{"id":6545,"date":"2012-11-30T16:09:36","date_gmt":"2012-11-30T14:09:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6545"},"modified":"2012-11-30T16:09:36","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:36","slug":"ii-r-31-10-keine-befreiung-von-der-kraftfahrzeugsteuer-fuer-ausschliesslich-zum-wegebau-verwendete-fahrzeuge-einer-anstalt-des-oeffentlichen-rechts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-31-10-keine-befreiung-von-der-kraftfahrzeugsteuer-fuer-ausschliesslich-zum-wegebau-verwendete-fahrzeuge-einer-anstalt-des-oeffentlichen-rechts\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;31\/10 &#8211; Keine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendete Fahrzeuge einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.1.2012, II R 31\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendete Fahrzeuge einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Von einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts gehaltene und auf sie zugelassene Fahrzeuge sind auch dann nicht von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, wenn sie ausschlie&szlig;lich im Auftrag einer Gemeinde zum Wegebau verwendet werden.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine von der Stadt A (Gemeinde) nach &sect; 114a Abs. 1 Satz 1 der Gemeindeordnung des Landes Nordrhein-Westfalen (GO NRW) errichtete Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts. Sie erbringt f&uuml;r die Gemeinde Beistandsleistungen, die u.a. im Bau der Stra&szlig;en, Wege und Pl&auml;tze bestehen. Zur Erf&uuml;llung dieser Aufgabe wurden in der Zeit vom 26. November 2007 bis 28. Februar 2008 mehrere Fahrzeuge der Gemeinde auf die Kl&auml;gerin umgemeldet. Vor ihrer Ummeldung waren diese Fahrzeuge wegen ihres ausschlie&szlig;lichen Einsatzes f&uuml;r den Wegebau gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes in der ab 1. Mai 2005 g&uuml;ltigen Fassung (KraftStG) von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kraftfahrzeugsteuerbescheiden vom 17. Dezember 2007, 7. Januar 2008, 14. Januar 2008, 11. Februar 2008, 19. Februar 2008, 10. M&auml;rz 2008 und 26. M&auml;rz 2008 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r die auf sie umgemeldeten Fahrzeuge fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 20. M&auml;rz 2008 beantragte die Kl&auml;gerin, die Fahrzeuge nach &sect; 3 Nr. 3 KraftStG von der Steuer zu befreien, da sie diese ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwende. Das FA lehnte die Antr&auml;ge mit Bescheid vom 14. April 2008 ab. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, das FA habe eine Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer auf 0 EUR zu Recht abgelehnt. Die Voraussetzungen des &sect; 3 Nr. 3 KraftStG l&auml;gen nicht vor, da die Fahrzeuge nicht auf eine Gemeinde zugelassen seien. Ebenso wenig komme mangels Regelungsl&uuml;cke eine analoge Anwendung des &sect; 3 Nr. 3 KraftStG in Betracht. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 181 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung der &sect;&sect; 3 Nr. 3, 12 Abs. 2 Nr. 4 KraftStG. Sie sei als Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts unter den Begriff der &quot;Gemeinde&quot; i.S. von &sect; 3 Nr. 3 KraftStG zu subsumieren. Denn sie erbringe die auf sie &uuml;bertragenen Aufgaben &quot;Stra&szlig;enbau und -unterhaltung&quot; als Beistandsleistung f&uuml;r die Gemeinde und &uuml;bernehme diese Aufgaben als Erf&uuml;llungsgehilfe. Mithin handele es sich weiterhin um Aufgaben der Gemeinde im weitesten Sinne. Ferner sei, trotz ihrer rechtlichen Selbst&auml;ndigkeit, die Einflussnahme der Gemeinde stark ausgepr&auml;gt. Jedenfalls sei &sect; 3 Nr. 3 KraftStG analog anzuwenden. Es liege eine Regelungsl&uuml;cke vor. Denn der Gesetzgeber habe bei der Neufassung des KraftStG vom 30. Juni 1955 die erst viele Jahre sp&auml;ter geschaffene M&ouml;glichkeit der Gemeinden, &ouml;ffentliche Aufgaben auf Anstalten des &ouml;ffentlichen Rechts zu &uuml;bertragen, nicht ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung sowie den Bescheid vom 14. April 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 10. Dezember 2008 aufzuheben und das FA zu verpflichten, die Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r die Fahrzeuge mit den amtlichen Kennzeichen ab dem 20. M&auml;rz 2008, f&uuml;r die Fahrzeuge mit den amtlichen Kennzeichen ab dem 28. Januar 2008, f&uuml;r das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen ab dem 19. Februar 2008 und f&uuml;r das Fahrzeug mit dem amtlichen Kennzeichen ab dem 28. Februar 2008 auf 0 EUR festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zutreffend entschieden, dass die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf Neufestsetzung der Kraftfahrzeugsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 12 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 KraftStG f&uuml;r die in ihren Antr&auml;gen vom 20. M&auml;rz 2008 bezeichneten Fahrzeuge hatte, da das Halten dieser Fahrzeuge nicht nach &sect; 3 Nr. 3 KraftStG von der Steuer befreit und die jeweilige Steuerfestsetzung daher nicht fehlerhaft gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 4 KraftStG ist die Steuer, wenn eine Steuerfestsetzung fehlerhaft ist, zur Beseitigung des Fehlers neu festzusetzen. Diese Voraussetzungen liegen im Streitfall nicht vor. Insbesondere war das Halten der hier fraglichen Fahrzeuge weder in direkter noch analoger Anwendung des &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG von der Steuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG ist das Halten von Fahrzeugen von der Steuer befreit, solange sie u.a. f&uuml;r eine Gemeinde zugelassen sind und ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendet werden. F&uuml;r die Anwendbarkeit des &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG gen&uuml;gt es nicht, dass das Fahrzeug lediglich im Auftrag einer Gemeinde ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendet wird. Dies ergibt sich bereits aus dem klaren Wortlaut der Vorschrift, wonach das Fahrzeug f&uuml;r eine Gemeinde zugelassen sein muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall ist der Tatbestand des &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG nicht erf&uuml;llt. Denn die Fahrzeuge wurden nicht von einer Gemeinde gehalten. Halterin der Fahrzeuge war vielmehr die Kl&auml;gerin, bei der es sich um eine rechtsf&auml;hige Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts handelt (vgl. &sect; 114a Abs. 1 Satz 1 GO NRW). Zwar nimmt die Kl&auml;gerin &ouml;ffentliche Aufgaben f&uuml;r eine Gemeinde wahr und hat die Gemeinde als Anstaltstr&auml;gerin &uuml;ber ihre Vertretung im Verwaltungsrat auch die M&ouml;glichkeit, die Willensbildung bei der Kl&auml;gerin zu beeinflussen. Dies f&uuml;hrt, entgegen ihrer Auffassung, jedoch nicht dazu, dass die Kl&auml;gerin unter den Begriff der &quot;Gemeinde&quot; zu subsumieren ist. Vielmehr hat sie als rechtsf&auml;hige Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts den Charakter eines selbst&auml;ndigen Verwaltungstr&auml;gers (Rehn\/Cronauge\/Lennep\/Knirsch, GO NRW, &sect; 114a, S. 5).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Voraussetzungen f&uuml;r eine entsprechende Anwendung des &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Analogie setzt eine planwidrige Regelungsl&uuml;cke voraus. Eine solche Regelungsl&uuml;cke liegt vor, wenn eine Regelung gemessen an ihrem Zweck unvollst&auml;ndig, d.h. erg&auml;nzungsbed&uuml;rftig ist und wenn ihre Erg&auml;nzung nicht einer vom Gesetzgeber beabsichtigten Beschr&auml;nkung auf bestimmte Tatbest&auml;nde widerspricht (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 26. August 2010 III R 47\/09, BFHE 230, 563, BStBl II 2011, 589, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG enth&auml;lt keine planwidrige Regelungsl&uuml;cke f&uuml;r den Fall, dass ein ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendetes Fahrzeug nicht von einer Gemeinde, sondern von einem Dritten gehalten wird, der das Fahrzeug ausschlie&szlig;lich im Auftrag der Gemeinde verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch &sect; 3 Nr. 3 KraftStG sollen Gebietsk&ouml;rperschaften f&uuml;r ihre im Dienst des &ouml;ffentlichen Wohls erforderlichen Fahrzeuge bei Beachtung gewisser Voraussetzungen steuerlich entlastet werden (vgl. BFH-Urteil vom 12. Mai 1965 II 59\/62 U, BFHE 82, 492, BStBl III 1965, 425, zu dem mit &sect; 3 Nr. 3 KraftStG wortlautidentischen &sect; 2 Nr. 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes 1961 i.d.F. des &Auml;nderungsgesetzes vom 17. M&auml;rz 1964, BGBl I 1964, 145, BStBl I 1964, 243 &#8211;KraftSt&Auml;ndG 1964&#8211;). Der Gesetzgeber wollte hingegen das Halten eines Fahrzeugs nicht allein deshalb von der Steuer befreien, weil dieses im Auftrag einer Gemeinde ausschlie&szlig;lich zum Wegebau eingesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierf&uuml;r spricht, worauf das FG zutreffend hinweist, zum einen ein Vergleich des &sect; 3 Nr. 3 KraftStG mit &sect; 3 Nrn. 2, 4 und 5 KraftStG. Denn anders als in &sect; 3 Nr. 3 KraftStG gen&uuml;gt es f&uuml;r die Steuerbefreiungstatbest&auml;nde des &sect; 3 Nrn. 2, 4 und 5 KraftStG, dass sie f&uuml;r eine bestimmte Beh&ouml;rde verwendet (&sect; 3 Nr. 2 KraftStG) oder f&uuml;r eine bestimmte T&auml;tigkeit eingesetzt werden (&sect; 3 Nrn. 4 und 5 KraftStG). H&auml;tte es der Gesetzgeber f&uuml;r eine Steuerbefreiung ausreichen lassen wollen, dass ein Fahrzeug ausschlie&szlig;lich zum Wegebau im Auftrag einer Gemeinde verwendet wird, h&auml;tte er f&uuml;r &sect; 3 Nr. 3 Satz 1 KraftStG eine &auml;hnliche Formulierung wie in &sect; 3 Nr. 2 oder &sect; 3 Nrn. 4 und 5 KraftStG gew&auml;hlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum anderen ergibt sich aus den Gesetzesmaterialien zum KraftSt&Auml;ndG 1964, dass der Gesetzgeber sich bewusst daf&uuml;r entschieden hat, die Steuerbefreiung nicht zu gew&auml;hren, wenn das Fahrzeug von einem Dritten gehalten wird, der ausschlie&szlig;lich im Auftrag der Gebietsk&ouml;rperschaft das Fahrzeug zum Wegebau verwendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Finanzausschuss hatte einen entsprechenden &Auml;nderungsantrag einzelner Abgeordneter (vgl. Verhandlungen des Deutschen Bundestags &#8211; 4. Wahlperiode, Stenographische Berichte, Band 53, 79. Sitzung, S. 3866, Anlage 6, Umdruck 305) abgelehnt. Eine Ausdehnung der Steuerbefreiung nach &sect; 2 Nr. 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes i.d.F. vom 2. Januar 1961 auf die Fahrzeuge, die nicht f&uuml;r diese Gebietsk&ouml;rperschaften zugelassen seien, jedoch in ihrem Auftrag f&uuml;r die bezeichneten Zwecke verwendet w&uuml;rden, sei nicht vertretbar (Bericht der Abgeordneten Frau Beyer, BTDrucks IV\/1690, S. 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat sich somit bei der Schaffung des &sect; 3 Nr. 3 KraftStG (damals &sect; 2 Nr. 3 des Kraftfahrzeugsteuergesetzes i.d.F. des KraftSt&Auml;ndG 1964) bewusst daf&uuml;r entschieden, zum Wegebau verwendete Fahrzeuge unabh&auml;ngig davon, ob diese (ausschlie&szlig;lich) im Auftrag einer Gemeinde verwendet werden, nicht von der Steuer zu befreien, wenn sie von keiner Gemeinde, sondern von einem Dritten gehalten werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.1.2012, II R 31\/10 Keine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendete Fahrzeuge einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts Leits&auml;tze Von einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts gehaltene und auf sie zugelassene Fahrzeuge sind auch dann nicht von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, wenn sie ausschlie&szlig;lich im Auftrag einer Gemeinde zum Wegebau verwendet werden. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-31-10-keine-befreiung-von-der-kraftfahrzeugsteuer-fuer-ausschliesslich-zum-wegebau-verwendete-fahrzeuge-einer-anstalt-des-oeffentlichen-rechts\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;31\/10 &#8211; Keine Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer f&uuml;r ausschlie&szlig;lich zum Wegebau verwendete Fahrzeuge einer Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6545","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6545\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}