{"id":65460,"date":"2015-12-07T10:33:31","date_gmt":"2015-12-07T08:33:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65460"},"modified":"2015-12-07T10:33:31","modified_gmt":"2015-12-07T08:33:31","slug":"ix-r-5-14-aussetzungszinsen-bis-dezember-2011-die-entscheidung-wurde-nachtraeglich-zur-amtlichen-veroeffentlichung-bestimmt-sie-war-seit-dem-26082015-als-nv-entscheidung-abrufbar-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-5-14-aussetzungszinsen-bis-dezember-2011-die-entscheidung-wurde-nachtraeglich-zur-amtlichen-veroeffentlichung-bestimmt-sie-war-seit-dem-26082015-als-nv-entscheidung-abrufbar-3\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;5\/14 &#8211; Aussetzungszinsen bis Dezember 2011 (Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 26.08.2015 als NV-Entscheidung abrufbar.)"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2015, IX R 5\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Aussetzungszinsen bis Dezember 2011 (Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 26.08.2015 als NV-Entscheidung abrufbar.)<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die f&uuml;r eine Vorlage an das BVerfG gem&auml;&szlig; Art. 100 Abs. 1 GG erforderliche &Uuml;berzeugung des Gerichts von der Verfassungswidrigkeit der H&ouml;he der Aussetzungszinsen (&sect; 237 Abs. 1 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 238 Abs. 1 Satz 1 AO) liegt f&uuml;r einen Verzinsungszeitraum bis Dezember 2011 nicht vor (Anschluss an BFH-Urteil vom 1. Juli 2014 IX R 31\/13, BFHE 246, 193, BStBl II 2014, 925).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 15. Januar 2014&nbsp;&nbsp;3 K 3079\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig sind Aussetzungszinsen in H&ouml;he von 108.202&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 29.&nbsp;April 2008 setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Einkommensteuer 2006 des Kl&auml;gers und Revisionskl&auml;gers (Kl&auml;ger) und seiner Ehefrau auf rund 551.000&nbsp;EUR fest, resultierend vor allem aus Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;17 des Einkommensteuergesetzes. Hiergegen legten die Eheleute am 26.&nbsp;Mai 2008 Einspruch ein und beantragten beim FA Aussetzung der Vollziehung (AdV), die mit Bescheid vom 29.&nbsp;Mai 2008 f&uuml;r die Dauer des Einspruchsverfahrens gew&auml;hrt wurde. Mit Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;November 2011 wurde die Einkommensteuer 2006 verb&ouml;sernd auf rund 555.000&nbsp;EUR erh&ouml;ht und der Einspruch im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Am 5.&nbsp;Dezember 2011 erhoben die Eheleute Klage (3&nbsp;K&nbsp;3295\/11). Au&szlig;erdem beantragten sie beim Finanzgericht (FG) am 21.&nbsp;Dezember 2011 AdV f&uuml;r die Dauer des Klageverfahrens (3&nbsp;V&nbsp;3312\/11). Das FG wies den Antrag auf AdV zur&uuml;ck, daraufhin nahmen die Eheleute ihre Klage zur&uuml;ck, wodurch die Einkommensteuerfestsetzung bestandskr&auml;ftig wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im weiteren Verlauf kam es zu Zwangsvollstreckungsma&szlig;nahmen, verschiedenen Antr&auml;gen und Rechtsbehelfsverfahren, u.a. wegen des Erlasses von S&auml;umniszuschl&auml;gen, sowie verschiedenen Gespr&auml;chen zwischen dem Kl&auml;gervertreter und dem FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 17.&nbsp;Juli 2012 teilte der Kl&auml;ger dem FA mit, dass es ihm nunmehr gelinge, kurzfristig nahezu die gesamten Anspr&uuml;che aus dem Steuerschuldverh&auml;ltnis zu begleichen. Er m&uuml;sse sich diesbez&uuml;glich auf privatem Weg Gelder besorgen, die aber gesichert sein d&uuml;rften. Die Gelder, die ihm zur Verf&uuml;gung gestellt werden k&ouml;nnten, w&uuml;rden zwischen 500.000&nbsp;EUR und 520.000&nbsp;EUR liegen. Er fragte in diesem Zusammenhang an, ob der Sachverhalt auf dieser Grundlage sein Ende finden k&ouml;nnte und insoweit auf einzelne S&auml;umniszuschl&auml;ge verzichtet werden k&ouml;nne. Der gesamte Sachverhalt k&ouml;nnte dann sp&auml;testens bis zum 7.&nbsp;August 2012 eine vollst&auml;ndige Erledigung bzw. Befriedigung finden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 19.&nbsp;Juli 2012 lehnte das FA den Antrag auf Erlass der S&auml;umniszuschl&auml;ge zur Einkommensteuer 2006 ab. Hiergegen legte der Kl&auml;ger Einspruch ein. Ein Gespr&auml;ch mit dem FA am 24.&nbsp;August 2012 fasste der Kl&auml;ger dahingehend zusammen, dass Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nde in H&ouml;he von 45.621,95&nbsp;EUR best&uuml;nden. Diese Summe k&ouml;nne sich nicht mehr erh&ouml;hen. Er werde kurzfristig einen weiteren Betrag in H&ouml;he von 621,95&nbsp;EUR zahlen, sodass ein Restbetrag von 45.000&nbsp;EUR offenstehe. Es sei ihm nachgelassen, den Einspruch und den Erlassantrag bis zum 28.&nbsp;September 2012 zu begr&uuml;nden und seine Verm&ouml;genssituation vor und nach dem 5.&nbsp;Dezember 2011 ausf&uuml;hrlich zu schildern. Das FA habe zugesagt, die in Gang gesetzten Kontopf&auml;ndungen vorerst einzustellen und bis zum 31.&nbsp;Dezember 2012 auszusetzen. Das Amtshilfeersuchen gegen&uuml;ber dem Finanzamt C (Gerichtsvollzieherverteilungsstelle) werde unverz&uuml;glich zur&uuml;ckgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 27.&nbsp;November 2012 schrieb das FA an den Kl&auml;ger unter Bezugnahme auf dessen Schreiben, dass es weiterhin einen vollst&auml;ndigen oder teilweisen Erlass der S&auml;umniszuschl&auml;ge ablehne, und bat um Mitteilung, ob der Einspruch zur&uuml;ckgenommen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 8.&nbsp;Oktober 2012 setzte das FA Aussetzungszinsen (&sect;&nbsp;237 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) f&uuml;r die Zeit vom 3.&nbsp;Juni 2008 (F&auml;lligkeit) bis zum 5.&nbsp;Dezember 2011 (ein Monat nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;November 2011) in H&ouml;he von 108.202&nbsp;EUR gegen den Kl&auml;ger und seine Ehefrau fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch hiergegen wurde damit begr&uuml;ndet, dass eine &Uuml;bereinkunft getroffen worden sei, dass lediglich noch zum Sachverhalt die Summe von 45.000&nbsp;EUR ggf. offen sei und diesbez&uuml;glich ein vollst&auml;ndiger Erlass beantragt worden sei. Dar&uuml;ber, dass das FA weitergehende Zinsen geltend machen w&uuml;rde, sei niemals gesprochen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch wurde zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit gesondertem Aufteilungsbescheid vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2013 sprach das FA aus, dass die Aussetzungszinsen in H&ouml;he von 108.202&nbsp;EUR f&uuml;r das Vollstreckungsverfahren auf die gesamtschuldnerischen Eheleute dahingehend aufgeteilt werden, dass auf den Kl&auml;ger 105.518,60&nbsp;EUR und auf seine Ehefrau 2.683,40&nbsp;EUR entfallen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 14.&nbsp;M&auml;rz 2013 fand ein weiteres Gespr&auml;ch an Amtsstelle statt, das das Einspruchsverfahren gegen die Ablehnung des Erlassantrags und gegen die Erhebung der Aussetzungszinsen zum Gegenstand hatte. Dabei teilte der Kl&auml;gervertreter mit, dass der Kl&auml;ger sich damals auf seine Berater verlassen habe und keine Kenntnis hinsichtlich der Erhebung der Aussetzungszinsen besessen habe. Auch er, der Kl&auml;gervertreter, habe aufgrund der sp&auml;teren Mandats&uuml;bernahme keine Kenntnis von der Erhebung von Aussetzungszinsen gehabt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren wegen der Aussetzungszinsen trug der Kl&auml;ger u.a. vor, dass wegen eines laufenden Zivilprozesses damit zu rechnen sei, dass er den Kaufpreis f&uuml;r die streitbefangenen Anteile zur&uuml;ckzahlen m&uuml;sse. Dann m&uuml;sse auch die Festsetzung der Einkommensteuer 2006 aufgehoben und die gezahlte Steuer erstattet werden. In diesem Fall d&uuml;rften aber vom Antragsteller auch keine Aussetzungszinsen verlangt werden. Deswegen sei der Zinsbescheid aufzuheben. Die Zinsfestsetzung sei &uuml;berdies wegen der &uuml;berlangen Verfahrensdauer und dem nicht marktgerechten Zinssatz verfassungswidrig. Au&szlig;erdem habe er aufgrund der Verhandlungen mit dem FA darauf vertraut, dass Zinsen nicht (mehr) festgesetzt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte keinen Erfolg. Das FG entschied mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 724 ver&ouml;ffentlichten Urteil, der Bescheid &uuml;ber die Aussetzungszinsen sei rechtm&auml;&szlig;ig, denn er entspreche den Vorschriften der AO &uuml;ber die Verzinsung (insbesondere &sect;&sect;&nbsp;237, 238 AO). Die vom Kl&auml;ger hiergegen erhobenen Einwendungen &#8211;insbesondere hinsichtlich der m&ouml;glichen R&uuml;ckg&auml;ngigmachung des Kaufvertrages und der mit dem FA getroffenen Abreden&#8211; k&ouml;nnten der Klage nicht zum Erfolg verhelfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zinssatz von 6&nbsp;% p.a. sei &uuml;berdies nicht unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und nicht verfassungswidrig, auch nicht unter Ber&uuml;cksichtigung der Dauer der Aussetzung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat sei in tats&auml;chlicher Hinsicht davon &uuml;berzeugt, dass &#8211;auch derzeit noch und erst recht im Streitzeitraum&#8211; &uuml;bliche Gesch&auml;fts- wie Privatkredite von Gesch&auml;ftsbanken ohne besondere Sicherheiten, die die AdV-Antragsteller aber typischerweise nicht stellen k&ouml;nnten&#8211; nur zu Zinss&auml;tzen von mindestens 6&nbsp;% p.a. ausgereicht w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar k&ouml;nnte ein erster Blick in die aktuelle Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank (vom 7.&nbsp;Januar 2014) zu einer anderen Einsch&auml;tzung verleiten. Dieser sei u.a. zu entnehmen, jeweils per November 2013 und Effektivzinssatz:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bestandsgesch&auml;ft:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Konsumentenkredite und sonstige Kredite an private Haushalte<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 1 Jahr<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">7,55 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 1 Jahr bis 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">5,03 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">5,05 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kredite an nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 1 Jahr<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3,07 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 1 Jahr bis 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2,85 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3,26 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Neugesch&auml;ft<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Konsumentenkredite an private Haushalte mit anf&auml;nglicher<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp;Zinsbindung einschlie&szlig;lich besicherte Kredite<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Insgesamt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;6,22 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 1 Jahr<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;5,78 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 1 Jahr bis 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;5,01 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&uuml;ber 5 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;7,73 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">revolvierende und &Uuml;berziehungskredite an private&nbsp;&nbsp;Haushalte<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&nbsp;9,30 %<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">echte Kreditkartenkredite an&nbsp;private Haushalte<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">14,64&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der typische AdV-Antragsteller sei eine nat&uuml;rliche oder juristische Person, die bei ihrer Bank keine Erh&ouml;hung der Kreditlinie mehr erreichen k&ouml;nne und in der Regel &#8211;weder der Bank f&uuml;r eine Erh&ouml;hung der Kreditlinie noch alternativ dem FA f&uuml;r eine Gew&auml;hrung von AdV&#8211; Sicherheiten stellen k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der &#8211;durch seine ehrenamtlichen Richter sachkundige (&sect;&nbsp;25 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;)&#8211; Senat entnehme der Erfahrung, dass derzeit von Banken &uuml;bliche, nicht besicherte, regelhafte Gesch&auml;fts- wie Privatkredite zu Zinsen in der Spannbreite von 6&nbsp;% bis 9&nbsp;% p.a. ausgereicht w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zinssatz f&uuml;r Aussetzungszinsen in H&ouml;he von 6&nbsp;% p.a. sei im Streitzeitraum als laufzeitabh&auml;ngiges Entgelt f&uuml;r den Gebrauch eines auf Zeit &uuml;berlassenen oder vorenthaltenen Geldbetrags angemessen. Aufgrund der Angemessenheit des Zinssatzes komme es auf die Dauer der Aussetzung und eine m&ouml;glicherweise durch die Finanzverwaltung zu vertretende Verfahrensverz&ouml;gerung nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des Kl&auml;gers, mit der dieser die Verletzung formellen und materiellen Rechts r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG sowie den Aussetzungszinsbescheid vom 8.&nbsp;Oktober 2012 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2013 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Festsetzung von Aussetzungszinsen der geltenden Rechtslage entspricht (1.). Die Voraussetzungen einer Vorlage an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) hinsichtlich der gesetzlich festgelegten Zinsh&ouml;he liegen nicht vor (2.). Auch hat das FG zutreffend Vertrauensschutzgr&uuml;nde abgelehnt, die gegen die Festsetzung von Aussetzungszinsen spr&auml;chen (3.). &Uuml;ber einen nicht beantragten Erlass aus Billigkeitsgr&uuml;nden hat der Senat nicht zu entscheiden (4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ist, soweit ein Einspruch oder eine Anfechtungsklage gegen einen Steuerbescheid, eine Steueranmeldung oder einen Verwaltungsakt, der einen Steuerverg&uuml;tungsbescheid aufhebt oder &auml;ndert, oder gegen eine Einspruchsentscheidung &uuml;ber einen dieser Verwaltungsakte endg&uuml;ltig keinen Erfolg gehabt hat, der geschuldete Betrag, hinsichtlich dessen die Vollziehung des angefochtenen Verwaltungsakts ausgesetzt wurde, zu verzinsen. Zinsen werden erhoben vom Tag des Eingangs des au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelfs bei der Beh&ouml;rde, deren Verwaltungsakt angefochten wird, oder vom Tag der Rechtsh&auml;ngigkeit beim Gericht an bis zum Tag, an dem die AdV endet (&sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO). Die Zinsen betragen f&uuml;r jeden Monat einhalb Prozent (&sect;&nbsp;238 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO). Sie sind von dem Tag an, an dem der Zinslauf beginnt, nur f&uuml;r volle Monate zu zahlen; angefangene Monate bleiben au&szlig;er Ansatz (&sect;&nbsp;238 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Sinn und Zweck der in &sect;&nbsp;237 AO enthaltenen gesetzlichen Regelung der Verzinsungspflicht ist es, den Nutzungsvorteil abzusch&ouml;pfen, den der Steuerpflichtige dadurch erh&auml;lt, dass er w&auml;hrend der Dauer der Aussetzung &uuml;ber eine Geldsumme verf&uuml;gen kann, die nach dem im angefochtenen Steuerbescheid konkretisierten materiellen Recht &quot;an sich&quot; dem Steuergl&auml;ubiger zusteht (st&auml;ndige Rechtsprechung, Urteil des Bundesfinanzhofs vom 1.&nbsp;Juli 2014 IX&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 246, 193, BStBl II 2014, 925, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat auf der Rechtsgrundlage der &sect;&sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;1 und 2, 238 AO die Festsetzung der Aussetzungszinsen in H&ouml;he von 108.202&nbsp;EUR zutreffend als der geltenden Rechtslage entsprechend angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Voraussetzungen einer Vorlage an das BVerfG gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 GG liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Gericht kann die Entscheidung des BVerfG &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit einer Norm nach Art.&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 GG nur einholen, wenn es von der Verfassungswidrigkeit der zur Pr&uuml;fung gestellten Regelung &uuml;berzeugt ist (vgl. z.B. BVerfG-Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1984&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;23\/83, BVerfGE 66, 265, unter&nbsp;B.2.; BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;April 1989&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;8\/87, BVerfGE 80, 59, unter&nbsp;B.1., und vom 22.&nbsp;September 2009&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;3\/02, BVerfGE 124, 251, unter&nbsp;B.2.a). Eine solche &Uuml;berzeugung vermochte sich der Senat im Streitfall hinsichtlich der gesetzlich festgelegten Zinsh&ouml;he nicht zu bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies hat der Senat mit Urteil in BFHE 246, 193, BStBl II 2014, 925, unter II.1. bereits f&uuml;r den Verzinsungszeitraum 11.&nbsp;November 2004 bis 21.&nbsp;M&auml;rz 2011 entschieden, worauf verwiesen wird. Auch f&uuml;r den vorliegend streitigen Verzinsungszeitraum 3.&nbsp;Juni 2008 bis 5.&nbsp;Dezember 2011 haben sich die das Zinsniveau bestimmenden Verh&auml;ltnisse nicht in einer Weise ge&auml;ndert, dass Anlass best&uuml;nde, hiervon abzuweichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger kann sich auch nicht mit Erfolg auf Vertrauensschutzaspekte berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine verbindliche Auskunft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 AO des Inhalts, dass keine Aussetzungszinsen festgesetzt w&uuml;rden, scheitert, wie auch das FG zutreffend feststellt, schon daran, dass diese Ausk&uuml;nfte allenfalls am 24.&nbsp;August 2012 erteilt worden sein k&ouml;nnen, die AdV aber jedenfalls im Dezember 2011 beendet war. Eine verbindliche Auskunft kann sich aber schon nach dem Gesetzeswortlaut nur auf einen zuk&uuml;nftigen Sachverhalt beziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit geht auch die R&uuml;ge des Kl&auml;gers ins Leere, das FG h&auml;tte weitere Sachaufkl&auml;rung zum Vorliegen einer verbindlichen Auskunft betreiben m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass das FA die Festsetzung von Aussetzungszinsen verwirkt h&auml;tte (&sect;&nbsp;242 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs analog), fehlen ebenso. Insbesondere ist nicht ersichtlich, welche Disposition der Kl&auml;ger im Vertrauen auf das etwaige Verhalten des FA getroffen h&auml;tte. Auch dies stellt das FG zutreffend fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. &Uuml;ber einen &#8211;nicht beantragten&#8211; Erlass aus Billigkeitsgr&uuml;nden hat der Senat nicht zu entscheiden. Die Frage des eventuellen Zinsverzichts des FA als Billigkeitsma&szlig;nahme gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;4 i.V.m. &sect;&nbsp;234 Abs.&nbsp;2 AO w&auml;re in einem gesonderten Verfahren zu kl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.4.2015, IX R 5\/14 Aussetzungszinsen bis Dezember 2011 (Die Entscheidung wurde nachtr&auml;glich zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt; sie war seit dem 26.08.2015 als NV-Entscheidung abrufbar.) 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