{"id":6534,"date":"2012-11-30T21:51:31","date_gmt":"2012-11-30T19:51:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6534"},"modified":"2012-11-30T21:51:31","modified_gmt":"2012-11-30T19:51:31","slug":"x-b-99-10-betriebsaufspaltung-wesentliche-betriebsgrundlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-99-10-betriebsaufspaltung-wesentliche-betriebsgrundlage\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;99\/10 &#8211; Betriebsaufspaltung &#8211; wesentliche Betriebsgrundlage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2012, X B 99\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Betriebsaufspaltung &#8211; wesentliche Betriebsgrundlage<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist die Revision nicht zuzulassen, wenn ein Zulassungsgrund zwar schl&uuml;ssig geltend gemacht ist und vorliegt, aber das angefochtene Urteil des Finanzgerichts (FG) sich i.S. des &sect; 126 Abs. 4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) aus anderen Gr&uuml;nden als richtig erweist (Senatsbeschluss vom 16. Juli 2008 X B 25\/08, BFH\/NV 2008, 1673). Dies gilt auch, soweit geltend gemacht wird, das FG-Urteil sei wegen Verfahrensfehlern mangelhaft, wenn sich das Urteil mit anderer, von dem Verfahrensfehler unabh&auml;ngiger Begr&uuml;ndung rechtfertigen l&auml;sst (BFH-Urteil vom 16. Februar 2005 VI R 58\/03, BFHE 209, 217, BStBl II 2005, 750). Dies gilt im Fall der Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;res jedenfalls dann, wenn sich die Geh&ouml;rsverletzung nur auf einzelne Feststellungen bezieht, auf die es f&uuml;r die Entscheidung nicht ankommt (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 126 Rz 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen kommt es auf die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision nicht an, weil sich das Urteil aus anderen Gr&uuml;nden als zutreffend erweist:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;ger machen geltend, das FG sei i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO von anderen von ihnen n&auml;her bezeichneten BFH- und FG-Entscheidungen abgewichen, indem es unterstellt habe, auch vor Ergehen des Senatsurteils vom 26. Mai 1993 X R 78\/91 (BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718) sei jedes Ladenlokal als wesentliche Betriebsgrundlage zu beurteilen, welches die sachliche Verflechtung im Sinne einer Betriebsaufspaltung begr&uuml;nden k&ouml;nne. Hingegen habe die Altrechtsprechung das Vorliegen einer wesentlichen Betriebsgrundlage insbesondere dann verneint, wenn der Betrieb keinen Bezug zum Grundst&uuml;ck bzw. zum Geb&auml;ude gehabt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem weiche das angefochtene Urteil von ebenfalls n&auml;her bezeichneten BFH-Entscheidungen ab, indem es das Anbringen einer Rasterdecke zur blo&szlig;en Betonverkleidung als besondere Herrichtung bzw. Gestaltung des Geb&auml;udes f&uuml;r besondere Zwecke des Betriebsunternehmens beurteile.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner habe das FG zu Unrecht die kl&auml;gerischen Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen. Durch diese sei unter Beweis gestellt worden, dass das zu beurteilende Grundst&uuml;ck keinen Lagevorteil geboten habe. Hierzu sei eine Vielzahl im Einzelnen benannter Indizien samt Beweisangeboten aufgef&uuml;hrt worden. &Uuml;ber diese Beweisantr&auml;ge habe sich das FG hinweggesetzt. Ohne Beweis zu erheben habe das FG lediglich (zu Unrecht) unterstellt, das zu beurteilende Grundst&uuml;ck befinde sich in einer herausragenden Gesch&auml;ftslage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich sei die Revision auch zur Kl&auml;rung der Rechtsfrage zuzulassen, ob die Grunds&auml;tze des Senatsurteils in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718 mit versch&auml;rfender Wirkung auch in vor dem Jahr 1993 liegenden Veranlagungszeitr&auml;umen anwendbar seien. Zu kl&auml;ren sei auch, ob ein von dieser Rechtsprechungs&auml;nderung betroffenes Grundst&uuml;ck mit dem zum Zeitpunkt der Rechtsprechungsversch&auml;rfung vorhandenen Teilwert in das Betriebsverm&ouml;gen zu &uuml;berf&uuml;hren oder nach allgemeinen Grunds&auml;tzen zu bilanzieren sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Es entspricht der gefestigten Rechtsprechung des BFH, dass eine wesentliche Betriebsgrundlage i.S. der zur Betriebsaufspaltung entwickelten Grunds&auml;tze dann vorliegt, wenn das &uuml;berlassene Grundst&uuml;ck f&uuml;r die Betriebsgesellschaft wirtschaftlich von nicht nur geringer Bedeutung ist. Dies setzt nicht zwingend voraus, dass die Betriebsf&uuml;hrung durch die Lage des Grundst&uuml;cks bestimmt wird oder das Grundst&uuml;ck auf die Bed&uuml;rfnisse des Betriebs zugeschnitten bzw. es f&uuml;r Zwecke des Betriebsunternehmens hergerichtet oder gestaltet worden ist. Vielmehr wird eine sachliche Verflechtung bereits dann begr&uuml;ndet, wenn feststeht, dass das Betriebsunternehmen aus innerbetrieblichen Gr&uuml;nden ohne ein Grundst&uuml;ck dieser Art den Betrieb nicht fortf&uuml;hren k&ouml;nnte (Senatsurteil in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718; BFH-Urteile vom 27. August 1998 III R 96\/96, BFH\/NV 1999, 758; vom 23. Mai 2000 VIII R 11\/99, BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621, und vom 23. Januar 2001 VIII R 71\/98, BFH\/NV 2001, 894). Notwendig f&uuml;r das Vorliegen einer wesentlichen Betriebsgrundlage ist allein, dass das Grundst&uuml;ck die r&auml;umliche und funktionale Grundlage f&uuml;r die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Betriebsgesellschaft bildet und es ihr erm&ouml;glicht, ihren Gesch&auml;ftsbetrieb auszu&uuml;ben (BFH-Urteile vom 19. M&auml;rz 2002 VIII R 57\/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662; vom 11. Februar 2003 IX R 43\/01, BFH\/NV 2003, 910; vom 13. Juli 2006 IV R 25\/05, BFHE 214, 343, BStBl II 2006, 804, und Senatsurteil vom 18. September 2002 X R 4\/01, BFH\/NV 2003, 41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die zur Beurteilung dieser Frage erforderlichen Tatsachen hat das FG festgestellt. Nach diesen Feststellungen betreibt die Betriebsgesellschaft einen Einzelhandel mit Textilien, insbesondere Bettwaren (Bettroste, Bettdecken, Matratzen), und die Raumausstattung (Gardinen und Jalousieanlagen, Polsterei). Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in den im Alleineigentum des Kl&auml;gers stehenden Gesch&auml;ftsr&auml;umen, die sie seit Januar 1978 anmietete. Im Erdgeschoss dieses Geb&auml;udes befindet sich das Ladenlokal der Betriebsgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bereits auf Grund dieser Feststellungen, die in der Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht angegriffen worden sind, ergibt sich, dass das Grundst&uuml;ck eine wesentliche Betriebsgrundlage ist. Denn es bildet die r&auml;umliche und funktionale Grundlage f&uuml;r das Handelsunternehmen der Betriebsgesellschaft. Ob das Grundst&uuml;ck &uuml;ber einen Lagevorteil verf&uuml;gt oder die Baulichkeiten in besonderer Weise hergerichtet oder gestaltet sind, ist daher im Streitfall f&uuml;r das Vorliegen einer wesentlichen Betriebsgrundlage und damit f&uuml;r eine sachliche Verflechtung unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der beschlie&szlig;ende Senat hat in dem sog. Dachdecker-Urteil in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718 herausgearbeitet, f&uuml;r das Vorliegen einer sachlichen Verflechtung gen&uuml;ge es, dass die Betriebsgesellschaft zur Erreichung ihres Betriebszwecks ein Grundst&uuml;ck der &uuml;berlassenen Art ben&ouml;tige, ohne dass es auf eine besondere Lage oder Gestaltung des Grundst&uuml;cks ankomme. Diese Grunds&auml;tze sind auch f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume, die vor dem Bekanntwerden dieses Urteils liegen, anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Pr&auml;zisiert oder &auml;ndert der BFH im Wege der zul&auml;ssigen Rechtsfortbildung (vgl. hierzu Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 25. M&auml;rz 2004&nbsp;&nbsp;2 BvR 944\/00, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2004, 691) die f&uuml;r die Betriebsaufspaltung geltenden Grunds&auml;tze, dann bewegt er sich im Bereich der Gesetzesauslegung, nicht aber der r&uuml;ckwirkenden Schaffung von Gesetzesrecht. Allerdings kann es nach der Rechtsprechung des Gro&szlig;en Senats des BFH geboten sein, in besonders gelagerten F&auml;llen auf einen Wandel der Rechtsprechung diejenigen Grunds&auml;tze entsprechend anzuwenden, die bei r&uuml;ckwirkenden Gesetzen zu beachten sind, vorausgesetzt, dass eine solche Analogie nach Lage der Sache geboten ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17. Dezember 2007 GrS 2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.IV.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine solche Situation, die es rechtfertigt die von der Rechtsprechung entwickelten Grunds&auml;tze erst mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft anzuwenden, ist im Streitfall nicht gegeben. Die Rechtsprechung des erkennenden Senats im sog. Dachdecker-Urteil in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718 enth&auml;lt keine steuerversch&auml;rfende Abkehr von einer seit Jahrzehnten geltenden Rechtsprechung, auf deren Fortbestand die Steuerpflichtigen vertrauen durften. Vielmehr hat der erkennende Senat die Voraussetzungen f&uuml;r das Vorliegen einer sachlichen Verflechtung f&uuml;r F&auml;lle der vorliegenden Art lediglich pr&auml;zisiert (Senatsurteil vom 24. Oktober 2001 X R 118\/98, BFH\/NV 2002, 1130). Eine Rechtsprechungs&auml;nderung hat das Senatsurteil in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718 nur insoweit bewirkt, als der Senat in Abkehr von der bisherigen Rechtsprechung angenommen hat, eine sachliche Verflechtung werde nicht dadurch ausgeschlossen, dass das Betriebsunternehmen jederzeit am Markt ein f&uuml;r seine Belange gleichwertiges Grundst&uuml;ck mieten oder kaufen k&ouml;nnte. Dass eine solche jederzeitige Ersetzbarkeit im Streitfall gegeben war, wird von den Kl&auml;gern nicht behauptet. Die Problematik der jederzeitigen Ersetzbarkeit hat im Regelfall (nur) Bedeutung im Fall der &Uuml;berlassung eines nicht in besonderer Weise gestalteten B&uuml;rogeb&auml;udes (vgl. BFH-Urteile in BFHE 192, 474, BStBl II 2000, 621, und vom 10. Juni 2008 VIII R 79\/05, BFHE 222, 320, BStBl II 2008, 863). Dementsprechend ist in der Literatur (soweit ersichtlich) auch lediglich in Bezug auf die &Uuml;berlassung von B&uuml;ro- und Verwaltungsgeb&auml;uden die durch die Rechtsprechung bewirkte Ausdehnung des Anwendungsbereichs der Betriebsaufspaltung kritisch beurteilt worden (Gluth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect; 15 EStG Rz 813 &quot;B&uuml;rogeb&auml;ude&quot;, und in Carl&eacute; in Korn, &sect; 15 EStG Rz 444; vgl. auch P. Fischer, Finanz-Rundschau 2001, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die unzutreffende Annahme, das in Frage stehende Grundst&uuml;ck sei keine wesentliche Betriebsgrundlage, war zum fr&uuml;hest m&ouml;glichen Zeitpunkt aufzugeben; entsprechend musste das Grundst&uuml;ck nicht mit dem Teilwert, sondern mit dem Wert eingebucht werden, mit dem es bei von Anfang an richtiger Bilanzierung zu Buch stehen w&uuml;rde (Senatsurteil vom 26. November 2008 X R 23\/05, BFHE 224, 61, BStBl II 2009, 407). Dies hat der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) beachtet. Dass das FA den Kl&auml;gern eine abweichende Behandlung verbindlich zugesagt hat, haben diese nicht behauptet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im &Uuml;brigen geht es im Streitfall nicht um eine r&uuml;ckwirkende Anwendung der Grunds&auml;tze des Senatsurteils in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718. Die genannte Entscheidung ist im Jahr 1993 ver&ouml;ffentlicht worden. Das FA hat daraus f&uuml;r die Besteuerung der Kl&auml;ger aber erstmals f&uuml;r das Streitjahr 1995 Konsequenzen gezogen und das Grundst&uuml;ck &#8211;was ausweislich der eingereichten Bilanz zun&auml;chst auch der Rechtsauffassung der Kl&auml;ger entsprach&#8211; als Betriebsverm&ouml;gen behandelt. Da dies im Streitjahr ausschlie&szlig;lich Bedeutung f&uuml;r die H&ouml;he der Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) hat, kann offenbleiben, ob &#8211;wie die Kl&auml;ger meinen&#8211; ein etwaiger k&uuml;nftiger Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn insoweit einkommensteuerlich au&szlig;er Ansatz bleiben m&uuml;sse, als er auf stillen Reserven beruht, die bis zur Ver&ouml;ffentlichung des Senatsurteils in BFHE 171, 476, BStBl II 1993, 718 ohne Steuerbelastung h&auml;tten realisiert werden k&ouml;nnen. Jedenfalls w&uuml;rde aus dem von den Kl&auml;gern herangezogenen Vertrauensschutzgedanken auch bei weitester Auslegung kein Anspruch auf Abzug von AfA in einer H&ouml;he folgen, die sich nicht nach den tats&auml;chlich vom Steuerpflichtigen getragenen Anschaffungs- und Herstellungskosten, sondern nach einem fiktiven (h&ouml;heren) Teilwert der zum Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter im Zeitpunkt der Ver&ouml;ffentlichung des genannten Senatsurteils bemessen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2012, X B 99\/10 Betriebsaufspaltung &#8211; wesentliche Betriebsgrundlage Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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