{"id":65374,"date":"2015-12-02T09:51:00","date_gmt":"2015-12-02T07:51:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65374"},"modified":"2015-12-02T09:51:00","modified_gmt":"2015-12-02T07:51:00","slug":"vii-b-4-15-zur-klagebefugnis-eines-steuerberaters-hinsichtlich-der-vermeintlich-rechtswidrigen-zulassung-eines-konkurrenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-4-15-zur-klagebefugnis-eines-steuerberaters-hinsichtlich-der-vermeintlich-rechtswidrigen-zulassung-eines-konkurrenten\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;4\/15 &#8211; Zur Klagebefugnis eines Steuerberaters hinsichtlich der vermeintlich rechtswidrigen Zulassung eines Konkurrenten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.9.2015, VII B 4\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Klagebefugnis eines Steuerberaters hinsichtlich der vermeintlich rechtswidrigen Zulassung eines Konkurrenten<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 10. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2674\/13 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ist eine Steuerberatungsgesellschaft, f&uuml;r die in der Vergangenheit Herr X, der inzwischen in Nordrhein-Westfalen als Steuerberater zugelassen ist, als Prokurist t&auml;tig war. Mit der Begr&uuml;ndung, X wohne nach wie vor in B (in einem anderen Bundesland) und habe in Nordrhein-Westfalen tats&auml;chlich keinen Wohnsitz unterhalten, machte die Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber der Beklagten und Beschwerdegegnerin (Steuerberaterkammer) geltend, diese sei nach &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) verpflichtet, die Pr&uuml;fungsentscheidung aufzuheben. Nachdem die Steuerberaterkammer diesem Begehren unter Hinweis auf ihre Verschwiegenheitspflicht nach &sect;&nbsp;83 Abs.&nbsp;1 StBerG nicht entsprach, hat die Kl&auml;gerin mit dem Antrag Klage erhoben, die Steuerberaterkammer zu verpflichten, die Zulassung des X zur Steuerberaterpr&uuml;fung zur&uuml;ckzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Begr&uuml;ndung, der Kl&auml;gerin fehle die Klagebefugnis, hat das Finanzgericht (FG) die Klage abgewiesen. Das StBerG diene aufgrund seines Zwecks ausschlie&szlig;lich dem Schutz des Allgemeinwohlinteresses. Weder aus &sect;&nbsp;3 StBerG noch aus &sect;&nbsp;39a StBerG lasse sich ableiten, dass zugleich subjektive Rechte konkurrierender Berufstr&auml;ger gesch&uuml;tzt werden sollen. Dieses Ergebnis decke sich auch mit der Rechtsprechung zur Klagebefugnis hinsichtlich des Widerrufs einer einem Kollegen verliehenen Fachanwaltsbezeichnung (Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Hamm vom 17.&nbsp;Oktober 1997&nbsp;&nbsp;1&nbsp;ZU&nbsp;29\/97, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht &#8211;MDR&#8211; 1998, 246), die auf den Streitfall &uuml;bertragen werden k&ouml;nne. Da die im Streitfall ma&szlig;geblichen Vorschriften nicht drittsch&uuml;tzend seien, k&ouml;nne sich die Kl&auml;gerin nicht auf die Rechtsprechung zu den steuerrechtlichen Konkurrentenklagen berufen. Dar&uuml;ber hinaus habe die Kl&auml;gerin im Verfahren &uuml;berhaupt nicht substantiiert dargelegt, dass sie durch die T&auml;tigkeit des X konkret feststellbar und durch Tatsachen belegte Wettbewerbsnachteile bef&uuml;rchten musste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde begehrt die Kl&auml;gerin die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2&nbsp;&nbsp;1.&nbsp;Alternative FGO) und wegen Verfahrensm&auml;ngeln (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO). Von grunds&auml;tzlicher Bedeutung sei die Rechtsfrage, ob Steuerberater als Dritte gegen&uuml;ber der zust&auml;ndigen Steuerberaterkammer eine Ma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;39a StBerG oder eine ermessensfehlerfreie Entscheidung auf Grundlage dieser Vorschrift verlangen und hierzu nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO klagebefugt sein k&ouml;nnen. Zur Geltendmachung der Verletzung eigener Rechte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO gen&uuml;ge es, wenn die nach dem Vortrag des Kl&auml;gers m&ouml;glicherweise verletzte Rechtsvorschrift zumindest auch dem Schutz der Individualinteressen des Rechtssuchenden diene. Dies sei vorliegend der Fall, denn das StBerG sch&uuml;tze mittelbar den Berufsstand der Steuerberater und das Vertrauen der (potentiellen) Mandanten in die Beratung. Daher sei eine effektive Zugangskontrolle zu gew&auml;hrleisten. Die ausschlie&szlig;liche Kontrolle durch die zust&auml;ndige Steuerberaterkammer sei unzureichend, so dass eine Kontrollm&ouml;glichkeit auch Dritten zu er&ouml;ffnen sei. Gekl&auml;rt sei die aufgeworfene Rechtsfrage noch nicht. Gegen eine pauschale Ablehnung der Klagebefugnis habe sich auch der Bundesfinanzhof in seinem Beschluss vom 13.&nbsp;Oktober 1987 VII&nbsp;B&nbsp;96\/87 (BFHE 151, 18, BStBl II 1988, 67) ausgesprochen. Auch der Hinweis des FG auf die Entscheidung des Anwaltsgerichtshofs Hamm in MDR 1998, 246 sei nicht geeignet, zur Kl&auml;rung der Rechtsfrage beizutragen. Schlie&szlig;lich liege eine Verletzung des rechtlichen Geh&ouml;rs vor, weil das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;90a FGO einen Gerichtsbescheid erlassen habe, ohne die Kl&auml;gerin vorher anzuh&ouml;ren. Zur Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs seien die Beteiligten auf die M&ouml;glichkeit einer Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung hinzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerberaterkammer ist der Beschwerde entgegengetreten. Aufgrund der nach &sect;&nbsp;83 StBerG bestehenden Schweigepflicht sei die Rechtsfrage nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Dem StBerG lasse sich im Hinblick auf diese Pflicht auch keine planwidrige L&uuml;cke entnehmen. Der behauptete Verfahrensmangel liege nicht vor, weil die Anh&ouml;rung infolge der Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung nachgeholt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die Darlegung der geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde gen&uuml;gt nicht den Erfordernissen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. F&uuml;r die nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 und&nbsp;3 FGO zu fordernde Darlegung der Zulassungsgr&uuml;nde der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) und der Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 FGO) muss der Beschwerdef&uuml;hrer eine konkrete Rechtsfrage formulieren und auf ihre Bedeutung f&uuml;r die Allgemeinheit eingehen. Erforderlich ist dar&uuml;ber hinaus der substantiierte Vortrag, warum im Einzelnen die Kl&auml;rung der aufgeworfenen Rechtsfrage durch die angestrebte Revisionsentscheidung aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder der Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt. Ferner muss die aufgeworfene Frage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Streitfall auch kl&auml;rungsf&auml;hig sein (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 14.&nbsp;Mai 2014 VII&nbsp;B&nbsp;116\/12, BFH\/NV 2014, 1550, und vom 27.&nbsp;Oktober 2003 VII&nbsp;B&nbsp;196\/03, BFH\/NV 2004, 232).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin gen&uuml;gen den dargestellten Voraussetzungen nicht, weil die Kl&auml;gerin die Entscheidungserheblichkeit der aufgeworfenen Frage nicht hinreichend dargelegt hat. Mit ihrer Fragestellung unterstellt sie, eine Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO sei bereits dann gegeben, wenn nach dem Vortrag des Kl&auml;gers die m&ouml;glicherweise verletzte Rechtsvorschrift &#8211;hier &sect;&nbsp;39a StBerG&#8211; zumindest auch dem Schutz der Individualinteressen des Rechtssuchenden dient. Dabei l&auml;sst sie jedoch unber&uuml;cksichtigt, dass eine Klagebefugnis die Geltendmachung einer Verletzung eigener Rechte voraussetzt, so dass die blo&szlig;e Berufung auf eine Rechtsnorm, der eine drittsch&uuml;tzende Wirkung zukommen soll, zur Vermittlung des Rechtsschutzbed&uuml;rfnisses nicht als ausreichend erachtet werden kann. Insbesondere bei Konkurrentenklagen ist es unabh&auml;ngig von der Frage der Schutznorm zun&auml;chst Aufgabe des Kl&auml;gers dem Gericht die Wettbewerbssituation substantiiert darzustellen (Braun in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;40 FGO Rz&nbsp;224). Bei Rechtsschutzbegehren Drittbetroffener bedarf die Darlegung der Verletzung eigener Rechte eines besonders detaillierten Vorbringens (Gr&auml;ber\/von&nbsp;Groll, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;40 Rz&nbsp;122).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den Feststellungen des FG hat die Kl&auml;gerin im erstinstanzlichen Verfahren nicht substantiiert dargelegt, dass sie durch die T&auml;tigkeit des X Wettbewerbsnachteile erleidet und dadurch in ihren eigenen Rechten betroffen ist. Solche Ausf&uuml;hrungen hat sie zwar in der Beschwerdeschrift gemacht, doch k&ouml;nnen diese zur Darlegung der Entscheidungserheblichkeit der aufgeworfenen Rechtsfrage nicht mehr als ausreichend angesehen werden, zumal die Kl&auml;gerin Verfahrensr&uuml;gen in Bezug auf die vom FG getroffenen Feststellungen nicht erhoben hat. Ihre Geh&ouml;rsr&uuml;ge bezieht sich lediglich auf den Umstand, dass das FG nicht vorab zu erkennen gegeben hat, es werde durch Gerichtsbescheid entscheiden. Der Beschwerde ist auch nicht zu entnehmen, was die Kl&auml;gerin bei einem entsprechenden Hinweis, z.B. in Bezug auf die Verletzung eigener Rechte, vorgetragen h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin hat daher die Entscheidungserheblichkeit der von ihr aufgeworfenen Frage, die nur einen Teilaspekt der Klagebefugnis nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO betrifft, nicht hinreichend belegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;gerin ihre fehlende Anh&ouml;rung vor Erlass des Gerichtsbescheids beanstandet, legt sie den behaupteten Verfahrensmangel ebenfalls nicht substantiiert dar. Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes gew&auml;hrleistet den Beteiligten eines gerichtlichen Verfahrens das Recht, vor Gericht Antr&auml;ge zu stellen und Ausf&uuml;hrungen zur Sache zu machen. Dass das FG durch seine Vorgehensweise der Kl&auml;gerin dieses Recht genommen hat, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen. Es fehlen insbesondere Ausf&uuml;hrungen zu den Fragen, was die Kl&auml;gerin bei entsprechender Anh&ouml;rung vor Erlass des Gerichtsbescheids vorgetragen h&auml;tte und warum die Entscheidung des FG &#8211;auch unter Ber&uuml;cksichtigung des kl&auml;gerischen Vortrags in der m&uuml;ndlichen Verhandlung&#8211; aufgrund dieses Vortrags anders ausgefallen w&auml;re. Erg&auml;nzend ist zu bemerken, dass sie in ihrem Schriftsatz vom 11.&nbsp;Juni 2014 dem FG zu verstehen gegeben hat, aufgrund des umfassenden Schriftsatzwechsels halte sie die Sache nunmehr f&uuml;r &quot;ausgeschrieben&quot;. Damit hat sie dem FG selbst signalisiert, dass sie einen weiteren schriftlichen Vortrag f&uuml;r entbehrlich erachtete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem &uuml;berwiegenden Schrifttum ist im &Uuml;brigen davon auszugehen, dass es eines Hinweises auf die beabsichtigte Verfahrensweise vor Erlass eines Gerichtsbescheids nicht bedarf (Mai in Beermann\/Gosch, FGO, &sect;&nbsp;90a Rz&nbsp;20; Schallmoser in HHSp, &sect;&nbsp;90a FGO Rz&nbsp;39; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;90a Rz&nbsp;4 und Fu in Schwarz\/Pahlke, AO, FGO, &sect;&nbsp;90a Rz&nbsp;6, der darauf hinweist, dass die andere Ansicht von Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect;&nbsp;90a Rz&nbsp;6 durch die Fassung des &sect;&nbsp;90a Abs.&nbsp;2 FGO ab 2001 &uuml;berholt ist). Denn den Beteiligten steht es offen, sich rechtliches Geh&ouml;r durch einen Antrag nach &sect;&nbsp;90a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 FGO zu verschaffen, wie dies die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 18.&nbsp;August 2014 auch getan hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 3.9.2015, VII B 4\/15 Zur Klagebefugnis eines Steuerberaters hinsichtlich der vermeintlich rechtswidrigen Zulassung eines Konkurrenten Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 10. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;2 K 2674\/13 wird als unzul&auml;ssig verworfen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. 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