{"id":65633,"date":"2015-12-30T17:16:53","date_gmt":"2015-12-30T15:16:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65633"},"modified":"2015-12-30T17:16:53","modified_gmt":"2015-12-30T15:16:53","slug":"vi-r-22-14-aufwendungen-fuer-besuchsfahrten-des-ehegatten-keine-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-22-14-aufwendungen-fuer-besuchsfahrten-des-ehegatten-keine-werbungskosten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;22\/14 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten des Ehegatten keine Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.10.2015, VI R 22\/14<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten des Ehegatten keine Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten eines Ehepartners zur ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsst&auml;tte des anderen Ehepartners sind auch bei einer l&auml;ngerfristigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit des anderen Ehepartners grunds&auml;tzlich nicht als Werbungskosten abziehbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 28. August 2013&nbsp;&nbsp;12 K 339\/10 E aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) wurde f&uuml;r das Streitjahr (2007) zusammen mit seiner Ehefrau (E) zur Einkommensteuer veranlagt. Er erzielte als Monteur Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. E erzielte als Hausfrau keine Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr war der Kl&auml;ger auf verschiedenen Baustellen im Ausland eingesetzt. In der Zeit vom 27.&nbsp;August 2007 bis zum 12.&nbsp;Oktober 2007 war er auf einer Baustelle in den Niederlanden t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger f&uuml;hrte am 15.\/16.&nbsp;September 2007 und am 29.\/30.&nbsp;September 2007 Fahrten von seiner T&auml;tigkeitsst&auml;tte in den Niederlanden zu der gemeinsam mit E genutzten Wohnung in A und zur&uuml;ck durch. E besuchte den Kl&auml;ger am 9.\/10.&nbsp;September 2007, am 23.\/24.&nbsp;September 2007 und am 6.\/7.&nbsp;Oktober 2007 in den Niederlanden. Die Aufwendungen f&uuml;r diese Fahrten der E (520&nbsp;km x 0,30&nbsp;EUR x 3&nbsp;Fahrten = 468&nbsp;EUR) machte der Kl&auml;ger als Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend. Zur Begr&uuml;ndung trug er vor, er habe aus beruflichen Gr&uuml;nden die Fahrten nicht selbst durchf&uuml;hren k&ouml;nnen. Die Arbeitgeberin des Kl&auml;gers bescheinigte in einem Schreiben vom 4.&nbsp;Februar 2013, dass die Anwesenheit des Kl&auml;gers auf der Baustelle im Jahr 2007 an den Wochenenden aus produktionstechnischen Gr&uuml;nden erforderlich gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen f&uuml;r die vorgenannten Fahrten der E auch im Einspruchsverfahren nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1289 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt. Die Fahrtkosten seien beruflich veranlasst. Der Kl&auml;ger habe die Fahrten zum Familienwohnsitz selbst nicht durchf&uuml;hren k&ouml;nnen, da dienstliche Gr&uuml;nde seine Anwesenheit auf der Baustelle in den Niederlanden auch an den Wochenenden erfordert h&auml;tten. Im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung lasse die Rechtsprechung den Aufwand f&uuml;r eine sogenannte umgekehrte Familienheimfahrt durch den Ehegatten zum Werbungskostenabzug zu, wenn der Steuerpflichtige die Familienheimfahrt aus beruflichen Gr&uuml;nden nicht selbst durchf&uuml;hren k&ouml;nne. Im Streitfall k&ouml;nne diese Wertung nicht anders ausfallen. M&uuml;sse ein Steuerpflichtiger bei einer Besch&auml;ftigung an st&auml;ndig wechselnden Arbeitsst&auml;tten aus betrieblichen Gr&uuml;nden vor Ort bleiben, seien auch die Kosten, die durch die Fahrt des Ehegatten an den Einsatzort des ausw&auml;rts t&auml;tigen Steuerpflichtigen entst&uuml;nden, Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Abweisung der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Aufwendungen f&uuml;r die Besuchsfahrten der E zu Unrecht als Werbungskosten zum Abzug zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung sind Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit i.S. von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) Aufwendungen, die durch den Beruf des Steuerpflichtigen veranlasst sind (z.B. Senatsurteil vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2001 VI&nbsp;R&nbsp;175\/99, BFHE 195, 225, BStBl II 2001, 585, m.w.N., und Senatsbeschluss vom 2.&nbsp;Februar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;15\/10, BFHE 232, 494, BStBl II 2011, 456; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a). Eine solche Veranlassung liegt vor, wenn ein objektiver Zusammenhang mit dem Beruf besteht und wenn die Aufwendungen subjektiv zur F&ouml;rderung des Berufs get&auml;tigt werden (z.B. Senatsurteil vom 17.&nbsp;Dezember 2002 VI&nbsp;R&nbsp;137\/01, BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407, m.w.N.; BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45, und in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beruflich veranlasste Fahrtkosten sind Erwerbsaufwendungen und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich in H&ouml;he des daf&uuml;r tats&auml;chlich entstandenen Aufwands als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteile vom 10.&nbsp;Juli 2008 VI&nbsp;R&nbsp;21\/07, BFHE 222, 391, BStBl II 2009, 818, und vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;R&nbsp;74\/13, BFHE 245, 56, BStBl II 2014, 854).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG geh&ouml;ren zu den Werbungskosten auch notwendige Mehraufwendungen, die einem Arbeitnehmer wegen einer aus beruflichem Anlass begr&uuml;ndeten doppelten Haushaltsf&uuml;hrung entstehen. Aufwendungen f&uuml;r die Wege vom Besch&auml;ftigungsort zum Ort des eigenen Hausstands und zur&uuml;ck (Familienheimfahrten) k&ouml;nnen jeweils f&uuml;r eine Familienheimfahrt w&ouml;chentlich abgezogen werden (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist das FG rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass dem Kl&auml;ger durch die Besuchsreisen der E vom gemeinsamen Familienwohnsitz in A zu seinem Besch&auml;ftigungsort in den Niederlanden Werbungskosten entstanden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die betreffenden Reisen der E sind keine Familienheimfahrten i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG. Der Kl&auml;ger unterhielt an seinem Besch&auml;ftigungsort in den Niederlanden weder eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung (1) noch nahm er die fraglichen Fahrten selbst vor (2), wie es Familienheimfahrten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG erfordern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung ist nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG gegeben, wenn der Arbeitnehmer au&szlig;erhalb des Ortes, in dem er einen eigenen Hausstand unterh&auml;lt, besch&auml;ftigt ist und auch am Besch&auml;ftigungsort wohnt. Besch&auml;ftigungsort i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG ist nur der Ort der langfristig und dauerhaft angelegten Arbeitsst&auml;tte (Senatsurteil vom 11.&nbsp;Mai 2005 VI&nbsp;R&nbsp;34\/04, BFHE 209, 527, BStBl II 2005, 793). Der Kl&auml;ger unterhielt in den Niederlanden indes keine dauerhaft angelegte Arbeitsst&auml;tte; vielmehr war er dort ausw&auml;rts t&auml;tig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG war der Kl&auml;ger in der Zeit vom 27.&nbsp;August 2007 bis zum 12.&nbsp;Oktober 2007 auf einer Baustelle in den Niederlanden besch&auml;ftigt. Hierbei handelte es sich um eine Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit, wie zwischen den Beteiligten &#8211;zu Recht&#8211; nicht streitig ist. Denn Bauausf&uuml;hrungen oder Montagen (&sect;&nbsp;12 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung) sind keine regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tten (Senatsurteile in BFHE 245, 56, BStBl II 2014, 854, und vom 11.&nbsp;Juli 2013 VI&nbsp;R&nbsp;62\/12, BFH\/NV 2014, 147, m.w.N.). Der Bezug einer Unterkunft an typischerweise st&auml;ndig wechselnden beruflichen T&auml;tigkeitsst&auml;tten begr&uuml;ndet damit keine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 EStG (Senatsurteil in BFHE 209, 527, BStBl II 2005, 793).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Reisen der E sind zudem keine Familienheimfahrten i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG. Die Norm erfasst nicht die im Streitfall vorliegenden Besuchsreisen des Ehepartners vom Familienwohnsitz an den Besch&auml;ftigungsort des Arbeitnehmers, sondern den umgekehrten Fall, dass der steuerpflichtige Arbeitnehmer (Kl&auml;ger) die Fahrt vom Familienwohnsitz an den Besch&auml;ftigungsort selbst vornimmt (Senatsbeschluss in BFHE 232, 494, BStBl II 2011, 456).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Aufwendungen f&uuml;r die Besuchsfahrten der E zum Besch&auml;ftigungsort des Kl&auml;gers in den Niederlanden sind entgegen der Ansicht des FG auch nicht nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG als Werbungskosten abzugsf&auml;hig. Denn sie sind nicht beruflich veranlasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Beruflich veranlasst sind grunds&auml;tzlich nur die Mobilit&auml;tskosten des steuerpflichtigen Arbeitnehmers selbst f&uuml;r seine eigenen beruflichen Fahrten. Die Aufwendungen f&uuml;r derartige Fahrten sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung beruflich veranlasst und als Werbungskosten abziehbar, weil der Steuerpflichtige sich aus beruflichem Anlass zu seiner T&auml;tigkeitsst&auml;tte begeben hatte, um dort seine Berufst&auml;tigkeit auszu&uuml;ben. Der Weg zur T&auml;tigkeitsst&auml;tte und zur&uuml;ck ist notwendige Voraussetzung zur Erzielung von Eink&uuml;nften. Da der Arbeitnehmer typischerweise nicht am Ort seiner beruflichen (Ausw&auml;rts-)T&auml;tigkeit wohnt und auch nicht wohnen kann, kann er nur t&auml;tig werden, wenn er sich zu seiner T&auml;tigkeitsst&auml;tte begibt (Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;Januar 2008 VI&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234, unter B.VI.1.c&nbsp;bb, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Anders verh&auml;lt es sich jedoch bei den im Streitfall zu beurteilenden Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten der Ehefrau des steuerpflichtigen Arbeitnehmers zu dessen (ausw&auml;rtiger) T&auml;tigkeitsst&auml;tte. Diese Fahrten dienen grunds&auml;tzlich nicht der F&ouml;rderung des Berufs und sind daher keine Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die berufliche Veranlassung solcher Fahrten des Ehepartners ist in der Regel auch dann nicht gegeben, wenn der Arbeitnehmer eine f&uuml;r ihn beruflich veranlasste Fahrt zwischen seiner ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsst&auml;tte und der Wohnung nicht selbst durchf&uuml;hren kann, weil seine Anwesenheit am ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsort z.B. aufgrund einer Weisung oder Empfehlung des Arbeitgebers oder aus anderen dienstlichen Gr&uuml;nden erforderlich ist. Der Ersatzcharakter der Fahrt als solcher vermag die berufliche Veranlassung der an sich privaten Fahrt des Ehepartners nicht zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Der Senat braucht im Streitfall nicht zu entscheiden, ob und unter welchen Voraussetzungen in besonders gelagerten Ausnahmef&auml;llen die Notwendigkeit, private Dinge durch einen Besuch des Ehepartners bei dem Steuerpflichtigen zu regeln, durch den dienstlichen Einsatz des Steuerpflichtigen an dessen ausw&auml;rtiger T&auml;tigkeitsst&auml;tte in einem solchen Ma&szlig;e beruflich veranlasst sein kann, dass private Veranlassungsbeitr&auml;ge dahinter zur&uuml;cktreten und die Fahrt des Ehepartners zum Steuerpflichtigen deshalb nicht als private Besuchsfahrt, sondern ausnahmsweise als beruflich veranlasst anzusehen ist. Denn ein solcher Ausnahmefall ist vorliegend nicht gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, an die der Senat mangels durchgreifender Verfahrensr&uuml;gen gebunden ist (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), nahm der Kl&auml;ger w&auml;hrend seiner vom 27.&nbsp;August 2007 bis zum 12.&nbsp;Oktober 2007 dauernden Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit am 15.\/16.&nbsp;September 2007 und am 29.\/30.&nbsp;September 2007 selbst Fahrten zu dem gemeinsam mit E genutzten Familienwohnsitz vor, w&auml;hrend E den Kl&auml;ger am 9.\/10.&nbsp;September 2007, am 23.\/24.&nbsp;September 2007 und am 6.\/7.&nbsp;Oktober 2007 in den Niederlanden besuchte. Die Ehepartner haben sich mithin w&auml;hrend einer nur relativ kurzfristigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit von wenigen Wochen an den Wochenenden regelm&auml;&szlig;ig gegenseitig besucht. Unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden stellen die Fahrten der E daher noch typische private Wochenendreisen dar, f&uuml;r die ein Werbungskostenabzug nicht in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Der Schutz der Ehe aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) rechtfertigt kein anderes Ergebnis. Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG sch&uuml;tzt jede Ehe und Familie und garantiert zugleich eine Sph&auml;re privater Lebensgestaltung, die staatlicher Einwirkung entzogen ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4.&nbsp;Dezember 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;400\/98, 2&nbsp;BvR&nbsp;1735\/00, BVerfGE 107, 27, BStBl II 2003, 534, m.w.N.). Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 GG gebietet es jedoch nicht, Aufwendungen f&uuml;r die private Reise des einen Ehegatten an den Besch&auml;ftigungsort des anderen Ehegatten zum Werbungskostenabzug zuzulassen (Senatsbeschluss in BFHE 232, 494, BStBl II 2011, 456).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Da der Kl&auml;ger &#8211;wie oben dargelegt wurde&#8211; in den Niederlanden keine doppelte Haushaltsf&uuml;hrung unterhielt, kann der Senat dahinstehen lassen, ob er an seiner Rechtsprechung, nach der sog. umgekehrte Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung als Werbungskosten nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abziehbar sein k&ouml;nnen (Senatsurteile vom 29.&nbsp;Januar 1965 VI&nbsp;209\/64, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1965, 373, und vom 3.&nbsp;November 1965 VI&nbsp;14\/65&nbsp;U, BFHE 84, 207, BStBl III 1966, 75; ebenso Senatsurteile vom 2.&nbsp;Juli 1971 VI&nbsp;R&nbsp;35\/68, BFHE 103, 333, BStBl II 1972, 67; vom 21.&nbsp;August 1974 VI&nbsp;R&nbsp;201\/72, BFHE 113, 444, BStBl II 1975, 64, und vom 28.&nbsp;Januar 1983 VI&nbsp;R&nbsp;136\/79, BFHE 137, 496, BStBl II 1983, 313), weiter festh&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Streitfall ist auch nicht mit dem Sachverhalt vergleichbar, &uuml;ber den der Senat in seinem Urteil vom 5.&nbsp;Juli 2012 VI&nbsp;R&nbsp;50\/10 (BFHE 238, 405, BStBl II 2013, 282) zu entscheiden hatte. Der Senat hat in jenem Urteil eigene Aufwendungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r von ihm gef&uuml;hrte Telefonate w&auml;hrend einer mindestens einw&ouml;chigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit als Werbungskosten anerkannt. Die beruflich veranlassten Mehraufwendungen des Steuerpflichtigen f&uuml;r Telekommunikation, die sich aus der Notwendigkeit ergeben, bei einer Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit private Dinge mittels Telekommunikation aus der Ferne regeln zu m&uuml;ssen, sind nicht vergleichbar mit den hier zu beurteilenden Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten der Ehegattin zum ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsort des steuerpflichtigen Arbeitnehmers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Da die Revision des FA mit der Sachr&uuml;ge Erfolg hat, kommt es nicht mehr darauf an, ob dem FG der vom FA ger&uuml;gte Verfahrensfehler unterlaufen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.10.2015, VI R 22\/14 Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten des Ehegatten keine Werbungskosten Leits&auml;tze Aufwendungen f&uuml;r Besuchsfahrten eines Ehepartners zur ausw&auml;rtigen T&auml;tigkeitsst&auml;tte des anderen Ehepartners sind auch bei einer l&auml;ngerfristigen Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit des anderen Ehepartners grunds&auml;tzlich nicht als Werbungskosten abziehbar. Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 28. 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