{"id":65625,"date":"2015-12-30T17:16:13","date_gmt":"2015-12-30T15:16:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65625"},"modified":"2015-12-30T17:16:13","modified_gmt":"2015-12-30T15:16:13","slug":"iv-r-9-13-keine-betriebsaufspaltung-zwischen-eigentuemer-und-mieter-bei-vermietung-durch-erbbauberechtigten-fehlende-sachliche-verflechtung-und-personelle-verflechtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-9-13-keine-betriebsaufspaltung-zwischen-eigentuemer-und-mieter-bei-vermietung-durch-erbbauberechtigten-fehlende-sachliche-verflechtung-und-personelle-verflechtung\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;9\/13 &#8211; Keine Betriebsaufspaltung zwischen Eigent&uuml;mer und Mieter bei Vermietung durch Erbbauberechtigten &#8211; Fehlende sachliche Verflechtung und personelle Verflechtung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.9.2015, IV R 9\/13<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Betriebsaufspaltung zwischen Eigent&uuml;mer und Mieter bei Vermietung durch Erbbauberechtigten &#8211; Fehlende sachliche Verflechtung und personelle Verflechtung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bestellt der Eigent&uuml;mer an einem unbebauten Grundst&uuml;ck ein Erbbaurecht und errichtet der Erbbauberechtigte ein Geb&auml;ude, das er an ein Betriebsunternehmen vermietet, fehlt zwischen dem Eigent&uuml;mer und dem Betriebsunternehmen die f&uuml;r die Annahme einer Betriebsaufspaltung erforderliche sachliche Verflechtung.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin werden das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 5. Februar 2013&nbsp;&nbsp;3 K 190\/11, die Einspruchsentscheidung des Beklagten vom 13. September 2011, die ge&auml;nderten Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 jeweils vom 4. Dezember 2009 sowie ersatzlos die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2009 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 vom 17. August 2015 werden dahingehend ge&auml;ndert, dass anstelle der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 149.403 EUR f&uuml;r 2007, in H&ouml;he von 149.388 EUR f&uuml;r 2008 und in H&ouml;he von 149.387 EUR f&uuml;r 2009 festgestellt werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GbR, wurde mit notariell beurkundetem Vertrag vom &#8230;&nbsp;2003 (GbR-Vertrag) gegr&uuml;ndet. Gesellschafter waren A, der zu 90&nbsp;v.H. beteiligt war, und seine Ehefrau M mit einer Beteiligung von 10&nbsp;v.H. Der Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin bestand gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 GbR-Vertrag in der Verwaltung eigener Grundst&uuml;cke &#8211;auch durch Bestellung von Erbbaurechten&#8211; zur Erzielung von &Uuml;bersch&uuml;ssen. Der Vertrag enth&auml;lt u.a. folgende Bestimmungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;&sect;&nbsp;7 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung:<br \/>(&#8230;)<br \/>2. F&uuml;r die erste Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der Gesellschaft gilt folgendes: Die Gesellschafter &lt;A&gt; und &lt;M&gt; sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von &sect;&nbsp;181 BGB befreit. Im Innenverh&auml;ltnis darf hierbei die Gesellschafterin &lt;M&gt; handeln bei Verhinderung des Gesellschafters &lt;A&gt;.<br \/>(&#8230;)<br \/>&sect;&nbsp;12 Gesellschafterbeschl&uuml;sse:<br \/>1. Gesellschafterbeschl&uuml;sse &uuml;ber<br \/>&#8211; den Abschlu&szlig; von Mietvertr&auml;gen<br \/>&#8211; den Abschlu&szlig; von Erbbaurechtsvertr&auml;gen<br \/>&#8211; den Verkauf von Grundst&uuml;cken<br \/>&#8211; die Beleihung von Grundverm&ouml;gen<br \/>bed&uuml;rfen eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses, wobei Stimmenthaltungen als Nein-Stimmen gelten.<br \/>Ansonsten werden Gesellschafterbeschl&uuml;sse, sofern das Gesetz oder dieser Vertrag nicht etwas anderes zwingend vorschreiben, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst und gelten Stimmenenthaltungen als nicht abgegebene Stimmen.<\/p>\n<p>2. Die Stimmen stehen den Gesellschaftern im Verh&auml;ltnis ihrer Beteiligung am Gesellschaftsverm&ouml;gen (&#8230;) zu.<br \/>(&#8230;)<br \/>7. Der Beschlu&szlig;fassung durch die Gesellschafterversammlung unterliegen neben den Gegenst&auml;nden gem. &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 insbesondere:<br \/>a) die Genehmigung der von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung aufgestellten &Uuml;berschussrechnung;<br \/>b) die Entlastung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung;<br \/>c) die &Auml;nderung des Gesellschaftsvertrages;<br \/>d) die Aufl&ouml;sung der Gesellschaft;<br \/>e) alle sonstigen Fragen, welche die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Gesellschafterversammlung zur Beschlussfassung vorlegt.<br \/>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A war Eigent&uuml;mer mehrerer in B belegener Grundst&uuml;cke, die er in derselben notariellen Urkunde am &#8230;&nbsp;2003 in die Kl&auml;gerin einbrachte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit notariell beurkundetem Vertrag vom &#8230;&nbsp;2005 (EV) bestellte die Kl&auml;gerin zugunsten der C-GmbH, deren Alleingesellschafter und alleinvertretungsberechtigter und von &sect;&nbsp;181 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) befreiter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer A war, ein Erbbaurecht an den eingebrachten Grundst&uuml;cken f&uuml;r die Dauer von 49&nbsp;Jahren (1.&nbsp;M&auml;rz 2005 bis 28.&nbsp;Februar 2054). Das Erbbaurecht wurde gem&auml;&szlig; Abschnitt&nbsp;III &sect;&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EV f&uuml;r die Errichtung von Einzelhandelsh&auml;usern und Gewerbebauten nebst den dazu erforderlichen Anlagen wie Parkpl&auml;tze, Stra&szlig;en etc. bestellt. Der Erbbauzins betrug 150.000&nbsp;EUR pro Jahr (Abschnitt&nbsp;IV Nr.&nbsp;1 EV mit Anpassungsklausel gem&auml;&szlig; Abschnitt&nbsp;V). Bei Beendigung des Erbbaurechtes durch Zeitablauf oder durch Heimfall sollte das Erbbaurecht einschlie&szlig;lich etwaiger Bauwerke ohne Verg&uuml;tung oder Entsch&auml;digung an die Kl&auml;gerin zur&uuml;ckfallen (Abschnitt&nbsp;III &sect;&sect;&nbsp;6 und 9 EV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die C-GmbH war durch Vertrag vom &#8230;&nbsp;2002 gegr&uuml;ndet worden. Gegenstand der Gesellschaft war der Erwerb, die Bebauung, die Erschlie&szlig;ung und die Verwaltung eigenen Grund- und Anlageverm&ouml;gens, insbesondere Erwerb, Bebauung, Erschlie&szlig;ung und Verwaltung von Grundst&uuml;cken, belegen in B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die C-GmbH errichtete auf dem Erbbaurecht ein kombiniertes Verwaltungs-, Lager- und Einzelhandelsverkaufsgeb&auml;ude mit einer Bruttogeschossfl&auml;che von ca. 33&nbsp;000&nbsp;qm und vermietete mit Vertrag vom &#8230;&nbsp;2004 das nach den Vorgaben der Mieterin geplante Geb&auml;ude f&uuml;r den monatlichen Mietzins in H&ouml;he von 87.000&nbsp;EUR zzgl. Umsatzsteuer an die D-GmbH, deren Alleingesellschafter und alleinvertretungsberechtigter und von &sect;&nbsp;181 BGB befreiter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer ebenfalls A war, zur Nutzung als Verkaufsraum, Lager, B&uuml;ro, Restauration und Parkfl&auml;che.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Streitjahre 2005 vom 1.&nbsp;Juni 2007 und 2006 vom 18.&nbsp;April 2008 wurden erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 124.934&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2005 und in H&ouml;he von 149.402&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2006 festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zu dem Ergebnis, dass zwischen der Kl&auml;gerin und der D-GmbH eine Betriebsaufspaltung bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; daraufhin am 4.&nbsp;Dezember 2009 ge&auml;nderte Feststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2005 und 2006, in denen es die als Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erkl&auml;rten Eink&uuml;nfte nunmehr als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 124.934&nbsp;EUR (Jahr 2005) und in H&ouml;he von 138.461,30&nbsp;EUR (Jahr 2006) feststellte, sowie Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2005, 2006 und 2007 mit Gewerbesteuermessbetr&auml;gen in H&ouml;he von 3.090&nbsp;EUR (Jahr 2005), in H&ouml;he von 4.495&nbsp;EUR (Jahr 2006) und in H&ouml;he von 5.040&nbsp;EUR (Jahr 2007). Am 2.&nbsp;Dezember 2010 ergingen die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2008 und 2009 mit Gewerbesteuermessbetr&auml;gen jeweils in H&ouml;he von 4.368&nbsp;EUR. In den Feststellungsbescheiden f&uuml;r das Streitjahr 2007 vom 4.&nbsp;Dezember 2009 und f&uuml;r die Streitjahre 2008 und 2009 vom 2.&nbsp;Dezember 2010 wurden die jeweils erkl&auml;rten Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 149.403&nbsp;EUR (Jahr 2007), in H&ouml;he von 149.388&nbsp;EUR (Jahr 2008) und in H&ouml;he von 149.387&nbsp;EUR (Jahr 2009) festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che blieben erfolglos. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 942 ver&ouml;ffentlichten Urteil als unbegr&uuml;ndet ab. Es l&auml;gen zwischen der Kl&auml;gerin als Besitzgesellschaft und der D-GmbH als Betriebsgesellschaft die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung vor. Auch sei eine Betriebsaufspaltung zwischen der Kl&auml;gerin (Besitzgesellschaft) und der C-GmbH (Betriebsgesellschaft) gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Datum vom 17.&nbsp;August 2015 wurden die Feststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2007 bis 2009 mit der Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 137.958,14&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2007, der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 157.777,48&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2008 und der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 156.791,43&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2009 sowie die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Streitjahre 2007 bis 2009 mit der Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags in H&ouml;he von 4.465&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2007, des Gewerbesteuermessbetrags in H&ouml;he von 4.662&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2008 und des Gewerbesteuermessbetrags in H&ouml;he von 4.627&nbsp;EUR f&uuml;r das Jahr 2009 ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und<br \/>den ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2005 vom 4.&nbsp;Dezember 2009 und den ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2006 vom 4.&nbsp;Dezember 2009, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;September 2011, aufzuheben,<br \/>die Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 vom 17.&nbsp;August 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass anstelle der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 149.403&nbsp;EUR f&uuml;r 2007, in H&ouml;he von 149.388&nbsp;EUR f&uuml;r 2008 und in H&ouml;he von 149.387&nbsp;EUR f&uuml;r 2009 festgestellt werden, sowie<br \/>die Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;September 2011 betreffend die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2009 und die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2009 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung der Vorentscheidung, der Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;September 2011, der ge&auml;nderten Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 jeweils vom 4.&nbsp;Dezember 2009 sowie zur ersatzlosen Aufhebung der Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2009 und zur &Auml;nderung der Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 vom 17.&nbsp;August 2015 mit der Ma&szlig;gabe, dass anstelle der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 149.403&nbsp;EUR f&uuml;r 2007, in H&ouml;he von 149.388&nbsp;EUR f&uuml;r 2008 und in H&ouml;he von 149.387&nbsp;EUR f&uuml;r 2009 festgestellt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das Urteil des FG ist hinsichtlich der Streitjahre 2007 bis 2009 bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben. Es kann insoweit keinen Bestand haben, weil an die Stelle der angefochtenen Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 sowie der Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 die w&auml;hrend des Revisionsverfahrens erlassenen ge&auml;nderten Feststellungsbescheide f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 sowie die ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009, jeweils vom 17.&nbsp;August 2015, getreten sind (vgl. dazu Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;5\/08, BFHE 229, 524, BStBl II 2010, 912; vom 20.&nbsp;August 2013 IX&nbsp;R&nbsp;38\/11, BFHE 242, 386, BStBl II 2013, 1021, und vom 28.&nbsp;Mai 2015&nbsp;IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat entscheidet nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO &uuml;ber diese zum Gegenstand des Verfahrens gewordenen Feststellungs- und Gewerbesteuermessbescheide vom 17.&nbsp;August 2015 auf der Grundlage der bestehen bleibenden Feststellungen in der Sache. Die vorliegend streitigen Punkte sind unver&auml;ndert geblieben; der Senat sieht daher wegen Spruchreife der Sache von einer Zur&uuml;ckverweisung nach &sect;&nbsp;127 FGO ab (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 232, 463, BStBl II 2011, 540, Rz&nbsp;15; in BFHE 242, 386, BStBl II 2013, 1021, Rz&nbsp;22, und in BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837, Rz&nbsp;18) und entscheidet in der Sache selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;gerin in den Streitjahren wegen einer Betriebsaufspaltung zur D-GmbH sowie zur C-GmbH gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielt hat. Die Kl&auml;gerin hat vielmehr Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung (&sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes) erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Betriebsaufspaltung liegt vor, wenn einem Betriebsunternehmen wesentliche Grundlagen f&uuml;r seinen Betrieb von einem Besitzunternehmen &uuml;berlassen werden und die hinter dem Betriebs- und dem Besitzunternehmen stehenden Personen einen einheitlichen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen haben; dieser ist anzunehmen, wenn die Person oder Personengruppe, die das Besitzunternehmen beherrscht, auch in der Betriebsgesellschaft ihren Willen durchsetzen kann (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 8.&nbsp;November 1971 GrS&nbsp;2\/71, BFHE 103, 440, BStBl II 1972, 63, st&auml;ndige Rechtsprechung). Ob die damit umschriebenen Voraussetzungen einer sachlichen und personellen Verflechtung vorliegen, ist nach den Verh&auml;ltnissen des einzelnen Falles zu entscheiden (z.B. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Mai 2013&nbsp;IV&nbsp;R&nbsp;54\/11, BFH\/NV 2013, 1557, Rz&nbsp;32, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall kann offenbleiben, ob zwischen der Kl&auml;gerin und der D-GmbH eine personelle Verflechtung bestanden hat. Eine Betriebsaufspaltung kommt bereits deshalb nicht in Betracht, weil eine sachliche Verflechtung zwischen der Kl&auml;gerin und der D-GmbH ausscheidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine sachliche Verflechtung liegt vor, wenn das Besitzunternehmen dem Betriebsunternehmen wenigstens eine wesentliche Betriebsgrundlage zur Nutzung &uuml;berl&auml;sst. Das gilt sowohl f&uuml;r Nutzungs&uuml;berlassungen auf schuldrechtlicher als auch f&uuml;r solche auf dinglicher Grundlage. Auch die Bestellung eines Erbbaurechts an einem unbebauten Grundst&uuml;ck kann eine sachliche Verflechtung zwischen Eigent&uuml;mer (Besitzunternehmen) und Erbbauberechtigtem (Betriebsgesellschaft) und damit eine Betriebsaufspaltung begr&uuml;nden (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2002 VIII&nbsp;R&nbsp;57\/99, BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662, und vom 6.&nbsp;November 2008 IV&nbsp;R&nbsp;79\/06, BFH\/NV 2009, 730). Das gilt jedenfalls dann, wenn das Grundst&uuml;ck von der Betriebsgesellschaft mit Zustimmung des Besitzunternehmens mit Geb&auml;uden oder Vorrichtungen bebaut werden soll, die f&uuml;r das Betriebsunternehmen eine wesentliche Betriebsgrundlage darstellen (BFH-Urteil in BFHE 198, 137, BStBl II 2002, 662, unter II.B.2.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben liegt im Streitfall keine sachliche Verflechtung zwischen der Kl&auml;gerin und der D-GmbH vor, da die Kl&auml;gerin der D-GmbH keine wesentliche Betriebsgrundlage zur Nutzung &uuml;berlassen hat. Die Kl&auml;gerin hat nur der C-GmbH (Erbbauberechtigte), nicht aber der D-GmbH das Erbbaurecht &uuml;ber 49&nbsp;Jahre einger&auml;umt. Das zwischen der C-GmbH und der D-GmbH vereinbarte Mietverh&auml;ltnis stellt gegen&uuml;ber dem Erbbaurecht ein eigenst&auml;ndiges Nutzungsrecht und damit ein aliud dar und betraf zudem ein anderes Wirtschaftsgut. Das Erbbaurecht ist das ver&auml;u&szlig;erliche und vererbliche Recht, auf einem Grundst&uuml;ck ein Bauwerk zu haben (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 des Erbbaurechtsgesetzes &#8211;ErbbauRG&#8211;). Mit dessen Bestellung hat die C-GmbH ein langj&auml;hriges, dingliches Nutzungsrecht an den Grundst&uuml;cksfl&auml;chen erhalten. Sie errichtete auf eigenes wirtschaftliches Risiko das Verwaltungs-, Lager- und Einzelhandelsverkaufsgeb&auml;ude und vermietete es in eigenem Namen und auf eigene Rechnung an die D-GmbH. Das Geb&auml;ude wurde nach &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbbauRG zum wesentlichen Bestandteil des Erbbaurechts (vgl. Bardenhewer in Ingenstau\/Hustedt, ErbbauRG, 10.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;12 Rz&nbsp;4) und stand damit im Eigentum der C-GmbH. Aufgrund der durch das Erbbaurecht bewirkten wirtschaftlichen und rechtlichen Trennung von Grundst&uuml;ck und Geb&auml;ude ist es unzutreffend, wenn das FG (Urteil, Seite&nbsp;20) davon ausgeht, dass das der C-GmbH von der Kl&auml;gerin &quot;&uuml;berlassene Grundst&uuml;ck (&#8230;) f&uuml;r die D-GmbH (&#8230;) eine wesentliche Betriebsgrundlage&quot; sei. Denn die Kl&auml;gerin hat der C-GmbH nur das Erbbaurecht bestellt und diese hat der D-GmbH nicht das Grundst&uuml;ck &uuml;berlassen, sondern das Geb&auml;ude. Dass die Einr&auml;umung des Erbbaurechts an die C-GmbH auch wirtschaftlich nicht mit der Nutzungs&uuml;berlassung des Mietobjekts von der C-GmbH an die D-GmbH gleichgesetzt werden kann, ist zudem daran erkennbar, dass der von der C-GmbH an die Kl&auml;gerin j&auml;hrlich zu leistende Erbbauzins 150.000&nbsp;EUR betrug, w&auml;hrend die D-GmbH an die C-GmbH einen Mietzins in H&ouml;he von 1.044.000&nbsp;EUR pro Jahr entrichtete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Anders als das FG meint, l&auml;sst sich auch aus der Rechtsprechung des X.&nbsp;Senats des BFH (Urteile vom 28.&nbsp;November 2001 X&nbsp;R&nbsp;50\/97, BFHE 197, 254, BStBl II 2002, 363; X&nbsp;R&nbsp;49\/97, BFH\/NV 2002, 631) zur mittelbaren Nutzungs&uuml;berlassung eine sachliche Verflechtung im Streitfall zwischen der Kl&auml;gerin und der D-GmbH nicht herleiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach diesen Urteilen in BFHE 197, 254, BStBl II 2002, 363 und in BFH\/NV 2002, 631 ist der f&uuml;r die Betriebsaufspaltung ma&szlig;gebliche Einfluss auf das Betriebsunternehmen insbesondere dann anzunehmen, wenn die Personen, die die Geschicke des verpachtenden Besitzunternehmens bestimmen, in der Lage sind, &uuml;ber ein zwischengeschaltetes Unternehmen bei einem Betriebsunternehmen ihren Willen hinsichtlich aller wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen durchzusetzen. Dieselben Grunds&auml;tze gelten, wenn sich die Herrschaft &uuml;ber das Besitzunternehmen &#8211;mittelbar&#8211; &uuml;ber einen Zwischenvermieter auswirkt, der verpflichtet ist, seinerseits die wesentliche Betriebsgrundlage an das Betriebsunternehmen weiterzuvermieten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Streitfall ist indes mit jenen Sachverhalten nicht vergleichbar. Die C-GmbH &uuml;bte mit der Bebauung eine eigene wesentliche wirtschaftliche Funktion aus und war keine Zwischenvermieterin. Zudem war sie gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin nicht zur Weitervermietung an ein bestimmtes Unternehmen verpflichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zwischen der Kl&auml;gerin und der C-GmbH scheidet mangels personeller Verflechtung gleichfalls eine Betriebsaufspaltung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine personelle Verflechtung liegt vor, wenn eine Person oder Personengruppe beide Unternehmen in der Weise beherrscht, dass sie in der Lage ist, in beiden Unternehmen einen einheitlichen Gesch&auml;fts- und Bet&auml;tigungswillen durchzusetzen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;Juli 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;24\/01, BFHE 202, 535, BStBl II 2003, 757, und vom 30.&nbsp;November 2005 X&nbsp;R&nbsp;56\/04, BFHE 212, 100, BStBl II 2006, 415). F&uuml;r die personelle Verflechtung ist entscheidend, dass die Geschicke des Besitzunternehmens in den wesentlichen Fragen durch die Person oder Personen bestimmt werden, die auch hinter dem Betriebsunternehmen stehen (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;September 2011 IV&nbsp;R&nbsp;44\/07, BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136, Rz&nbsp;25). Zu den wesentlichen Fragen geh&ouml;ren insbesondere die hinsichtlich der wesentlichen Betriebsgrundlagen bestehenden Nutzungs&uuml;berlassungsvertr&auml;ge, die nicht gegen den Willen der Person oder der Personengruppe aufgel&ouml;st werden sollen, die das Besitzunternehmen beherrscht (BFH-Urteile vom 27.&nbsp;August 1992 IV&nbsp;R&nbsp;13\/91, BFHE 169, 231, BStBl II 1993, 134, unter II.2.b der Gr&uuml;nde; vom 21.&nbsp;August 1996 X&nbsp;R&nbsp;25\/93, BFHE 181, 284, BStBl II 1997, 44, unter 3. der Gr&uuml;nde, und in BFHE 197, 254, BStBl II 2002, 363, unter II.3. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach dem gesellschaftsrechtlichen Regelstatut gilt f&uuml;r eine GbR das Einstimmigkeitsprinzip (&sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;1 BGB). Das ist nur dann anders, wenn die Gesellschafter gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;2 BGB im Gesellschaftsvertrag vereinbart haben, dass die Beschl&uuml;sse mit der Mehrheit der Stimmen gefasst werden k&ouml;nnen (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Dezember 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;71\/87, BFH\/NV 1992, 551; vom 11.&nbsp;Mai 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;72\/96, BFHE 188, 397, BStBl II 2002, 722). Bei der Beteiligung von Nur-Besitzgesellschaftern an der Besitzpersonengesellschaft liegt keine personelle Verflechtung mit dem Betriebsunternehmen vor, wenn im Besitzunternehmen das Einstimmigkeitsprinzip gilt, da die beherrschende Person oder Personengruppe rechtlich ihren Willen in der Besitzgesellschaft nicht mehr durchsetzen kann. Das gilt jedenfalls dann, wenn das Einstimmigkeitsprinzip auch die laufende Verwaltung der vermieteten Wirtschaftsg&uuml;ter, die sogenannten Gesch&auml;fte des t&auml;glichen Lebens, einschlie&szlig;t (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Januar 1999 IV&nbsp;R&nbsp;96\/96, BFHE 187, 570, BStBl II 2002, 771; in BFHE 235, 231, BStBl II 2012, 136).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist das FG zu Unrecht davon ausgegangen, dass A als Alleingesellschafter der C-GmbH auch in der Kl&auml;gerin seinen gesch&auml;ftlichen Bet&auml;tigungswillen hinsichtlich des Erbbaurechts durchsetzen konnte, weil er &uuml;ber die Verwaltung und die Beendigung des Erbbaurechts allein h&auml;tte bestimmen k&ouml;nnen. Es hat rechtsfehlerhaft der gesellschaftsvertraglichen Vereinbarung zur Einstimmigkeit von Gesellschafterbeschl&uuml;ssen und den Besonderheiten des Erbbaurechts keine entscheidende Bedeutung beigemessen. In einer Gesamtschau lassen die gesellschaftsvertraglichen Regelungen nur die Beurteilung zu, dass A nicht in der Lage war, in der GbR (Kl&auml;gerin) in Bezug auf das Erbbaurecht seinen Willen durchzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das FG hat den GbR-Vertrag so ausgelegt, dass Gesellschafterbeschl&uuml;sse grunds&auml;tzlich mit einfacher Mehrheit zu fassen waren, wobei A die Stimmenmehrheit in H&ouml;he von 90&nbsp;v.H. besa&szlig;. Dar&uuml;ber hinaus habe ihm im Innenverh&auml;ltnis allein die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der Kl&auml;gerin oblegen. A h&auml;tte damit die laufende Verwaltung des Erbbaurechts allein bestimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Auslegung von Willenserkl&auml;rungen geh&ouml;rt zwar grunds&auml;tzlich zu der dem FG obliegenden Feststellung der Tatsachen. Der BFH ist als Revisionsinstanz aber nicht gehindert, die Auslegung des FG daraufhin zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die gesetzlichen Auslegungsregeln (&sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB), die Denkgesetze und die gesetzlichen Erfahrungss&auml;tze zutreffend angewandt worden sind (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;November 2007 IV&nbsp;R&nbsp;62\/05, BFHE 220, 85, BStBl II 2008, 557). Es ist der wirkliche Wille des Erkl&auml;renden zu erforschen und nicht an dem buchst&auml;blichen Sinne des Ausdrucks zu haften. Empfangsbed&uuml;rftige Willenserkl&auml;rungen sind so auszulegen, wie sie der Erkl&auml;rungsempf&auml;nger nach Treu und Glauben mit R&uuml;cksicht auf die Verkehrssitte unter Ber&uuml;cksichtigung aller ihm bekannten Umst&auml;nde verstehen musste (Empf&auml;ngerhorizont). Entspricht die finanzgerichtliche Auslegung diesen Grunds&auml;tzen, ist sie f&uuml;r den erkennenden Senat bindend, auch wenn sie zwar nicht zwingend, aber m&ouml;glich war (vgl. BFH-Urteil in BFHE 220, 85, BStBl II 2008, 557).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Diese Grunds&auml;tze zugrunde gelegt, hat das FG im Streitfall gegen &sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB versto&szlig;en. A konnte hinsichtlich der Durchf&uuml;hrung und der Beendigung des Erbbaurechts seinen Willen in der Kl&auml;gerin rechtlich nicht durchsetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anders als es das FG gesehen hat, l&auml;sst sich aus &sect;&nbsp;7 Nr.&nbsp;2 GbR-Vertrag &#8211;das FG spricht versehentlich von &quot;&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 des Vertrages&quot;&#8211; nicht herleiten, dass A im Innenverh&auml;ltnis alleine die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Kl&auml;gerin oblag. Denn der Regelungsgehalt der Vertragsklausel ist nicht klar bestimmbar. Sie kann sowohl dahingehend interpretiert werden, dass sie lediglich eine Klarstellung f&uuml;r den gesetzlichen Regelfall der gemeinschaftlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Gesellschafter (&sect;&nbsp;709 Abs.&nbsp;1 BGB) enth&auml;lt, als auch dahingehend, dass M nur bei Verhinderung des Gesellschafters A handeln darf. Die Auslegung ergibt daher insoweit kein eindeutiges Ergebnis. Im Streitfall deutet zwar die Regelung des &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GbR-Vertrag auf das Vorliegen einer personellen Verflechtung hin, soweit danach Gesellschafterbeschl&uuml;sse, sofern das Gesetz oder der Vertrag nicht etwas anderes zwingend vorschreiben, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst werden. K&auml;me es allein auf das in &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GbR-Vertrag statuierte Mehrheitsprinzip an, k&ouml;nnte A, der &uuml;ber 90&nbsp;v.H. der Stimmen bei der Kl&auml;gerin verf&uuml;gte, auch dort seinen Willen durchsetzen. Diese Sichtweise misst jedoch der im Streitfall vorliegenden Regelung des &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GbR-Vertrag zur Einstimmigkeit von Gesellschafterbeschl&uuml;ssen hinsichtlich des Abschlusses von Erbbaurechtsvertr&auml;gen und den Besonderheiten des Erbbaurechts nur ungen&uuml;gende Bedeutung bei. Denn die Beherrschung muss sich insbesondere auf das Nutzungsverh&auml;ltnis hinsichtlich der wesentlichen Betriebsgrundlage beziehen. Dies richtet sich nach den tats&auml;chlichen Umst&auml;nden des Einzelfalles.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf einen Einfluss des A auf die laufende Verwaltung des bestellten Erbbaurechts ist dabei nicht entscheidend abzustellen, da im Streitfall nach Abschluss des Erbbaurechtsvertrages kaum Verwaltungsgesch&auml;fte anfielen. Der Verwaltung des Erbbaurechts ist in diesem Fall nur geringe Bedeutung beizumessen. Entscheidend gegen eine Beherrschungsidentit&auml;t durch A spricht indes, dass bei der Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GbR-Vertrag ein einstimmiger Gesellschafterbeschluss von A und M zum Abschluss des Erbbaurechtsvertrages erforderlich war, und A auch keine rechtliche M&ouml;glichkeit hatte, dessen Beendigung vor dem vereinbarten Zeitablauf nach 49&nbsp;Jahren alleine herbeizuf&uuml;hren. Dem FG ist nicht darin zu folgen, dass A als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer und Mehrheitsgesellschafter der Kl&auml;gerin und Alleingesellschafter der C-GmbH die M&ouml;glichkeit hatte, den Erbbaurechtsvertrag jederzeit durch den Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder durch die Schaffung der Voraussetzungen f&uuml;r einen Heimfall und die Aus&uuml;bung des Heimfallrechts zu beenden. Eine solche Auffassung ber&uuml;cksichtigt nicht die Besonderheiten des Erbbaurechts und des GbR-Vertrages. Ist das Erbbaurecht &#8211;wie im Streitfall f&uuml;r 49&nbsp;Jahre&#8211; f&uuml;r bestimmte Zeit bestellt, dann endet es mit dem Ablauf dieser Zeit (&sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 ErbbauRG). Sobald das Erbbaurecht &#8211;wie im Streitfall&#8211; im Grundbuch eingetragen und damit zur Entstehung gelangt ist, k&ouml;nnen gesetzliche oder vertragliche R&uuml;cktritts- oder K&uuml;ndigungsrechte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;4 ErbbauRG nicht mehr ausge&uuml;bt werden; es verbleibt nur die Aus&uuml;bung eines etwaigen Heimfallanspruchs nach &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 ErbbauRG (Bardenhewer in Ingenstau\/Hustedt, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;53). Unbeschadet dessen, dass mit der Eintragung im Grundbuch der Bestand des Erbbaurechts f&uuml;r seine gesamte, von Anfang an vorgesehene Dauer gesichert (vgl. v.&nbsp;Oefele\/Winkler, Handbuch des Erbbaurechts, 5.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;2.139) und A deshalb bereits rechtlich die einseitige Beendigung nicht m&ouml;glich war, ergibt sich auch aus dem in &sect;&nbsp;2 GbR-Vertrag geregelten Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin, der die Verwaltung eigener Grundst&uuml;cke insbesondere durch die Bestellung von Erbbaurechten vorsieht, dass eine Beendigung des Erbbaurechtsvertrages durch A den Grundlagengesch&auml;ften zuzurechnen ist, weil eine solche die Erf&uuml;llung des Gesellschaftszwecks unm&ouml;glich machen w&uuml;rde. Da &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GbR-Vertrag mit seinen dem Einstimmigkeitserfordernis unterliegenden Beschlussgegenst&auml;nden an die Verfolgung des dargestellten Gesellschaftszwecks ankn&uuml;pft, ist die Regelung dahingehend auszulegen, dass die den Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin vereitelnden Gesch&auml;fte nach &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GbR-Vertrag eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses bed&uuml;rfen. Dieses Einstimmigkeitserfordernis umfasst auch die Beendigung als actus contrarius zum Abschluss eines Erbbaurechtsvertrages. Aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (z.B. Urteil vom 17.&nbsp;September 2013 II&nbsp;ZR&nbsp;68\/11, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungsreport Zivilrecht 2014, 349, unter II.2.a&nbsp;aa&nbsp;(2), m.w.N.), wonach eine im Gesellschaftsvertrag vorgesehene Mehrheitsentscheidung auch f&uuml;r die Grundlagen der Gesellschaft ber&uuml;hrende Ma&szlig;nahmen ausreichend sein kann, folgt kein anderes Ergebnis, weil die Auslegung von &sect;&nbsp;2 und &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GbR-Vertrag im Streitfall gerade ergibt, dass die Beendigung des Erbbaurechtsvertrages nicht nur einer Mehrheitsentscheidung, sondern einem einstimmig zu fassenden Gesellschafterbeschluss unterfallen soll.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen geht das FG bei seiner W&uuml;rdigung unzutreffend davon aus, dass es unerheblich sei, ob der Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder die Schaffung der Voraussetzungen f&uuml;r einen Heimfall wirtschaftlich sinnvoll gewesen w&auml;ren. Diese Sichtweise l&auml;sst au&szlig;er Acht, dass die Beurteilung, ob A seinen Willen auch in der Kl&auml;gerin (GbR) hinsichtlich des Erbbaurechtsverh&auml;ltnisses durchsetzen konnte, anhand der tats&auml;chlichen Umst&auml;nde zu treffen ist. Dies schlie&szlig;t es aus, rein hypothetische, lebensfremde oder fernliegende Geschehensabl&auml;ufe, f&uuml;r deren Eintritt keine Anhaltspunkte bestehen, zu ber&uuml;cksichtigen. Die vom FG angenommenen M&ouml;glichkeiten des A, den Erbbaurechtsvertrag jederzeit durch Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder Schaffung der Voraussetzungen f&uuml;r einen Heimfall und die Aus&uuml;bung des Heimfallrechts zu beenden, sind im Streitfall lediglich hypothetischer Natur. F&uuml;r den tats&auml;chlichen Eintritt solcher Ma&szlig;nahmen bestehen keine Anhaltspunkte. Vielmehr widerspr&auml;chen sie dem Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin und h&auml;tten erhebliche wirtschaftliche Nachteile f&uuml;r die Kl&auml;gerin und die C-GmbH zur Folge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Scheidet im Streitfall somit eine sachliche Verflechtung mit der D-GmbH und eine personelle Verflechtung mit der C-GmbH und damit in beiden F&auml;llen die Annahme einer Betriebsaufspaltung aus, hat die Kl&auml;gerin im Rahmen des Erbbaurechtsverh&auml;ltnisses lediglich Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielt. Das Urteil des FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen und daher insgesamt aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist spruchreif. Die ge&auml;nderten Bescheide &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006, jeweils vom 4.&nbsp;Dezember 2009, sowie die Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 bis 2009 werden aufgehoben und in den Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Jahre 2007 bis 2009 vom 17.&nbsp;August 2015 werden anstelle der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb antragsgem&auml;&szlig; Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 149.403&nbsp;EUR f&uuml;r 2007, in H&ouml;he von 149.388&nbsp;EUR f&uuml;r 2008 und in H&ouml;he von 149.387&nbsp;EUR f&uuml;r 2009 festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.9.2015, IV R 9\/13 Keine Betriebsaufspaltung zwischen Eigent&uuml;mer und Mieter bei Vermietung durch Erbbauberechtigten &#8211; Fehlende sachliche Verflechtung und personelle Verflechtung Leits&auml;tze Bestellt der Eigent&uuml;mer an einem unbebauten Grundst&uuml;ck ein Erbbaurecht und errichtet der Erbbauberechtigte ein Geb&auml;ude, das er an ein Betriebsunternehmen vermietet, fehlt zwischen dem Eigent&uuml;mer und dem Betriebsunternehmen die f&uuml;r &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-9-13-keine-betriebsaufspaltung-zwischen-eigentuemer-und-mieter-bei-vermietung-durch-erbbauberechtigten-fehlende-sachliche-verflechtung-und-personelle-verflechtung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;9\/13 &#8211; Keine Betriebsaufspaltung zwischen Eigent&uuml;mer und Mieter bei Vermietung durch Erbbauberechtigten &#8211; Fehlende sachliche Verflechtung und personelle Verflechtung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65625"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65625\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}