{"id":65636,"date":"2015-12-30T17:16:15","date_gmt":"2015-12-30T15:16:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=65636"},"modified":"2015-12-30T17:16:15","modified_gmt":"2015-12-30T15:16:15","slug":"x-r-43-11-steuerliche-behandlung-der-todesfallleistung-einer-schweizerischen-privatrechtlichen-pensionskasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-43-11-steuerliche-behandlung-der-todesfallleistung-einer-schweizerischen-privatrechtlichen-pensionskasse\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;43\/11 &#8211; Steuerliche Behandlung der Todesfallleistung einer schweizerischen privatrechtlichen Pensionskasse"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.10.2015, X R 43\/11<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerliche Behandlung der Todesfallleistung einer schweizerischen privatrechtlichen Pensionskasse<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &Uuml;berobligatorische Leistungen schweizerischer privatrechtlicher Pensionskassen sind mit denen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung nicht vergleichbar, wenn sie auf einem eigenst&auml;ndigen &uuml;berobligatorischen privatrechtlichen Rechtsverh&auml;ltnis beruhen (Best&auml;tigung der BFH-Urteile vom 26. November 2014 VIII R 38\/10, BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, und VIII R 39\/10, BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. F&uuml;r die Annahme eines solchen eigenst&auml;ndigen vom Obligatorium zu trennenden Rechtsverh&auml;ltnisses m&uuml;ssen nicht nur von der schweizerischen privatrechtlichen Pensionskasse &uuml;berobligatorische Leistungen gew&auml;hrt werden, es ist vielmehr auch erforderlich, dass diese Leistungen auf Beitr&auml;gen beruhen, die nicht bereits durch das Obligatorium geschuldet sind. Es reicht daher nicht aus, wenn sich die schweizerische privatrechtliche Pensionskasse lediglich verpflichtet, &uuml;berobligatorische Leistungen zu erbringen, dieser Verpflichtung aber kein Anspruch auf &uuml;berobligatorische Beitr&auml;ge gegen&uuml;bersteht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 31. August 2011&nbsp;&nbsp;14 K 1502\/09 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der im Inland lebende Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erhielt nach dem Tod seines Vaters am 3.&nbsp;Oktober 2006 im Streitjahr 2007 neben einer Waisenrente eine Todesfallleistung nach dem Pensionskassenreglement der X Stiftung f&uuml;r die berufliche Vorsorge (Pensionskasse). Der 1984 geborene Kl&auml;ger befand sich bis Ende Juli 2007 in einer Ausbildung bei einer Sparkasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pensionskasse ist die Vorsorgeeinrichtung des Arbeitgebers seines verstorbenen Vaters, der seit 1990 zun&auml;chst bei der Y&nbsp;AG und sp&auml;ter bei der Z&nbsp;AG in der Schweiz besch&auml;ftigt war. Die Mitgliedschaft in den Vorsorgeeinrichtungen blieb von dem Arbeitgeberwechsel unber&uuml;hrt. Arbeitsvertraglich war der Beitritt zur Vorsorgeeinrichtung, hier zur Pensionskasse, obligatorisch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Schweiz beruht die Altersvorsorge auf drei S&auml;ulen. Diese sind die soziale Rentenversicherung (Alters- und Hinterlassenenversicherung &#8211;AHV&#8211;) als erste S&auml;ule, die berufliche Kollektivversicherung (Pensions-, Gruppen- und Verbandsversicherung) als zweite S&auml;ule sowie als dritte S&auml;ule die Selbstvorsorge. In Art.&nbsp;113 Abs.&nbsp;2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18.&nbsp;April 1999 (BV) werden die Grunds&auml;tze der beruflichen Vorsorge definiert, wonach diese obligatorisch ist und durch die Beitr&auml;ge der Versicherten mitfinanziert wird. Dabei sind die Arbeitgeber verpflichtet, mindestens die H&auml;lfte der Beitr&auml;ge zu bezahlen. Das Bundesgesetz &uuml;ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 25.&nbsp;Juni 1982 (BVG) sieht in Art.&nbsp;7 vor, dass Arbeitnehmer, die in der Schweiz besch&auml;ftigt sind, das 17.&nbsp;Lebensjahr vollendet haben und mehr als 19.350&nbsp;CHF (Wert ab 2005) verdienen, in einer Personalvorsorgeeinrichtung zu versichern sind. Im Obligatoriumsbereich entstehen die Rechtsbeziehungen zwischen Arbeitnehmer und Vorsorgeeinrichtung gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 BVG mit dem Abschluss eines Arbeitsvertrags. Der Arbeitgeber, der obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer besch&auml;ftigt, muss nach Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 BVG eine in das Register f&uuml;r die berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich einer solchen anschlie&szlig;en. Jedem Versicherten wird j&auml;hrlich ein bestimmter Prozentsatz seines koordinierten Lohns f&uuml;r die Vorsorge im Alter gutgeschrieben (Art.&nbsp;16 BVG). Diese Altersgutschriften sind von der Vorsorgeeinrichtung zu einem vom Bundesrat festgelegten Mindestsatz zu verzinsen (Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 BVG). Die Altersgutschriften samt Zinsen ergeben das Altersguthaben (Art.&nbsp;15 BVG). Das ist das Vorsorgeverm&ouml;gen, das einem Versicherten vom Erreichen des Pensionsalters an zur Finanzierung der Alterspension zur Verf&uuml;gung steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art.&nbsp;18 bis 20a BVG sehen abschlie&szlig;end vor, wem beim Tod der versicherten Person ein direkter Anspruch auf Vorsorgeleistungen einger&auml;umt wird. Soweit keine Beg&uuml;nstigten vorhanden sind, f&auml;llt das Kapital nicht in die Erbmasse, sondern verbleibt als freies Stiftungskapital in der Vorsorgeeinrichtung. Nach Art.&nbsp;22 BVG entsteht der Anspruch auf Hinterlassenenleistung mit dem Tod des Versicherten, fr&uuml;hestens jedoch mit Beendigung der vollen Lohnfortzahlung. Der Leistungsanspruch f&uuml;r Waisen erlischt grunds&auml;tzlich mit dem Tod des Waisen oder mit Vollendung des 18.&nbsp;Lebensjahres. Befindet sich ein Kind in der Ausbildung, besteht der Anspruch bis zur Vollendung des 25.&nbsp;Lebensjahres fort. Die Hinterlassenenleistung wird grunds&auml;tzlich als Rente ausbezahlt (Art.&nbsp;37 Abs.&nbsp;1 BVG). Sie ist jedoch gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;37 Abs.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;a BVG kapitalisierbar. Wird reglementarisch anstelle der Gew&auml;hrung einer Rente die M&ouml;glichkeit eines Kapitalbezugs einger&auml;umt, entspricht die H&ouml;he der Kapitalauszahlung dem kapitalisierten Wert der Rente und nicht dem vorhandenen Altersguthaben. Im Obligatorium betr&auml;gt die Hinterlassenenrente f&uuml;r Waisen nach Art.&nbsp;21 BVG 20&nbsp;% der Invalidenrente, auf die der verstorbene Versicherte Anspruch gehabt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem BVG besteht im Obligatorium kein Anspruch der Hinterbliebenen auf ein Todesfallkapital der beruflichen Vorsorge. Gelangt beim Tod eines Versicherten anstelle oder auch zus&auml;tzlich zu den obligatorischen Leistungen ein Teil des Altersguthabens zur Auszahlung, handelt es sich um eine &uuml;berobligatorische Leistung, die durch das Reglement der Vorsorgeeinrichtung begr&uuml;ndet wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Leistungen der Pensionskasse des verstorbenen Vaters des Kl&auml;gers richten sich nach dem &quot;Vorsorgereglement f&uuml;r die BVG-Basisversorgung&quot; der Pensionskasse vom 1.&nbsp;Januar 2006 (Vorsorgereglement). In dessen Ziffer&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 wird zun&auml;chst festgelegt, dass in jedem Fall die nach dem BVG vorgesehenen Mindestleistungen gew&auml;hrleistet werden. Nach Ziffer&nbsp;3 des Vorsorgereglements werden die Beziehungen zwischen der Pensionskasse und den Versicherten oder Anspruchsberechtigten durch das Vorsorgereglement und, soweit es um die Art und H&ouml;he der Vorsorgeleistungen sowie deren Finanzierung geht, f&uuml;r jedes Vorsorgewerk durch einen Vorsorgeplan geregelt. Als Todesfallleistungen sieht das Vorsorgereglement neben der Ehegatten-, Lebenspartner- und Waisenrente auch die Auszahlung eines Todesfallkapitals vor, auf das die in der Ziffer&nbsp;29 genannten Personen einen Anspruch haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pensionskasse errechnete in der &quot;Leistungsabrechnung berufliche Vorsorge&quot; vom 16.&nbsp;Februar 2007 das dem Kl&auml;ger zustehende Todesfallkapital mit 200.800&nbsp;CHF und wies gleichzeitig darauf hin, dass dieser die Waisenrentenabrechnung separat erhalte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger sah in dem Erhalt des Todesfallkapitals keinen steuerpflichtigen Bezug. Demgegen&uuml;ber meinte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;), die Leistungen aus der Pensionskasse seien wie Leistungen aus der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zu behandeln, und besteuerte das Todesfallkapital als andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr g&uuml;ltigen Fassung (EStG) mit einem Besteuerungsanteil von 54&nbsp;%.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Klageverfahren vertrat der Kl&auml;ger die Auffassung, es handele sich nicht um die klassische Auszahlung eines Altersguthabens aus der Pensionskasse, sondern um die Auszahlung einer Leistung aufgrund eines versicherten Risikos. Durch den Beitritt seines Vaters in die Pensionskasse sei dessen Todesfallrisiko versichert worden. In den an die Pensionskasse geleisteten Zahlungen seien demzufolge sowohl ein Beitrag f&uuml;r das Altersguthaben als auch ein Risikobeitrag enthalten gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) entschied mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2011, 2158 ver&ouml;ffentlichten Urteil, das von der Pensionskasse an den Kl&auml;ger ausgezahlte Todesfallkapital sei nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG steuerpflichtig, da es sich nicht um eine Zahlung einer gesetzlichen Rentenversicherung handele. Die Todesfallleistung beruhe auch weder auf einem Altersvorsorgevertrag i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG noch werde sie von einer anderen Einkunftsart erfasst. Die Zinsen aus den Sparanteilen k&ouml;nnten nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung (EStG 2004) i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seine Revision begr&uuml;ndet das FA mit der Verletzung materiellen Rechts. Soweit die Pensionskasse Leistungen auszahle, die &#8211;wie im Streitfall, so das FA&#8211; lediglich auf obligatorischen Beitr&auml;gen nach dem BVG beruhten, seien diese &ouml;ffentlich-rechtlicher Art und w&uuml;rden durch &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG erfasst. Die gegenteilige Auffassung des FG greife zu kurz. K&ouml;nnten Leistungen, die auf Altersvorsorgeaufwendungen beruhten, nicht in voller H&ouml;he besteuert werden, versto&szlig;e dies gegen die mit der Einf&uuml;hrung des Alterseink&uuml;nftegesetzes vom 5.&nbsp;Juli 2004 (&#8211;AltEinkG&#8211;, BGBl I 2004, 1427) verfolgte Absicht des Gesetzgebers, Leistungen aus gesetzlichen Rentenversicherungen voll zu versteuern. Hilfsweise seien die im ausbezahlten Todesfallkapital enthaltenen Zinsanteile gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2004 steuerpflichtig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>unter Aufhebung des angefochtenen Urteils die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es bestehe keine gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers zum Abschluss einer Todesfallversicherung. Damit handele es sich um eine zus&auml;tzliche freiwillige Leistung, die auf einer privatrechtlichen Rechtsbeziehung zwischen dem Kl&auml;ger und der Pensionskasse beruhe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die bislang getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG tragen seine Entscheidung nicht, die Steuerpflicht des dem Kl&auml;ger ausbezahlten Todesfallkapitals gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu verneinen. Der gerichtlich festgestellte Sachverhalt l&auml;sst indes kein abschlie&szlig;endes Urteil in der Sache zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Gegensatz zur Auffassung des FG k&ouml;nnte in der Gew&auml;hrung des Todesfallkapitals durch die schweizerische Pensionskasse eine andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG liegen, die von einer der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbaren ausl&auml;ndischen Versorgungseinrichtung erbracht wurde. Unerheblich ist, dass es sich nicht um wiederkehrende Bez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG handelt (vgl. Senatsurteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;3\/12, BFHE 243, 287, BStBl II 2014, 58).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Einordnung des Todesfallkapitals als andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG ist zum einen entscheidend, dass die Pensionskasse nach ihrer Art und Struktur und den von ihr im Versorgungsfall zu erbringenden Leistungen bei rechtsvergleichender Betrachtung der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung entspricht (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Entscheidungen vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2010 X&nbsp;B&nbsp;142\/09, BFH\/NV 2010, 1275, Rz&nbsp;31, und vom 26.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/10, BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;28&nbsp;ff., m.w.N.). Zum anderen ist f&uuml;r die Vergleichbarkeitspr&uuml;fung nicht nur die ausl&auml;ndische Vorsorgeeinrichtung, sondern auch die von dieser ausgezahlte Leistung in den Blick zu nehmen (BFH-Urteil in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;28; so auch Senatsurteile vom 14.&nbsp;Juli 2010 X&nbsp;R&nbsp;37\/08, BFHE 230, 361, BStBl II 2011, 628, Rz&nbsp;23, und vom 23.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;33\/10, BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103, Rz&nbsp;17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Qualifizierung von Leistungen schweizerischer Pensionskassen unterscheidet die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung zum einen danach, ob die Leistungen einer &ouml;ffentlich-rechtlichen oder einer privatrechtlichen Pensionskasse zu beurteilen sind und zum anderen danach, ob es sich um Leistungen aus dem Obligatorium oder dem &Uuml;berobligatorium handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In seinem Urteil zur Steuerpflicht der Austrittsleistung einer schweizerischen &ouml;ffentlich-rechtlichen Pensionskasse hat der erkennende Senat entschieden, dass deren Leistungen in dem gesetzlich vorgesehenen Umfang grunds&auml;tzlich mit denen der deutschen Rentenversicherung vergleichbar sind (Senatsurteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103, Rz&nbsp;23&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei privatrechtlichen Pensionskassen bejaht der VIII.&nbsp;Senat des BFH ebenfalls die Vergleichbarkeit mit der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung, aber nur soweit diese privatrechtlichen Pensionskassen Leistungen aus dem Obligatorium erbringen (s. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;39\/10, BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;35&nbsp;ff., und in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;34&nbsp;ff.). In Bezug auf Leistungen einer privatrechtlichen Pensionskasse aus dem &Uuml;berobligatorium, die auf &uuml;berobligatorischen Beitr&auml;gen beruhen, trennt der VIII.&nbsp;Senat das Obligatorium vom &Uuml;berobligatorium. Er ist der Ansicht, der eigenst&auml;ndige privatrechtliche und freiwillige Charakter des &uuml;berobligatorischen Rechtsverh&auml;ltnisses zwischen dem Arbeitnehmer und einer privatrechtlichen Pensionskasse gebiete es, dieses Verh&auml;ltnis nicht nur als Annex zur &ouml;ffentlich-rechtlichen obligatorischen Pflichtmitgliedschaft in der Pensionskasse, sondern als privatrechtliche Rechtsbeziehung anzusehen. Diese unterliege nicht der Besteuerung in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, sondern sei hinsichtlich ihrer Besteuerungsfolgen eigenst&auml;ndig zu w&uuml;rdigen (s. BFH-Urteile in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;49&nbsp;ff., insbesondere Rz&nbsp;53, und in BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;47; zustimmend wohl Miessl, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2015, 683; vgl. dazu auch Portner, Betriebs-Berater 2015, 1952; Levedag, Internationale Wirtschaftsbriefe &#8211;IWB&#8211; 2015, 553; Werth, IStR 2015, 900).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese Rechtsprechung, der sich der erkennende Senat anschlie&szlig;t, setzt damit voraus, dass diese Leistungen auf einem eigenst&auml;ndigen privatrechtlichen Rechtsverh&auml;ltnis beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Annahme eines solchen eigenst&auml;ndigen, vom Obligatorium zu trennenden Rechtsverh&auml;ltnisses ist es erforderlich, dass nicht nur &uuml;berobligatorische Leistungen gew&auml;hrt werden, sondern auch, dass diese Leistungen auf Beitr&auml;gen beruhen, die nicht bereits durch das Obligatorium geschuldet sind. Es reicht nicht aus, wenn sich die privatrechtliche Pensionskasse zwar verpflichtet, &uuml;berobligatorische Leistungen zu erbringen, sie diese Verpflichtung aber nur durch die obligatorischen Beitr&auml;ge erf&uuml;llen kann, da dann kein eigenst&auml;ndiges Rechtsverh&auml;ltnis gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses Ergebnis entspricht dem durch das AltEinkG im EStG verankerten Prinzip der nachgelagerten Besteuerung und der damit verbundenen intertemporalen Korrespondenz (s. dazu Senatsurteil vom 26.&nbsp;November 2008 X&nbsp;R&nbsp;15\/07, BFHE 223, 445, BStBl II 2009, 710, unter II.2.a&nbsp;bb&nbsp;(1)). Danach sind Versorgungsleistungen, die auf obligatorischen, im Zeitpunkt der Beitragszahlung in dem gesetzlich vorgesehenen Umfang (vgl. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;3 EStG) abziehbaren Altersvorsorgeaufwendungen beruhen, im Bezugszeitpunkt nachgelagert &#8211;im &Uuml;bergangszeitraum bis 2040 mit dem Besteuerungsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG&#8211; der Besteuerung zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werden damit von dem versicherten Arbeitnehmer sowie seinem Arbeitgeber lediglich die gesetzlich geschuldeten, obligatorischen Beitr&auml;ge geleistet, k&ouml;nnen die darauf beruhenden Vorsorgeleistungen nur der gesetzlichen Basisversorgung zugeordnet werden, selbst wenn sie &uuml;ber den gesetzlich vorgesehenen Umfang hinausgehen. Das FG ist insoweit von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Senat kann auf der Grundlage der von dem FG getroffenen Feststellungen jedoch nicht beurteilen, ob die Gew&auml;hrung des Todesfallkapitals durch die Pensionskasse im Streitfall dem Obligatorium zuzuordnen ist oder ob bzw. in welchem Umfang sie auf einem eigenst&auml;ndigen privatrechtlichen (&uuml;berobligatorischen) Rechtsverh&auml;ltnis beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem Todesfallkapital gew&auml;hrt die Pensionskasse zwar eine &uuml;berobligatorische Leistung (unter aa); es ist aber nicht gekl&auml;rt, ob der Vater des Kl&auml;gers und\/oder dessen Arbeitgeber lediglich obligatorische Beitr&auml;ge geleistet haben (unter bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat im Ausgangspunkt zu Recht angenommen, das Todesfallkapital in H&ouml;he von 200.800&nbsp;CHF stelle keine Auszahlung der dem Kl&auml;ger gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;18, 20 und 22 BVG zustehenden obligatorischen Waisenrente in kapitalisierter Form dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der &quot;Leistungsabrechnung berufliche Vorsorge&quot; der Pensionskasse vom 16.&nbsp;Februar 2007 geht ausdr&uuml;cklich und unmissverst&auml;ndlich hervor, dass die Auszahlung eines Todesfallkapitals vorliegt, von der die Waisenrente unber&uuml;hrt bleibt, da der Kl&auml;ger die Waisenrentenabrechnung separat erhalten soll. Zudem kann dem Vorsorgereglement in Bezug auf die Todesfallleistungen entnommen werden, dass der Kl&auml;ger als rentenberechtigtes Kind Anspr&uuml;che sowohl auf Waisenrente (Ziffer&nbsp;28 i.V.m. Ziffer&nbsp;50) als auch auf das Todesfallkapital (Ziffer&nbsp;29) hat, sofern &#8211;wie im Streitfall&#8211; ein Ehegatte der versicherten Person nicht vorhanden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weiterhin hat das FG die nicht mit Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und den Senat daher gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen getroffen, dass die Pensionskasse im Obligatorium nach Art.&nbsp;20 BVG nur zur Zahlung einer Waisenrente an den Kl&auml;ger verpflichtet war, ein gesetzlicher Anspruch der Hinterbliebenen auf ein Todesfallkapital der beruflichen Vorsorge jedoch nicht bestand. Demgegen&uuml;ber sieht das Vorsorgereglement in Ziffer&nbsp;29 das Todesfallkapital als zus&auml;tzliche Zahlung neben der Waisenrente vor. Daraus schlie&szlig;t das FG zu Recht, es handele sich in dem Fall, in dem beim Tod eines Versicherten zus&auml;tzlich zu den obligatorischen Leistungen das Todesfallkapital ausgezahlt wird, um eine &uuml;berobligatorische Leistung, auf die der Kl&auml;ger keinen gesetzlichen Anspruch habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Den finanzgerichtlichen Feststellungen ist nicht zu entnehmen, ob der Vater des Kl&auml;gers und\/oder dessen Arbeitgeber verpflichtet gewesen sind, neben den obligatorischen Beitr&auml;gen weitere &uuml;berobligatorische Beitr&auml;ge zu leisten, um den Anspruch auf das (&uuml;berobligatorische) Todesfallkapital zu erwerben. Dies wird von dem FA bestritten. Das FG ist &#8211;von seinem Rechtsstandpunkt aus konsequent&#8211; diesem Gesichtspunkt nicht weiter nachgegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird diesen Aspekt im zweiten Rechtsgang aufzukl&auml;ren haben, um die Frage beantworten zu k&ouml;nnen, ob und inwieweit das Todesfallkapital auf &uuml;berobligatorischen Beitr&auml;gen beruht, da hiervon der Ausgang des Rechtsstreits abh&auml;ngt. Waren n&auml;mlich der Vater des Kl&auml;gers und\/oder dessen Arbeitgeber verpflichtet, auch &uuml;berobligatorische Beitr&auml;ge zu leisten, auf denen das Todesfallkapital beruht, ist insoweit eine Steuerpflicht nicht gegeben (unter 2.). Stellt das FG hingegen fest, dass keine &uuml;berobligatorischen Beitr&auml;ge geleistet wurden, ist die Todesfallleistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu versteuern; eine Steuerfreiheit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG kommt nicht in Betracht (unter 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Stellt das FG fest, das Todesfallkapital beruhe auf &uuml;berobligatorischen Leistungen des Vaters des Kl&auml;gers und\/oder dessen Arbeitgeber, zu denen diese verpflichtet waren, ist die Leistung insoweit steuerfrei. Eine Steuerpflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG scheidet aus den unter II.1.c dargestellten Gr&uuml;nden aus. Das Todesfallkapital kann auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG (unter a) oder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2004 besteuert werden (unter b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG geh&ouml;ren zu den sonstigen Eink&uuml;nften Leistungen aus Altersvorsorgevertr&auml;gen, Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen. Soweit die Leistungen nicht auf Beitr&auml;gen, auf die &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG, &sect;&nbsp;10a EStG oder Abschnitt&nbsp;XI des EStG angewendet wurden, nicht auf Zulagen im Sinne des Abschnitts&nbsp;XI, nicht auf steuerfreien Leistungen nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;66 EStG und nicht auf Anspr&uuml;chen beruhen, die durch steuerfreie Zuwendungen nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;56 EStG erworben wurden, ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG bei lebenslangen Renten sowie bei Berufsunf&auml;higkeits-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG entsprechend anzuwenden. Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG ist bei Leistungen aus Versicherungsvertr&auml;gen, Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen, die nicht solche nach Buchst.&nbsp;a sind, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG in der jeweils f&uuml;r den Vertrag geltenden Fassung entsprechend anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG ist gegen&uuml;ber anderen Vorschriften die vorrangige Spezialvorschrift f&uuml;r die Leistungen aus Altersvorsorgevertr&auml;gen sowie f&uuml;r Leistungen aus Pensionsfonds, Pensionskassen und Direktversicherungen; sie regelt die steuerliche Behandlung dieser Produkte abschlie&szlig;end (vgl. Gesetzesbegr&uuml;ndung zum Jahressteuergesetz 2007, BTDrucks 16\/2712, 50; s.a. Killat-Risthaus in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;478; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 34.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;125; Fischer in Kirchhof, EStG, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann im Streitfall bereits dahinstehen, ob die schweizerische Pensionskasse &uuml;berhaupt eine Vorsorgeeinrichtung im Sinne dieser Vorschrift darstellt und damit &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG zur Anwendung kommen kann. Selbst wenn die Pensionskasse die an eine Vorsorgeeinrichtung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG zu stellenden Voraussetzungen (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;61&nbsp;ff.) erf&uuml;llen w&uuml;rde, k&auml;me es im Streitfall nicht zur Besteuerung des Todesfallkapitals gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die in die Pensionskasse geleisteten Beitr&auml;ge des Kl&auml;gers wurden n&auml;mlich nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG gef&ouml;rdert, insbesondere waren sie nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG steuerfrei (unter aa). Daher richtet sich die Besteuerung des Todesfallkapitals nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a und b EStG. Im Streitfall sind aber die Voraussetzungen dieser Vorschriften nicht erf&uuml;llt (unter bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach der BFH-Rechtsprechung sind obligatorische Arbeitgeberbeitr&auml;ge zu einer schweizerischen Pensionskasse sowie Arbeitgeberleistungen auf Grundlage der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung sowie der schweizerischen Invalidenversicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 Satz&nbsp;1 EStG, &uuml;berobligatorische Arbeitgeberbeitr&auml;ge zu einer schweizerischen Pensionskasse nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 Satz&nbsp;4 Halbsatz&nbsp;1 EStG dem Grunde nach steuerfrei (s. Urteil vom 24.&nbsp;September 2013 VI&nbsp;R&nbsp;6\/11, BFHE 243, 210, unter II.3.b&nbsp;bb&nbsp;aaa bzw. II.3.b&nbsp;aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Steuerfreistellung der Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG kommt zumindest nach der vor den &Auml;nderungen durch das Jahressteuergesetz 2009 vom 19.&nbsp;Dezember 2008 (BGBl I 2008, 2794, BStBl I 2009, 74) bestehenden Rechtslage, wie im Streitjahr, nicht in Betracht, da &#8211;jedenfalls f&uuml;r Beitr&auml;ge eines ausl&auml;ndischen Arbeitgebers in eine ausl&auml;ndische Pensionskasse f&uuml;r einen nicht der inl&auml;ndischen Rentenversicherungspflicht unterliegenden Arbeitnehmer&#8211; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 EStG die gegen&uuml;ber &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;63 EStG speziellere Vorschrift war (BFH-Urteil in BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;75; so auch Werth, IStR 2015, 900; s.a. die Gesetzesbegr&uuml;ndung zur &Auml;nderung des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;62 durch das Jahressteuergesetz 2009, BTDrucks 16\/10189, 48).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Damit kommen &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz 2 Buchst.&nbsp;a oder Buchst.&nbsp;b EStG zur Anwendung, die jedoch nicht zu einer Steuerpflicht des Todesfallkapitals f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG verweist in Bezug auf die Besteuerungsfolgen auf &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a EStG. Der damit allein anwendbare &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG setzt aber voraus, dass in den einzelnen Bez&uuml;gen Eink&uuml;nfte aus Ertr&auml;gen eines Rentenrechts enthalten sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es. Das FG hat zu Recht erkannt, dass die Auszahlung des Todesfallkapitals an den Tod des Versicherten ankn&uuml;pft und kein Rentenrecht enth&auml;lt. Der Kl&auml;ger hat &#8211;wie im Vorsorgereglement vorgesehen&#8211; das Todesfallkapital gem&auml;&szlig; Ziffer&nbsp;29 neben seiner Waisenrente gem&auml;&szlig; Ziffer&nbsp;28 erhalten, so dass in Bezug auf die Leistung des Todesfallkapitals eine Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a i.V.m. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG ausscheidet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG verweist auf &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG in der jeweils f&uuml;r den Vertrag geltenden Fassung. Nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der im Jahr 1990 &#8211;Beginn der Mitgliedschaft des Vaters des Kl&auml;gers in der Pensionskasse&#8211; g&uuml;ltigen Fassung (EStG 1990) geh&ouml;rten zu den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;ige und rechnungsm&auml;&szlig;ige Zinsen aus den Sparanteilen, die in den Beitr&auml;gen zu Versicherungen auf den Erlebens- oder Todesfall enthalten sind. Dies galt nicht f&uuml;r Zinsen aus Versicherungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b, die mit Beitr&auml;gen verrechnet oder im Versicherungsfall oder im Fall des R&uuml;ckkaufs des Vertrags nach Ablauf von zw&ouml;lf Jahren seit dem Vertragsabschluss ausgezahlt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) F&uuml;r die Anwendung der Steuerbefreiung nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990 auf Kapitalertr&auml;ge aus ausl&auml;ndischen Renten- und Kapitalversicherungen ist nach der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung ma&szlig;geblich, ob der Versicherungsvertrag generell zu den nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 1990 beg&uuml;nstigten Vertragstypen geh&ouml;rt. Entscheidend ist danach, dass der ausl&auml;ndische Vertrag unter den im Gesetz erfassten Versicherungstypus f&auml;llt; die Voraussetzungen des Sonderausgabenabzugs nach dieser Vorschrift m&uuml;ssen hingegen f&uuml;r die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990 nicht vollst&auml;ndig erf&uuml;llt sein (s. BFH-Urteile vom 1.&nbsp;M&auml;rz 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;47\/01, BFHE 211, 436, BStBl II 2006, 365, unter II.2.b; vom 26.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 249, 12, BFH\/NV 2015, 1134, Rz&nbsp;28&nbsp;f., sowie in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;65&nbsp;f., und in BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;51&nbsp;f.). Es ist ebenso unsch&auml;dlich, wenn der ausl&auml;ndischen Versicherungsgesellschaft die Erlaubnis zum Betrieb eines nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG 1990 beg&uuml;nstigten Versicherungszweigs im Inland nicht erteilt worden ist (BFH-Urteil in BFHE 211, 436, BStBl II 2006, 365, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Unter Zugrundelegung dieser Rechtsprechung ist das Todesfallkapital, das auf einer &#8211;&uuml;berobligatorischen&#8211; Verpflichtung der Pensionskasse beruht, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990 steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(aa) Im Streitfall kann es dahinstehen, ob bei der Einordnung der Rechtsbeziehungen zwischen der Pensionskasse und dem Versicherten unter einen bestimmten Vertragstypus nur auf das konkrete Todesfallkapital abzustellen ist oder ob nicht vielmehr die gesamten Versicherungsleistungen in den Blick zu nehmen sind. In beiden F&auml;llen w&auml;re ein Vertragstypus anzunehmen, der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG 1990 beg&uuml;nstigt w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(bb) Bei isolierter Betrachtung nur des Todesfallkapitals handelte es sich um eine Risikolebensversicherung auf den Todesfall gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG 1990. Das durch sie versicherte Risiko, der Tod der versicherten Person, hier der Vater des Kl&auml;gers, h&auml;tte sich realisiert, so dass die Voraussetzung einer Auszahlung &quot;im Versicherungsfall&quot; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG 1990 erf&uuml;llt w&auml;re und das Todesfallkapital als Versicherungsleistung steuerfrei bliebe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(cc) W&uuml;rde der (&uuml;berobligatorische) Anspruch auf das Todesfallkapital hingegen nicht separat beurteilt, sondern die Rechtsbeziehungen zwischen dem Versicherten und der Pensionskasse einheitlich betrachtet, l&auml;ge eine &quot;gemischte Versicherung&quot; vor, in der neben dem Erlebens- auch das Todesfall- und das Invalidit&auml;tsrisiko des Versicherten vor Eintritt in den Ruhestand abgedeckt w&uuml;rde und die Versicherung u.a. ein Kapitalwahlrecht gew&auml;hrte. Damit w&auml;re eine Versicherung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b entweder Doppelbuchst.&nbsp;cc oder dd EStG 1990 anzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung f&uuml;r eine Steuerfreiheit von deren Leistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b Doppelbuchst.&nbsp;cc oder dd EStG 1990 ist zun&auml;chst, dass laufende Beitr&auml;ge entrichtet wurden. Dieses Erfordernis w&uuml;rde durch die Beitr&auml;ge des Vaters des Kl&auml;gers und des Arbeitgebers erf&uuml;llt. Auch die f&uuml;r die Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990 erforderliche zw&ouml;lfj&auml;hrige Mindestlaufzeit w&uuml;rde eingehalten, da der Vater des Kl&auml;gers seit 1990 bis zu seinem Tode im Jahr 2006 der Pensionskasse angeh&ouml;rte. F&uuml;r eine Einordnung unter &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990 ist es &#8211;entgegen der Auffassung des FA&#8211; ausreichend, wenn der Berechtigte die Leistung erst nach Ablauf von zw&ouml;lf Jahren seit Vertragsabschluss erh&auml;lt, auch wenn die Mindestlaufzeit bei Vertragsabschluss nicht ausdr&uuml;cklich vereinbart wurde. Insoweit kann auf die Rechtsprechung des VIII.&nbsp;Senats (BFH-Urteile in BFHE 249, 12, BFH\/NV 2015, 1134, Rz&nbsp;37&nbsp;f. und 44; in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;68, und in BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;55; s. dazu auch Levedag, IWB 2015, 553\/561) verwiesen werden, der sich der erkennende Senat anschlie&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Steuerpflicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG kommt damit nicht in Betracht, auch wenn die Pensionskasse als Vorsorgeeinrichtung im Sinne dieser Vorschrift anzusehen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Erf&uuml;llt die schweizerische Pensionskasse indes die Voraussetzungen einer Versorgungseinrichtung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;5 EStG nicht, entf&auml;llt die Sperrwirkung der spezielleren Vorschrift. Damit kommt &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG unmittelbar zur Anwendung, und zwar grunds&auml;tzlich in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung. Wegen der &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r Altvertr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG f&uuml;hrt dies aber ebenfalls nicht zur Steuerpflicht des Todesfallkapitals.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Vater des Kl&auml;gers seinen Vertrag mit der Pensionskasse bereits im Jahr 1990 und damit vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 abgeschlossen hatte, ist nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz 5 EStG f&uuml;r die Frage der Steuerpflicht der aus diesem Versicherungsvertrag resultierenden au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;igen und rechnungsm&auml;&szlig;igen Zinsen &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG 2004 ma&szlig;geblich. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 entspricht der Vorg&auml;ngervorschrift des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 1990. Die in &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 EStG 2004 zus&auml;tzlich enthaltenen Einschr&auml;nkungen des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG 2004 sind im Streitfall nicht einschl&auml;gig. Der Kl&auml;ger kann daher auch in diesem Fall das Todesfallkapital aus den unter II.2.a&nbsp;bb&nbsp;(2) dargestellten Gr&uuml;nden steuerfrei vereinnahmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Stellt das FG hingegen fest, das Todesfallkapital beruhe lediglich auf den obligatorischen Beitr&auml;gen des Vaters des Kl&auml;gers und\/oder des Arbeitgebers, ist im Streitfall eine der gesetzlichen Rentenversicherung vergleichbare Leistung anzunehmen, so dass das Todesfallkapital als andere Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG mit einem Besteuerungsanteil von 54&nbsp;%, jedoch erm&auml;&szlig;igt, zu besteuern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Steuerfreiheit der Kapitalabfindung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG scheidet nach Ansicht des erkennenden Senats aus. Zwar hat der VIII.&nbsp;Senat die Steuerfreiheit von Kapitalabfindungen einer schweizerischen Pensionskasse nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG in der bis zum 18.&nbsp;Dezember 2006 g&uuml;ltigen Fassung bejaht, sofern diese den Wegfall bestehender Renten- oder Versorgungsanspr&uuml;che kompensieren (s. Urteil in BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, 1139, Rz&nbsp;42&nbsp;ff.). Diese Rechtsprechung kann jedoch im Streitfall keine Anwendung mehr finden. Seit dem Jahressteuergesetz 2007 vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) werden Kapitalabfindungen aufgrund der gesetzlichen Rentenversicherung und aufgrund der Beamtenpensionsgesetze gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG indes nicht mehr generell freigestellt, vielmehr werden die steuerfreien Leistungen nunmehr enumerativ aufgez&auml;hlt. Der erkennende Senat kann es dahinstehen lassen, ob der im Streitjahr geltende neu gefasste &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 EStG auch Leistungen ausl&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen umfasst (vgl. FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 7.&nbsp;Juli 2011&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;1285\/09, EFG 2012, 1557, Rz&nbsp;37, Revision I&nbsp;R&nbsp;83\/11), da das gezahlte Todesfallkapital nicht mit den gesetzlich genannten Leistungen vergleichbar ist. Es kompensiert weder den Wegfall bestehender Renten- oder Versorgungsanspr&uuml;che (s. dazu auch oben II.1.d&nbsp;aa), so dass eine Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG nicht in Betracht kommt, noch bestehen wesentliche &Uuml;bereinstimmungen mit den in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;b EStG genannten Beitragserstattungen sowie den in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;d EStG aufgez&auml;hlten steuerbefreiten Kapitalabfindungen und Ausgleichszahlungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei der Bejahung der Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG ist das von dem Kl&auml;ger bezogene Todesfallkapital gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG erm&auml;&szlig;igt zu besteuern, da diese Leistung eine Verg&uuml;tung f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeiten darstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG gilt auch f&uuml;r Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG. Da die mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG jedes sich &uuml;ber mindestens zwei Veranlagungszeitr&auml;ume erstreckende, der Erzielung von Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 7 EStG dienende Verhalten ist, wird bei den Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG auf die Beitragszahlungen in die Einrichtungen der Basisversorgung abgestellt. Nur aufgrund dieser Beitragsleistungen k&ouml;nnen sp&auml;ter Leibrenten und andere Leistungen vereinnahmt werden. Um dem Charakter der au&szlig;erordentlichen Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 EStG Rechnung zu tragen, darf die Zusammenballung der Eink&uuml;nfte jedoch nicht dem vertragsgem&auml;&szlig;en oder typischen Ablauf der jeweiligen Eink&uuml;nfteerzielung entsprechen. Zur n&auml;heren Begr&uuml;ndung des Vorstehenden wird, um Wiederholungen zu vermeiden, auf das Senatsurteil in BFHE 243, 332, BStBl II 2014, 103 (unter II.7., Rz&nbsp;59&nbsp;ff.; zustimmend BFH-Urteil in BFHE 249, 39, BFH\/NV 2015, 1145, Rz&nbsp;45) verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze kann das Todesfallkapital gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 EStG erm&auml;&szlig;igt besteuert werden. Im Streitfall beruht das Todesfallkapital auf den von dem Vater und\/oder dessen Arbeitgeber von 1990 bis einschlie&szlig;lich 2006 geleisteten Beitr&auml;gen. Die atypische Zusammenballung der Eink&uuml;nfte ist ebenfalls gegeben. Zum einen hat der Kl&auml;ger ausschlie&szlig;lich im Streitjahr das Todesfallkapital gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG &#8211;mit dem entsprechenden nachteiligen Progressionseffekt&#8211; vereinnahmt. Zum anderen ist das Todesfallkapital zwar &quot;vertragsgem&auml;&szlig;&quot;, weil das Vorsorgereglement eine solche M&ouml;glichkeit ausdr&uuml;cklich vorsieht. Sie ist aber atypisch, da wesentliches Charakteristikum der von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG erfassten Eink&uuml;nfte ist, dass sie der Basisversorgung des Versicherten dienen und f&uuml;r diesen Bereich ausschlie&szlig;lich Rentenzahlungen typisch sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 1.10.2015, X R 43\/11 Steuerliche Behandlung der Todesfallleistung einer schweizerischen privatrechtlichen Pensionskasse Leits&auml;tze 1. &Uuml;berobligatorische Leistungen schweizerischer privatrechtlicher Pensionskassen sind mit denen der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung nicht vergleichbar, wenn sie auf einem eigenst&auml;ndigen &uuml;berobligatorischen privatrechtlichen Rechtsverh&auml;ltnis beruhen (Best&auml;tigung der BFH-Urteile vom 26. November 2014 VIII R 38\/10, BFHE 249, 22, BFH\/NV 2015, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-43-11-steuerliche-behandlung-der-todesfallleistung-einer-schweizerischen-privatrechtlichen-pensionskasse\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;43\/11 &#8211; Steuerliche Behandlung der Todesfallleistung einer schweizerischen privatrechtlichen Pensionskasse<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-65636","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65636","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65636"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65636\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}