{"id":6564,"date":"2012-11-30T16:09:35","date_gmt":"2012-11-30T14:09:35","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6564"},"modified":"2012-11-30T16:09:35","modified_gmt":"2012-11-30T14:09:35","slug":"xi-r-13-10-keine-vorsteuerberichtigung-wegen-entnahme-bei-einbringung-einer-vermieteten-wohnung-als-sonderbetriebsvermoegen-in-eine-gbr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-10-keine-vorsteuerberichtigung-wegen-entnahme-bei-einbringung-einer-vermieteten-wohnung-als-sonderbetriebsvermoegen-in-eine-gbr\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/10 &#8211; Keine Vorsteuerberichtigung wegen Entnahme bei Einbringung einer vermieteten Wohnung als Sonderbetriebsverm&ouml;gen in eine GbR"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.1.2012, XI R 13\/10<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Vorsteuerberichtigung wegen Entnahme bei Einbringung einer vermieteten Wohnung als Sonderbetriebsverm&ouml;gen in eine GbR<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) f&uuml;hrte in den Jahren 1995 bis 1997 an seinem in X belegenen Geb&auml;ude erhebliche Bauma&szlig;nahmen durch und machte entsprechende Vorsteuerabzugsbetr&auml;ge geltend. Das bisher einst&ouml;ckige Geb&auml;ude wurde u.a. um zwei Etagen aufgestockt. Das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss vermietete der Kl&auml;ger steuerpflichtig an eine GmbH, &uuml;ber deren Verm&ouml;gen im Jahr 1999 das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet wurde. Danach wurde im Jahr 2000 das 1. Obergeschoss zu einer Wohnung umgebaut und ab Dezember 2000 umsatzsteuerfrei an einen Dritten vermietet. Ab 2004 war die Tochter des Kl&auml;gers Mieterin der Wohnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Umsatzsteuerfestsetzung f&uuml;r 2000 sah der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in der im Jahr 2000 erfolgten steuerfreien Vermietung des 1. Obergeschosses eine &quot;Entnahme&quot; des Geb&auml;udeteils aus dem Unternehmensverm&ouml;gen und berichtigte die bisher anerkannten Vorsteuern von 42.270,17 DM nach &sect; 15a Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (UStG) i.V.m. &sect; 44 Abs. 4 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung dahingehend, dass Vorsteuern in H&ouml;he von (72\/120 von 42.270,17 DM =) 25.362,10 DM zur&uuml;ckgefordert wurden (Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2000 vom 7. September 2004 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 26. Juni 2008).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte u.a. aus, das FA sei zu Recht von einer &quot;Entnahme&quot; der Wohnung aus dem unternehmerischen Bereich des Kl&auml;gers ausgegangen. Entsprechend dem Vortrag des Kl&auml;gers, dass das Erdgeschoss und das 1. Obergeschoss im Jahr 2000 als Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers bei der Y-GbR &#8211;bestehend aus dem Kl&auml;ger und seiner Ehefrau&#8211; eingebracht worden sei, habe dieser Gegenstand nicht mehr dem Unternehmen des Kl&auml;gers gedient. Dieser Vorgang sei als &quot;Entnahmeverbrauch&quot; zu beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings sei der Umfang der Vorsteuerkorrektur vom FA zu hoch angesetzt worden. Der ma&szlig;gebliche Korrekturbetrag belaufe sich auf (72\/120 von 28.875 DM =) 17.325 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 925 und Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2011, 631 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision beruft sich der Kl&auml;ger auf die Verletzung materiellen Rechts. Das FG habe &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG oder &sect; 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG und &sect; 15a UStG unzutreffend ausgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG, im Streitfall habe eine &quot;Entnahme&quot; i.S. von &sect; 15a Abs. 4 UStG stattgefunden, sei unzutreffend. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (Urteil vom 21. April 1988 V R 135\/83, BFHE 153, 175, BStBl II 1988, 746) sei eine Entnahme &quot;ein tats&auml;chlicher Vorgang, bei dem der Unternehmer einen zuvor dem unternehmerischen Bereich zugeordneten Gegenstand endg&uuml;ltig aus diesem Bereich herausnimmt; es handelt sich um eine tats&auml;chliche (vom Willen des Unternehmers gesteuerte) Wertabgabe des Unternehmens.&quot; Diese Rechtsprechung sei uneingeschr&auml;nkt auf den nunmehr geltenden &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG &uuml;bertragbar. Im Streitfall seien die R&auml;ume nicht f&uuml;r au&szlig;erunternehmerische Zwecke verwendet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2000 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei der Vorsteuerberichtigung nach &sect; 15a Abs. 1 UStG f&uuml;r das Jahr 2000 ein Betrag von 240,63 DM (entsprechend 123,04 EUR) zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Sache gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es h&auml;lt an seiner bisherigen Rechtsauffassung, dass infolge der Vermietung der R&auml;ume im 1. Obergeschoss eine &quot;Entnahme&quot; des Geb&auml;udeteils aus dem Unternehmen stattgefunden habe, nicht mehr fest. Dementsprechend sei auch keine Vorsteuerkorrektur nach &sect; 15a Abs. 4 UStG durchzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r das Streitjahr 2000 sei aber &sect; 15a Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 UStG anzuwenden. Die danach vorzunehmende Vorsteuerberichtigung erstrecke sich nicht nur auf einen Monat (Dezember), sondern habe f&uuml;r den gesamten Zeitraum zu erfolgen, ab dem eine ge&auml;nderte Verwendungsabsicht f&uuml;r die R&auml;ume im 1. Obergeschoss (umgebaute Wohnung) bestanden habe. In diesem Zusammenhang sei offen, ob die R&auml;ume in der Zeit von Januar 2000 bis November 2000 leer gestanden h&auml;tten oder ob eine Vermietung an die GbR erfolgt sei. Mit dem Umbau der B&uuml;ro-, Schulungs- und Sanit&auml;rr&auml;ume im 1. Obergeschoss solle im Juli 2000 begonnen worden sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit sei unklar, welcher Zeitraum f&uuml;r die Vorsteuerberichtigung zu ber&uuml;cksichtigen sei. Es sei denkbar, dass nicht erst ab Dezember 2000, sondern zumindest ab Beginn des Umbaus ab Juli 2000 &#8211;ggf. ab einem fr&uuml;heren Zeitpunkt&#8211; eine &Auml;nderung der Verh&auml;ltnisse i.S. des &sect; 15a Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 UStG anzunehmen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt hierzu erg&auml;nzend aus: Soweit das FA nunmehr eine Vorsteuerberichtigung nach &sect; 15a Abs. 1 i.V.m. &sect; 15a Abs. 2 UStG f&uuml;r zutreffend halte, sei die Sache spruchreif im Sinne einer Klagestattgabe entsprechend der begehrten nur ratierlichen Berichtigung der Vorsteuer. Denn der BFH sei gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO an die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG gebunden. Danach beginne der Berichtigungszeitraum (erst) ab Dezember 2000. Im &Uuml;brigen sei das FG insoweit nicht zu eigenen Ermittlungen verpflichtet gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Unrecht eine &quot;Entnahme&quot; des 1. Obergeschosses des Geb&auml;udes aus dem Unternehmensverm&ouml;gen des Kl&auml;gers bejaht und ist daher unzutreffend vom Vorliegen der Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung i.S. von &sect; 15a Abs. 4 i.V.m. &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG ausgegangen. Der Senat kann aufgrund der vom FG getroffenen Feststellungen nicht entscheiden, ab welchem Zeitpunkt die Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung i.S. von &sect; 15a Abs. 1 i.V.m. &sect; 15a Abs. 2 UStG vorliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &Auml;ndern sich bei einem Wirtschaftsgut die Verh&auml;ltnisse, die im Kalenderjahr der erstmaligen Verwendung f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;gebend waren, innerhalb von f&uuml;nf Jahren seit dem Beginn der Verwendung, so ist nach &sect; 15a Abs. 1 Satz 1 UStG f&uuml;r jedes Kalenderjahr der &Auml;nderung ein Ausgleich durch eine Berichtigung des Abzugs der auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten entfallenden Vorsteuerbetr&auml;ge vorzunehmen. Bei Grundst&uuml;cken einschlie&szlig;lich ihrer wesentlichen Bestandteile, bei Berechtigungen, f&uuml;r die die Vorschriften des b&uuml;rgerlichen Rechts &uuml;ber Grundst&uuml;cke gelten, und bei Geb&auml;uden auf fremdem Boden tritt an die Stelle des Zeitraums von f&uuml;nf Jahren ein solcher von zehn Jahren (&sect; 15a Abs. 1 Satz 2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 15a Abs. 2 Satz 1 UStG ist bei der Berichtigung nach &sect; 15a Abs. 1 UStG f&uuml;r jedes Kalenderjahr der &Auml;nderung in den F&auml;llen des Satzes 1 von einem F&uuml;nftel und in den F&auml;llen des Satzes 2 von einem Zehntel der auf das Wirtschaftsgut entfallenden Vorsteuerbetr&auml;ge auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 15a Abs. 4 Satz 1 UStG liegt eine &Auml;nderung der Verh&auml;ltnisse auch vor, wenn das noch verwendungsf&auml;hige Wirtschaftsgut vor Ablauf des nach &sect; 15a Abs. 1 bis 3 UStG ma&szlig;geblichen Berichtigungszeitraums ver&auml;u&szlig;ert oder nach &sect; 3 Abs. 1b UStG geliefert wird und dieser Umsatz f&uuml;r den Vorsteuerabzug anders zu beurteilen ist als die Verwendung im ersten Kalenderjahr. Nach &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG wird die Entnahme eines Gegenstandes durch einen Unternehmer aus seinem Unternehmen f&uuml;r Zwecke, die au&szlig;erhalb des Unternehmens liegen, einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect; 15a Abs. 6 UStG ist die Berichtigung nach &sect; 15a Abs. 4 UStG so vorzunehmen, als w&auml;re das Wirtschaftsgut in der Zeit von der Ver&auml;u&szlig;erung oder Lieferung i.S. des &sect; 3 Abs. 1b UStG bis zum Ablauf des ma&szlig;geblichen Berichtigungszeitraums unter entsprechend ge&auml;nderten Verh&auml;ltnissen weiterhin f&uuml;r das Unternehmen verwendet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nunmehr unstreitig, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine Vorsteuerberichtigung nach&nbsp;&nbsp;&sect; 15a Abs. 4 UStG nicht erf&uuml;llt sind, weil eine Entnahme i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG nicht vorliegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Entnahme von Gegenst&auml;nden ist eine tats&auml;chliche, vom Willen des Unternehmers gesteuerte, nicht auf eine Gegenleistung abzielende Wertabgabe des Unternehmens zu unternehmensfremden Zwecken (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 3. November 1983 V R 4-5\/73, BFHE 140, 115, BStBl II 1984, 169, unter B.II.1.a; vom 26. April 1995 XI R 5\/94, BFHE 178, 474, BStBl II 1996, 248, unter 2.; Klenk in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect; 3 Rz 329).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Entnahme eines Gegenstandes aus dem Unternehmen i.S. des &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG liegt nur dann vor, wenn der Vorgang bei entsprechender Ausf&uuml;hrung an einen Dritten als Lieferung bzw. Werklieferung anzusehen w&auml;re (vgl. Leonard in Bunjes, UStG, 10. Aufl., &sect; 3 Rz 144; Michl in Offerhaus\/S&ouml;hn\/ Lange, &sect; 3 UStG Rz 74b). Dabei k&ouml;nnen auch wirtschaftlich abgrenzbare Teile eines Geb&auml;udes Gegenstand einer Lieferung sein (vgl. Martin in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect; 3 Rz 93 unter Hinweis auf Art. 13 Teil B Buchst. g der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211; nunmehr Art. 135 Abs. 1 Buchst. j der Richtlinie 2006\/112 EG des Rates vom 28. November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union Nr. L 347, 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Begriff der Entnahme i.S. von &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG ist deckungsgleich mit dem Begriff der Entnahme in Art. 16 MwStSystRL (Klenk in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect; 3 Rz 327).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Annahme des FG, eine &quot;Entnahme&quot; des Geb&auml;udeteils in Gestalt der Wohnung im 1. Obergeschoss liege darin, dass der Kl&auml;ger diese im Jahr 2000 der GbR durch &Uuml;berf&uuml;hrung in sein Sonderbetriebsverm&ouml;gen &quot;zur Verf&uuml;gung&quot; gestellt habe, ist unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn dieser Vorgang &#8211;seine Richtigkeit unterstellt&#8211; erf&uuml;llt nicht die Tatbestandsmerkmale einer &quot;Entnahme&quot; i.S. des &sect; 3 Abs. 1b Satz 1 Nr. 1 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Zugeh&ouml;rigkeit eines Gegenstandes des Anlageverm&ouml;gens zum Unternehmensverm&ouml;gen im umsatzsteuerrechtlichen Sinne richtet sich grunds&auml;tzlich nach der Zuordnung des Gegenstands zum Unternehmen (vgl. z.B. Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect; 1 Rz 27, und zur Zuordnungsentscheidung bei gemischt genutzten Geb&auml;uden z.B. BFH-Urteile vom 7. Juli 2011 V R 42\/09, BFH\/NV 2011, 1980; vom 19. Juli 2011 XI R 29\/09, BFHE 234, 556, BFH\/NV 2011, 2198, unter II.1.c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall hat der Kl&auml;ger nach den Feststellungen des FG das gesamte Geb&auml;ude zu Vermietungszwecken im Rahmen seines von ihm betriebenen Vermietungsunternehmens genutzt, so dass umsatzsteuerrechtlich das gesamte Geb&auml;ude &#8211;einschlie&szlig;lich des das 1. Obergeschoss umfassenden Geb&auml;udeteils&#8211; dem Unternehmen des Kl&auml;gers zugeordnet war (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil in BFHE 178, 474, BStBl II 1996, 248, unter 1.; Korn in Bunjes, a.a.O., &sect; 2 Rz 153 ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat weder ausdr&uuml;cklich eine Entnahme dieses Geb&auml;udeteils (1. Obergescho&szlig;) erkl&auml;rt, noch ihn konkludent seinem Unternehmensverm&ouml;gen entnommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die vom FG angenommene &#8211;und als wesentlich angesehene&#8211; ertragsteuerrechtliche Behandlung der Wohnung im 1. Obergeschoss des Geb&auml;udes &quot;als Sonderbetriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers bei der Y-GbR&quot; steht dieser Beurteilung nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Nutzungs&uuml;berlassung einer Wohnung, die ein Unternehmer seinem Unternehmen zugeordnet hat, an eine GbR, deren Mitunternehmer er ist, schlie&szlig;t nicht zwingend die fortdauernde Zuordnung dieser Wohnung zum Unternehmen i.S. des &sect; 2 UStG aus. Die ertragsteuerrechtliche und umsatzsteuerrechtliche Zuordnung einer Wohnung k&ouml;nnen auseinanderfallen, da das Umsatzsteuerrecht i.V.m. dem Unionsrecht f&uuml;r die Zuordnung eigene Voraussetzungen aufstellt, die nicht denen des deutschen Ertragsteuerrechts entsprechen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kann f&uuml;r die Frage, ob ein Unternehmer ein Wirtschaftsgut umsatzsteuerrechtlich seinem Unternehmen zugeordnet hat, auch die bilanzielle und ertragsteuerliche Behandlung dieses Wirtschaftsguts ein Indiz f&uuml;r die umsatzsteuerliche Behandlung sein (vgl. BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 1980, unter II.3., m.w.N.). So kann z.B. der Umstand, dass der Unternehmer gewillk&uuml;rtes Betriebsverm&ouml;gen nicht bilanziert, ein Indiz daf&uuml;r sein, dass er es auch umsatzsteuerrechtlich nicht seinem Unternehmen zuordnet (vgl. BFH-Urteile vom 31. Januar 2002 V R 61\/96, BFHE 197, 372, BStBl II 2003, 813, unter II.2.b cc; vom 28. Februar 2002 V R 25\/96, BFHE 198, 216, BStBl II 2003, 815, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine ertragsteuerrechtliche Behandlung eines zuvor dem Unternehmen zugeordneten Wirtschaftsguts als Sonderbetriebsverm&ouml;gen bedeutet aber nicht, dass diese umsatzsteuerrechtliche Zuordnung zum Unternehmen nun nicht mehr besteht (vgl. auch zur umsatzsteuerrechtlichen Unma&szlig;geblichkeit von Sonderbetriebsverm&ouml;gen f&uuml;r die Frage einer finanziellen Eingliederung im Rahmen einer Organschaft nach &sect; 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG: BFH-Urteile vom 22. April 2010 V R 9\/09, BFHE 229, 433, BStBl II 2011, 597, unter II.4.c; vom 1. Dezember 2010 XI R 43\/08, BFHE 232, 550, BStBl II 2011, 600, unter II.3.d bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch die ab Dezember 2000 erfolgte steuerfreie Vermietung der Wohnung im 1. Obergeschoss des Geb&auml;udes erf&uuml;llt entgegen der urspr&uuml;nglich vom FA vertretenen Rechtsauffassung nicht die Voraussetzungen einer &quot;Entnahme&quot; i.S. des &sect; 15a Abs. 4 UStG i.V.m. &sect; 3 Abs. 1b UStG. Denn die Zugeh&ouml;rigkeit der Wohnung zum Unternehmensverm&ouml;gen des Kl&auml;gers wird nicht durch den Umstand beeinflusst, ob die Vermietung steuerfrei oder steuerpflichtig erfolgt. Dies kann lediglich Auswirkungen auf den Umfang des Vorsteuerabzugs haben, weil f&uuml;r Eingangsbez&uuml;ge, die f&uuml;r steuerfreie Ausgangsums&auml;tze verwendet werden, nach &sect; 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG der Vorsteuerabzug ausgeschlossen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG ist von anderen Rechtsgrunds&auml;tzen ausgegangen. Seine Entscheidung war daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Denn die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG erlauben keine abschlie&szlig;ende Entscheidung dar&uuml;ber, ab welchem Zeitpunkt im Streitjahr 2000 ggf. eine Vorsteuerberichtigung nach &sect; 15a Abs. 1 UStG i.V.m. &sect; 15a Abs. 2 UStG in Betracht kommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG, an die der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden ist, wurde die im 1. Obergeschoss befindliche Wohnung im Jahr 2000 umsatzsteuerfrei an einen Dritten vermietet. Festgestellt ist, dass diese Vermietung ab Dezember 2000 stattgefunden hat. Damit haben sich die Verwendungsverh&auml;ltnisse gegen&uuml;ber der erstmaligen &#8211;f&uuml;r den Vorsteuerabzug ma&szlig;gebenden&#8211; Verwendung ge&auml;ndert (vgl. dazu z.B. BFH-Urteil vom 9. Februar 2011 XI R 35\/09, BFHE 233, 86, BStBl II 2011, 1000, unter II.2.c aa). Denn das 1. Obergeschoss war bis Ende 1999 steuerpflichtig an die GmbH vermietet. Auch dies ist zwischen den Beteiligten unstreitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den tats&auml;chlichen Feststellungen des FG l&auml;sst sich aber nicht entnehmen, ob im Jahr 2000 bereits vor Dezember und ggf. ab welchem Zeitpunkt eine Vermietung an die Y-GbR stattgefunden hat bzw. beabsichtigt war. F&uuml;r diesen Fall h&auml;tten sich m&ouml;glicherweise die Verh&auml;ltnisse i.S. von &sect; 15a Abs. 1 UStG schon zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt ge&auml;ndert (vgl. z.B. Wagner in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect; 15a Rz 130, Heidner in Bunjes, a.a.O., &sect; 15a Rz 16).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FA w&auml;re ein etwaiger Leerstand der R&auml;ume vor Dezember 2000 in diesem Zusammenhang unbeachtlich, weil der BFH seine diesbez&uuml;glich ergangene Rechtsprechung (z.B. Urteil vom 12. Mai 1993 XI R 64-65\/90, BFHE 172, 152, BStBl II 1993, 849) wegen der gebotenen richtlinienkonformen Auslegung inzwischen aufgegeben hat (BFH-Urteil vom 25. April 2002 V R 58\/00, BFHE 200, 434, BStBl II 2003, 435).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Was den Beginn des Vorsteuerberichtigungszeitraums angeht, besteht abweichend von der Auffassung des Kl&auml;gers keine Bindung an entsprechende tats&auml;chliche Feststellungen des FG nach &sect; 118 Abs. 2 FGO, da diese insoweit fast g&auml;nzlich fehlen. Insoweit reicht es nicht f&uuml;r eine Bindung des BFH nach &sect; 118 Abs. 2 FGO aus, dass das FG &#8211;ausgehend von dem seinerzeit gegebenen Streitstand&#8211; die urspr&uuml;ngliche und den angefochtenen Bescheid zugrunde liegende Auffassung des FA best&auml;tigt hat, der Berichtigungszeitraum beginne (erst) im Dezember 2000. Die pauschale Bezugnahme des FG im Tatbestand seines Urteils auf &quot;die gewechselten Schrifts&auml;tze&quot; und die &quot;vorgelegten Beh&ouml;rdenakten&quot; k&ouml;nnen die fehlenden eigenen tats&auml;chlichen Feststellungen des FG zu den Tatsachen nicht ersetzen (vgl. z.B. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 118 FGO Rz 217 f., m.w.N.; Gr&auml;ber\/ von Groll, Finanzgerichtsordnung, 7. Aufl., &sect; 118 Rz 37, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird die erforderlichen tats&auml;chlichen Feststellungen im zweiten Rechtsgang nachzuholen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.1.2012, XI R 13\/10 Keine Vorsteuerberichtigung wegen Entnahme bei Einbringung einer vermieteten Wohnung als Sonderbetriebsverm&ouml;gen in eine GbR Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) f&uuml;hrte in den Jahren 1995 bis 1997 an seinem in X belegenen Geb&auml;ude erhebliche Bauma&szlig;nahmen durch und machte entsprechende Vorsteuerabzugsbetr&auml;ge geltend. Das bisher einst&ouml;ckige Geb&auml;ude wurde &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-10-keine-vorsteuerberichtigung-wegen-entnahme-bei-einbringung-einer-vermieteten-wohnung-als-sonderbetriebsvermoegen-in-eine-gbr\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;13\/10 &#8211; Keine Vorsteuerberichtigung wegen Entnahme bei Einbringung einer vermieteten Wohnung als Sonderbetriebsverm&ouml;gen in eine GbR<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-6564","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuer"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6564"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6564\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6564"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6564"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}