{"id":65611,"date":"2015-12-30T17:15:48","date_gmt":"2015-12-30T15:15:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65611"},"modified":"2015-12-30T17:15:48","modified_gmt":"2015-12-30T15:15:48","slug":"i-r-56-14-sog-holdingregelung-in-par-8a-abs-4-kstg-2002-af","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-56-14-sog-holdingregelung-in-par-8a-abs-4-kstg-2002-af\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;56\/14 &#8211; Sog. Holdingregelung in &sect; 8a Abs. 4 KStG 2002 a.F."},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2015, I R 56\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Sog. Holdingregelung in &sect; 8a Abs. 4 KStG 2002 a.F.<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 4. September 2014 13 K 2292\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit von Festsetzungen zur Kapitalertragsteuer f&uuml;r Dezember 2006 und Dezember 2007, die darauf beruhen, dass Zinsaufwendungen nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes 2002 (i.d.F. vor dem Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14.&nbsp;August 2007, BGBl I 2007, 1912, BStBl I 2007, 630, aber nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerkl&auml;rung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz [sog. Korb II-Gesetz] vom 22.&nbsp;Dezember 2003, BGBl I 2003, 2840, BStBl I 2004, 14) &#8211;KStG 2002 a.F.&#8211; als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) qualifiziert wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GmbH, wurde im Jahre 2003 als Vorratsgesellschaft mit einem Stammkapital von 25.000&nbsp;EUR gegr&uuml;ndet. Anteilseigner waren zun&auml;chst zwei Beteiligungsgesellschaften. Mit Vertrag vom 4.&nbsp;Juli 2005 ver&auml;u&szlig;erten jene Gesellschaften ihre Anteile an die Firma M Ltd., einem international t&auml;tigen Konzern mit Sitz in Indien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihren Gesch&auml;ftsbetrieb nahm die Kl&auml;gerin am 26.&nbsp;August 2005 auf; Unternehmensgegenstand ist die Beteiligung an anderen Gesellschaften sowie die Verwaltung eigenen Verm&ouml;gens. Noch in diesem Jahr erwarb sie eine 70&nbsp;%ige Beteiligung an der E GmbH. Beide Gesellschaften haben einen identischen Gesch&auml;ftssitz; Gesch&auml;ftsbesprechungen der Kl&auml;gerin fanden in den R&auml;umen der E GmbH statt. F&uuml;r die Kl&auml;gerin war teilweise ein Mitarbeiter der E GmbH t&auml;tig. Die Bilanzen der Kl&auml;gerin weisen in den Streitjahren einen Beteiligungsbuchwert von 3.000.000&nbsp;EUR (ohne Nebenkosten) aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 4.&nbsp;Juli 2005 gew&auml;hrte die M Ltd. der Kl&auml;gerin ein Darlehen in H&ouml;he von 5.400.000&nbsp;EUR. Diesen Betrag und zus&auml;tzliche 600.000&nbsp;EUR (damit 6.000.000&nbsp;EUR) reichte die Kl&auml;gerin an die E&nbsp;GmbH als Darlehen aus. In den Jahresabschl&uuml;ssen wies die Kl&auml;gerin entsprechende Darlehensverbindlichkeiten gegen&uuml;ber der M&nbsp;Ltd. sowie Darlehensforderungen gegen&uuml;ber der E&nbsp;GmbH aus. Beide Darlehen sahen eine Verzinsung von 3,5&nbsp;% &uuml;ber dem Drei-Monats-Euribor (European Interbank Offered Rate) vor, was zu einer jedenfalls nicht unterhalb des allgemeinen Zinsniveaus liegenden Zinsh&ouml;he von 5,9&nbsp;% bis 6,9&nbsp;% (2006) sowie von 7,2&nbsp;% bis 8,2&nbsp;% (2007) f&uuml;hrte. Die Zinsaufwendungen der Kl&auml;gerin f&uuml;r das von der M Ltd. erhaltene Darlehen betrugen 139.900&nbsp;EUR (2005), 348.097&nbsp;EUR (2006) und 413.356&nbsp;EUR (2007); Zahlungen erfolgten nicht (Ansatz als [weitere] Verbindlichkeit).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin beschr&auml;nkte sich auf das Halten und Finanzieren der Beteiligung an der E GmbH; insbesondere lag kein weiterer Beteiligungsbesitz vor. Die Jahresabschl&uuml;sse wiesen ein voll eingezahltes Stammkapital von 25.000&nbsp;EUR sowie eine Kapitalr&uuml;cklage von 3.600.000&nbsp;EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah die Voraussetzungen f&uuml;r eine Umqualifizierung der Zinsaufwendungen in vGA als erf&uuml;llt an, soweit die Zinsaufwendungen die Freigrenze des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. &uuml;berstiegen (287.831&nbsp;EUR in 2006, 341.827&nbsp;EUR in 2007), und setzte Kapitalertragsteuer fest (Bescheide vom 10.&nbsp;Februar 2010 &uuml;ber Kapitalertragsteuer und Solidarit&auml;tszuschlag f&uuml;r Dezember 2006 [in H&ouml;he von insgesamt 60.732&nbsp;EUR] und Dezember 2007 [in H&ouml;he von insgesamt 72.125&nbsp;EUR]). Die dagegen erhobene Klage f&uuml;hrte zur Aufhebung dieser Bescheide (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; K&ouml;ln, Urteil vom 4.&nbsp;September 2014&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;2292\/10, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 2164).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass die Kl&auml;gerin als Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. anzusehen ist, was im Streitfall eine Umqualifizierung der Zinsaufwendungen zu vGA als Grundlage einer Festsetzung von Kapitalertragsteuer ausschlie&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Festsetzung von Kapitalertragsteuer sind nicht erf&uuml;llt. Die darlehensgew&auml;hrende M Ltd. erzielt im Hinblick auf die Darlehenszinsen keine Eink&uuml;nfte i.S. der &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG 2002 a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;49 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;a des Einkommensteuergesetzes 2002 (EStG 2002) und &sect;&nbsp;32 KStG 2002 a.F. i.V.m. &sect;&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 EStG 2002. Denn die Zinsaufwendungen sind nicht nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. als vGA anzusehen (s. allgemein zur Kapitalertragsteuerpflicht entsprechender Bez&uuml;ge Senatsurteile vom 20.&nbsp;August 2008 I&nbsp;R&nbsp;29\/07, BFHE 222, 500, BStBl II 2010, 142; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2009 I&nbsp;R&nbsp;13\/08, BFH\/NV 2009, 1613).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. sind Verg&uuml;tungen f&uuml;r Fremdkapital, das eine Kapitalgesellschaft nicht nur kurzfristig von einem Anteilseigner erhalten hat, der zu einem Zeitpunkt im Wirtschaftsjahr wesentlich am Grund- oder Stammkapital beteiligt war, auch vGA, wenn die Verg&uuml;tungen insgesamt mehr als 250.000&nbsp;EUR betragen und wenn eine nicht in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist (Nr.&nbsp;1) oder eine in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist und soweit das Fremdkapital zu einem Zeitpunkt des Wirtschaftsjahrs das Eineinhalbfache des anteiligen Eigenkapitals des Anteilseigners &uuml;bersteigt, es sei denn, die Kapitalgesellschaft h&auml;tte dieses Fremdkapital bei sonst gleichen Umst&auml;nden auch von einem fremden Dritten erhalten k&ouml;nnen (Nr.&nbsp;2). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 KStG 2002 a.F. ist anteiliges Eigenkapital des Anteilseigners der Teil des Eigenkapitals der Kapitalgesellschaft zum Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs, der dem Anteil des Anteilseigners am gezeichneten Kapital entspricht. Eigenkapital ist das gezeichnete Kapital abz&uuml;glich der ausstehenden Einlagen, der Buchwerte der Beteiligungen am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft und zuz&uuml;glich der Kapitalr&uuml;cklage, der Gewinnr&uuml;cklagen, eines Gewinnvortrags und eines Jahres&uuml;berschusses sowie abz&uuml;glich eines Verlustvortrags und eines Jahresfehlbetrags (&sect;&nbsp;266 Abs.&nbsp;3 Abschnitt&nbsp;A, &sect;&nbsp;272 des Handelsgesetzbuchs &#8211;HGB&#8211;) in der Handelsbilanz zum Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs; Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil (&sect;&nbsp;273 HGB) sind zur H&auml;lfte hinzuzurechnen. Nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 KStG 2002 a.F. ist das Eigenkapital nicht um den Buchwert der Beteiligungen am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft zu mindern, wenn die Hauptt&auml;tigkeit einer Kapitalgesellschaft darin besteht, Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zu halten und diese Kapitalgesellschaften zu finanzieren oder wenn deren Verm&ouml;gen zu mehr als 75&nbsp;% ihrer Bilanzsumme aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nicht im Streit, dass mit Blick auf die Zinsaufwendungen der Kl&auml;gerin die Voraussetzungen f&uuml;r eine Umqualifizierung als vGA nach der Grundregelung in &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;1, 2 KStG 2002 a.F. erf&uuml;llt sind. Die M Ltd. hat als alleinige Gesellschafterin der Kl&auml;gerin ihr ein (nicht nur kurzfristiges) Darlehen ausgereicht und dabei eine in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart; dar&uuml;ber hinaus &uuml;bersteigt das Fremdkapital das Eineinhalbfache des Eigenkapitals der M&nbsp;Ltd. bei der Kl&auml;gerin i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 S&auml;tze 1, 2 KStG 2002 a.F. (Berechnung unter Abzug des Buchwerts der Beteiligung der Kl&auml;gerin an der E&nbsp;GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Beteiligten gehen allerdings ebenfalls (und zu Recht) &uuml;bereinstimmend davon aus, dass die Umqualifizierung ausscheidet, wenn die Kl&auml;gerin als Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. anzusehen ist, da dann zur Ermittlung der Relation zwischen Fremd- und Eigenkapital das (anteilige) Eigenkapital der M Ltd. an der Kl&auml;gerin in einer Weise zu berechnen ist, dass &quot;das Eigenkapital nicht um den Buchwert der Beteiligungen am Grund- oder Stammkapital einer Kapitalgesellschaft zu mindern&quot; ist. Die Kl&auml;gerin erf&uuml;llt die Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. liegt vor, wenn die Hauptt&auml;tigkeit der Kapitalgesellschaft darin besteht, Beteiligungen an Kapitalgesellschaften zu halten und diese Kapitalgesellschaften zu finanzieren (Variante&nbsp;1) oder wenn deren Verm&ouml;gen zu mehr als 75&nbsp;% ihrer Bilanzsumme aus Beteiligungen an Kapitalgesellschaften besteht (Variante&nbsp;2). Beide (Alternativ-)Voraussetzungen sind, wenn man es ausreichen l&auml;sst, dass die Kl&auml;gerin nur eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft innehat (s. dazu sogleich zu bb), erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) So ist &#8211;wie das FG in &Uuml;bereinstimmung mit den Beteiligten festgestellt hat&#8211; im Streitfall anhand des Unternehmenszweckes der Kl&auml;gerin, ihrer tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit und ihrer Jahresabschl&uuml;sse erkennbar, dass ihre Hauptt&auml;tigkeit alleine im Halten und Finanzieren der Beteiligung an ihrer Tochtergesellschaft (E GmbH) besteht (&sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Variante&nbsp;1 KStG 2002 a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Zwar hat das FG in nicht entscheidungserheblicher Weise die Voraussetzungen der 2.&nbsp;Variante des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. als nicht erf&uuml;llt angesehen, da die Beteiligung (an der E GmbH) &quot;bedingt durch die hohen Darlehensverbindlichkeiten (gegen&uuml;ber der Muttergesellschaft) und Darlehensforderungen (gegen&uuml;ber der Tochtergesellschaft) &#8230;&nbsp;nicht mehr als 75&nbsp;Prozent der Bilanzsumme der Kl&auml;gerin aus(mache)&quot;. Darin ist dem FG allerdings nicht zu folgen. Denn bei jener Berechnung bleiben Forderungen der Gesellschaft aus der Finanzierung nachgeordneter Gesellschaften au&szlig;er Betracht (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 15.&nbsp;Dezember 1994, BStBl I 1995, 25 [ber. 176] Rz&nbsp;83 [das nachfolgende BMF-Schreiben zu &sect;&nbsp;8a KStG 2002 a.F. vom 15.&nbsp;Juli 2004, BStBl I 2004, 593 wiederholt diese Aussage zwar nicht, regelt jedoch nichts Abweichendes, und nach Tz.&nbsp;I jenes Schreibens gelten die Anweisungen des BMF-Schreibens vom 15.&nbsp;Dezember 1994 dann insoweit fort]; zustimmend z.B. Prinz in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, EStG\/KStG, Jahresband 2004 &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;J&nbsp;03-27 a.E.; Widmann\/F&uuml;ger\/Rieger, Gesellschafter-Fremdfinanzierung, 2004, Rz&nbsp;308; Pung\/D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;8a KStG nF Rz&nbsp;428). Dies folgt aus &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F., da daraus zu ersehen ist, dass die Finanzierung nachgeordneter Gesellschaften Bestandteil der Hauptt&auml;tigkeit einer Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. ist (so Widmann\/F&uuml;ger\/Rieger, ebenda; s.a. Pung\/D&ouml;tsch, ebenda [sachbezogene Konsequenz]). Und nach dieser Ma&szlig;gabe (d.h. einer Bilanzsumme ohne Ber&uuml;cksichtigung der Darlehensforderung an die E GmbH) liegt das bilanzsummenm&auml;&szlig;ige Abgrenzungskriterium (2.&nbsp;Variante) vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Tatbestand des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. ist unbeschadet dessen erf&uuml;llt, dass die Kl&auml;gerin nur eine Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft innehat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Ob der Tatbestand des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. &#8211;was der Wortlaut &quot;Beteiligungen an Kapitalgesellschaften&quot; nahelegen kann&#8211; voraussetzt, dass von der Kapitalgesellschaft mindestens zwei Beteiligungen an Kapitalgesellschaften gehalten werden m&uuml;ssen, wird unterschiedlich beurteilt. Die Finanzverwaltung hatte diese Auffassung zun&auml;chst im BMF-Schreiben in BStBl I 1995, 25 ausdr&uuml;cklich vertreten (dort Rz&nbsp;84); dies wird auch weiterhin zu gelten haben (so auch die Einsch&auml;tzung von Prinz in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., Jahresband 2004 &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;J&nbsp;03-27; Prinz zu Hohenlohe\/Rautenstrauch in Erle\/Sauter, KStG, 3. Aufl., &sect;&nbsp;8a KStG aF Rz&nbsp;487; Streck\/ Schwedhelm, KStG, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8a aF Rz&nbsp;102), da das BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 593 (ohne diese Aussage zu wiederholen) jedenfalls nichts Abweichendes geregelt hat. Dieser Auslegung wird in Teilen der Literatur gefolgt (zustimmend z.B. Prinz zu Hohenlohe\/Rautenstrauch, ebenda; Holzaepfel\/ K&ouml;plin in Erle\/Sauter, Gesellschafter-Fremdfinanzierung, 2004, &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;593 &#8211; jeweils m.w.N.). Andere Stimmen lassen das Halten einer Beteiligung gen&uuml;gen (D&uuml;ll, Gesellschafter-Fremdfinanzierung bei verbundenen Unternehmen, 2005, S.&nbsp;121&nbsp;f. [Regelungslage ab 2004]; Gosch, KStG, 1.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;232; Prinz in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;181 [Altkommentierung]; Kr&ouml;ner in Ernst &#038;&nbsp;Young, KStG, &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;233; Frotscher in Frotscher\/Maas, KStG\/UmwStG\/GewStG, &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;171 [Altkommentierung] &#8211; jeweils m.w.N.; evtl. auch Pung\/D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG [vor URefG 2008] Rz&nbsp;421). Sie verweisen u.a. darauf, dass der Wortlaut in einem weitergehenden Sinn verstanden werden kann und die Verwendung des Plurals auch den Singular (&quot;Beteiligung&quot;) umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Der Senat folgt der letztgenannten Ansicht: Der Tatbestand ist auch erf&uuml;llt, wenn die Gesellschaft (vor&uuml;bergehend oder auf Dauer) nur eine einzige Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaaa) Der Wortsinn des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. ist in einem von der Auffassung der Revision abweichenden Sinn eindeutig. Mit der Verwendung der Begriffe &quot;Beteiligungen&quot; und &quot;Kapitalgesellschaften&quot; wird nach dem allgemeinen Wortverst&auml;ndnis in der Tat auch der Singular einbezogen. Dies erhellt nicht zuletzt die Eigenkapitalberechnungsregelung des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG 2002 a.F. (s. insoweit Institut der Wirtschaftspr&uuml;fer, Die Wirtschaftspr&uuml;fung 1993, 747). Ob dem ein vermeintlich allgemeiner Sprachgebrauch zum Begriff der &quot;Holdinggesellschaft&quot; entgegengehalten werden kann, mag dahinstehen. Denn jener Begriff wird im gesetzlichen Tatbestand des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. nicht verwendet; er l&auml;sst sich in den Tatbestand auch nicht als ungeschrieben &quot;hineinlesen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbbb) Die Revision f&uuml;hrt dar&uuml;ber hinaus an, ihr Verst&auml;ndnis sei aus einem Missbrauchsverhinderungszweck abzuleiten. Denn im Rahmen konzerninterner Umstrukturierungen bestehe jederzeit die M&ouml;glichkeit, eine einzelne Gesellschaft ohne eigenen operativen Gesch&auml;ftsbetrieb in einer Beteiligungskette zwischenzuschalten, um die Voraussetzungen der sog. Holding-Regelung (wohl: f&uuml;r diese Gesellschaft, wenn man den Beteiligungsbesitz an einer Kapitalgesellschaft als ausreichend erachtet) zu erf&uuml;llen. Stelle man hingegen auf das Halten von mindestens zwei Beteiligungen ab (wohl: durch diese zwischengeschaltete Gesellschaft), erschwere dies potentiell missbr&auml;uchliche (nur auf einen Steuervorteil abzielende) Gestaltungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat sieht den Verweis auf eine Missbrauchsabwehr jedenfalls nach der ab 2004 geltenden Gesetzesfassung des &sect;&nbsp;8a KStG 2002 a.F. als &uuml;berholt an. Die Argumentation konnte zwar f&uuml;r fr&uuml;here Gesetzesfassungen Bedeutung haben (s. ebenfalls mit dieser Differenzierung D&uuml;ll, a.a.O., S.&nbsp;122; Holzaepfel\/ K&ouml;plin in Erle\/Sauter, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;593): Denn bis zur Reform durch das sog. Korb II-Gesetz war mit der Qualifikation als Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 1996 ein erweiterter &quot;safe haven&quot; im Sinne eines h&ouml;heren Fremdkapitalfaktors verbunden, der den Umqualifizierungstatbestand des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 1996 h&auml;ufig ins Leere laufen lie&szlig;. Ein solches &quot;Privileg&quot; wird allerdings seitdem nicht mehr einger&auml;umt. Nach der Reform steht als Rechtsfolge (nur) im Raum, dass der Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. ein sog. &quot;safe haven&quot; nach Ma&szlig;gabe des gesamten (eigenen) Beteiligungsbestandes einger&auml;umt wird, indem als Berechnungsbasis f&uuml;r den Fremdkapitalfaktor auf ihr Eigenkapital ohne K&uuml;rzung um den Buchwert von Beteiligungen zugegriffen wird; im Gegenzug entf&auml;llt f&uuml;r nachgeordnete Kapitalgesellschaften f&uuml;r bestimmte Fremdkapitalzuf&uuml;hrungen eine Freigrenze und ein eigener &quot;safe haven&quot; (s. z.B. Bl&uuml;mich\/Menck, EStG\/KStG\/GewStG, &sect;&nbsp;8a KStG 1999 Rz&nbsp;24 [Altkommentierung, Lief.&nbsp;109]; Pung\/D&ouml;tsch, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG nF Rz&nbsp;407; Prinz in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., Jahresband 2004 &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;J&nbsp;03-27&nbsp;ff.). Dazu hei&szlig;t es in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs (BTDrucks 15\/1518, S.&nbsp;14&nbsp;f.), dass ein erweiterter &quot;safe haven&quot; in der Vergangenheit zur Gewinnabsaugung genutzt worden sei, was eine ge&auml;nderte Regelung zur Missbrauchsbek&auml;mpfung rechtfertige; ansonsten werde das &quot;Holdingprivileg&quot; aber grunds&auml;tzlich beibehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn auf diese &quot;missbrauchsvermeidende&quot; Weise aber in einer Konzernstruktur der &quot;safe haven&quot; nunmehr vermittels &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 KStG 2002 a.F. auf einer Stufe konzentriert wird, die in erh&ouml;htem Ma&szlig;e eine Fremdfinanzierungsfunktion wahrnimmt (was wiederum einen erh&ouml;hten Refinanzierungsbedarf ausl&ouml;st), wird diese Stufe durch die in &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. angef&uuml;hrten qualitativen und quantitativen Voraussetzungen &#8211;d.h. der t&auml;tigkeitsbezogenen bzw. der bilanzsummenbezogenen Abgrenzung&#8211; abschlie&szlig;end identifiziert. Und bei dieser Frage kommt es auf die Zahl der (in diesem Wirtschaftsjahr) von der Kapitalgesellschaft gehaltenen Beteiligungen nicht an. Dass es sachgerecht(er) gewesen sein k&ouml;nnte, f&uuml;r Kapitalgesellschaften mit nur einer Beteiligung ein (bisher nicht vorhandenes, z.B. Streck\/Schwedhelm, a.a.O., &sect;&nbsp;8a aF Rz&nbsp;104) Wahlrecht zwischen der Beteiligungsbuchwertk&uuml;rzung und der Eigenschaft als Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KStG 2002 a.F. zu installieren, kann zugestanden werden, &auml;ndert an dieser Beurteilung aber nichts (a.A. Holzaepfel\/K&ouml;plin in Erle\/Sauter, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;593). Im &Uuml;brigen bleibt der vom FG hervorgehobene Vorteil der &quot;Holdingstruktur&quot; in der Situation des Haltens nur einer Beteiligung ungef&auml;hrdet: Die Pr&uuml;fung und (Nicht-)Gew&auml;hrung des &quot;safe haven&quot; (und damit die Pr&uuml;fung der Konzernfinanzierung) wird auf der Ebene der &quot;Holdinggesellschaft&quot; konzentriert, so dass die Bilanzkennzahlen (s. &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;2 KStG 2002 a.F.) nur einer Gesellschaft ausgewertet werden m&uuml;ssen; damit bleibt bei &#8211;m&ouml;glicherweise unterj&auml;hrigen&#8211; Ver&auml;nderungen der Beteiligungsstruktur durch Erwerb und Ver&auml;u&szlig;erung von Beteiligungen oder Anteilsver&auml;nderungen eine Pr&uuml;fung der tatbestandlichen Voraussetzungen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig einfach m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat ebenfalls ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass die Zinsaufwendungen nicht als (ebenfalls eine Kapitalertragsteuer ausl&ouml;sende) vGA i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG 2002 a.F. anzusehen sind. Denn nach den Feststellungen des FG ist der zwischen der Kl&auml;gerin und der M Ltd. vereinbarte Zinssatz nicht ung&uuml;nstiger als der zwischen fremden Dritten ma&szlig;gebende Zinssatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2015, I R 56\/14 Sog. Holdingregelung in &sect; 8a Abs. 4 KStG 2002 a.F. Tenor Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 4. September 2014 13 K 2292\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Streitig ist die Rechtm&auml;&szlig;igkeit &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-56-14-sog-holdingregelung-in-par-8a-abs-4-kstg-2002-af\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;56\/14 &#8211; Sog. 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