{"id":65462,"date":"2015-12-07T10:33:34","date_gmt":"2015-12-07T08:33:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65462"},"modified":"2015-12-07T10:33:34","modified_gmt":"2015-12-07T08:33:34","slug":"iv-r-5-12-korrektur-unangemessener-gewinnverteilung-bei-gmbh-atypisch-still-anforderungen-an-die-revisionsbegruendung-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-5-12-korrektur-unangemessener-gewinnverteilung-bei-gmbh-atypisch-still-anforderungen-an-die-revisionsbegruendung-3\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;5\/12 &#8211; Korrektur unangemessener Gewinnverteilung bei GmbH &#038; atypisch Still &#8211; Anforderungen an die Revisionsbegr&uuml;ndung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, IV R 5\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Korrektur unangemessener Gewinnverteilung bei GmbH &#038; atypisch Still &#8211; Anforderungen an die Revisionsbegr&uuml;ndung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Beteiligt sich der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft an dieser zugleich als atypisch stiller Gesellschafter und verzichtet die Kapitalgesellschaft im Interesse des stillen Gesellschafters auf eine fremd&uuml;bliche Gewinnbeteiligung, wird der Kapitalgesellschaft bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte der atypisch stillen Gesellschaft der angemessene Gewinnanteil zugerechnet.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 7. Dezember 2011&nbsp;&nbsp;13 K 367\/07 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Anschlussrevision des Beklagten wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dem Finanzgericht wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Der Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Anschlussrevisionsbeklagte zu 2. (Kl&auml;ger) ist selbst&auml;ndiger Buchbindermeister und f&uuml;hrte seinen Gewerbebetrieb als Einzelunternehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariellem Vertrag vom 14.&nbsp;Dezember 2000 errichtete er die Kl&auml;gerin, Revisionskl&auml;gerin und Anschlussrevisionsbeklagte zu 1. (Kl&auml;gerin) mit einem Stammkapital von 100.000&nbsp;EUR. Der Kl&auml;ger war alleiniger Gesellschafter und Alleingesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin und erbrachte die Stammeinlage in bar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Pachtvertrag vom 30.&nbsp;Dezember 2000 verpachtete der Kl&auml;ger die zum Betreiben der Buchbinderei erforderlichen Grundst&uuml;cke und aufstehenden Geb&auml;ude des bisherigen Einzelunternehmens mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2001 auf unbestimmte Dauer an die Kl&auml;gerin. Der j&auml;hrliche Pachtzins betrug 144.000&nbsp;DM. Die Kl&auml;gerin &uuml;bernahm ab dem 1.&nbsp;Januar 2001 au&szlig;erdem den Warenbestand, die Gesch&auml;ftsbeziehungen und das Personal des bisherigen Einzelunternehmens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls mit Vertrag vom 30.&nbsp;Dezember 2000 schloss die Kl&auml;gerin mit dem Kl&auml;ger einen &quot;Vertrag &uuml;ber die Errichtung der (typischen) stillen Gesellschaft&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser lautet in &quot;&sect;&nbsp;1 Einlage des stillen Gesellschafters&quot; wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Die GmbH betreibt in &#8230; eine Buchbinderei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>2. An diesem von der GmbH betriebenen Handelsgewerbe beteiligt sich Herr [Kl&auml;ger] als stiller Gesellschafter dadurch, da&szlig; er der GmbH die Nutzung der in seinem Eigentum stehenden Mobilien zur Verf&uuml;gung stellt. In gleicher Weise stellt er die Nutzung des von ihm geschaffenen Gesch&auml;ftswerts zur Verf&uuml;gung &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der &Uuml;bernahme zur Nutzung ist jede weitere Einlage bewirkt &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&sect;&nbsp;5 Gewinn- und Verlustbeteiligung des stillen Gesellschafters&quot; des Vertrages lautet wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;1. Der stille Gesellschafter ist am Gewinn und Verlust der GmbH beteiligt.<br \/>2. Grundlage f&uuml;r die Berechnung der Gewinnbeteiligung des stillen Gesellschafters ist der Steuerbilanzgewinn der GmbH vor Abzug der K&ouml;rperschaftsteuer und der Zuschl&auml;ge zur K&ouml;rperschaftsteuer, der Gewerbesteuer und des Gewinnanteils des stillen Gesellschafters.<br \/>3. Grundlage f&uuml;r die Berechnung des Verlustanteils des stillen Gesellschafters bildet ebenfalls das in der Steuerbilanz ausgewiesene Ergebnis unter Ber&uuml;cksichtigung der nach Absatz&nbsp;2 vorzunehmenden Korrekturen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Inhaberin beh&auml;lt von der positiven Grundlage 20&nbsp;vH, mindestens aber DM&nbsp;50.000,&#8211; als Inhaberin des Gesch&auml;fts und f&uuml;r die volle Au&szlig;enhaftung. Ist die positive Grundlage kleiner als DM&nbsp;50.000,&#8211;, steht das Ergebnis allein der Inhaberin zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von der nach der Vorwegzuweisung nach Abs.&nbsp;4 verbleibenden Grundlage erh&auml;lt der stille Gesellschafter den Anteil nach Ma&szlig;gabe seines Beitrags im Verh&auml;ltnis zum Beitrag der GmbH. Beitrag der GmbH ist das in der Steuerbilanz zu Beginn des Gesch&auml;ftsjahres ausgewiesene Eigenkapital. Der Beitrag des stillen Gesellschafters wird durch den Nutzen aus dem vorgehaltenen und nutzbaren beweglichen Anlageverm&ouml;gen des stillen Gesellschafters zu Beginn des Gesch&auml;ftsjahres bestimmt. Der Nutzen wird aus seinem Teilwert abgeleitet. Daher gilt die widerlegbare Vermutung, da&szlig; der Teilwert dem Buchwert entspricht. F&uuml;r voll abgeschriebene Wirtschaftsg&uuml;ter gelten 20&nbsp;vH der historischen Anschaffungskosten als Teilwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Nutzen aus dem Gesch&auml;ftswert des [Kl&auml;gers] werden DM&nbsp;500.000,&#8211; als Teilwert ber&uuml;cksichtigt, wenn und solange die Grundlage nach Abzug des Selbstbehalts nach Abs.&nbsp;4 DM&nbsp;500.000,&#8211; erreicht &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2001 ermittelten die Kl&auml;ger Gewinnanteile f&uuml;r die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 6,9&nbsp;v.H. und f&uuml;r den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 93,1&nbsp;v.H. Diese errechneten sich aus dem Beitrag der Kl&auml;gerin in H&ouml;he ihres Eigenkapitals von 100.000&nbsp;EUR und dem Beitrag des Kl&auml;gers in Form der Nutzungs&uuml;berlassung des Gesch&auml;ftswerts in H&ouml;he von 255.646&nbsp;EUR (= 500.000&nbsp;DM) und des beweglichen Anlageverm&ouml;gens in H&ouml;he von 1.097.628&nbsp;EUR, mithin aus der Gegen&uuml;berstellung von Beitr&auml;gen in H&ouml;he von 100.000&nbsp;EUR und 1.353.274&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger nahmen ein typisch stilles Gesellschaftsverh&auml;ltnis an und behandelten die Gewinnanteile des Kl&auml;gers bei Aufstellung der Steuerbilanz der Kl&auml;gerin als Betriebsausgaben. Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte die Gewinnanteile als Eink&uuml;nfte des Einzelunternehmens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine bei der &quot;&#8230; GmbH &#038; atypisch Still&quot; durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine atypisch stille Gesellschaft (Mitunternehmerschaft) vorl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Au&szlig;enpr&uuml;fer vertrat hinsichtlich des vom Kl&auml;ger durch den Vertrag &uuml;ber die Errichtung der &quot;stillen Gesellschaft&quot; zur Nutzung &uuml;berlassenen Gesch&auml;ftswerts des bisherigen Einzelunternehmens die Ansicht, dass dieser faktisch im Wege der verdeckten Einlage unentgeltlich auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen sei und dies daher nach allgemeinen Grunds&auml;tzen zu einer Gewinnrealisierung f&uuml;hre. Der Gesch&auml;ftswert wurde nach den Grunds&auml;tzen der indirekten Methode auf der Basis der Bewertungsparameter des Einzelunternehmens mit 646.500&nbsp;DM angesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer ging davon aus, dass der faktische &Uuml;bergang des Gesch&auml;ftswerts auf die Mitunternehmerschaft zwar grunds&auml;tzlich zu Buchwerten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) m&ouml;glich sei, jedoch aufgrund der Beteiligung der Kl&auml;gerin an der Mitunternehmerschaft eine anteilige Aufdeckung der stillen Reserven in H&ouml;he von 140.937&nbsp;DM (21,8&nbsp;v.H. von 646.500&nbsp;DM) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG erfolgen m&uuml;sse. Die Realisierung der anteiligen stillen Reserven ber&uuml;cksichtigte er als Sonderbetriebseinnahme des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Gewinnverteilung zwischen den Kl&auml;gern nahm der Pr&uuml;fer eine Gegen&uuml;berstellung der jeweiligen Beitr&auml;ge der Kl&auml;gerin und des Kl&auml;gers vor. Ausgehend von seiner Auffassung, dass der Gesch&auml;ftswert des Einzelunternehmens faktisch auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen sei, ber&uuml;cksichtigte er diesen allerdings im Rahmen der Bewertung des Beitrags der Kl&auml;gerin und nicht als Beitrag des Kl&auml;gers. Der Pr&uuml;fer gelangte so zu einem Unternehmenswert der Kl&auml;gerin (als ihrem Beitrag) in H&ouml;he von 305.599&nbsp;EUR und einem Beitrag des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 1.097.628&nbsp;EUR (Nutzungseinlage des beweglichen Anlageverm&ouml;gens) und ermittelte daraus eine Gewinnverteilungsquote f&uuml;r die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 21,8&nbsp;v.H. und f&uuml;r den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 78,2&nbsp;v.H.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Neuberechnung der Gewinnanteile legte der Pr&uuml;fer als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Angemessenheit der Gewinnverteilung zwischen der Kl&auml;gerin und dem Kl&auml;ger zugrunde. Er errechnete einen Gewinnanteil des stillen Gesellschafters in H&ouml;he von 680.039&nbsp;DM (347.699&nbsp;EUR) gegen&uuml;ber dem bisherigen Gewinnanteil von 809.612&nbsp;DM (413.948&nbsp;EUR) sowie einen nicht angemessenen Gewinnanteil des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 129.573&nbsp;DM (66.249&nbsp;EUR). Hinsichtlich dieses Anteils ging der Pr&uuml;fer von einer verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) in H&ouml;he von 129.573&nbsp;DM (66.249&nbsp;EUR) aus, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG mit 50&nbsp;v.H., somit mit 64.786&nbsp;DM, der Besteuerung zu unterwerfen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage dieses Pr&uuml;fungsergebnisses ermittelte der Beklagte, Revisionsbeklagte und Anschlussrevisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r die Mitunternehmerschaft Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 910.968&nbsp;DM und erlie&szlig; am 30.&nbsp;November 2006 einen Bescheid f&uuml;r das Streitjahr &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen und des verrechenbaren Verlustes nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch blieb erfolglos. Die Klage war nur insoweit erfolgreich und f&uuml;hrte zur Ab&auml;nderung des Bescheids vom 30.&nbsp;November 2006, als f&uuml;r die Mitunternehmerschaft Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 821.813,95&nbsp;DM gesondert und einheitlich festgestellt wurden. Das Finanzgericht (FG) st&uuml;tzte seine Entscheidung im Wesentlichen darauf, dass der Gesch&auml;ftswert des Einzelunternehmens faktisch auf die Kl&auml;gerin und als deren Beitrag mithin auf die Mitunternehmerschaft &uuml;bergegangen sei. Die Au&szlig;enpr&uuml;fung habe unter Ber&uuml;cksichtigung des von Seiten der Kl&auml;gerin zur Verf&uuml;gung gestellten Gesch&auml;ftswerts den Unternehmenswert der Kl&auml;gerin zutreffend ermittelt. Da die Kl&auml;ger die Nutzungs&uuml;berlassung des Gesch&auml;ftswerts als Beitrag des Kl&auml;gers f&uuml;r die Ermittlung seines Gewinnanteils angesetzt h&auml;tten, sei diesem hinsichtlich des &uuml;berh&ouml;hten Gewinnanteils eine vGA zuzurechnen. Entgegen der Auffassung des FA habe jedoch der Gesch&auml;ftswert gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (UmwStG) mit dem Buchwert &uuml;bernommen werden k&ouml;nnen. Es sei daher beim &Uuml;bergang des Gesch&auml;ftswerts nicht zur anteiligen Aufdeckung von stillen Reserven gekommen, so dass beim Kl&auml;ger insoweit keine Sonderbetriebseinnahmen zu erfassen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und der Kl&auml;ger haben dagegen Revision und das FA hat unselbst&auml;ndige Anschlussrevision eingelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;15 EStG). Das FG habe unzutreffend eine Beteiligungsquote der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 21,8&nbsp;v.H. an der GmbH &#038; atypisch Still zugrunde gelegt. Der Gesch&auml;ftswert des Einzelunternehmens sei nicht mit Vertragsabschluss auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen und habe den Unternehmenswert der Kl&auml;gerin nicht erh&ouml;ht. Entsprechend den Beitr&auml;gen der Kl&auml;ger sei f&uuml;r die Ergebnisverteilung vielmehr eine Verteilungsquote f&uuml;r die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 6,9&nbsp;v.H. und f&uuml;r den Kl&auml;ger in H&ouml;he von 93,1&nbsp;v.H. anzusetzen. Die als vGA ber&uuml;cksichtigte Abweichung in H&ouml;he von 184.561&nbsp;DM habe keine Rechtsgrundlage. Die vom FG festgestellten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb seien um die vGA (rechnerisch) in H&ouml;he von 92.280,50&nbsp;DM (= 184.561&nbsp;DM : 2) zu bereinigen und damit auf 729.533,45&nbsp;DM zu vermindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG und die Einspruchsentscheidung vom 3.&nbsp;Januar 2007 aufzuheben und den Bescheid vom 30.&nbsp;November 2006 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gesondert und einheitlich in H&ouml;he von 729.534&nbsp;DM festgestellt werden, wobei auf die Kl&auml;gerin 239.796&nbsp;DM und auf den Kl&auml;ger 489.738&nbsp;DM entfallen,<br \/>sowie die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen, und hinsichtlich der Anschlussrevision, das Urteil des FG insoweit aufzuheben, als es zum Nachteil des FA entschieden hat, und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei bereits zweifelhaft, ob die Revisionsbegr&uuml;ndung den Anforderungen des &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a der Finanzgerichtsordnung (FGO) entspreche, da es an einer tragenden Auseinandersetzung mit der Vorentscheidung fehle. Die Vorentscheidung sei zudem zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anschlussrevision richte sich gegen die Anwendung von &sect;&nbsp;24 UmwStG. Der Kl&auml;ger habe mit Nutzungs&uuml;berlassung seiner Mobilien nicht einen Betrieb (Besitzunternehmen) i.S. von &sect;&nbsp;24 UmwStG als Sachgesamtheit in die Mitunternehmerschaft eingebracht. Die &Uuml;bertragung des Gesch&auml;ftswerts als Einzelwirtschaftsgut richte sich nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 S&auml;tze&nbsp;3 und 5 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Anschlussrevision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO; unter I.). Die zul&auml;ssige (unselbst&auml;ndige) Anschlussrevision des FA ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (unter II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Revision der Kl&auml;ger<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist ordnungsgem&auml;&szlig; begr&uuml;ndet und deshalb nicht unzul&auml;ssig, wie das FA geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;120 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a FGO muss die Revisionsbegr&uuml;ndung die bestimmte Bezeichnung der Umst&auml;nde enthalten, aus denen sich die Rechtsverletzung ergibt. Dies erfordert, dass die erhobene R&uuml;ge eindeutig erkennen lassen muss, welche Norm des Bundesrechts der Revisionskl&auml;ger f&uuml;r verletzt h&auml;lt. Ferner muss der Revisionskl&auml;ger die Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art angeben, die nach seiner Auffassung das erstinstanzliche Urteil als unrichtig erscheinen lassen. Denn er ist gehalten, Inhalt, Umfang und Zweck des Revisionsangriffs von vornherein klarzustellen. Demgem&auml;&szlig; muss sich der Revisionskl&auml;ger mit den tragenden Gr&uuml;nden des finanzgerichtlichen Urteils auseinandersetzen und darlegen, weshalb er diese f&uuml;r unrichtig h&auml;lt (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Urteile vom 25.&nbsp;Juni 2003 X&nbsp;R&nbsp;66\/00, BFH\/NV 2004, 19; vom 25.&nbsp;August 2009 I&nbsp;R&nbsp;88, 89\/07, BFHE 226, 296; vom 9.&nbsp;Dezember 2014 IV&nbsp;R&nbsp;29\/14, BFHE 247, 449; Beschluss vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;47\/10, BFH\/NV 2012, 1608).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Revisionsbegr&uuml;ndung der Kl&auml;ger l&auml;sst die aus ihrer Sicht verletzte Rechtsnorm, n&auml;mlich &sect;&nbsp;15 EStG, erkennen. Die Ausf&uuml;hrungen in der Revisionsbegr&uuml;ndungsschrift enthalten zwar teilweise keine konkrete Auseinandersetzung mit dem Urteil des FG, aber doch eingehende Ausf&uuml;hrungen zu den im Urteil behandelten Rechtsfragen. Die Begr&uuml;ndung macht insoweit deutlich, dass sich die Kl&auml;ger von den Argumenten des FG nicht haben &uuml;berzeugen lassen und dass sie weiter an ihrer schon im Klageverfahren ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndeten Rechtsansicht festhalten. Wenn alle Argumente angesprochen sind und mehr zu den Streitfragen nicht zu sagen ist, bedarf es keiner weiter gehenden Revisionsbegr&uuml;ndung (vgl. z.B. BFH-Zwischenurteil vom 26.&nbsp;Juli 2006 X&nbsp;R&nbsp;43\/05, BFH\/NV 2007, 55; BFH-Urteil in BFHE 247, 449; BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;September 1993 X&nbsp;R&nbsp;57\/91, BFH\/NV 1994, 720).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In der Sache hat die Revision der Kl&auml;ger Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Streitgegenstand des Verfahrens ist nicht die Frage, ob die stille Gesellschaft als Mitunternehmerschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu beurteilen ist. Denn es ist bereits bestandskr&auml;ftig festgestellt, dass die Kl&auml;ger eine Mitunternehmerschaft in Gestalt einer atypisch stillen Gesellschaft begr&uuml;ndet haben. Dies ist zwischen den Beteiligten auch nicht mehr streitig, so dass der Senat von weiteren Ausf&uuml;hrungen dazu absieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angefochten sind mit der Klage aber sowohl die Gesamth&ouml;he der Eink&uuml;nfte aus der Mitunternehmerschaft als auch deren Verteilung auf die Mitunternehmer. Zudem ist auch der Sonderbilanzgewinn des Kl&auml;gers Gegenstand des Rechtsstreits. Denn der Kl&auml;ger wendet sich auch dagegen, dass das FA ihm den steuerpflichtigen Teil der streitigen vGA als Sonderbetriebseinnahme zugerechnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem FG ist nicht darin zu folgen, dass das FA zu Recht die festzustellenden Eink&uuml;nfte um eine vGA erh&ouml;ht, diese als Sonderbetriebseinnahme qualifiziert und damit zusammenh&auml;ngend eine ge&auml;nderte Verteilung der Eink&uuml;nfte auf die Kl&auml;ger vorgenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Begr&uuml;ndet der Inhaber eines Handelsgewerbes an seinem gesamten Betrieb eine atypisch stille Gesellschaft, wird diese ertragsteuerlich als Mitunternehmerschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG behandelt. Das Unternehmen des Inhabers des Handelsgewerbes wird ertragsteuerlich f&uuml;r die Dauer des Bestehens der atypisch stillen Gesellschaft der Mitunternehmerschaft zugeordnet (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;April 2014 IV&nbsp;R&nbsp;34\/10, BFHE 245, 253, Rz&nbsp;24). Das Betriebsverm&ouml;gen des Inhabers des Handelsgewerbes wird dadurch mitunternehmerisches Verm&ouml;gen, welches vom Inhaber des Handelsgewerbes im eigenen Namen, aber f&uuml;r Rechnung der Mitunternehmerschaft verwaltet wird. Demgem&auml;&szlig; steht auch der erwirtschaftete Gewinn der Mitunternehmerschaft zu und wird auf die Mitunternehmer, also den Inhaber des Handelsgewerbes und den stillen Gesellschafter, nach den Abreden im Gesellschaftsvertrag &uuml;ber die stille Gesellschaft verteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der gesellschaftsvertraglich festgelegten Gewinnverteilung ist grunds&auml;tzlich steuerrechtlich zu folgen (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;September 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;21\/11, BFH\/NV 2015, 191, m.w.N.; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10.&nbsp;November 1980 GrS&nbsp;1\/79, BFHE 132, 244, BStBl II 1981, 164, unter C.I.2.). Das gilt auch dann, wenn die Gesellschafter ihrer Gewinnverteilung fehlerhafte Tatsachen oder Rechtsansichten zugrunde gelegt haben, sofern sie die Gewinnverteilungsabrede tats&auml;chlich durchf&uuml;hren. Weil f&uuml;r Zwecke der Besteuerung insoweit allein an den wirtschaftlich tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt angekn&uuml;pft wird (&sect;&nbsp;41 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;), ist in einem solchen Fall auch ohne Bedeutung, ob und ggf. inwieweit die durchgef&uuml;hrte Gewinnverteilungsabrede rechtlich angreifbar w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die Gewinnverteilung zwischen dem Inhaber des Handelsgewerbes und dem atypisch stillen Gesellschafter gelten aber Besonderheiten, wenn Inhaber des Handelsgewerbes eine Kapitalgesellschaft und der stille Gesellschafter zugleich Gesellschafter der Kapitalgesellschaft ist oder einem solchen nahesteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der unter bb) dargestellte Grundsatz erf&auml;hrt Einschr&auml;nkungen, wenn f&uuml;r die Gewinnverteilung nicht allein die Verh&auml;ltnisse der Gesellschafter in der atypisch stillen Gesellschaft und insbesondere ihre Beitr&auml;ge zum Gesellschaftszweck ma&szlig;gebend sind, sondern die Verteilung von anderen Beziehungen zwischen den Gesellschaftern beeinflusst ist, die ihre Grundlage nicht im stillen Gesellschaftsverh&auml;ltnis haben. Dies k&ouml;nnen verwandtschaftliche, aber auch wirtschaftliche Beziehungen au&szlig;erhalb des stillen Gesellschaftsverh&auml;ltnisses sein. Der Einfluss, den diese Beziehungen auf die Gewinnverteilung nehmen, muss korrigiert werden; insoweit handelt es sich n&auml;mlich um die Verwendung bereits erzielter Eink&uuml;nfte, die die Zurechnung des erzielten Einkommens nicht beeinflussen kann. Da die Gewinnverteilung bei einer GmbH &#038; atypisch Still strukturell mit derjenigen bei einer GmbH &#038; Co. KG vergleichbar ist, gelten die vom Senat (BFH-Urteile vom 15.&nbsp;November 1967 IV&nbsp;R&nbsp;139\/67, BFHE 90, 399, BStBl II 1968, 152; vom 23.&nbsp;August 1990 IV&nbsp;R&nbsp;71\/89, BFHE 162, 401, BStBl II 1991, 172, unter 1. und 2. der Gr&uuml;nde) f&uuml;r die Gewinnverteilung bei einer GmbH &#038; Co. KG aufgestellten Rechtsgrunds&auml;tze bei einer atypisch stillen Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; atypisch Still entsprechend. Insbesondere dann, wenn sich der alleinige Gesellschafter einer GmbH an dieser zugleich als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt, kann die Gewinnverteilung der atypisch stillen Gesellschaft durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis der GmbH beeinflusst sein, so dass die vertragliche Gewinnverteilung f&uuml;r Zwecke der Zurechnung der Eink&uuml;nfte einer Korrektur bedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das ist etwa dann der Fall, wenn die GmbH im Interesse des stillen Gesellschafters auf eine Gewinnbeteiligung verzichtet, die ihr unter Fremden einger&auml;umt worden w&auml;re. Dieser Verzicht darf auf den Gewinnanteil der GmbH nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG keinen Einfluss haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der GmbH wird bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte der Mitunternehmerschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO der angemessene Gewinnanteil zugerechnet, denn die Korrektur der Gewinnverteilung findet im Rahmen der Verteilung des Gewinns der Mitunternehmerschaft statt (vgl. BFH-Urteile in BFHE 90, 399, BStBl II 1968, 152; vom 9.&nbsp;Juni 1994 IV&nbsp;R&nbsp;47\/92, IV&nbsp;R&nbsp;48\/92, BFH\/NV 1995, 103; vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1998 I&nbsp;R&nbsp;79\/97, BFHE 186, 64, BStBl II 1998, 578).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar nimmt die GmbH mit dem Verzicht auf den erreichbaren Gewinnanteil den Verzicht auf eine Verm&ouml;gensmehrung in Kauf und wendet gleichzeitig ihrem Gesellschafter im Hinblick auf das Gesellschaftsverh&auml;ltnis au&szlig;erhalb der Gewinnverteilung einen Verm&ouml;gensvorteil zu. Eine dadurch eintretende Minderung des Einkommens der Kapitalgesellschaft w&uuml;rde ertragsteuerlich die Voraussetzungen einer vGA i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) erf&uuml;llen. Infolge der Korrektur der Gewinnverteilung auf der Ebene der Mitunternehmerschaft kommt es jedoch nicht zu der von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 KStG vorausgesetzten Minderung des Einkommens der Kapitalgesellschaft. Denn der f&uuml;r die GmbH festgestellte Gewinnanteil ist in festgestellter H&ouml;he bei der Veranlagung der Kapitalgesellschaft anzusetzen (&sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 AO; vgl. zuletzt BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Februar 2015 IV&nbsp;R&nbsp;48\/11, BFH\/NV 2015, 1075, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Die einem atypisch stillen Gesellschafter gegen&uuml;ber vorgenommene vGA f&uuml;hrt bei diesem zu einer Sonderbetriebseinnahme i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG im Rahmen der atypisch stillen Gesellschaft. Diese ist, wenn der stille Gesellschafter eine nat&uuml;rliche Person ist, nach dem Teileink&uuml;nfteverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;40 Satz&nbsp;1 Buchst.&nbsp;d EStG zu 40&nbsp;v.H. bzw. im Streitjahr nach dem Halbeink&uuml;nfteverfahren zu 50&nbsp;v.H. steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Senats seit dem Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 1998 IV&nbsp;R&nbsp;18\/98 (BFHE 187, 250, BStBl II 1999, 286) ist der Anteil des Gesellschafters einer GmbH, der an dieser zugleich als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt ist, dem Sonderbetriebsverm&ouml;gen&nbsp;II dieses Gesellschafters bei der Mitunternehmerschaft zuzuordnen, sofern die GmbH nicht noch einer anderen als der im Interesse der atypisch stillen Gesellschaft liegenden Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit von nicht ganz untergeordneter Bedeutung nachgeht. Daran ist weiter festzuhalten, es sei denn, dass der (Doppel-)Gesellschafter im Hinblick auf die Geringf&uuml;gigkeit seiner Beteiligung an der GmbH auf deren Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung keinen Einfluss aus&uuml;ben kann (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;April 2015 IV&nbsp;R&nbsp;1\/12, BFHE 249, 511, BStBl II 2015, 705).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hielt der Kl&auml;ger s&auml;mtliche Anteile an der Kl&auml;gerin, deren T&auml;tigkeit auch ganz der Mitunternehmerschaft diente. Die GmbH-Anteile des Kl&auml;gers waren danach Bestandteil seines notwendigen Sonderbetriebsverm&ouml;gens&nbsp;II bei der atypisch stillen Gesellschaft. Folge daraus ist, dass offene und verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen der Kl&auml;gerin an den Kl&auml;ger Sonderbetriebseinnahmen im Rahmen der Mitunternehmerschaft darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Indessen hat das FG zu Unrecht die Gewinnverteilung zwischen der Kl&auml;gerin und dem Kl&auml;ger als unangemessen beanstandet und dem Kl&auml;ger unzutreffend eine vGA als Sonderbetriebseinnahme zugerechnet. Das FG ist rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass der Gesch&auml;ftswert &quot;faktisch&quot; auf die Kl&auml;gerin und damit auf die Mitunternehmerschaft &uuml;bergegangen sei. Es hat deshalb zu Unrecht den Gesch&auml;ftswert des Einzelunternehmens bei der Berechnung der Gewinnanteile als Beitrag der Kl&auml;gerin ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Kl&auml;ger hat den Gesch&auml;ftswert seines Einzelunternehmens nicht auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen. Zwar hat er Wirtschaftsg&uuml;ter seines bisherigen Einzelunternehmens teils der Kl&auml;gerin verpachtet, teils der atypisch stillen Gesellschaft zur Nutzung &uuml;berlassen. Da Verpachtung und Nutzungs&uuml;berlassung aber nicht zu einem &Uuml;bergang des wirtschaftlichen Eigentums und damit nicht zu einem Rechtstr&auml;gerwechsel f&uuml;hren, k&ouml;nnen sie f&uuml;r sich genommen nicht als &Uuml;bertragung der G&uuml;ter gew&uuml;rdigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Nutzungs&uuml;berlassung hat auch nicht mittelbar zum &Uuml;bergang des Gesch&auml;ftswerts des Einzelunternehmens des Kl&auml;gers auf die Kl&auml;gerin gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Der Gesch&auml;ftswert ist Ausdruck der Gewinnchancen eines Unternehmens, soweit sie nicht in einzelnen Wirtschaftsg&uuml;tern verk&ouml;rpert sind, sondern durch den Betrieb eines lebenden Unternehmens gew&auml;hrleistet erscheinen. Er wird durch die Gewinnaussichten bestimmt, die losgel&ouml;st von der Person des Unternehmers aufgrund besonderer, dem Unternehmen eigener Vorteile (z.B. Ruf, Kundenkreis, Organisation, usw.) h&ouml;her oder gesicherter erscheinen als bei einem anderen Unternehmen mit sonst vergleichbaren Wirtschaftsg&uuml;tern (vgl. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Februar 1993 IV&nbsp;R&nbsp;40\/92, BFHE 171, 422, BStBl II 1994, 224, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Wird ein Einzelbetrieb im Wege echter Betriebsaufspaltung dahingehend umstrukturiert, dass sich der Unternehmer auf die &Uuml;berlassung wesentlicher Betriebsgrundlagen an eine neu gegr&uuml;ndete Betriebsgesellschaft beschr&auml;nkt, erh&auml;lt der bisherige Einzelbetrieb die Funktion eines Besitzunternehmens. Der Gesch&auml;ftswert des Einzelbetriebs geht in diesem Zusammenhang weder unter noch geht er auf die Betriebsgesellschaft &uuml;ber; er verbleibt im Besitzunternehmen (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 1998 X&nbsp;R&nbsp;57\/93, BFHE 185, 230, m.w.N.). Im Betriebsunternehmen kann sich w&auml;hrend der Dauer der Betriebsaufspaltung ein neuer, eigenst&auml;ndiger Gesch&auml;ftswert bilden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(c) Danach ist im Streitfall der Gesch&auml;ftswert des Einzelbetriebs des Kl&auml;gers nicht auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen. Er hat weder das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin erh&ouml;ht noch kann er i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;1 EStG in das mitunternehmerische Verm&ouml;gen der atypisch stillen Gesellschaft &uuml;bertragen worden sein. Der nicht &uuml;bergegangene Gesch&auml;ftswert des Einzelunternehmens durfte daher bei der Berechnung des Gewinnanteils der Kl&auml;gerin nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Folglich sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass die von den Kl&auml;gern nach dem Verh&auml;ltnis des Werts der Einlagen des stillen Gesellschafters und des Werts des Beitrags der GmbH ermittelten Quoten f&uuml;r die Gewinnbeteiligung an der GmbH &#038; atypisch Still im Streitjahr in H&ouml;he von 6,9&nbsp;v.H. f&uuml;r die Kl&auml;gerin und in H&ouml;he von 93,1&nbsp;v.H. f&uuml;r den Kl&auml;ger unangemessen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da das Urteil des FG nicht den vorstehenden Rechtsgrunds&auml;tzen entspricht, ist es aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif, da im Urteil des FG keine nachvollziehbaren und vollst&auml;ndigen Feststellungen f&uuml;r die Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb der GmbH &#038; atypisch Still getroffen worden sind. Der im Urteil des FG (Seite&nbsp;30) f&uuml;r die Berechnung enthaltene Verweis auf die Anlagen&nbsp;1 bis 6 zum Schriftsatz des FA vom 17.&nbsp;Oktober 2008 gen&uuml;gt bereits deshalb nicht, weil jene Berechnungen ebenfalls die unter B.I.2.b&nbsp;dd dargestellten M&auml;ngel aufweisen. Das FG hat zudem keine Feststellungen zur Zurechnung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb auf die Feststellungsbeteiligten getroffen. Es hat die erforderlichen Feststellungen daher im zweiten Rechtsgang nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Anschlussrevision des FA<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;554 der Zivilprozessordnung zul&auml;ssige Anschlussrevision des FA ist unbegr&uuml;ndet. Das FG hat im Ergebnis zutreffend eine Gewinnerh&ouml;hung aufgrund der Regelung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die tatbestandlichen Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG k&ouml;nnen schon deshalb nicht vorliegen, weil Wirtschaftsg&uuml;ter nicht nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG auf die Mitunternehmerschaft &uuml;bertragen worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG ist der Teilwert anzusetzen, soweit in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG der Anteil einer K&ouml;rperschaft, Personenvereinigung oder Verm&ouml;gensmasse an dem Wirtschaftsgut unmittelbar oder mittelbar begr&uuml;ndet wird oder dieser sich erh&ouml;ht. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG setzt danach die &Uuml;bertragung von Wirtschaftsg&uuml;tern auf die Mitunternehmerschaft voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es bedarf im Streitfall keiner Entscheidung, ob bei einer atypisch stillen Gesellschaft eine &Uuml;bertragung i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG dadurch vorgenommen werden kann, dass ein Wirtschaftsgut vom stillen Gesellschafter auf den Inhaber des Handelsgewerbes zur Aufnahme in das der Mitunternehmerschaft gewidmete Verm&ouml;gen &uuml;bertragen wird. Denn der Kl&auml;ger hat keine Wirtschaftsg&uuml;ter seines Einzelbetriebsverm&ouml;gens auf die Kl&auml;gerin &uuml;bertragen (s. oben B.I.2.b&nbsp;dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Durch die &Uuml;berlassung von Wirtschaftsg&uuml;tern zur Nutzung durch die atypisch stille Gesellschaft kann die Eigenschaft von Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers bei der Mitunternehmerschaft begr&uuml;ndet worden sein. Ob dies i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG als &Uuml;berf&uuml;hrung solcher G&uuml;ter aus dem Einzelbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers in dessen Sonderbetriebsverm&ouml;gen bei der Mitunternehmerschaft zu w&uuml;rdigen sein kann, bedarf im Streitfall keiner Entscheidung. Denn eine solche &Uuml;berf&uuml;hrung w&auml;re zum Buchwert erfolgt und bliebe ohne Auswirkung auf den Gewinn der Mitunternehmerschaft. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;5 EStG findet auf eine &Uuml;berf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG nach seinem insoweit eindeutigen Wortlaut keine Anwendung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Nebenentscheidungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der von den Kl&auml;gern gestellte Antrag, die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren, ist im Revisionsverfahren unzul&auml;ssig. Die Entscheidung nach &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geh&ouml;rt sachlich zum Kostenfestsetzungsverfahren. Zust&auml;ndig daf&uuml;r ist das FG als Gericht des ersten Rechtszugs (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Mai 2009 IV&nbsp;R&nbsp;47\/07, BFHE 225, 116, BStBl II 2009, 900, unter II.3.; vom 19.&nbsp;Februar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;7\/10, BFHE 240, 258, BStBl II 2013, 436, Rz&nbsp;22, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung (vgl. &sect;&sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1, 90 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.6.2015, IV R 5\/12 Korrektur unangemessener Gewinnverteilung bei GmbH &#038; atypisch Still &#8211; Anforderungen an die Revisionsbegr&uuml;ndung Leits&auml;tze Beteiligt sich der Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft an dieser zugleich als atypisch stiller Gesellschafter und verzichtet die Kapitalgesellschaft im Interesse des stillen Gesellschafters auf eine fremd&uuml;bliche Gewinnbeteiligung, wird der Kapitalgesellschaft bei der gesonderten und einheitlichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-5-12-korrektur-unangemessener-gewinnverteilung-bei-gmbh-atypisch-still-anforderungen-an-die-revisionsbegruendung-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;5\/12 &#8211; Korrektur unangemessener Gewinnverteilung bei GmbH &#038; atypisch Still &#8211; Anforderungen an die Revisionsbegr&uuml;ndung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65462","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65462\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}