDSG). Einen weiteren Schutz bietet &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BDSG. Danach handelt ordnungswidrig, wer vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig unbefugt personenbezogene Daten, die nicht allgemein zug&auml;nglich sind, erhebt oder verarbeitet. Geschieht dies vors&auml;tzlich gegen Entgelt oder in der Absicht, sich oder einen anderen zu bereichern oder einen anderen zu sch&auml;digen, handelt es sich nach &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 BDSG um eine Straftat. Au&szlig;erdem kann sich aus &sect;&nbsp;7 BDSG ein Schadensersatzanspruch ergeben. Setzt der Betreiber des Beherbergungsbetriebes bei der Datenverarbeitung, zu der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 und Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BDSG auch die Speicherung z&auml;hlt, eine Datenverarbeitungsanlage (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BDSG) ein, finden nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 BDSG auch die Vorschriften des Dritten Abschnitts des BDSG Anwendung, insbesondere &uuml;ber die Rechte des Betroffenen (&sect;&sect;&nbsp;33 bis 35 BDSG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das HmbKTTG schr&auml;nkt das Recht der Betreiber der Beherbergungsbetriebe auf informationelle Selbstbestimmung ebenfalls nur in dem Umfang ein, in dem es im &uuml;berwiegenden Allgemeininteresse geboten ist. Die Pflicht der Betreiber, der f&uuml;r Zwecke der Steueraufsicht zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde den Beginn und das Ende ihrer T&auml;tigkeit, den Wechsel des Betreibers oder der Betreiberin und die Verlegung des Beherbergungsbetriebes anzuzeigen (&sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HmbKTTG), ist zur Durchsetzung des Steueranspruchs erforderlich und betrifft lediglich Informationen, die f&uuml;r die Pers&ouml;nlichkeit der Betreiber keine hohe Relevanz haben und den Finanzbeh&ouml;rden bereits im Hinblick auf andere Steuern, insbesondere die Einkommen- oder K&ouml;rperschaftsteuer sowie die Umsatz- und Gewerbesteuer mitzuteilen sind. Die Betreiber werden insoweit ebenfalls durch das Steuergeheimnis gesch&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ein Versto&szlig; gegen die Einheit und Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Grundsatz der Widerspruchsfreiheit der Rechtsordnung verlangt die Beachtung der bundesstaatlichen Grenzen und bei der Aus&uuml;bung der jeweiligen Gesetzgebungskompetenz wechselseitig bundesstaatliche R&uuml;cksichtnahme. Konzeptionelle Entscheidungen des zust&auml;ndigen Bundesgesetzgebers d&uuml;rfen durch Entscheidungen eines Landesgesetzgebers nicht verf&auml;lscht werden. Insbesondere d&uuml;rfen den Normadressaten nicht gegenl&auml;ufige Regelungen erreichen, die die Rechtsordnung widerspr&uuml;chlich machen (BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;29, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;29, je m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das HmbKTTG ist mit diesen Grunds&auml;tzen vereinbar. Dass der Bundesgesetzgeber durch Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes vom 22.&nbsp;Dezember 2009 (BGBl I 2009, 3950) den Steuersatz f&uuml;r die Umsatzsteuer f&uuml;r die in &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;11 UStG genannten Beherbergungsleistungen von 19&nbsp;% auf 7&nbsp;% herabgesetzt hat, steht dem nicht entgegen. Zwar verfolgen sowohl die Umsatzsteuer als auch die Steuer nach dem HmbKTTG gleicherma&szlig;en einen Ertragszweck. Die Steuer nach dem HmbKTTG konterkariert aber schon angesichts ihres geringen Umfangs nicht den Zweck, den der Bundesgesetzgeber mit der Herabsetzung des Umsatzsteuersatzes erreichen wollte, n&auml;mlich die F&ouml;rderung der Wirtschaft (vgl. BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;29, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;29). Dabei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass &Uuml;bernachtungen, die f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zwingend erforderlich sind, nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HmbKTTG nicht der Steuer unterliegen. Dass der Vollzug des HmbKTTG f&uuml;r die Betreiber der Beherbergungsbetriebe mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Dieser Aufwand beruht auf der verfassungsrechtlichen Pflicht, die aus beruflichen oder betrieblichen Gr&uuml;nden zwingend erforderlichen &Uuml;bernachtungen von der Besteuerung auszunehmen, und ist daher von den Betreibern hinzunehmen. Unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Mitwirkungsbeitr&auml;ge der Steuerpflichtigen werden nicht gefordert (so zutreffend Bericht des Haushaltsausschusses, B&uuml;rgerschafts-Drucks. 20\/5840, S.&nbsp;10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des BayVGH vom 22.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;4&nbsp;BV&nbsp;11.1909 (Sammlung von Entscheidungen des BayVGH mit Entscheidungen des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs, Teil&nbsp;1: Entscheidungen des BayVGH 65, 62) betrifft die Frage, ob eine kommunale Satzung, die eine an den Aufwand des Gastes f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen ankn&uuml;pfende gemeindliche Steuer einf&uuml;hrt, deshalb nach Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 des Bayerischen Kommunalabgabengesetzes nicht genehmigungsf&auml;hig ist, weil sie steuerliche Interessen des Staates beeintr&auml;chtigt. Der BayVGH hat diese Frage mit der Begr&uuml;ndung bejaht, eine solche Steuer lasse die mit Art.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes bezweckte steuerliche Entlastung der Beherbergungsunternehmen zumindest teilweise wieder entfallen. Dieses Urteil beruht somit auf landesrechtlichen Vorgaben. Mit der Vereinbarkeit einer solchen Steuer, die durch Landesgesetz eingef&uuml;hrt wird, mit den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Besteuerung hatte sich der BayVGH nicht zu befassen. Insoweit folgt der erkennende Senat vielmehr der oben angef&uuml;hrten Rechtsprechung des BVerwG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das HmbKTTG ist auch nicht deshalb verfassungswidrig, weil es in der Gesetzes&uuml;berschrift nicht den Begriff &quot;Steuer&quot;, sondern den Begriff &quot;Kultur- und Tourismustaxe&quot; verwendet. Es liegt kein Versto&szlig; gegen den aus dem Rechtsstaatsprinzip abzuleitenden Grundsatz der Normenwahrheit vor. Aus dem Wortlaut des Gesetzes geht klar hervor, dass es sich um eine Steuer und nicht um eine andere Abgabe handelt. Steuern sind nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 AO Geldleistungen, die nicht eine Gegenleistung f&uuml;r eine besondere Leistung darstellen und von einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Gemeinwesen zur Erzielung von Einnahmen allen auferlegt werden, bei denen der Tatbestand zutrifft, an den das Gesetz die Leistungspflicht kn&uuml;pft. Aus der &Uuml;berschrift des Gesetzes kann somit nicht dessen Verfassungswidrigkeit abgeleitet werden. Ihr l&auml;sst sich nicht die Bindung der Steuer an bestimmte Verwendungszwecke entnehmen (ebenso BVerwG-Urteile in BVerwGE 143, 301, Rz&nbsp;12, zu der von der Stadt Trier erhobenen, als Steuer ausgestalteten Kultur- und Tourismusf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen, und in KommJur 2012, 387, Rz&nbsp;12, zu der von der Stadt Bingen am Rhein erhobenen, ebenfalls als Steuer ausgestalteten Kulturf&ouml;rderabgabe f&uuml;r &Uuml;bernachtungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das HmbKTTG verst&ouml;&szlig;t auch nicht gegen Art.&nbsp;401 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift hindert die MwStSystRL unbeschadet anderer gemeinschaftsrechtlicher Vorschriften einen Mitgliedstaat nicht daran, Abgaben auf Versicherungsvertr&auml;ge, Spiele und Wetten, Verbrauchsteuern, Grunderwerbsteuern sowie ganz allgemein alle Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren, die nicht den Charakter von Umsatzsteuern haben, beizubehalten oder einzuf&uuml;hren, sofern die Erhebung dieser Steuern, Abgaben und Geb&uuml;hren im Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten nicht mit Formalit&auml;ten beim Grenz&uuml;bertritt verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) hat im Einzelnen ausgef&uuml;hrt, welches die wesentlichen Merkmale der Mehrwertsteuer sind. Aus seiner Rechtsprechung ergeben sich vier solche Merkmale, n&auml;mlich die allgemeine Geltung der Mehrwertsteuer f&uuml;r alle sich auf Gegenst&auml;nde oder Dienstleistungen beziehenden Gesch&auml;fte, die Festsetzung ihrer H&ouml;he proportional zum Preis, den der Steuerpflichtige als Gegenleistung f&uuml;r die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen erh&auml;lt, die Erhebung dieser Steuer auf jeder Produktions- und Vertriebsstufe einschlie&szlig;lich der Einzelhandelsstufe, ungeachtet der Zahl der vorher bewirkten Ums&auml;tze, und der Abzug der auf den vorhergehenden Produktions- und Vertriebsstufen bereits entrichteten Betr&auml;ge von der vom Steuerpflichtigen geschuldeten Steuer, so dass sich diese Steuer auf einer bestimmten Stufe nur auf den auf dieser Stufe vorhandenen Mehrwert bezieht und die Belastung letztlich vom Verbraucher getragen wird (EuGH-Beschluss Vollkommer vom 27.&nbsp;November 2008 C-156\/08, EU:C:2008:663, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Steuer nach dem HmbKTTG hat somit nicht den Charakter von Umsatzsteuern. Sie beschr&auml;nkt sich auf die Besteuerung des Aufwands f&uuml;r &Uuml;bernachtungen in Hamburg, die nicht f&uuml;r eine berufliche oder betriebliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernachtungsgastes zwingend erforderlich sind, und zielt somit nicht darauf ab, die Gesamtheit der wirtschaftlichen Vorg&auml;nge zu erfassen. Au&szlig;erdem wird die Steuer nicht im Rahmen eines Produktions- und Vertriebsprozesses erhoben, bei dem vorgesehen ist, dass auf jeder Stufe die auf den vorhergehenden Stufen dieses Prozesses bereits entrichteten Betr&auml;ge abgezogen werden k&ouml;nnen. Sie wird vielmehr nur auf einer Stufe erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ergibt sich daraus, dass das HmbKTTG nur den Aufwand f&uuml;r entgeltliche &Uuml;bernachtungen in einem Beherbergungsbetrieb, nicht aber auch sonstigen Aufwand von Touristen in Hamburg der Steuer unterwirft, keine beihilferechtliche Problematik im Hinblick auf Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union. Darin kann keine Beihilfe im Sinn dieser Vorschrift zugunsten von Hamburger Unternehmen gesehen werden, die keine Beherbergungsbetriebe betreiben und daher auch nicht im Wettbewerb zu den der Steuer unterliegenden Betreibern von Beherbergungsbetrieben stehen. Die Kl&auml;gerin hat im &Uuml;brigen keine konkreten Angaben gemacht, welche Unternehmen nach ihrer Ansicht in die Besteuerung h&auml;tten einbezogen werden m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Feststellungsantrag ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet. Die Kl&auml;gerin ist verpflichtet, die Daten der &Uuml;bernachtungsg&auml;ste gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz 1 HmbKTTG aufzuzeichnen und die Aufzeichnungen und Belege gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 HmbKTTG f&uuml;r einen Zeitraum von vier Jahren beginnend mit Ablauf des Jahres der Steuerentstehung aufzubewahren. Diese Verpflichtungen sind ebenso wie die Besteuerung nach diesem Gesetz verfassungsgem&auml;&szlig;. Es handelt sich um eine zul&auml;ssige Regelung der Berufsaus&uuml;bung durch Gesetz i.S. des Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GG. Die Erf&uuml;llung der Verpflichtungen ist erforderlich, um einen den Anforderungen des allgemeinen Gleichheitssatzes entsprechenden Gesetzesvollzug zu erm&ouml;glichen (vgl. oben II.B.2.b&nbsp;bb). Ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 GG ist demgem&auml;&szlig; ebenfalls nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.7.2015, II R 31\/14 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 15.7.2015 II R 33\/14 &#8211; Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des HmbKTTG &#8211; Zustellung von Urteilen &#8211; Verfahrensmangel Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 9. April 2014&nbsp;&nbsp;2 K 252\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. 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