{"id":65545,"date":"2015-12-12T13:46:40","date_gmt":"2015-12-12T11:46:40","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65545"},"modified":"2015-12-12T13:46:40","modified_gmt":"2015-12-12T11:46:40","slug":"xi-r-27-13-umsatzsteuerrechtliche-behandlung-von-massnahmen-der-arbeitsmarktfoerderung-vorsteueraufteilung-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-bindungswirkung-norminterpretierender-verwalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-27-13-umsatzsteuerrechtliche-behandlung-von-massnahmen-der-arbeitsmarktfoerderung-vorsteueraufteilung-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-bindungswirkung-norminterpretierender-verwalt\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;27\/13 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktf&ouml;rderung &#8211; Vorsteueraufteilung &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Bindungswirkung norminterpretierender Verwaltungsvorschriften"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2015, XI R 27\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktf&ouml;rderung &#8211; Vorsteueraufteilung &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Bindungswirkung norminterpretierender Verwaltungsvorschriften<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 24. April 2013&nbsp;&nbsp;3 K 734\/10 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine im Jahr 2005 gegr&uuml;ndete und in das Handelsregister eingetragene GmbH. Sie verfolgt ausschlie&szlig;lich und unmittelbar gemeinn&uuml;tzige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Zweck der Gesellschaft ist die F&ouml;rderung der Volks- und Berufsausbildung und Jugendhilfe, insbesondere der freien Wohlfahrtspflege, durch Eingliederung von Langzeitarbeitslosen, Jugendlichen und gesellschaftlich benachteiligten Menschen in die Arbeit und Gestaltung der Freizeit f&uuml;r Jugendliche sowie Anregungen von Freizeit- und Erholungsaktivit&auml;ten im Rahmen der Qualifizierungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Erwachsene (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 der Satzung). Diesen Zweck verwirklicht die Kl&auml;gerin durch Qualifizierungs-, Ausbildungs-, Umschulungs- und Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Arbeitslose, Jugendliche und gesellschaftlich benachteiligte Menschen und durch Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 der Satzung). Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;2 der Satzung liegt das Schwergewicht der T&auml;tigkeit der Gesellschaft in der beruflichen Qualifizierung und insbesondere in der sozialen Betreuung sowie der Integration in das Arbeitsleben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2006 (Streitjahr) betrieb die Kl&auml;gerin im Wesentlichen die R&uuml;ckgewinnung von Rohstoffen aus Elektroger&auml;ten (im Folgenden: Elektronik-Schrott Recycling); dabei wurden bei der Zerlegung der Ger&auml;te ausschlie&szlig;lich sog. Langzeitarbeitslose und sonst schwer vermittelbare, ungelernte Personen zur Verwirklichung der vorgenannten satzungsm&auml;&szlig;igen Ziele eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Umsatzsteuer-Jahreserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr ging die Kl&auml;gerin davon aus, sie verf&uuml;ge &uuml;ber einen unternehmerischen und einen nichtunternehmerischen Bereich; sie berechnete eine negative Umsatzsteuer und machte dabei abziehbare Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von 86.270,83&nbsp;EUR geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Durchf&uuml;hrung einer Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 nahm auch der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) an, die Kl&auml;gerin verf&uuml;ge &uuml;ber einen nichtunternehmerischen Bereich und vertrat ferner die Auffassung, die Kl&auml;gerin habe von der Arbeitsgemeinschaft A (ARGE) &quot;echte&quot; Zusch&uuml;sse f&uuml;r eine nicht steuerbare, nichtunternehmerische T&auml;tigkeit erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erkannte im Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Jahr 2006 vom 7.&nbsp;Mai 2008 Vorsteuerbetr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 30.744,41&nbsp;EUR als abziehbar an. Es lie&szlig; die auf die Anschaffung von Investitionsg&uuml;tern entfallende Umsatzsteuer voll zum Vorsteuerabzug zu und setzte eine unentgeltliche Wertabgabe (zum erm&auml;&szlig;igten Steuersatz) f&uuml;r die nichtunternehmerische Verwendung der Investitionsg&uuml;ter (Anlageverm&ouml;gen) an. Die auf die &uuml;brigen vorsteuerbelasteten Eingangsleistungen entfallende Vorsteuer sah das FA nur zu 13&nbsp;% als abziehbar an. In die Berechnung dieses Prozentsatzes bezog es die Zahlungen der ARGE im Nenner mit ein. Der Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage brachte die Kl&auml;gerin u.a. vor, sie verfolge gemeinn&uuml;tzige Zwecke und unterhalte dazu einen Zweckbetrieb &quot;Elektronik-Schrott Recycling&quot;, der ihr Unternehmen darstelle. Daneben bestehe ein abgegrenzter, ideeller, nichtunternehmerischer Bereich. Sie habe eine exakte sachliche Aufgliederung der gesamten Vorsteuerbetr&auml;ge im Verlauf der Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung vorgenommen. Dieser Zuordnung sei das FA aber nur zum Teil gefolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem eine in einem Er&ouml;rterungstermin am 24.&nbsp;Oktober 2012 von den Beteiligten in Aussicht gestellte Einigung f&uuml;r das Jahr 2006 nicht zustande gekommen war, legitimierte sich im Februar 2013 der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin als Unterbevollm&auml;chtigter und der damalige Prozessbevollm&auml;chtigte beantragte Fristverl&auml;ngerung bis Mai 2013. Der Vorsitzende des zust&auml;ndigen Senats des Finanzgerichts (FG), X, lud daraufhin die bereits seit Februar 2010 anh&auml;ngige Sache zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 13.&nbsp;M&auml;rz 2013 und lehnte die beantragte Fristverl&auml;ngerung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den daraufhin gestellten Befangenheitsantrag der Kl&auml;gerin gegen X lehnte das FG durch Beschluss vom 24.&nbsp;April 2013 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage durch Urteil vom selben Tag ab. Sein Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 1532 ver&ouml;ffentlicht. Auch das FG ging davon aus, die Kl&auml;gerin verf&uuml;ge &uuml;ber einen wirtschaftlichen (unternehmerischen) und einen nichtwirtschaftlichen (nichtunternehmerischen) Bereich; dies sei &quot;zwischen den Beteiligten unstreitig&quot;. Wirtschaftlicher Bereich sei der Zweckbetrieb &quot;Elektronik-Schrott Recycling&quot;. Der nichtwirtschaftliche Bereich der Kl&auml;gerin bestehe in der Wiedereingliederung von schwer vermittelbaren Arbeitnehmern in den Arbeitsmarkt. Wirtschaftliche, aber von der Mehrwertsteuer befreite (steuerfreie) T&auml;tigkeiten, &uuml;be die Kl&auml;gerin dagegen nicht aus. Weiter gehe das FG davon aus, dass es sich bei den der Kl&auml;gerin im Streitjahr gew&auml;hrten Zusch&uuml;ssen der ARGE um echte, nicht steuerbare Zusch&uuml;sse f&uuml;r eine Ma&szlig;nahme nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch handele. Zur Begr&uuml;ndung dieser Annahme f&uuml;hrte das FG an, von dieser Sichtweise gingen &quot;auch die Beteiligten &uuml;bereinstimmend aus&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gemessen am Inhalt der Satzung und der Intensit&auml;t der im Streitjahr tats&auml;chlich verwirklichten Gesamtt&auml;tigkeit sei Hauptzweck der T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin der nichtunternehmerische Bereich, dem eine etwaige unternehmerische T&auml;tigkeit als Zweckbetrieb dienend unterzuordnen sei; er k&ouml;nne deshalb auch nicht als &quot;unternehmensfremd&quot; betrachtet werden. Zutreffend sei zwar der Ansatz der Kl&auml;gerin, dass sie einen wirtschaftlichen und einen nichtwirtschaftlichen Bereich unterhalte. Diese Bereiche seien allerdings innerhalb eines einheitlichen Steuersubjekts und Unternehmens mit dem genannten Hauptzweck betrieben worden; denn der Betrieb des &quot;Elektronik-Schrott Recyclings&quot; (wozu im weiteren Sinn auch der Verkauf reparierter Ger&auml;te zu rechnen sei) sei das zentrale Instrument der Kl&auml;gerin zur Verwirklichung ihres gemeinn&uuml;tzigen Zwecks, der Wiedereingliederung von schwer vermittelbaren Arbeitnehmern in den sog. ersten Arbeitsmarkt. Insoweit dienten auch alle Maschinen und Werkzeuge sowie alle anderen Eingangsleistungen in erster Linie dem (nichtwirtschaftlichen) Hauptzweck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die von der Kl&auml;gerin vorgenommene Aufteilung der abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge nicht sachgerecht (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes &#8211;UStG&#8211; analog) sei, habe das Gericht sie zu sch&auml;tzen. Dabei sei auf das Verh&auml;ltnis der im Streitjahr erhaltenen Zusch&uuml;sse zu den Entgelten der ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze abzustellen, weil sowohl die Kl&auml;gerin als auch ihre Zuschussgeber davon ausgingen, dass die Kl&auml;gerin zur Verwirklichung ihrer gemeinn&uuml;tzigen Zwecke in H&ouml;he der staatlichen Zuwendungen nicht kostendeckend t&auml;tig sein k&ouml;nne. Daraus errechne sich eine Quote von (aufgerundet) 11&nbsp;% (8.979,40&nbsp;EUR) f&uuml;r den unternehmerischen Teil der &quot;Ums&auml;tze&quot;. Da das FG die Rechtsposition der Kl&auml;gerin nicht verschlechtern d&uuml;rfe (Verb&ouml;serungsverbot), verbleibe es bei der vom FA zum Abzug zugelassenen Vorsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin als Revisionsgr&uuml;nde Verfahrensfehler (vorschriftswidrige Besetzung des Gerichts wegen unzutreffender Ablehnung des Befangenheitsantrags) sowie die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;15 UStG) geltend. Es k&ouml;nne kein vorsteuerbelasteter Eingangsumsatz hinweggedacht werden, ohne dass die steuerpflichtigen Ausgangsums&auml;tze vermindert oder beeintr&auml;chtigt w&uuml;rden. Die Vorsteuerbetr&auml;ge seien nach Art und Struktur f&uuml;r ihr Recyclingunternehmen betriebstypisch. Die Vorsteuer sei daher voll abziehbar und nicht der nichtwirtschaftlichen T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin zuzurechnen. Es liege eine reine Anschubfinanzierung vor. Ein permanenter Vorsteuer&uuml;berhang sei auch nicht unlogisch oder systemwidrig. Deutschland habe vom Wahlrecht, Subventionen in die Berechnung des Pro-rata-Satzes einzubeziehen, keinen Gebrauch gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin bringt unter Hinweis auf Art.&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;k, l und m der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem weiter vor, ideelle T&auml;tigkeiten seien f&uuml;r die Frage der Steuerbarkeit irrelevant; nicht jede ideelle T&auml;tigkeit sei der nichtwirtschaftlichen Sph&auml;re zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Au&szlig;erdem macht die Kl&auml;gerin geltend, ihr sei wegen des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 21.&nbsp;M&auml;rz 1983 IV&nbsp;A&nbsp;2 -S&nbsp;7200-&nbsp;25\/83 (BStBl I 1983, 262) sowie Abschn.&nbsp;150 Abs.&nbsp;7 der Umsatzsteuer-Richtlinien (UStR) 2005 Vertrauensschutz zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Februar 2010 aufzuheben sowie den Umsatzsteuerbescheid vom 7.&nbsp;Mai 2008 dahingehend zu &auml;ndern, dass die unentgeltlichen Wertabgaben um 34.051,52&nbsp;EUR vermindert werden und Vorsteuer in H&ouml;he von 74.509,85&nbsp;EUR zum Abzug zugelassen wird, hilfsweise, den Rechtsstreit an einen anderen Senat des FG zur&uuml;ckzuverweisen, weiter hilfsweise, den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) um Vorabentscheidung der Frage zu ersuchen, ob Vorsteuern auf Eingangsleistungen, die f&uuml;r umsatzsteuerpflichtige Ausgangsums&auml;tze unverzichtbar sind, nur deshalb nicht abziehbar sind, weil die Wertsch&ouml;pfungskette aus Gr&uuml;nden des Ausbildungskonzepts eines Qualifizierungsbetriebs ineffizient ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, hilfsweise die Vorentscheidung aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es tr&auml;gt unter Hinweis auf eine Vereinbarung der Kl&auml;gerin mit der ARGE vom November 2005 vor, die Zusch&uuml;sse seien keine reine Anschubfinanzierung. Das FA sehe nicht den permanenten Vorsteuer&uuml;berhang als sch&auml;dlich an, sondern den fehlenden Zusammenhang der Eingangsleistungen mit besteuerten Ausgangsums&auml;tzen. Jedenfalls habe das FG keine ausreichenden Feststellungen zur Steuerbarkeit der Ums&auml;tze getroffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung sowie zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin ihre Revision auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzt hat, hat der Senat gem&auml;&szlig; dem Grundsatz der Vollrevision (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11.&nbsp;November 2004 V&nbsp;R&nbsp;30\/04, BFHE 207, 560, BStBl II 2005, 802, unter II.1.) das angefochtene Urteil in vollem Umfang auf die Verletzung revisiblen Rechts zu pr&uuml;fen, ohne dabei an die vorgebrachten Revisionsgr&uuml;nde gebunden zu sein (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;42\/97, BFHE 184, 444, BStBl II 1999, 316; vom 7.&nbsp;Mai 2014 X&nbsp;R&nbsp;19\/11, BFH\/NV 2014, 1736).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kann die Vorentscheidung keinen Bestand haben. Die bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG tragen nicht seine Annahme, dass die Kl&auml;gerin mit der Durchf&uuml;hrung von &quot;Qualifizierungs-, Ausbildungs-, Umschulungs- und Arbeitsbeschaffungsma&szlig;nahmen&quot; nicht unternehmerisch t&auml;tig geworden sei (dazu 1.). Auch hat das FG keine ausreichenden tats&auml;chlichen Feststellungen getroffen, um beurteilen zu k&ouml;nnen, ob die Zusch&uuml;sse der ARGE m&ouml;glicherweise Entgelt von Dritter Seite f&uuml;r Leistungen an die Teilnehmer der von ihr durchgef&uuml;hrten Ma&szlig;nahmen oder an die Empf&auml;nger der Entsorgungsdienstleistungen sein k&ouml;nnten (dazu 2.), so dass der Rechtsstreit zur Nachholung der fehlenden Feststellungen an das FG zur&uuml;ckverwiesen werden muss. Ob der von der Kl&auml;gerin geltend gemachte Verfahrensfehler vorliegt, bedarf deshalb keiner Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Annahme des FG, die Leistungen der Kl&auml;gerin an die ARGE seien nicht steuerbar, wird von den bisherigen tats&auml;chlichen Feststellungen nicht getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein steuerbarer Umsatz in Form einer Leistung gegen Entgelt i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG liegt vor, wenn zwischen dem Leistenden und dem Leistungsempf&auml;nger ein Rechtsverh&auml;ltnis besteht, in dessen Rahmen gegenseitige Leistungen ausgetauscht werden, wobei die vom Leistenden empfangene Verg&uuml;tung den tats&auml;chlichen Gegenwert f&uuml;r die dem Leistungsempf&auml;nger erbrachte Leistung bildet (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2004 V&nbsp;R&nbsp;101\/01, BFHE 205, 342, BStBl II 2004, 798; vom 11.&nbsp;Juli 2012 XI&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 238, 560, BFH\/NV 2013, 326; s. auch EuGH-Urteile Apple and Pear Development Council vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1988 C-102\/86, EU:C:1988:120, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 1989, 452, Rz&nbsp;11; Mohr vom 29.&nbsp;Februar 1996 C-215\/94, EU:C:1996:72, HFR 1996, 294; Landboden-Agrardienste vom 18.&nbsp;Dezember 1997 C-384\/95, EU:C:1997:627, HFR 1998, 315).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Welche Grunds&auml;tze insoweit f&uuml;r Leistungen im Bereich der Arbeitsmarktf&ouml;rderung, insbesondere f&uuml;r Besch&auml;ftigungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Langzeitarbeitslose u.&auml;. gelten, hat der Senat in seinem Urteil vom 22.&nbsp;April 2015 XI&nbsp;R&nbsp;10\/14 (BFHE 250, 268, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 1914, Rz&nbsp;19 bis 25) ausf&uuml;hrlich dargelegt. Darauf nimmt er zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob angesichts dieser Grunds&auml;tze die Leistungen der Kl&auml;gerin an die ARGE steuerbar sind, kann mangels Feststellungen des FG vom Senat nicht beurteilt werden. Das FG hat n&auml;mlich das zwischen der Kl&auml;gerin und der ARGE bestehende Rechtsverh&auml;ltnis nicht festgestellt. Auch hat das FG keine weiteren Feststellungen z.B. zu Gesch&auml;ftsgegenstand und T&auml;tigkeit der ARGE, einer (privatrechtlichen) GmbH, getroffen. Kann anhand der Feststellungen des FG nicht nachgepr&uuml;ft werden, ob das FG zu Recht zu einem bestimmten Ergebnis gelangt ist, liegt ein materieller Fehler vor, der ohne R&uuml;ge zur Aufhebung der Vorentscheidung f&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Februar 2001 III&nbsp;R&nbsp;12\/98, BFH\/NV 2001, 899, unter II.3.; vom 6.&nbsp;Oktober 2004 VI&nbsp;R&nbsp;107\/01, juris; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;100&nbsp;ff., m.w.N. aus der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat auf Seite&nbsp;9 seines Urteils ausgef&uuml;hrt, die Kl&auml;gerin verf&uuml;ge &uuml;ber einen nichtunternehmerischen Bereich. Dies sei &quot;unstreitig&quot;. Der nichtwirtschaftliche Bereich bestehe in der Verwirklichung gemeinn&uuml;tziger Zwecke laut Satzung. Wirtschaftliche, aber steuerfreie T&auml;tigkeiten habe die Kl&auml;gerin nicht ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Annahmen werden jedoch von den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG nicht getragen (vgl. auch BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;September 2011 V&nbsp;B&nbsp;54\/11, BFH\/NV 2011, 2091). Allein der Hinweis, dies sei &quot;unstreitig&quot;, l&auml;sst keine Subsumtion des Sachverhalts des Streitfalls unter die unter II.1.a und b genannten Grunds&auml;tze zu, zumal die Feststellung des Vorliegens eines nichtunternehmerischen Bereichs juristische Wertungen verlangt und &uuml;berdies das Revisionsvorbringen der Beteiligten zeigt, dass in der Beurteilung der &#8211;vom FG nicht festgestellten&#8211; Vereinbarungen der Kl&auml;gerin mit der ARGE durchaus Differenzen bestehen. Zudem hat die Kl&auml;gerin in anderem Zusammenhang zu Recht darauf hingewiesen, dass auch gemeinn&uuml;tzige, aus ideellen Zwecken verfolgte T&auml;tigkeiten wirtschaftlich sein k&ouml;nnen, wie u.a. die Existenz des Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g der im Streitjahr noch anwendbaren Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) zeigt. Deshalb kann nicht aus der vom FG festgestellten Satzung geschlossen werden, die T&auml;tigkeit sei nichtwirtschaftlich. Vielmehr h&auml;tte das FG zun&auml;chst den Inhalt der Vertr&auml;ge der Kl&auml;gerin mit der ARGE, nach den Ausf&uuml;hrungen des FA wohl u.a. vom November 2005 &#8211;auf die das FG nicht Bezug genommen hat&#8211; feststellen m&uuml;ssen. Sollte(n) diese(r), was aus Sicht des Senats nahe liegt, als synallagmatisch anzusehen sein, liegt grunds&auml;tzlich ein steuerbarer Leistungsaustausch vor, obwohl die Kl&auml;gerin eine gemeinn&uuml;tzige GmbH ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin ist im Streitfall nicht &quot;gekl&auml;rt&quot; &#8211;und im Protokoll der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG sowie im FG-Urteil auf Seite&nbsp;16 unter 2. &quot;ausreichend beschrieben&quot;&#8211;, dass es sich um eine &quot;Fehlbedarfsfinanzierung&quot; und &quot;Anschubfinanzierung&quot; handelt. Die entsprechende Passage im FG-Urteil enth&auml;lt (lediglich) die Begr&uuml;ndung, warum das FG die von der Kl&auml;gerin angebotenen Beweise nicht erhoben hat, aber &#8211;auch unter Ber&uuml;cksichtigung des Protokolls der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG&#8211; keine den BFH nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen. Diese bez&ouml;gen sich zudem nicht auf den konkreten Inhalt der oder des zugrunde liegenden Rechtsverh&auml;ltnisse(s).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;gerin ferner geltend gemacht hat, ihr sei Vertrauensschutz zu gew&auml;hren, greift dieser Einwand nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Weder das BMF-Schreiben in BStBl I 1983, 262 noch Abschn.&nbsp;150 Abs.&nbsp;7 UStR 2005 beziehen sich ausdr&uuml;cklich auf Leistungen einer ARGE der vorliegenden Art.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Norminterpretierende Verwaltungsanweisungen, die die gleichm&auml;&szlig;ige Auslegung und Anwendung des Rechts sichern sollen, haben &uuml;berdies keine Rechtsnormqualit&auml;t (z.B. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Mai 2007 IV&nbsp;B&nbsp;28\/06, juris, unter 1., Rz&nbsp;4&nbsp;f.; BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 232, 261, BStBl II 2012, 61, Rz&nbsp;68). Sie stehen konkludent unter dem Vorbehalt einer davon abweichenden Auslegung der Norm durch die Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;R&nbsp;48\/01, BFHE 203, 531, BStBl II 2004, 196, unter II.4.b, Rz&nbsp;40); dar&uuml;ber, ob die Auslegung einer Rechtsnorm durch die Finanzverwaltung im Einzelfall Bestand hat, entscheidet das Gericht (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;R&nbsp;31-32\/05, BFHE 214, 239, BStBl II 2007, 687, unter II.2.c&nbsp;cc(3)(b), Rz&nbsp;26). Norminterpretierende Verwaltungsvorschriften k&ouml;nnen deshalb im Allgemeinen weder eine einer Rechtsverordnung vergleichbare Bindung aller Rechtsanwender noch eine Bindung nach dem Grundsatz von Treu und Glauben herbeif&uuml;hren (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;April 1995 XI&nbsp;R&nbsp;81\/93, BFHE 178, 4, BStBl II 1995, 754; vom 10.&nbsp;November 2011 V&nbsp;R&nbsp;34\/10, BFH\/NV 2012, 803, Rz&nbsp;21; BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;April 2013 V&nbsp;B&nbsp;125\/12, BFHE 240, 447, BStBl II 2013, 973, Rz&nbsp;21; BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;30\/12, BFHE 243, 35, BStBl II 2014, 133, Rz&nbsp;23; vom 26.&nbsp;Juni 2014 IV&nbsp;R&nbsp;10\/11, BFHE 246, 76, BStBl II 2015, 300, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Einwand der Kl&auml;gerin, nach der Rechtsprechung des EuGH sei Vertrauensschutz zu gew&auml;hren, wenn Handlungen oder Zusicherungen einer Verwaltungsbeh&ouml;rde in der Vorstellung eines umsichtigen und besonnenen Wirtschaftsteilnehmers vern&uuml;nftige Erwartungen begr&uuml;ndet haben und diese Erwartungen berechtigt sind (vgl. dazu EuGH-Urteile Elmeka vom 14.&nbsp;September 2006 C-181\/04 bis C-183\/04, EU:C:2006:563, BFH\/NV Beilage 2007, 61, Rz&nbsp;32; Tomoiaga vom 9.&nbsp;Juli 2015 C-144\/14, EU:C:2015:452, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2015, 601, Rz&nbsp;43&nbsp;ff.; Salomie und Oltean vom 9.&nbsp;Juli 2015 C-183\/14, EU:C:2015:454, UR 2015, 594, Rz&nbsp;44&nbsp;ff.), greift ebenfalls nicht durch. Eine ausdr&uuml;ckliche Zusage des FA hat die Kl&auml;gerin nicht erhalten und sich auch nicht um eine solche bem&uuml;ht (vgl. dazu EuGH-Urteil Salomie und Oltean, EU:C:2015:454, UR 2015, 594, Rz&nbsp;49). &Uuml;berdies w&auml;re, was das FG noch festzustellen haben wird, bei Vorliegen eines Leistungsaustauschs die Erwartung der Kl&auml;gerin, ihre Leistung werde nicht besteuert, nicht berechtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Auch ist das FG nicht hinreichend der Frage nachgegangen, ob bei anderer Sichtweise die Zusch&uuml;sse der ARGE Entgelt von dritter Seite f&uuml;r steuerbare Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin an die Beg&uuml;nstigten oder die Teilnehmer der Ma&szlig;nahmen sein k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat hat die daf&uuml;r ma&szlig;geblichen Grunds&auml;tze in seinem Urteil in BFHE 250, 268, DStR&nbsp;2015, 1914, Rz&nbsp;28 bis 30 ausf&uuml;hrlich dargestellt. Auch darauf nimmt er zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ob nach diesen Grunds&auml;tzen die &quot;Zusch&uuml;sse&quot; der ARGE Entgelt von dritter Seite f&uuml;r eine steuerbare Leistung der Kl&auml;gerin an die Teilnehmer oder an die Empf&auml;nger der steuerpflichtigen Leistungen sein k&ouml;nnten, kann ebenfalls nicht beurteilt werden; denn das Urteil des FG enth&auml;lt (auch) dazu keine ausreichenden Feststellungen. Zu dieser Frage hat das FG auf Seite&nbsp;10 des Urteils lediglich ausgef&uuml;hrt, es gehe &quot;weiter davon aus, dass es sich bei den &#8230; Zusch&uuml;ssen der ARGE um echte, nicht steuerbare Zusch&uuml;sse&quot; handele, und darauf hingewiesen, davon gingen auch die Beteiligten &uuml;bereinstimmend aus. Dies gen&uuml;gt &#8211;insbesondere angesichts der partiellen Nichtanwendung der Grunds&auml;tze der Rechtsprechung durch die Finanzverwaltung&#8211; aus den unter II.1.c genannten Gr&uuml;nden ebenfalls nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Sache geht mangels Spruchreife zur Nachholung weiterer Feststellungen an das FG zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG wird die zur Beurteilung der genannten Vorfragen notwendigen Feststellungen nachholen und die bestehenden Rechtsverh&auml;ltnisse w&uuml;rdigen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Sollten die Leistungen der Kl&auml;gerin steuerbar sein, wird das FG der Frage nachgehen m&uuml;ssen, ob die Ums&auml;tze nach nationalem Recht (z.B. &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;21 oder 22 UStG) oder &#8211;sollte sich die Kl&auml;gerin darauf berufen&#8211; ggf. nach Unionsrecht (z.B. Art.&nbsp;13 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;g oder i der Richtlinie 77\/388\/EWG) steuerfrei sind. Die als gemeinn&uuml;tzig anerkannte Kl&auml;gerin, der Leistungen von einem Tr&auml;ger der Grundsicherung verg&uuml;tet worden sind, k&ouml;nnte eine anerkannte Einrichtung im Sinne dieser Bestimmung sein (vgl. BFH-Urteil vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2007 V&nbsp;R&nbsp;28\/04, BFHE 217, 59, BStBl II 2010, 999, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) K&auml;me es danach f&uuml;r den Erfolg oder Misserfolg der Klage &uuml;berhaupt noch auf die zwischen den Beteiligten streitige Rechtsfrage an, weist der Senat auf das BFH-Urteil vom 24.&nbsp;September 2014 V&nbsp;R&nbsp;54\/13 (BFH\/NV 2015, 364, Rz&nbsp;35&nbsp;ff.) hin: Zu dem bei einer Vorsteueraufteilung analog &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;4 UStG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ma&szlig;geblichen &quot;Gesamtumsatz&quot; geh&ouml;ren auch Zusch&uuml;sse, weil sie den Umfang der nicht steuerbaren T&auml;tigkeit des Unternehmers widerspiegeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Aus dem BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;April 2008 XI&nbsp;B&nbsp;171\/07 (BFH\/NV 2008, 1215, unter&nbsp;2., Rz&nbsp;3, 4 und 7) folgt nichts anderes; denn der Senat hat es dort in Rz&nbsp;7 als nicht hinreichend dargelegt angesehen, aus welchen Rechtsgr&uuml;nden bei der gebotenen sch&auml;tzungsweisen Aufteilung der Vorsteuern von der &ouml;ffentlichen Hand gezahlte, echte Zusch&uuml;sse unber&uuml;cksichtigt bleiben sollten, d.h. die Vorsteuern ausschlie&szlig;lich dem unternehmerischen Bereich zuzuordnen w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Einwand der Kl&auml;gerin, diese Sichtweise widerspreche Rz&nbsp;28 des EuGH-Urteils Larentia + Minerva vom 16.&nbsp;Juli 2015 C-108\/14 und C-109\/14 EU:C:2015:496, DStR 2015, 1673) und den Schlussantr&auml;gen der Generalanw&auml;ltin Kokott in der Rechtssache Sveda vom 22.&nbsp;April 2015 C-126\/14 (EU:C:2015:254), f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Denn Rz&nbsp;28 des EuGH-Urteils Larentia + Minerva (EU:C:2015:496, DStR 2015, 1673), trifft lediglich eine Aussage zum Vorsteuerabzug einer Holdinggesellschaft. Die Kl&auml;gerin macht jedoch selbst geltend, sie &uuml;be auch eine nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeit aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Generalanw&auml;ltin Kokott geht in Rz&nbsp;52 ihrer Schlussantr&auml;ge in der Rechtssache Sveda vom 22.&nbsp;April 2015 C-126\/14 (EU:C:2015:254) davon aus, dass ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang der Eingangsums&auml;tze mit der Erbringung besteuerter Ums&auml;tze u.a. dann unterbrochen ist, wenn die prim&auml;re Verwendung des Leistungsbezugs eine nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeit darstellt, weil nach der Rechtsprechung des EuGH (Urteile Securenta vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2008 C-437\/06, EU:C:2008:166, BStBl II 2008, 727, Rz&nbsp;30; Vereniging Noordelijke Land-en Tuinbouw Organisatie &#8211;VNLTO&#8211; vom 12.&nbsp;Februar 2009 C-515\/07, EU:C:2009:88, DStR 2009, 369, Rz&nbsp;37) kein Recht auf Vorsteuerabzug hinsichtlich der Aufwendungen eines Steuerpflichtigen besteht, soweit sie mit der Aus&uuml;bung nichtwirtschaftlicher T&auml;tigkeiten zusammenh&auml;ngen. Von der prim&auml;ren Verwendung der Leistungsbez&uuml;ge f&uuml;r die nichtwirtschaftliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin ist das FG auf Seite&nbsp;10&nbsp;f. seines Urteils ausgegangen. Die konkrete W&uuml;rdigung, ob ein vorrangiger, direkter und unmittelbarer Zusammenhang mit besteuerten Ums&auml;tzen besteht, obliegt dem FG (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2015, 364, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies vermag &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; auch nach Auffassung der Generalanw&auml;ltin Kokott ein blo&szlig;er Kausalzusammenhang keinen direkten und unmittelbaren Zusammenhang im Sinne der genannten Rechtsprechung des EuGH zu begr&uuml;nden (vgl. auch EuGH-Urteil Becker vom 21.&nbsp;Februar 2013 C-104\/12, EU:C:2013:99, DStR 2013, 411, Rz&nbsp;31).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) F&uuml;r die beantragte Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG besteht kein Anlass.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG ist nur m&ouml;glich, wenn ernstliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit der Richter des erkennenden Senats des FG bestehen (vgl. BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Februar 2008 V&nbsp;R&nbsp;12-13\/06, BFH\/NV 2008, 1365; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;126 FGO Rz&nbsp;41, m.w.N.; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;126 Rz&nbsp;15). Da eine solche Ma&szlig;nahme das Recht beider Beteiligter auf ihren gesetzlichen Richter (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes, &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;1 FGO) ber&uuml;hrt, m&uuml;ssen hierf&uuml;r besondere sachliche Gr&uuml;nde vorliegen (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2002 XI&nbsp;R&nbsp;67\/00, BFHE 200, 1, BStBl II 2003, 142, Bergkemper in HHSp, &sect;&nbsp;126 FGO Rz&nbsp;53, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Vortrag der Kl&auml;gerin hierzu und der Verfahrensablauf im ersten Rechtszug rechtfertigen eine solche Ma&szlig;nahme nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da sich die Frage einer Zur&uuml;ckverweisung generell nur bei rechtsfehlerhafter Vorentscheidung stellt, kann die Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG nicht allein mit der materiell- oder verfahrensrechtlichen Unrichtigkeit des Urteils begr&uuml;ndet werden (vgl. BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;B&nbsp;157\/12, BFH\/NV 2014, 545). Sachliche Meinungsverschiedenheiten in Fragen der richterlichen Prozessf&uuml;hrung reichen f&uuml;r eine Besorgnis der Befangenheit nicht aus (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Februar 2001 VIII&nbsp;B&nbsp;103\/00, BFH\/NV 2001, 1126). Die Unvoreingenommenheit des erkennenden Senats des FG zeigt sich schon daran, dass er die Revision selbst zugelassen und damit sein Urteil in vollem Umfang zur &Uuml;berpr&uuml;fung des BFH gestellt hat (vgl. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2011 X&nbsp;R&nbsp;65\/09, BFHE 235, 304, BStBl II 2012, 345).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Der von der Kl&auml;gerin beantragten EuGH-Vorlage bedarf es nicht, weil die von ihr aufgeworfene Frage mangels tats&auml;chlicher Feststellungen hypothetisch ist (vgl. dazu EuGH-Urteil Italmoda u.a. vom 18.&nbsp;Dezember 2014 C-131\/13 u.a., EU:C:2014:2455, HFR 2015, 200, Rz&nbsp;31, 36 und 39). &Uuml;berdies obliegt die Beurteilung, ob im Einzelfall ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang mit besteuerten Ums&auml;tzen besteht, den nationalen Gerichten (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;R&nbsp;17\/11, BFHE 244, 79, BStBl II 2014, 417, Rz&nbsp;37; vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;R&nbsp;38\/12, BFHE 244, 94, BStBl II 2014, 428).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2015, XI R 27\/13 Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktf&ouml;rderung &#8211; Vorsteueraufteilung &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Bindungswirkung norminterpretierender Verwaltungsvorschriften Tenor Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 24. April 2013&nbsp;&nbsp;3 K 734\/10 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen. Diesem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-27-13-umsatzsteuerrechtliche-behandlung-von-massnahmen-der-arbeitsmarktfoerderung-vorsteueraufteilung-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-bindungswirkung-norminterpretierender-verwalt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;27\/13 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Behandlung von Ma&szlig;nahmen der Arbeitsmarktf&ouml;rderung &#8211; Vorsteueraufteilung &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Bindungswirkung norminterpretierender Verwaltungsvorschriften<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65545","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65545","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65545"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65545\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65545"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65545"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65545"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}