{"id":65459,"date":"2015-12-07T10:33:29","date_gmt":"2015-12-07T08:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65459"},"modified":"2015-12-07T10:33:29","modified_gmt":"2015-12-07T08:33:29","slug":"iv-r-3-12-ermittlung-des-nach-par-18-abs-4-satz-2-umwstg-ivm-par-7-satz-1-gewstg-in-den-gewerbeertrag-einzubeziehenden-veraeusserungsgewinns-ohne-beruecksichtigung-eines-freibetrags-nach-par-16-abs-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-3-12-ermittlung-des-nach-par-18-abs-4-satz-2-umwstg-ivm-par-7-satz-1-gewstg-in-den-gewerbeertrag-einzubeziehenden-veraeusserungsgewinns-ohne-beruecksichtigung-eines-freibetrags-nach-par-16-abs-6\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;3\/12 &#8211; Ermittlung des nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG i.V.m. &sect; 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags nach &sect; 16 Abs. 4 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.3.2015, IV R 3\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Ermittlung des nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG i.V.m. &sect; 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags nach &sect; 16 Abs. 4 EStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der nach Umwandlung einer Kapital- in eine Personengesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG (jetzt &sect; 18 Abs. 3 Satz 2 UmwStG n.F.) i.V.m. &sect; 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehende Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an der Personengesellschaft ist auch dann nicht um den Freibetrag nach &sect; 16 Abs. 4 Satz 1 EStG zu k&uuml;rzen, wenn in der Person des ver&auml;u&szlig;ernden Mitunternehmers die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des &sect; 16 Abs. 4 EStG vorliegen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 20. Dezember 2011&nbsp;&nbsp;1 K 3146\/08 G aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das Unternehmen der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) wurde bis zum Jahr 2005 in der Rechtsform einer GmbH betrieben. Im November 2005 wurde die GmbH in eine GmbH &#038; Co.&nbsp;KG umgewandelt. Umwandlungsstichtag war der 1.&nbsp;Oktober 2005, die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 21.&nbsp;November 2005. Nach der Umwandlung war die E-GmbH Komplement&auml;rin mit einer Kapitaleinlage in H&ouml;he von 250&nbsp;EUR und J alleiniger Kommanditist mit einer Kommanditeinlage in H&ouml;he von 100.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 15.&nbsp;Dezember 2005 ver&auml;u&szlig;erte J seinen gesamten Kommanditanteil an S &quot;mit Wirkung zum Ablauf des 01.&nbsp;Januar 2006&quot; zu einem Preis in H&ouml;he von 220.000&nbsp;EUR. J hatte das 55.&nbsp;Lebensjahr vollendet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Kommanditanteils entstand ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn in H&ouml;he von 98.109&nbsp;EUR. In seinem Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2006 (Streitjahr) vom 20.&nbsp;April 2007 rechnete der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) diesen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn dem laufenden Gewinn in H&ouml;he von 132.834&nbsp;EUR hinzu. Bei der Kl&auml;gerin wurde damit ein Gewinn aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 230.943&nbsp;EUR angesetzt, der zu einem Gewerbesteuermessbetrag in H&ouml;he von 9.400&nbsp;EUR f&uuml;hrte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 21.&nbsp;Mai 2007 legte die Kl&auml;gerin Einspruch gegen diesen Bescheid ein und beantragte, den Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes in seiner im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG) in H&ouml;he von 45.000&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 2.&nbsp;Juli 2007 wurde der Gewerbesteuermessbescheid 2006 aus nicht streitgegenst&auml;ndlichen Gr&uuml;nden ge&auml;ndert. Das FA setzte den Gewerbesteuermessbetrag in H&ouml;he von 9.010&nbsp;EUR fest. Dem lag ein Gewinn aus Gewerbebetrieb (einschlie&szlig;lich des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns) in H&ouml;he von 223.078&nbsp;EUR zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglosem Einspruch gab das Finanzgericht (FG) der Klage statt und &auml;nderte den Gewerbesteuermessbescheid 2006 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;August 2008 unter Zugrundelegung eines Gewinns in H&ouml;he von 178.078&nbsp;EUR (223.078&nbsp;EUR abz&uuml;glich 45.000&nbsp;EUR) dahingehend ab, dass der Gewerbesteuermessbetrag um 2.250&nbsp;EUR auf 6.760&nbsp;EUR herabgesetzt wurde. In seiner in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2012, 993 ver&ouml;ffentlichten Entscheidung vertrat das FG die Ansicht, dass der nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes in seiner im Streitfall ma&szlig;geblichen Fassung (UmwStG) bei der Ermittlung des Gewerbeertrags zu ber&uuml;cksichtigende Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Kommanditanteils unter Abzug des Freibetrags i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG in H&ouml;he von 45.000&nbsp;EUR zu ermitteln sei. In den F&auml;llen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG sei eine Beschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;16 EStG auf die Regelung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG weder nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;18 UmwStG noch aufgrund der Systematik des UmwStG anzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 20.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;3146\/08&nbsp;G aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Abweisung der Klage. Das FG hat zu Unrecht den nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG (heute &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 UmwStG n.F.) bei der Ermittlung des Gewerbeertrags i.S. des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (GewStG) zu ber&uuml;cksichtigenden Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Kommanditanteils an der Kl&auml;gerin um den Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG gemindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG ist mit den Beteiligten zutreffend davon ausgegangen, dass der streitbefangene Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Gewerbesteuer unterliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz 1 GewStG ist Gewerbeertrag der nach den Vorschriften des EStG oder des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes zu ermittelnde Gewinn aus Gewerbebetrieb, vermehrt und vermindert um die Hinzurechnungen und K&uuml;rzungen nach den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG. Dabei ist unter bestimmten Voraussetzungen auch der von einem Mitunternehmer erzielte Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung seines Anteils an einer Personengesellschaft in den Gewerbeertrag einzubeziehen, ohne dass &sect;&nbsp;7 GewStG diesen Gewinn ausdr&uuml;cklich dem Gewerbeertrag zuweist. Denn &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG enth&auml;lt insoweit einen gegen&uuml;ber den &sect;&sect;&nbsp;2 und 7 GewStG subsidi&auml;ren Ausnahmetatbestand (n&auml;her dazu z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28.&nbsp;Februar 2013 IV&nbsp;R&nbsp;33\/09, BFH\/NV 2013, 1122, m.w.N.). Nach Satz&nbsp;1 der Vorschrift unterliegen u.a. Gewinne der Gewerbesteuer, die im Fall der Umwandlung einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren nach dem Verm&ouml;gens&uuml;bergang aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Betriebs der &uuml;bernehmenden Personengesellschaft erzielt werden. Entsprechendes gilt nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Anteil an der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert wird. Logische Voraussetzung f&uuml;r den Eintritt der Rechtsfolgen des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG ist eine Zuordnung des entsprechenden Gewinns zum Gewerbeertrag des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers. Andernfalls bliebe die Vorschrift ohne Regelungsgehalt und die ausdr&uuml;ckliche und eindeutige gesetzliche Anordnung, dass ein bestimmter Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn der Gewerbesteuer unterliege, liefe ins Leere. Dies w&auml;re mit dem Rechtsstaatsprinzip unvereinbar. Im Fall des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG ist deshalb &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG dahin auszulegen, dass sich der Gewerbeertrag des &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;gers (Personengesellschaft) auch auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne im Sinne der erstgenannten Vorschrift erstreckt (BFH-Urteil in BFH\/NV 2013, 1122, Rz&nbsp;18).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Aus dem Umstand, dass &sect;&nbsp;7 Satz 1 GewStG f&uuml;r die Ermittlung des Gewerbeertrags u.a. auf die Vorschriften des EStG verweist, ergibt sich indes nicht, dass im Fall der Einbeziehung eines Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG in den Gewerbeertrag i.S. des &sect;&nbsp;7 GewStG der Freibetrag des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG abzuziehen ist. Sowohl aus dem Gesetzeszweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG als auch aus dem Charakter der Gewerbesteuer als Objektsteuer ergibt sich, dass der Gewerbeertrag bei der Einbeziehung eines Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils ohne Beachtung der Freibetragsregelung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG zu ermitteln ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 hat der BFH bereits mehrfach ausgef&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2013, 1122, m.w.N.), dass der Gesetzgeber mit dem UmwStG 1995 einerseits das Ziel einer m&ouml;glichst steuerneutralen Umwandlung der K&ouml;rperschaft (Kapitalgesellschaft) in eine Personengesellschaft verfolgt und hierbei durch das Recht zur Buchwertfortf&uuml;hrung (&sect;&sect;&nbsp;3, 4 UmwStG 1995) sowie die Freistellung des &Uuml;bernahmegewinns (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4, &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 UmwStG 1995) von jeglicher gewerbesteuerlichen Belastung der Umwandlung abgesehen habe. Andererseits habe er jedoch den Grundsatz unber&uuml;hrt gelassen, nach dem Betriebsver&auml;u&szlig;erungsgewinne zwar bei der Kapitalgesellschaft (vgl. &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 GewStG), hingegen nicht &#8211;bzw. nach Ma&szlig;gabe der nunmehr in &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GewStG i.d.F. des Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetzes vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858, BStBl I 2002, 35) in verfassungsrechtlich unbedenklicher Weise (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 IV&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 230, 215, BStBl II 2011, 511) bestimmten Ausnahmen&#8211; bei der Personengesellschaft der Gewerbesteuer unterliegen. Hierauf aufbauend wolle &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG 1995 als gegen&uuml;ber den &sect;&sect;&nbsp;2 und 7 GewStG subsidi&auml;rer Ausnahmetatbestand innerhalb seiner tatbestandlichen Grenzen (u.a. F&uuml;nf-Jahres-Frist) verhindern, dass die Gewerbesteuerpflicht der Kapitalgesellschaft dadurch unterlaufen wird, dass der Betrieb erst nach vollzogener Umwandlung von der Personengesellschaft ver&auml;u&szlig;ert oder aufgegeben und der hierbei erzielte Gewinn entsprechend den dargelegten allgemeinen Grunds&auml;tzen der Gewerbesteuer entzogen wird (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2013, 1122, Rz&nbsp;15, und vom 17.&nbsp;Juli 2013 X&nbsp;R&nbsp;40\/10, BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, Rz&nbsp;31; zur gleichlautenden Beurteilung durch das Bundesverfassungsgericht &#8211;BVerfG&#8211; vgl. Beschluss vom 6.&nbsp;November 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2360\/07, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2009, 302, unter Bezugnahme auf die das Jahressteuergesetz &#8211;JStG&#8211; 1997 betreffende BTDrucks 13\/5952, S.&nbsp;53). Diese Beschreibung des Gesetzeszwecks trifft auch f&uuml;r die Norm in ihrer im Streitfall ma&szlig;geblichen Fassung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber hat sich mit dem Zugriff auf den innerhalb der F&uuml;nf-Jahres-Frist des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG erzielten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinn daher erkennbar von der Vorstellung einer fortdauernden gewerbesteuerlichen Verstrickung des Verm&ouml;gens der umgewandelten Kapitalgesellschaft leiten lassen, indem unter den Voraussetzungen dieser &#8211;typisierenden (z.B. BFH-Urteil in BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, Rz&nbsp;75, m.w.N.)&#8211; Vorschrift nicht die im Zeitpunkt der Umwandlung im Betriebsverm&ouml;gen der Kapitalgesellschaft ruhenden (historischen) stillen Reserven, sondern die aktuellen, im Zeitpunkt der Aufgabe bzw. Ver&auml;u&szlig;erung beim &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger vorhandenen stillen Reserven der Gewerbesteuer unterworfen werden (z.B. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Juni 2007 IV&nbsp;R&nbsp;58\/06, BFHE 217, 162, BStBl II 2008, 73, unter II.2.a der Gr&uuml;nde, m.w.N.; vom 26.&nbsp;April 2012 IV&nbsp;R&nbsp;24\/09, BFHE 237, 206, BStBl II 2012, 703, Rz&nbsp;25). Damit steht im &Uuml;brigen in Einklang, dass der BFH f&uuml;r die auch im Streitfall ma&szlig;gebliche Rechtslage bis zur Neufassung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UmwStG (als Nachfolgevorschrift des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG) durch das JStG 2008 vom 20.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3150; zur Anwendung vgl. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 UmwStG i.d.F. des JStG 2008) davon ausgegangen ist, dass nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG nicht auch diejenigen stillen Reserven der Gewerbesteuer unterworfen werden, die in den Buchwertans&auml;tzen solchen Betriebsverm&ouml;gens ruhen, welches bereits vor der Umwandlung im Betrieb des aufnehmenden Rechtstr&auml;gers vorhanden war (vgl. BFH-Urteile vom 16.&nbsp;November 2005 X&nbsp;R&nbsp;6\/04, BFHE 211, 518, BStBl II 2008, 62, und vom 20.&nbsp;November 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/05, BFHE 216, 103, BStBl II 2008, 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit dem so verstandenen Gesetzeszweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 (hier Satz&nbsp;2) UmwStG ist die Anwendung des Freibetrags i.S. des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG auf einen in den Gewerbeertrag i.S. des &sect;&nbsp;7 GewStG einzubeziehenden Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils nicht vereinbar, auch wenn &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG hinsichtlich der Ermittlung des Gewerbeertrags (auch) auf die Vorschriften des EStG verweist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG wird ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines gesamten Mitunternehmeranteils i.S. von Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Vorschrift auf Antrag nur zur Einkommensteuer herangezogen, soweit er 45.000&nbsp;EUR &uuml;bersteigt, wenn der Steuerpflichtige (Ver&auml;u&szlig;erer) das 55.&nbsp;Lebensjahr vollendet hat oder im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunf&auml;hig ist. Der Freibetrag ist dem Steuerpflichtigen nur einmal zu gew&auml;hren (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG). Er erm&auml;&szlig;igt sich um den Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn 136.000&nbsp;EUR &uuml;bersteigt (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG). Die Vorschrift ist demnach erkennbar darauf gerichtet, (gewerbliche) Eink&uuml;nfte, die der finanziellen Absicherung eines Steuerpflichtigen im Alter oder bei Berufsunf&auml;higkeit dienen k&ouml;nnen und dabei eine bestimmte Grenze nicht &uuml;bersteigen, zum Ausgleich sozialer H&auml;rten &#8211;gleichfalls in begrenzter H&ouml;he&#8211; steuerfrei zu stellen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 2007 X&nbsp;R&nbsp;24\/07, BFH\/NV 2008, 556).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem beschriebenen Normzweck des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG kommt es jedoch f&uuml;r die nach dieser Vorschrift der Gewerbesteuer unterliegenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nicht auf den Ver&auml;u&szlig;erer eines Mitunternehmeranteils an, sondern auf die (umgewandelte) Kapitalgesellschaft selbst. Eine (sinngem&auml;&szlig;e) Anwendung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG auf Kapitalgesellschaften ist f&uuml;r das Streitjahr im Gesetz nicht angeordnet. Ohnedies sind die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG auf eine Kapitalgesellschaft auch nicht sinngem&auml;&szlig; &uuml;bertragbar, wenn deren Verm&ouml;gen aus den dargestellten Gr&uuml;nden nach &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG als (zeitlich begrenzt) gewerbesteuerlich verstrickt gilt. W&uuml;rden n&auml;mlich die von Mitunternehmern erwirtschafteten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinne i.S. von &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG der Freibetragsregelung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG unterfallen, so entfiele in der H&ouml;he des freigestellten Gewinns der tragende Grund f&uuml;r die typisierend auf den Erhalt des gewerblichen Substrats der Kapitalgesellschaft zielende Sonderanweisung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG findet deshalb in dieser Konstellation selbst dann keine Anwendung, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; die pers&ouml;nlichen Voraussetzungen dieser Vorschrift in der Person des ver&auml;u&szlig;ernden Mitunternehmers erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aber auch aus dem Charakter der Gewerbesteuer als Objektsteuer folgt im Streitfall die Nichtanwendbarkeit der Freibetragsregelung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Ermittlung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns im Rahmen der gewerbesteuerrechtlichen Sonderanweisung des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG gelten zwar grunds&auml;tzlich die gleichen Kriterien wie bei der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 EStG (vgl. Pung in D&ouml;tsch\/Patt\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Umwandlungssteuerrecht, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;55; Trossen in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/ van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;18 Rz&nbsp;54; Schnitter in Frotscher\/Maas, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;18 UmwStG Rz&nbsp;119; Orth, Der Betrieb 2001, 1108, 1110). Der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn ist danach der Betrag, um den der Ver&auml;u&szlig;erungspreis nach Abzug der Ver&auml;u&szlig;erungskosten den Wert des Betriebsverm&ouml;gens oder den Wert des Anteils am Betriebsverm&ouml;gen &uuml;bersteigt. Aus dem Wesen der Gewerbesteuer als einer von der Person des Betriebsinhabers unabh&auml;ngigen Objektsteuer (z.B. BFH-Urteil in BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, Rz&nbsp;73) folgt aber, dass nur der Betrieb als solcher, losgel&ouml;st von den Beziehungen zu einem bestimmten Rechtstr&auml;ger, von der Steuer erfasst wird (vgl. auch z.B. BVerfG-Entscheidungen vom 13.&nbsp;Mai 1969&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;25\/65, BVerfGE 26, 1, BStBl II 1969, 424; vom 15.&nbsp;Januar 2008&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;2\/04, BVerfGE 120, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) St&uuml;tzt sich die Gewerbesteuer somit auf von den pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnissen des Betriebsinhabers weitgehend unabh&auml;ngige (vgl. &sect;&sect;&nbsp;7 bis 9 GewStG), auf s&auml;chliche Produktionsmittel und Kapital gr&uuml;ndende Finanzquellen, so k&ouml;nnen sich bei der Ermittlung des Gewerbeertrags von der Einkommensteuer abweichende Beurteilungen ergeben. Zum Gewerbeertrag z&auml;hlen &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; grunds&auml;tzlich nicht die Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung oder Aufgabe eines Gewerbebetriebs (Teilbetriebs) oder Mitunternehmeranteils, die einkommensteuerrechtlich von &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 und 2, Abs.&nbsp;3 EStG erfasst werden (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;M&auml;rz 1982 IV&nbsp;R&nbsp;25\/79, BFHE 136, 204, BStBl II 1982, 707; vom 3.&nbsp;Februar 1994 III&nbsp;R&nbsp;23\/89, BFHE 174, 372, BStBl II 1994, 709), soweit diese nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG als laufender Gewinn gelten (vgl. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;59\/11, BFH\/NV 2015, 520, m.w.N.). Dies zeigt, dass gerade in Bezug auf die in F&auml;llen der Betriebsver&auml;u&szlig;erung oder -aufgabe einkommensteuerrechtlich ma&szlig;gebenden Normen gewerbesteuerrechtlich eine andere Ausgangslage gegeben ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, Rz&nbsp;74). Es ist deshalb mit dem Charakter der Gewerbesteuer als einer von der Person des Betriebsinhabers unabh&auml;ngigen Objektsteuer auch unvereinbar, den auf die pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen (hier Mitunternehmers) abstellenden Freibetrag des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG bei einem in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit dieser gewerbesteuerlichen Beurteilung steht im &Uuml;brigen auch im Einklang, dass im Fall der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils &uuml;ber die Gew&auml;hrung des Freibetrags nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG nach Ma&szlig;gabe der pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnisse des ver&auml;u&szlig;ernden Mitunternehmers von dessen Wohnsitzfinanzamt bei der Veranlagung zur Einkommensteuer zu entscheiden ist (vgl. BFH-Urteile vom 21.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;1\/95, BFHE 178, 444, BStBl II 1995, 893; vom 19.&nbsp;Juli 2011 IV&nbsp;R&nbsp;42\/10, BFHE 234, 226, BStBl II 2011, 878).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit sich die Kl&auml;gerin auf eine angeblich divergierende Rechtsprechung des I.&nbsp;Senats des BFH beruft, steht dies den vorgenannten Grunds&auml;tzen nicht entgegen. Eine Divergenzanfrage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;3 FGO beim I.&nbsp;Senat des BFH ist im Streitfall nicht erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat der I.&nbsp;Senat des BFH in dem Urteil vom 8.&nbsp;Mai&nbsp;1991 I&nbsp;R&nbsp;33\/90 (BFHE 165, 191, BStBl II 1992, 437) im Anschluss an Rechtsprechung des VIII.&nbsp;Senats (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Dezember 1975 VIII&nbsp;R&nbsp;147\/71, BFHE 117, 557, BStBl II 1976, 360) die Auffassung vertreten, &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG enthalte eine sachliche Steuerbefreiung f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungs- und Aufgabegewinne. Jene Entscheidung des I.&nbsp;Senats des BFH ist jedoch durch die zwischenzeitliche &Auml;nderung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG &uuml;berholt. Sie bezog sich auf &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG in seiner im dortigen Streitjahr (1987) g&uuml;ltigen Fassung, wonach ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zur Einkommensteuer nur herangezogen wurde, soweit er bei der Ver&auml;u&szlig;erung des ganzen Gewerbebetriebs 30.000&nbsp;DM und bei der Ver&auml;u&szlig;erung eines Teilbetriebs oder eines Anteils am Betriebsverm&ouml;gen den entsprechenden Teil von 30.000&nbsp;DM &uuml;berstieg. Durch das JStG 1996 vom 11.&nbsp;Oktober 1995 (BGBl I 1995, 1250) wurde &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG indes u.a. durch die Festlegung bestimmter vom Steuerpflichtigen pers&ouml;nlich zu erf&uuml;llender Merkmale mit Wirkung f&uuml;r Ver&auml;u&szlig;erungen, die nach dem 31.&nbsp;Dezember 1995 erfolgen (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;19a Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 EStG i.d.F. des JStG 1996), neu gefasst. Danach muss der den Freibetrag beantragende Steuerpflichtige &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; das 55.&nbsp;Lebensjahr vollendet haben oder im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd berufsunf&auml;hig sein; der Freibetrag ist dem Steuerpflichtigen nur einmal zu gew&auml;hren. Der Gesetzgeber hat somit abweichend von der Rechtslage vor Inkrafttreten des JStG 1996 die Inanspruchnahme des Freibetrags ma&szlig;geblich von den pers&ouml;nlichen Verh&auml;ltnissen des Ver&auml;u&szlig;erers abh&auml;ngig gemacht. F&uuml;r die Annahme einer sachlichen Steuerbefreiung ist deshalb nach gegenw&auml;rtiger Rechtslage kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Anders als die Kl&auml;gerin meint, l&auml;sst sich auch dem BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Juni 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;7\/01 (BFHE 205, 307, BStBl II 2004, 754) nichts Abweichendes entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gegenstand jenes Verfahrens war die Frage, ob der Gewerbeertrag nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG auch den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils an einer Personengesellschaft umfasst, soweit auf der Seite des Ver&auml;u&szlig;erers und auf der Seite des Erwerbers dieselben Personen Mitunternehmer sind (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG). Anders als im Streitfall lag jenem Urteil nicht die Ver&auml;u&szlig;erung eines Anteils an einer Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 UmwStG an einen fremden Dritten zugrunde. Jene Entscheidung hat folglich zum Verh&auml;ltnis von &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG zu &sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;4 UmwStG und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG keine Stellung bezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen hebt auch jenes Urteil (unter II.1. der Gr&uuml;nde) hervor, dass sich Abweichungen zwischen dem Gewinn aus Gewerbebetrieb, der der Bemessung der Einkommensteuer zugrunde zu legen ist, und dem der Gewerbesteuer zugrunde zu legenden Gewerbeertrag u.a. daraus ergeben k&ouml;nnten, dass Vorschriften des Einkommensteuerrechts mit dem besonderen Charakter der Gewerbesteuer als Objektsteuer nicht im Einklang st&uuml;nden. Dies ist bei der Freibetragsregelung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 EStG &#8211;wie dargestellt&#8211; der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das angefochtene Urteil entspricht nicht diesen Grunds&auml;tzen. Das FG hat zu Unrecht unter Zugrundelegung eines um den Freibetrag nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 45.000&nbsp;EUR gek&uuml;rzten Gewinns aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 178.078&nbsp;EUR (anstelle von 223.078&nbsp;EUR) den Gewerbesteuermessbetrag auf 6.760&nbsp;EUR herabgesetzt. Die Vorentscheidung ist deshalb aufzuheben. Die Sache ist spruchreif. Die Klage ist abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 26.3.2015, IV R 3\/12 Ermittlung des nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG i.V.m. &sect; 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags nach &sect; 16 Abs. 4 EStG Leits&auml;tze Der nach Umwandlung einer Kapital- in eine Personengesellschaft gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-3-12-ermittlung-des-nach-par-18-abs-4-satz-2-umwstg-ivm-par-7-satz-1-gewstg-in-den-gewerbeertrag-einzubeziehenden-veraeusserungsgewinns-ohne-beruecksichtigung-eines-freibetrags-nach-par-16-abs-6\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;3\/12 &#8211; Ermittlung des nach &sect; 18 Abs. 4 Satz 2 UmwStG i.V.m. &sect; 7 Satz 1 GewStG in den Gewerbeertrag einzubeziehenden Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Freibetrags nach &sect; 16 Abs. 4 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65459","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65459"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65459\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}