{"id":6531,"date":"2012-11-30T16:09:33","date_gmt":"2012-11-30T14:09:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6531"},"modified":"2012-11-30T16:09:33","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:33","slug":"iv-r-13-08-beteiligungen-an-mehreren-kapitalgesellschaften-als-notwendiges-sonderbetriebsvermoegen-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-13-08-beteiligungen-an-mehreren-kapitalgesellschaften-als-notwendiges-sonderbetriebsvermoegen-ii\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;13\/08 &#8211; Beteiligungen an mehreren Kapitalgesellschaften als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.2.2012, IV R 13\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Beteiligungen an mehreren Kapitalgesellschaften als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerinnen und Revisionskl&auml;gerinnen (Kl&auml;gerinnen) sind Erbinnen nach dem im Juli 2007 verstorbenen X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X war als Kommanditist mit einer Einlage in H&ouml;he von 50.000 DM am Kapital der beigeladenen &#8230; GmbH &#038; Co. KG (KG) beteiligt. Die KG wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom 8. August 1990 gegr&uuml;ndet und hatte ihren Sitz in Y. Dort befand sich auch der Ort der Gesch&auml;ftsleitung. Pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin der KG war die V-GmbH, die am Verm&ouml;gen der KG nicht beteiligt war. Die V-GmbH, deren Anteile zu 100 % X hielt, nahm die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der KG wahr. Gegenstand des Unternehmens der KG war die Beteiligung an sowie die Verwaltung von verschiedenen Unternehmen, die in der Forschung, Entwicklung und L&ouml;sung von technischen Problemen im Bereich der Orthop&auml;dietechnik t&auml;tig waren sowie orthop&auml;dische Waren produzierten und vertrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem hielt X Anteile an nachgenannten sechs Kapitalgesellschaften, die er &#8211;wie unten noch n&auml;her ausgef&uuml;hrt&#8211; mit notariell beurkundeten Vertr&auml;gen vom 29. September bzw. 27. November 1998 ver&auml;u&szlig;erte:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bis zum 31. Dezember 1990 waren die Kl&auml;gerin zu 2. zu 25 % und X zu 75 % am Stammkapital der A-GmbH beteiligt. Die Kl&auml;gerin zu 2. ver&auml;u&szlig;erte ihren Anteil mit Vertrag vom 17. April 1991. Der Erwerber dieses Anteils wiederum &uuml;bertrug diesen Anteil mit Vertrag vom 27. Januar 1997 mit Wirkung zum 1. Januar 1997 auf X. Dieser &uuml;bertrug mit Vertrag vom 14. Juni 1997 zun&auml;chst einen Anteil von 25 % auf S. Im Jahr 1998 ver&auml;u&szlig;erte X die restlichen Anteile von 75 %.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die A-GmbH wurde im Handelsregister beim Amtsgericht (AG) Z eingetragen. Ihr Gesch&auml;ftsgegenstand war die Herstellung und der Vertrieb orthop&auml;discher Heil- und Hilfsmittel einschlie&szlig;lich orthop&auml;discher Schuhe sowie der Handel mit technischen Ger&auml;ten und Textilien aller Art. Sie unterhielt in W ein Ladenlokal. In ihren K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rungen gab die A-GmbH an, ihre Gesch&auml;ftsleitung habe sich in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der KG in Y befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X war einzelvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und von der Beschr&auml;nkung des &sect; 181 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) befreit. Die A-GmbH erteilte der Prokuristin der KG, Frau G, Einzelprokura.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X &uuml;bernahm mit Vertrag vom 7. M&auml;rz 1989 zun&auml;chst einen Anteil von 50 % des Stammkapitals der B-GmbH. Mit Vertrag vom 29. August 1989 &uuml;bernahm er die restlichen 50 %. Einen Anteil von 25 % &uuml;bertrug er mit Vertrag vom 4. September 1993 auf S.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sitz der B-GmbH wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 4. September 1993 nach H verlegt. Die Gesellschaft wurde im Handelsregister beim AG I eingetragen. Ihr Gesch&auml;ftsgegenstand war die Herstellung und der Vertrieb von orthop&auml;dischen Heil- und Hilfsmitteln. Sie unterhielt eine orthop&auml;dische Werkstatt in H und ein Sanit&auml;tshaus in J. In ihren Rechnungsformularen benannte sie als Ort der Verwaltung die Gesch&auml;ftsr&auml;ume der KG in Y. Auch in ihren K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rungen gab die B-GmbH an, ihre Gesch&auml;ftsleitung habe sich in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der KG in Y befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Y war ab dem Jahr 1989 einzelvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und von der Beschr&auml;nkung des &sect; 181 BGB befreit. S wurde am 4. September 1993 zum weiteren gesamtvertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt. Auch die B-GmbH erteilte der Prokuristin der KG (Frau G) Einzelprokura.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>C-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die C-GmbH wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom 21. Juni 1991 gegr&uuml;ndet. An dem Stammkapital waren X zu 75 % und S zu 25 % beteiligt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Sitz der Gesellschaft war W. Die C-GmbH wurde im Handelsregister beim AG Z eingetragen. Ihr Gesch&auml;ftsgegenstand war die Herstellung und der Vertrieb von orthop&auml;dischen Heil- und Hilfsmitteln sowie der Handel mit technischen Ger&auml;ten und Textilien aller Art. Sie unterhielt ein Ladenlokal in W. In ihren Rechnungsformularen benannte die C-GmbH als Ort der Verwaltung die Gesch&auml;ftsr&auml;ume der KG in Y. In ihren K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rungen gab die C-GmbH an, ihre Gesch&auml;ftsleitung habe sich in W und ihre Verwaltung in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der KG in Y befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>X wurde zum einzelvertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt und von der Beschr&auml;nkung des &sect; 181 BGB befreit. S wurde am 4. September 1993 zum weiteren gesamtvertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt. Auch die C-GmbH erteilte der Prokuristin der KG (Frau G) Einzelprokura.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>D-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-GmbH wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom 29. April 1993 gegr&uuml;ndet. Vom Stammkapital entfielen Anteile von 75 % auf X und von 25 % auf K. K &uuml;bertrug seinen Anteil mit Vertrag vom 14. Juli 1995 auf X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand des Unternehmens der D-GmbH war die Herstellung und der Vertrieb orthop&auml;discher Heil- und Hilfsmittel sowie der Handel mit technischen Ger&auml;ten, Rehabilitationsmitteln und Textilien aller Art.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die D-GmbH bestellte X zum alleinvertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. K durfte die D-GmbH nur zusammen mit X oder der Prokuristin der KG (Frau G), der auch die D-GmbH Prokura erteilt hatte, vertreten. Mit Wirkung vom 14. Juli 1995 wurde K als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der D-GmbH abberufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die E-GmbH wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom 25. August 1988 gegr&uuml;ndet. An dem Stammkapital der Gesellschaft waren X zu 98 % und L zu 2 % beteiligt. Mit Vertrag vom gleichen Tag verkaufte L seinen Anteil an der in Gr&uuml;ndung befindlichen E-GmbH an X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand der E-GmbH war die Herstellung und der Vertrieb von orthop&auml;dischen Heil- und Hilfsmitteln einschlie&szlig;lich orthop&auml;discher Schuhe sowie der Handel mit technischen Ger&auml;ten, Krankenpflege- und Rehabilitationsmitteln, Textilien aller Art und der Betrieb einer orthop&auml;dischen Werkstatt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die E-GmbH hatte ihren Sitz in M. In ihren K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rungen gab sie an, ihre Gesch&auml;ftsleitung habe sich in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der KG in Y befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die E-GmbH bestellte X zum alleinigen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F-GmbH<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die F-GmbH wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom 27. Mai 1981 gegr&uuml;ndet. X und L &uuml;bernahmen jeweils einen Anteil von 50 % des Stammkapitals. Mit Vertrag vom 20. Dezember 1991 &uuml;bertrug L einen Anteil von 25 % am Stammkapital der F-GmbH auf X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegenstand des Unternehmens war der Vertrieb von orthop&auml;dischen Waren einschlie&szlig;lich Schuhe, Textilien aller Art und der Betrieb einer orthop&auml;dischen Werkstatt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die F-GmbH hatte ihren Sitz in Y. In ihren K&ouml;rperschaftsteuererkl&auml;rungen gab sie an, ihre Gesch&auml;ftsleitung habe sich in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen der KG in Y befunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zun&auml;chst wurden X und L als jeweils einzelvertretungsberechtigte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der F-GmbH bestellt. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsaufgaben des L wurden mit &Auml;nderungsvereinbarung vom 20. Dezember 1990 auf den Betrieb der orthop&auml;dischen Werkstatt beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>S&auml;mtliche genannten GmbH schlossen mit der KG jeweils zwei Vertr&auml;ge. Diese datierten nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) auf das Jahr 1990; zu den Daten des Vertragsschlusses bei den erst sp&auml;ter gegr&uuml;ndeten Kapitalgesellschaften (C- und D-GmbH) hat das FG keine Feststellungen getroffen. In einem Vertrag verpflichtete sich die KG gegen&uuml;ber der jeweiligen Kapitalgesellschaft zu folgenden ausdr&uuml;cklich benannten Verwaltungsarbeiten:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bevorratung des Warenbestands<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Zentralsteuerung von Werbema&szlig;nahmen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Kontieren und Buchen der Belege<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mitwirkung am Jahresabschluss<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Erstellen und Auswerten von Statistiken<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Lohnabrechnungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Personalwesen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die &Uuml;bernahme dieser T&auml;tigkeiten erhielt die KG ein Entgelt in H&ouml;he von 4 % des Umsatzes der jeweiligen GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufgrund eines weiteren Vertrags erledigte die KG f&uuml;r die jeweilige Kapitalgesellschaft die Monatsabrechnungen gegen&uuml;ber den Krankenkassen und die Abrechnungen gegen&uuml;ber den Privatpatienten. Hierf&uuml;r erhielt sie ein Entgelt von 2,5 % des Umsatzes der jeweiligen Kapitalgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vertr&auml;ge konnten von beiden Vertragspartnern mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gek&uuml;ndigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 29. September bzw. 27. November 1998 &#8211;den Tagen, an denen die Vertr&auml;ge &uuml;ber die Verk&auml;ufe der Anteile des X an den sechs Kapitalgesellschaften notariell beurkundet wurden&#8211; schloss die KG mit den Kapitalgesellschaften neue Dienstleistungsvertr&auml;ge. Nach &sect; 1 der Vertr&auml;ge erbrachte die KG f&uuml;r die einzelnen GmbH insgesamt 16 konkret bezeichnete Dienstleistungen, die teilweise bereits Gegenstand der im Jahr 1990 abgeschlossenen Vertr&auml;ge waren. Teilweise wurde die bisherige Vertragsgestaltung modifiziert. So verpflichteten sich die Kapitalgesellschaften, Waren nunmehr ausschlie&szlig;lich unter Einschaltung und Vermittlung der KG zu beschaffen. Als Verg&uuml;tung f&uuml;r s&auml;mtliche Verwaltungsleistungen erhielt die KG ein Entgelt von insgesamt 6,5 % des Umsatzes der jeweiligen Kapitalgesellschaft. Die Laufzeit der Vertr&auml;ge betrug 15 Jahre und verl&auml;ngerte sich um jeweils ein Jahr, wenn der Vertrag nicht mit einer Frist von zw&ouml;lf Monaten zum Jahresende gek&uuml;ndigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundeten Vertr&auml;gen vom 29. September 1998 ver&auml;u&szlig;erte X zum 1. Oktober 1998 seine Anteile an der D-, E- und F-GmbH an L. Mit notariell beurkundeten Vertr&auml;gen vom 27. November 1998 ver&auml;u&szlig;erte er zum 31. Dezember 1998 seine Anteile an der A-, B- und C-GmbH an S. In den Kaufvertr&auml;gen wurde u.a. vereinbart, dass die jeweils an denselben Tagen zwischen den verschiedenen Kapitalgesellschaften und der KG abgeschlossenen Dienstleistungsvertr&auml;ge &uuml;bernommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte der KG f&uuml;r die Streitjahre (1995 bis 1998) zun&auml;chst &#8211;mit Ausnahme zwischen den Beteiligten nicht streitiger &Auml;nderungen&#8211; erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; gesondert und einheitlich fest; die Bescheide ergingen gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 8. Mai 2000 begann das Finanzamt N bei der KG mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung. Der Pr&uuml;fer gelangte zu der Auffassung, dass die Beteiligungen des X an den Kapitalgesellschaften als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II des X bei der KG einzuordnen seien. Diese Beteiligungen seien objektiv geeignet gewesen, der Beteiligung des X an der KG zu dienen. Die KG-Beteiligung des X sei durch dessen Beteiligungen an den Kapitalgesellschaften gest&auml;rkt worden, weil letztere f&uuml;r den Betrieb der KG vorteilhaft gewesen seien. Die wirtschaftliche Verflechtung zwischen der KG und den Kapitalgesellschaften sei aufgrund der hohen Bedeutung der bestehenden Gesch&auml;ftsbeziehungen sehr eng gewesen. Die Ver&auml;u&szlig;erungen der Anteile an den Kapitalgesellschaften im Jahr 1998 f&uuml;hrten daher zu gewerblichen Eink&uuml;nften aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Wirtschaftsg&uuml;tern des Sonderbetriebsverm&ouml;gens. Diese rechnete der Pr&uuml;fer ausschlie&szlig;lich X zu. Von dem zwischen den Beteiligten unstreitigen gesamten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von &#8230; DM wurde der auf die E-GmbH entfallende Anteil von &#8230; DM als nach den &sect;&sect; 16, 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) tarifbeg&uuml;nstigt behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA schloss sich der Auffassung des Pr&uuml;fers an und erlie&szlig; am 21. Februar 2001 f&uuml;r die Streitjahre nach &sect; 164 Abs. 2 AO ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die KG. Dabei erfasste es die Beteiligungen an den verschiedenen Kapitalgesellschaften als Sonderbetriebsverm&ouml;gen des X im Rahmen seiner Beteiligung an der KG. Die Gewinnaussch&uuml;ttungen der Kapitalgesellschaften in den Streitjahren erfasste es als Sonderbetriebseinnahmen des HR. F&uuml;r die im Jahr 1998 ver&auml;u&szlig;erten Anteile an den Kapitalgesellschaften setzte es der H&ouml;he nach zwischen den Beteiligten unstreitige Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne an, die es allein X zurechnete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem X gegen die &Auml;nderungsbescheide Einspruch eingelegt hatte, wies das FA auf die M&ouml;glichkeit einer verb&ouml;sernden Entscheidung (&sect; 367 Abs. 2 AO) hin. In den ge&auml;nderten Bescheiden sei die Vorschrift des &sect; 15a EStG nicht zutreffend ber&uuml;cksichtigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einspruchsentscheidung vom 12. September 2003 stellte das FA die Eink&uuml;nfte der KG f&uuml;r das Jahr 1998 auf &#8230; DM fest, wovon es X Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230; DM zurechnete. Au&szlig;erdem stellte es unter Ber&uuml;cksichtigung des &sect; 15a EStG bei der Veranlagung des X anzusetzende steuerpflichtige laufende Eink&uuml;nfte von &#8230; DM und tarifbeg&uuml;nstigte Eink&uuml;nfte von &#8230; DM fest. Im &Uuml;brigen wies es die Einspr&uuml;che als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 839 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;gerinnen die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie machen im Wesentlichen geltend, zum Sonderbetriebsverm&ouml;gen II des Gesellschafters einer Personengesellschaft geh&ouml;rten Wirtschaftsg&uuml;ter, die unmittelbar zur Begr&uuml;ndung und St&auml;rkung der Beteiligung des Gesellschafters eingesetzt w&uuml;rden. Dies k&ouml;nne auch die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft sein. Es gen&uuml;ge, dass sie f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft vorteilhaft sei und der Gesellschafter sie aus diesem Grund halte. Dabei reiche ein ganz &uuml;berwiegender Veranlassungszusammenhang mit der Beteiligung an der Personengesellschaft aus; dass die Veranlassung f&uuml;r den Erwerb der Gesellschaftsanteile ausschlie&szlig;lich im Interessenbereich der Personengesellschaft liege, sei nicht erforderlich. Allerdings k&ouml;nne von einem Halten der Anteile im Interesse der Personengesellschaft nicht schon dann ausgegangen werden, wenn zwischen der Personengesellschaft und der Kapitalgesellschaft Gesch&auml;ftsbeziehungen best&uuml;nden oder zwischen ihnen bestehende Gesch&auml;ftsbeziehungen besonders intensiv seien. Denn wenn beide Gesellschaften &uuml;ber ihre wechselseitigen Gesch&auml;ftsbeziehungen hinausgehende eigenst&auml;ndige T&auml;tigkeitsbereiche h&auml;tten, werde in der Regel die Beteiligung an der Kapitalgesellschaft nicht der Mitunternehmerstellung zugeordnet. Dann k&ouml;nne zumeist davon ausgegangen werden, dass die T&auml;tigkeitsbereiche der Gesellschaften aus der Sicht des an ihnen beteiligten Gesellschafters gleichrangig nebeneinander st&uuml;nden. Entscheidend sei, ob die Beteiligung an der Kapitalgesellschaft im konkreten Einzelfall vor allem aus R&uuml;cksicht auf die Belange der Personengesellschaft gehalten werde. Auch komme es darauf an, ob eine bestehende wirtschaftliche Verflechtung den Schluss zulasse, dass der Mitunternehmer seine Machtstellung, die er kraft seines Anteilsbesitzes an der Kapitalgesellschaft innehabe, in den Dienst der Mitunternehmerschaft stelle. Dies sei zu verneinen, wenn die Kapitalgesellschaft in erheblichem Umfang anderweitig gesch&auml;ftlich t&auml;tig werde oder es sich bei den Gesch&auml;ftsbeziehungen zwischen Kapitalgesellschaft und Mitunternehmerschaft um solche handele, wie sie &uuml;blicherweise auch zwischen anderen Unternehmen best&uuml;nden. Dabei lasse sich aus der Dauer von Gesch&auml;ftsbeziehungen keine enge wirtschaftliche Verflechtung herleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall sei keine enge wirtschaftliche Verflechtung gegeben. Die Kapitalgesellschaften h&auml;tten keine wesentliche wirtschaftliche Funktion der KG erf&uuml;llt. W&auml;hrend sich die KG nur mit der Beteiligung und der Verwaltung verschiedener Unternehmen befasst habe, h&auml;tten die Kapitalgesellschaften u.a. die Herstellung und den Vertrieb orthop&auml;discher Heil- und Hilfsmittel und den Handel u.a. mit technischen Ger&auml;ten sowie zum Teil auch den Betrieb einer orthop&auml;dischen Werkstatt zum Gegenstand gehabt. Daher seien die T&auml;tigkeitsbereiche der Kapitalgesellschaften und der KG wesensverschieden. Der Betrieb der KG sei nicht durch T&auml;tigkeiten der Kapitalgesellschaften erg&auml;nzt worden. Mit der &Uuml;bernahme von Verwaltungsdienstleistungen habe vielmehr die KG die T&auml;tigkeiten der Kapitalgesellschaften erg&auml;nzt. Der Dienstleistungsvertrag habe nicht zur Folge, dass die Beteiligungen des X an den Kapitalgesellschaften dessen Beteiligung an der KG gest&auml;rkt h&auml;tten. Sonderbetriebsverm&ouml;gen II liege nicht vor, wenn in Folge der Beteiligung eines Mitunternehmers an einer Kapitalgesellschaft die Mitunternehmerschaft der Kapitalgesellschaft diene.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen einer Mitunternehmerschaft und einer Kapitalgesellschaft k&ouml;nne zwar auch dann bestehen, wenn beide Gesellschaften nach einem einheitlichen wirtschaftlichen Gesamtkonzept gef&uuml;hrt w&uuml;rden. Dieses brauche sich nicht auf eine Arbeitsteilung innerhalb des Beschaffungs- oder Absatzmarkts oder der Leistungserstellung und -verwertung beziehen. Es k&ouml;nne auch technische, kaufm&auml;nnische und marktstrategische Faktoren betreffen. Im Streitfall ergebe sich indes nicht, dass X seine Beteiligungen an den Kapitalgesellschaften dem Interesse der KG untergeordnet habe. Die verschiedenen pers&ouml;nlichen, organisatorischen und gesch&auml;ftlichen Beziehungen zwischen den Gesellschaften stellten sich im Wesentlichen nicht als F&ouml;rderung der KG, sondern umgekehrt als Unterst&uuml;tzung der Kapitalgesellschaften durch die KG bzw. als gemeinsame Rationalisierungs- und Kooperationsma&szlig;nahmen im gleichrangigen Interesse dar. Dienten die Beziehungen zwischen den Gesellschaften dem Unternehmen der Personengesellschaft allenfalls mittelbar &uuml;ber die wirtschaftlichen Interessen des die Gesellschaften umfassenden (Gesamt-)Unternehmens, so reiche dies zur Begr&uuml;ndung von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerinnen beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die Feststellungsbescheide 1995 bis 1998 vom 21. Februar 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 12. September 2003 dahin zu &auml;ndern, dass die von dem verstorbenen X im Jahr 1998 ver&auml;u&szlig;erten Anteile an den GmbH nicht als Sonderbetriebsverm&ouml;gen und die Eink&uuml;nfte aus den Gewinnanteilen (Dividenden) dieser Gesellschaften nicht als Sonderbetriebseinnahmen des X behandelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich den Ausf&uuml;hrungen der angefochtenen FG-Entscheidung an und beruft sich erg&auml;nzend auf das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 13. Februar 2008 I R 63\/06 (BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414). Danach sei eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft nicht nur dann geeignet und dazu bestimmt, die Stellung des Inhabers in einer Personengesellschaft zu st&auml;rken, wenn sie dessen Einflussm&ouml;glichkeiten als Mitunternehmer in der Personengesellschaft erh&ouml;he. Es gen&uuml;ge vielmehr, wenn die Beteiligung f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft vorteilhaft sei und der Gesellschafter sie aus diesem Grund halte. Die Beteiligungen des X seien f&uuml;r die KG von Vorteil gewesen und h&auml;tten die Stellung des X in der KG gest&auml;rkt. Die Kapitalgesellschaften seien nahezu die einzigen Kunden der KG gewesen; X habe seine beherrschende Stellung dazu eingesetzt, dass dies auch nach dem Verkauf der Anteile durch X &uuml;ber einen Zeitraum von 15 Jahren so geblieben sei. Das FG habe den Sachverhalt somit ohne Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze zutreffend dahin gew&uuml;rdigt, dass die Beteiligungen an den Kapitalgesellschaften der KG gedient h&auml;tten und deshalb als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen einzuordnen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladene hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten haben &uuml;bereinstimmend auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die bisherigen Feststellungen des FG tragen nicht dessen W&uuml;rdigung, dass die streitbefangenen Beteiligungen des X an den GmbH bei der KG als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II anzusehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen einer gewerblich t&auml;tigen Personengesellschaft geh&ouml;ren nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. &sect; 4 Abs. 1 EStG zus&auml;tzlich zu den im Gesamthandseigentum der Mitunternehmer stehenden Wirtschaftsg&uuml;tern auch solche Wirtschaftsg&uuml;ter, die einem Mitunternehmer geh&ouml;ren, wenn sie geeignet und bestimmt sind, dem Betrieb der Personengesellschaft (Sonderbetriebsverm&ouml;gen I) oder der Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft (Sonderbetriebsverm&ouml;gen II) zu dienen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteil vom 24. Februar 2005 IV R 12\/03, BFHE 209, 262, BStBl II 2006, 361, unter I.1. der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II ist anzunehmen, wenn die dem Mitunternehmer geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter zur Begr&uuml;ndung oder St&auml;rkung seiner Beteiligung eingesetzt werden; ein solches Wirtschaftsgut kann auch die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft sein (BFH-Urteil vom 14. Januar 2010 IV R 86\/06, BFH\/NV 2010, 1096, unter II.3.a der Gr&uuml;nde, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft kann die Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft einerseits dadurch st&auml;rken, dass sie f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft wirtschaftlich vorteilhaft ist (BFH-Urteil in BFHE 209, 262, BStBl II 2006, 361, unter I.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beteiligung des Mitunternehmers an der Kapitalgesellschaft kann f&uuml;r das Unternehmen der Personengesellschaft wirtschaftlich vorteilhaft sein, wenn zwischen beiden Unternehmen eine so enge wirtschaftliche Verflechtung besteht, dass die eine Gesellschaft eine wesentliche wirtschaftliche Funktion der anderen erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 7. Juli 1992 VIII R 2\/87, BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.a der Gr&uuml;nde; BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1096). So verh&auml;lt es sich, wenn die T&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaft die aktive gewerbliche T&auml;tigkeit der Personengesellschaft erg&auml;nzt oder wenn die Kapitalgesellschaft aufgrund ihrer wirtschaftlichen und organisatorischen Eingliederung wie eine unselbst&auml;ndige Betriebsabteilung der Personengesellschaft t&auml;tig wird (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 7. M&auml;rz 1996 IV R 12\/95, BFH\/NV 1996, 736; in BFHE 209, 262, BStBl II 2006, 361; in BFH\/NV 2010, 1096). Die bestehende wirtschaftliche Verflechtung muss den Schluss zulassen, dass der Mitunternehmer seine bei der Kapitalgesellschaft bestehende Machtstellung in den Dienst des Unternehmens der Personengesellschaft stellt (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.b der Gr&uuml;nde). Dies und nicht schon die gleichzeitige Beteiligung an einer Personengesellschaft und (ggf. beherrschend) an einer Kapitalgesellschaft allein rechtfertigt die Qualifikation der Beteiligung eines Mitunternehmers an einer Kapitalgesellschaft als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bei der Personengesellschaft. Denn notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II liegt (zwingend) nur dann vor, wenn die Beteiligung in erster Linie im gesch&auml;ftlichen Interesse der Personengesellschaft gehalten wird, also der Gesichtspunkt der privaten Verm&ouml;gensanlage daneben keine bedeutsame Rolle spielt (BFH-Urteil in BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Rechtsprechung hat eine enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft angenommen und die Beteiligung des Mitunternehmers an der Kapitalgesellschaft (GmbH) als Sonderbetriebsverm&ouml;gen II angesehen, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die Personengesellschaft (Mitunternehmerschaft) ihr Anlageverm&ouml;gen an die GmbH vermietet hat (BFH-Urteil vom 14. August 1975 IV R 30\/71, BFHE 117, 44, BStBl II 1976, 88), oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die GmbH den Vertrieb f&uuml;r die als Produktionsgesellschaft t&auml;tige Personengesellschaft &uuml;bernommen hat oder umgekehrt (vgl. BFH-Urteil vom 6. Juli 1989 IV R 62\/86, BFHE 157, 551, BStBl II 1989, 890), oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; die GmbH im Rahmen eines Organschaftsverh&auml;ltnisses als Organgesellschaft t&auml;tig ist (BFH-Beschluss vom 24. April 1991 II B 99\/90, BFHE 164, 458, BStBl II 1991, 623). Gleiches gilt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; wenn Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft nach einer einheitlichen wirtschaftlichen Gesamtkonzeption gef&uuml;hrt werden, die sich auch auf technische, kaufm&auml;nnische und marktstrategische Faktoren beziehen kann, wie z.B. eine zentral geleitete Produktentwicklung, einen gemeinsamen Au&szlig;endienst, eine Kooperation im Bereich der Buchhaltung und der elektronischen Datenverarbeitung, gemeinsame Werbe- und Messeveranstaltungen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c aa der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zus&auml;tzlich erforderlich ist in diesen F&auml;llen jedoch die finanzielle und organisatorische Beherrschung der Kapitalgesellschaft durch den (die) Mitunternehmer (vgl. BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c aa und 2.c bb der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das Unterhalten von Gesch&auml;ftsbeziehungen, wie sie &uuml;blicherweise auch mit anderen Unternehmen bestehen, reicht dagegen auch dann nicht aus, wenn sie besonders intensiv sind (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.a der Gr&uuml;nde). Daher geh&ouml;rt die Beteiligung des Mitunternehmers eines Bauunternehmens an einer Parkhaus-GmbH nicht schon deshalb zu seinem notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II, weil Parkh&auml;user der GmbH von der Mitunternehmerschaft errichtet wurden (BFH-Urteil vom 23. Januar 1992 XI R 36\/88, BFHE 167, 491, BStBl II 1992, 721); auch die Beteiligung des Mitunternehmers eines in der Rechtsform einer Personengesellschaft betriebenen Bankhauses an einer GmbH ist nicht bereits deshalb notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II, weil es sich um die langj&auml;hrige Hausbank handelt (BFH-Urteil vom 31. Januar 1991 IV R 2\/90, BFHE 164, 309, BStBl II 1991, 786).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Unterh&auml;lt die Kapitalgesellschaft neben ihren gesch&auml;ftlichen Beziehungen zur Personengesellschaft einen erheblichen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb, kann regelm&auml;&szlig;ig nicht angenommen werden, dass der Mitunternehmer die Einflussm&ouml;glichkeit auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kapitalgesellschaft im wirtschaftlichen Interesse der Personengesellschaft aus&uuml;bt; seine Beteiligung an der Kapitalgesellschaft geh&ouml;rt dann in der Regel nicht zum notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gen II (vgl. BFH-Urteil vom 23. Januar 2001 VIII R 12\/99, BFHE 194, 397, BStBl II 2001, 825, unter 1.a aa der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Denn in einem solchen Fall ist grunds&auml;tzlich davon auszugehen, dass beide Gesellschaften mit ihren T&auml;tigkeitsbereichen &#8211;und damit auch die Interessenbereiche der Gesellschafter&#8211; gleichrangig nebeneinander stehen, oder dass &#8211;weiter gehend&#8211; die Gesch&auml;ftsbeziehungen auf eine F&ouml;rderung des Unternehmens der Kapitalgesellschaft durch die Personengesellschaft hinauslaufen (BFH-Urteil in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.b und 2.c bb der Gr&uuml;nde). Entsprechendes gilt, wenn die Kapitalgesellschaft weitere Beteiligungen von nicht ganz untergeordneter Bedeutung verwaltet (BFH-Urteile vom 7. Mai 1986 II R 137\/79, BFHE 147, 70, BStBl II 1986, 615, unter 5. der Gr&uuml;nde; vom 7. Dezember 1984 III R 91\/81, BFHE 143, 93, BStBl II 1985, 241).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch das BFH-Urteil in BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414, auf welches sich das FA beruft, ist der Umfang des Sonderbetriebsverm&ouml;gens II nicht &uuml;ber die durch die vorstehende Rechtsprechung gezogene Grenze hinaus erweitert worden. Vielmehr st&uuml;tzt sich diese Entscheidung ausdr&uuml;cklich auf die fr&uuml;here Rechtsprechung und wendet diese auf einen Fall an, in dem Kapitalgesellschaft und Personengesellschaft Gesch&auml;ftsbeziehungen miteinander unterhielten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Welche Beziehungen zwischen Kapitalgesellschaft und Personengesellschaft bestehen und inwieweit die Mitunternehmer ihre Einflussm&ouml;glichkeit auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kapitalgesellschaft im wirtschaftlichen Interesse der Personengesellschaft aus&uuml;ben, ist Tatfrage und daher vom FG zu kl&auml;ren (BFH-Urteile in BFHE 168, 322, BStBl II 1993, 328, unter 2.c bb der Gr&uuml;nde; in BFHE 220, 415, BStBl II 2009, 414, unter II.2.c der Gr&uuml;nde). An dessen tats&auml;chliche Feststellungen ist der BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden, soweit nicht dagegen zul&auml;ssige und begr&uuml;ndete Revisionsr&uuml;gen vorgebracht sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Beteiligung des Gesellschafters an der Personengesellschaft kann andererseits aber auch dadurch gest&auml;rkt werden, dass das Wirtschaftsgut der Mitunternehmerstellung des Gesellschafters dient (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 3. M&auml;rz 1998 VIII R 66\/96, BFHE 185, 422, BStBl II 1998, 383; vom 13. Oktober 1998 VIII R 46\/95, BFHE 187, 425, BStBl II 1999, 357, und vom 10. Juni 1999 IV R 21\/98, BFHE 189, 117, BStBl II 1999, 715).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben tragen die bisherigen Feststellungen des FG nicht dessen W&uuml;rdigung, dass die streitbefangenen Kapitalbeteiligungen als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II zu behandeln seien. Zwar hat das FG aus der Sicht der KG zahlreiche Aspekte gew&uuml;rdigt, die allein oder in Verbindung mit weiteren vom FG festgestellten Tatsachen Indizien f&uuml;r das Vorliegen von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II bilden k&ouml;nnen (II.2.a). Indes hat das FG nicht aus der Perspektive der einzelnen Kapitalgesellschaften untersucht, inwieweit die KG diesen gegen&uuml;ber dienende Funktion gehabt bzw. die KG die jeweiligen Unternehmen der Kapitalgesellschaften gef&ouml;rdert hat, und wie dieser Gesichtspunkt gegen&uuml;ber den Vorteilen, welche die KG aus dem von X initiierten Vertragswerk gezogen hat, zu gewichten ist. Der angefochtenen Entscheidung l&auml;sst sich keine hinreichende Tatsachengrundlage entnehmen, nach der sich ausschlie&szlig;en lie&szlig;e, dass sich Personengesellschaft und die jeweilige Kapitalgesellschaft gleichrangig gegen&uuml;berstanden oder die wirtschaftlichen Vorteile der jeweiligen Kapitalgesellschaft aus der Zusammenarbeit auf Grundlage der (jeweils) abgeschlossenen Vertr&auml;ge sogar die Vorteile der KG &uuml;berwogen; inwieweit die Kapitalgesellschaften neben ihren gesch&auml;ftlichen Beziehungen zur KG einen erheblichen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb unterhalten haben, hat das FG nicht untersucht; ebenso verh&auml;lt es sich mit der Frage, ob vergleichbare Gesch&auml;ftsbeziehungen auch zwischen anderen Unternehmen unterhalten wurden (II.2.b). Auch hat das FG keine Feststellungen zu der Frage getroffen, ob bzw. inwieweit X seine Kapitalbeteiligungen dazu genutzt hat, zulasten der jeweiligen Kapitalgesellschaft unangemessen hohe Verg&uuml;tungen durchzusetzen; h&auml;tte X insoweit seine Beteiligungen dazu genutzt, jeweils zugunsten der KG &quot;Gewinne abzusaugen&quot;, k&ouml;nnte dies das Gewicht der eigenst&auml;ndigen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der GmbH relativieren (II.2.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat Gesichtspunkte erwogen, die im Streitfall indizieren, dass die von X initiierten Gesch&auml;ftsbeziehungen f&uuml;r die KG von gro&szlig;er wirtschaftlicher Bedeutung waren. Dies allein schlie&szlig;t jedoch nicht aus, dass die Gesch&auml;ftsbeziehungen im Ergebnis jeweils auf eine F&ouml;rderung der Unternehmen der Kapitalgesellschaften durch die KG hinausliefen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat u.a. darauf abgestellt, dass X seine beherrschende Stellung als Gesellschafter der Kapitalgesellschaften genutzt habe, um den Abschluss von Vertr&auml;gen zwischen Kapitalgesellschaften und der KG zu bewirken, welche die Nachfrage nach den von der KG angebotenen Dienstleistungen im Bereich des zentralen Einkaufs und der Verwaltung sichergestellt h&auml;tten. Eine K&uuml;ndigung dieser Vertr&auml;ge sei gegen den Willen von X nicht m&ouml;glich gewesen. Nach den von X noch vor der Ver&auml;u&szlig;erung seiner Beteiligungen im Jahr 1998 bewirkten Vertrags&auml;nderungen sei der Katalog der durch die KG wahrgenommenen Verwaltungsdienstleistungen noch deutlich erweitert worden; hinsichtlich des zentralen Einkaufs h&auml;tten sich die Kapitalgesellschaften sogar verpflichtet, die von ihnen ben&ouml;tigten Waren ausschlie&szlig;lich unter Einschaltung und Vermittlung der KG zu beschaffen. Die Vertragslaufzeiten h&auml;tten sich aufgrund der Vertrags&auml;nderungen auf mindestens 15 Jahre belaufen. Das Entgelt f&uuml;r die Dienstleistungen der KG (6,5 % der Ums&auml;tze der Kapitalgesellschaften) sei &#8211;anders als zwischen fremden Dritten zu erwarten gewesen w&auml;re&#8211; trotz der langen Mindestlaufzeit der Vertr&auml;ge nicht neu verhandelt worden. Hierdurch habe X der KG, an der er weiterhin beteiligt gewesen sei, die wirtschaftliche Existenz auch f&uuml;r die Zeit gesichert, in dem er nicht mehr beherrschender Anteilseigner der Kapitalgesellschaften gewesen sei. All diese Umst&auml;nde indizieren zwar die wirtschaftliche Bedeutung der von X &uuml;ber sein Ausscheiden aus der KG hinaus initiierten Gesch&auml;ftsbeziehungen f&uuml;r die KG. Sie st&uuml;tzen auch den Hinweis des FA, dass die Kapitalgesellschaften die wirtschaftlich bedeutsamen Kunden der KG gewesen seien. &Uuml;ber die Bedeutung der Gesch&auml;ftsbeziehungen aus der Sicht der einzelnen Kapitalgesellschaften sagen sie jedoch nichts aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den zuvor genannten Ma&szlig;st&auml;ben durfte das FG zwar auch darauf abstellen, ob die Kapitalgesellschaften und die KG nach einer von X entwickelten einheitlichen wirtschaftlichen Gesamtkonzeption gef&uuml;hrt wurden, und f&uuml;r die Annahme einer solcher Konzeption u.a. auch organisatorische und personelle Gesichtspunkte erw&auml;gen. Denn auch ein solches Gesamtkonzept kann eine enge wirtschaftliche Verflechtung dergestalt indizieren, dass die eine Gesellschaft eine wesentliche wirtschaftliche Funktion der anderen erf&uuml;llt. Unter den im Streitfall vorliegenden Umst&auml;nden rechtfertigt die Feststellung einer einheitlichen wirtschaftlichen Konzeption eines &quot;Unternehmensverbunds&quot; allein jedoch nicht den Schluss, dass X als Mitunternehmer jede seiner einzelnen Kapitalbeteiligungen in den Dienst des Unternehmens der KG gestellt hat. Denn auch insoweit fehlt es zum einen an Feststellungen des FG zu der Frage, ob und inwieweit sich trotz Vorteilhaftigkeit der Gesch&auml;ftsbeziehungen (auch) f&uuml;r die KG gleichwohl im Ergebnis eine F&ouml;rderung der Unternehmen der Kapitalgesellschaften durch die KG ergeben hat. Zum anderen hat das FG jedenfalls sinngem&auml;&szlig; nur auf eine Gesamtbetrachtung aller Kapitalgesellschaften abgestellt, obwohl f&uuml;r die Qualifikation von notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II auf die betreffende Kapitalbeteiligung abzustellen ist. Es ist bereits zweifelhaft, ob sich aus mehreren gleichzeitig bestehenden Kapitalbeteiligungen &uuml;berhaupt etwas f&uuml;r die Beurteilung der einzelnen Beteiligung herleiten l&auml;sst; jedenfalls f&uuml;hrte eine einzelne Kapitalbeteiligung dann nicht zu notwendigem Sonderbetriebsverm&ouml;gen II, wenn sich erst aus der Zusammenschau aller bzw. mehrerer Kapitalbeteiligungen eines Mitunternehmers deren &uuml;berragende Bedeutung f&uuml;r die Personengesellschaft erg&auml;be.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Um im Streitfall auch die wirtschaftliche Bedeutung des von X initiierten Vertragswerks und der darauf beruhenden Gesch&auml;ftsbeziehungen f&uuml;r die einzelnen Kapitalgesellschaften w&uuml;rdigen und gegen&uuml;ber der vom FG angenommenen Bedeutung f&uuml;r die KG gewichten zu k&ouml;nnen, wird das FG im zweiten Rechtsgang u.a. Feststellungen zu dem Ausma&szlig; des eigenen Gesch&auml;ftsbetriebs der einzelnen Kapitalgesellschaften (insbesondere Umsatzzahlen und -entwicklung) zu treffen haben. Hierbei wird das FG zu ber&uuml;cksichtigen haben, dass auch bei einer Vielzahl von Beteiligungen hinsichtlich der Frage, ob eine Kapitalbeteiligung als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II eines Mitunternehmers zu qualifizieren ist, nur die jeweils zu beurteilende einzelne Beteiligung zu betrachten und deshalb auch nur der eigene Gesch&auml;ftsbetrieb der jeweiligen Kapitalgesellschaft von Bedeutung ist. Andererseits ist auch nur das jeweilige Ausma&szlig; der gesch&auml;ftlichen Beziehungen der Personengesellschaft zu der einzelnen Kapitalgesellschaft zu dem Umfang des eigenen Gesch&auml;ftsbetriebs der jeweiligen Kapitalgesellschaft in Beziehung zu setzen, also etwa nur der anteilige Umsatz der Personengesellschaft mit dem Gesamtumsatz der jeweiligen Kapitalgesellschaft zu vergleichen. Au&szlig;erdem wird das FG festzustellen und zu w&uuml;rdigen haben, ob bzw. inwieweit zwischen den einzelnen Kapitalgesellschaften und der KG Gesch&auml;ftsbeziehungen unterhalten worden sind, wie sie &#8211;etwa im Rahmen eines &quot;Outsourcing&quot; von Verwaltungsaufgaben&#8211; auch zwischen anderen Unternehmen bestehen k&ouml;nnen. Insoweit k&ouml;nnte auch einer Einheitlichkeit der Verwaltung von KG und einzelnen Kapitalgesellschaften kein erhebliches Gewicht mehr beigemessen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Schlie&szlig;lich wird das FG auch der Frage nachzugehen haben, ob bzw. inwieweit X die einzelne Kapitalbeteiligung dazu genutzt hat, zulasten der jeweiligen Kapitalgesellschaft Gewinne in die KG zu verlagern. H&auml;tte X seine Machtstellung in den Kapitalgesellschaften dazu genutzt, unangemessen hohe Verg&uuml;tungen durchzusetzen, k&ouml;nnte der &#8211;bislang vom FG noch nicht festgestellte&#8211; Umstand, dass die einzelne Kapitalgesellschaft einen erheblichen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb unterhalten hat, je nach H&ouml;he und Angemessenheit der vereinbarten Verg&uuml;tungen f&uuml;r die von der KG erbrachten Dienstleistungen geringer ins Gewicht fallen, als im Fall eines fremd&uuml;blichen Entgelts. Dabei k&ouml;nnte f&uuml;r eine Fremd&uuml;blichkeit auch sprechen, wenn die Erwerber der Kapitalbeteiligungen in Kenntnis der Dienstleistungsvertr&auml;ge Kaufpreise vereinbart h&auml;tten, die bei X zu nicht unerheblichen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen gef&uuml;hrt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. F&uuml;r den Fall, dass das FG auch im zweiten Rechtsgang zu der materiell-rechtlichen W&uuml;rdigung gelangt, dass die streitbefangenen Kapitalbeteiligungen jeweils als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II anzusehen seien, weist der Senat im Interesse eines m&ouml;glichst raschen Abschlusses des Rechtsstreits &#8211;allerdings ohne Bindungswirkung f&uuml;r den zweiten Rechtsgang&#8211; darauf hin, dass &#8211;wie es auch das FG gesehen hat&#8211; der Grundsatz von Treu und Glauben nicht daran hinderte, die angefochtenen &Auml;nderungsbescheide auf &sect; 164 Abs. 2 AO zu st&uuml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Finanzbeh&ouml;rde ist nach dem Grundsatz der Abschnittsbesteuerung (&sect; 2 Abs. 7 S&auml;tze 1 und 2 EStG) an ihre rechtliche W&uuml;rdigung in fr&uuml;heren Veranlagungszeitr&auml;umen nicht gebunden. Dies gilt selbst dann, wenn die &#8211;fehlerhafte&#8211; Auffassung in einem Pr&uuml;fungsbericht niedergelegt worden ist oder wenn die Finanzbeh&ouml;rde &uuml;ber eine l&auml;ngere Zeitspanne eine fehlerhafte, f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstige Auffassung vertreten hat und der Steuerpflichtige im Vertrauen darauf disponiert haben sollte (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2010, 1096, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu einer Verdr&auml;ngung gesetzten Rechts durch den Grundsatz von Treu und Glauben kann es nur in besonders gelagerten F&auml;llen kommen, in denen das Vertrauen des Steuerpflichtigen in ein bestimmtes Verhalten der Verwaltung nach allgemeinem Rechtsempfinden in einem so hohen Ma&szlig; schutzw&uuml;rdig ist, dass demgegen&uuml;ber die Grunds&auml;tze der Gesetzm&auml;&szlig;igkeit der Verwaltung zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen. Dies kommt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (nur) dann in Betracht, wenn dem Steuerpflichtigen eine bestimmte steuerrechtliche Behandlung zugesagt worden ist oder wenn die Finanzbeh&ouml;rde durch ihr fr&uuml;heres Verhalten au&szlig;erhalb einer Zusage einen Vertrauenstatbestand geschaffen hat (z.B. BFH-Urteile vom 29. April 2008 VIII R 75\/05, BFHE 221, 136, BStBl II 2008, 817, und in BFH\/NV 2010, 1096). Aus den das Revisionsgericht nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG ergeben sich bislang keinerlei Anhaltspunkte, die Grundlage eines Vertrauenstatbestands sein k&ouml;nnten. Im &Uuml;brigen haben die Kl&auml;gerinnen die Frage des Vertrauensschutzes in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung nicht mehr angesprochen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.2.2012, IV R 13\/08 Beteiligungen an mehreren Kapitalgesellschaften als notwendiges Sonderbetriebsverm&ouml;gen II Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerinnen und Revisionskl&auml;gerinnen (Kl&auml;gerinnen) sind Erbinnen nach dem im Juli 2007 verstorbenen X. 2&nbsp; X war als Kommanditist mit einer Einlage in H&ouml;he von 50.000 DM am Kapital der beigeladenen &#8230; GmbH &#038; Co. 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