{"id":6518,"date":"2012-11-30T16:09:47","date_gmt":"2012-11-30T14:09:47","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6518"},"modified":"2012-11-30T16:09:47","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:47","slug":"i-r-16-11-umfang-der-steuerlichen-rechtsnachfolge-bei-verschmelzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-16-11-umfang-der-steuerlichen-rechtsnachfolge-bei-verschmelzung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;16\/11 &#8211; Umfang der steuerlichen Rechtsnachfolge bei Verschmelzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.2.2012, I R 16\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Umfang der steuerlichen Rechtsnachfolge bei Verschmelzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitpunkt ist, ob im Streitjahr 1997 das Hinzurechnungsvolumen einer Kapitalgesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997) nach einer Verschmelzung auf eine andere Kapitalgesellschaft auf diese &uuml;bergegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Verschmelzungsvertrag vom 17. M&auml;rz 1998 wurde die X-AG im Wege der Aufnahme auf die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) &#8211;ebenfalls eine AG&#8211; verschmolzen. Als steuerlicher &Uuml;bertragungsstichtag wurde der 31. Dezember 1997 festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren bis 1997 unterhielt die X-AG eine Betriebsst&auml;tte in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Hieraus erzielte sie Verluste, die sie bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte abgezogen hatte. Daraus ergab sich zum 31. Dezember 1997 f&uuml;r sie rechnerisch ein gem&auml;&szlig; &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 der Hinzurechnung unterliegender und noch nicht hinzugerechneter (verbleibender) Betrag von 137.015.187 DM. Auch die Kl&auml;gerin unterhielt in den Jahren vor der Verschmelzung eine Betriebsst&auml;tte in den USA. In dieser Betriebsst&auml;tte wurde im Streitjahr 1997 ein Gewinn von 89.472.772 DM erwirtschaftet, der nach dem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Vermeidung der Steuerverk&uuml;rzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen und einiger anderer Steuern vom 29. August 1989 in der Bundesrepublik Deutschland von der Besteuerung freigestellt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin der X-AG auf den 31. Dezember 1997 ein Hinzurechnungsvolumen gem&auml;&szlig; &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 von 0 DM gesondert fest. Im Bescheid f&uuml;hrte er aus, aufgrund der Verschmelzung zum 31. Dezember 1997 sei ein verbleibender Betrag nicht mehr festzustellen; das Hinzurechnungsvolumen sei auf die Kl&auml;gerin als Gesamtrechtsnachfolgerin &uuml;bergegangen. F&uuml;r die Kl&auml;gerin war zum Schluss des Veranlagungszeitraumes 1996 kein verbleibender Betrag nach &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 f&uuml;r die USA festgestellt worden. Mit weiterem Bescheid an die Kl&auml;gerin (ohne Beif&uuml;gung eines Rechtsnachfolgezusatzes) stellte das FA einen verbleibenden Betrag von 47.542.415 DM gesondert fest. Laut diesem Bescheid betrugen der am 1. Januar 1997 verbliebene ausl&auml;ndische Verlust aus den Vorjahren 0 DM, der 1997 bei Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte abgezogene Verlust 137.015.187 DM und der 1997 bei Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nach &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 hinzugerechnete Betrag 89.472.772 DM. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FA aus, aufgrund des steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtags 31. Dezember 1997 sei der bei der untergehenden X-AG noch verbleibende Betrag nach &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 wegen der Gesamtrechtsnachfolge auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen den letztgenannten Bescheid erhobene Klage hatte Erfolg; das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen hat den Bescheid dahin abge&auml;ndert, dass die Feststellung des verbleibenden Betrags nach &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 f&uuml;r die USA aufgehoben wird. Sein Urteil vom 7. Februar 2011 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 1117 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richtet sich die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzte Revision des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Das FG hat zutreffend entschieden, dass die von der X-AG bis zur Verschmelzung nach &sect; 2a Abs. 3 Satz 1 EStG 1997 steuerlich in Abzug gebrachten Verluste aus ihrer US-amerikanischen Betriebsst&auml;tte nicht nach Ma&szlig;gabe von &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 EStG 1997 von der Kl&auml;gerin nachzuversteuern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Sind nach einem Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei einem unbeschr&auml;nkt Steuerpflichtigen aus einer in einem ausl&auml;ndischen Staat belegenen Betriebsst&auml;tte stammende Eink&uuml;nfte aus gewerblicher T&auml;tigkeit von der Einkommensteuer zu befreien, so ist gem&auml;&szlig; &sect; 2a Abs. 3 Satz 1 EStG 1997 auf Antrag des Steuerpflichtigen ein Verlust, der sich nach den Vorschriften des inl&auml;ndischen Steuerrechts bei diesen Eink&uuml;nften ergibt, bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte abzuziehen, soweit er vom Steuerpflichtigen ausgeglichen oder abgezogen werden k&ouml;nnte, wenn die Eink&uuml;nfte nicht von der Einkommensteuer zu befreien w&auml;ren, und soweit er nach diesem Abkommen zu befreiende positive Eink&uuml;nfte aus gewerblicher T&auml;tigkeit aus anderen in diesem ausl&auml;ndischen Staat belegenen Betriebsst&auml;tten &uuml;bersteigt. Der danach abgezogene Betrag ist, soweit sich in einem der folgenden Veranlagungszeitr&auml;ume bei den nach diesem Abkommen zu befreienden Eink&uuml;nften aus gewerblicher T&auml;tigkeit aus in diesem ausl&auml;ndischen Staat belegenen Betriebsst&auml;tten insgesamt ein positiver Betrag ergibt, in dem betreffenden Veranlagungszeitraum bei der Ermittlung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte wieder hinzuzurechnen (&sect; 2a Abs. 3 Satz 3 EStG 1997). Der am Schluss eines Veranlagungszeitraumes der Hinzurechnung unterliegende und noch nicht hinzugerechnete (verbleibende) Betrag ist gesondert festzustellen (&sect; 2a Abs. 3 Satz 5 EStG 1997).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das bei der X-AG zum 31. Dezember 1997 vorhandene Hinzurechnungsvolumen nach &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 EStG 1997 ist nicht infolge der Verschmelzung auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die ertragsteuerlichen Folgen der Verschmelzung auf eine K&ouml;rperschaft ergeben sich f&uuml;r die im M&auml;rz 1998 mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung zum 31. Dezember 1997 beschlossene Verschmelzung der X-AG auf die Kl&auml;gerin durch Aufnahme (&sect; 2 Nr. 2, &sect; 4 ff. des Umwandlungsgesetzes &#8211;UmwG 1995&#8211;) nach dem Dritten Teil des Umwandlungssteuergesetzes 1995 in der zuletzt durch das Gesetz zur Fortsetzung der Unternehmenssteuerreform vom 29. Oktober 1997 (BGBl I 1997, 2590, BStBl I 1997, 928) ge&auml;nderten Fassung (UmwStG 1995). In Bezug auf die steuerliche Rechtsnachfolge hei&szlig;t es in &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995, die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft trete bez&uuml;glich der Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA), der erh&ouml;hten Absetzungen, der Sonderabschreibungen, der Inanspruchnahme einer Bewertungsfreiheit oder eines Bewertungsabschlags, der den steuerlichen Gewinn mindernden R&uuml;cklagen sowie der Anwendung der Vorschriften des &sect; 6 Abs. 1 Nr. 2 S&auml;tze 2 und 3 EStG 1997 sowie der Frist i.S. des &sect; 5 Abs. 2 des Gesetzes &uuml;ber steuerliche Ma&szlig;nahmen bei Erh&ouml;hung des Nennkapitals aus Gesellschaftsmitteln in die Rechtsstellung der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft ein. Nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 gilt das unter den dort bestimmten Voraussetzungen auch f&uuml;r einen verbleibenden Verlustabzug i.S. des &sect; 10d Abs. 3 Satz 2 EStG 1997.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein nach &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 EStG 1997 bei der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft vorhandenes Hinzurechnungspotential geh&ouml;rt nicht zu den in &sect; 12 Abs. 3 UmwStG 1995 aufgef&uuml;hrten steuerlichen Rechtspositionen, hinsichtlich derer die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft in die Rechtsstellung der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft eintritt. Das wird auch von der Revision nicht in Abrede gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Auflistung der Tatbest&auml;nde, in denen nach &sect; 12 Abs. 3 UmwStG 1995 eine steuerliche Rechtsnachfolge eintritt, ist abschlie&szlig;end. In diesem Sinne hat der Senat bereits zur Vorg&auml;ngervorschrift &sect; 15 Abs. 3 des Gesetzes &uuml;ber steuerliche Ma&szlig;nahmen bei &Auml;nderung der Unternehmensform (UmwStG 1977) entschieden, dass die Steuerfreiheit eines Sanierungsgewinns nicht auf die aufnehmende K&ouml;rperschaft &uuml;bergeht (Senatsurteil vom 14. M&auml;rz 1990 I R 121\/88, BFHE 160, 455, BStBl II 1990, 806). F&uuml;r &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 gilt nichts anderes (dessen Aufz&auml;hlungscharakter betonend Senatsurteile vom 27. Mai 2009 I R 94\/08, BFHE 225, 131, BStBl II 2010, 937, und vom 28. Oktober 2009 I R 4\/09, BFHE 228, 21, BStBl II 2011, 315; ebenso Frotscher in Frotscher\/Maas, KStG, GewStG, UmwStG, &sect; 12 UmwStG Rz 48 [in der durch die 93. Lieferung aussortierten Fassung]; Probst in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff\/Sch&ouml;nfeld, Au&szlig;ensteuerrecht, &sect; 2a EStG Rz 537; Schmitt\/ H&ouml;rtnagl\/Stratz, Umwandlungsgesetz, Umwandlungssteuergesetz, 4. Aufl., &sect; 12 UmwStG Rz 56; Schmidt\/Heinicke, Einkommensteuergesetz, 26. Aufl., &sect; 2a Rz 53; Pach-Hassenheimb, Deutsches Steuerrecht 2001, 64 ff., m.w.N.; vgl. auch Schie&szlig;l in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 12 UmwStG Rz 395; Gosch in Kirchhof, EStG, 10. Aufl., &sect; 2a Rz 50; anderer Auffassung: Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 25. M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268, Tz. 12.27 i.V.m. 04.08; R 2a Abs. 5 der Einkommensteuer-Richtlinien; D&ouml;tsch\/Pung, Der Betrieb 2000, 61, 63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Wortlaut der Norm bietet keinen Anhalt daf&uuml;r, dass die Auflistung lediglich Beispielscharakter hat und die Vorschrift &uuml;ber die aufgelisteten Einzeltatbest&auml;nde hinaus eine umfassende steuerliche Gesamtrechtsnachfolge anordnet. Es ist kein nachvollziehbarer Grund ersichtlich, warum der Gesetzgeber eine derart detaillierte und umfangreiche Auflistung von Einzelpositionen in den Tatbestand aufnehmen sollte, wenn er von einer steuerlichen Gesamtrechtsnachfolge ausgegangen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soll ein im Gesetz genanntes Merkmal nur beispielhaft f&uuml;r einen allgemeineren Tatbestand stehen, kann der Gesetzgeber dies durch einen Zusatz wie &quot;insbesondere&quot;, &quot;beispielsweise&quot;, &quot;regelm&auml;&szlig;ig&quot;, &quot;auch&quot; oder &quot;unter anderem&quot; ausdr&uuml;cken. So hat der Senat z.B. aus Formulierung &quot;insbesondere&quot; in &sect; 8 Abs. 4 Satz 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 1991 geschlossen, dass der dortige Tatbestand das Fehlen der wirtschaftlichen Identit&auml;t nicht abschlie&szlig;end beschreibt (Senatsurteil vom 13. August 1997 I R 89\/96, BFHE 183, 556, BStBl II 1997, 829). Fehlt &#8211;wie hier&#8211; ein solcher Zusatz, spricht dies f&uuml;r eine abschlie&szlig;ende Regelung. Dagegen ist nicht ersichtlich, dass der Gesetzgeber abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlungen regelm&auml;&szlig;ig mit einem Zusatz wie &quot;nur&quot; oder &quot;ausschlie&szlig;lich&quot; kennzeichnet (vgl. z.B. die Aufz&auml;hlung der Realisationsakte bez&uuml;glich einbringungsgeborener Anteile in &sect; 21 Abs. 1 und Abs. 2 UmwStG 1995 &#8211;zu deren Abgeschlossenheit Senatsurteil vom 12. Oktober 2011 I R 33\/10, BFHE 235, 388&#8211; oder den Katalog der Sonderausgaben in &sect;&sect; 10 ff. EStG &#8211;zu dessen Abgeschlossenheit Urteil des Bundesfinanzhofs [BFH] vom 16. Februar 2011 X R 10\/10, BFH\/NV 2011, 977&#8211;). Das Fehlen einer solchen Formulierung in &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 l&auml;sst sich deshalb &#8211;entgegen der Auffassung der Revision&#8211; nicht f&uuml;r einen blo&szlig;en Beispielscharakter der dort aufgef&uuml;hrten Rechtspositionen ins Feld f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine generelle steuerliche Rechtsnachfolge der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft ist erst durch &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 i.d.F. des Steuerbereinigungsgesetzes 1999 (StBereinG 1999) vom 22. Dezember 1999 (BGBl I 1999, 2601, BStBl I 2000, 13) &#8211;UmwStG 1995 n.F.&#8211; in das Gesetz eingef&uuml;gt worden. Dort hei&szlig;t es ausdr&uuml;cklich, die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft trete &quot;in die steuerliche Rechtsstellung der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft ein&quot;. Die Bewertung der &uuml;bernommenen Wirtschaftsg&uuml;ter, die AfA und die gewinnmindernden R&uuml;cklagen werden nur noch &#8211;durch den Zusatz &quot;insbesondere&quot; gekennzeichnet&#8211; als Beispiele aufgez&auml;hlt. Die Bestimmung ist gem&auml;&szlig; Art. 28 Abs. 1 StBereinG 1999 am 1. Januar 2000 in Kraft getreten und ist deshalb auf die streitbefangene Verschmelzung nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine historische Auslegung anhand der Gesetzesmaterialien f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Die von der Revision herangezogene Begr&uuml;ndung des Regierungsentwurfs zu &sect; 15 Abs. 3 UmwStG 1977 gibt f&uuml;r die Frage der Abgeschlossenheit der Regelung nichts her. Soweit es dort hei&szlig;t, der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge nach &sect; 15 Abs. 3 UmwStG 1977 hinsichtlich der AfA sowie der erh&ouml;hten Absetzungen und &auml;hnlicher Erleichterungen erlange ein st&auml;rkeres Gewicht als bei der &Uuml;bernahme des Verm&ouml;gens durch eine Personengesellschaft oder durch eine nat&uuml;rliche Person (BTDrucks 7\/4803, S. 30), bezieht sich der verwendete Ausdruck &quot;Gesamtrechtsnachfolge&quot; ausschlie&szlig;lich auf die in &sect; 15 Abs. 3 UmwStG 1977 aufgef&uuml;hrten Rechtspositionen und l&auml;sst somit nicht auf die Absicht einer generellen steuerlichen Gesamtrechtsnachfolge schlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entsprechendes gilt f&uuml;r die Begr&uuml;ndung des Fraktionsentwurfs eines Gesetzes zur &Auml;nderung des Umwandlungssteuerrechts vom 28. Februar 1994, wo es im Hinblick auf den mit &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 teilidentischen &sect; 4 Abs. 2 Satz 1 UmwStG 1995 unter der &Uuml;berschrift &quot;Abschreibung&quot; hei&szlig;t, die &uuml;bernehmende Personengesellschaft trete &quot;hinsichtlich der Absetzungen f&uuml;r Abnutzung sowie der erh&ouml;hten Absetzungen und &auml;hnlicher Erleichterungen entsprechend dem Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge in die Rechtsposition der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft ein&quot; (BTDrucks 12\/6885, S. 17). Dem l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass der Grundsatz der Gesamtrechtsnachfolge auch &uuml;ber die ausdr&uuml;cklich angesprochenen Positionen hinaus Anwendung finden soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig kann sich die Revision f&uuml;r ihre Sichtweise mit Erfolg auf die Begr&uuml;ndung des Regierungsentwurfs zum StBereinG 1999 st&uuml;tzen. Dort hei&szlig;t es zwar zu der &sect; 12 Abs. 3 UmwStG 1995 n.F. entsprechenden Regelung in &sect; 4 Abs. 2 UmwStG 1995 n.F., Satz 1 solle klarer als Generalklausel ausgeformt werden; eine abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlung der fortzuf&uuml;hrenden Besteuerungsmerkmale sei nicht m&ouml;glich; in der Literatur w&uuml;rde den Rechtsnachfolgeklauseln teilweise abschlie&szlig;ender Charakter beigelegt; sollte sich diese Rechtsauffassung durchsetzen, h&auml;tte dies ungerechtfertigte Steuerausf&auml;lle zur Folge (BTDrucks 14\/1655, S. 13). Die &Auml;u&szlig;erung eines an der Gesetzgebung beteiligten Organs, der zufolge eine Gesetzes&auml;nderung klarstellende Wirkung habe, kann jedoch nicht bewirken, dass die neue Fassung r&uuml;ckwirkend auf Zeitr&auml;ume vor ihrem Inkrafttreten anwendbar ist (vgl. z.B. Senatsurteil vom 27. August 2008 I R 28\/07, BFH\/NV 2009, 123).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung eine abschlie&szlig;ende Aufz&auml;hlung der fortzuf&uuml;hrenden Besteuerungsmerkmale nicht m&ouml;glich ist, ist kein Argument f&uuml;r ein Verst&auml;ndnis des &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 als Generalklausel. Denn der Gesetzgeber h&auml;tte, wenn er eine steuerliche Gesamtrechtsnachfolge angestrebt h&auml;tte, auch schon vor der Gesetzes&auml;nderung durch das StBereinG 1999 eine Generalklausel in &sect; 12 Abs. 3 UmwStG 1995 implementieren k&ouml;nnen und h&auml;tte nicht alle denkbaren steuerlichen Rechtspositionen auflisten m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine steuerrechtliche Gesamtrechtsnachfolge kann nicht mit dem Argument der Revision begr&uuml;ndet werden, eine Verschmelzung weise zivilrechtlich &uuml;berwiegend Elemente der Gesamtrechtsnachfolge auf, so dass die Elemente des Anschaffungsgesch&auml;fts in den Hintergrund treten m&uuml;ssten. Zwar trifft es zu, dass bei der Verschmelzung der &uuml;bertragende Rechtstr&auml;ger erlischt und gem&auml;&szlig; &sect; 20 Abs. 1 Nr. 1 UmwG 1995 der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger zivilrechtlich dessen Rechtsnachfolger wird. Die zivilrechtliche Gesamtrechtsnachfolge muss jedoch nicht notwendig auch zu einer ertragsteuerlichen Gesamtrechtsnachfolge f&uuml;hren. Vielmehr ist es dem Gesetzgeber anheim gegeben, die ertragsteuerlichen Folgen von Umwandlungen &#8211;welche aus umwandlungssteuerrechtlicher Sicht wesentliche Elemente von entgeltlichen Tauschgesch&auml;ften enthalten (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17. Dezember 2007 GrS 2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, m.w.N.)&#8211; ggf. abweichend von den zivilrechtlichen Strukturen zu gestalten. Legt in diesem Zusammenhang &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 fest, dass bei der Verschmelzung nur einzelne steuerrechtliche Positionen auf die &uuml;bernehmende K&ouml;rperschaft &uuml;bergehen, kann diese gesetzgeberische Entscheidung deshalb nicht durch einen Rekurs auf die zivilrechtliche Gesamtrechtsnachfolge &uuml;berspielt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Die von der Revision herangezogenen BFH-Entscheidungen st&uuml;tzen die von ihr vertretene Auffassung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Soweit in den Senatsurteilen vom 28. Juli 2010 I R 89\/09 (BFHE 230, 408, BStBl II 2011, 528) und I R 111\/09 (BFH\/NV 2011, 67) von einer umfassenden steuerlichen Rechtsnachfolge bei der Verschmelzung die Rede ist (&quot;Fu&szlig;stapfentheorie&quot;), betrifft dies die dortigen Streitjahre 2004 und 2005, in denen die durch das StBereinG 1999 ge&auml;nderte Version des &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 n.F. anwendbar war, welche anders als die im Streitfall in Rede stehende Fassung eine umfassende steuerliche Rechtsnachfolge explizit angeordnet hat (oben II.2.c bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Das Senatsurteil vom 31. Mai 2005 I R 68\/03 (BFHE 209, 535, BStBl II 2006, 380), nach dem bei der Verschmelzung von K&ouml;rperschaften ein im &Uuml;bertragungsjahr bei der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft eingetretener (laufender) Verlust mit im &Uuml;bertragungsjahr erzielten Gewinnen der &uuml;bernehmenden K&ouml;rperschaft verrechnet werden kann, betrifft ausschlie&szlig;lich die spezifischen Modalit&auml;ten des Verlust&uuml;bergangs nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 2 UmwStG 1995 und l&auml;sst &#8211;wie der Senat bereits an anderer Stelle ausgef&uuml;hrt hat (Senatsurteil vom 13. Februar 2008 I R 11\/07, BFH\/NV 2008, 1538; vgl. auch Gosch, Entscheidungen des Bundesfinanzhofs f&uuml;r die Praxis der Steuerberatung 2009, 354, und in Mellinghoff\/Sch&ouml;n\/Viskorf, Steuerrecht im Rechtsstaat, Festschrift f&uuml;r Wolfgang Spindler, S. 379, 390)&#8211; keine dar&uuml;ber hinausgehenden Schlussfolgerungen zu. Das gilt auch in Bezug auf den Rechts&uuml;bergang nach &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Auch der Senatsbeschluss vom 25. August 2010 I R 13\/09 (BFHE 230, 436, BStBl II 2011, 113) zum &Uuml;bergang des Hinzurechnungsvolumens nach &sect; 2 Abs. 1 Satz 3 des Gesetzes &uuml;ber steuerliche Ma&szlig;nahmen bei Auslandsinvestitionen der deutschen Wirtschaft vom 18. August 1969 i.d.F. des 2. Haushaltsstrukturgesetzes vom 22. Dezember 1981 (BGBl I 1981, 1523, BStBl I 1982, 235) &#8211;AuslInvG&#8211; auf den Erben l&auml;sst sich nicht f&uuml;r die Auffassung der Revision dienstbar machen. Zwar ist das Nachversteuerungssystem nach &sect; 2, &sect; 5 AuslInvG mit jenem des &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 vergleichbar. Jedoch hat der Senat den &Uuml;bergang des Hinzurechnungspotentials auf den Erben im Beschlussfall mit der erbrechtlichen Gesamtrechtsnachfolge gem&auml;&szlig; &sect; 1922 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs in Zusammenhang mit einer &quot;gespaltenen Tatbestandsverwirklichung&quot; begr&uuml;ndet. Ein R&uuml;ckgriff auf die zivilrechtliche Gesamtrechtsnachfolge bei der Verschmelzung ist jedoch aus den zu II.2.c dd ausgef&uuml;hrten Gr&uuml;nden ausgeschlossen. F&uuml;r den Umfang des steuerlichen Rechts&uuml;bergangs bei der Verschmelzung ist ausschlie&szlig;lich &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 ma&szlig;geblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Der Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21. Oktober 1985 GrS 4\/84 (BFHE 145, 110, BStBl II 1986, 230) schlie&szlig;lich l&auml;sst keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die ertragsteuerlichen Folgen einer Verschmelzung zu, weil er mit der Kraftfahrzeugsteuer eine Verkehrssteuer betrifft, die nicht zu den vom UmwStG 1995 erfassten Steuerarten geh&ouml;rt (vgl. z.B. Haritz in Haritz\/Menner, Umwandlungssteuergesetz, 3. Aufl., &sect; 1 Rz 99). Im &Uuml;brigen befasst sich der Beschluss mit verfahrensrechtlich bereits festgesetzten Steuern und ist auch deshalb nicht ergiebig f&uuml;r die hier in Rede stehende Frage des &Uuml;bergangs von Hinzurechnungspotential nach &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 EStG 1997.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der &Uuml;bergang des Hinzurechnungspotentials der X-AG auf die Kl&auml;gerin kann nicht auf &sect; 45 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) gest&uuml;tzt werden. Nach dieser Vorschrift gehen bei der Gesamtrechtsnachfolge die Forderungen und Schulden aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis auf den Rechtsnachfolger &uuml;ber. Die Vorinstanz hat zu Recht darauf verwiesen, dass ungeachtet der von der BFH-Rechtsprechung aus der Bestimmung abgeleiteten umfassenden abgabenrechtlichen Rechtsnachfolge (vgl. z.B. Urteile vom 17. Juni 1997 IX R 30\/95, BFHE 183, 470, BStBl II 1997, 802; vom 20. M&auml;rz 2002 II R 53\/99, BFHE 199, 19, BStBl II 2002, 441) die Frage, ob und in welchem Umfang steuerrechtliche Positionen auf den (zivilrechtlichen) Gesamtrechtsnachfolger &uuml;bergehen, nicht allein durch eine isolierte Auslegung der allgemeinen und f&uuml;r alle Steuerarten geltenden Vorschrift das &sect; 45 AO, sondern nur unter Heranziehung der f&uuml;r die betreffende Rechtsbeziehung einschl&auml;gigen materiell-rechtlichen Normen und Prinzipien des jeweiligen Einzelsteuergesetzes gefunden werden kann (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608; BFH-Urteil in BFHE 199, 19, BStBl II 2002, 441). Und als insoweit f&uuml;r die Verschmelzung ma&szlig;gebliches Einzelsteuergesetz ist wiederum auf &sect; 12 Abs. 3 Satz 1 UmwStG 1995 abzustellen, der in Bezug auf die ertragsteuerlichen Rechtspositionen der &uuml;bertragenden K&ouml;rperschaft eben nur eine punktuelle und keine Gesamtrechtsnachfolge anordnet und der das Hinzurechnungspotential nach &sect; 2a Abs. 3 EStG 1997 nicht erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.2.2012, I R 16\/11 Umfang der steuerlichen Rechtsnachfolge bei Verschmelzung Tatbestand 1&nbsp; I. Streitpunkt ist, ob im Streitjahr 1997 das Hinzurechnungsvolumen einer Kapitalgesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 2a Abs. 3 Satz 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1997) nach einer Verschmelzung auf eine andere Kapitalgesellschaft auf diese &uuml;bergegangen ist. 2&nbsp; Mit Verschmelzungsvertrag vom 17. M&auml;rz 1998 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-16-11-umfang-der-steuerlichen-rechtsnachfolge-bei-verschmelzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;16\/11 &#8211; Umfang der steuerlichen Rechtsnachfolge bei Verschmelzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6518","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6518","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6518"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6518\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6518"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6518"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6518"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}