{"id":65396,"date":"2015-12-02T09:52:11","date_gmt":"2015-12-02T07:52:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65396"},"modified":"2015-12-02T09:52:11","modified_gmt":"2015-12-02T07:52:11","slug":"iii-b-136-14-bezeichnung-des-fg-urteils-in-nichtzulassungsbeschwerde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-136-14-bezeichnung-des-fg-urteils-in-nichtzulassungsbeschwerde\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;136\/14 &#8211; Bezeichnung des FG-Urteils in Nichtzulassungsbeschwerde"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.10.2015, III B 136\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Bezeichnung des FG-Urteils in Nichtzulassungsbeschwerde<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 11. September 2014&nbsp;&nbsp;4 K 1020\/13 wird als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist Vater einer Tochter (T), die im Herbst 2010 ein Studium begann und f&uuml;r die er Kindergeld bezog. Im M&auml;rz 2012 forderte der Beklagte und Beschwerdegegner (Familienkasse) den Kl&auml;ger auf, Nachweise daf&uuml;r vorzulegen, dass die Anspruchsvoraussetzungen weiterhin erf&uuml;llt waren. Der Kl&auml;ger teilte der Familienkasse mit, dass T wegen der Betreuung ihres Kindes seit April 2011 vom Studium beurlaubt sei. Daraufhin hob die Familienkasse die Festsetzung des Kindergeldes f&uuml;r die Monate Juli 2011 bis Februar 2012 und ab Mai 2012 auf. Sie war der Ansicht, T habe sich nicht mehr in Ausbildung befunden. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil wendet sich der Kl&auml;ger mit der Nichtzulassungsbeschwerde, die am 13.&nbsp;November 2014, kurz vor Ablauf der Beschwerdefrist (17.&nbsp;November 2014), per Fax beim Bundesfinanzhof (BFH) einging. Der Satz, der die Einlegung der Beschwerde enth&auml;lt, beginnt mit der Einleitung &quot;In der Finanzstreitsache Finanzgericht Rheinland-Pfalz &#8230;&quot;. Im weiteren Verlauf dieses Satzes hei&szlig;t es, es werde Nichtzulassungsbeschwerde &quot;&#8230; gegen das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern AZ &#8230;&quot; eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Beschwerdebegr&uuml;ndung vom 14.&nbsp;Dezember 2014 vertritt der Kl&auml;ger die Ansicht, das Finanzgericht (FG) sei nicht vorschriftsm&auml;&szlig;ig i.S. von &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) besetzt gewesen. Der Gesch&auml;ftsverteilungsplan des f&uuml;r den Streitfall zust&auml;ndigen 4.&nbsp;Senats des FG habe gegen das Gebot der J&auml;hrlichkeit versto&szlig;en. Zum Zeitpunkt der Einreichung der Klage (2.&nbsp;Januar 2013) habe keine wirksame Gesch&auml;ftsverteilung f&uuml;r den 4.&nbsp;Senat bestanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch habe die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung. Grunds&auml;tzlich bedeutsam sei zum einen die Rechtsfrage, ob &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes (EStG) &#8211;Berufsausbildung&#8211; verfassungsgem&auml;&szlig; sei, da &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;6 des Bundeskindergeldgesetzes a.F., der vorgesehen habe, dass eine Berufsausbildung durch die Inanspruchnahme von Erziehungsurlaub nicht unterbrochen werde, entgegen der Intentionen des Gesetzgebers bei der Einf&uuml;hrung des steuerrechtlichen Familienleistungsausgleichs nicht &uuml;bernommen worden sei. Zum anderen sei f&uuml;r den Fall, dass die Vorschrift nicht verfassungswidrig sei, zu kl&auml;ren, ob &sect;&nbsp;32 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG dahingehend verfassungskonform auszulegen sei, dass die Inanspruchnahme von Elternzeit eine unsch&auml;dliche Unterbrechung der Ausbildung darstelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul&auml;ssig und wird daher durch Beschluss verworfen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Sie entspricht nicht den Formerfordernissen nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO muss die Beschwerde das angefochtene Urteil bezeichnen. Dazu geh&ouml;rt grunds&auml;tzlich die Angabe des FG, des Datums der angefochtenen Entscheidung sowie des Aktenzeichens des finanzgerichtlichen Rechtsstreits (Senatsbeschluss vom 29.&nbsp;Dezember 2010 III&nbsp;B&nbsp;90\/09, BFH\/NV 2011, 626; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;11; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;117, und Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;116 FGO Rz&nbsp;26). Diese Voraussetzungen m&uuml;ssen vor Ablauf der Beschwerdefrist zweifelsfrei erf&uuml;llt sein (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2011, 626).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall stand innerhalb der am 17.&nbsp;November 2014 endenden Beschwerdefrist nicht zweifelsfrei fest, gegen welches Urteil sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers richten sollte. In der Beschwerdeschrift vom 13.&nbsp;November 2014 wird sowohl das FG Rheinland-Pfalz als auch &#8211;zu Unrecht&#8211; das FG Mecklenburg-Vorpommern als das Gericht genannt, welches die angefochtene Entscheidung erlassen hat. Eine Kopie des FG-Urteils war entgegen der Empfehlung des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 FGO der Beschwerde nicht beigef&uuml;gt. Eine zweifelsfreie Identifizierung des Urteils innerhalb der Beschwerdefrist war deshalb nicht m&ouml;glich. Dementsprechend hat sich die Gesch&auml;ftsstelle des BFH zun&auml;chst unter dem Datum des 18.&nbsp;November 2014 an das FG Mecklenburg-Vorpommern gewandt und dieses um &Uuml;bersendung der FG-Akte und eines Abdrucks der angefochtenen Entscheidung gebeten. Erst danach stellte sich heraus, gegen welches Urteil sich die Beschwerde richten sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger hat innerhalb der Beschwerdefrist keine zul&auml;ssige Nichtzulassungsbeschwerde erhoben. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ohne Antrag (&sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 FGO) liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.10.2015, III B 136\/14 Bezeichnung des FG-Urteils in Nichtzulassungsbeschwerde Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 11. 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