{"id":6517,"date":"2012-11-30T16:09:46","date_gmt":"2012-11-30T14:09:46","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6517"},"modified":"2012-11-30T16:09:46","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:46","slug":"ix-r-13-11-geschlossener-immobilienfonds-als-hersteller-eigenkapitalvermittlungsprovisionen-eines-gewerblichen-immobilienfonds-als-anschaffungskosten-oder-herstellungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-13-11-geschlossener-immobilienfonds-als-hersteller-eigenkapitalvermittlungsprovisionen-eines-gewerblichen-immobilienfonds-als-anschaffungskosten-oder-herstellungskosten\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;13\/11 &#8211; Geschlossener Immobilienfonds als Hersteller &#8211; Eigenkapitalvermittlungsprovisionen eines gewerblichen Immobilienfonds als Anschaffungskosten oder Herstellungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.2.2012, IX R 13\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Geschlossener Immobilienfonds als Hersteller &#8211; Eigenkapitalvermittlungsprovisionen eines gewerblichen Immobilienfonds als Anschaffungskosten oder Herstellungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist ein 2003 gegr&uuml;ndeter geschlossener Immobilienfonds. Gr&uuml;ndungsgesellschafter waren die B Immobilienanlagen GmbH (&#8211;B&#8211;; sp&auml;ter umfirmiert in C Verm&ouml;gensanlagen GmbH) und Herr C als Kommanditisten sowie die D-GmbH (sp&auml;ter umfirmiert in C Beteiligungs- und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung GmbH) als Komplement&auml;rin. Lt. Gesellschaftsvertrag sind neben der Komplement&auml;rin auch die Gr&uuml;ndungskommanditisten zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung berechtigt. Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin sind Erwerb, Modernisierung und Verwaltung eigenen Grundbesitzes, insbesondere des Grundst&uuml;cks X. Dieses Grundst&uuml;ck ist mit einem 1904 errichteten Mehrfamilienhaus bebaut. Das Vorderhaus bestand vor der Modernisierung aus einer Gewerbeeinheit (&#8230;) und mehreren Wohneinheiten, das Hinterhaus aus mehreren Wohneinheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Prospekt &quot;Angebot f&uuml;r eine Beteiligung an der (Kl&auml;gerin)&quot;, mit dem Kapitalanleger als Kommanditisten oder stille Gesellschafter geworben werden sollten, wurden u.a. die Modernisierungsalternativen dargestellt. Nach dem Prospekt sollten die Anleger auf der ersten Anlegerversammlung entscheiden, welche Ma&szlig;nahme in welcher Ausf&uuml;hrung durchgef&uuml;hrt werden sollte. Dem Prospekt waren in der Anlage ein Katalog der m&ouml;glichen Arbeiten und in einer weiteren Anlage Beispielsrechnungen mit unterschiedlichen (insgesamt sechs) Ma&szlig;nahmepaketen beigef&uuml;gt. Vorgeschlagen wurden insbesondere drei Modernisierungspakete mit Investitionsvolumina f&uuml;r die Modernisierung von ca. &#8230; EUR, von ca. &#8230; EUR und von ca. &#8230; EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am &#8230; 2003 schloss die Kl&auml;gerin mit der B Immobilienanlagen GmbH (Gr&uuml;ndungskommanditistin) eine Vertriebsvereinbarung zur Platzierung des Kommanditkapitals und des stillen Kapitals. Als Vermittlungsgeb&uuml;hr wurden 11,3 % auf den Kaufpreis zuz&uuml;glich der durchzuf&uuml;hrenden Instandhaltungsma&szlig;nahmen sowie einer Liquidit&auml;tsreserve vereinbart. Die Untervermittlung erfolgte im Alleinvertrieb der Herren E, F und G, die neben dem Vertrieb der Gesch&auml;ftsanteile der Kl&auml;gerin auch weitere Anlagemodelle vertrieben. Die Vermittler berieten alle der Kl&auml;gerin beigetretenen Gesellschafter schon seit l&auml;ngerer Zeit umfassend in ihren Verm&ouml;gensangelegenheiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis zur ersten Gesellschafterversammlung wurden &#8230; Anlegerkommanditisten in die Kl&auml;gerin aufgenommen. Die erste Gesellschafterversammlung fand im Dezember 2003 in den R&auml;umen der Verfahrensbevollm&auml;chtigten der Kl&auml;gerin statt. Anwesend waren:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>Herr H (Steuerberater),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>Herr I (Rechtsanwalt und Notar), <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>Herr J und Herr K (Projektentwickler und General&uuml;bernehmer),<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>Herr C als gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Kommanditist der Kl&auml;gerin, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der weiteren gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Kommanditistin sowie als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Komplement&auml;rin und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table>\n<tr>\n<td>die Herren F und E (Anlagevermittler).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Herren F und E hatten von den Gesellschaftern bis auf eine Ausnahme Weisungen hinsichtlich ihres Verhaltens bei der Abstimmung &uuml;ber die Modernisierung sowie den Investitions- und Finanzierungsplan bekommen. Gegenstand der Gesellschafterversammlung war u.a. die Abstimmung &uuml;ber die durchzuf&uuml;hrenden Instandsetzungs-\/Modernisierungsma&szlig;nahmen. Das Protokoll nennt hierzu eine F&uuml;lle von Abstimmungsdetails, insbesondere zum Anbau von Aufz&uuml;gen, zur Instandsetzung der Fassade, des Treppenhauses, der Hauseing&auml;nge sowie der Fenster, zur Abdichtung Keller und Wasserversorgung sowie zur Gestaltung des Innenhofs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend einer Pause errechnete Herr K den General&uuml;bernehmerpreis und pr&uuml;fte den Baubeginn noch im Jahr 2003. Auf der Grundlage des besprochenen Angebots der Bauleistungen, der Endfinanzierung und der Zwischenfinanzierung berechnete Herr C das Investitionsvolumen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesellschafter beschlossen den neu berechneten Investitions- und Finanzierungsplan und beauftragten den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, den General&uuml;bernehmervertrag mit den von den Gesellschaftern beschlossenen Inhalten abzuschlie&szlig;en. Die Gesellschafter genehmigten die Vertr&auml;ge f&uuml;r die Steuerberatung, die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung sowie den Vertrag zur Platzierung des Eigenkapitals und die Vermittlung des Fremdkapitals.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Gesellschafterversammlung erwarb die Kl&auml;gerin das Grundst&uuml;ck X am &#8230; Dezember 2003 (Streitjahr) von der L GmbH zu einem Kaufpreis von &#8230; EUR. Gesellschafter der L GmbH waren zu diesem Zeitpunkt Herr M zu 75 % und die J &#038; K-Grundst&uuml;cksverwaltungsgesellschaft mbH zu 25 %, deren Gesellschafter die Herren J und K jeweils zur H&auml;lfte waren. Die L GmbH wies zum Zeitpunkt des Grundst&uuml;cksverkaufs ein Eigenkapital von 25.000 EUR auf und war zu 10 % durch ein Gesellschafterdarlehen des Herrn M und zu 90 % durch Hypothekendarlehen finanziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls am &#8230; Dezember 2003 schloss die Kl&auml;gerin mit der J &#038; K Projektentwicklung und Marktforschung GmbH (General&uuml;bernehmerin) einen General&uuml;bernehmervertrag zu einem Pauschalfestpreis von &#8230; EUR und beauftragte sie mit der Durchf&uuml;hrung der Bauma&szlig;nahmen. Gesellschafter der General&uuml;bernehmerin waren wiederum die Herren J und K zu je 50 %. Am &#8230; Dezember 2003 erbrachte ein von der General&uuml;bernehmerin beauftragter Handwerker zwei Stunden Schleifarbeiten, die er mit Rechnung vom &#8230; Januar 2004 in H&ouml;he von 46 EUR netto gegen&uuml;ber der General&uuml;bernehmerin abrechnete. Aufgrund von unerwarteten Finanzierungsschwierigkeiten wurden die Bauarbeiten am Haus dann erst im August 2004 fortgesetzt. Sie sind inzwischen abgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin bei Mietertr&auml;gen in H&ouml;he von 0 EUR einen Werbungskosten&uuml;berschuss in H&ouml;he von &#8230; EUR. Der Betrag setzt sich im Wesentlichen zusammen aus einem Teil der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerverg&uuml;tungen (&#8230; EUR von insgesamt &#8230; EUR), aus der Eigenkapitalvermittlungsprovision in H&ouml;he von &#8230; EUR und aus Vorauszahlungen in H&ouml;he von &#8230; EUR im Hinblick auf die Modernisierungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte mit dem Bescheid f&uuml;r das Streitjahr &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Eink&uuml;nftefeststellung vom 31. Januar 2006 einen Werbungskosten&uuml;berschuss in H&ouml;he von lediglich &#8230; EUR, da die Kl&auml;gerin als Erwerberin des Grundst&uuml;cks anzusehen sei. Den Kapitalanlegern fehle eine wesentliche Einflussm&ouml;glichkeit im Sinne der Tz 33 des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen vom 20. Oktober 2003 IV C 3-S 2253a-48\/03 (BStBl I 2003, 546, im Folgenden als 5. Bauherrenerlass bezeichnet). Au&szlig;erdem handele es sich bei dem Erwerb des bebauten Grundst&uuml;cks und dem zeitgleichen Abschluss des Vertrags &uuml;ber die Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten um einen einheitlichen Vorgang, der zu Anschaffungskosten f&uuml;hre. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Es entschied mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1524 ver&ouml;ffentlichten Urteil, es sei erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; ein Werbungskosten&uuml;berschuss in H&ouml;he von &#8230; EUR festzustellen. Die Kl&auml;gerin sei als Herstellerin i.S. des 5. Bauherrenerlasses und nicht als Erwerberin anzusehen. Die Anleger h&auml;tten nach der von den Initiatoren gew&auml;hlten und umgesetzten Gestaltung eine (echte) Wahl zwischen verschiedenen Modernisierungsvarianten gehabt, die sich nicht nur in nebens&auml;chlichen Details unterschieden, sondern das gesamte Spektrum zwischen einer Minimal- und einer Maximalsanierung umfassten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die streitbefangenen Modernisierungskosten seien weder zum Erwerb des Geb&auml;udes geleistet worden noch handle es sich um Nebenkosten oder nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten. Sie dienten auch nicht der Herstellung der Betriebsbereitschaft des Geb&auml;udes, da dieses zum Zeitpunkt des &Uuml;bergangs von Lasten und Nutzen auf die Kl&auml;gerin bereits vermietet gewesen sei. Weiter liege weder eine Standarderh&ouml;hung noch ein sog. Modernisierungsmodell vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat halte es insbesondere auch f&uuml;r unsch&auml;dlich, dass der Grundst&uuml;ckskaufvertrag und der General&uuml;bernehmervertrag am selben Tag abgeschlossen worden seien. Insoweit seien die Besonderheiten im Hinblick auf den Zeitdruck des Vorhabens zu ber&uuml;cksichtigen. Weiter liege kein anschaffungsnaher Aufwand vor. &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1a des Einkommensteuergesetzes (EStG) sei nicht anwendbar, da vor dem 31. Dezember 2003 Bauarbeiten, n&auml;mlich Schleifarbeiten am Treppenlauf, ausgef&uuml;hrt worden seien, die die Anwendbarkeit der Neuregelung ausschl&ouml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur H&ouml;he der sofort abziehbaren Eigenkapitalvermittlungsprovision hat das FA folgenden Tatbestandsberichtigungsantrag gestellt: In der m&uuml;ndlichen Verhandlung wurde von Seiten des FA vorgetragen, &quot;dass, sofern die Kl&auml;gerin als Herstellerin angesehen werde, die geltend gemachte Eigenkapitalvermittlungsprovision nur i.H. v. 6 % des eingeworbenen Eigenkapitals (Kommanditisten ohne Initiatoren) als sofort abziehbare Werbungskosten anzusetzen sei. Die Kl&auml;ger hatten dar&uuml;ber hinaus auch die Einlagen der typisch stillen Gesellschafter ber&uuml;cksichtigt, obwohl es sich insoweit um Fremdkapital handelt. Das eingeworbene Eigenkapital zum 31.12.2003 betrug &#8230; EUR zuz&uuml;glich Agio i.H. v. &#8230; EUR. Die Eigenkapitalvermittlungsprovision w&auml;re dann nur i.H. v. &#8230; EUR sofort abzugsf&auml;hig. Dieses Vorbringen hat im Tatbestand des Urteils keinen Niederschlag gefunden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ist dem Tatberichtigungsantrag entgegengetreten, da die Behauptungen des FA zum Vortrag in der m&uuml;ndlichen Verhandlung unzutreffend seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat den Tatbestandsberichtigungsantrag abgelehnt, da es sich um neuen Sachvortrag handele, mit dem das FA die H&ouml;he der Eigenkapitalvermittlungsprovisionen streitig stellen m&ouml;chte. Der Senat sei bei seiner Entscheidungsfindung davon ausgegangen, dass in H&ouml;he von &#8230; EUR Provisionen f&uuml;r die Vermittlung von Eigenkapital &#8211;und nicht von Fremdkapital, wozu auch die Einlagen typisch stiller Gesellschafter geh&ouml;rten&#8211; angefallen seien. Diese Annahme stehe nicht in Widerspruch zu den tats&auml;chlichen Feststellungen des Senats bis zum Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung. Insbesondere habe das FA die H&ouml;he der Eigenkapitalvermittlungsposition weder in seinen schriftlichen Stellungnahmen w&auml;hrend des Einspruchs- oder Klageverfahrens noch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung streitig gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das finanzgerichtliche Urteil richtet sich die Revision des FA, mit der dieses die Verletzung materiellen Rechts (&sect; 9 i.V.m. &sect; 21 EStG sowie des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 1a EStG) sowie eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs (&sect; 119 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) in Gestalt eines Versto&szlig;es gegen die sog. Beachtungspflicht r&uuml;gt. Die Anleger seien mit einem B&uuml;ndel vorformulierter Vertr&auml;ge konfrontiert worden, die sie mit dem Gesellschaftsbeitritt ohne Einflussm&ouml;glichkeit zu akzeptieren hatten. Auch der gleichzeitige Abschluss des Grundst&uuml;ckskaufvertrages und des General&uuml;bernehmervertrages am &#8230; Dezember 2003 f&uuml;hre zu einer Aktivierungspflicht der Modernisierungskosten als Anschaffungskosten; &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG sei anzuwenden. Schlie&szlig;lich habe das Vorbringen, das auch Gegenstand des Tatbestandsberichtigungsantrags gewesen sei, im Tatbestand des Urteils keinen Niederschlag gefunden. Insoweit enthalte das Urteil des FG eine Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs (&sect; 119 Nr. 3 FGO) in Gestalt eines Versto&szlig;es gegen die sog. Beachtungspflicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 FGO). Das FG hat den Anspruch des FA auf rechtliches Geh&ouml;r nicht verletzt (&sect; 119 Nr. 3 FGO). Es hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise die Kl&auml;gerin als Herstellerin und die streitbefangene Eigenkapitalvermittlungsprovision und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerverg&uuml;tung sowie die Modernisierungskosten als sofort abziehbare Werbungskosten eingeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Rechtliches Geh&ouml;r<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat das rechtliche Geh&ouml;r des FA nicht verletzt. Es hat sich in der Entscheidung &uuml;ber den Tatbestandsberichtigungsantrag mit dem angeblich unber&uuml;cksichtigt gebliebenen Vorbringen sachlich auseinandergesetzt und es auch in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise als neuen Sachvortrag gewertet. Aus dem Sitzungsprotokoll ergibt sich nichts anderes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Sofort abziehbare Werbungskosten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur Behandlung von Eigenkapitalvermittlungsprovisionen eines gewerblichen Immobilienfonds als Anschaffungskosten oder Herstellungskosten ist in der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) anerkannt, dass die von einem in der Rechtsform einer gewerblich gepr&auml;gten KG gef&uuml;hrten Immobilienfonds gezahlte Eigenkapitalvermittlungsprovisionen in der Steuerbilanz der KG in voller H&ouml;he als Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Fondsimmobilie zu behandeln sind, wenn sich die Kommanditisten aufgrund eines vom Projektanbieter vorformulierten Vertragswerks an dem Fonds beteiligen (BFH-Urteil vom 28. Juni 2001 IV R 40\/97, BFHE 196, 77, BStBl II 2001, 717). Modellbedingte Nebenaufwendungen sind bei einem Immobilienfonds keine Werbungskosten, sondern Anschaffungskosten. So steht dem Abzug von Aufwendungen als Werbungskosten, die ein Anleger, der sich an einem Immobilienfonds beteiligt, als &quot;Geb&uuml;hren&quot; f&uuml;r in gesonderten Vertr&auml;gen vereinbarte Dienstleistungen (z.B. Mietgarantie, Treuh&auml;nderleistung) entrichtet, &sect; 42 der Abgabenordnung (AO) entgegen, wenn aufgrund der modellimmanenten Verkn&uuml;pfung aller Vertr&auml;ge diese Aufwendungen in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an der bezugsfertigen Immobilie stehen (BFH-Urteil vom 8. Mai 2001 IX R 10\/96, BFHE 195, 310, BStBl II 2001, 720). Besteht praktisch keine M&ouml;glichkeit der Anleger, auf Planung und Durchf&uuml;hrung des Bauvorhabens Einfluss zu nehmen und damit das Baugeschehen zu beherrschen, sind sie nicht Bauherren, sondern Erwerber mit der Folge, dass &sect; 42 AO dem Abzug solcher Aufwendungen als Werbungskosten entgegensteht, die zwar in gesonderten Vertr&auml;gen als Entgelte f&uuml;r einzelne Dienstleistungen vereinbart werden, die aber aufgrund der modellimmanenten Verkn&uuml;pfung aller Vertr&auml;ge regelm&auml;&szlig;ig in wirtschaftlichem Zusammenhang mit der Erlangung des Eigentums an der bezugsfertigen Immobilie stehen. Solche Entgelte lassen sich nur aus der gew&uuml;nschten Schaffung sofort abziehbarer Ausgaben erkl&auml;ren. Die angemessene Gestaltung best&uuml;nde in derartigen F&auml;llen in der Vereinbarung eines Gesamtkaufpreises, so dass die genannten Entgelte wie Anschaffungskosten zu werten sind (BFH-Urteil in BFHE 195, 310, BStBl II 2001, 720). An diese Rechtsprechung kn&uuml;pft auch der 5. Bauherrenerlass an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat die genannten Grunds&auml;tze seiner Entscheidung zugrunde gelegt und danach die Kl&auml;gerin hinsichtlich der Modernisierung des streitbefangenen Grundbesitzes in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise als Herstellerin eingeordnet und in der Folge die streitigen Aufwendungen als sofort abziehbare Werbungskosten anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die W&uuml;rdigung des FG hinsichtlich der Einordnung der Kl&auml;gerin als Herstellerin ist m&ouml;glich und deshalb f&uuml;r den Senat bindend (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO), weil die Anleger nach gleichfalls m&ouml;glicher W&uuml;rdigung des FG echte Wahlm&ouml;glichkeiten hinsichtlich Art und Weise der Modernisierungsma&szlig;nahmen hatten, dies in grunds&auml;tzlicher Hinsicht wie im Detail. In der Gesellschafterversammlung vom &#8230; Dezember 2003 konnten sie realen Einfluss auf die Ausgestaltung der Einzelvertr&auml;ge nehmen. Auch dass das FG die Vorarbeiten der Initiatoren hinsichtlich der Vertr&auml;ge mit Grundst&uuml;cksverk&auml;ufer, General&uuml;bernehmer und Banken als lediglich administrativ bedingt eingeordnet hat, ist unter den Besonderheiten des Streitfalles m&ouml;glich. Die Rechtsprechung (s. oben a) verlangt keine uneingeschr&auml;nkte Gestaltungsfreiheit der Anleger, dies gerade auch im Einklang mit dem Grundgedanken von &sect; 164 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211; (vgl. Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 21 EStG Rz 118). Soweit die Finanzverwaltung im 5. Bauherrenerlass dar&uuml;ber hinausgeht, ist dem nicht zu folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die reale Einflussnahmem&ouml;glichkeit der Anlegerkommanditisten wurde auch nicht dadurch ausgeschlossen, dass sie sich in der Gesellschafterversammlung vertreten lie&szlig;en. Die W&uuml;rdigung des FG, die Vertreter h&auml;tten nicht eindeutig im Lager der Initiatoren gestanden und es best&uuml;nden keine Anhaltspunkte, dass sie sich den Anlegern in ihrer Sorgfalt nicht hinreichend verpflichtet gef&uuml;hlt h&auml;tten, ist m&ouml;glich und f&uuml;r den Senat bindend (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO). Das FG konnte davon ausgehen, dass die Anleger und nicht die Vertreter die erforderlichen Entscheidungen getroffen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In der Folge hat das FG die Eigenkapitalvermittlungsprovision und die anteilige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerverg&uuml;tung zutreffend als sofort abziehbare Werbungskosten qualifiziert. Soweit sich das FA gegen die genannte H&ouml;he der Eigenkapitalvermittlungsprovision wendet, hat das FG diese im Beschluss zur Ablehnung der Tatbestandsberichtigung schl&uuml;ssig begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Zutreffend hat das FG auch die streitbefangenen Modernisierungskosten als sofort abziehbare Werbungskosten eingeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Anschaffungskosten gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 1 HGB sind die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Verm&ouml;gensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Verm&ouml;gensgegenstand einzeln zugeordnet werden k&ouml;nnen, ferner die Nebenkosten und nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten. Wird ein Geb&auml;ude ab dem Zeitpunkt des Erwerbs vom Erwerber durch Vermietung genutzt, ist es insoweit betriebsbereit gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 1 Satz 1 HGB (BFH-Urteil vom 12. September 2001 IX R 52\/00, BFHE 198, 85, BStBl II 2003, 574).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sog. anschaffungsnahe Aufwendungen sind &#8211;vorbehaltlich einer speziellen gesetzlichen Regelung&#8211; nicht allein wegen ihrer H&ouml;he oder ihrer zeitlichen N&auml;he zur Anschaffung eines Geb&auml;udes als Herstellungskosten zu beurteilen; soweit sie nicht der Herstellung oder Erweiterung eines Geb&auml;udes dienen, stellen sie nur dann Herstellungskosten dar, wenn sie zu seiner wesentlichen Verbesserung gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB f&uuml;hren (BFH-Urteil vom 12. September 2001 IX R 39\/97, BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zutreffend hat das FG die streitigen Modernisierungskosten nicht dem Erwerb des Objekts zugeordnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2.1) Zwar sind Bauma&szlig;nahmen als Anschaffungskosten zu beurteilen, wenn sie im Rahmen eines sog. Modernisierungsmodells gleichzeitig mit dem Kaufvertrag &uuml;ber eine Eigentumswohnung in einem Altbau in Auftrag gegeben und alsbald durchgef&uuml;hrt werden (BFH-Urteile in BFHE 198, 85, BStBl II 2003, 574, unter II.2.b bb; vom 30. Juli 1991 IX R 43\/89, BFHE 165, 245, BStBl II 1991, 918). Dies ist mit dem FG aber nur anzunehmen, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung vom Erwerb des modernisierten Objekts auszugehen ist. Dies hat das FG vorliegend in m&ouml;glicher W&uuml;rdigung verneint, dies insbesondere angesichts der nicht deckungsgleichen Beteiligungsverh&auml;ltnisse der Parteien von Grundst&uuml;ckskaufvertrag und General&uuml;bernehmervertrag sowie deshalb, weil der Verk&auml;ufer nicht auch Herr der Renovierung und Modernisierung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M&ouml;glich und f&uuml;r den Senat bindend ist weiter die W&uuml;rdigung des FG zur Unerheblichkeit des Abschlusses von Grundst&uuml;ckskaufvertrag und General&uuml;bernehmervertrag am selben Tag.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2.2) Schlie&szlig;lich ist die Ablehnung von Herstellungskosten (&sect; 255 Abs. 2 Satz 1 HGB) wegen anschaffungsnahem Aufwand nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufwendungen f&uuml;r die Instandsetzung eines Geb&auml;udes, die weder der Herstellung der Betriebsbereitschaft noch der Erweiterung oder der wesentlichen Verbesserung des Geb&auml;udes dienen, sind f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume bis 2003 nicht allein wegen ihrer zeitlichen N&auml;he zum Anschaffungsvorgang aktivierungspflichtig (BFH-Urteil vom 15. September 2004 I R 7\/02, BFHE 207, 429, BStBl II 2005, 867). &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG i.d.F. des Steuer&auml;nderungsgesetzes 2003 (St&Auml;ndG 2003) ist erstmals auf Bauma&szlig;nahmen anzuwenden, mit denen nach dem 31. Dezember 2003 begonnen wird (&sect; 52 Abs. 16 Satz 7 EStG i.d.F. des St&Auml;ndG 2003).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend hat das FG f&uuml;r die zeitliche Anwendbarkeit von &sect; 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG auf den tats&auml;chlichen Baubeginn abgestellt. Diesen hat es in m&ouml;glicher Tatsachenw&uuml;rdigung (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO) in den Schleifarbeiten Ende 2003 gesehen. Insbesondere sind sie Bestandteil des gesamten Modernisierungskonzepts (vgl. dazu BFH-Urteil vom 25. August 2009 IX R 20\/08, BFHE 226, 256, BStBl II 2010, 125). Die zeitliche Z&auml;sur bei den Bauarbeiten wird durch die festgestellten unerwarteten Finanzierungsschwierigkeiten hinreichend erkl&auml;rt, so dass sie der Annahme eines Baubeginns in 2003 nicht entgegen steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Zutreffend hat das FG weiter festgestellt, dass die Modernisierungskosten nicht daf&uuml;r entstanden, um das Geb&auml;ude in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Das Objekt wurde vermietet erworben und war insoweit betriebsbereit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat auch in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise eine Standarderh&ouml;hung abgelehnt, da es prim&auml;r um Reparatur oder Ersetzung von Vorhandenem ging.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.2.2012, IX R 13\/11 Geschlossener Immobilienfonds als Hersteller &#8211; Eigenkapitalvermittlungsprovisionen eines gewerblichen Immobilienfonds als Anschaffungskosten oder Herstellungskosten Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist ein 2003 gegr&uuml;ndeter geschlossener Immobilienfonds. 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