{"id":65178,"date":"2015-11-06T16:59:12","date_gmt":"2015-11-06T14:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65178"},"modified":"2015-11-06T16:59:12","modified_gmt":"2015-11-06T14:59:12","slug":"i-r-7-14-erfolgsunabhaengige-beitragsrueckerstattungen-sind-abzuzinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-7-14-erfolgsunabhaengige-beitragsrueckerstattungen-sind-abzuzinsen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;7\/14 &#8211; Erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen sind abzuzinsen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, I R 7\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen sind abzuzinsen<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 5. Dezember 2013&nbsp;&nbsp;6 K 147\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine AG, betrieb in den Streitjahren (2005 bis 2007) die sog. substitutive Krankenversicherung, also eine solche, die anstelle der gesetzlichen Krankenversicherung tritt. Ihre Einnahmen beruhten in den Streitjahren auf den Beitr&auml;gen zu den Krankenversicherungen, nur zu einem geringen Teil auf den Pflegeversicherungsbeitr&auml;gen<strong>. <\/strong>Da die privaten Versicherungsunternehmen f&uuml;r ihre Pflegeversicherungen nach &sect;&nbsp;111 des Elften Buchs Sozialgesetzbuch Soziale Pflegeversicherung (SGB XI) verpflichtet sind, zur dauerhaften Gew&auml;hrleistung der Regelungen des &sect;&nbsp;110 SGB XI (z.B. Kontrahierungszwang, kein Ausschluss von Vorerkrankungen der Versicherten, beitragsfreie Mitversicherung der Kinder) ein der Aufsicht der Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unterworfenes Ausgleichssystem zu schaffen (sog. Risikoausgleich), wurde die Kl&auml;gerin &#8211;zusammen mit anderen privaten Krankenversicherungsunternehmen&#8211; Gesellschafterin der &#8230; Pool Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts (P-GbR), deren Zweck nach &sect;&nbsp;2 des Gesellschaftsvertrags vom &#8230;(im Folgenden GV) in der Beitragskalkulation gem&auml;&szlig; &sect;&sect;&nbsp;23, 110 und 111 SGB XI, der Durchf&uuml;hrung des finanziellen Ausgleichs nach &sect;&nbsp;111 Abs.&nbsp;1 SGB XI, der F&uuml;hrung einer Gemeinschaftsstatistik sowie in der &Uuml;berpr&uuml;fung der Risikopr&uuml;fung und der Schadensregulierung bei den einzelnen Gesellschaftern jeweils f&uuml;r die private Pflegeversicherung besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der GV, dessen &Auml;nderung der Zustimmung der BaFin bedarf (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GV; &sect;&nbsp;111 Abs.&nbsp;2 SGB XI), enth&auml;lt &#8211;ebenso wie seine Neufassung vom &#8230;&#8211; in &sect;&nbsp;8 die folgenden Regelungen:<br \/>(Abs.&nbsp;1) &quot;Die Gesellschafter stellen f&uuml;r die private Pflegepflichtversicherung eine eigene Abrechnung gem&auml;&szlig; dem Abrechnungsschema in Anlage&nbsp;1 auf &#8230; Wie dort ausgef&uuml;hrt, sind &Uuml;berschussmittel in der sich ergebenden H&ouml;he unabh&auml;ngig vom Gesamtergebnis des Versicherungsunternehmens der R&uuml;ckstellung f&uuml;r erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattung (RfuB-PPV) zuzuf&uuml;hren.<br \/>(Abs.&nbsp;2) Die Mittel aus der RfuB-PPV werden gem&auml;&szlig; dem in Anlage&nbsp;2, Punkt&nbsp;X festgelegten Verfahren zum Abbau der Umlage verwendet. &#8230;<br \/>(Abs.&nbsp;4) Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen Unternehmen f&uuml;r die RfuB-PPV eigene Beschl&uuml;sse entsprechend Punkt&nbsp;Y von Anlage&nbsp;2 f&uuml;r die R&uuml;ckstellungsteile fassen, die sich mindestens zwei Jahre in der R&uuml;ckstellung befinden.&quot; Anlage&nbsp;1 enth&auml;lt das Abrechnungsschema f&uuml;r die versicherungstechnische Berechnung der RfuB-PPV in die bezogen auf den Bereich der Pflegeversicherung u.a. die Beitr&auml;ge, die Aufwendungen f&uuml;r die Versicherungsf&auml;lle sowie Aufwendungen f&uuml;r den Versicherungsbetrieb eingehen; zu ber&uuml;cksichtigen waren hierbei auch die Ergebnisse aus Kapitalanlagen, die sich nach den Erl&auml;uterungen zu Anlage&nbsp;1 aus dem Zinssatz f&uuml;r 10-j&auml;hrige Pfandbriefe (h&ouml;chstens Nettoverzinsung des Unternehmens) auf die mittleren versicherungstechnischen R&uuml;ckstellungen (einschlie&szlig;lich der RfuB-PPV) ergaben. Eine Verzinsung der RfuB-PPV war nicht vereinbart. Aus &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 und 4 GV i.V.m. der in Bezug genommenen Anlage&nbsp;2 (Punkt&nbsp;X und Y) ergibt sich, dass die zur&uuml;ckgestellten Betr&auml;ge zur Senkung der Nettobedarfsbeitr&auml;ge und damit zur Reduzierung der Pool-Umlage zu verwenden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Entwurf eines GV vom &#8230; 2006 sollte die RfuB-PPV erstmals verzinst werden. Da die BaFin diesem Vertragsentwurf die Zustimmung verweigerte, wurde mit dem ge&auml;nderten GV vom &#8230; 2007 in &sect;&nbsp;8 die Verzinsung nach der im Abrechnungsschema f&uuml;r den Pool-Ausgleich (Anlage&nbsp;1, Punkt&nbsp;A) angegebenen Berechnungsweise vereinbart. Hiernach ist der Zinsbetrag aus der Multiplikation der mittleren RfuB-PPV mit dem H&ouml;chstsatz dreier Faktoren zu ermitteln (Erl&auml;uterung 19 des Schemas); im Gegensatz zu den bis dahin geltenden Erl&auml;uterungen sind die RfuB-PPV jedoch nicht mehr in die Ermittlung der Ergebnisse aus Kapitalanlagen einzubeziehen (Erl&auml;uterung 4 des Schemas). Die BaFin stimmte diesen &Auml;nderungen am 6.&nbsp;November 2007 zu. Mit weiterem Schreiben vom 16.&nbsp;November 2010 erkl&auml;rte sie gegen&uuml;ber dem Verband der privaten Krankenversicherung e.V.:<br \/>&quot;&#8230; hiermit best&auml;tige ich Ihnen, dass die BaFin mit der Verzinsung der R&uuml;ckstellung f&uuml;r erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattung im Jahr 2006 auf der Grundlage der von den Gesellschaftern des Pools im gleichen Jahr beschlossenen &Auml;nderungen des Pool-Vertrages einverstanden ist. Mein Schreiben vom 6.11.2007 stellt insoweit implizit auch eine Zustimmung hinsichtlich der im Jahr 2006 vorgenommenen &Auml;nderungen des Poolvertrages dar.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der Verpflichtungen aus dem Pool-Vertrag wies die Kl&auml;gerin zum Ende der Streitjahre folgende RfuB-PPV aus: &#8230;&nbsp;EUR (2005), &#8230;&nbsp;EUR (2006) und &#8230;&nbsp;EUR (2007).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, dass die R&uuml;ckstellungen nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) auf &#8230;&nbsp;EUR (2005), &#8230;&nbsp;EUR (2006) und &#8230;&nbsp;EUR (2007) abzuzinsen seien. Demgem&auml;&szlig; erlie&szlig; er f&uuml;r die Streitjahre ge&auml;nderte Bescheide zur Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuermessbetr&auml;ge (jeweils Bescheide vom 27.&nbsp;Januar 2011). Die nach erfolglosem Einspruch erhobene Klage wurde vom Finanzgericht (FG) abgewiesen (Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 5.&nbsp;Dezember 2013&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;147\/12, Betriebs-Berater 2014, 1520).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision beantragt die Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig;, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die angegriffenen Steuerbescheide dahingehend abzu&auml;ndern, dass die K&ouml;rperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r die Streitjahre unter Ber&uuml;cksichtigung der urspr&uuml;nglich angesetzten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen (&#8230;) festgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Entscheidung des FG, die RfuB-PPV nur in H&ouml;he ihres nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e EStG 2002 abgezinsten Betrags in der Steuerbilanz der Kl&auml;gerin zu passivieren, ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 (KStG 2002) &#8211;f&uuml;r die Gewerbesteuer i.V.m. &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes 2002&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 hat die Kl&auml;gerin das Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen, das nach den handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) auszuweisen ist (Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz). Die handelsrechtlichen GoB ergeben sich vornehmlich aus den f&uuml;r alle Kaufleute geltenden Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;238&nbsp;ff. des Handelsgesetzbuchs (HGB). Dar&uuml;ber hinaus erfasst der Verweis auf die GoB aber auch die f&uuml;r Versicherungsunternehmen geltende spezielle Rechnungslegungsvorschrift des &sect;&nbsp;341e Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 HGB, nach der f&uuml;r erfolgsabh&auml;ngige und f&uuml;r erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen versicherungstechnische R&uuml;ckstellungen zu bilden sind, soweit deren ausschlie&szlig;liche Verwendung f&uuml;r diesen Zweck durch Gesetz, Satzung, gesch&auml;ftsplanm&auml;&szlig;ige Erkl&auml;rung oder vertragliche Vereinbarung gesichert ist (Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;Mai 2010 I&nbsp;R&nbsp;64\/08, BFH\/NV 2010, 1860; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;207, 91, m.w.N.). Im Hinblick auf die H&ouml;he des Ausweises ordnet &sect;&nbsp;341e Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 HGB an, dass in die R&uuml;ckstellungen auch der Betrag eingeht, der nach vern&uuml;nftiger kaufm&auml;nnischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erf&uuml;llbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsvertr&auml;gen sicherzustellen. Dabei sind nach &sect;&nbsp;341e Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB die im Interesse der Versicherten erlassenen aufsichtsrechtlichen Vorschriften &uuml;ber die bei der Berechnung der R&uuml;ckstellungen zu verwendenden Rechnungsgrundlagen einschlie&szlig;lich des daf&uuml;r anzusetzenden Rechnungszinsfu&szlig;es und &uuml;ber die Zuweisung bestimmter Kapitalertr&auml;ge zu den R&uuml;ckstellungen zu ber&uuml;cksichtigen. Auch letztere Bestimmung ist &uuml;ber den Ma&szlig;geblichkeitsgrundsatz des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG 2002 in der Steuerbilanz zu beachten (so ausdr&uuml;cklich BTDrucks 12\/7646, 4; Heymann\/Rohrmann, Handelsgesetzbuch, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;341e Rz&nbsp;5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwischen den Beteiligten ist nicht streitig, dass hiernach auch die von der Kl&auml;gerin gebildeten RfuB-PPV mit den von ihr ermittelten Betr&auml;gen in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss zu passivieren waren. Allerdings steht der steuerbilanzielle Ausweis dieser Passiva nach der Rechtsprechung des Senats (Urteil vom 25.&nbsp;November 2009 I&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304) unter dem Bewertungsvorbehalt des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;3e i.V.m. Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG 2002, nach dem R&uuml;ckstellungen f&uuml;r nicht verzinsliche Verpflichtungen mit einem Zinssatz von 5,5&nbsp;% abzuzinsen sind, es sei denn (Ausnahmen), die Laufzeit der Verbindlichkeit betr&auml;gt am jeweiligen Bilanzstichtag weniger als zw&ouml;lf Monate oder die Verbindlichkeit beruht auf einer Anzahlung oder Vorausleistung. Das Senatsurteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304 betrifft die &#8211;auch f&uuml;r die Streitjahre des vorliegenden Verfahrens ma&szlig;gebliche&#8211; Rechtslage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;253 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 HGB i.d.F. des Gesetzes zur Durchf&uuml;hrung der Richtlinie des Rates der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &uuml;ber den Jahresabschlu&szlig; und den konsolidierten Abschlu&szlig; von Versicherungsunternehmen (Versicherungsbilanzrichtlinie-Gesetz) vom 24.&nbsp;Juni 1994 (BGBl I 1994, 1377) &#8211;HGB a.F.&#8211;, derzufolge R&uuml;ckstellungen (einschlie&szlig;lich versicherungstechnischer R&uuml;ckstellungen; vgl. B&ouml;cking\/Gros\/K&ouml;lschbach in Ebenroth\/Boujong\/Joost\/Strohn, Handelsgesetzbuch, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;341e Rz&nbsp;3) handelsrechtlich nur dann abgezinst werden d&uuml;rfen (Wahlrecht), soweit die ihnen zugrunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enth&auml;lt. Der Senat ist hierbei erkennbar &#8211;entsprechend Wortlaut (&quot;R&uuml;ckstellungen sind h&ouml;chstens &#8230; anzusetzen&quot;) und Zweck der Abzinsungsregelung (BTDrucks 14\/23, S.&nbsp;170&nbsp;ff.: Diskontierung des zuk&uuml;nftigen Erf&uuml;llungsbetrags entsprechend der aktuellen Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen; Urteil des Bundesfinanzhofs vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;32\/07, BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98)&#8211; von einem Vorrang des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e i.V.m. Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG 2002, und damit einem den handelsrechtlichen Ausweis verdr&auml;ngenden steuerrechtlichen Bewertungsvorbehalt, ausgegangen. Er sieht keine Veranlassung, von dieser Beurteilung abzur&uuml;cken (gl.A. Schmidt\/Kulosa, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;473 a.E.; Bl&uuml;mich\/Ehmke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;979 a.E.; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;91; B&ouml;cking\/Gros in Ebenroth\/ Boujong\/Joost\/Strohn, a.a.O., &sect;&nbsp;253 Rz&nbsp;23; ebenso mit Blick auf die im Streitfall nicht einschl&auml;gigen Neuregelungen des &sect;&nbsp;253 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 und &sect;&nbsp;341e Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 HGB in der Fassung des Gesetzes zur Modernisierung des Bilanzrechts &#8211;Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz&#8211; vom 25.&nbsp;Mai 2009, BGBl I 2009, 1102; Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;481).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dem Senatsurteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304 (betreffend das damalige Streitjahr 2000) lag die Ansicht zugrunde, dass nach dem GV (GbR-Poolvertrag) vom 28.&nbsp;August 1997 die RfuB-PPV f&uuml;r nicht verzinsliche Verpflichtungen des jeweiligen Versicherungsunternehmens zu bilden und sie deshalb nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e i.V.m. Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG 1997 n.F. abzuzinsen sind. Nach der Auslegung des GV (GbR-Poolvertrag) durch die Vorinstanz des anh&auml;ngigen Verfahrens wird diese Einsch&auml;tzung durch die &Auml;nderung des GV vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2007 nicht ber&uuml;hrt; dem Umstand, dass bei der Berechnung der H&ouml;he der R&uuml;ckstellung nach Ma&szlig;gabe von Anlage&nbsp;1 des GV (Abrechnungsschema) ein Zinsanteil anzusetzen ist, hat das FG keine Bedeutung beigemessen. Der Senat ist an diese Vertragsauslegung gebunden, wenn sie m&ouml;glich ist und keinen Rechtsfehler erkennen l&auml;sst (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Hiervon ist vorliegend auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die R&uuml;ckstellung ist nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 GV vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2007 (ebenso &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 GV vom 28.&nbsp;August 1997 und 23.&nbsp;August 2002) gem&auml;&szlig; Anlage&nbsp;2 des\/der GV zum Abbau der Umlage zu verwenden. Der Anlage ist zu entnehmen, dass sich der durch den gesetzlich zwingenden Risikoausgleich (&sect;&nbsp;111 SGB XI) zwischen den Versicherungsunternehmen der privaten Pflegeversicherung ergebende Umlagebedarf (Beitrags- und Risikoauslage; vgl. &sect;&nbsp;6 GV; Pr&auml;ve in Pr&ouml;lss, Versicherungsaufsichtsgesetz, 12.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12f Rz&nbsp;20&nbsp;ff.) nach dem positiven oder negativen Unterschiedsbetrag zwischen den einheitlich ermittelten Nettobedarfsbeitr&auml;gen bestimmt mit der Folge, dass die in Anlage&nbsp;2 vorgesehene Verwendung der RfuB-PPV zur Finanzierung der Bedarfsbeitr&auml;ge mit einer Senkung der ansonsten erforderlichen Umlage verbunden ist. Die Kl&auml;gerin hat gegen die W&uuml;rdigung des FG, nach der diese Verwendungsverpflichtung keiner Verzinsung unterliegt, keine durchgreifenden Einwendungen erhoben. Sie ist deshalb m&ouml;glich und &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; f&uuml;r das Revisionsverfahren bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit die Kl&auml;gerin geltend macht, dass die RfuB-PPV nach Ma&szlig;gabe der in Anlage&nbsp;1 des GV vom &#8230; 2007 vorgesehenen Schritte zu verzinsen ist, rechtfertigt dies keine andere Beurteilung. Der Einwand l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass die Abzinsung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e i.V.m. Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG 2002 nicht auf die kalkulatorische (hier: aufsichtsrechtlich genehmigte) Bemessung des handelsrechtlichen R&uuml;ckstellungsbetrags, sondern darauf abstellt, ob die dem Bilanzausweis zugrunde liegende Verpflichtung selbst (hier: Verpflichtung zur Minderung der Nettobedarfsbeitr&auml;ge) verzinslich ist. Fehlt es hieran, so ist m.a.W. die erst zuk&uuml;nftig zu erf&uuml;llende Verpflichtung auch dann in der Steuerbilanz mit ihrem (diskontierten) Gegenwartswert anzusetzen, wenn die hierf&uuml;r erforderlichen Mittel durch die verzinsliche Anlage des unternehmerischen Kapitals gewonnen werden. Demgem&auml;&szlig; ist im Streitfall auch nicht darauf einzugehen, ob eine nachtr&auml;gliche und ggf. r&uuml;ckwirkende &Auml;nderung au&szlig;ersteuerrechtlicher Normen (hier: Genehmigungsschreiben der BaFin vom 16.&nbsp;November 2010 betreffend die &quot;Verzinsung&quot; der RfuB-PPV im Jahr 2006) den steuerbilanziellen Ausweis des betreffenden Wirtschaftsjahrs beeinflusst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch der Einwand, dem steuerbilanziellen Ansatz der abgezinsten R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge stehe entgegen, dass nach Ansicht der Finanzverwaltung das Abzinsungsgebot des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e EStG 2002 auf Pauschalr&uuml;ckstellungen (vgl. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;a EStG 2002) keine Anwendung findet (vgl. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 26.&nbsp;Mai 2005, BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;27), greift nicht durch (ebenso &#8211;implizit&#8211; Senatsurteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304). Der Senat hat mit Urteil vom 27.&nbsp;Januar 2010 I&nbsp;R&nbsp;35\/09 (BFHE 228, 250, BStBl II 2010, 478) offengelassen, ob er dieser aus &quot;Vereinfachungsgr&uuml;nden&quot; getroffenen Regelung folgen k&ouml;nnte (bejahend FG M&uuml;nchen, Beschluss vom 21.&nbsp;Januar 2004&nbsp;&nbsp;7&nbsp;V&nbsp;4930\/03, Entscheidungen der Finanzgerichte 2004, 641; kritisch Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;481; nur referierend Kiesel in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1187). Auch im Streitfall bedarf es hierzu keiner Entscheidung, da die Kl&auml;gerin keine pauschale auf den Erfahrungen der Vergangenheit gr&uuml;ndende R&uuml;ckstellung f&uuml;r eine Vielzahl gleichartiger Verbindlichkeiten gebildet hat; Ma&szlig;gr&ouml;&szlig;e der RfuB-PPV sind vielmehr die aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie die hierauf beruhende Verpflichtung, die r&uuml;ckgestellten Betr&auml;ge zum Risikoausgleich (hier: zur Senkung der Umlagebetr&auml;ge) zwischen den P-GbR beteiligten privaten Versicherungsunternehmen zu verwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nicht durchgreifen kann ferner der Vortrag der Kl&auml;gerin, die RfuB-PPV beruhten auf Vorausleistungen der Versicherungsnehmer, die nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 i.V.m. Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e EStG 2002 eine steuerrechtliche Abzinsung ausschlie&szlig;en. Wie der Senat mit Urteil vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;50\/10 (BFHE 235, 255, BStBl II 2012, 197) im Einzelnen dargelegt hat, soll der Ausschluss des Abzinsungsgebots verhindern, dass aufgrund der Aktivierung der Anzahlungen oder Vorausleistungen einerseits sowie der R&uuml;ckstellungsdiskontierung andererseits ein nicht realisierter Gewinn ausgewiesen wird (vgl. auch BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;23). Die Ausnahme greift daher nur f&uuml;r Vorleistungen, die in Erf&uuml;llung eines zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt noch zu vollziehenden Rechtsgesch&auml;fts erbracht werden (BMF-Schreiben vom 26.&nbsp;Mai 2005, BStBl I 2005, 699 Rz&nbsp;20 und 34). An einem hiernach erforderlichen Schwebezustand fehlt es indes, wenn der Vertragspartner (im damaligen Fall: der Mieter) seine vertraglich vereinbarte Leistung erbringt und nur am Ende der Vertragszeit die M&ouml;glichkeit besteht, die Leistung teilweise zur&uuml;ckzuerlangen. Gleiches muss erst recht f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin vereinnahmten Beitragsteile gelten, die nach den Regelungen des GV der P-GbR in die RfuB-PPV einzustellen und aufgrund einheitlicher Kalkulationsgrundlagen dem vorstehend beschriebenen &#8211;unternehmens&uuml;bergreifenden&#8211; Risikoausgleich unterworfen sind. Auch insoweit ist nicht erkennbar, dass zwischen den Versicherungsnehmern und dem Versicherungsunternehmen ein erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt zu vollziehendes Rechtsgesch&auml;ft vereinbart worden w&auml;re (ebenso &#8211;implizit&#8211; Senatsurteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;gerin schlie&szlig;lich geltend macht, dass das Abzinsungsgebot des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e EStG 2002 nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;3 KStG 2002 f&uuml;r R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen nicht greife, hat der Senat zu diesem Vortrag bereits mit Urteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304 ausf&uuml;hrlich Stellung genommen. Er hat sowohl die unmittelbare als auch die entsprechende Anwendung der Ausschlussvorschrift des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;3 KStG 1999\/2002 verneint, da die Norm nur Verpflichtungen f&uuml;r erfolgsabh&auml;ngige, nicht hingegen f&uuml;r erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen erfasse. Der Senat verweist zur Vermeidung von Wiederholungen auf die Gr&uuml;nde dieser Entscheidung. Anderes ergibt sich nicht aus dem Hinweis der Kl&auml;ger (gl.A. Boetius, Die Wirtschaftspr&uuml;fung 2013, 753), dass nach den materiell-rechtlichen Regeln des Handelsrechts die vorliegend zu beurteilenden R&uuml;ckstellungen erfolgsabh&auml;ngig seien, da ihre Bildung zwar nicht vom handelsrechtlichen Jahres&uuml;berschuss der Kl&auml;gerin, aber von dem in der privaten Pflegeversicherung erzielten &Uuml;berschuss und damit vom Ergebnis einer Versicherungsart i.S. von &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 der Verordnung &uuml;ber die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) abh&auml;nge. Zu Letzterem braucht der Senat nicht Stellung zu nehmen. Der Einwand l&auml;sst jedenfalls unber&uuml;cksichtigt, dass &#8211;wie der Senat im Urteil in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304 erl&auml;utert hat&#8211; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;3 KStG 1999\/2002 lediglich eine Rechtsfolge beschreibt, n&auml;mlich die Nichtgeltung des steuerrechtlichen Abzinsungsgebots bestimmt, und tatbestandlich an die vorhergehende Regelung des &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 KStG 1999\/2002 ankn&uuml;pft; &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 KStG 1999\/2002 kommt f&uuml;r den Bereich der Lebens- und Krankenversicherung deshalb nur bei solchen R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Beitragsr&uuml;ckerstattungen zum Tragen, die sich nach dem handelsrechtlichen Jahresergebnis (d.h. dem handelsrechtlichen Gesamtergebnis des Unternehmens) bemessen (BTDrucks 16\/11108, S.&nbsp;28). Angesichts dieser eigenst&auml;ndigen (steuerrechtlichen) Tatbestandsbestimmung ist die Frage, ob die Kl&auml;gerin i.S. von &sect;&nbsp;341e Abs.&nbsp;2 HGB i.V.m. &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;2 RechVersV R&uuml;ckstellungen f&uuml;r erfolgsabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen gebildet hat, f&uuml;r das anh&auml;ngige Verfahren nicht entscheidungserheblich (Entscheidungen des Senats vom 9.&nbsp;Juni 1999 I&nbsp;R&nbsp;17\/97, BFHE 189, 364, BStBl II 1999, 739; vom 7.&nbsp;M&auml;rz 2007 I&nbsp;R&nbsp;61\/05, BFHE 217, 425, BStBl II 2007, 589; in BFHE 227, 455, BStBl II 2010, 304; in BFH\/NV 2010, 1860; Bl&uuml;mich\/H.-J. Heger, &sect;&nbsp;21 KStG Rz&nbsp;9 und 12; BMF-Schreiben vom 7.&nbsp;M&auml;rz 1978, BStBl I 1978, 160 zu 1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache ist spruchreif. Die Revision hat gegen die von der Vorinstanz best&auml;tigte Berechnung der Abzinsungsbetr&auml;ge (einschlie&szlig;lich der gesch&auml;tzten Laufzeit der Verbindlichkeiten) keine Einw&auml;nde vorgebracht. Rechtsfehler sind insoweit f&uuml;r den Senat auch nicht ersichtlich. Die Revision ist deshalb zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 6.5.2015, I R 7\/14 Erfolgsunabh&auml;ngige Beitragsr&uuml;ckerstattungen sind abzuzinsen Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 5. Dezember 2013&nbsp;&nbsp;6 K 147\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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