{"id":65614,"date":"2015-12-30T17:13:50","date_gmt":"2015-12-30T15:13:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65614"},"modified":"2015-12-30T17:13:50","modified_gmt":"2015-12-30T15:13:50","slug":"i-r-45-14-auslegung-und-bindungswirkung-einer-verbindlichen-auskunft-is-des-par-89-abs-2-satz-1-ao-auslegung-eines-finanzamtlichen-schreibens-als-verbindliche-auskunft-verwirklichung-des-sachverhaltes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-45-14-auslegung-und-bindungswirkung-einer-verbindlichen-auskunft-is-des-par-89-abs-2-satz-1-ao-auslegung-eines-finanzamtlichen-schreibens-als-verbindliche-auskunft-verwirklichung-des-sachverhaltes\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;45\/14 &#8211; Auslegung und Bindungswirkung einer verbindlichen Auskunft i.S. des &sect; 89 Abs. 2 Satz 1 AO &#8211; Auslegung eines finanzamtlichen Schreibens als verbindliche Auskunft &#8211; &quot;Verwirklichung des Sachverhaltes&quot; i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 StAuskV"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.8.2015, I R 45\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Auslegung und Bindungswirkung einer verbindlichen Auskunft i.S. des &sect; 89 Abs. 2 Satz 1 AO &#8211; Auslegung eines finanzamtlichen Schreibens als verbindliche Auskunft &#8211; &quot;Verwirklichung des Sachverhaltes&quot; i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 StAuskV<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Als Verwaltungsakt gelten f&uuml;r die verbindliche Auskunft i.S. des &sect; 89 Abs. 2 Satz 1 AO die f&uuml;r Verwaltungsakte allgemein geltenden Grunds&auml;tze der Auslegung nach dem sog. Empf&auml;ngerhorizont (entsprechend &sect; 133 BGB).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Im Verfahren &uuml;ber die Steuerfestsetzung ist allein die Wirksamkeit der verbindlichen Auskunft ma&szlig;gebend, die von ihrer Rechtm&auml;&szlig;igkeit im Grundsatz unabh&auml;ngig ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die &quot;Verwirklichung des Sachverhaltes&quot; i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 StAuskV bezieht sich auf den der Auskunft zugrunde liegenden tatbestandsrelevanten Sachverhalt, der die fragliche steuerliche Rechtsfolge ausl&ouml;st. Dass die Auskunftserteilung f&uuml;r die sp&auml;tere Sachverhaltsverwirklichung urs&auml;chlich w&auml;re, wird von &sect; 89 Abs. 2 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 2 Abs. 1 StAuskV nicht verlangt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz vom 14. Mai 2014 2 K 2244\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die angefochtene Einkommensteuerfestsetzung wird nach Ma&szlig;gabe der Urteilsgr&uuml;nde abge&auml;ndert.<\/p>\n<\/p>\n<p>Dem Beklagten wird aufgegeben, die ge&auml;nderte Festsetzung zu errechnen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) waren im Streitjahr 2008 verheiratet, hatten einen gemeinsamen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) und wurden zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger bezog als Zeitsoldat der Bundeswehr vom 1.&nbsp;Januar 2008 bis 30.&nbsp;M&auml;rz 2008 aus einer T&auml;tigkeit bei der Nordatlantikvertrags-Organisation (NATO) in Belgien Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Ab dem 31.&nbsp;M&auml;rz 2008 &uuml;bte er eine T&auml;tigkeit als International Civilian Consultant bei der Internationalen Sicherungsunterst&uuml;tzungstruppe (International Security Assistance Force &#8211;ISAF&#8211;) in Kabul, Afghanistan, aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 28.&nbsp;November 2007 hatte der Kl&auml;ger unter dem Betreff &quot;Befreiung von der Einkommenssteuerpflicht&quot; eine Anfrage an das Finanzamt&nbsp;X gerichtet: Er nehme Bezug auf das Telefonat vom 12.&nbsp;November 2007, um den Sachverhalt schriftlich zu schildern. Zurzeit diene er als Zeitsoldat der Bundeswehr in Belgien. Er werde durch die Wehrbereichsverwaltung besoldet und sei einkommensteuerpflichtig. Er habe nun einen Antrag auf Befreiung bzw. Beurlaubung bis zu seinem Dienstzeitende bei der Bundeswehr unter Wegfall der Geld- und Sachbez&uuml;ge gestellt. Grund: Er werde im April 2008 eine Stelle als ICC (International Civilian Consultant) bei NATO ISAF in Kabul Afghanistan antreten. Es sei eine &uuml;berstaatliche Stelle bei einer &uuml;berstaatlichen Organisation. Der Vertrag sei vorerst auf drei Jahre befristet. Er werde direkt von der NATO ISAF besoldet. Jeder Anspruch auf Besoldung durch die Bundeswehr sei damit hinf&auml;llig. Er bitte um &Uuml;berpr&uuml;fung ob des Status der Einkommensteuerpflichtigkeit bzw. Befreiung von der Einkommensteuerpflicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzamt X erwiderte mit Schreiben vom 12.&nbsp;Februar 2008 unter Bezugnahme auf die Anfrage des Kl&auml;gers und dem Betreff &quot;Steuerliche Behandlung der Gehaltszahlungen der ISAF in Afghanistan&quot;: Wegen des rechtlichen Problems der steuerlichen Behandlung von Gehaltszahlungen durch die ISAF in Afghanistan habe vorab die vorgesetzte Beh&ouml;rde geh&ouml;rt werden m&uuml;ssen. Leider habe dies etwas Zeit in Anspruch genommen. Es werde gebeten, die Verz&ouml;gerung zu entschuldigen. Bezugnehmend auf das Schreiben vom 28.&nbsp;November 2007 werde in Abstimmung mit dem (rheinland-pf&auml;lzischen) Ministerium der Finanzen mitgeteilt, dass die Gehaltszahlungen an den Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;19 des &Uuml;bereinkommens &uuml;ber den Status der Nordatlantikvertrags-Organisation, der nationalen Vertreter und des Internationalen Personals vom 20.&nbsp;September 1951 in Verbindung mit der Verordnung &uuml;ber die Gew&auml;hrung von Vorrechten und Befreiungen an die Nordatlantikvertrags-Organisation, die nationalen Vertreter, das internationale Personal und die f&uuml;r die Organisation t&auml;tigen Sachverst&auml;ndigen vom 30.&nbsp;Mai 1958 (BGBl II 1958, 117, 118&nbsp;ff., zum Inkrafttreten vgl. BGBl II 1958, 350) ohne Progressionsvorbehalt (vgl. &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Einkommensteuergesetzes 2002 &#8211;EStG 2002&#8211; i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 &#8211;JStG 2007&#8211; vom 13.&nbsp;Dezember 2006, BGBl I 2006, 2878, BStBl I 2007, 28 &#8211;EStG 2002 n.F.&#8211;) steuerfrei zu stellen seien. Dass die Zahlungen der Bez&uuml;ge von Afghanistan aus erfolgen solle, k&ouml;nne &#8211;wenn dies &uuml;berhaupt zutreffe&#8211; keine Rolle spielen, da der Kl&auml;ger von der NATO entlohnt werde. Man hoffe, die Frage ausreichend beantwortet zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Folge &auml;nderte das Finanzamt X die ge&auml;u&szlig;erte Rechtsauffassung, forderte eine Einkommensteuererkl&auml;rung von den Kl&auml;gern an und erlie&szlig; f&uuml;r das Streitjahr einen Einkommensteuerbescheid, in dem es die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers als steuerpflichtig behandelte. Dieser Auffassung schloss sich der nach einem Wohnsitzwechsel zust&auml;ndig gewordene Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in der Einspruchsentscheidung an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz im Urteil vom 14.&nbsp;Mai 2014&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;2244\/12 (abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 1455) ab, da weder die vom Finanzamt&nbsp;X erteilte Auskunft bindend sei, noch die Voraussetzungen einer Steuerbefreiung erf&uuml;llt seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das Urteil wenden sich die Kl&auml;ger mit der Revision. Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil aufzuheben und den angefochtenen Einkommensteuerbescheid dahingehend abzu&auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit f&uuml;r die ISAF in Afghanistan ohne Ber&uuml;cksichtigung eines Progressionsvorbehaltes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;32b EStG 2002 n.F. steuerfrei gestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und dem Begehren der Kl&auml;ger stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 EStG) aus der T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers f&uuml;r die ISAF in Afghanistan sind unabh&auml;ngig von ihrer materiell-rechtlichen Beurteilung (ohne Progressionsvorbehalt i.S. des &sect;&nbsp;32b EStG 2002 n.F.) als steuerfrei zu behandeln, weil im finanzamtlichen Schreiben vom 12.&nbsp;Februar 2008 eine dahingehende verbindliche Auskunft i.S. des &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 zu sehen ist, die im Streitfall Bindungswirkung entfaltet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz 1 AO k&ouml;nnen Finanz&auml;mter auf Antrag verbindliche Ausk&uuml;nfte &uuml;ber die steuerliche Beurteilung von genau bestimmten, noch nicht verwirklichten Sachverhalten erteilen, wenn daran im Hinblick auf die erheblichen steuerlichen Auswirkungen ein besonderes Interesse besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei verbindlichen Ausk&uuml;nften nach &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 AO handelt es sich um Verwaltungsakte (vgl. z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 30.&nbsp;April 2009 VI&nbsp;R&nbsp;54\/07, BFHE 225, 50, BStBl II 2010, 996; vom 29.&nbsp;Februar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;11\/11, BFHE 237, 9, BStBl II 2012, 651, und vom 16.&nbsp;Mai 2013 V&nbsp;R&nbsp;23\/12, BFHE 241, 242, BStBl II 2014, 325, m.w.N.). Ob ein solcher vorliegt, ist keine Tat-, sondern eine Rechtsfrage (vgl. Gr&auml;ber\/ Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8. Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;25) und in entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;133 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs danach zu beurteilen, wie der Empf&auml;nger nach den ihm bekannten Umst&auml;nden den materiellen Gehalt der Erkl&auml;rung unter Ber&uuml;cksichtigung von Treu und Glauben verstehen konnte (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 12.&nbsp;Juli 2012 I&nbsp;R&nbsp;32\/11, BFHE 237, 307, BStBl II 2015, 175, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Schreiben des Finanzamts&nbsp;X vom 12.&nbsp;Februar 2008 ist nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben unter den Umst&auml;nden des Streitfalls als verbindliche Auskunft anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indem das Finanzamt feststellt, dass das Gehalt, das der Kl&auml;ger f&uuml;r die T&auml;tigkeit bei der ISAF beziehen soll, ohne Progressionsvorbehalt steuerfrei zu stellen sei, beantwortet es die ihm gestellte einkommensteuerrechtliche Frage mit hinreichender Bestimmtheit. Aus dem Antrag ergibt sich klar, welcher Sachverhalt und welche Eink&uuml;nfte betroffen sind. Zudem bezieht sich die Aussage zumindest auf das Streitjahr, den Veranlagungszeitraum der Aufnahme der Besch&auml;ftigung in Afghanistan. Dieser Inhalt wird dem Kl&auml;ger in einer Weise &uuml;bermittelt, die aus der Sicht eines steuerlich nicht beratenen Empf&auml;ngers keinerlei Zweifel daran aufkommen lassen, dass das Finanzamt die Frage in verbindlicher Weise, d.h. mit Rechtsbindungswillen, gekl&auml;rt hat. &Uuml;ber seine Bestimmtheit hinaus ist das Schreiben inhaltlich abgeschlossen und verbindlich formuliert (&quot;ist&nbsp;&#8230; freizustellen&quot;). Der Eindruck der Verbindlichkeit wird &#8211;anders als das FG meint&#8211; auch nicht durch die Schlussbemerkung ersch&uuml;ttert, man hoffe, die Frage ausreichend beantwortet zu haben. Dem l&auml;sst sich nicht entnehmen, dass die gegebene Auskunft lediglich unverbindlichen oder vorl&auml;ufigen Charakter h&auml;tte. Unter Umst&auml;nden verbleibende Zweifel an der Verbindlichkeit der Auskunft werden jedenfalls dadurch beseitigt, dass das Finanzamt darauf hinweist, die aufgeworfene Frage erst nach Anh&ouml;rung der vorgesetzten Beh&ouml;rde und dar&uuml;ber hinaus in Abstimmung mit dem (rheinland-pf&auml;lzischen) Ministerium der Finanzen beantwortet zu haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Auslegung des finanzamtlichen Schreibens vom 12.&nbsp;Februar 2008 steht nicht entgegen, die Anfrage des Kl&auml;gers habe nicht erkennen lassen, dass der Antritt der Stelle bei der ISAF von der steuerlichen Behandlung abh&auml;ngig sei, wie es die Vorinstanz zur Bindung nach Treu und Glauben ausf&uuml;hrt. Wenngleich der Inhalt der Anfrage des Kl&auml;gers dessen Empf&auml;ngerhorizont beeinflussen kann, ist dies im Streitfall schon deshalb nicht in der vom FG angenommenen Art und Weise geschehen, weil nichts daf&uuml;r ersichtlich ist, dass der Kl&auml;ger seine Anfrage lediglich auf eine unverbindliche Auskunft gerichtet hat und folglich nur eine solche erwarten konnte. Die Anfrage ist vielmehr auf eine abschlie&szlig;ende und verbindliche Kl&auml;rung der formulierten Rechtsfrage gerichtet, zumal der Kl&auml;ger ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt hatte, seine Anfrage im Anschluss an ein vorhergehendes Telefonat mit einer Mitarbeiterin des Finanzamts in schriftlicher Form vorzubringen. Eine Vorpr&auml;gung des sog. Empf&auml;ngerhorizontes i.S. der Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz ergibt sich aus der Anfrage nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach stehen der Auslegung des finanzamtlichen Schreibens als verbindliche Auskunft auch nicht die vom FG herausgestellten formellen M&auml;ngel der Anfrage entgegen, insbesondere ist nicht entscheidend, ob dem Finanzamt etwaige formale Anforderungen bekannt gewesen seien. Denn, wie dargelegt, ist nicht der Erkenntnishorizont des Finanzamts ma&szlig;gebend, sondern der des Kl&auml;gers. Letzteres ist aber nicht geschehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Folglich l&auml;sst sich aus den M&auml;ngeln nicht der Schluss ziehen, der Kl&auml;ger habe aufgrund dessen nicht mit der Erteilung einer verbindlichen Auskunft rechnen k&ouml;nnen. Dies gilt umso mehr, als sich die formalen Anforderungen zum Zeitpunkt der Anfrage des Kl&auml;gers am 28.&nbsp;November 2007 noch nicht aus &sect;&nbsp;1 der Verordnung zur Durchf&uuml;hrung von &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 AO (Steuer-Auskunftsverordnung &#8211;StAuskV&#8211;) vom 30.&nbsp;November 2007 (BGBl I 2007, 2783) entnehmen lie&szlig;en, die erst am 7.&nbsp;Dezember 2007 bekanntgemacht worden ist, sondern lediglich (zur fr&uuml;heren Rechtslage) aus dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 29.&nbsp;Dezember 2003 (BStBl I 2003, 742). Der Kl&auml;ger hat dem Finanzamt einen in der Zukunft liegenden Sachverhalt mit einer klaren Rechtsfrage unterbreitet. Angesichts dessen h&auml;tte dem Finanzamt offen gestanden, durch R&uuml;ckfrage dessen genaues Begehren klarzustellen, und zwar nicht zuletzt im Hinblick auf die durch einen Antrag auf verbindliche Auskunft ausgel&ouml;ste Geb&uuml;hrenpflicht nach &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;3 bis 5 AO (vgl. Wagner in: K&uuml;hn\/v.&nbsp;Wedelst&auml;dt, 21.&nbsp;Aufl., AO, &sect;&nbsp;89 Rz&nbsp;24). Es h&auml;tte auf die aus seiner Sicht bestehenden formellen M&auml;ngel und einen bestehenden Nachbesserungsbedarf hinweisen oder eine f&uuml;r den Empf&auml;nger ersichtlich unverbindliche Auskunft geben k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die verbindliche Auskunft entfaltet im streitgegenst&auml;ndlichen Verfahren &uuml;ber die Einkommensteuerfestsetzung Bindungswirkung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Aus der Einordnung der verbindlichen Auskunft als Verwaltungsakt folgt, dass eine solche mit ihrer &#8211;im Streitfall nicht zweifelhaften&#8211; Bekanntgabe (&sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;122 AO) wirksam wird und dass eine Rechtswidrigkeit f&uuml;r die Bindungswirkung ohne Bedeutung bleibt (vgl. S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;89 AO, Rz&nbsp;256, 262; Schmitz in Schwarz\/ Pahlke, AO, &sect;&nbsp;89 Rz&nbsp;64).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abweichend verhielte es sich nur, wenn die Auskunft nichtig w&auml;re (vgl. &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;3, &sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO). Daf&uuml;r aber besteht hier kein Anhaltspunkt. Denn als nichtig kann ein Verwaltungsakt allenfalls dann angesehen werden, wenn er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies au&szlig;erdem bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung aller in Betracht kommenden Umst&auml;nde offenkundig ist (vgl. dazu Senatsurteil vom 20.&nbsp;Dezember 2000 I&nbsp;R&nbsp;50\/00, BFHE 194, 1, BStBl II 2001, 381, Rz&nbsp;19, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Derartiges kommt im Streitfall &#8211;ohne dass es hierzu der n&auml;heren Er&ouml;rterung der materiellen Rechtslage bed&uuml;rfte&#8211; von vornherein nicht in Betracht, weil ein gravierender Rechtsfehler, der der Auskunft gleichsam &quot;auf die Stirn&quot; geschrieben steht, jedenfalls nicht vorliegt. Und auch, dass der Antrag auf Erteilung der Auskunft wom&ouml;glich nicht den formellen Anforderungen entsprochen haben mag, ist insofern ohne Belang (vgl. &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO, sowie S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;118 AO Rz&nbsp;312).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Inwieweit &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StAuskV die Bindungswirkung einer verbindlichen Auskunft einschr&auml;nken kann, bedarf ebenfalls keiner abschlie&szlig;enden Er&ouml;rterung, da dessen Anforderungen im Streitfall erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dieser auf der Grundlage von &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 AO erlassenen Vorschrift ist die von der nach &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und 3 AO zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rde erteilte verbindliche Auskunft f&uuml;r die Besteuerung des Antragstellers bindend, wenn der sp&auml;ter verwirklichte Sachverhalt von dem der Auskunft zugrunde gelegten Sachverhalt nicht oder nur unwesentlich abweicht. Die &quot;Verwirklichung&quot; des Sachverhaltes bezieht sich dabei auf den der Auskunft zugrunde liegenden, im Hinblick auf die erteilte Rechtsfrage tatbestandsrelevanten Sachverhalt, der die steuerliche Rechtsfolge ausl&ouml;st. Das ergibt sich zum einen aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO, da sich allein aus dem tatbestandsrelevanten Sachverhalt die &quot;erheblichen steuerlichen Auswirkungen&quot; ergeben, und zum anderen aus &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StAuskV, weil dieser Sachverhalt auch der Beantwortung der Rechtsfrage zugrunde liegt. Blo&szlig;e Vorbereitungshandlungen zur Verwirklichung des Sachverhaltes sind insofern unsch&auml;dlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall ist der Sachverhalt ungeachtet dessen &quot;sp&auml;ter&quot; verwirklicht, ob man auf den Zeitpunkt der Auskunftsanfrage oder &#8211;worauf sich nach dem Wortlaut des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StAuskV der sp&auml;ter verwirklichte Sachverhalt bezieht (ebenso z.B. Anwendungserlass zur Abgabenordnung &#8211;AEAO&#8211; zu &sect;&nbsp;89 Tz&nbsp;3.5.2; S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;89 AO Rz&nbsp;228; a.A. Roser in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;89 Rz&nbsp;48)&#8211; auf den Zeitpunkt der Auskunftserteilung abstellt. Denn der ma&szlig;gebliche T&auml;tigkeitsbeginn des Kl&auml;gers in Afghanistan am 31.&nbsp;M&auml;rz 2008, den dieser in seiner Anfrage dargelegt hat und der zu den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG gef&uuml;hrt hat, folgte der am 12.&nbsp;Februar 2008 erteilten Auskunft zeitlich nach. Ob die erteilte Auskunft f&uuml;r die Aufnahme der T&auml;tigkeit konkret urs&auml;chlich war, ist f&uuml;r die Bindungswirkung weder nach &sect;&nbsp;89 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO noch nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StAuskV von Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Vorinstanz einen abweichenden Rechtsstandpunkt vertreten hat, war ihr Urteil aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sache ist spruchreif. Hinreichende Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass das FA die &#8211;von ihm unerkannt&#8211; als Verwaltungsakt erteilte verbindliche Auskunft wirksam (mit R&uuml;ckwirkung) aufgehoben h&auml;tte (vgl. &sect;&sect;&nbsp;130&nbsp;f. AO, &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 StAuskV), ergeben sich aus den Feststellungen des FG nicht. Die Einkommensteuerfestsetzung des Streitjahres ist folglich antragsgem&auml;&szlig; entsprechend dem Inhalt der verbindlichen Auskunft abzu&auml;ndern. Die Ermittlung und Berechnung des festzusetzenden Einkommensteuerbetrages wird dem FA nach Ma&szlig;gabe der Gr&uuml;nde dieser Entscheidung &uuml;berlassen (&sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.8.2015, I R 45\/14 Auslegung und Bindungswirkung einer verbindlichen Auskunft i.S. des &sect; 89 Abs. 2 Satz 1 AO &#8211; Auslegung eines finanzamtlichen Schreibens als verbindliche Auskunft &#8211; &quot;Verwirklichung des Sachverhaltes&quot; i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 StAuskV Leits&auml;tze 1. 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