{"id":65137,"date":"2015-11-06T17:06:14","date_gmt":"2015-11-06T15:06:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65137"},"modified":"2015-11-06T17:06:14","modified_gmt":"2015-11-06T15:06:14","slug":"vii-r-49-13-ausschluss-der-anrechnung-von-steuerabzuegen-annahme-einer-beschraenkung-der-wegen-divergenz-erfolgten-revisionszulassung-fehlende-bindung-des-bfh-an-eine-nicht-begruendete-feststellung-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-49-13-ausschluss-der-anrechnung-von-steuerabzuegen-annahme-einer-beschraenkung-der-wegen-divergenz-erfolgten-revisionszulassung-fehlende-bindung-des-bfh-an-eine-nicht-begruendete-feststellung-de\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;49\/13 &#8211; Ausschluss der Anrechnung von Steuerabz&uuml;gen &#8211; Annahme einer Beschr&auml;nkung der wegen Divergenz erfolgten Revisionszulassung &#8211; Fehlende Bindung des BFH an eine nicht begr&uuml;ndete Feststellung des FG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.7.2015, VII R 49\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausschluss der Anrechnung von Steuerabz&uuml;gen &#8211; Annahme einer Beschr&auml;nkung der wegen Divergenz erfolgten Revisionszulassung &#8211; Fehlende Bindung des BFH an eine nicht begr&uuml;ndete Feststellung des FG<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Finanzamts wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 20. Februar 2013&nbsp;&nbsp;6 K 187\/11 AO insoweit aufgehoben und die Klage abgewiesen, als das Finanzgericht unter &Auml;nderung des Abrechnungsbescheids vom 27. Juni 2007 in Gestalt der &Auml;nderungsbescheide vom 8. Februar 2008 und vom 2. M&auml;rz 2009 sowie der Einspruchsentscheidung vom 5. Mai 2009 hinsichtlich der X-GmbH, der Y-GmbH und der Z-GmbH zus&auml;tzlich anrechenbare Kapitalertragsteuer einschlie&szlig;lich Solidarit&auml;tszuschlag anerkannt hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision des Finanzamts zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben die Kl&auml;gerin zu 85 v.H. und das Finanzamt zu 15 v.H. zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) war im Streitjahr 2000 der Erwerb und das Halten neu ausgegebener Anteile an Kapitalgesellschaften (sog. &quot;Zielgesellschaften&quot;), die &uuml;ber hohe R&uuml;cklagen aus versteuerten Gewinnen verf&uuml;gten. Im Zusammenhang mit dem Systemwechsel vom k&ouml;rperschaftsteuerlichen Anrechnungs- zum Halbeink&uuml;nfteverfahren sollten die bei den Zielgesellschaften angesammelten K&ouml;rperschaftsteuerguthaben durch ein von der Beigeladenen finanziertes &quot;Leg-ein-Hol-zur&uuml;ck-Verfahren&quot; realisiert werden (sog. &quot;R&uuml;cklagenmanagement&quot;). Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 28.&nbsp;Juni 2006 I&nbsp;R&nbsp;97\/05 (BFHE 214, 276, BFH\/NV 2006, 2207) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zielgesellschaften behielten von den Aussch&uuml;ttungen an die Kl&auml;gerin Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 250.691.393,40&nbsp;DM zuz&uuml;glich Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 13.788.027,13&nbsp;DM ein und f&uuml;hrten diese an den Beklagten, Revisionsbeklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ab. Nachdem das FA mit einigen Zielgesellschaften als &quot;tats&auml;chliche Verst&auml;ndigung&quot; bezeichnete Vereinbarungen getroffen hatte, welche die Rechtsbeziehungen zwischen der Kl&auml;gerin und diesen Zielgesellschaften nicht als Anteilserwerb mit nachfolgender Gewinnaussch&uuml;ttung, sondern als Darlehen einordnen (sog. &quot;Darlehensl&ouml;sung&quot;), ersetzten die entsprechenden Zielgesellschaften die urspr&uuml;nglich ausgestellten Steuerbescheinigungen durch sog. Nullbescheinigungen. Das FA zahlte daraufhin die Kapitalertragsteuer einschlie&szlig;lich des Solidarit&auml;tszuschlags (Steuerabz&uuml;ge) den Zielgesellschaften zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;Juni 2007 erlie&szlig; das FA einen Abrechnungsbescheid, der in Gestalt der &Auml;nderungsbescheide vom 8.&nbsp;Februar 2008 und vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009 sowie der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2009 Gegenstand des hiesigen Verfahrens ist. Darin lehnt das FA einen Erstattungsanspruch der Kl&auml;gerin als Folge anrechenbarer Steuern i.S. des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (a.F.; nunmehr &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG) ab, soweit die urspr&uuml;nglich einbehaltenen und abgef&uuml;hrten Steuerabz&uuml;ge aufgrund der Vereinbarungen mit den Zielgesellschaften diesen zur&uuml;ckgezahlt und anschlie&szlig;end von den Zielgesellschaften an die Kl&auml;gerin weitergeleitet worden seien (sog. Weiterleitungsf&auml;lle). Im &Uuml;brigen erkannte das FA die von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Steuererstattungsanspr&uuml;che an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) &auml;nderte den angegriffenen Abrechnungsbescheid im ersten Rechtszug dahin, dass der Kl&auml;gerin auch in den Weiterleitungsf&auml;llen ein Steuererstattungsanspruch aus anrechenbarer Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 211.442.576,35&nbsp;DM und dem darauf entfallenen Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 11.629.341,71&nbsp;DM zustehe. Der BFH hob das Urteil auf und verwies die Sache zur&uuml;ck an das FG (Urteil vom 20.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;54\/09, BFH\/NV 2011, 641). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. sei eine Anrechnung unter anderem davon abh&auml;ngig, dass &quot;nicht die Erstattung beantragt oder durchgef&uuml;hrt&quot; worden sei. Diese Voraussetzung sei wirtschaftlich zu verstehen, ohne dass es auf einen Widerruf bzw. eine R&uuml;ckgabe der vorgelegten Steuerbescheinigung ankomme. Ma&szlig;gebend sei, inwieweit zum einen die betreffenden Zielgesellschaften die zun&auml;chst einbehaltenen und abgef&uuml;hrten sowie sp&auml;ter vom FA wieder erstatteten Steuerabz&uuml;ge in der Folge an die Kl&auml;gerin weitergeleitet h&auml;tten und zum anderen die Kl&auml;gerin die betreffenden Vorg&auml;nge als Auskehrung von Kapitalertragsteuer erkannt habe oder h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen. Etwaige verbleibende Zweifel gingen &#8211;vorbehaltlich einer Beweisvereitelung seitens der Kl&auml;gerin&#8211; zu Lasten des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im zweiten Rechtszug urteilte das FG nach weiteren Sachverhaltsermittlungen zu den betroffenen Zielgesellschaften A-GmbH, Y-GmbH, X-GmbH, B-GmbH, C-GmbH, D-GmbH, E-GmbH, Z-GmbH, F-GmbH, H-GmbH und I-GmbH, auf der Grundlage der vom BFH genannten Voraussetzungen seien weitere anrechenbare Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 94.987.493,40 EUR und darauf entfallener Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 5.221.550,77 EUR auszuweisen. Zu den Einzelheiten wird auf die in den Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1225 abgedruckten Entscheidungsgr&uuml;nde verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA macht mit seiner Revision eine grob fehlerhafte Tatsachenfeststellung und Beweisw&uuml;rdigung geltend, welche die Grenze des Vertretbaren &uuml;berschreite. Insbesondere seien bei der Beweisw&uuml;rdigung allgemeine Erfahrungss&auml;tze ausgeblendet und weiterf&uuml;hrende Beweisantr&auml;ge verfahrensfehlerhaft &uuml;bergangen worden. Es sei nicht vorstellbar, dass die hohen Geldbetr&auml;ge &uuml;berwiesen worden seien, ohne dass die Zielgesellschaften die Kl&auml;gerin zuvor informiert h&auml;tten. Jedenfalls h&auml;tte die Kl&auml;gerin den Hintergrund der Zahlungen erkennen m&uuml;ssen, sofern sie sich aktiv um Informationsbeschaffung bem&uuml;ht h&auml;tte. Hinsichtlich des hierf&uuml;r relevanten Zeitpunkts sei ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang mit der Weiterleitung der Zahlungen an die Kl&auml;gerin ausreichend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anrechnung entfalle auch hinsichtlich der Zielgesellschaften A-GmbH und X-GmbH. Zwar seien die entsprechenden Steuerabz&uuml;ge nicht der Kl&auml;gerin, sondern deren Schwestergesellschaft gezahlt worden. Aufgrund der Personalunion der Gesellschaftergesch&auml;ftsf&uuml;hrer sei dies aber wirtschaftlich als Zahlung an die Kl&auml;gerin anzusehen. Dies werde bei der A-GmbH durch das Urteil des Landgerichts (LG) L vom 10.&nbsp;November 2010 best&auml;tigt, wonach die Zahlung intern zugunsten der Kl&auml;gerin vereinnahmt worden sei. Bei der X-GmbH komme hinzu, dass die Kl&auml;gerin nicht auf deren Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 2002 reagiert habe, in dem die X-GmbH die Weiterleitung der erstatteten Steuerabz&uuml;ge auf ein Konto der Schwestergesellschaft der Kl&auml;gerin angek&uuml;ndigt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich der Zielgesellschaften Z-GmbH und Y-GmbH sei ebenfalls davon auszugehen, dass die Zahlungen als Erstattung von Kapitalertragsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag erkennbar gewesen seien, auch wenn sie durch die P-KG vorgenommen worden seien und die Betr&auml;ge im Fall der Z-GmbH nicht deckungsgleich mit den einbehaltenen und abgef&uuml;hrten Steuerabz&uuml;gen gewesen seien. Insbesondere habe das FG nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der Kl&auml;gerin die Darlehensl&ouml;sung &uuml;ber Mitteilungen anderer Zielgesellschaften sowie &uuml;ber die Einsichtnahme in die Steuerakten im FG-Verfahren 9 K 5138\/02 K bekannt gewesen sei. Dar&uuml;ber hinaus habe der Leiter der Steuerabteilung der P-KG lediglich mitgeteilt, dass keine schriftliche Kommunikation stattgefunden habe. Daraus h&auml;tte das FG nicht schlie&szlig;en d&uuml;rfen, dass weder schriftlich noch m&uuml;ndlich kommuniziert worden sei. Dies widerspreche der allgemeinen Lebenserfahrung. Die Ablehnung der entsprechenden Beweisantr&auml;ge als Ausforschungsbeweise verletze den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich sei die Anrechnung der Kapitalertragsteuer und des darauf entfallenen Solidarit&auml;tszuschlags auch bei der C-GmbH vollst&auml;ndig zu versagen, da sich der Hinweis auf einen Einbehalt in H&ouml;he von 50.000 EUR unmissverst&auml;ndlich nur auf das Aufgeld bezogen habe. Dagegen habe die D-GmbH tats&auml;chlich 203,17&nbsp;EUR (397,37&nbsp;DM) zu wenig an die Kl&auml;gerin weitergeleitet. Insoweit habe das FG der Klage zutreffend stattgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung insoweit aufzuheben und die Klage abzuweisen, als die vom FG vorgenommene &Auml;nderung des Abrechnungsbescheids vom 27.&nbsp;Juni 2007 in Gestalt der &Auml;nderungsbescheide vom 8.&nbsp;Februar 2008 und vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009 und der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2009 &uuml;ber die zus&auml;tzliche Erfassung einer anrechenbaren Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 203,17 EUR (397,37&nbsp;DM) hinausgeht,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>hilfsweise, die Vorentscheidung aufzuheben und das Verfahren an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision des FA als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Dar&uuml;ber hinaus beantragt sie sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung sowie den Abrechnungsbescheid vom 27.&nbsp;Juni 2007 in Gestalt der &Auml;nderungsbescheide vom 8.&nbsp;Februar 2008 und vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2009 und der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2009 dahin zu &auml;ndern, dass zus&auml;tzlich zur &Auml;nderung durch das FG weitere anrechenbare Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 13.121.379,17 EUR (25.663.187,03&nbsp;DM) sowie der darauf entfallene Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 724.437,24 EUR (1.416.876,09&nbsp;DM) erfasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin macht zun&auml;chst die Unzul&auml;ssigkeit der Revision des FA geltend. Das FG habe die Zulassung der Revision ausdr&uuml;cklich und eindeutig beschr&auml;nkt, und zwar im Hinblick auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats zu &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO), die zu einer vollst&auml;ndigen Anerkennung der Anrechnung f&uuml;hre. Dagegen seien keine Anhaltspunkte erkennbar, dass die Zulassung der Revision auch zu Gunsten des FA gelten sollte. Insoweit liege ein selbst&auml;ndiger und klar abgrenzbarer Teil des Streitstoffs vor, &uuml;ber den das FG durch Teilurteil (&sect;&nbsp;98 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) h&auml;tte entscheiden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus macht die Kl&auml;gerin mit ihrer Revision geltend, zus&auml;tzlich zu den vom FG vorgenommenen &Auml;nderungen seien auch die Steuerabz&uuml;ge der B-GmbH, der C-GmbH, der D-GmbH, der E-GmbH, der F-GmbH, der H-GmbH und der I-GmbH in voller H&ouml;he als anrechenbare Steuern auszuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen fehle der erforderliche zeitliche Zusammenhang zwischen der Erstattung der Steuerabzugsbetr&auml;ge und deren Weiterleitung. Hierf&uuml;r d&uuml;rfe die zeitliche Differenz zwischen diesen beiden Vorg&auml;ngen einen Monat nicht &uuml;berschreiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen seien die Zahlungen der Zielgesellschaften nicht als Weiterleitung der erstatteten Steuerabzugsbetr&auml;ge anzusehen, da sie nicht auf dem Gewinnverwendungsbeschluss, sondern &#8211;mit Ausnahme der F&auml;lle der E-GmbH und der I-GmbH&#8211; auf einer Vereinbarung der Zielgesellschaften mit der Beigeladenen beruhten, an der sie, die Kl&auml;gerin, entgegen fr&uuml;herer Behauptungen des FA nicht beteiligt gewesen sei. Dies habe das FG f&uuml;r den BFH bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen seien die im ersten Rechtszug vom I. Senat des BFH in BFH\/NV 2011, 641 aufgestellten Voraussetzungen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung einer Erstattung nicht erf&uuml;llt. Ihr, der Kl&auml;gerin, sei der wirtschaftliche Hintergrund der Zahlungen nicht bekannt gewesen, und sie h&auml;tte ihn auch nicht erkennen m&uuml;ssen. Insbesondere h&auml;tte sie nicht nachfragen m&uuml;ssen, da sie in die Vereinbarungen &uuml;ber die R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des R&uuml;cklagenmanagements nicht einbezogen worden sei. Zweifel gingen zu Lasten des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich widerspreche die wirtschaftliche Betrachtungsweise des I. Senats des BFH in BFH\/NV 2011, 641 den Urteilen des erkennenden Senats zur Bestimmung des Leistungsempf&auml;ngers einer rechtsgrundlosen Steuererstattung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO (Urteile vom 22.&nbsp;November 2011 VII&nbsp;R&nbsp;27\/11, BFHE 235, 133, BStBl II 2012, 167; vom 1.&nbsp;Dezember 2011 VII&nbsp;R&nbsp;23\/11, BFH\/NV 2012, 689; vom 18.&nbsp;September 2012 VII&nbsp;R&nbsp;53\/11, BFHE 239, 292, BStBl II 2013, 270). Der Begriff der &quot;Erstattung&quot; m&uuml;sse aber in &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F., &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO und &sect;&nbsp;44b Abs.&nbsp;5 EStG einheitlich ausgelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt .<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist zul&auml;ssig und teilweise begr&uuml;ndet. Soweit das FG f&uuml;r die X-GmbH, die Y-GmbH und die Z-GmbH nach &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. anrechenbare Steuerabz&uuml;ge angenommen hat, ist die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO). Im &Uuml;brigen ist die Revision des FA unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Die Revision der Kl&auml;gerin ist insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin hat das FG die Zulassung der Revision nicht auf diejenigen Steuerabz&uuml;ge beschr&auml;nkt, f&uuml;r die es eine Anrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. verneint und die Klage abgewiesen hat. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob und inwieweit die erforderliche Teilbarkeit der Streitgegenst&auml;nde vorliegt. Denn das FG hat zwar ausschlie&szlig;lich auf eine etwaige Divergenz zwischen der wirtschaftlichen Betrachtungsweise im Urteil des I. Senats des BFH in BFH\/NV 2011, 641 und der f&uuml;r die Kl&auml;gerin (angeblich) g&uuml;nstigeren formalen Betrachtungsweise des erkennenden Senats im Rahmen des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO in BFHE 235, 133, BStBl II 2012, 167, in BFHE 239, 292, BStBl II 2013, 270 und in BFH\/NV 2012, 689 abgestellt. Daraus l&auml;sst sich aber schon deshalb keine Beschr&auml;nkung der Zulassung der Revision zu Gunsten der Kl&auml;gerin ableiten, weil f&uuml;r das FG nicht absehbar war, in welcher Weise der BFH die vom FG angenommene Divergenz aufl&ouml;sen w&uuml;rde. Das Ziel der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung kann aber nur dann erreicht werden, wenn die vom BFH endg&uuml;ltig gefundenen Ma&szlig;st&auml;be auf s&auml;mtliche streitigen Sachverhalte anzuwenden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Vorentscheidung f&uuml;r die X-GmbH, die Y-GmbH und die Z-GmbH nach &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. anrechenbare Steuerabz&uuml;ge angenommen hat, verletzt sie Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO) und ist auch nicht im Ergebnis richtig (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich der Rechtsprechung des I. Senats des BFH in BFH\/NV 2011, 641 an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach waren die Steuerabz&uuml;ge aufgrund des Einbehalts durch die Zielgesellschaften i.S. des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. erhoben worden. Weder die &Auml;nderung der Steuerbescheinigungen noch die anschlie&szlig;ende R&uuml;ckzahlung der Steuerabz&uuml;ge an die Zielgesellschaften oder deren Weiterleitung an die Kl&auml;gerin konnten die Erf&uuml;llung dieses Tatbestandsmerkmals &auml;ndern. Des Weiteren entfielen die Steuerabz&uuml;ge auf bei der Veranlagung erfasste Eink&uuml;nfte oder auf Bez&uuml;ge, die nach &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung bei der Ermittlung des Einkommens au&szlig;er Ansatz geblieben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die negative Voraussetzung des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F., dass &quot;nicht die Erstattung beantragt oder durchgef&uuml;hrt&quot; worden sein d&uuml;rfe, ist (auch) wirtschaftlich zu verstehen. Erfasst ist nicht nur eine Erstattung des FA an den Gl&auml;ubiger der abzugspflichtigen Kapitaleink&uuml;nfte (im Streitfall die Kl&auml;gerin), f&uuml;r dessen Rechnung die Steuerabz&uuml;ge urspr&uuml;nglich einbehalten worden waren, oder eine Erstattung an den Steuerabzugspflichtigen (im Streitfall die Zielgesellschaften) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44b Abs.&nbsp;5 EStG, sondern auch eine sonstige R&uuml;ckzahlung der Steuerabz&uuml;ge an den Steuerabzugspflichtigen, soweit diese Zahlungen der Kl&auml;gerin weitergeleitet worden sind und die Kl&auml;gerin die betreffenden Vorg&auml;nge als Auskehrung der Steuerabz&uuml;ge erkannt hat oder h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin liegt darin keine Divergenz zur Rechtsprechung des erkennenden Senats im Rahmen des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO (vgl. bereits Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;August 2013 VII&nbsp;B&nbsp;1\/13 und VII&nbsp;B&nbsp;2\/13, nicht ver&ouml;ffentlicht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Senatsentscheidungen in BFHE 235, 133, BStBl II 2012, 167, in BFH\/NV 2012, 689 und in BFHE 239, 292, BStBl II 2013, 270 ging es darum, wer bei einer Steuererstattung des Finanzamts durch &Uuml;berweisung auf ein (fr&uuml;heres) Konto des Steuerpflichtigen als Leistungsempf&auml;nger i.S. des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;2 AO anzusehen ist, gegen den sich im Fall des fehlenden Rechtsgrunds f&uuml;r diese Zahlung der R&uuml;ckzahlungsanspruch des Finanzamts richtet. Dies kann nach Auffassung des Senats nur derjenige sein, auf dessen Rechnung das Finanzamt gezahlt hat, und nicht die lediglich als Zahlstelle handelnde Bank.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall stellt sich dagegen die Frage, unter welchen Voraussetzungen die einem Abzugspflichtigen (ob mit oder ohne Rechtsgrund) zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge vom Steuerpflichtigen (Gl&auml;ubiger der abzugspflichtigen Kapitalertr&auml;ge) weiterhin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. angerechnet werden k&ouml;nnen. Sofern in der R&uuml;ckzahlung an den Abzugspflichtigen eine direkte Leistung an den Gl&auml;ubiger der abzugspflichtigen Kapitalertr&auml;ge zu sehen ist, scheidet eine Anrechnung bereits deshalb aus, weil der entsprechende Anrechnungsanspruch durch diese Leistung erloschen ist (vgl. auch BFH-Urteil vom 7.&nbsp;Mai 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/09, BFH\/NV 2013, 786). Dar&uuml;ber hinaus muss eine Anrechnung aber auch ausscheiden, wenn die dem Abzugspflichtigen zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge dem Steuerpflichtigen weitergeleitet werden und der Steuerpflichtige dies erkannt hat oder h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen. Denn eine doppelte Beg&uuml;nstigung des Steuerpflichtigen durch den Anspruch auf Anrechnung der Steuerabz&uuml;ge und die gleichzeitige Weiterleitung der R&uuml;ckzahlung der Steuerabz&uuml;ge ist &#8211;jedenfalls unter diesen Voraussetzungen&#8211; nicht vom Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. gedeckt (vgl. auch Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;Juli 2007 VII&nbsp;B&nbsp;302\/06, BFH\/NV 2007, 2096).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat zwar die mit Urteil in BFH\/NV 2011, 641 entwickelten Voraussetzungen anhand des zus&auml;tzlich ermittelten Sachverhalts gepr&uuml;ft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass im Fall der X-GmbH bereits die Weiterleitung der erstatteten Steuerabz&uuml;ge an die Kl&auml;gerin fehle und die Kl&auml;gerin in den F&auml;llen der Y-GmbH und der Z-GmbH die weitergeleiteten Betr&auml;ge nicht als Auskehrung der Steuerabz&uuml;ge erkannt habe bzw. h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen. Unabh&auml;ngig davon, ob dies auf einer fehlerhaften Beweisw&uuml;rdigung beruht oder das FG &#8211;wie vom FA beantragt&#8211; weitere Beweise h&auml;tte erheben m&uuml;ssen, ist der Senat an diese Ergebnisse aber nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden. Denn das FG ist bei seiner Entscheidung sowohl hinsichtlich des Merkmals der Weiterleitung als auch hinsichtlich des Kennens bzw. Kennenm&uuml;ssens von einem unzutreffenden rechtlichen Ma&szlig;stab ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des Merkmals der Weiterleitung der zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge an die Kl&auml;gerin geht die Vorentscheidung zun&auml;chst zutreffend davon aus, dass nicht nur eine tats&auml;chliche &Uuml;berweisung bzw. Auszahlung zur Weiterleitung f&uuml;hrt, sondern auch eine Verrechnung mit Gegenforderungen. Au&szlig;erdem ist dem FG zuzustimmen, dass f&uuml;r die Weiterleitung keine zeitliche Einschr&auml;nkungen bestehen, die &uuml;ber die verfahrensrechtlichen Restriktionen hinausgehen. Denn die mit Urteil in BFH\/NV 2011, 641 entwickelten Voraussetzungen zur Beschr&auml;nkung des Anrechnungsanspruchs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. beruhen ma&szlig;geblich auf dem Gedanken der materiellen Steuergerechtigkeit und sollen &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; eine doppelte Beg&uuml;nstigung des Steuerpflichtigen durch den Anspruch auf Anrechnung der Steuerabz&uuml;ge und die gleichzeitige Weiterleitung der R&uuml;ckzahlung der Steuerabz&uuml;ge vermeiden. Schlie&szlig;lich geht das FG zutreffend davon aus, dass trotz der Vereinbarungen mit der Beigeladenen &uuml;ber das bei ihr gef&uuml;hrte Konto der Kl&auml;gerin und dessen Verpf&auml;ndung keine Weiterleitung an die Beigeladene vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ist eine Weiterleitung entgegen der Auffassung des FG aber auch nicht allein deshalb ausgeschlossen, weil die Betr&auml;ge auf das Konto einer anderen Person bzw. Gesellschaft &uuml;berwiesen worden sind. Vielmehr ist in einem solchen Fall jedenfalls zu pr&uuml;fen, ob dies auf Veranlassung oder zumindest mit Zustimmung der Kl&auml;gerin geschehen ist, so dass es bei der Kl&auml;gerin zu einem Durchgangserwerb der entsprechenden Zahlungen kommt oder die andere Person bzw. Gesellschaft f&uuml;r sie als Zahlstelle handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des subjektiven Merkmals des Kennenm&uuml;ssens kommt es &#8211;anders als das FG meint&#8211; nicht allein darauf an, ob die Kl&auml;gerin auf Grundlage der ihr bekannten Tatsachen h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen, dass es sich bei den Zahlungen der entsprechenden Zielgesellschaften um eine Auskehrung der Steuerabz&uuml;ge handelte. Vielmehr ist auch eine grob fahrl&auml;ssige Unkenntnis sch&auml;dlich, d.h. es ist zus&auml;tzlich zu pr&uuml;fen, ob es sich der Kl&auml;gerin unter Ber&uuml;cksichtigung der ihr bekannten Gesamtumst&auml;nde h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, weitere Nachforschungen zu dem Hintergrund der Zahlungen anzustellen, und ihr dadurch bekannt geworden w&auml;re, dass es sich bei den Zahlungen um eine Weiterleitung vom FA zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge handelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Legt man diese Ma&szlig;st&auml;be zugrunde, sind die zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge auch im Fall der X-GmbH der Kl&auml;gerin weitergeleitet worden. Eine Zur&uuml;ckverweisung an das FG ist hierf&uuml;r nicht erforderlich, da dies aus den vom FG bindend festgestellten Tatsachen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) folgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat die X-GmbH die vom FA zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge nicht auf ein Konto der Kl&auml;gerin, sondern auf das Konto einer der Schwestergesellschaften der Kl&auml;gerin &uuml;berwiesen. Dies hatte sie der Kl&auml;gerin aber in ihrem Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 2002 ausdr&uuml;cklich angek&uuml;ndigt. Da die Kl&auml;gerin hierauf nicht reagiert hat, kann sie sich jedenfalls nicht darauf berufen, dass die Zahlung an eine Schwestergesellschaft nicht die Voraussetzungen einer Weiterleitung erf&uuml;llt. Dabei ist auch zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Gesellschaftergesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin und ihrer Schwestergesellschaft identisch waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Schlussfolgerung ist trotz der Feststellung des FG auf S.&nbsp;34 des Urteils, die Schwestergesellschaft sei nicht als Zahlstelle eingeschaltet worden, revisionsrechtlich m&ouml;glich. Denn diese Feststellung des FG ist f&uuml;r den Senat nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend. Da eine Begr&uuml;ndung fehlt, ist nicht nachvollziehbar, woraus sich diese Feststellung ableitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Dar&uuml;ber hinaus h&auml;tte die Kl&auml;gerin sowohl im Fall der X-GmbH als auch in den F&auml;llen der Y-GmbH und der Z-GmbH den Hintergrund der von diesen Zielgesellschaften weitergeleiteten Steuerabz&uuml;ge erkennen m&uuml;ssen. Hierf&uuml;r ist ebenfalls keine Zur&uuml;ckverweisung an das FG erforderlich, da aus den vom FG bindend festgestellten Tatsachen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) keine andere Schlussfolgerung m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar war die Kl&auml;gerin nach den Feststellungen des FG weder in die Vereinbarungen zwischen dem FA und den Zielgesellschaften noch in die R&uuml;ckabwicklungsvertr&auml;ge zwischen der Beigeladenen und den Zielgesellschaften eingebunden. Entscheidend ist aber, dass der alleinige Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin in dem R&uuml;cklagenmanagement bei den insgesamt 25 Zielgesellschaften bestand und auf dem Konto der Kl&auml;gerin nur eine geringe Zahl Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle verbucht worden ist. Die Kl&auml;gerin unterhielt zu den Zielgesellschaften keine anderen Gesch&auml;ftsbeziehungen. Ber&uuml;cksichtigt man zus&auml;tzlich die H&ouml;he der Zahlungen sowie die vorherige Korrektur der Steuerbescheinigungen, ist die fehlende R&uuml;ckfrage bei den &Uuml;berweisenden, welchen Hintergrund die Zahlungen haben, als eine grob fahrl&auml;ssige Unkenntnis zu werten. Dabei war zus&auml;tzlich zu beachten, dass die A-GmbH die Kl&auml;gerin bereits am 1.&nbsp;August 2001 zur R&uuml;ckgabe der urspr&uuml;nglich ausgestellten Steuerbescheinigung aufgefordert hat. Des Weiteren hat die X-GmbH bereits in ihrem Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 2002 auf die mit dem FA vereinbarte Darlehensl&ouml;sung hingewiesen. Beide Zeitpunkte liegen vor der Weiterleitung der zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge an die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da diese Tatsachen der Kl&auml;gerin bereits zum Zeitpunkt der Weiterleitung der Zahlungen bekannt waren, kann im Streitfall dahingestellt bleiben, ob &#8211;wie vom FA angenommen&#8211; f&uuml;r das Erkennen bzw. Erkennenm&uuml;ssen der Zahlungen als Auskehrung der Steuerabz&uuml;ge auch auf einen sp&auml;teren Zeitpunkt abgestellt werden k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Vorentscheidung f&uuml;r die Steuerabz&uuml;ge bei der D-GmbH in H&ouml;he eines Teilbetrags von 203,17&nbsp;EUR, bei der C-GmbH in H&ouml;he eines Teilbetrags von 50.000&nbsp;EUR sowie bei der A-GmbH in H&ouml;he von insgesamt 17.117.352,51&nbsp;EUR die von der Kl&auml;gerin begehrte Anrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. zul&auml;sst, ist sie zumindest im Ergebnis richtig (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Steuerabz&uuml;ge der D-GmbH sind in H&ouml;he dieses Teilbetrags bereits nicht von der Revision des FA erfasst. Insoweit folgt das FA zutreffend den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), dass die entsprechenden Steuerabz&uuml;ge nicht der Kl&auml;gerin weitergeleitet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) An die Feststellung des FG, dass bei der C-GmbH in H&ouml;he von 50.000 EUR nicht von einer Weiterleitung an die Kl&auml;gerin ausgegangen werden kann, ist der Senat entgegen der Auffassung des FA ebenfalls gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO gebunden. Das FG hat diese Tatsachenw&uuml;rdigung in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise anhand des Buchungstextes vorgenommen und verbliebene Unklarheiten zu Recht zu Lasten des FA gehen lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dar&uuml;ber hinaus sind entgegen der Auffassung des FA auch die der A-GmbH zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge nicht der Kl&auml;gerin weitergleitet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob eine Weiterleitung an die Schwestergesellschaft der Kl&auml;gerin grunds&auml;tzlich ausgereicht h&auml;tte. Denn nach den bindenden und vom FA nicht angegriffenen Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) war die Schwestergesellschaft der Kl&auml;gerin einem zivilrechtlichen R&uuml;ckzahlungsanspruch der A-GmbH ausgesetzt, den diese an ihren Gesellschafter abgetreten hat. Das LG hat einer entsprechenden Klage des Gesellschafters der A-GmbH gegen die Schwestergesellschaft der Kl&auml;gerin mit Urteil vom &#8230; 2010 stattgegeben. Zwar hat die Schwestergesellschaft der Kl&auml;gerin gegen dieses Urteil Berufung eingelegt und nach Angaben des FA dieses Verfahren auch gewonnen. Aufgrund des Urteils des LG hatte sie aber die auf ihr Konto eingezahlten Steuerabz&uuml;ge schon wieder im September 2011 zur&uuml;ckgezahlt, und nach den bindenden Feststellungen des FG war zum Zeitpunkt der Vorentscheidung noch keine gegenl&auml;ufige Zahlung zu verzeichnen. Allein die Einbuchung einer entsprechenden Forderung reicht nicht f&uuml;r die tats&auml;chliche Weiterleitung der Steuerabz&uuml;ge an die Kl&auml;gerin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Vorentscheidung die von der Kl&auml;gerin begehrte Anrechnung nach &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz 2 Nr.&nbsp;2 EStG a.F. abgelehnt hat, ist sie ebenfalls zumindest im Ergebnis richtig (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insofern liegen sowohl eine Weiterleitung an die Kl&auml;gerin als auch ein Erkennenm&uuml;ssen als Auskehrung der zur&uuml;ckgezahlten Steuerabz&uuml;ge vor. Zur Begr&uuml;ndung kann auf die Ausf&uuml;hrungen unter 2. verwiesen werden. Auch hier ist keine Entscheidung &uuml;ber den sp&auml;testen Zeitpunkt des Erkennenm&uuml;ssens als Auskehrung von Steuerabz&uuml;gen erforderlich. Denn das FG hat zutreffend dargelegt, dass die Kl&auml;gerin in diesen F&auml;llen bereits aus den zum Zeitpunkt der Weiterleitung bekannten Tatsachen, d.h. ohne weitere Nachfragen, eine Auskehrung von Steuerabz&uuml;gen h&auml;tte erkennen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;3 und 136 Abs.&nbsp;1 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind nicht erstattungsf&auml;hig (&sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO). Dabei war unter anderem zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Beigeladene keine Sachantr&auml;ge gestellt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.7.2015, VII R 49\/13 Ausschluss der Anrechnung von Steuerabz&uuml;gen &#8211; Annahme einer Beschr&auml;nkung der wegen Divergenz erfolgten Revisionszulassung &#8211; Fehlende Bindung des BFH an eine nicht begr&uuml;ndete Feststellung des FG Tenor Auf die Revision des Finanzamts wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 20. Februar 2013&nbsp;&nbsp;6 K 187\/11 AO insoweit aufgehoben und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-49-13-ausschluss-der-anrechnung-von-steuerabzuegen-annahme-einer-beschraenkung-der-wegen-divergenz-erfolgten-revisionszulassung-fehlende-bindung-des-bfh-an-eine-nicht-begruendete-feststellung-de\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;49\/13 &#8211; Ausschluss der Anrechnung von Steuerabz&uuml;gen &#8211; Annahme einer Beschr&auml;nkung der wegen Divergenz erfolgten Revisionszulassung &#8211; Fehlende Bindung des BFH an eine nicht begr&uuml;ndete Feststellung des FG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65137","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65137"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65137\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}