{"id":6541,"date":"2012-11-30T16:08:00","date_gmt":"2012-11-30T14:08:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6541"},"modified":"2012-11-30T16:08:00","modified_gmt":"2012-11-30T14:08:00","slug":"vii-r-17-11-bindungswirkung-einer-verbindlichen-zolltarifauskunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-17-11-bindungswirkung-einer-verbindlichen-zolltarifauskunft\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;R&nbsp;17\/11 &#8211; Bindungswirkung einer verbindlichen Zolltarifauskunft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.1.2012, VII R 17\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Bindungswirkung einer verbindlichen Zolltarifauskunft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrt Haselnusskerne aus der T&uuml;rkei in das Zollgebiet der Gemeinschaft ein, die vor ihrer Einfuhr zur Reduktion ihres Feuchtigkeitsgehalts f&uuml;r 12 Minuten auf durchschnittlich 115&deg;C, kurzzeitig bis zu 140&deg;C, erhitzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf Antrag der Kl&auml;gerin erteilte die Zolltechnische Pr&uuml;fungs- und Lehranstalt (ZPLA) A der Oberfinanzdirektion (OFD) B unter dem 13. Dezember 2001 eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA), mit der die Ware als &quot;Haseln&uuml;sse, in anderer Weise zubereitet oder haltbar gemacht, anderweit weder genannt noch inbegriffen, in unmittelbaren Umschlie&szlig;ungen mit einem Gewicht des Inhalts von mehr als 1 kg&quot; in die Unterpos. 2008 19 19 der Kombinierten Nomenklatur (KN) eingereiht wurde. Als Untersuchungsbefund ist in der vZTA angegeben:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;ganze, ca. 1 cm gro&szlig;e, hell- bis mittelbraune Haselnusskerne, teils mit gro&szlig;fl&auml;chig abgeplatzter Samenschale. Geruch: arteigen, z.T. ist eine sehr schwache R&ouml;stnote wahrnehmbar; Geruch der halbierten Kerne: deutliche R&ouml;stnote. Geschmack: arteigen, teilweise bitter, nur vereinzelt schwach ger&ouml;stet schmeckend. Pr&uuml;fung auf R&ouml;stung mittels HPLC des Wasserdampfdestillats: schwach ger&ouml;stet.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Drei im Dezember 2003 zur Abfertigung zum freien Verkehr mit der Unterpos. 2008 19 19 KN angemeldeten Einfuhrsendungen der Kl&auml;gerin wurden Proben entnommen und von der ZPLA C der OFD D mit Hilfe verschiedener chemisch-instrumenteller Verfahren sowie sensorischer Tests untersucht. Mit ihren Einreihungsgutachten vom 15. Januar 2004 vertrat die ZPLA C die Ansicht, es handele sich um &quot;Haseln&uuml;sse, ohne Schale, getrocknet&quot; der Unterpos. 0802 22 00 KN, wobei sie von folgendem Untersuchungsbefund ausging:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Haseln&uuml;sse<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">in Form von getrockneten, schalenlosen, ganzen Kernen, die &uuml;berwiegend vollst&auml;ndig mit der braunen Samenhaut behaftet sind,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">mit wei&szlig;licher bis gelblicher F&auml;rbung des Fruchtfleisches,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">R&ouml;stmerkmale sind weder analytisch (HPLC-Verfahren, Untersuchung der Trockenmasse und der Enzymaktivit&auml;t) noch geruchlich oder geschmacklich feststellbar.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den vorangegangenen Pr&uuml;fberichten zu den einzelnen Warenproben war die Trockenmasse mit 94,3 bzw. 93,5 GHT bestimmt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Hauptzollamt &#8211;HZA&#8211;) schloss sich der Tarifauffassung der ZPLA C an und erhob mit Einfuhrabgabenbescheid vom 22. April 2004 den f&uuml;r Waren der Unterpos. 0802 22 00 KN festzusetzenden h&ouml;heren Zoll nach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) ab, nachdem es zur Frage der Unterscheidung nur getrockneter von durch die Hitzebehandlung ver&auml;nderter Haseln&uuml;sse ein schriftliches Sachverst&auml;ndigengutachten eingeholt und der Sachverst&auml;ndige das Gutachten in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erl&auml;utert hatte. Nach der Anm. 3 zu Kap. 8 KN k&ouml;nnten getrocknete N&uuml;sse auch thermisch behandelt sein, vorausgesetzt, sie behielten den Charakter getrockneter N&uuml;sse. Korrespondierend zu dieser Regelung geh&ouml;rten gem&auml;&szlig; der Anm. 1 Buchst. a zu Kap. 20 KN nicht zu diesem Kapitel (u.a.) nach den Verfahren des Kap. 8 KN zubereitete oder haltbar gemachte N&uuml;sse. Die im Streitfall eingef&uuml;hrten Haseln&uuml;sse h&auml;tten jedoch durch die Hitzebehandlung keine Charakter&auml;nderung erfahren. Insoweit reiche eine aufgrund der Hitzebehandlung sensorisch wahrnehmbare R&ouml;stnote nicht, die sich ohnehin nach kurzer Zeit verfl&uuml;chtige und nicht mehr wahrnehmbar sei. Indikatoren f&uuml;r eine dauerhafte Charakter&auml;nderung der Haseln&uuml;sse seien vielmehr die Braunf&auml;rbung des Kerninneren sowie die Inaktivit&auml;t des Enzyms Polyphenoloxidase. Nach dem Einreihungsgutachten der ZPLA C vom 15. Januar 2004 sei aber weder eine Braunf&auml;rbung festgestellt worden, die nach Angaben des Sachverst&auml;ndigen ohnehin erst bei einer Erhitzung auf ca. 150&deg;C eintrete, noch eine Inaktivit&auml;t des Polyphenoloxidase-Enzyms. Die der Kl&auml;gerin erteilte vZTA stehe der Einreihung der eingef&uuml;hrten N&uuml;sse in die Unterpos. 0802 22 00 KN nicht entgegen, weil diese hinsichtlich ihres seitens der ZPLA C ermittelten Feuchtigkeitsgehalts nicht der in der vZTA beschriebenen Ware entspr&auml;chen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, die eingef&uuml;hrten Haseln&uuml;sse stimmten hinsichtlich ihres Aussehens, einer geruchlich bzw. geschmacklich feststellbaren R&ouml;stnote sowie einer Pr&uuml;fung auf R&ouml;stkomponenten nach der HPLC-Methode (Hochdruckfl&uuml;ssigkeitschromatographie) mit den in der vZTA beschriebenen Merkmalen &uuml;berein. Die vom FG vertretene Ansicht, eine blo&szlig; leichte R&ouml;stung ver&auml;ndere den Charakter der N&uuml;sse nicht, sei nicht zutreffend. Zudem sei die Art und Weise der Untersuchung der Warenproben durch die ZPLA C zu beanstanden. Begutachtungen sp&auml;terer Einfuhren durch die Zollverwaltung h&auml;tten wiederum zur Einreihung in die Pos. 2008 KN gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung sowie den Einfuhrabgabenbescheid vom 22. April 2004 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22. Februar 2007 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das HZA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es schlie&szlig;t sich der Tarifauffassung des FG an. Um sie in die Pos. 2008 KN einzureihen, m&uuml;ssten die N&uuml;sse als ger&ouml;stet angesehen werden k&ouml;nnen; sie h&auml;tten aber im Streitfall nach dem Untersuchungsergebnis der ZPLA C den Charakter lediglich getrockneter Haseln&uuml;sse nicht verloren. Das seitens der Kl&auml;gerin im Revisionsverfahren &uuml;bersandte Gutachten des Bildungs- und Wissenschaftszentrums der Bundesfinanzverwaltung, vom 4. Februar 2011 sowie die vZTA vom 7. Juni 2011 k&ouml;nnten zu keinem anderen Ergebnis f&uuml;hren, weil sie Waren betr&auml;fen, die sich von den streitgegenst&auml;ndlichen unterschieden. Dem FG sei auch darin zuzustimmen, dass der vZTA vom 13. Dezember 2001 keine Bindungswirkung zukomme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung sowie der angefochtenen Verwaltungsentscheidungen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Einfuhrabgabenbescheid vom 22. April 2004 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 22. Februar 2007 ist rechtswidrig und verletzt die Kl&auml;gerin in ihren Rechten (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit in dem angefochtenen Einfuhrabgabenbescheid der gem&auml;&szlig; den Beschl&uuml;ssen des Assoziationsrats EG-T&uuml;rkei f&uuml;r Waren der Unterpos. 0802 22 00 KN vorgesehene Zollsatz zugrunde gelegt worden ist, steht der Abgabenerhebung die der Kl&auml;gerin erteilte vZTA vom 13. Dezember 2001 entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach Art. 12 Abs. 2 Unterabs. 1 und 2 des Zollkodex (ZK) bindet eine vZTA die Zollbeh&ouml;rden gegen&uuml;ber dem Berechtigten hinsichtlich der zolltariflichen Einreihung der Waren, f&uuml;r welche die Zollf&ouml;rmlichkeiten nach dem Zeitpunkt der Erteilung der vZTA erf&uuml;llt werden. Diese zeitlichen Voraussetzungen liegen im Streitfall vor, da die streitigen Einfuhren nach Erteilung der vZTA stattfanden, die die Kl&auml;gerin als Berechtigte ausweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die weitere f&uuml;r den Eintritt der Bindungswirkung in Art. 12 Abs. 3 Anstrich 1 ZK (ebenso in Art. 10 Abs. 3 Buchst. a der Zollkodex-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;ZKDVO&#8211;) genannte Voraussetzung, wonach die angemeldete Ware der in der vZTA beschriebenen in jeder Hinsicht entsprechen muss, ist im Streitfall ebenfalls erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat als unstreitig festgestellt, dass es sich bei den Waren der drei Einfuhren vom Dezember 2003 um mit einer braunen Samenhaut behaftete Haselnusskerne handelt, die vor ihrer Einfuhr einer Hitzebehandlung f&uuml;r die Dauer von 12 Minuten bei einer Temperatur zwischen 110&deg;C bis 140&deg;C unterzogen worden sind. Insoweit besteht kein Unterschied zu der entsprechenden Warenbeschreibung in der vZTA vom 13. Dezember 2001.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anders als das FG meint, fehlt es an der Voraussetzung des Art. 12 Abs. 3 Anstrich 1 ZK auch nicht, weil die vZTA vom 13. Dezember 2001 die Antragsangaben wiedergibt, denen zufolge der Feuchtigkeitsgehalt der Haselnusskerne durch das Erhitzen auf 4 % bis 5,5 % sinkt, w&auml;hrend die streitigen Einfuhrwaren nach dem Untersuchungsergebnis der ZPLA C einen Feuchtigkeitsgehalt von 5,7 % bzw. 6,5 % aufwiesen. Trotz derartiger Schwankungen des Feuchtigkeitsgehalts der Haseln&uuml;sse kann sich die Kl&auml;gerin auf die Bindungswirkung der vZTA berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit der erkennende Senat mit Beschluss vom 16. Juli 2004 VII B 205\/03 (BFH\/NV 2004, 1678, Zeitschrift f&uuml;r Z&ouml;lle und Verbrauchsteuern &#8211;ZfZ&#8211; 2004, 417) unter Hinweis auf das Senatsurteil vom 31. Januar 1978 VII R 12\/77 (BFHE 124, 401, ZfZ 1978, 176) die Auffassung vertreten hat, die angemeldete Ware m&uuml;sse der in der vZTA beschriebenen ohne R&uuml;cksicht darauf entsprechen, ob die in der vZTA beschriebenen Beschaffenheitsmerkmale zolltariflich relevant sind oder nicht, h&auml;lt er hieran &#8211;jedenfalls hinsichtlich der diesem Rechtssatz zu entnehmenden, scheinbar keine Ausnahme zulassenden Unbedingtheit&#8211; nicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine vZTA dient dem Bed&uuml;rfnis der Wirtschaftsbeteiligten, sicher gesch&auml;ftlich disponieren zu k&ouml;nnen. Auf der Grundlage der Tarifauskunft, an die die Zollverwaltung gebunden ist, soll der Einf&uuml;hrer die Zollbelastung einzuf&uuml;hrender Waren ermitteln und seine Preise kalkulieren k&ouml;nnen. Zwar w&auml;re diesem Interesse des Einf&uuml;hrers, mit der vZTA eine zuverl&auml;ssige Kalkulationsgrundlage f&uuml;r bestimmte einzuf&uuml;hrende Waren zu erhalten, nicht gedient, wenn die abfertigende Zollstelle nicht nur die Beschaffenheit der konkreten Einfuhrware mit der in der vZTA beschriebene Ware vergleichen, sondern dar&uuml;ber hinaus pr&uuml;fen m&uuml;sste, welches der vZTA zu entnehmende Beschaffenheitsmerkmal als zolltariflich relevant anzusehen ist und ob die Einfuhrware dieses Merkmal aufweist, denn dies liefe auf eine erneute Einreihungsentscheidung in nahezu jedem Einfuhrfall hinaus (vgl. Senatsurteil in BFHE 124, 401, ZfZ 1978, 176, und Senatsbeschluss in BFH\/NV 2004, 1678, ZfZ 2004, 417). Ebenso wenig entspr&auml;che es aber dem Sinn und Zweck einer vZTA, jedes in ihr beschriebene Merkmal der Warenbeschaffenheit als f&uuml;r die Bindungswirkung bei k&uuml;nftigen Einfuhren bedeutsam anzusehen, und zwar insbesondere dann, wenn es sich um ein Merkmal handelt, welches erzeugnis- oder herstellungsbedingten Schwankungen unterliegt und f&uuml;r die Tarifierungsentscheidung der die vZTA erteilende Zollbeh&ouml;rde erkennbar ohne Bedeutung war. Unterschiedslos auf s&auml;mtliche der vZTA zu entnehmenden Beschaffenheitsmerkmale abzustellen, liefe ebenfalls auf eine Entwertung der vZTA hinaus, da die abfertigende Zollstelle kleinste Abweichungen der Einfuhrware zum Anlass nehmen m&uuml;sste, die Bindung an die vZTA zu verneinen und eine erneute eigene tarifliche Einreihung der Einfuhrware vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Importeur darauf zu verweisen, eine vZTA anzufechten, die zwar seiner Tarifauffassung entspricht, jedoch Beschaffenheitsmerkmale beschreibt, die einerseits nicht immer einzuhalten, andererseits aber f&uuml;r die zolltarifliche Einreihung bedeutungslos sind (so der Senatsbeschluss in BFH\/NV 2004, 1678, ZfZ 2004, 417), erscheint wenig sinnvoll, zumal es im Zeitpunkt der Erteilung der vZTA nicht immer vorhersehbar sein d&uuml;rfte, welches Merkmal der Warenbeschaffenheit bei k&uuml;nftigen Einfuhrf&auml;llen problematisch sein k&ouml;nnte. Au&szlig;erdem w&auml;ren dann ohne den konkreten Anlass eines bestimmten Einfuhrfalls und lediglich zur Vermeidung evtl. m&ouml;glicher k&uuml;nftiger Konflikte zolltarifliche Rechtsstreitigkeiten allein mit dem Ziel zu f&uuml;hren, eine vZTA mit unverf&auml;nglicher Warenbeschreibung zu erhalten. Wie gerade der Streitfall deutlich macht, h&auml;tte danach die Kl&auml;gerin die ihr erteilte vZTA vom 13. Dezember 2001 beispielsweise anfechten m&uuml;ssen, damit die dort beschriebene Gr&ouml;&szlig;e der Haselnusskerne von ca. 1 cm sowie die &quot;teilweise gro&szlig;fl&auml;chig abgeplatzte Samenschale&quot; aus der Warenbeschreibung entfernt werden, denn ob sich diese Merkmale bei jeder anderen Einfuhr in gleicher Weise wieder feststellen lassen, ist einerseits ungewiss, andererseits aber f&uuml;r die Einreihung in die Unterpos. 2008 19 19 KN erkennbar bedeutungslos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des erkennenden Senats lassen daher Abweichungen der Beschaffenheitsmerkmale der Einfuhrware von den in der vZTA beschriebenen Merkmalen deren Bindungswirkung nicht entfallen, sofern es sich um erzeugnis- und herstellungsbedingte unvermeidliche Abweichungen handelt, die keine Auswirkung auf das Einreihungsergebnis haben k&ouml;nnen (ebenso: Lux in Dorsch, Zollrecht, Art. 12 ZK Rz 47).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Deshalb folgt der Senat nicht dem FG, soweit es in dem Unterschied von lediglich bis zu einem Prozentpunkt zwischen dem in der vZTA angegebenen und dem seitens der ZPLA C ermittelten Feuchtigkeitsgehalt der Haselnusskerne eine Abweichung mit der Folge gesehen hat, dass die streitige Ware der in der vZTA beschriebenen nicht mehr i.S. des Art. 12 Abs. 3 Anstrich 1 ZK in jeder Hinsicht entspricht. Bei dem Feuchtigkeitsgehalt sowohl frischer als auch ger&ouml;steter Haselnusskerne d&uuml;rfte es sich zum einen um ein Merkmal handeln, welches erzeugnis- und herstellungsbedingt &#8211;z.B. wegen unterschiedlicher Sorte und Gr&ouml;&szlig;e der Kerne und auch der Dauer ihrer Lagerung&#8211; in einem gewissen Rahmen variiert (vgl. dazu auch die Ausf&uuml;hrungen in dem eingeholten Sachverst&auml;ndigengutachten). Zum anderen hat die die vZTA erteilende ZPLA A den Feuchtigkeitsgehalt der Haselnusskerne erkennbar nicht als ein f&uuml;r die Einreihung in die Unterpos. 2008 19 19 KN ma&szlig;gebliches Beschaffenheitsmerkmal angesehen. Sie hat n&auml;mlich den durch die Hitzebehandlung erreichten Feuchtigkeitsgehalt von 4 % bis 5,5 % den Antragsangaben der Kl&auml;gerin lediglich entnommen, jedoch die ihr vorliegende Warenprobe nicht auf ihren Feuchtigkeitsgehalt untersucht, was aber zu erwarten gewesen w&auml;re, falls sie den Feuchtigkeitsgehalt von Haselnusskernen als ein zolltariflich relevantes Merkmal angesehen h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wie sich aus den Feldern &quot;Warenbeschreibung&quot; sowie &quot;Begr&uuml;ndung der Einreihung&quot; der vZTA vom 13. Dezember 2001 ergibt, hat es die ZPLA A vielmehr als f&uuml;r die zolltarifliche Einreihung ma&szlig;gebend angesehen, dass die untersuchten Haselnusskerne anhand einer sensorischen Pr&uuml;fung sowie einer Pr&uuml;fung nach der HPLC-Methode des Wasserdampfdestillats als &#8211;je nach Pr&uuml;fungsmethode&#8211; schwach oder deutlich ger&ouml;stet zu erkennen waren und dadurch ihr Charakter gegen&uuml;ber nur getrockneten Haseln&uuml;ssen deutlich ver&auml;ndert war. Auch insoweit weisen aber die streitigen Einfuhrwaren nach dem Untersuchungsergebnis der ZPLA C keine Abweichungen auf, die es rechtfertigen, das Einreihungsergebnis der erteilten vZTA als nicht bindend anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So waren nach den Feststellungen des FG auch nach dem Untersuchungsergebnis der ZPLA C die f&uuml;r ger&ouml;stete N&uuml;sse typischen R&ouml;stkomponenten im HPL-Chromatogramm nachweisbar. Dass das FG zwischen der diesbez&uuml;glichen Bewertung der ZPLA C &quot;in sehr geringem Ausma&szlig;&quot; und derjenigen der vZTA &quot;schwach ger&ouml;stet&quot; keinen entscheidungserheblichen Unterschied gesehen hat, ist nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit ein Unterschied der Pr&uuml;fungsergebnisse insofern besteht, als die ZPLA A in der vZTA eine geruchlich erkennbare &quot;sehr schwache R&ouml;stnote&quot; der Haselnusskerne, jedoch eine &quot;deutliche R&ouml;stnote&quot; bei halbierten Kernen, und f&uuml;r die geschmackliche Pr&uuml;fung die Beurteilung &quot;schwach ger&ouml;stet schmeckend&quot; angegeben hat, die ZPLA C hingegen R&ouml;stmerkmale als weder geruchlich noch geschmacklich wahrnehmbar feststellen konnte, hat es das FG wegen seiner Auffassung zu den Unterschieden beim Feuchtigkeitsgehalt offengelassen, ob auch diese Unterschiede hinsichtlich der R&ouml;stmerkmale die Bindungswirkung der vZTA gem&auml;&szlig; Art. 12 Abs. 3 Anstrich 1 ZK ausschlie&szlig;en. Die insoweit seitens des FG getroffenen Feststellungen erlauben jedoch eine W&uuml;rdigung durch den erkennenden Senat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon, dass nicht ersichtlich ist, ob die ZPLA C ebenso wie die ZPLA A eine geruchlich wahrnehmbare R&ouml;stnote auch halbierter Haselnusskerne gepr&uuml;ft hat, ist nach den auf das eingeholte Sachverst&auml;ndigengutachten gest&uuml;tzten Feststellungen des FG davon auszugehen, dass die Wahrnehmbarkeit der durch ein R&ouml;sten der N&uuml;sse entstehenden Aromastoffe schon nach 10 bis 20 Tagen deutlich abnimmt, so dass das Ergebnis der sensorischen Pr&uuml;fung der ZPLA C, die je nach Gestellungszeitpunkt der Einfuhrsendungen 20 bis 26 Tage sp&auml;ter stattfand, nicht den Schluss rechtfertigt, auch in dem f&uuml;r die Feststellung der Beschaffenheitsmerkmale ma&szlig;gebenden Zeitpunkt seien durch das R&ouml;sten hervorgerufene Aromastoffe sensorisch nicht wahrnehmbar gewesen. Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Einfuhrabgabenschuld sind die Bemessungsgrundlagen im Zeitpunkt des Entstehens der Zollschuld (Art. 214 Abs. 1 ZK). Dieser ist bei der Abfertigung zum freien Verkehr der Zeitpunkt der Annahme der Zollanmeldung (Art. 201 Abs. 2 ZK), was auch f&uuml;r eine &#8211;im Streitfall abgegebene&#8211; vereinfachte Zollanmeldung gilt (Art. 253 Abs. 2, Art. 260 ff. ZKDVO). Die im Streitfall f&uuml;r Feststellungen zur Warenbeschaffenheit ma&szlig;geblichen Zeitpunkte waren somit der 3., 4. und 9. Dezember 2003. F&uuml;r diese Zeitpunkte fehlen Feststellungen der ZPLA C zum Vorhandensein sensorisch wahrnehmbarer R&ouml;ststoffe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>L&auml;sst sich nicht feststellen, ob die angemeldete Einfuhrware der in der vZTA beschriebenen Ware in jeder Hinsicht entspricht, obliegt dem Einf&uuml;hrer zwar grunds&auml;tzlich die diesbez&uuml;gliche Feststellungslast, wie sich aus dem Wortlaut des Art. 12 Abs. 3 Anstrich 1 ZK ergibt. Dies kann jedoch nicht in einem Fall gelten, in dem die Zollbeh&ouml;rde &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Feststellung eines Beschaffenheitsmerkmals einer gezogenen Warenprobe, welches Ver&auml;nderungen innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums unterliegt, vereitelt, indem sie das Vorliegen dieses Beschaffenheitsmerkmals erst drei bis vier Wochen nach dem f&uuml;r die Warenbeschaffenheit ma&szlig;geblichen Zeitpunkt pr&uuml;ft. Das Ergebnis einer solchen in Anbetracht der Besonderheiten des betreffenden Beschaffenheitsmerkmals versp&auml;teten Pr&uuml;fung ist nicht geeignet, Zweifel an der angemeldeten Warenbeschaffenheit zu wecken, die, falls sie sich nicht ausr&auml;umen lassen, die Frage der Feststellungslast nach sich ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Nach alledem sind die Beschaffenheitsmerkmale der eingef&uuml;hrten Haselnusskerne, die denjenigen der in der vZTA vom 13. Dezember 2001 beschriebenen entsprechen, hinsichtlich der zolltariflichen Einreihung von der ZPLA A einerseits und der ZPLA C andererseits lediglich unterschiedlich zolltariflich gew&uuml;rdigt worden. Bei einer nur abweichenden W&uuml;rdigung gleicher Beschaffenheitsmerkmale bleibt aber die Bindungswirkung einer erteilten vZTA erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.1.2012, VII R 17\/11 Bindungswirkung einer verbindlichen Zolltarifauskunft Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;hrt Haselnusskerne aus der T&uuml;rkei in das Zollgebiet der Gemeinschaft ein, die vor ihrer Einfuhr zur Reduktion ihres Feuchtigkeitsgehalts f&uuml;r 12 Minuten auf durchschnittlich 115&deg;C, kurzzeitig bis zu 140&deg;C, erhitzt werden. 2&nbsp; Auf Antrag der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-r-17-11-bindungswirkung-einer-verbindlichen-zolltarifauskunft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VII&nbsp;R&nbsp;17\/11 &#8211; Bindungswirkung einer verbindlichen Zolltarifauskunft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6541","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6541","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6541"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6541\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6541"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6541"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6541"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}