{"id":65370,"date":"2015-12-02T09:50:59","date_gmt":"2015-12-02T07:50:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65370"},"modified":"2015-12-02T09:50:59","modified_gmt":"2015-12-02T07:50:59","slug":"vi-r-13-15-versorgung-und-betreuung-eines-haustieres-als-haushaltsnahe-dienstleistung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-13-15-versorgung-und-betreuung-eines-haustieres-als-haushaltsnahe-dienstleistung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;13\/15 &#8211; Versorgung und Betreuung eines Haustieres als haushaltsnahe Dienstleistung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.9.2015, VI R 13\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Versorgung und Betreuung eines Haustieres als haushaltsnahe Dienstleistung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Versorgung und Betreuung eines im Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommenen Haustieres kann als haushaltsnahe Dienstleistung nach &sect; 35a Abs. 2 Satz 1 EStG beg&uuml;nstigt sein (entgegen BMF-Schreiben vom 10. Januar 2014, BStBl I 2014, 75, Anlage 1, ersetzt BMF-Schreiben vom 15. Februar 2010, BStBl I 2010, 140, Anlage 1).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 4. Februar 2015&nbsp;&nbsp;15 K 1779\/14 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Aufwendungen f&uuml;r die Versorgung und Betreuung von Haustieren in der Wohnung des Steuerpflichtigen nach &sect;&nbsp;35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind verheiratet und wurden f&uuml;r das Streitjahr (2012) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Zeit vom 8.&nbsp;Januar 2012 bis 15.&nbsp;Januar 2012, vom 27.&nbsp;Mai 2012 bis 1.&nbsp;Juni 2012 und vom 8.&nbsp;September 2012 bis zum 15.&nbsp;September 2012 lie&szlig;en die Kl&auml;ger ihre Hauskatze von der &quot;Tier- und Wohnungsbetreuung A&quot; in ihrer Wohnung betreuen. Hierf&uuml;r stellte ihnen Frau A &#8211;pro Tag der Betreuung 12&nbsp;EUR, zzgl. Benzinzuschl&auml;ge und eines Feiertagszuschlags f&uuml;r Pfingstmontag insgesamt&#8211; einen Betrag in H&ouml;he von 302,90&nbsp;EUR in Rechnung. Die Rechnungen beglichen die Kl&auml;ger im Streitjahr per &Uuml;berweisungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2012 beantragten sie f&uuml;r diese Aufwendungen vergeblich eine Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35a EStG. Den hiergegen eingelegten Einspruch wies der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Nach dem Schreiben des Bundesministeriums f&uuml;r Finanzen (BMF) vom 10.&nbsp;Januar 2014 (BStBl I 2014, 75) sei u.a. f&uuml;r Tierbetreuungskosten keine Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35a EStG zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 650 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 4.&nbsp;Februar 2015&nbsp; 15&nbsp;K&nbsp;1779\/14&nbsp;E aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass den Kl&auml;gern f&uuml;r die Kosten der Betreuung und Versorgung ihrer Hauskatze die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung erm&auml;&szlig;igt sich die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuererm&auml;&szlig;igungen, auf Antrag um 20&nbsp;%, h&ouml;chstens 4.000&nbsp;EUR, der Aufwendungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen, die nicht Dienstleistungen nach &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;3 EStG sind und in einem in der Europ&auml;ischen Union oder dem Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden (&sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Begriff &quot;haushaltsnahe Dienstleistung&quot; ist gesetzlich nicht n&auml;her bestimmt. Nach der Rechtsprechung des Senats m&uuml;ssen die Leistungen eine hinreichende N&auml;he zur Haushaltsf&uuml;hrung aufweisen oder damit im Zusammenhang stehen. Dazu geh&ouml;ren hauswirtschaftliche Verrichtungen, die gew&ouml;hnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder entsprechend Besch&auml;ftigte erledigt werden und in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden anfallen (Senatsurteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;R&nbsp;55\/12, BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Begriff &quot;haushaltsnah&quot; ist hierbei als sinnverwandt mit dem Begriff &quot;hauswirtschaftlich&quot; anzusehen. Hauswirtschaftliche T&auml;tigkeiten sind solche, die &uuml;blicherweise zur Versorgung der dort lebenden Familie in einem Privathaushalt erbracht werden (Senatsurteil in BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880, m.w.N.). Dazu geh&ouml;ren jedenfalls das Einkaufen von Verbrauchsg&uuml;tern, das Kochen, die W&auml;schepflege, die Reinigung und Pflege der R&auml;ume, des Gartens und auch die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern und kranken Haushaltsangeh&ouml;rigen (BTDrucks 15\/91, 19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung der Revision l&auml;sst sich dieser Aufz&auml;hlung nicht entnehmen, dass der Gesetzgeber die Versorgung und Betreuung von Haustieren damit von der Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35a EStG ausgenommen hat. Insoweit verkennt das FA, dass eine Gesetzesbegr&uuml;ndung keine Tatbestandswirkung entfaltet. H&auml;tte der Gesetzgeber lediglich bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen beg&uuml;nstigen wollen, h&auml;tte es einer abschlie&szlig;enden Regelung in &sect;&nbsp;35a EStG bedurft. Auch tr&auml;gt die Gesetzesbegr&uuml;ndung nicht den von der Revision gezogenen Schluss, dass durch &sect;&nbsp;35a EStG &#8211;mit Ausnahme der Gartenpflege&#8211; lediglich personenbezogene hauswirtschaftliche Leistungen steuerlich entlastet werden sollen. F&uuml;r ein derart eingeschr&auml;nktes Begriffsverst&auml;ndnis bietet der Wortlaut der Norm keinen Anhalt. So sind beispielsweise bis einschlie&szlig;lich Veranlagungszeitraum 2005 auch (einfache, nicht aber qualifizierte) handwerkliche T&auml;tigkeiten (Ausbesserungs- und Erhaltungsma&szlig;nahmen, die &uuml;blicherweise durch Mitglieder des privaten Haushalts oder entsprechend Besch&auml;ftigte, beispielsweise einen Hausmeister, erledigt werden und in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden anfallen) in der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung oder im Haus des Steuerpflichtigen, etwa Sch&ouml;nheitsreparaturen oder kleine Ausbesserungsarbeiten, von den Finanzbeh&ouml;rden (BMF-Schreiben vom 1.&nbsp;November 2004 IV&nbsp;C&nbsp;8-S&nbsp;2296b-16\/04, BStBl I 2004, 958 Rz&nbsp;5) und der finanzgerichtlichen Rechtsprechung (z.B. Senatsurteile vom 29.&nbsp;Januar 2009 VI&nbsp;R&nbsp;28\/08, BFHE 224, 255, BStBl II 2010, 166, und vom 6.&nbsp;Mai 2010 VI&nbsp;R&nbsp;4\/09, BFHE 229, 534, BStBl II 2011, 909) zu den haushaltsnahen Dienstleistungen i.S. von &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG in der bis einschlie&szlig;lich Veranlagungszeitraum 2005 geltenden Fassung gez&auml;hlt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar werden seit dem Veranlagungszeitraum 2006 s&auml;mtliche handwerklichen T&auml;tigkeiten, also auch einfache handwerkliche Verrichtungen, etwa regelm&auml;&szlig;ige Ausbesserungs- und Erhaltungsma&szlig;nahmen, die bislang als haushaltsnahe Dienstleistungen unter &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG angesehen worden sind, von dem neuen &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.d.F. des Gesetzes zur steuerlichen F&ouml;rderung von Wachstum und Besch&auml;ftigung vom 26.&nbsp;April 2006 erfasst (Senatsurteil in BFHE 229, 534, BStBl II 2011, 909). Mehr als die &quot;Ausgrenzung&quot; der einfachen Handwerkerleistungen aus dem Anwendungsbereich des Satzes&nbsp;1 folgt daraus jedoch nicht. Denn der Gesetzgeber hat mit der Neuregelung lediglich die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;35a EStG auf handwerkliche T&auml;tigkeiten, die von Mietern und Eigent&uuml;mern f&uuml;r die zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung in Auftrag gegeben werden, z.B. das Streichen und Tapezieren von Innenw&auml;nden, die Beseitigung kleinerer Sch&auml;den, die Erneuerung eines Bodenbelags (Teppichboden, Parkett oder Fliesen), die Modernisierung des Badezimmers oder der Austausch von Fenstern sowie Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten auf dem Grundst&uuml;ck, z.B. Garten- und Wegebauarbeiten, ausgeweitet (BTDrucks 16\/643, 10, und BTDrucks&nbsp;16\/753, 11).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unter Zugrundelegung dieser Grunds&auml;tze sind auch die Versorgung und Betreuung eines im Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommenen Haustieres haushaltsnahe Dienstleistungen (entgegen BMF-Schreiben in BStBl I 2014, 75, Anlage&nbsp;1, ersetzt BMF-Schreiben vom 15.&nbsp;Februar 2010, BStBl I 2010, 140, Anlage&nbsp;1). Denn T&auml;tigkeiten wie das F&uuml;ttern, die Fellpflege, das Ausf&uuml;hren und die sonstige Besch&auml;ftigung des Tieres oder im Zusammenhang mit dem Tier erforderliche Reinigungsarbeiten fallen regelm&auml;&szlig;ig an und werden typischerweise durch den Steuerpflichtigen selbst oder andere Haushaltsangeh&ouml;rige erledigt (FG M&uuml;nster, Urteil vom 25.&nbsp;Mai 2012&nbsp; 14&nbsp;K&nbsp;2289\/11, EFG 2012, 1674). Dies wie auch das Vorliegen der &uuml;brigen Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;35a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG hat die Vorinstanz im Streitfall zutreffend bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 3.9.2015, VI R 13\/15 Versorgung und Betreuung eines Haustieres als haushaltsnahe Dienstleistung Leits&auml;tze Die Versorgung und Betreuung eines im Haushalt des Steuerpflichtigen aufgenommenen Haustieres kann als haushaltsnahe Dienstleistung nach &sect; 35a Abs. 2 Satz 1 EStG beg&uuml;nstigt sein (entgegen BMF-Schreiben vom 10. 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