{"id":6562,"date":"2012-11-30T16:09:37","date_gmt":"2012-11-30T14:09:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6562"},"modified":"2012-11-30T16:09:37","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:37","slug":"viii-r-23-09-erst-im-einspruchsverfahren-geltend-gemachte-ansparabschreibung-keine-entscheidung-im-revisionsverfahren-ueber-kosten-par-128-abs-4-s-1-fgo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-23-09-erst-im-einspruchsverfahren-geltend-gemachte-ansparabschreibung-keine-entscheidung-im-revisionsverfahren-ueber-kosten-par-128-abs-4-s-1-fgo\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;23\/09 &#8211; Erst im Einspruchsverfahren geltend gemachte Ansparabschreibung &#8211; Keine Entscheidung im Revisionsverfahren &uuml;ber Kosten (&sect; 128 Abs. 4 S 1 FGO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2012, VIII R 23\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Erst im Einspruchsverfahren geltend gemachte Ansparabschreibung &#8211; Keine Entscheidung im Revisionsverfahren &uuml;ber Kosten (&sect; 128 Abs. 4 S 1 FGO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Streit ist die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung einer Ansparabschreibung gem&auml;&szlig; &sect; 7g des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der f&uuml;r das Streitjahr (2005) geltenden Fassung (EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) ist Rechtsanwalt, der seinen Gewinn nach &sect; 4 Abs. 3 EStG ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seiner beim Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) am 31. Mai 2006 eingegangenen Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte er einen Gewinn aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit in H&ouml;he von 13.805 EUR, ohne zun&auml;chst eine Ansparabschreibung geltend zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 31. Juli 2006 wich aus nicht streiterheblichen Gr&uuml;nden von der Steuererkl&auml;rung ab. Mit seinem hiergegen gerichteten Einspruch vom 21. August 2006 begehrte der Kl&auml;ger unter anderem erstmals die Ber&uuml;cksichtigung einer Ansparabschreibung gem&auml;&szlig; &sect; 7g EStG in H&ouml;he von 8.000 EUR und verwies zur Begr&uuml;ndung darauf, dass er sich im Jahre 2007 ein neues, betrieblich genutztes Auto zu einem Kaufpreis von 20.000 EUR kaufen werde. Sein derzeitiges Fahrzeug sei bereits acht Jahre alt und weise eine Laufleistung von &uuml;ber 140.000 km auf. Mit einem Schreiben vom 6. November 2006 reichte der Kl&auml;ger beim FA eine entsprechend ge&auml;nderte Einnahmen&uuml;berschussrechnung f&uuml;r das Streitjahr nach sowie mit einem weiteren Schreiben vom 5. Februar 2007 eine ebenfalls entsprechend ge&auml;nderte Anlage GSE.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Einspruchsentscheidung versagte das FA die Ansparabschreibung. Mit der dagegen erhobenen Klage machte der Kl&auml;ger geltend, er habe die Ansparr&uuml;cklage lediglich aus Versehen nicht bereits in der Steuererkl&auml;rung ber&uuml;cksichtigt. Bei nachtr&auml;glicher Bildung einer Ansparr&uuml;cklage seien entgegen der Ansicht des FA keine erh&ouml;hten Anforderungen an die notwendige Konkretisierung der Investitionsabsicht zu stellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 1006 ver&ouml;ffentlichten Urteil statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter Berufung auf das Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 25. Februar 2004 (BStBl I 2004, 337) ist es der Auffassung, dass im Fall einer nachtr&auml;glich gebildeten R&uuml;cklage erh&ouml;hte Anforderungen an die erforderliche Konkretisierung der Investitionsabsicht zu stellen seien. Insbesondere sei glaubhaft darzulegen, aus welchen Gr&uuml;nden die R&uuml;cklage trotz voraussichtlicher Investitionsabsicht nicht bereits in der urspr&uuml;nglichen Gewinnermittlung gebildet worden sei. Die Behauptung, die Passivierung der R&uuml;cklage sei versehentlich unterblieben, reiche nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Klage unter Aufhebung des angefochtenen Urteils abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Angesichts der tats&auml;chlichen Laufleistung des &uuml;berwiegend betrieblich genutzten alten PKW sei die &uuml;bliche Lebensdauer eines Fahrzeugs von acht bis zehn Jahren das st&auml;rkste Indiz f&uuml;r eine zum Ende des Streitjahrs bereits latente Investitionsabsicht; dazu bed&uuml;rfe es keiner weiteren Glaubhaftmachung. Tats&auml;chlich habe er, der Kl&auml;ger, &#8211;allerdings erst 2008&#8211; ein (gebrauchtes) Kfz f&uuml;r sein Betriebsverm&ouml;gen angeschafft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Verfahren beigetretene BMF folgert aus dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 19. September 2002 X R 51\/00 (BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184), dass die &quot;voraussichtliche&quot; Investition nach &sect; 7g Abs. 3 Satz 2 EStG a.F. hinreichend konkretisiert sein m&uuml;sse, weil es andernfalls m&ouml;glich w&auml;re, die Ansparabschreibung &quot;ins Blaue hinein&quot; in Anspruch zu nehmen etwa mit der Wirkung, dass diese zur Erh&ouml;hung eines tarifbeg&uuml;nstigten Ver&auml;u&szlig;erungs- oder Aufgabegewinns f&uuml;hren w&uuml;rde. In dem BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 337 (dort Rdnr. 9) sei dies in der Weise konkretisiert worden, dass in den F&auml;llen des versehentlich unterbliebenen Ansatzes der R&uuml;cklage in der Einkommensteuererkl&auml;rung der Steuerpflichtige anhand geeigneter Unterlagen oder Erl&auml;uterungen glaubhaft darzulegen habe, aus welchen Gr&uuml;nden die R&uuml;cklage trotz voraussichtlicher Investitionsabsicht nicht bereits in der urspr&uuml;nglichen Gewinnermittlung gebildet worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG die vom Kl&auml;ger geltend gemachte Ansparabschreibung bei der Ermittlung des im Streitjahr erzielten Gewinns des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit als Rechtsanwalt ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Verfahrensrechtlich wie auch materiell-rechtlich ist eine Ansparabschreibung an mehrere Voraussetzungen gekn&uuml;pft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Bildung einer R&uuml;cklage nach &sect; 7g Abs. 3 ff. EStG a.F. und die Inanspruchnahme des Betriebsausgabenabzugs nach Abs. 6 der Vorschrift geh&ouml;ren zu den zeitlich unbefristeten Wahlrechten, die formell grunds&auml;tzlich bis zum Eintritt der Bestandskraft derjenigen Steuerfestsetzung ausge&uuml;bt werden k&ouml;nnen, auf welche sie sich auswirken sollen (BFH-Urteile vom 21. September 2005 X R 32\/03, BFHE 211, 221, BStBl II 2006, 66; vom 17. Juni 2010 III R 43\/06, BFHE 230, 517, m.w.N.). Dabei muss eine R&uuml;cklage nicht bereits bei erstmaliger Einreichung der Steuererkl&auml;rung erkl&auml;rt werden, sondern kann auch sp&auml;ter im Rahmen einer Bescheid&auml;nderung gebildet werden (BFH-Urteile in BFHE 230, 517; vom 29. November 2007 IV R 82\/05, BFHE 220, 98, BStBl II 2008, 471; Wendt, Finanz-Rundschau 2009, 87, 88; zweifelnd BFH-Urteil vom 8. November 2006 I R 89\/05, BFH\/NV 2007, 671). Allerdings k&ouml;nnen materiell-rechtliche Gr&uuml;nde die (nachtr&auml;gliche) Wahlrechtsaus&uuml;bung hindern (s. dazu unten unter II.1.b dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine andere Beurteilung folgt entgegen der Auffassung des FA nicht aus dem Beschluss des Senats vom 26. Februar 2008 VIII B 107\/07 (NV). Dieser Beschluss ist nur in dem Sinne zu verstehen, dass die erforderliche Dokumentation der R&uuml;cklage mit ihrer Geltendmachung einhergehen muss. Eine weiter gehende Folgerung ist daraus nicht zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die materiell-rechtlichen Voraussetzungen bestimmen sich nach der gesetzlichen Regelung in &sect; 7g Abs. 3 bis 5 EStG a.F. Danach k&ouml;nnen Steuerpflichtige f&uuml;r die k&uuml;nftige Anschaffung oder Herstellung eines neuen beweglichen Wirtschaftsguts des Anlageverm&ouml;gens eine den Gewinn mindernde R&uuml;cklage bilden. Die R&uuml;cklage darf 40 % der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des beg&uuml;nstigten Wirtschaftsguts nicht &uuml;berschreiten, das der Steuerpflichtige &quot;voraussichtlich bis zum Ende des zweiten auf die Bildung der R&uuml;cklage folgenden Wirtschaftsjahres anschaffen oder herstellen wird&quot; (&sect; 7g Abs. 3 Satz 2 EStG a.F.). Ermittelt der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall&#8211; den Gewinn nach &sect; 4 Abs. 3 EStG, so sind gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 6 EStG a.F. die Abs. 3 bis 5 mit Ausnahme von Abs. 3 Nr. 1 mit der Ma&szlig;gabe entsprechend anzuwenden, dass die Bildung der R&uuml;cklage als Betriebsausgabe (Abzug) und ihre sp&auml;tere Aufl&ouml;sung als Betriebseinnahme (Zuschlag) zu behandeln ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) W&auml;hrend bei bilanzierenden Steuerpflichtigen Bildung und Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect; 7g Abs. 3 Satz 3 Nr. 3 EStG a.F. aus der Buchf&uuml;hrung ersichtlich sein m&uuml;ssen, folgt aus der entsprechenden Anwendung dieser Norm bei Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG das Erfordernis, dass die Bildung der Ansparr&uuml;cklage mit den investitionsbezogenen Angaben und die Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage wie in einer Buchf&uuml;hrung verfolgt werden kann (BFH-Urteil vom 13. Dezember 2005 XI R 52\/04, BFHE 212, 208, BStBl II 2006, 462; vgl. auch BFH-Urteil vom 6. M&auml;rz 2003 IV R 23\/01, BFHE 202, 250, BStBl II 2004, 187), auch wenn &sect; 7g Abs. 6 EStG nicht die Aufnahme erst noch anzuschaffender oder herzustellender Wirtschaftsg&uuml;ter in laufend zu f&uuml;hrende Verzeichnisse voraussetzt (BFH-Urteil in BFHE 212, 208, BStBl II 2006, 462, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Wahlrecht wird nicht schon durch den entsprechenden Ausweis in der Buchf&uuml;hrung oder in den sonstigen Unterlagen des Steuerpflichtigen ausge&uuml;bt, sondern erst durch den Ausweis eines entsprechenden Passivpostens in der Bilanz oder &#8211;bei Gewinnermittlung nach &sect; 4 Abs. 3 EStG&#8211; durch den Ansatz einer entsprechenden Betriebsausgabe in der Einnahmen&uuml;berschussrechnung und deren Einreichung beim Finanzamt (vgl. BFH-Urteile vom 29. M&auml;rz 2011 VIII R 28\/08, BFHE 233, 434, BFH\/NV 2011, 1572; vom 17. November 2004 X R 41\/03, BFH\/NV 2005, 848, 849). Diesen Voraussetzungen hat der Kl&auml;ger im Laufe des Einspruchsverfahrens gen&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Gesetz enth&auml;lt keine ausdr&uuml;ckliche Regelung dar&uuml;ber, ob und wie gegebenenfalls die voraussichtliche Investition i.S. von &sect; 7g Abs. 3 EStG a.F. nachzuweisen ist. Die Rechtsprechung hat daraus gefolgert, dass der Steuerpflichtige nicht gehalten ist, die Absicht einer Investition nachzuweisen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 848) oder glaubhaft zu machen (vgl. BFH-Urteil vom 12. Dezember 2001 XI R 13\/00, BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385; BFH-Beschluss vom 26. November 2009 VIII B 190\/09, BFHE 226, 541, BFH\/NV 2010, 331). Jedoch setzt die Ansparabschreibung eine hinreichende Konkretisierung der geplanten Investition voraus (vgl. BFH-Urteile in BFHE 233, 434, BFH\/NV 2011, 1572; in BFH\/NV 2005, 848; in BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385; vom 19. September 2002 X R 51\/00, BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184; vom 15. September 2010 X R 21\/08, BFH\/NV 2011, 235), sodass im Investitionsjahr festgestellt werden kann, ob eine vorgenommene Investition derjenigen entspricht, f&uuml;r deren Finanzierung die R&uuml;cklage gebildet wird (BFH-Urteil in BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385). Die betreffende Investition muss zudem schl&uuml;ssig und plausibel sein (vgl. BFH-Urteile in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184; vom 29. April 2008 VIII R 62\/06, BFHE 221, 211, BStBl II 2008, 747; BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 226, 541, 546, BFH\/NV 2010, 331, 333; vom 25. September 2002 IV B 55\/02, BFH\/NV 2003, 159).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Prognose einer voraussichtlichen Investition des Steuerpflichtigen ist aus der Sicht des Bilanzstichtages zu treffen, zu dem die Ansparr&uuml;cklage in die Bilanz eingestellt wird bzw. bei Einnahmen&uuml;berschussrechnung aus der Sicht zum Ende des Gewinnermittlungszeitraums, f&uuml;r den die Ansparabschreibung in Anspruch genommen werden soll (BFH-Urteile in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184; in BFHE 202, 250, BStBl II 2004, 187; in BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385). Nach dem Sinn und Zweck der Ansparr&uuml;cklage, Investitionen f&uuml;r kleine und mittlere Betriebe mithilfe eines Steuerstundungseffekts zu erleichtern, ist zu pr&uuml;fen, ob der Ansparr&uuml;cklage eine (noch) durchf&uuml;hrbare, objektiv m&ouml;gliche Investition zugrunde liegt (vgl. im Einzelnen dazu BFH-Urteile in BFH\/NV 2005, 848, m.w.N.; in BFHE 221, 211, BStBl II 2008, 747). Das ist zum einen ausgeschlossen, wenn &#8211;im Hinblick auf die Betriebsbezogenheit der R&uuml;cklage (BFH-Urteil vom 23. Mai 2007 X R 35\/06, BFH\/NV 2007, 1862)&#8211; zum ma&szlig;geblichen Zeitpunkt der betreffende Betrieb bereits aufgegeben oder ver&auml;u&szlig;ert ist (s. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 2005, 848; vgl. in BFH\/NV 2007, 1862, 1864) oder der Entschluss zur (kurzfristigen) Ver&auml;u&szlig;erung bereits gefasst ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 233, 434, BFH\/NV 2011, 1572), zum anderen aber auch, wenn aus anderen Gr&uuml;nden im Zeitpunkt der R&uuml;cklagenbildung bereits feststeht, dass die Investition nicht mehr vorgenommen wird (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 1862, 1864) oder wenn es an der gebotenen Plausibilit&auml;t der Investition fehlt, etwa wenn eine k&uuml;nftige Investition behauptet wird, die der gegenw&auml;rtigen Betriebsstruktur entgegensteht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184; in BFH\/NV 2005, 848).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Schlie&szlig;lich ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung zu &sect; 7g EStG a.F. erforderlich, dass zwischen der Bildung der R&uuml;cklage und der Investition ein &quot;Finanzierungszusammenhang&quot; besteht (vgl. BFH-Urteile in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184; in BFHE 220, 98, BStBl II 2008, 471, m.w.N.; in BFHE 221, 211, BStBl II 2008, 747), d.h., dass die konkrete R&uuml;cklagenbildung die Finanzierung der beabsichtigten Investition erleichtert (BFH-Urteil in BFHE 221, 211, BStBl II 2008, 747; vgl. BTDrucks 12\/4487, S. 33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die an den Finanzierungszusammenhang zu stellenden Anforderungen hat der BFH nicht im Einzelnen &#8211;positiv&#8211; konkretisiert (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 230, 517, BFH\/NV 2011, 104, m.w.N.), jedoch Fallgruppen herausgebildet, in denen der erforderliche Zusammenhang zu verneinen ist. Das ist der Fall, wenn im Zeitpunkt der Geltendmachung der R&uuml;cklage schon ersichtlich ist, dass &#8211;ungeachtet der auf das Ende des Gewinnermittlungszeitraums r&uuml;ckbezogenen Prognose&#8211; die in Aussicht genommene Investition nicht (mehr) durchgef&uuml;hrt wird. So verh&auml;lt es sich etwa, wenn die R&uuml;cklagenbildung erst nach Ablauf des zweij&auml;hrigen Investitionszeitraums geltend gemacht wird, ohne dass die Investition tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt worden ist (BFH-Urteile in BFHE 230, 517, BFH\/NV 2011, 104; in BFHE 211, 221, BStBl II 2006, 66), oder wenn wegen der bei Bildung der R&uuml;cklage nur mehr geringen Dauer des restlichen Investitionszeitraums mit der Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsguts nicht mehr gerechnet werden kann (vgl. BFH-Urteil in BFHE 220, 98, BStBl II 2008, 471). Der BFH hat den Finanzierungszusammenhang ferner in den F&auml;llen verneint, in denen eine R&uuml;cklage erstmals sp&auml;ter als zwei Jahre nach der Anschaffung oder Herstellung eines Wirtschaftsguts gebildet wird (vgl. BFH-Urteile vom 14. August 2001 XI R 18\/01, BFHE 198, 415, BStBl II 2004, 181; in BFHE 230, 517, BFH\/NV 2011, 104). Schlie&szlig;lich liegt der erforderliche Finanzierungszusammenhang auch dann nicht vor, wenn die Entscheidung f&uuml;r die Bildung der R&uuml;cklage erst nach der Anschaffung getroffen wird und daf&uuml;r nach dem Anschaffungszeitpunkt entstandene und nicht investitionsbezogene Gr&uuml;nde ma&szlig;geblich sind (BFH-Urteil in BFHE 221, 211, BStBl II 2008, 747, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen &#8211;unter II.1.b dieses Urteils aufgef&uuml;hrten&#8211; Ma&szlig;st&auml;ben gen&uuml;gt das Vorbringen des Kl&auml;gers im Streitfall den an die Bildung der R&uuml;cklage und die Ansparabschreibung zu stellenden Anforderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hat die k&uuml;nftige Anschaffung eines PKW hinreichend konkretisiert. Als Betriebsinhaber hat er eine Einsch&auml;tzungspr&auml;rogative, was sein k&uuml;nftiges Investitionsverhalten angeht. Ob seine Investitionsabsicht zum Ende des Wirtschaftsjahrs der Inanspruchnahme der Ansparabschreibung als ma&szlig;gebendem Zeitpunkt tats&auml;chlich bestanden hat, l&auml;sst sich nur in Gestalt einer Prognose der Investitionst&auml;tigkeit auf der Grundlage objektivierter wirtschaftlicher Gegebenheiten &uuml;berpr&uuml;fen (vgl. BFH-Urteil vom 8. Juni 2011 I R 90\/10, BFHE 234, 130, BFH\/NV 2011, 1594, m.w.N.). Auf der Grundlage der von ihm getroffenen Feststellungen hat das FG danach in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise eine dem Vorbringen des Kl&auml;gers entsprechende Prognose seines k&uuml;nftigen Investitionsverhaltens vorgenommen. Die voraussichtliche Anschaffung eines PKW war aus der Perspektive am Ende des Streitjahrs schl&uuml;ssig und plausibel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Zeitpunkt der Geltendmachung der Ansparabschreibung im Einspruchsverfahren und der Einreichung einer berichtigten Einnahmen&uuml;berschussrechnung mit korrigierter AfA-Liste beim FA dauerte der zweij&auml;hrige Investitionszeitraum (&sect; 7 Abs. 3 Satz 2 EStG a.F.) noch geraume Zeit an. Gr&uuml;nde, aus denen zu diesem Zeitpunkt die Durchf&uuml;hrung der Investition innerhalb des Investitionszeitraums praktisch ausgeschlossen gewesen w&auml;re oder nach der Rechtsprechung der Finanzierungszusammenhang zwischen der Ansparabschreibung und der prognostizierten Anschaffung eines PKW zu verneinen w&auml;re, sind nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die verfahrensrechtlich m&ouml;gliche Inanspruchnahme der Ansparabschreibung erst im Einspruchsverfahren (s. dazu in diesem Urteil unter II.1.a) war im Streitfall auch nicht deshalb gehindert, weil der Kl&auml;ger die Gr&uuml;nde f&uuml;r die verz&ouml;gerte Geltendmachung nicht ausreichend dargelegt h&auml;tte. F&uuml;r eine gesteigerte Pflicht zur Darlegung (etwa durch Vorlage angeforderter Prospekte oder Erteilung von Informationen), wie sie das BMF in seiner Stellungnahme unter Bezugnahme auf das BMF-Schreiben in BStBl I 2004, 337 (Rdnr. 9) postuliert, findet sich keine gesetzliche Grundlage. Die Sorge der Verwaltung, es k&ouml;nne zu einer steuergestaltenden Inanspruchnahme der Ansparr&uuml;cklage oder Ansparabschreibung &quot;ins Blaue hinein&quot; kommen, gebietet keine andere Beurteilung. Das steuerliche Lenkungsinstrument der Ansparabschreibung nach den Regeln des &sect; 7g Abs. 3 ff. EStG a.F. bot in vielf&auml;ltiger Hinsicht erhebliches Potenzial zur Steuergestaltung (vgl. BFH-Urteil vom 10. August 2011 I R 45\/10, BFHE 234, 412, BFH\/NV 2012, 90, m.w.N.). Das Ziel der Verhinderung oder Eind&auml;mmung solcher Gestaltungen rechtfertigt aber weder eine einschr&auml;nkende Auslegung der Norm gegen den Wortlaut (vgl. BFH-Urteil in BFHE 234, 412, BFH\/NV 2012, 90) noch die Hinzuf&uuml;gung ungeschriebener Tatbestandsmerkmale. Vielmehr spricht der Gesetzeszweck, durch die Vorverlagerung von Abschreibungspotential die wirtschaftsgutbezogene Investitionst&auml;tigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen zu f&ouml;rdern (vgl. Lambrecht, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 7g Rz A 1), gegen das restriktive Gesetzesverst&auml;ndnis der Verwaltung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein besonderes Darlegungserfordernis folgt entgegen der Auffassung des FA und des BMF auch nicht aus dem Urteil in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184, in dem vielmehr ma&szlig;geblich auf objektive wirtschaftliche Gegebenheiten abgestellt wird, an die die Prognose ankn&uuml;pfen kann (vgl. die dortigen Entscheidungsgr&uuml;nde unter II.4.a, b und c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demzufolge ist der BFH an die tats&auml;chliche Feststellung des FG gebunden (&sect; 118 Abs. 2 FGO), wonach es keine Hinweise darauf gibt, dass die sp&auml;te Geltendmachung der streitigen Ansparabschreibung nicht lediglich auf einem Versehen des Kl&auml;gers beruhte. In Bezug auf diese Feststellung sind keine zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Revisionsgr&uuml;nde vorgebracht (&sect; 118 Abs. 2, 2. Halbsatz FGO). Die Schlussfolgerung des FG leidet auch nicht an einer Unvereinbarkeit mit Denkgesetzen oder allgemeinen Erfahrungss&auml;tzen, so dass sie das Revisionsgericht bindet, und zwar auch dann, wenn sie nicht zwingend, sondern nur m&ouml;glich ist (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 118 Rz 54, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Darauf, ob &uuml;berhaupt die Angabe eines Grundes f&uuml;r eine verz&ouml;gerte Aus&uuml;bung des Wahlrechts auf Inanspruchnahme der Ansparabschreibung zu fordern ist (vgl. etwa das BFH-Urteil in BFHE 230, 517, BFH\/NV 2011, 104, zur erstmaligen Inanspruchnahme der Ansparr&uuml;cklage im Wege der eine vorausgegangene Bilanzberichtigung kompensierenden Bilanz&auml;nderung; BFH-Urteile in BFHE 230, 517, BFH\/NV 2011, 104; in BFHE 220, 98, BStBl II 2008, 471), kommt es deshalb im Streitfall nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger den an die Dokumentation des Investitionsvorhabens &#8211;wie in einer Buchf&uuml;hrung (s. unter II.1.B dieses Urteils)&#8211; zu stellenden Anforderungen nicht gen&uuml;gt h&auml;tte, sind vom FG nicht festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Rechtsprechung in F&auml;llen der Betriebser&ouml;ffnung oder der wesentlichen Betriebserweiterung gesteigerte Anforderungen an den Nachweis der Investitionsabsicht stellt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 200, 343, BStBl II 2004, 184), und zwar regelm&auml;&szlig;ig in Gestalt verbindlicher Bestellungen (vgl. statt aller BFH-Urteil in BFHE 233, 434, BFH\/NV 2011, 1572, m.w.N.), ist sie nicht auf den Streitfall &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect; 135 Abs. 2 FGO. Der Senat ist nicht befugt, im Revisionsverfahren &uuml;ber die nicht beschwerdef&auml;hige Entscheidung des FG zu befinden, mit der dem Kl&auml;ger die Erstattung der Kosten des Vorverfahrens versagt worden ist (&sect; 128 Abs. 4 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2012, VIII R 23\/09 Erst im Einspruchsverfahren geltend gemachte Ansparabschreibung &#8211; Keine Entscheidung im Revisionsverfahren &uuml;ber Kosten (&sect; 128 Abs. 4 S 1 FGO Tatbestand 1&nbsp; I. Im Streit ist die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung einer Ansparabschreibung gem&auml;&szlig; &sect; 7g des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der f&uuml;r das Streitjahr (2005) geltenden Fassung (EStG a.F.). 2&nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-23-09-erst-im-einspruchsverfahren-geltend-gemachte-ansparabschreibung-keine-entscheidung-im-revisionsverfahren-ueber-kosten-par-128-abs-4-s-1-fgo\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;23\/09 &#8211; Erst im Einspruchsverfahren geltend gemachte Ansparabschreibung &#8211; Keine Entscheidung im Revisionsverfahren &uuml;ber Kosten (&sect; 128 Abs. 4 S 1 FGO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}