{"id":65184,"date":"2015-11-06T16:59:15","date_gmt":"2015-11-06T14:59:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65184"},"modified":"2015-11-06T16:59:15","modified_gmt":"2015-11-06T14:59:15","slug":"vi-r-73-13-abzugsfaehigkeit-von-umzugskosten-als-werbungskosten-bei-einkuenften-aus-nichtselbstaendiger-arbeit-unbeachtlichkeit-einer-mehr-als-einstuendigen-zeitersparnis-bei-beurteilung-der-beruflich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-73-13-abzugsfaehigkeit-von-umzugskosten-als-werbungskosten-bei-einkuenften-aus-nichtselbstaendiger-arbeit-unbeachtlichkeit-einer-mehr-als-einstuendigen-zeitersparnis-bei-beurteilung-der-beruflich\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;73\/13 &#8211; Abzugsf&auml;higkeit von Umzugskosten als Werbungskosten bei Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit &#8211; Unbeachtlichkeit einer mehr als einst&uuml;ndigen Zeitersparnis bei Beurteilung der beruflichen Veranlassung des Umzugs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2015, VI R 73\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Abzugsf&auml;higkeit von Umzugskosten als Werbungskosten bei Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit &#8211; Unbeachtlichkeit einer mehr als einst&uuml;ndigen Zeitersparnis bei Beurteilung der beruflichen Veranlassung des Umzugs<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 28. August 2013&nbsp;&nbsp;4 K 44\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Abzug von Umzugskosten als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden f&uuml;r das Streitjahr (2009) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger erzielte als Pilot Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Er war urspr&uuml;nglich Angestellter der X mit dem Einsatzflughafen A-Stadt. Der Einsatzflughafen war 61&nbsp;km von der damaligen Wohnung der Kl&auml;ger in B entfernt. Im Lauf des Streitjahres wechselte der Kl&auml;ger den Arbeitgeber. Seitdem befindet sich sein Einsatzflughafen in C-Stadt. Die Entfernung zwischen dem neuen Einsatzflughafen in C-Stadt und der Wohnung der Kl&auml;ger in B betrug 455&nbsp;km. Zum 1.&nbsp;August 2009 zogen die Kl&auml;ger von B nach D. Dort bewohnen sie das fr&uuml;here Elternhaus des Kl&auml;gers, das dieser bereits zum 1.&nbsp;Oktober 2005 im Wege vorweggenommener Erbfolge erworben hatte. Die Entfernung der neuen Wohnung in D zu dem Flughafen in C-Stadt betr&auml;gt 255&nbsp;km.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machten die Kl&auml;ger Umzugskosten in H&ouml;he von 12.092&nbsp;EUR als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der der Steuererkl&auml;rung beigef&uuml;gten Fahrtkostenaufstellung ergibt sich, dass der Kl&auml;ger in der Zeit zwischen dem 31.&nbsp;Juli 2009 und dem 31.&nbsp;Dezember 2009 insgesamt 13 Hin- und R&uuml;ckfahrten zwischen D und C-Stadt durchgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte die Ber&uuml;cksichtigung der Umzugskosten als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ab, weil die Aufwendungen nicht beruflich veranlasst seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem hiergegen eingelegten Einspruch machten die Kl&auml;ger geltend, die Entfernung zwischen Wohnort und neuem Einsatzflughafen habe sich durch den Umzug um 200&nbsp;km verringert. Dies reiche f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der beruflichen Veranlassung aus. Das FA wies den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1994 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 28.&nbsp;August 2013&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;44\/13 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2009 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;Januar 2013 dahingehend abzu&auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 12.092&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie ist daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die im Streitfall geltend gemachten Umzugskosten nicht als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Werbungskosten sind alle Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) k&ouml;nnen hierzu auch Aufwendungen f&uuml;r einen Umzug geh&ouml;ren, wenn der Umzug beruflich veranlasst ist (Senatsurteile vom 24. Mai 2000 VI&nbsp;R&nbsp;147\/99, BFHE 191, 561, BStBl II 2000, 476; vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2001 VI&nbsp;R&nbsp;175\/99, BFHE 195, 225, BStBl II 2001, 585).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine berufliche Veranlassung ist beispielsweise anerkannt, wenn der Umzug die Folge eines Arbeitsplatzwechsels ist und die f&uuml;r die t&auml;glichen Fahrten zur Arbeitsst&auml;tte ben&ouml;tigte Zeit sich durch den Umzug erheblich vermindert (Senatsurteil vom 15.&nbsp;Oktober 1976 VI&nbsp;R&nbsp;162\/74, BFHE 121, 27, BStBl II 1977, 117). Unter letzterer Voraussetzung kann ein Umzug auch ohne Arbeitsplatzwechsel beruflich veranlasst sein (Senatsurteile vom 10.&nbsp;September 1982 VI&nbsp;R&nbsp;95\/81, BFHE 136, 478, BStBl II 1983, 16; vom 16.&nbsp;Oktober 1992 VI&nbsp;R&nbsp;132\/88, BFHE 170, 484, BStBl II 1993, 610; vom 27.&nbsp;Juli 1995 VI&nbsp;R&nbsp;17\/95, BFHE 178, 345, BStBl II 1995, 728).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Als wesentliche Verk&uuml;rzung der Wegezeit gilt dabei eine Zeitersparnis von mindestens einer Stunde t&auml;glich (Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;September 1998 VI&nbsp;B&nbsp;208\/98, BFH\/NV 1999, 178; Senatsurteile in BFHE 178, 345, BStBl II 1995, 728; in BFHE 170, 484, BStBl II 1993, 610).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das in der Rechtsprechung entwickelte Kriterium der wesentlichen Wegezeitverk&uuml;rzung ist grunds&auml;tzlich ein geeignetes Indiz, aufgrund dessen auf berufliche Gr&uuml;nde f&uuml;r einen Umzug geschlossen werden kann (vgl. Bergkemper in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;313; von&nbsp;Bornhaupt, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;B&nbsp;599, B&nbsp;599a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Abstellen auf eine Fahrzeitersparnis von mindestens einer Stunde liegt die &Uuml;berlegung zugrunde, dass die Aussicht auf eine mindestens einst&uuml;ndige Fahrzeitersparnis nach der Lebenserfahrung f&uuml;r viele Arbeitnehmer so bedeutsam ist, dass sie einen Umzug n&auml;her an den Arbeitsplatz ernsthaft in Erw&auml;gung ziehen (Senatsurteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2001 VI&nbsp;R&nbsp;189\/97, BFHE 196, 478, BStBl II 2002, 56). Hierbei ist der Regel- bzw. Standardfall in den Blick genommen, in dem aufgrund h&auml;ufiger Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz durch die regelm&auml;&szlig;ig t&auml;gliche Wegezeitverk&uuml;rzung insgesamt eine hohe Zeitersparnis entsteht (vgl. Senatsurteile in BFHE 121, 27, BStBl II 1977, 117; vom 21.&nbsp;November 1991 VI&nbsp;R&nbsp;77\/89, BFHE 166, 534, BStBl II 1992, 494; vom 6.&nbsp;November 1986 VI&nbsp;R&nbsp;34\/84, BFH\/NV 1987, 236, und VI&nbsp;R&nbsp;106\/85, BFHE 148, 164, BStBl II 1987, 81). Sucht der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall&#8211; seinen Arbeitsplatz hingegen vergleichsweise selten auf, ist das Gewicht der mit dem Umzug verbundenen Verk&uuml;rzung der Wegezeit zwischen Wohnung und Arbeitsplatz bei der Abw&auml;gung der beruflichen und privaten Gr&uuml;nde f&uuml;r den Umzug deutlich gemindert. Dementsprechend kann in solchen F&auml;llen nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die durch den Umzug entstandene Zeitersparnis den ma&szlig;geblichen Gesichtspunkt f&uuml;r die Wahl des Wohnorts darstellt. Vielmehr hat dann das FG als Tatsacheninstanz aufgrund einer W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Streitfalls zu beurteilen, ob im Einzelfall berufliche Gr&uuml;nde das ausl&ouml;sende Moment f&uuml;r den Umzug waren. Kann die berufliche Veranlassung der Aufwendungen nicht festgestellt werden, so gehen Zweifel zu Lasten des Steuerpflichtigen (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672; Senatsurteil vom 19.&nbsp;Januar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;3\/11, BFHE 236, 346, BStBl II 2012, 416).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall ist die durch das FG vorgenommene W&uuml;rdigung, die geltend gemachten Aufwendungen seien nicht beruflich veranlasst, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger f&uuml;hrte in einem Zeitraum von f&uuml;nf Monaten lediglich 13&nbsp;Hin- und R&uuml;ckfahrten zwischen Wohnung und Einsatzflughafen durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund der seltenen Fahrten zum Einsatzflughafen ist das FG zu der W&uuml;rdigung gelangt, die Wegezeitverk&uuml;rzung falle nicht derart ins Gewicht, dass anzunehmen sei, sie sei das ausl&ouml;sende Moment f&uuml;r den Umzug gewesen. Diese Annahme ist nachvollziehbar; der Senat ist revisionsrechtlich hieran gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs. 2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2015, VI R 73\/13 Abzugsf&auml;higkeit von Umzugskosten als Werbungskosten bei Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit &#8211; Unbeachtlichkeit einer mehr als einst&uuml;ndigen Zeitersparnis bei Beurteilung der beruflichen Veranlassung des Umzugs Tenor Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 28. August 2013&nbsp;&nbsp;4 K 44\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-73-13-abzugsfaehigkeit-von-umzugskosten-als-werbungskosten-bei-einkuenften-aus-nichtselbstaendiger-arbeit-unbeachtlichkeit-einer-mehr-als-einstuendigen-zeitersparnis-bei-beurteilung-der-beruflich\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;73\/13 &#8211; Abzugsf&auml;higkeit von Umzugskosten als Werbungskosten bei Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit &#8211; Unbeachtlichkeit einer mehr als einst&uuml;ndigen Zeitersparnis bei Beurteilung der beruflichen Veranlassung des Umzugs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65184","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65184","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65184"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65184\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65184"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65184"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65184"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}