{"id":65546,"date":"2015-12-12T13:46:38","date_gmt":"2015-12-12T11:46:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65546"},"modified":"2015-12-12T13:46:38","modified_gmt":"2015-12-12T11:46:38","slug":"viii-b-40-15-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-durch-uebergehen-eines-beweisantrags-anforderungen-an-einen-beweisantrag-bei-behauptetem-verstoss-des-finanzamts-gegen-das-schikane-und-willkuerverb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-40-15-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-durch-uebergehen-eines-beweisantrags-anforderungen-an-einen-beweisantrag-bei-behauptetem-verstoss-des-finanzamts-gegen-das-schikane-und-willkuerverb\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;40\/15 &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch &Uuml;bergehen eines Beweisantrags &#8211; Anforderungen an einen Beweisantrag bei behauptetem Versto&szlig; des Finanzamts gegen das Schikane- und Willk&uuml;rverbot durch Anordnung einer Pr&uuml;fungserweiterung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.9.2015, VIII B 40\/15<\/p>\n<p class=\"titel\">Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch &Uuml;bergehen eines Beweisantrags &#8211; Anforderungen an einen Beweisantrag bei behauptetem Versto&szlig; des Finanzamts gegen das Schikane- und Willk&uuml;rverbot durch Anordnung einer Pr&uuml;fungserweiterung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 22. Oktober 2014&nbsp;&nbsp;4 K 1492\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet und deshalb durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Sofern Zulassungsgr&uuml;nde in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Form geltend gemacht wurden, liegen sie nicht vor. Die Revision ist insbesondere nicht wegen eines Verfahrensmangels zuzulassen (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) hat das Finanzgericht (FG) seine aus &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO folgende Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung nicht verletzt, indem es die in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 22.&nbsp;Oktober 2014 gestellten Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein ordnungsgem&auml;&szlig; gestellter Beweisantrag darf nur unber&uuml;cksichtigt bleiben, wenn das Beweismittel f&uuml;r die zu treffende Entscheidung unerheblich, das Beweismittel unerreichbar bzw. unzul&auml;ssig oder absolut untauglich ist oder wenn die in Frage stehende Tatsache zugunsten des Beweisf&uuml;hrenden als wahr unterstellt werden kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 2.&nbsp;Oktober 2013 III&nbsp;B&nbsp;56\/13, BFH\/NV 2014, 62; vom 5.&nbsp;November 2013 VI&nbsp;B&nbsp;86\/13, BFH\/NV 2014, 360; vom 29.&nbsp;Juni 2011 X&nbsp;B&nbsp;242\/10, BFH\/NV 2011, 1715).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach hat das FG die Vernehmung der vom Kl&auml;ger in der m&uuml;ndlichen Verhandlung benannten Zeugen nicht verfahrensfehlerhaft abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsauffassung des FG hat der Kl&auml;ger seinen Einwand, der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) habe sich bei der streitigen Anordnung der Pr&uuml;fungserweiterung von sachfremden Erw&auml;gungen leiten lassen und so gegen das Schikane- und Willk&uuml;rverbot versto&szlig;en, bereits nicht in ausreichender Weise dargetan.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit der Kl&auml;ger einwende, dass das FA ihn ohne sachlichen Grund weit &uuml;berdurchschnittlich zu Au&szlig;enpr&uuml;fungen heranziehe, sei zu erwarten, dass er die angeordneten Au&szlig;enpr&uuml;fungen nach ihrem Umfang bezeichne und angebe, ob bzw. &#8211;wenn ja&#8211; welche steuerlichen &Auml;nderungen sich aufgrund der Pr&uuml;fungen ergeben haben. Dies habe der Kl&auml;ger indes nicht getan. Seine Ausf&uuml;hrungen seien &#8211;auch in der Zusammenschau mit den weiteren vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten Argumenten&#8211; nicht ausreichend, den Vorwurf willk&uuml;rlichen, da schikan&ouml;sen Verhaltens des FA beim Erlass der Pr&uuml;fungsanordnung in ausreichend substantiierter Weise zu erheben. An die Kriterien der Willk&uuml;r und Schikane seien hohe Anforderungen zu stellen, denn es sei zu beachten, dass die ermessenseinschr&auml;nkende Verwaltungsregelung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz 2 der Betriebspr&uuml;fungsordnung (BpO) geradezu das Bestehen eines sachlichen Grundes, n&auml;mlich die Erwartung nicht unerheblicher Mehrsteuern f&uuml;r den Erweiterungszeitraum verlange, und diese Voraussetzung im Streitfall ersichtlich erf&uuml;llt sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus hat das FG die unter Ziffer 1.&nbsp;a) durch Vernehmung des Prozessbevollm&auml;chtigten unter Beweis gestellte Behauptung als wahr unterstellt. Es hat ausgef&uuml;hrt, die streitige Pr&uuml;fungserweiterung k&ouml;nnte selbst dann nicht als willk&uuml;rlich angesehen werden, wenn die unter Beweis gestellte Behauptung, der zust&auml;ndige BP-Sachgebietsleiter habe bei fr&uuml;heren Zusammentreffen mit dem Kl&auml;ger bzw. dessen Prozessbevollm&auml;chtigten die vom Kl&auml;ger beschriebenen &Auml;u&szlig;erungen bzw. Andeutungen &uuml;ber ein k&uuml;nftiges Verhalten gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger get&auml;tigt, als wahr unterstellt werde. Denn im Streitfall sei angesichts des Umstands, dass der sachliche Grund des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BpO f&uuml;r eine Pr&uuml;fungserweiterung erf&uuml;llt sei, gerade nicht festzustellen, dass eine eventuell negative Einstellung der Bediensteten des FA gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger f&uuml;r den Erlass der streitgegenst&auml;ndlichen Pr&uuml;fungsanordnung kausal gewesen sei. Ma&szlig;geblich f&uuml;r die Pr&uuml;fungserweiterung sei vielmehr die Erwartung nicht unerheblicher Mehrsteuern im Erweiterungszeitraum gewesen. Angesichts der H&ouml;he der zu erwartenden Mehrsteuern sei die Pr&uuml;fungserweiterung geradezu geboten gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Stellt das FG &#8211;wie im Streitfall&#8211; fest, dass im Zeitpunkt des Erlasses der Einspruchsentscheidung durch das FA aufgrund konkreter Umst&auml;nde die Vermutung bestand, dass mit nicht unerheblichen &Auml;nderungen der Besteuerungsgrundlagen im streitigen Erweiterungszeitraum zu rechnen war, so ist nicht zu beanstanden, dass es an die Darlegung der Umst&auml;nde, aus denen der Kl&auml;ger willk&uuml;rliches Handeln des FA herleiten will, erh&ouml;hte Anforderungen stellt. Denn selbst wenn das Verh&auml;ltnis zwischen Steuerpflichtigem und Mitarbeitern des FA unstreitig belastet ist, f&uuml;hrt dies nicht ohne weiteres zur Annahme einer willk&uuml;rlichen Anordnung einer Pr&uuml;fungserweiterung. Ist &#8211;wie im Streitfall&#8211; mit nicht unerheblichen Mehrsteuern zu rechnen, liegt es vielmehr nahe anzunehmen, dass die Anordnung der Pr&uuml;fungserweiterung auf diesem Umstand beruht. Ist der Steuerpflichtige demgegen&uuml;ber der Meinung, nicht die erwarteten, nicht unerheblichen Mehrsteuern, sondern andere, sachfremde Erw&auml;gungen seien Grund f&uuml;r die Erweiterung der Pr&uuml;fung, so muss er hierzu substantiiert vortragen. Ein Verweis auf bei einem fr&uuml;heren Zusammentreffen &quot;angedrohte pers&ouml;nliche Konsequenzen&quot; gen&uuml;gt insoweit nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem war der unter Ziffer 1.&nbsp;a) formulierte Beweisantrag des Kl&auml;gers selbst unsubstantiiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass das FG einem Beweisantrag nur dann nachkommen muss, wenn dieser substantiiert ist (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;M&auml;rz 2003 VII&nbsp;B&nbsp;269\/02, BFH\/NV 2003, 825; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 2006 XI&nbsp;B&nbsp;79\/05, BFH\/NV 2006, 1132). Das setzt voraus, dass das Beweisthema und das voraussichtliche Ergebnis der Beweisaufnahme in Bezug auf einzelne konkrete Tatsachen genau angegeben wurden (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 21.&nbsp;November 2002 VII&nbsp;B&nbsp;58\/02, BFH\/NV 2003, 485; vom 12.&nbsp;Dezember 2007 I&nbsp;B&nbsp;134\/07, BFH\/NV 2008, 736; vom 14.&nbsp;Juli 2008 II&nbsp;B&nbsp;5\/08, BFH\/NV 2008, 1815).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat der Kl&auml;ger bereits nicht dargelegt, zu welchem Zeitpunkt ihm bzw. seinem Prozessbevollm&auml;chtigten konkrete &quot;Konsequenzen&quot; des FA in Aussicht gestellt worden sein sollen. Der Vortrag l&auml;sst zudem nicht erkennen, dass die &quot;Konsequenzen&quot; in Bezug zu laufenden oder k&uuml;nftigen Betriebspr&uuml;fungen stehen sollen. Mithin ist nicht ersichtlich, welcher konkrete Zusammenhang zwischen &Auml;u&szlig;erungen von Mitarbeitern des FA und der streitgegenst&auml;ndlichen Pr&uuml;fungserweiterung bestanden haben soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt in Bezug auf den unter Ziffer&nbsp;1.&nbsp;b) formulierten Beweisantrag des Kl&auml;gers, mit dem er die Vernehmung seines Prozessbevollm&auml;chtigten zum Verlauf eines Besprechungstermins beim FA begehrt hat, in dem sich gezeigt haben soll, dass auf pers&ouml;nliche Diffamierung abgestellt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den dargelegten Grunds&auml;tzen ist es auch nicht zu beanstanden, dass das FG den unter Ziffer&nbsp;2. gef&uuml;hrten Antrag des Kl&auml;gers, seine Mitarbeiterin Frau K &uuml;ber den Verlauf der Pr&uuml;fung in den R&auml;umen des Kl&auml;gers zu vernehmen, abgelehnt hat. Auch dieser Antrag ist &#8211;wie das FG zu Recht festgestellt hat&#8211; nicht hinreichend substantiiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich konnte das FG auch auf die unter Ziffer&nbsp;3. beantragte Vernehmung der zust&auml;ndigen Beamten des FA zum Zwecke der Feststellung, dass im pr&uuml;fungsrelevanten Zeitraum vom FA keine Pr&uuml;fungen von Steuerberatern oder Rechtsanw&auml;lten angeordnet und durchgef&uuml;hrt worden und dass bei Mehrergebnissen wie beim Kl&auml;ger vorliegend keine Pr&uuml;fungserweiterungen angeordnet worden seien, verzichten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die darin liegende Behauptung des Kl&auml;gers, er werde gegen&uuml;ber vergleichbaren Steuerpflichtigen benachteiligt, nicht nur als unerheblich angesehen; es hat vielmehr zutreffend auch klargestellt, dass es sich um einen Antrag auf Erhebung eines Ausforschungsbeweises handelt. Die Annahme, dass im pr&uuml;fungsrelevanten Zeitraum vom FA keine Pr&uuml;fungen von Steuerberatern oder Rechtsanw&auml;lten angeordnet und durchgef&uuml;hrt worden seien und dass bei Mehrergebnissen wie beim Kl&auml;ger vorliegend keine Pr&uuml;fungserweiterungen angeordnet worden seien, ist vom Kl&auml;ger ohne tats&auml;chliche Grundlage aufgestellt worden. Es ist jedoch nicht Aufgabe des Gerichtes, sich mit Behauptungen zu befassen, die &quot;aus der Luft gegriffen&quot; sind und durch keine greifbaren tats&auml;chlichen Anhaltspunkte gest&uuml;tzt werden (BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;B&nbsp;132\/00, BFH\/NV 2002, 661).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich greift auch die R&uuml;ge des Kl&auml;gers nicht durch, das FG habe seinen hinreichend substantiierten Beweisantrag f&auml;lschlicherweise als drei isoliert zu sehende Beweisantr&auml;ge behandelt, obgleich er jeweils einzelne Beweismittel aufgef&uuml;hrt habe, die zusammengenommen den Nachweis der Tatsache haben erbringen sollen, dass sich das FA beim Erlass der Anordnung der Pr&uuml;fungserweiterung ma&szlig;geblich von sachfremden Erw&auml;gungen habe leiten lassen und der eigentliche Zweck der Pr&uuml;fung der steuerlichen Verh&auml;ltnisse in den Hintergrund getreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die vom Kl&auml;ger selbst mit den Ziffern 1.&nbsp;a) und b), 2. und 3. gegliederten Beweisantr&auml;ge zutreffend als jeweils selbst&auml;ndige Beweisantr&auml;ge beurteilt und gepr&uuml;ft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Frage, ob das FA bei der Anordnung einer Pr&uuml;fungserweiterung gegen das Schikane- und Willk&uuml;rverbot versto&szlig;en hat, in der Regel nur durch Beurteilung und Zusammenschau verschiedener, im konkreten Einzelfall auf eine sachfremde Motivation deutende Indizien beantwortet werden kann, &auml;ndert daran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 14.9.2015, VIII B 40\/15 Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch &Uuml;bergehen eines Beweisantrags &#8211; Anforderungen an einen Beweisantrag bei behauptetem Versto&szlig; des Finanzamts gegen das Schikane- und Willk&uuml;rverbot durch Anordnung einer Pr&uuml;fungserweiterung Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 22. 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