{"id":65167,"date":"2015-11-06T17:22:19","date_gmt":"2015-11-06T15:22:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65167"},"modified":"2015-11-06T17:22:19","modified_gmt":"2015-11-06T15:22:19","slug":"iii-b-108-14-einkommensteuerrechtliche-behandlung-der-aufwendungen-fuer-fahrten-zwischen-wohnung-und-betriebsstaette-bei-nutzung-eines-zum-notwendigen-betriebsvermoegen-gehoerenden-kfz-keine-revisions","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-108-14-einkommensteuerrechtliche-behandlung-der-aufwendungen-fuer-fahrten-zwischen-wohnung-und-betriebsstaette-bei-nutzung-eines-zum-notwendigen-betriebsvermoegen-gehoerenden-kfz-keine-revisions\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;108\/14 &#8211; Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte bei Nutzung eines zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Kfz &#8211; Keine Revisionszulassung bei fehlender Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.8.2015, III B 108\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte bei Nutzung eines zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Kfz &#8211; Keine Revisionszulassung bei fehlender Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24. Juli 2014&nbsp;&nbsp;6 K 4357\/12 F wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) sind als Gesellschafter einer Rechtsanwaltssoziet&auml;t freiberuflich t&auml;tig. Die Soziet&auml;t ermittelte f&uuml;r das Jahr 2009 (Streitjahr) ihren Gewinn nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr ma&szlig;geblichen Fassung (EStG) durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung. Beide Kl&auml;ger nutzten im Streitjahr jeweils ein zu mehr als 50&nbsp;% betrieblich genutztes Kfz sowohl f&uuml;r Privatfahrten als auch f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte. Aus der vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Dezember 2011 ergibt sich, dass die Bruttolistenpreise f&uuml;r die genannten Kfz 50.920 EUR und 43.270 EUR betragen haben. Die einfache Entfernung zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte belief sich beim Kl&auml;ger zu 1 auf 6&nbsp;km, beim Kl&auml;ger zu 2 auf 10&nbsp;km.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Soziet&auml;t erkl&auml;rte f&uuml;r das Streitjahr Betriebseinnahmen aus der privaten Nutzung beider Kfz f&uuml;r private Fahrten und f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte in H&ouml;he von 13.959&nbsp;EUR. Daneben machte sie als abziehbare Aufwendungen f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte einen Betrag von 2.657 EUR geltend (beim Kl&auml;ger zu 1: 0,03&nbsp;% x 50.920 EUR x 6&nbsp;km x 12 Monate = 1.100 EUR; beim Kl&auml;ger zu 2: 0,03&nbsp;% x 43.270 EUR x 10&nbsp;km x 12 Monate = 1.557 EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem insoweit nicht, als er im Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 2009 die erkl&auml;rten Betriebsausgaben f&uuml;r die Wege zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte in H&ouml;he von 2.657 EUR wieder dem Gewinn hinzurechnete, weil diese Kosten bereits in den laufenden Kfz-Kosten enthalten seien. F&uuml;r diese Wegstrecken lie&szlig; das FA nur die jeweilige Entfernungspauschale &#8211;beim Kl&auml;ger zu 1 in H&ouml;he von 378 EUR (= 6&nbsp;km x 210 Arbeitstage x 0,30 EUR) und beim Kl&auml;ger zu 2 in H&ouml;he von 630 EUR (= 10&nbsp;km x 210 Arbeitstage x 0,30 EUR)&#8211; gewinnmindernd zum Abzug zu. Einspruch (Einspruchsentscheidung vom 9.&nbsp;Dezember 2011) und Klage hatten keinen Erfolg. Das FG f&uuml;hrte im Wesentlichen aus, das FA habe zu Recht f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte lediglich die jeweilige Entfernungspauschale gewinnmindernd ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen eingelegten Beschwerde begehren die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 1 FGO) und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde hat keinen Erfolg. Sofern die Kl&auml;ger die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde in einer den Anforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Form dargelegt haben, liegen sie nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2015 III&nbsp;B&nbsp;43\/14, BFH\/NV 2015, 978, Rz&nbsp;7, m.w.N.). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es u.a., wenn sich die Antwort auf die streitige Rechtsfrage ohne weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder sie offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG getan hat, die Rechtslage also eindeutig ist (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;124\/09, BFH\/NV 2010, 1278, Rz&nbsp;6&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall l&auml;sst sich die aufgeworfene Rechtsfrage ohne weiteres aus dem Gesetz beantworten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Kl&auml;ger erachten die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob aus dem BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;R&nbsp;36\/12 (BFHE 246, 250, BStBl II 2015, 43) f&uuml;r das Einkommensteuerrecht zu folgern sei, dass bei einem Kfz des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens, dessen Privatnutzung mit der sog. 1&nbsp;%-Regelung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG besteuert werde, f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte kein zus&auml;tzlicher Wert angesetzt werden d&uuml;rfe. Der BFH habe in dem genannten Urteil entschieden, dass die Verwendung eines dem Unternehmer zugeordneten Kfz f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte nicht f&uuml;r Zwecke erfolge, die au&szlig;erhalb des Unternehmens l&auml;gen, und mithin nicht als unentgeltliche Wertabgabe i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) der Umsatzbesteuerung unterliege. Die Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte m&uuml;ssten in voller H&ouml;he als Betriebsausgaben abziehbar sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall ist die aufgeworfene Rechtsfrage dahingehend zu beantworten, dass f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte eine Gewinnzurechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz 3 Halbsatz&nbsp;1 EStG in H&ouml;he des dort genannten Unterschiedsbetrags zu erfolgen hat, die neben die mit der 1&nbsp;%-Regelung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG besteuerte Privatnutzung des Kfz tritt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat bei Steuerpflichtigen, die Gewinneink&uuml;nfte erzielen, die Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte dem betrieblichen Bereich zugeordnet (vgl. Schober in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1402; Bl&uuml;mich\/ Ehmcke, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;1013k; Nacke in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;1721; Seifert in Korn, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1036), den Betriebsausgabenabzug hierf&uuml;r allerdings nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG begrenzt. Werden die genannten Fahrten &#8211;wie im Streitfall&#8211; mit einem zu mehr als 50&nbsp;% betrieblich genutzten Kfz zur&uuml;ckgelegt, das pauschal mit der sog. 1&nbsp;%-Regelung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG besteuert wird, greift &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;3 Halbsatz 1 EStG ein. Danach d&uuml;rfen derartige Aufwendungen den Gewinn in H&ouml;he des positiven Unterschiedsbetrags zwischen 0,03&nbsp;% des inl&auml;ndischen Listenpreises i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG des Kfz im Zeitpunkt der Erstzulassung je Kalendermonat f&uuml;r jeden Entfernungskilometer und dem sich nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG ergebenden Betrag nicht mindern; die Betriebsausgabenk&uuml;rzung wird daher durch eine entsprechende Gewinnzurechnung erreicht. Der Zweck dieser Regelung besteht darin, dass f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte jedenfalls nicht mehr als die nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG pro Entfernungskilometer zu ber&uuml;cksichtigenden Betr&auml;ge abgezogen werden k&ouml;nnen (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Juni 2002 XI&nbsp;R&nbsp;55\/01, BFHE 199, 342, BStBl II 2002, 751<span style=\"text-decoration:underline\">;<\/span> vom 22.&nbsp;September 2010 VI&nbsp;R&nbsp;57\/09, BFHE 231, 139, BStBl II 2011, 359, Rz&nbsp;15). Diese Gewinnzurechnung tritt gesondert neben die mit der 1&nbsp;%-Regelung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG besteuerte Privatnutzung des Kfz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit werden im Ergebnis Steuerpflichtige, die Gewinneink&uuml;nfte erzielen, ebenso behandelt wie Steuerpflichtige, die &Uuml;berschusseink&uuml;nfte beziehen (vgl. dazu auch Schmidt\/Heinicke, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;4 Rz 581; Seifert in Korn, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1036.7). Dem &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;3 Halbsatz&nbsp;1 EStG entspricht bei Arbeitnehmern, die einen Dienstwagen auch f&uuml;r Wege zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte nutzen und als Werbungskosten die Entfernungspauschale nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG abziehen, die Regelung in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG, wonach sich der nach der 1&nbsp;%-Regelung ermittelte Wert (vgl. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) im Grundsatz f&uuml;r jeden Kalendermonat um 0,03&nbsp;% des Listenpreises i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG f&uuml;r jeden Entfernungskilometer zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte erh&ouml;ht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein erneuter Kl&auml;rungsbedarf ist durch das von den Kl&auml;gern angef&uuml;hrte BFH-Urteil in BFHE 246, 250, BStBl II 2015, 43 nicht entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In diesem Urteil hat der BFH &#8211;wie von den Kl&auml;gern zutreffend ausgef&uuml;hrt&#8211; entschieden, dass die Verwendung eines dem Unternehmen zugeordneten Kfz f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte nicht f&uuml;r Zwecke erfolgt, die au&szlig;erhalb des Unternehmens liegen, und mithin nicht als unentgeltliche Wertabgabe der Umsatzbesteuerung zu unterwerfen ist. Er f&uuml;hrte &#8211;verk&uuml;rzt dargestellt&#8211; aus, dass sich die Frage, ob ein Unternehmer einen dem Unternehmen zugeordneten Gegenstand i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG f&uuml;r au&szlig;erhalb des Unternehmens liegende Zwecke verwendet, aus der Sicht des Unternehmens bzw. des Unternehmers beurteilt (BFH-Urteil in BFHE 246, 250, BStBl II 2015, 43, Rz&nbsp;27). Diese spezifische umsatzsteuerrechtliche Betrachtung l&auml;sst sich nicht auf das Einkommensteuerrecht &uuml;bertragen, zumal das Einkommensteuerrecht die aufgeworfene Rechtsfrage ausdr&uuml;cklich in &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG regelt (dazu oben bb). Hinzu kommt, dass nach dem Einkommensteuerrecht Selbst&auml;ndige und Arbeitnehmer beim Abzug der Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebs-\/Arbeitsst&auml;tte gleich behandelt werden sollen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 231, 139, BStBl II 2011, 359, Rz&nbsp;18; Senatsurteil vom 23.&nbsp;Oktober 2014 III&nbsp;R&nbsp;19\/13, BFHE 248, 1, BStBl II 2015, 323, Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ebenso ist die Revision nicht wegen der unter 1. aufgeworfenen Rechtsfrage zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Zulassungsgrund stellt einen Spezialfall der grunds&auml;tzlichen Bedeutung i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO dar und setzt daher ebenfalls die Darlegung und das Vorliegen einer kl&auml;rungsbed&uuml;rftigen und kl&auml;rbaren Rechtsfrage voraus (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Juli 2014 III&nbsp;B&nbsp;28\/13, BFH\/NV 2014, 1741, Rz&nbsp;17, m.w.N.). Hieran fehlt es (dazu oben 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;ger die Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative 2 FGO) begehren, ist dieser Zulassungsgrund nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, genau bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen. Au&szlig;erdem muss sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung ergeben, dass dem Streitfall ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt wie der Divergenzentscheidung und es sich um eine identische Rechtsfrage handelt (vgl. BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Februar 2014 II&nbsp;B&nbsp;129\/13, BFH\/NV 2014, 708, Rz 15, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) An solchen Darlegungen fehlt es. Die Kl&auml;ger tragen insoweit lediglich vor, es k&ouml;nne nicht sein, dass der gleiche Sachverhalt f&uuml;r den Bereich der Umsatzbesteuerung anders entschieden werde wie f&uuml;r den Bereich der Einkommensbesteuerung. Es fehlt aber jeglicher Vortrag dazu, warum es sich um eine identische Rechtsfrage handeln soll, obwohl sich die Behandlung der in Rede stehenden Aufwendungen im Einkommensteuerrecht und Umsatzsteuerrecht nach ganz unterschiedlich formulierten Normen &#8211;einerseits &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG, andererseits &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9a Nr.&nbsp;1 UStG&#8211; beurteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Soweit die Kl&auml;ger auch die materielle Fehlerhaftigkeit des FG-Urteils geltend machen, l&auml;sst sich hiermit &#8211;selbst wenn dem so w&auml;re&#8211; die Zulassung der Revision im Allgemeinen nicht rechtfertigen (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;November 2013 III&nbsp;B&nbsp;45\/12, BFH\/NV 2014, 342, Rz&nbsp;10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.8.2015, III B 108\/14 Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte bei Nutzung eines zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Kfz &#8211; Keine Revisionszulassung bei fehlender Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 24. Juli 2014&nbsp;&nbsp;6 K 4357\/12 F &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-108-14-einkommensteuerrechtliche-behandlung-der-aufwendungen-fuer-fahrten-zwischen-wohnung-und-betriebsstaette-bei-nutzung-eines-zum-notwendigen-betriebsvermoegen-gehoerenden-kfz-keine-revisions\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;108\/14 &#8211; Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Aufwendungen f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte bei Nutzung eines zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Kfz &#8211; Keine Revisionszulassung bei fehlender Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65167","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65167"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65167\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}