{"id":6544,"date":"2012-11-30T16:08:09","date_gmt":"2012-11-30T14:08:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6544"},"modified":"2012-11-30T16:08:09","modified_gmt":"2012-11-30T14:08:09","slug":"ix-r-69-10-wirtschaftliches-eigentum-an-einem-kapitalgesellschaftsanteil-trotz-formunwirksamkeit-der-abtretung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-69-10-wirtschaftliches-eigentum-an-einem-kapitalgesellschaftsanteil-trotz-formunwirksamkeit-der-abtretung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;69\/10 &#8211; Wirtschaftliches Eigentum an einem Kapitalgesellschaftsanteil trotz Formunwirksamkeit der Abtretung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2012, IX R 69\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Wirtschaftliches Eigentum an einem Kapitalgesellschaftsanteil trotz Formunwirksamkeit der Abtretung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2003) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war zu 76 % am Stammkapital (insgesamt 50.000 DM) an der A GmbH beteiligt (Nennwert: 38.000 DM\/19.429 EUR). Weiterer Gesellschafter war sein Sohn CA mit einer Beteiligung von 24 % (Nennwert: 12.000 DM\/6.136 EUR).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 10. September 2003 errichtete der Kl&auml;ger die A Holding GmbH (Stammkapital 26.000 EUR), deren alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Gesellschafter er wurde. Lt. Gesellschaftsvertrag ist die Einlage in H&ouml;he von 25.000 EUR in bar zu erbringen und sofort f&auml;llig. In H&ouml;he von 1.000 EUR werden Anteile an der Firma A GmbH als Sacheinlage gegen Gew&auml;hrung von Gesellschaftsrechten erbracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Er&ouml;ffnungsbilanz wies die A Holding GmbH die Beteiligung an der A GmbH mit 2.200.000 EUR aus und passivierte eine Darlehensverbindlichkeit gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger in H&ouml;he von 2.199.000 EUR. Der Kl&auml;ger schloss als Darlehensgeber mit der A Holding GmbH als Darlehensnehmerin am 11. September 2003 einen schriftlichen Darlehensvertrag &uuml;ber diese Summe ab. Der Zinsaufwand aus diesem Darlehen wurde bei der A Holding GmbH gewinnmindernd verbucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 10. Dezember 2003 ver&auml;u&szlig;erte die A Holding GmbH zum 31. Dezember 2003 ihre Anteile an der A GmbH an die B Holding GmbH zu einem Kaufpreis von 2.200.000 EUR. Im Kaufvertrag wurden die A Holding GmbH und CA als alleinige Gesellschafter der A GmbH bezeichnet. Der Kaufpreis war auf ein Bankkonto der A Holding GmbH zu zahlen. Gesellschafterinnen der B Holding GmbH waren BB und NN, die vormals bei der A GmbH als leitende Angestellte besch&auml;ftigt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der andere Gesellschafter der A GmbH, CA, ver&auml;u&szlig;erte seine Anteile an die B Holding GmbH. Der vereinbarte Kaufpreis von 1.000.000 EUR wurde von der Erwerberin voll bezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls am 10. Dezember 2003 schloss der Kl&auml;ger als Darlehensgeber mit BB und NN als Darlehensnehmerinnen zwei schriftliche Darlehensvertr&auml;ge &uuml;ber 892.000 EUR und 225.000 EUR (zusammen 1.117.000 EUR) ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 30. Dezember 2003 ging ein Kaufpreisanteil aus dem Verkauf der Anteile an der A GmbH von 1.083.000 EUR auf dem Konto der A Holding GmbH ein. Er wurde von der NN und BB GbR &uuml;berwiesen. Nach den unbestrittenen Angaben der Kl&auml;ger handelt es sich hierbei um die Vorgesellschaft der B Holding GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Schlussbilanz auf den 31. Dezember 2003 wies die A Holding GmbH auf der Aktivseite zwei Darlehensforderungen in H&ouml;he von 892.000 EUR und 225.000 EUR (zusammen 1.117.000 EUR) gegen die B Holding GmbH aus. Auf der Passivseite war die Darlehensverbindlichkeit gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger in H&ouml;he von 2.199.000 EUR angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte der Kl&auml;ger einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn gem&auml;&szlig; &sect; 17 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 1.090.285 EUR (2.200.000 EUR abz&uuml;glich 19.429 EUR = 2.180.571 EUR, davon 50 % im Halbeink&uuml;nfteverfahren).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;bernahm den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in erkl&auml;rter H&ouml;he. Der erstmalige Einkommensteuerbescheid vom 22. M&auml;rz 2005 erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 Abs. 1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2005 wurde nach dem unbestrittenen Vortrag der Kl&auml;ger sowohl &uuml;ber das Verm&ouml;gen der B Holding GmbH als auch der A GmbH das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet (Beschluss des Amtsgerichts vom 1. November 2005 betreffend A GmbH). Nach den weiteren unbestrittenen Angaben der Kl&auml;ger ist die restliche Kaufpreisforderung der A Holding GmbH in H&ouml;he von (2.200.000 EUR abz&uuml;glich 1.083.000 EUR =) 1.117.000 EUR aus dem Verkauf der Anteile an der A GmbH in der Folge endg&uuml;ltig ausgefallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Schlussbilanz der A Holding GmbH auf den 31. Dezember 2005 wurden die beiden Darlehensforderungen gegen die B Holding GmbH nicht mehr als Aktivposten ausgewiesen. Sie wurden im Jahr 2005 nach der Insolvenz der B Holding GmbH unter Verrechnung mit der Darlehensverbindlichkeit der A Holding GmbH gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger ausgebucht. Ein Teilbetrag des Darlehens (785.484,42 EUR) wurde zudem von der A Holding GmbH an den Kl&auml;ger zur&uuml;ckbezahlt (zun&auml;chst jedoch noch als Forderung gebucht). Zum 31. Dezember 2005 weist das Darlehenskonto nach einer weiteren Umbuchung noch einen Stand von 124.642,09 EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 17. Oktober 2005 erlie&szlig; das FA einen &#8211;vorbehaltslosen&#8211; ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 2003, in dem es den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach wie vor in erkl&auml;rter H&ouml;he erfasste.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legten die Kl&auml;ger Einspruch ein und beantragten die &Auml;nderung der Steuerfestsetzung aufgrund eines r&uuml;ckwirkenden Ereignisses (&sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO). Wegen der Insolvenz der Erwerberin der Anteile seien vom Kaufpreis 1.117.000 EUR uneinbringlich geworden. Nachdem das FA die beantragte &Auml;nderung abgelehnt hat, legten die Kl&auml;ger auch dagegen Einspruch ein. Das FA sah den letztgenannten Einspruch als Erweiterung des fr&uuml;her eingelegten Rechtsbehelfs an und wies diesen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Die hiergegen gerichtete Klage, die sich insbesondere darauf st&uuml;tzte, dass die &Uuml;bertragung der Anteile an der A GmbH vom Kl&auml;ger an die A Holding GmbH nicht notariell beurkundet worden sei (&sect; 15 Abs. 3 und 4 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung &#8211;GmbHG&#8211;, &sect; 125 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Im Weiteren habe dies auch die Unwirksamkeit des Verkaufs zwischen der A Holding GmbH und der B Holding GmbH zur Folge. Denn die A Holding GmbH habe Anteile verkauft, die ihr nicht geh&ouml;rt h&auml;tten. Tats&auml;chlich habe aber der Kl&auml;ger selbst die Anteile an die B Holding GmbH ver&auml;u&szlig;ert. Die Kaufpreisforderung sei somit dem Kl&auml;ger zuzurechnen. Deren Ausfall wirke sich demzufolge auch unmittelbar bei ihm aus. Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn betrage nunmehr nur noch (1.083.000 EUR abz&uuml;glich 19.429 EUR = 1.063.571 EUR, davon 50 % im Halbeink&uuml;nfteverfahren =) 531.785 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied, das FA habe zutreffend einen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 1.090.285 EUR der Besteuerung unterworfen. Der erkennende Senat sei unter W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde zu der &Uuml;berzeugung gelangt, dass nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse das wirtschaftliche Eigentum an den A GmbH-Anteilen auf die A Holding GmbH gegen Entgelt &uuml;bergegangen sei. Davon seien sowohl der Kl&auml;ger als Gr&uuml;ndungsgesellschafter als auch die A Holding GmbH ausgegangen. Gesellschaftsrechtlich liege eine sog. gemischte Sacheinlage vor, auf die die Sachgr&uuml;ndungsvorschriften insgesamt anzuwenden seien. Da vorliegend Abreden im Gesellschaftsvertrag hierzu (&sect; 5 Abs. 4 GmbHG) fehlten, sei der Vorgang zivilrechtlich unwirksam. Die Nichteinhaltung zivilrechtlicher Formvorschriften stehe jedoch der Annahme wirtschaftlichen Eigentums nicht in jedem Fall entgegen. Wenngleich daher die Voraussetzungen f&uuml;r den &Uuml;bergang des zivilrechtlichen Eigentums an den Anteilen nicht vorgelegen h&auml;tten (&sect; 15 Abs. 3 GmbHG), seien sie dennoch der A Holding GmbH wirtschaftlich zuzurechnen (&sect; 39 Abs. 2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wie die A Holding GmbH h&auml;tten sich so verhalten, als w&auml;re die Abtretung der Anteile an der A GmbH wirksam gewesen. Die Kl&auml;ger h&auml;tten &#8211;trotz des Hinweises des Gerichts auf die f&uuml;r das wirtschaftliche Eigentum ma&szlig;gebenden Umst&auml;nde&#8211; nicht vorgetragen bzw. belegt, dass der Kl&auml;ger nach Errichtung der A Holding GmbH noch Stimm- oder Gewinnbezugsrechte an der A GmbH wahrgenommen h&auml;tte. Vielmehr habe nach ihrer Errichtung die A Holding GmbH allein die Chance einer Wertsteigerung gehabt und das Risiko eines Wertverlusts der Anteile an der A GmbH getragen. Dies werde insbesondere aus dem Umstand deutlich, dass sie es gewesen sei, die den Kaufvertrag mit der B Holding GmbH &uuml;ber die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile abgeschlossen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Uuml;bertragung der Anteile an der A GmbH durch den Kl&auml;ger sei vollentgeltlich erfolgt. Der sp&auml;tere Ausfall der Forderungen der A Holding GmbH gegen die B Holding GmbH habe auf den beim Kl&auml;ger zu ber&uuml;cksichtigenden Ver&auml;u&szlig;erungspreis keine (r&uuml;ckwirkenden) Auswirkungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mangels (nachgewiesener) Ver&auml;u&szlig;erungskosten des Kl&auml;gers und unstreitiger Anschaffungskosten von 19.429 EUR ergebe sich ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von 2.180.571 EUR. Davon sei die H&auml;lfte steuerfrei. Damit erweise sich die Erfassung eines Gewinns von 1.090.285 EUR durch das FA als zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision der Kl&auml;ger, mit der diese die Verletzung materiellen Rechts r&uuml;gen (&sect; 17 EStG i.V.m. &sect;&sect; 39 Abs. 2, 41 Abs. 1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Anteile an der A GmbH zivilrechtlich nicht wirksam auf die A Holding GmbH &uuml;bertragen worden seien, liege kein Gewinn aus der Einbringung der Anteile der A GmbH vor. Die A Holding GmbH habe weder eine rechtlich gesch&uuml;tzte, unentziehbare Position gehabt noch sei die Abtretung zu irgendeinem Zeitpunkt formwirksam vollzogen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 14. April 2008 dahingehend zu &auml;ndern, dass ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. von &sect; 17 EStG in H&ouml;he von 531.785 EUR zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zutreffend hat das FG eine Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der A GmbH seitens des Kl&auml;gers an die A Holding GmbH und einen daraus sich ergebenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn des Kl&auml;gers von 1.090.285 EUR bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb &#8211;unter weiteren vorliegend nicht problematischen Voraussetzungen&#8211; auch der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Ver&auml;u&szlig;erung i.S. von &sect; 17 EStG wird mit der entgeltlichen &Uuml;bertragung des (zivilrechtlichen oder wirtschaftlichen) Eigentums durch den Ver&auml;u&szlig;erer auf den Erwerber verwirklicht (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 9. Oktober 2008 IX R 73\/06, BFHE 223, 145, BStBl II 2009, 140, unter II.2.). Notwendige und hinreichende Voraussetzung f&uuml;r die Zurechnung einer (ver&auml;u&szlig;erten) Beteiligung i.S. des &sect; 17 EStG ist das (zumindest) wirtschaftliche Eigentum (vgl. BFH-Urteile vom 22. Juli 2008 IX R 61\/05, BFH\/NV 2008, 2004; vom 17. Februar 2004 VIII R 26\/01, BFHE 205, 204, BStBl II 2004, 651, m.w.N.). Nach &sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 AO ist die Rechtsstellung des wirtschaftlichen Eigent&uuml;mers dadurch gekennzeichnet, dass er den zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer im Regelfall von der Einwirkung auf das Wirtschaftsgut wirtschaftlich ausschlie&szlig;en kann. Ihm muss etwa auch der wirtschaftliche Erfolg aus einer (Weiter-)Ver&auml;u&szlig;erung geb&uuml;hren (vgl. BFH-Urteil vom 25. Mai 2011 IX R 23\/10, BFHE 234, 55, BStBl II 2012, 3, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das wirtschaftliche Eigentum an einem Kapitalgesellschaftsanteil geht auf einen Erwerber &uuml;ber (&sect; 39 Abs. 2 Nr. 1 AO), wenn der K&auml;ufer des Anteils<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) aufgrund eines (b&uuml;rgerlich-rechtlichen) Rechtsgesch&auml;fts bereits eine rechtlich gesch&uuml;tzte, auf den Erwerb des Rechts gerichtete Position erworben hat, die ihm gegen seinen Willen nicht mehr entzogen werden kann, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) die mit dem Anteil verbundenen wesentlichen (Verwaltungs- und Verm&ouml;gens-)Rechte (insbesondere Gewinnbezugsrecht und Stimmrecht) sowie<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Risiko und Chance von Wertver&auml;nderungen auf ihn &uuml;bergegangen sind (vgl. BFH-Urteile in BFHE 223, 145, BStBl II 2009, 140, unter II.2., und vom 11. Juli 2006 VIII R 32\/04, BFHE 214, 326, BStBl II 2007, 296, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach erlangt wirtschaftliches Eigentum, wer nach dem Inhalt der getroffenen Abrede alle mit der Beteiligung verbundenen wesentlichen Rechte (Verm&ouml;gens- und Verwaltungsrechte, insbesondere Gewinnbezugs- und Stimmrecht) aus&uuml;ben und im Konfliktfall effektiv durchsetzen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums ist nach dem Gesamtbild der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse im jeweiligen Einzelfall zu beurteilen. Eine von der zivilrechtlichen Inhaberstellung abweichende Zuordnung eines Wirtschaftsguts kann deshalb auch anzunehmen sein, wenn die vorstehend genannten Voraussetzungen nicht in vollem Umfang erf&uuml;llt sind. Demgem&auml;&szlig; ist auch bei der Bestimmung des wirtschaftlichen Eigentums nicht das formal Erkl&auml;rte oder formal-rechtlich Vereinbarte, sondern das wirtschaftlich Gewollte&nbsp;&nbsp;&nbsp;und das&nbsp;&nbsp;&nbsp;tats&auml;chlich Bewirkte ausschlaggebend (vgl. BFH-Urteile in BFHE 214, 326, BStBl II 2007, 296; in BFHE 223, 145, BStBl II 2009, 140, unter II.2., m.w.N.). Dabei ist wirtschaftliches Eigentum (auch dann) gegeben, wenn &#8211;einander nicht nahestehende&#8211; Vertragsparteien die in einem formunwirksamen Vertrag getroffenen Vereinbarungen tats&auml;chlich durchf&uuml;hren. Auch bei Vertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen f&uuml;hrt aber die zivilrechtliche Unwirksamkeit eines Vertragsabschlusses nicht ausnahmslos zum Ausschluss der steuerlichen Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses (BFH-Urteil in BFH\/NV 2008, 2004).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist das FG zutreffend von einer &Uuml;bertragung des wirtschaftlichen Eigentums am Anteil des Kl&auml;gers an der A GmbH auf die A Holding GmbH ausgegangen (&sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Formunwirksamkeit des &Uuml;bertragungsvertrags steht dem nicht entgegen. Insbesondere folgt aus der in der Rechtsprechung f&uuml;r den &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an einem Kapitalgesellschaftsanteil formulierten Voraussetzung, dass der Anteilserwerber eine auf den Erwerb gerichtete Position erworben haben muss, die ihm gegen seinen Willen nicht mehr entzogen werden k&ouml;nnen darf, nicht, dass bei Formunwirksamkeit der zivilrechtlichen &Uuml;bertragung der &Uuml;bergang wirtschaftlichen Eigentums zwangsl&auml;ufig ausgeschlossen w&auml;re. Ma&szlig;geblich ist das von den Parteien wirtschaftlich Gewollte und als solches Durchgef&uuml;hrte, d.h. tats&auml;chlich Bewirkte (BFH-Urteil vom 20. Juli 2010 IX R 38\/09, BFH\/NV 2011, 41, m.w.N. zur st&auml;ndigen Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall haben die Parteien, wie vom FG in den Senat bindender Weise (&sect; 118 Abs. 2 FGO) festgestellt, die Anteils&uuml;bertragung wirtschaftlich gewollt und sich auch dementsprechend verhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Kl&auml;ger beherrschender Gesellschafter war, schlie&szlig;t dies nicht (zwangsl&auml;ufig) aus. Insoweit ist die finanzgerichtliche W&uuml;rdigung des Vertragsverh&auml;ltnisses revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Selbst wenn man die Grunds&auml;tze der steuerlichen Anerkennung von Vertragsverh&auml;ltnissen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen zugrunde legen wollte, kann im Streitfall nicht von einer verst&auml;rkten Indizwirkung des Mangels der zivilrechtlichen Form (dazu BFH-Urteil vom 11. Mai 2010 IX R 19\/09, BFHE 229, 301, BStBl II 2010, 823) ausgegangen werden, weil das FG keinerlei sonstige Anhaltspunkte festgestellt hat, die gegen den Bindungswillen der Parteien sprechen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der BFH f&uuml;r den &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums an einem GmbH-Anteil vor dessen formwirksamer &Uuml;bertragung bereits mit Abschluss einer formunwirksamen Verpflichtung vorausgesetzt hat, dass die getroffenen Vereinbarungen und die (folgende) formwirksame Abtretung in der Folgezeit tats&auml;chlich vollzogen werden (BFH-Urteil in BFHE 205, 204, BStBl II 2004, 651), betrifft dies die Frage der Vorverlagerung des Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkts vor den Zeitpunkt einer zivilrechtlich wirksamen Abtretung, definiert aber nicht etwa die Einordnung der formunwirksamen Einlage im &#8211;insoweit anders gelagerten&#8211; Streitfall. Auch dann, wenn ein Mitunternehmeranteil unter einer aufschiebenden Bedingung ver&auml;u&szlig;ert wird, geht das wirtschaftliche Eigentum an dem Gesellschaftsanteil grunds&auml;tzlich erst mit dem Eintritt der Bedingung auf den Erwerber &uuml;ber, wenn ihr Eintritt nicht allein vom Willen und Verhalten des Erwerbers abh&auml;ngt (BFH-Urteil vom 25. Juni 2009 IV R 3\/07, BFHE 226, 62, BStBl II 2010, 182).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die vom FG angenommene H&ouml;he des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns (&sect; 17 Abs. 2 Satz 1 EStG) ist nicht zu beanstanden. Ver&auml;u&szlig;erungspreis ist alles, was der Ver&auml;u&szlig;erer aus dem Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft als Gegenleistung erh&auml;lt (BFH-Urteil vom 2. April 2008 IX R 73\/04, BFH\/NV 2008, 1658, m.w.N.). Der Kl&auml;ger erlangte aus der Anteils&uuml;bertragung an die A Holding GmbH einen Darlehensanspruch in H&ouml;he von 2.199.000 EUR sowie Gesellschaftsrechte im Wert von 1.000 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ver&auml;u&szlig;erung des Kl&auml;gers war mit der Anteils&uuml;bertragung an die A Holding GmbH abgeschlossen. Die Insolvenz der B Holding GmbH wie auch der A GmbH hatten hierauf, insbesondere auch auf den Ver&auml;u&szlig;erungspreis, keinen Einfluss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.1.2012, IX R 69\/10 Wirtschaftliches Eigentum an einem Kapitalgesellschaftsanteil trotz Formunwirksamkeit der Abtretung Tatbestand 1&nbsp; I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die im Streitjahr (2003) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. 2&nbsp; Der Kl&auml;ger war zu 76 % am Stammkapital (insgesamt 50.000 DM) an der A GmbH beteiligt (Nennwert: 38.000 DM\/19.429 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-69-10-wirtschaftliches-eigentum-an-einem-kapitalgesellschaftsanteil-trotz-formunwirksamkeit-der-abtretung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;69\/10 &#8211; Wirtschaftliches Eigentum an einem Kapitalgesellschaftsanteil trotz Formunwirksamkeit der Abtretung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-6544","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6544","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6544"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6544\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6544"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6544"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6544"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}